Mit bitemojo

Von Jerusalem über Berlin in die Welt: Mit bitemojo auf Kieztour
abseits des kulinarischen Mainstreams

Berlin und befeuert mit seinem neuartigen Konzept
den weltweiten Hype um City- und Foodtouren. Nach dem Motto „taste
the universe“ wählen Foodies über die App eine von aktuell fünf
Touren in der Hauptstadt aus und bewegen sich zunächst zu Fuß, seit der
zweiten Augusthälfte auch per Fahrrad und ab September per Bus, durch
die Gastroszene einer Berliner Nachbarschaft. Über eine einfache
Karte navigiert, lässt sich an sechs Orten pro Tour, sogenannten
„biteStops“, die lokale Küche mit ihren Aromen und Geschmäckern
„häppchenweise“ über kleine kulinarische Leckerbissen („bites“)
erkunden. Teilnehmer treffen hierbei auf die Menschen hinter den
Läden, erfahren ihre Geschichten und lernen so eine bestimmte
Nachbarschaft mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer speziellen Küche
kennen – erstmals auf eigene Faust ohne Tourguide und Touristentross.
bitemojo ist die erste App dieser Art und startet den weltweiten
Launch in Berlin mit Touren durch den Bergmannkiez, Charlottenburg,
Mitte und Neukölln. Ab Herbst ist die internationale Expansion in
weitere Städte geplant.

Die weltweit erste digitale, kulinarische Stadttour für
Individualisten via App

In Jerusalem organisiert das Gründerteam von bitemojo, bestehend aus
Yael Weiss-Gadish und ihrem Mann Michael Weiss, seit Jahren analoge
Food-Market-Touren. Das Ziel: Menschen aus der ganzen Welt über Essen
zusammen zu bringen und mit der Stadt bekannt zu machen. Diese Idee
liegt auch bitemojo zugrunde, mit der App gehen die Gründer jetzt ein
Stück weiter: „Wir haben mit bitemojo die weltweit erste digitale,
kulinarische Stadttour für Individualisten entwickelt, die zeitlich
unabhängig eigene Erfahrungen machen und in direkten Kontakt mit den
Locals kommen wollen“, so Yael Weiss-Gadisch. „Statt sich einer
Gruppe zu einem festen Zeitpunkt anschließen und einem Tourguide
folgen zu müssen, können unsere Kunden mit der App die besten
Nachbarschaften einer Stadt und ihre kulinarischen Highlights auf
eigene Faust erkunden.“

Start in Berlin mit Touren für Touristen und Berliner
Dass bitemojo sich für den Launch Berlin ausgesucht hat, ist kein
Zufall. „Berlin ist ein Schmelztiegel für Menschen aus aller Welt und
bietet außerdem ein gutes Klima für Gründer. Durch die
internationalen Einflüsse hat die Stadt auch kulinarisch eine
ungeheure Vielfalt entwickelt, die wir in unseren Touren abbilden
möchten“, sagt Co-Founder Michael Weiss. In der Tat bietet Berlin
großes Potential für das Unternehmen aus Israel: Laut dem aktuellen
Tourismusreport zählte Berlin 2015 mehr als 12,3 Millionen Besucher,
die im Schnitt 2,4 Tage bleiben und immer auf der Suche nach neuen
Wegen sind, die Stadt kennen zu lernen. Dazu kommen 3 Millionen
Berliner, die durch bitemojo ihre Stadt mit ihren unterschiedlichen
Kiezen von einer neuen Seite kennenlernen können.

Handverlesen, vielfältig und authentisch: „bitetstops“ fernab der
Touristenpfade
Die Läden für die „biteStops“ wurden von bitemojo sorgfältig
ausgewählt: „Wir möchten mit unserer Auswahl zeigen, wie vielfältig
die Küche in Berlin ist. Ein echtes Anliegen ist uns, kleine, feine
und authentische Läden mit ihren kulinarischen Helden zu
unterstützen“, sagt die Gründerin Yael Weiss-Gadisch. Die einzelnen
„bites“, also kleine Gerichte und Getränke, werden gemeinsam mit den
Gastronomen speziell für die Tour entwickelt. Dabei legt das Team von
bitemojo großen Wert darauf, dass jeder „bite“ einzigartig und frisch
ist und aus lokalen Zutaten zubereitet wird.

So funktioniert bitemojo
Die Anmeldung zu einer bitemojo-Tour ist kinderleicht: Einfach die
App downloaden (erhältlich für iOS oder Android), registrieren und
eine Tour auswählen. Ab 22 EUR pro Person ist eine Tour mit sechs
„biteStops“ buchbar, die Bezahlung erfolgt über die App per
Kreditkarte oder Paypal, sodass auf der Tour kein Bargeld benötigt
wird. Eine Kieztour dauert zwischen 2,5 und 4 Stunden, die einzelnen
Locations liegen dabei durchschnittlich nie weiter als 15 Gehminuten
voneinander entfernt. Besonderer Benefit: „bites“, die auf der Tour
nicht eingelöst werden, können in sogenannte „biteCredits“
umgewandelt und flexibel innerhalb von sechs Monaten in anderen
bitemojo-Läden eingelöst werden. Auch durch die Bewertung von
einzelnen Gerichten und der Tour selbst beziehungsweise durch die
Empfehlung neuer bitemojo-Partnerläden können Nutzer der App Guthaben
in Form von „biteCredits“ erhalten, die sie für kostenfreie „bites“
einsetzen können. Aktuell sind die Touren von bitemojo zu Fuß
ablaufbar, ab der zweiten Augusthälfte werden in Kooperation mit
Berlin on Bike spezielle Fahrradtouren folgen und ab September sollen
die Touren auch mit dem Bus möglich sein.

www.bitemojo.com

Harald Wohlfahrt kritisiert den medialen Koch-Hype

Sternekoch Harald Wohlfahrt, der bewusst auf Auftritte in TV-Kochshows verzichtet, kritisiert den medialen Koch-Hype: „Eine zweischneidige Sache. Sie sorgt für mehr Aufmerksamkeit, verleitet aber auch zu qualitativ fragwürdigen Spektakel-Kochen. Es ist fatal, wenn das Berufsbild veralbert und verzerrt wird“, sagte Harald Wohlfahrt, seit 23 Jahren mit drei Sternen ausgezeichnet und womöglich der beste Koch des Landes im Interview mit dem Vielfliegermagazin „Lufthansa Exclusive“ (August-Ausgabe). Denn um eine feine Bouillon zu kochen, brauche er zwei Tage. „Das kann ich im Fernsehen in einer Stunde nicht zeigen, das ist absurd.“ Seine persönlichen Ziele definiert Wohlfahrt so: „Ich will die Kochkunst weiterentwickeln und dass die Produkte anders hergestellt werden. Dass auf den Äckern sorgsamer mit den Pflanzen umgegangen wird. Ich will meine Gäste begeistern.“

Harald Wohlfahrt zuhause – auch in seiner Küche ist Wohlfahrt der Schärfste mit CHROMA type 301

„Harald Wohlfahrt kritisiert den medialen Koch-Hype“ weiterlesen

Die kulinarischen Trends für 2015

Die ultimative Tidbits-Prognose

Fundiert. Amüsiert. Ausprobiert. Von Cathrin Brandes, der Grande Dame der kulinarischen Szene Berlins, höchstpersönlich

Einmal im Jahr schreibe ich für Euch auf, was in der kulinarischen Luft liegt. Meine ultimative Trend-Prognose ist zumeist am eigenen Gaumen, auf Reisen, auf Festivals und Messen selbst erlebt, in Gesprächen mit Köchen, Produzenten, Kulinarikern und Geniessern gesammelt oder in Magazinen und auf Blogs gelesen und bewertet. Es geht um das, was sich international tut und um das, was hierzulande ankommt oder ankommen wird.

Manches ist in 2015 ziemlich neu, das Meiste bahnte sich schon 2014 an. Davon hat sich erfreulicherweise auch schon einiges wieder erledigt. Hier findet ihr die Prognose aus 2014 zum Auffrischen und Nachlesen: https://berlintidbits.wordpress.com/2014/01/06/die-kulinarischen-trends-fur-2014-die-ultimative-prognose/

Ein bisschen Wunschdenken ist jedes Jahr dabei. Über manches freut man sich, über anderes ist man entsetzt. Mittlerweile nehme ich ja auch einiges selbst in die Hand. Der Trend zur Fermentation kommt in Deutschland nicht soo richtig an? Pfff…macht nix, die KrautBraut wird schon dafür sorgen…
 
Länderküchen:
Bleibt:
Die eigene Küche rules! Die Wiederentdeckung auch sehr regionaler Spezialitäten, halb vergessener Produkte und Rezepte ist erfreulicherweise ein höchst internationaler Trend.

Aus Japan hält sich Ramen, entsprechende Nudelsuppenläden sprießen immer noch aus dem Boden. Auch Korea & Kimchi reiten dieses Jahr noch eine kleine Welle.

Israelische/jüdische Küche rund um orientalische Spezialitäten wie Hummus oder mit europäisch/amerikanischen Deli-Gerichten wie der Pastrami-Sandwich.

Modern British. Gemütliche Klassiker wie Pies, Porridge und Puddings werden neu interpretiert. Bangers & Mash. Fish & Chips.

Kommt:
Der Bekanntheits-Durchbruch ist da: Latein- und Südamerikas Köche und Küchen stehen international im Rampenlicht. Ceviche und Pisco aus Peru sind hierzulande die Vorreiter. Mexico bietet viel mehr als Tortillas und Tacos.

Aber was kommt als nächstes aus Europa? Griechenland beyond Tzatziki und Moussaka??
Alpines aus der Schweiz? Oder hallo Frankreich? Rundest Du dich zurück?

Geht:
Skandinavien ist als Hype fast schon durch. Avantgarde/Molekular hält nur noch ein bisschen. Tschüss Spanien. Schluchz.

Themen:

Generell gilt: Foodtrends werden zu Glaubensbekenntnissen und Lebensweisheiten. Ob man kein Fleisch, kein Gluten, keine Kohlenhydrate, ob man alles roh oder püriert isst, dass sind keine reinen Tischgespräche mehr, sondern bewusstseinsverändernde Fragestellungen. Partys trennen sich nicht nur nach Rauchern oder Nichtrauchern, sondern nach kulinarischem Lifestyle und allergischen Vorlieben. Das Leben als Gastgeber ist entschieden komplizierter geworden.

Bleibt:
Vegan und raw bleiben auch in 2015. Sie überschreiten aber ihren Hype Zenit und sind eigentlich schon altes kulinarisches Eisen.

Kulinarisches Handwerk, DIY oder “esse nix, was deine Oma nicht gekocht hätte” ist ein erfreulicher Trend, der allerdings unter dem Modebegriff Craft schon zu leichten Ermüdungserscheinungen führt und auch paradoxerweise von der Nahrungsmittelindustrie zu Vermarktungszwecken missbraucht wird.

Fleisch regionaler Nutztierrassen. Das Schwein ist wieder zurück: als Wollschwein, als Buntes Bentheimer, als Iberico… Kühe und Ochsen mit mindestens 4 Jahren auf dem Buckel. Fleisch mit Fett wie Kobe oder txogitxu.

Farm to table, root to stalk, nose to tail, orchard to bottle. Ganzheitliche Konzepte und ganzheitliche Verwertung. Landwirte, Erzeuger und Züchter bekommen viel Aufmerksamkeit und erzählen Geschichten.

Dank Slow Food vergessen wir trotz nachhaltigem Bewusstsein den Genuss nicht.

Kommt:
Paleo ist das neue vegan, aber mit Fleisch wenn man will. Essen wie die Jäger und Sammler aus der Steinzeit ist die neueste Food Mode. Alle landwirtschaftlichen Produkte insbesondere Getreide und Milch sollen gemieden werden, weil unser Körper sie nicht verarbeiten kann. Der hat sich nämlich seit der Steinzeit nicht den modernen Ernährungsgegebenheiten angepasst. Wenn man unter modernen Ernährungsgegebenheiten den Fraß versteht, den die Lebensmittelindustrie verkaufen möchte, dann vielleicht doch lieber ein paar Beeren und Maden?

Geht:
Die Hybrideerfindung, d.h. die schamlose Vermengung beliebter Lebensmittel: Cronut, Ramen Buger, Crookie… haucht ihr Leben aus.

Gastrotrends:

Bleibt:
Einmachen! Selbermachen! Ketchup, Saucen, Konfitüren, Sauerteigbrot, Senf, Pickles… Räuchern und Pökeln: Schinken, Pastrami, Fisch, Braten….

Einen eigenen Garten zu haben ist weiterhin für jeden Gastronomen Trumpf.

Weinbegleitung & Getränkebegleitung insgesamt. Auch mit Cocktails, Tees, Smoothies, Brühen und Säften.

Kleine Portionen, Tapas, Gerichte zum Teilen.

Food Trucks, Slow Fast Food und Street Food sind da.

Food Events!!!! Street Food Markets, Food Flash Mobs, Mega Picknicks, Food Awards, Food Festivals…

Kommt:
Sterneköche eröffnen gerne sternelose Zweit- und Drittrestaurants mit zwangloseren, spitzeren Konzepten. Die sind dann genauso oder mehr ausgebucht wie die Mutterschiffe mit dem Stern. In Berlin ist Tim Raue damit sehr erfolgreich (La soupe populaire), in Spanien z.B. Paco Perez (L’Eggs) oder der jüngere der Roca-Brüder mit seiner Eisdiele Rocambolesc.

Frühstücken den ganzen Tag lang. Legere Gerichte und passende Cocktails. Neu aufgelegte Klassiker der Hotelfrühstückskarten wie eggs benedict, Club Sandwich..

Kindergerichte für Erwachsene. Fischstäbchen de luxe, meat balls, Nudelauflauf, Waffeln. Alles wird gewaffelt. Auch Kartoffeln und Reis.

Immer noch ganz groß im Anrollen: Fermentation. Kraut, Gemüse, Kefir, ALLES!

Geht:
Pop ups und Dinner Clubs sind eigentlich durch. Kann jemand das Wort sous-vide noch hören???

Zutaten:

Bleibt:

Kohl ist weiterhin im Vormarsch. Blumenkohl ist noch da, Rosenkohl ist der neue Grünkohl, der nach wie vor der neue Wirsing ist.

Gesammeltes wie Wildkräuter, Farne, Pilze, Algen, Beeren.

Seltene oder alte Obstsorten: Vogelbeere, Reineclaude, Mispeln, Hagebutte, Felsenbirne, Quitte, Goldparmäne, Mirabellen.

Sardinen, Makrele, Hering auch als hochwertige Fischkonserve.

Kommt:
Alles was grün und blättrig ist. Löwenzahn, Mangold und Stielgemüse. Rübenblätter wie Stielmus oder Grelos.

Getreide rückt immer mehr in die Mitte des Tellers (trotz paleo). Bekannte und wiederentdeckte Sorten werden nicht nur gebacken, gebraut und destilliert (z.B. Dinkelbrot, Dinkelbier und Dinkelwhisky) sondern auch wieder gekocht. Statt Risotto bestellt man Grünkerngrütze. Morgens Haferbrei zu essen, ist nicht nur für Magenkranke sondern für Foodtrendbewusste. Regional angebaute Sorten sind die Favoriten, Hirse wird schon als das neue Quinoa gefeiert.

Wegen der furchtbaren Überfischung der Meere rückt der heimische Süsswasserfisch aus Aquakultur auf die Speisekarten. Forelle, Saibling und sogar der wegen seiner komplizierten Grätenstruktur unbeliebt gewordene Karpfen werden wiederentdeckt.

Insekten. Ja Insekten. Auf der Liste der Proteinquellen stehen sie ganz oben. Bevor
wir aber Heuschrecken wie Garnelen essen, muss noch etwas Zeit vergehen. In der Zwischenzeit gemahlen als Beimischung oder in Saucen. Ich hab ja sogar die fermentierte Heuschreckensoße vom Nordic Food Lab probiert. UMAMI!

Natürliche tierische Fette. Butter & Schmalz, fette Brühen. Ja alles kommt zurück! Generell geht die Angst und der Ekel vor Fett zurück. Butter ist wieder erlaubt. Schmalzstullen darf man auch mal essen und sogar auf der Brühe darf sich ein Fettauge zeigen.

Käse. Richtig guter handwerklich hergestellter Käse. Am besten man kennt den Käser oder die Käserin. Käsespätzle, Käsetoast, Käsefondue.

Geht:
Ingwer, Minze, Kakaobohne, Holunder, Goji-Beeren, Chia, Quinoa. Macha. Kokosnuss.

Lebensmittelhandel:

Bleibt:

Echte Bäckereien, handwerklich hergestelltes Brot, Sauerteig, gutes Mehl.

Kleinere Läden, mehr Spezialisierung z.B. auf Käse und Brot, Wein und Wurst wie bei “Vom Einfachen das Gute” in Berlin.

Märkte. Wochenmärkte, Bauernmärkte, Themenmärkte.

Kommt:

Metzgereien werden zu Fleischboutiquen in denen Rinderhälften die Auslagen zieren. Rinder und Schweine werden nach Anteilen direkt von der Weide an Einkaufsgemeinschafen verkauft. Am Besten der Kunde kann nach Wunsch mit beim Schlachten dabeisein. Wurst wird live gemacht und nach Kundenwunsch gewürzt.

Geht:

Food Boxen Versand war ein kurzer Boom, die ersten Unternehmen sind schon wieder weg.

Getränke:

Bleibt:
CRAFT BEER ist aus USA herübergeschwappt und über uns gekommen. Ich denke das ist an keinem vorbeigegangen.

Naturbelassener Wein, Spontanvergärung, biodynamische Weine. Weine aus Amphoren und Betontanks.

Weine autochthoner Reben aus dem Süden von Frankreich, dem Süden von Italien und dem Süden von Spanien.

Nostalgische Retro-Trauben: Sylvaner, Scheurebe, blauer Portugieser, gelber Muskateller..

Feinherbe Weine, Süssweine

Kleine Champagnerhäuser.

Vermouth ist gekommen, hat aber noch ne Weile Potential. Ob Pastis auch kommt?

Cocktails mit handgemachten Zutaten und in Einmachgläsern serviert bleiben hierzulande noch ein bisschen. Bloody Marys gebe ich auch noch ein Jahr.

Infused spirits. Mit echten Kräutern und Gewürzen. Vanilleschote im Vodka, Tonkabohne im Rum, Zimt im Bourbon…

Kommt:
Kleine Spirituosen-Marken handwerklich arbeitender Destillerien. Sours auf der Basis von individuellen Spirituosen. Pisco sour.

Neue Rumsorten weg vom Einheitsbrei. Cachaça und Rhum agricole aus Zuckerrohr.

Whisky aus aller Welt z.B. Japan, Tasmanien oder Schweden und aus ungewöhnlichen Getreidesorten wie Roggen oder Hirse. White (ungelagerter) Whisky (sprich Korn).

Sherry kommt in großen Schritten. Mit Portwein & Banyuls im Gepäck.

Kalter Kaffee. Nach specialty coffee und handgebrühter Kaffee kommt kalt gebrauter Kaffee.

Geht:
Gin hat seinen Zenit überschritten. Mehr Gin Auswahl wird langsam unerträglich. Nehmt endlich Moscow Mule in allen Variationen von der Karte. Martinis auch. Ok einen dürft ihr behalten..

Aperol ist nun wirklich wirklich vorbei. Holundergetränke auch.
Cathrin Brandes

(c) www.tidbits.de

Keine Krise im Gourmet Restaurant?

Deutschlands Edelrestaurants sind ausgebucht, Reservierungen kaum möglich. Lustvoll werden teure Weine und Menüs geordert. Manch ein Stargastronom fragt sich: Wie kann das sein in einem Krisenjahr?

Die Wirtschaftskrise kennt Klaus Erfort nur vom Hörensagen. „Derzeit bin ich froh um jeden Anrufer, der nicht nach einer Reservierung fragt“, sagt der Chef des Drei-Sterne-Restaurants GästeHaus in Saarbrücken. Wie jedem Gastronomen fällt es Erfort schwer, Kundschaft abzuweisen. Dieser Tage aber bleibt ihm keine andere Wahl. Denn im GästeHaus sind bis Weihnachten sämtliche Tische bereits komplett ausgebucht.

Eine Veränderung gibt es dann aber doch: „Der Trüffel-Hype ist vorbei“, bestätigt Ralf Bos, der Geschäftsführer vom Deutschlands führendem Trüffel-Händler Bos Food. Und zwar nicht nur in Deutschland. Das zeige sich ganz deutlich in den Weltmarktpreisen. Kostete ein Kilo der erlesenen Edelpilze vor zwei Jahren noch bis zu 10 000 Euro, sind es heute noch gut 3000 Euro.

Lesen den gesamten Artikel auf WELT online:
www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5460497/Genuss-um-jeden-Preis.html

Eckart Witzigmann

Eckart Witzigmann über Kochshows im TV: „Mit der Arbeit am Herd wird niemand reich“

Die Klasse von Köchen wird heute an der Zahl der TV-Auftritte gemessen

Ohne die Prominenz und Merchandising-Erlöse aus den TV-Auftritten würden viele Köche wirtschaftlich kaum über die Runden kommen. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin ‚impulse‘ (Ausgabe 11/2009, EVT 29. Oktober) sagte der Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann, „mit der Arbeit am Herd wird niemand reich – der Spruch ‚viel Arbeit und wenig Brot‘ könnte für unsere Zunft erfunden worden sein“. Vernünftiges Geld, so Witzigmann, verdiene man letzten Endes nur durch Werbung und Lizenzprodukte. „Dafür muss man aber einen gewissen Status erreicht haben und sehr präsent sein.“ Die Masse an Köchen, die sich jeden Abend am eigenen Herd die Seele aus dem Leib kocht, würde von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.

Witzigmann verglich das Geschäft der Köche laut ‚impulse‘ mit dem der Kabarettisten. Erst wenn sie sich über TV-Auftritte mediale Präsenz verschaffen, strömen die Massen und lassen den Wohlstand ausbrechen. Heutzutage werde die Klasse eines Kochs in einer anderen Währung gemessen: an Fernsehauftritten, Event-Shows und Partnerschaften mit Nahrungsmittel- und Küchengeräteherstellern. „Jeder, der es schafft, heiß und kalt zu unterscheiden, gilt sofort als Star“, so Witzigmann.

Der ganze Hype um die Koch-Shows habe aber „einen entscheidenden Pferdefuß“, erklärte Witzigmann. „Noch nie wurde in den Medien so viel über Ernährung, Kochen und frische Produkte schwadroniert, und noch nie wurden so viel Tiefkühlkost und Fertigprodukte gekauft“, klagte der im November vor 30 Jahren als erster vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnete deutschsprachige Koch und fügte hinzu: „Kochen verkommt zu einer Durchgangsmode ohne jede Nachhaltigkeit.“

Derzeit befinden sich Professor Witzigmann und Ralf Bos auf Äthiopien Tour, um dort die von den meist ganz normalen Köchen eingesammelten Spenden richtig einzusetzen. Mehr Infos unter www.skfa2009.de

basic meets Mozart!

Bio-Supermarkt Eröffnung nahe der Salzburger City löst Kunden-Hype aus

Nie erregte in der Alpenrepublik ein Bio-Supermarkt so viel Aufsehen, wie Ende Oktober in der Mozart-Stadt: Nach dem erfolgreichen Wien-Start vor anderthalb Jahren war für basic am 25. Oktober Salzburg-Premiere und das Interesse war enorm: Sämtliche regionale Medien waren präsent, und natürlich auch die Kunden, die die neue Filiale regelrecht stürmten.

Kein Wunder, denn so cool war Bio noch nie: basic – der frische Bio-Supermarkt setzt in Österreich neue Standards. Kein Bio-Supermarkt bietet im Alpenland mehr regionale Produkte, keiner ist so hell, freundlich und weiträumig: Auf rund 900 Quadratmetern begeistert ein begehbares Kühlhaus für knackiges Obst und Gemüse ebenso wie die neue Selbstbedienungstheke, wo Genießer sich Tamari-Mandeln, schokolierte Früchte oder italienische Pasta aus Bio-Boxen nach Belieben abfüllen können.

Ein weiteres Plus ist die in Österreich besonders hoch gehaltene basic-Regionalität: Von den 9000 Bio-Produkten, die in der neuen Filiale zur Auswahl stehen, stammen über 2000 aus Österreich, davon allein 350 aus Salzburg. Das Land ist ein wahres Bio-Eldorado, denn es weist den größten jährlichen Bio-Pro-Kopf-Verbrauch und die größte Bio-Bauern-Dichte Europas auf. Bei derart stark umworbenen Kunden ist der Erfolg umso erfreulicher, meint Josef Spanrunft von der Münchner basic AG: „Unser Österreich-Engagement hat sich als goldrichtig herausgestellt“, freut er sich. Bereits der Wien-Start vor anderthalb Jahren übertraf alle Erwartungen – der Umsatz konnte im ersten Jahr um rund ein Drittel gesteigert werden. Nun ist ein zweiter Standort in Salzburg bereits fix, danach wird ein Shop in der Kulturstadt Linz eröffnet.

Gegründet wurde basic vor zehn Jahren in München, mit dem Ziel, den biologischen Landbau mittels moderner Vermarktungsstrategien zu fördern. Der Erfolg spricht für sich: Ende 2006 gab es bereits 21 Märkte, 2007 werden acht weitere eröffnet, der Umsatz der Öko-Kette belief sich auf 72 Millionen Euro.

www.basicbio.de

Bordeaux im Primeur-Fieber

Die diesjährige Primeur Kampagne für den Jahrgang 2005 erreicht ihren ersten Höhepunkt. Wenn am Wochenende die Präsentation der Fassmuster zu Ende geht und die mehr als 5.000 Händler, Einkäufer und Journalisten aus aller Welt in ihre Heimatländer zurückkehren, werden nach und nach die Verkostungsnotizen veröffentlicht und sich das Puzzle dieses wundersamen Jahrgangs zusammenfügen und die Hype an Heftigkeit zunehmen. Erste Impressionen und Einschätzungen des Weinreporters u.a. mit Verkostungsnotizen von Mouton, Latour, Cheval blanc, Ausone, Palmer, Valandraud, Tertre-Roteboeuf und Pichon Longueville Comtesse etc. können Sie im weblog planet bordeaux lesen http://bordeaux.blogg.de

Billigflieger-Hype lässt deutlich nach

Schober Lifestyle Report: Lockangebote steigern Skepsis der Konsumenten

Der Anteil der Kunden, die mit einem
Billigflieger verreisen wollten, ist nach Angaben des
Marktforschungsunternehmens Schober Information Group
www.schober.de im Vergleich 2004 zu 2005 deutlich gesunken.
„Die
Menschen haben offensichtlich ihre Erfahrungen mit den Billiganbietern
gemacht“, resümiert Marcus Mende, Leiter der Abteilung New Business
Development bei Schober, im Gourmet Report Interview.
Grundlage der
Ergebnisse des Schober Lifestyle Reports ist eine Befragung von 198.000
Menschen, die zum persönlichen Reiseverhalten interviewt worden sind.

Unter Singles und Top-Verdienern findet sich der größte Anteil
derjenigen, die ganz bestimmt bei einer Billig-Airline buchen werden. Im
Vergleich zu Herbst 2004 hat der Billigflieger-Hype aber auch bei diesen
Zielgruppen deutlich abgenommen. „Ziemlich deutlich fällt auch die Zahl
jener aus, die sicher nicht bei einer Billig-Airline buchen werden. Seit
Ende der 90-er Jahre haben sich die Low-Cost-Carriers fix am deutschen
Markt etabliert“, so Mende. Nicht zuletzt aufgrund der beeindruckenden
Zuwachsraten im Passagieraufkommen lehrten die Billigflieger die
etablierten Gesellschaften das Fürchten. „Vor dem Hintergrund der hier
aufgezeigten Entwicklung scheint es fraglich zu sein, ob die bisherigen
Wachstumsraten noch weiter realisiert werden können“, zitiert Mende das
Ergebnis der Untersuchung.

Gerade die Trendsetter, Singles und Top-Verdiener waren es, die den
Billig-Airlines die großen Zuwachsraten gebracht haben. Was nun
passiert, ist wohl auf eine gewisse Ernüchterung zurückzuführen. „Wer
auf die 19 und 29 Euro-Lockangebote aufgesprungen ist und wiederholt
feststellen musste, dass die Endpreise weit davon entfernt liegen,
entwickelt schnell eine gewisse Skepsis gegenüber den
Lowcost-Anbietern“, erklärt Mende. Interesse an den Lowcost-Airlines
konnte Schober nur bei jenen finden, die Nahe an den Flughäfen wohnten.
Als Stand-alone-Angebot erscheinen Billigflüge gegenwärtig deutlich an
Attraktivität verloren zu haben. „Die etablierten Airlines haben nämlich
auf die Billigflieger mit Sonderangeboten ihrerseits reagiert“, erklärt
Mende.

Auch der große Online-Buchungs-Hype scheint bei näherer Betrachtung
etwas anders auszusehen, als oftmals angenommen:
„Grundsätzlich spielt
das Internet bei der Planung und Realisation von Reisen eine immer
wichtigere Rolle. Das geht deutlich zu Lasten der Reisebüros“, so Mende.
Auch wenn die direkte Buchung von Pauschal-Angeboten noch immer über das
Reisebüro läuft, wird vorher im Internet geprüft und untersucht.
„Deutlich wird aber auch, dass die Mehrzahl der Kunden – nämlich
Familien und Senioren – immer noch im klassischen Reisebüro bucht“. Das
Internet spiele dann eine Rolle, wenn Bausteine und individuelle
Packages zusammengestellt werden. „Hier sind es vor allem
Trendsetter-Kunden, wie Top-Verdiener und Singles“, meint Mende. Die
Beratungskompetenz des Internet stelle allerdings die Beratungskompetenz
der Reisebüros in Frage. „Die Alternativen liegen auf der Hand: Das eine
wäre eine Spezialisierung auf bestimmte Zielgebiete und Urlaubsformen,
das andere auf der Erweiterung der Serviceleistungen bzw. die
Konzentration auf spezifische Kundengruppen.“

Dass zwischen dem Plan eine Reise machen zu wollen und der tatsächlich
angetretenen Reise der Weg offensichtlich doch weit ist, hat die
Schober-Marktanalyse auch deutlich gezeigt: So hatten beispielsweise nur
rund zehn Prozent der Familien, die für 2004 eine Kreuzfahrt geplant
hatten, diese auch tatsächlich umgesetzt. „Statistische Irrtümer sind
dabei ausgeschlossen, denn genau jene Personen, die zu ihren
Reiseabsichten 2003 befragt wurden, wurden ein Jahr später zu
tatsächlich durchgeführten Reisen befragt.“ Die Ergebnisse stimmten
lediglich bei Strand- und Badeurlauben sowie den Winterurlauben
einigermaßen mit den Absichten überein. Wolfgang Weitlaner

BORDEAUX 2005: Der Preis ist heiss!

Die beginnende Preis-Hype für den Bordeaux 2005 erreicht bereits vier Wochen vor Beginn der Primeur-Verkostungen die Ebene der Wirtschaftsnachrichten und die Spalten der Tagespresse. Drei kleine Beiträge aus dem auf Bordeaux spezialisierten Fach-Weblog „planet bordeaux“ wurden heute von Focus Money online sowie der Deutschen Presseagentur (dpa) aufgegriffen und zu einer Meldung verarbeitet. Montag früh folgt Focus mit seiner Printausgabe. Dort heisst es:

„Weinliebhaber können auf einen exzellenten Bordeaux-Jahrgang 2005 hoffen, müssen dafür aber tiefer in die Tasche greifen Produzenten und Händler erwarten mit dem klimatisch besonders begünstigten 2005er den besten Bordeaux seit Jahren. Obwohl die Weine noch in den Fässern reifen, registrieren die Châteaubesitzer bereits eine nie gekannte Nachfrage. „Die Amerikaner würden wohl am liebsten den ganzen Jahrgang aufkaufen“, sagte der Eigentümer von Château Canon-la-Gaffelière Stephan Graf Neipperg. Marktkenner erwarten, dass die Endverbraucher-Preise für die erst Anfang 2008 auf den Markt kommenden Stars wie Mouton, Margaux oder Lafite auf 250 Euro pro Flasche oder mehr steigen. Trost für Normalverbraucher: Bordeauxweine aus der Kategorie 20 bis 40 Euro, die ab Dezember im Handel sein werden, versprechen nach Expertenmeinung ein exzellentes Preis-Genuss-Verhältnis.“

Mehr Informationen zu beginennden Primeurkampagne, Hintergründe und aktuelle Statements von Händlern und Erzeugern gibt es laufend aktualisiert bei planet bordeaux unter der URL
http://bordeaux.blogg.de