Gesundes Grillvergnügen

Bei schönem Wetter lassen Grillpartys auf Balkon oder Terrasse nicht lange auf sich warten. Für Abwechslung auf dem Rost sorgen nicht nur Steaks, Spieße und Würstchen, sondern auch Gemüse, Kartoffeln und Obst. Damit kommen auch Vegetarier und Veganer auf ihre kulinarischen Kosten. „Doch falsche Handhabung am Grill ist riskant, etwa wenn sich durch auf die Glut tropfendes Fett krebserregende Stoffe bilden oder gesundheitsschädliche Keime durch unsachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln übertragen werden. Wegen der Bildung von schädlichem Kohlenmonoxid ist das Bedienen eines Holzkohlegrills in Innenräumen absolut tabu“, warnt die Verbraucherzentrale NRW.
Sie hat Tipps für eine ungefährliche Gaumenfreude am Grill:

Grillgerät: Während eingefleischte Grillfans gerne das offene Holzkohlefeuer entfachen, das dem Grillgut den typischen Geschmack verleiht, schätzen andere die kurze Vorheizzeit von Gas- und Elektrogeräten. Durch den fehlenden Rauch entstehen hierbei weniger krebserregende Stoffe, und es gibt keine Asche zu entsorgen. Um sich vor Fettspritzern zu schützen, gehören Schürze, Handschuhe und eine lange Grillzange zur Grundausstattung des Grillmasters. Einweg-Grills hingegen verursachen unnötig viel Abfall.

Grillplatz: Jeder Rost braucht einen sicheren und festen Standplatz. Ein mit Holzkohle betriebener Grill darf jedoch niemals in der Garage oder in geschlossenen Räumen mit offenen Fenstern oder Türen angefacht werden. Das dabei entstehende Kohlenmonoxid kann zu tödlichen Vergiftungen führen. Deshalb darf die Restwärme des Grills auch nicht als Heizquelle für drinnen dienen.

Grilltechnik: Als Brennmaterial für den Holzkohlegrill eignen sich nur Holzkohle oder -briketts. Altpapier oder Holz hingegen können beim Abfackeln ebenfalls giftige Gase entwickeln, die sich mit dem Rauch auf die Grillwaren legen. Den Grill rechtzeitig mit Holzkohle oder -briketts anheizen und so lange durchglühen lassen, bis sich eine weiße Ascheschicht gebildet hat. Fleisch, Fisch oder Gemüse erst auflegen, wenn kein Rauch mehr aufsteigt. Damit kein Fett in die Glut oder auf die Heizschlange gelangt, sollten Grillschalen benutzt oder Alufolie unter das Grillgut gelegt und außerdem auf das ständige Bestreichen mit Marinade oder das Bespritzen mit Bier verzichtet werden. Verkohlte Stellen an gegrilltem Fleisch, Gemüse oder Obst nicht verzehren!

Grillfleisch: Gepökeltes gehört ebenfalls nicht auf den Grill. Denn beim Erhitzen von Kassler oder Räucherspeck, Fleisch- und Bockwurst oder Leberkäse können aus dem Nitritpökelsalz krebserregende Nitrosamine entstehen. Beim Fleisch sind Nackenkoteletts, Steaks, Lende oder Geflügelschnitzel gut geeignet, weil sie relativ mager sind. Bei Fisch sind Thunfisch, Lachs oder Forelle – in Alufolie gewickelt oder in einem speziellen Besteck gegrillt – besonders lecker.

Grillvarianten: Festfleischige, saftige Gemüsesorten – etwa Zucchini, Auberginen, Cocktailtomaten, Champignons, Fenchel, Spargel, Maiskolben, Paprika, Kürbis, Kartoffeln oder Zwiebeln – eignen sich mit Füllung hervorragend zum Grillen. Auch Äpfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche, Aprikosen, Ananas oder Mangos bekommen durchs Grillen ein besonderes Aroma und sind einfache Desserts vom Rost. Komplett wird ein gesundes und kalorienarmes Grillbüfett durch frische Salate, Gemüsesticks mit Dips, Folienkartoffeln und Brot.

Grillwürze: Fleisch, Fisch oder Gemüse erst nach dem Grillen salzen. Das Grillgut verliert sonst Wasser, wird trocken und leidet im Geschmack. Um das Austrocknen von Fleisch und Fisch zu verhindern, sollte das Grillgut dünn mit hitzestabilem Öl bestrichen werden. Grillsachen mit würziger Marinade am besten selber einlegen, weil hierbei auf Zusatzstoffe verzichtet wird und die Beschaffenheit von Fleisch und Fisch besser beurteilt werden kann. Bevor es abgetupft in einer Aluschale auf den Rost wandert, sollten Grillwaren zwischen ein und 24 Stunden vollständig bedeckt mariniert werden – je dicker das Fleischstück umso länger.

Grillhygiene: Rohe tierische Lebensmittel können krankheitserregende Keime enthalten. Bei gut durchgegrillten Steaks sind die Bakterien kein Problem, weil sie beim Erhitzen abgetötet werden. Eine Übertragung von Keimen auf andere Lebensmittel muss jedoch vermieden werden. Deshalb sollte für rohes und gegartes Fleisch sowie Fisch verschiedenes Besteck verwendet werden. Hände, Geräte und Flächen, die mit rohen Waren oder verwendeten Marinaden in Kontakt waren, gut mit heißem Wasser und Spülmittel säubern. Möglichst keine Speisen – etwa Mayonnaise oder Desserts – mit rohen Eiern zubereiten, vor allem dann nicht, wenn diese nicht gekühlt werden können.

Grill-Special DER FEINSCHMECKER testet Grills

In einem großen Gerätetest hat die Redaktion des Magazins DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG in seiner neuen Juli-Ausgabe 15 Grills mit Holzkohle, Gas und Strom getestet. Eine Expertenjury von erfahrenen Gastronomen prüfte bei den Grills Standfestigkeit und Verarbeitung, Hitzeentwicklung und Vielseitigkeit der Grills. Am besten schnitten drei Grills mit Holzkohle ab: das Big Green Egg, der rollbare „Brennwagen“ und ein neuer Kugelgrill von Rösle.

Das Big Green Egg ist zwar eine 1200 Euro teure Anschaffung, aber dafür ist der Grill auch fürs Schmoren, Garen und Backen geeignet: Durch seine eiförmige massive Konstruktion aus Keramik hält das „grüne Ei“ sehr lang die Hitze. (Infos: www.neumaerker.de ).

Ebenfalls sehr beliebt bei Profis ist der 500 Euro teure „Brennwagen“ aus massivem Edelstahl, der wie ein Trolley mit Teleskopgriff und zwei Hartgummireifen gerollt werden kann. Infos: www.brennwagen.de .

Überraschungssieger bei der Kompakt-Klasse ist der neue Kugelgrill von Rösle, der mit guter Funktionalität (zweifach regulierbare Luftzufuhr, abnehmbarer Aschebehälter) und guter Verarbeitung punktet. (Preis: 360 Euro, Infos: www.roesle.de ).

Bei den Gasgrills konnte der Klassiker von Weber, der Q 220, am meisten überzeugen. Er bringt viel Hitze auf den Rost und ist besonders gut geeignet, um große Fleischstücke wie Lammkeulen zu garen. (für 400 Euro, Infos: www.weberstephen.de ).

Tipp der Redaktion für kleinere Geldbeutel: ein kleiner, aber solider „Notebook“-Grill, der nach dem Grillen platzsparend zugeklappt und wie ein Notebook an Griffen getragen werden kann. (Preis: 79 Euro, Infos: www.kleinundmore.de ).

Weitere Elemente des Grill-Specials sind Tipps für Gewürze und Saucen, schöne und praktische Accessoires, Rezepte für Beilagen und Salate und ein Hintergrundbericht zum neuen Trend-Thema der Fleischstücke, die jetzt auch mit Edelschimmel gereift werden.

Die Juli-Ausgabe des FEINSCHMECKER mit dem Schwerpunktthema Grillen
ist ab 20.06.2012 im Zeitschriftenhandel und kostet 9,95 Euro.

Alpen Adria Barbecue Championship 2012

Im schönen Stainz fand dieses Jahr die 14. Österreichische Staatsmeisterschaft der Profigriller und die internationale Alpen-Adria-Barbecue Championship 2012 statt. Bei schönstem Grillwetter haben über 30 Teams an den Rosten gestanden und kulinarische Grillkunst präsentiert.

Ein genialer Samstag! Gestartet mit Regenschauern, doch durch die Anzahl der heißen Grills wurden die Wolken verschoben und die Sonne lachte allen über die Schulter – feinstes Grillwetter in Stainz. Das Grillteam GutGlut e.V. ist eingeflogen und bekam vom Veranstalter Zelte und Grills sowie ein wenig Ausstattung gestellt, ein kurzer Großeinkauf und gute Vorbereitung haben den Freitag eingenommen. Am Samstag fiel der Startschuss und es wurde losgelegt mit einem kulinarischen 5. Gänge Menü: 1. Gang – Schwein – gezupfter Schweinenacken nach BBQ-Methode; 2. Gang – Gourmet-Hendl-Lollipops; 3. Gang – Straußhüfte auf Spießen; 4. Gang – Rosa gegrilltes Beiried in Scheiben; 5. Gang – Dessert – Montafoner Apfelstrudel mit feinem Vanilleeis-Kern. Es wurde gegrillt, gesmoked und gezaubert, gerade das Dessert hat die Jury dann auch verzaubert.

Bei einer langen und spannenden Siegerehrung, wo erst die Amateure und Freizeitgriller prämiert wurden, ging es dann über zur 14. Österreichischen Staatsmeisterschaft und zum guten Schluss ging es um den internationalen Alpen Adria BBQ Championship Cup – was ein Samstag. Aus 5 Kategorien wurde es Platz 3. beim gezupften Schwein nach Pulled Pork Art und beim Dessert Platz 2. – in der gesamten Klasse hat das Team den Vizemeister-Titel geholt. Zudem bekam der Teamchef Michael Hoffmann den Titel „Mister Barbecue 2012 – The sexiest Griller alive“ verliehen. Der Jubel und die Freude ist noch lange zu hören – das Grillteam GutGlut e.V. freut sich jetzt schon auf kommendes Jahr wenn die Austrian Barbecue Association den nächsten Wettbewerb organisiert.

Michael Hoffmanns Team arbeitete mit CHROMA type 301 von Kochmesser.de

Holzkohlegrills gehören nicht in die Wohnung

BfR weist auf Risiko von Kohlenmonoxidvergiftungen beim Abbrennen von Holzkohle im Innenraum hin

Grillen scheint sich zunehmend zum wetterunabhängigen Freizeitvergnügen zu entwickeln. In der Fernsehwerbung werden Grillaktionen im Wohnzimmer gezeigt, der Handel bietet Tischgrills und Grillkohle für den Innenraum an, und erst kürzlich berichtete ein Fernsehmagazin über die Erfindung eines Holzkohlegrills für drinnen und draußen. Möglicherweise deshalb gibt es Fälle, in denen Verbraucherinnen und Verbraucher ihren offenen Holzkohlengrill im Innenraum betrieben haben, vielleicht auch nur, um die Restwärme des Grills als Heizquelle zu nutzen. Die Unkenntnis der Gefahren hat dazu geführt, dass immer wieder Kinder und Erwachsene im Krankenhaus mit Kohlenmonoxidvergiftungen behandelt werden mussten oder gar verstarben. „Wer einen Holzkohlegrill im Innenraum betreibt, begibt sich in Lebensgefahr“, sag t Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das Institut weist darauf hin, dass mit Holzkohle betriebene Grillgeräte auch entgegen anders lautender Werbeaussagen nur für den Gebrauch unter freiem Himmel geeignet sind.

Das BfR und die deutschen Giftinformationszentren haben immer wieder auf die Gefahr von schweren Vergiftungen beim Betrieb von Holzkohlegrills im Innenraum hingewiesen. In einer gemeinsamen Studie, an der alle Giftinformationszentren im deutschsprachigen Raum und das BfR beteiligt waren, wurde in den Jahren 2000 bis 2009 eine Zunahme derartiger Unfälle festgestellt. Allein 2009 und 2010 wurden dem BfR insgesamt 16 schwere Vergiftungen gemeldet, von denen 13 tödlich endeten. So fasste die BfR-Kommission zur Bewertung von Vergiftungen Ende 2010 zusammen: Die Verwendung von Grills im Innenraum, die mit brennbaren Materialien wie Holzkohle, Grillbriketts oder sog. „Cook-Chips“ betrieben werden, führt zu tödlichen Konzentrationen geruchloser Brandgase, einschließlich Kohlenmonoxid in der Raumluft.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist deswegen erneut darauf hin, dass Holzkohlegrills und Grillkohlen ausschließlich für die Verwendung im Freien geeignet sind – auch wenn in der Werbung fälschlicherweise behauptet wird, Grillholzkohle sei harmlos und ungiftig.

Brennt Holzkohle ab, bildet sich neben Brandgasen das geruchslose Gas Kohlenmonoxid. Da der Grill keinen Kamin hat, können die Gase beim Betrieb im Innenraum nicht abziehen, sondern gelangen in die Raumluft. Anwesende Personen nehmen Kohlenmonoxid dann zwangsläufig mit der normalen Atmung auf. Kohlenmonoxid bindet sehr viel stärker an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin als Sauerstoff. Innerhalb kurzer Zeit wird so der rote Blutfarbstoff für Sauerstoffmoleküle blockiert, und das Blut kann keinen Sauerstoff mehr transportieren. In der Folge kommt es rasch zu einer Sauerstoff-Unterversorgung des Gewebes. Ohne umgehende intensivmedizinische Hilfe sind schwere Hirnschäden möglich, Kohlenmonoxidvergiftungen enden in nicht wenigen Fällen tödlich.

Nelson Müller

Nelson Müller ist Küchenchef der Rüttenscheider „Schote“. Nelson Müller ist auch TV-Koch, steht im WDR an Herd und Topf, brutzelt zudem in der ersten Fernsehliga der Gourmetgrößen bei Lanz. In Ghana ist er geboren, in Schwaben aufgewachsen, in Essen daheim. Nelson Müller ist Rapper – und er ist: Mann. Was eine gewisse genetische Vorliebe erklärt. Für Grills.

Lesen Sie alles über Nelson Müller bei der WAZ:
www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/Locker-am-Grill-id3527860.html

Nelson Müller arbeitet mit CHROMA type 301 Kochmesser

Produktschreck: Billig-Grills

Kabel1, Montag, 17.08., 17:00 – 18:30 Uhr

Muss man für einen guten Holzkohlegrill tief in die Tasche greifen oder tut es auch ein Billiggrill? Und wie sicher sind die Schnäppchen aus dem Baumarkt oder von der Tankstelle? Unser Produktschreck Anna wollte es genau wissen und hat drei Grills für maximal 10 Euro getestet. Und: TAGES-CHECK: Messer XXL Weltrekord / ALLTAG: Dorfschänke BBQ / Die Pommesbuden-Tester Ruhrgebiet

Grillvergnügen nicht nur auf heißen Kohlen

Grillvergnügen nicht nur auf heißen Kohlen

Es wird schnell zur Glaubensfrage: Welcher Grill liefert die schmackhaftesten Ergebnisse? Klassiker ist der Holzkohlegrill, nur hier entsteht der typisch rauchige Geschmack. Gourmets werden vielleicht doch eher mit einem Gasgerät und exakt zu regulierenden Temperaturen glücklich.

Grillfreunde haben die Qual der Wahl: Holzkohle-, Gas- oder doch lieber Elektrogrill? Wer es klassisch-rauchig mag, ist mit einem Holzkohlegrill gut bedient. Am besten sind emaillierte Grills oder Geräte aus Edelstahl, da sie wetterbeständig und rostfrei sind. Allerdings birgt der Kohlegrill bei unsachgemäßer Anwendung das größte Gesundheitsrisiko, berichtet Immowelt.de. Tropft Fett ins Feuer, können krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Außerdem kann bei starkem Wind Asche aufgewirbelt werden und sich auf dem Grillgut absetzen.

Zudem kommen Gasgrills schon nach einer kurzen Vorheizzeit auf Touren. Statt mit Glut werden diese Grills von Gasbrennern angeheizt, die Lava-, Keramiksteine oder ein Metallsystem erhitzen. Auf den typisch rauchigen Holzkohle-Grillgeschmack muss also verzichtet werden. Allerdings ist es mit der integrierten Temperaturregelung auch für Laien einfacher, Fleisch und Fisch auf den Punkt zuzubereiten.

Beim Kauf sollte unbedingt auf das GS-Zeichen geachtet werden, rät Immowelt.de. Denn das garantiert, dass die Geräte stabil und sicher sind. Wichtig ist darüber hinaus der richtige Standort, sonst nützt der stabilste Grill nichts. Gut ist ein möglichst windgeschützter Platz mit geradem Untergrund. Brennbare Materialien wie herabhängende Äste oder Sonnenschirme haben über dem Grill nichts zu suchen.

Sicher grillen

Sicher grillen: Gesundheitsgefährdende Grillsünden vermeiden

Auf Modelle mit GS- und Q-Zeichen von TÜV Rheinland achten

Kein Benzin oder Spiritus verwenden

Grillen ist sehr beliebt, doch nicht ganz ungefährlich. Jährlich geschehen rund 3.000 Unfälle in Deutschland beim Grillen. Leichtsinn, ungeeignete Ausrüstung und unsichere Grills, ein trockener Untergrund und falsche Anzündmittel sind die häufigsten Unfallursachen.
„Geeignete Grills tragen das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit“, rät Michael Reitz von TÜV Rheinland, der dieses Prüfzeichen vergibt. Solche Modelle sind beispielsweise auch auf schiefem Untergrund stand- und wackelfest und weisen keine scharfen Ecken oder Kanten auf. Wer zudem auf eine gute Grillqualität Wert legt, orientiert sich am Q-Signet von TÜV Rheinland: Es garantiert eine gleichmäßige Hitzeverteilung, schnelle Grillbereitschaft, hohe Reinigungsfreundlichkeit und damit auch gesünderes Grillen.

Auch beim Grillen selbst, sollten einige Verhaltensregeln immer beachtet werden, um auf der sicheren Seite zu sein. So grillen die meisten klassisch mit Holzkohle, die aber zunächst gut angefeuert werden muss. Dabei dürfen keine Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin verwendet werden. Sonst besteht Verpuffungsgefahr. Außerdem beeinträchtigen gesundheitsschädigende Dämpfe den Geschmack des Grillguts. „Ungefährlicher und gesünder sind flüssige Spezial-Anzünder oder Anzündwürfel, die zwischen die aufgehäufte Kohle gesteckt werden“, sagt der Experte. Den Grill wegen drohender Brandgefahr immer außer Reichweite von Markisen oder tiefhängenden Ästen aufstellen. Eine windgeschützte Ecke mindert den Funkenflug und die Gefahr von Stichflammen. Zudem wirbelt Wind Asche auf, die sich auf das Grillgut setzt, einen unangenehmen Geschmack erzeugt und ungesund ist.

Für ein gutes Grillergebnis kommt es zudem auf die richtige Temperatur an: Hat sich eine graue Ascheschicht auf der Kohle gebildet und kann man die Hand noch etwa drei Sekunden lang über den Rost halten, kann das Fleisch aufgelegt werden. Damit es nicht verbrennt, sorgt ein höhenverstellbarer Rost für den optimalen Abstand zur Kohle. Generell gilt: Finger weg von verkohltem Fleisch und Würstchen! Die dabei entstandenen Stoffe steigern deutlich das Krebsrisiko. „Aus gesundheitlichen Gründen ist es sinnvoll, Aluschalen oder eine Abtropfvorrichtung zu verwenden“, rät Reitz. „Denn das verbrennende Fett erzeugt Rauch, der krebserregende Stoffe enthält.“ Ist der Grillabend beendet, am besten die Kohlen ausglühen lassen. Nicht mit Wasser ablöschen: Trifft es auf die heißen Kohlen, entsteht Dampf, der zu Verbrühungen führen kann.

Berlin Barbecue 2009

Nur die Gemeinschaft zählt

Das Barbecue Team um den Kochmuetzen.net Gründer Henrik Schellhoss wird in diesem Jahr zudem als Team mit zwei Schweizer Köchen grillen – eine gute Gelegenheit, das Können unter Beweis zu stellen und sich gleichzeitig unter ähnlichen Bedingungen auf die Barbecue Weltmeisterschaft in Österreich 2010 vorzubereiten.
Am Bundespressestand in Berlin Mitte wird am 2. Mai ab 10.00 Uhr eingeheizt. 20 Teams, darunter auch Grillmeister aus den Niederlanden, Norwegen und Luxemburg, heizen dann Ihre Grills ein. In insgesamt 5 Kategorien werden dann stündlich ab 14.00 Uhr die Gänge serviert. Es gilt, sechs Teller für die Jury zu erstellen, 3 weitere für Ehrengäste und laufend kleine Kostproben fürs Publikum.

Die Anforderungen an die 5 Gänge sind vorgegeben: Zuerst eine fleischlose Variation, gefolgt von einer Bratwurst-Variation, danach Geflügel, anschließend Rind und Dessert. Das Berliner Unternehmen hat als diesjähriges Motto „Mexiko – eine Gratwanderung der Schärfe“ gewählt und grillt sehr innovativ bereits zum zweiten Mal bei diesem Wettbewerb.

Maya Salat vom Grill mit Kaktusdressing – im Bananenblatt gegrillt
Feurige Rockwurst, Zander, Reh und Kasslerwurst mit Salsa Verde
Gefeuerte Wrapped Chicken mit Bhut Jolaki und gegrillten Lemon Mushrooms
Transfixed Wagyu (Entrecot im Ganzen gegrillt) mit Mexican COrn, Cranberrie-Ketchup und blauen Grillkartoffeln
Tres Leches mit mexikanischem Kaffeeschaum

Das Team setzt sich zusammen aus Ralf Kirsten, Kai Mantey, Frank Wiemers, Philip Weigold, Stefan Nagel, Thomas Baron und Falko Hütter, beide aus der Schweiz. Zusammen mit Henrik Schellhoss sind acht gestandene Profis am Grill – der übrigens von Hajatec gesponsort wird, für das Team sind die Grills von diesem Hersteller ein Muss bei solch wichtigen Veranstaltungen.

Weitere Informationen unter www.kochmuetzen.net und www.hajatec.eu

Trends und Fakten zum Thema Grillen

19. internationale Weber Grillstudie
Trends und Fakten zum Thema Grillen

Die Grillsaison ist eröffnet. Aber inwiefern unterscheidet sich der deutsche von Grillern anderer Nationen? In der 19. internationalen Grillstudie hat Weber Grill die Daten von 15.614 Grillfans in 15 Ländern (insgesamt 390 Mio. Griller) auf fünf Kontinenten erfasst und ausgewertet.

Grilltrends, Grillanlässe, Grillfakten

In Deutschland gilt der Geburtstag mit 76 Prozent als Topanlass, den Grill anzufeuern, gefolgt von Pfingsten mit 56 Prozent, Vatertag (49 Prozent) und 1. Mai (45 Prozent). Elf Prozent der Deutschen grillen sogar an Silvester. Grillsaison das ganze Jahr über – ein Trend der aus den USA kommt. Hier grillen bereits 55 Prozent der Grillfans auch in den Wintermonaten. Laut Studie sind dies in Deutschland 24 Prozent – dabei grillen die meisten Ganzjahresgriller hierzulande mit Gas (43 Prozent). In den USA sind dies 56 Prozent.

69 Prozent aller Deutschen besitzen einen Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill. Viele Grillbesitzer nutzen mehrere Grills. 87 Prozent haben einen Holzkohlegrill, 27 Prozent einen Elektrogrill für Outdoornutzung und 17 Prozent einen Gasgrill. Das geschmackliche Grillerlebnis ist für 86 Prozent der Griller der wichtigste Grund, den Grill anzuwerfen. 84 Prozent nannten zudem den Spaßfaktor, 82 Prozent lieben den Outdoorcharakter und 75 Prozent schätzen die gemeinsame Zeit, die man mit Familie und Freunden verbringt. Als beliebtestes Grillgut steht Schweinefleisch mit 88 Prozent hoch im Kurs, gefolgt von Geflügel mit 79 Prozent und Rindfleisch (57 Prozent). Aber auch Brot (56 Prozent), Gemüse (54 Prozent) und Fisch (45 Prozent) kommen auf den Rost. (In den USA: Rindfleisch – 94 Prozent, Geflügel – 77 Prozent, Schweinefleisch – 62 Prozent.)

36 Prozent aller Weber Grills werden im Fachhandel gekauft. Weber hat unter den Mitbewerbern die höchste, ungestützte Markenbekanntheit mit 7,6 Prozent, bei Grillfans sogar 11,9 Prozent. Die einfache Nutzung (66 Prozent), der Geschmack des Grillgutes (53 Prozent) und die Größe des Grills (48 Prozent) sind dabei wichtige Gründe für den Kauf eines Weber Grills.