Slow Food Messe in Stuttgart

Kochwerkstatt auf dem Stuttgarter „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ – Buchung der Kochkurse ab sofort möglich

Hobbyköche und Genießer aufgepasst: Küchenkünstler – vom Sternekoch bis zur erfahrenen Hauswirtschafterin – verraten ihre Geheimnisse! Auf dem Stuttgarter „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ können die Besucher vom 10. bis 13. April 2014 die kulinarische Schulbank drücken. Frontalunterricht ist hier jedoch Fehlanzeige: In der „Kochwerkstatt“ haben neugierige Anfänger und leidenschaftliche Hobbyköche die Möglichkeit, unter der Anleitung von erfahrenen Köchen ein komplettes Gericht selbst zuzubereiten. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Spaß am Kochen.

Gemäß dem erklärten Slow Food Ziel, kulinarische Traditionen zu bewahren und zu fördern, liegt der Schwerpunkt auf regionaler und authentischer Küche. In den 90 minütigen Kursen vermitteln die Köche Basiswissen der Küchenkunst und Informationen zu den Lebensmitteln, die in den Topf kommen.

Gemeinsam Leck’res zaubern

Die Kochwerkstatt auf dem „Markt des guten Geschmacks“ wird in enger Zusammenarbeit mit den Jeunes Restaurateurs d’Europe Deutschland, einer Vereinigung von Spitzenköchen, durchgeführt: Die so genannte Eliteklasse der Jeunes Restaurateurs – ausgewählte Auszubildende, die zusätzlich in einer Schule auf die Spitzengastronomie vorbereitet werden – übernimmt vier Tage lang die komplette Organisation und Logistik der Kochwerkstatt. Auch am Herd stehen unter anderem Köche aus den Reihen der Jeunes Restaurateurs. Ein kurzer Auszug aus der Speisekarte während der Messetage:

 Hans-Harald Reber, Sternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Reber’s Pflug Schwäbisch Hall: Tartar vom Limpurger Ochsen im Knuspermantel auf Alblinsencreme, Liebstöckel und Senfsalat
Johannes King, Zweisternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Söl’ring Hof Sylt: Gebratener Wittling auf Kartoffelrisotto mit Petersiliensalat
Bernd Werner, Sternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Hotel Schloss Eberstein, Gernsbach: Murgtal Zander auf Frühlingsgemüsesalat mit Gartenkräutern und Bernd Werners gebratenen Bamberger Hörnla
Eliteklasse der Jeunes Restaurateurs mit Detlev Ueter: Felchen aus dem Laacher See auf lauwarmem Salat von Wurzel und Rüben mit Grünkern-Blinis
Jacqueline Amirfallah, ARD-Buffet Köchin, Aufsteigerin des Jahres 2014 (Gault Millau), Restaurant Gauss, Göttingen: Nudelblatt mit ‚pebre vermell de tap de corti‘ – fünf Mal rote Paprika und Mandel
Jens Dannenfeld, Sternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateur, Le Cuisinier, Köln: Schmorgurken mit Runkelrübe und Borretsch
Simon Tress, Bio- Spitzenkoch, Rose Biohotel-Restaurant, Hayingen-Ehestetten: Rund ums Rind – ganz oder gar nicht!
Jürgen Andruschkewitsch, Bio-Spitzenkoch, Eurotoques-Küchenchef, Bioland-Restaurant Rose, Vellberg-Eschenau: Bio-Gockelbrust gefüllt mit Grünkern an Estragonsauce mit Kartoffeltalern vom Bamberger Hörnla
Stefan Rottner, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Romantikhotel Gasthaus Rottner, Nürnberg: Gebratener Saibling mit fränkischem Grünkernrisotto und Tauberschwarz-Schalotten-Butter
Michael Oettinger, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Oettinger’s Restaurant im Hotel Hirsch, Fellbach-Schmiden: Nierenzapfen vom Albbüffel 63°SLOWcooked mit Sauce Hollandaise, dreimal Steckrübe (Bodenkohlrabi) cremig/knackig/rauchig und Thymianstreusel, dazu Bamberger Hörnla
Flora Hohmann, Regionale Gastronomie Konzepte, Küchenmeisterin und ARD Buffet-Köchin, München und Hendrik Haase, Designer und kulinarischer Aktivist, Berlin: Großes Wurst-Theater

Weitere Informationen zu den Köchen und Gerichten sowie die Buchung aller im Rahmen der „Kochwerkstatt“ angebotenen Kurse unter www.messe-stuttgart.de/slowfood/rahmenprogramm. Im Preis für den Kochkurs ist der Eintritt zum „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ bereits enthalten.

www.slowfood.de

Slow Food Messe Stuttgart

Kulinarischer Reichtum der Regionen in Stuttgart

Vom 10. bis 13. April 2014 öffnet eine außergewöhnliche Genussmesse in Stuttgart ihre Tore: Der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“. Über 400 Aussteller präsentieren auf 15.000 Quadratmetern eine einzigartige Vielfalt regionaler, traditionell handwerklich hergestellter Spezialitäten, die den strengen Qualitätskriterien von Slow Food genügen. Dies bedeutet insbesondere, dass die angebotenen Produkte gemäß dem Slow Food Motto „gut, sauber, fair“ hohe Ansprüche an Geschmack und Qualität erfüllen. Sie werden in traditionell handwerklicher Art, weitgehend frei von Zusatzstoffen sowie umwelt- und ressourcenschonend hergestellt.

Dominieren im Regal heute normalerweise standardisierte Lebensmittel aus industrieller Massenfertigung, so hat der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ den kulinarischen Reichtum in- und ausländischer Regionen sowie den unverfälschten Geschmack zu seinem Programm erklärt.

Zu den weiteren Besonderheiten der Leitmesse von Slow Food Deutschland gehört, dass die Aussteller größtenteils Erzeuger und Lebensmittelhersteller sind. Was kommt in die Wurst? Wo wächst der Roggen für das Brot? Besucher können die Erzeuger persönlich zu den Produkten befragen, die sie oft mit eigenen Händen hergestellt haben. Der steigende Zuspruch sowohl der Aussteller als auch der Besucher belegen den Erfolg des Konzepts. Die Messe findet 2014 zum achten Mal statt und glänzt bereits jetzt mit dem besten Vorbuchungsergebnis ihrer Geschichte. Insgesamt werden 80.000 Besucher zu den Stuttgarter Frühjahrsmessen erwartet.

Beliebte Klassiker im Rahmenprogramm
Feste Bestandteile im Rahmenprogramm auf der Forumsbühne sind der Fachbesuchertag (Donnerstag, 10. April 2014) und die speziell auf Schulklassen zugeschnittenen Veranstaltungen am Schultag (Freitag, 11. April 2014). Für Kinder und Jugendliche gibt es zusätzlich während der gesamten vier Messetage Mitmachaktionen im Ausstellungsbereich und den traditionellen Kinderkochwettwerb der AOK Baden-Württemberg.

Auch der Genuss kommt nicht zu kurz: Ebenfalls wieder stattfinden werden die beliebten Geschmackserlebnisse, die auf vergnügliche Weise die Wahrnehmung beim Essen und Trinken trainieren. Im Rahmen der Kochkurse in der Kochwerkstatt können auch eingefleischte Hobbyköche von Spitzenköchen und anderen Topfvirtuosen mit Sicherheit noch etwas lernen. Die Vinothek lädt Weinliebhaber ein, den neuen Geschmacksreichtum des Weinlandes Deutschland kennenzulernen, in Weinseminaren Neues, Rares und Edles zu verkosten oder einfach nur in Ruhe ein Gespräch zu führen. Durchatmen, Messetipps austauschen und ihr Essen genießen können alle Besucher an der über 100 Meter „Langen Tafel“ in der Messehalle während der gesamten Öffnungszeiten.

Gastregion Brandenburg
Die größte Aufmerksamkeit unter den teilnehmenden Regionen erhält in diesem Jahr Brandenburg, das als offizielle Gastregion auf der Messe prominent vertreten sein wird. Genusshandwerker aus dem Nordosten der Republik stellen während der vier Tage im April ihre Produkte sowie ihre handwerklichen Fähigkeiten vor.

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen haben täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag, 10. April 2014, von 14 bis 22 Uhr (Nacht der Sinne). Eintrittskarten kosten inklusive VVS-Kombiticket 13 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Karten berechtigen zum Besuch aller an diesem Tag parallel stattfindenden Messen.

Slow Food Arche des Geschmacks

Die Slow Food Arche des Geschmacks ist ein weltweites Projekt, das sich den Erhalt der Vielfalt auf die Fahne geschrieben hat – der biologischen, aber dadurch auch der kulturellen und nicht zuletzt geschmacklichen Vielfalt. Der Katalog von selten gewordenen traditionellen Lebensmitteln, Kulturpflanzen und Nutztieren wurde gerade um vier neue „Arche-Passagiere“ erweitert: der Bremer Scheerkohl, die Bohnensorte Ahrtaler Köksje, das Alpine Steinschaf und die Kesselheimer Zuckererbse.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Arche des Geschmacks stetig erweitern und diese seltenen Spezialitäten unterstützen können,“ so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V. „Biologische Vielfalt garantiert das Gleichgewicht in der Natur und sorgt für vielfältige menschliche Ernährung. Diese Vielfalt können wir in Geschmack, Aroma, Farbe und Form von Lebensmitteln, in Rezepten und Bräuchen erleben – und durch neue Ideen wieder bekannt und beliebt machen.“

So unterstützt der Verein durch Events wie Erzeugermärkte oder die Zusammenarbeit mit Köchen, die diese traditionellen Spezialitäten auf ihrer Karte führen, die Nachfrage und damit das Überleben der fast vergessenen Lebensmittel – nach dem Motto: Essen, was man retten will!

Das Projekt der Arche des Geschmacks wurde 1996 ins Leben gerufen, um fast vergessene, traditionelle Lebensmittel zu sammeln und zu katalogisiern. Sie sind oft in Gefahr zu verschwinden, weil ihre Herstellung aufwändig ist, sie selten auf den Markt kommen und so weniger gegessen werden. Aber was nicht nachgefragt wird, wird auch nicht produziert. Slow Food will diese traditionellen Spezialitäten wieder bekanntmachen, um sie so zu erhalten. Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst- und Käsespezialitäten, die nur noch von wenigen Herstellern erzeugt werden.

In 2013 stand die Arche ganz besonders im Blickpunkt von Slow Food Deutschland: 6 neue Passagiere wurden in die Arche aufgenommen, im Frühjahr schon der Schwäbische Dickkopfweizen aus dem Stuttgarter Raum und im Sommer die traditionellen Münchener Brotzeitsemmeln. Ein besonderer Höhepunkt war auch der Arche-Markt und das Arche-Menü am 10. Dezember im Restaurant Ludwig im Museum, Köln: Zum ersten Mal servierte ein deutsches Restaurant seinen Gästen fast ausschließlich Gerichte mit Produkten der Slow Food Arche. Anlass für dieses besondere Menü war der weltweite Slow Food Festtag „Terra Madre Tag“ für die handwerklich arbeitenden Lebensmittelerzeuger, Bauer, Fischer und Gastronomen, die sich tagtäglich für die kulinarische Vielfalt einsetzen.

www.slowfood.de/biodiversitaet

Hofpfisterei

Sie heißen Riemische, Maurerlaiberl, Pfennigmuckerln und Schuastabuam, denn wer wie Schuster oder Maurer schon früh in den Tag startet, braucht am späten Vormittag eine herzhafte Zwischenmahlzeit. Die Semmeln mit ihrem kräftigen Geschmack, der von einem deutlichen Anteil Roggen und teilweise Kümmel herrührt, passen bestens zur typischen Münchener Brotzeit mit Weißwürsten, Leberkäse oder dem würzigen Obazda-Käse. Oft in Paaren oder Stangen gebacken, eignen sie sich gut zum Teilen mit den Tischnachbarn.

Heute stellen allerdings nur noch eine Handvoll Bäckereien die traditionellen Münchener Brotzeitsemmeln her. Ihr Teig muss aufwändig mit Natursauer hergestellt werden; Teiglinge oder Backmischungen gibt es nicht. So hat sich das Wissen dazu über die Generationen ziemlich verloren – bei jungen Bäckern ebenso wie bei Verbrauchern, die dieses Gebäck heute oft nicht mehr kennen, weil sie es gar nicht mehr sehen.

Slow Food Deutschland und das Münchener Convivium, die lokale Slow Food Gruppe, wollen das ändern. Seit ein paar Wochen sind die Münchener Brotzeitsemmeln in der „Arche des Geschmacks“ aufgenommen, dem internationalen Slow Food Projekt für den Schutz traditioneller und nachhaltiger Qualitätslebensmittel, Nutztierrassen und Kulturpflanzen. Unter dem Motto „Essen, was man retten will“ erfasst das Projekt fast vergessene traditionelle Lebensmittel und bringt sie wieder in die Aufmerksamkeit von Verbrauchern und Erzeugern. Denn was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden, und wird deshalb nicht hergestellt. Durch lokale und überregionale Initiativen sollen die schmackhaften Münchener Brotzeitsemmeln, die durch ihren hohen Roggenanteil auch länger frisch bleiben, jetzt wieder besser bekannt und beliebt werden

Die frischgebackenen „Archepassagiere“ erfuhren übrigens gleich tatkräftige Unterstützung: ab Mitte September werden die Traditionssemmeln auch in den fast 100 Münchener Filialen der Hofpfisterei angeboten.

"Süße Geschichten" im "ARD-Buffet"

Bonbons, Schokolade, Kuchen, Eiscreme – der Mensch braucht
etwas Süßes. Und genau darum geht es in der neuen Reihe
„Süße Geschichten“, die im „ARD-
Buffet“ startet. Die Serie von Ernährungswissenschaftlerin
Dr. Angelika Gördes-Giesen gewährt ungewöhnliche Einblicke
in die Herstellung und die Geheimnisse von allem, was süß
ist. Es geht vor allem um die Frage: Was ist noch alles drin
außer Zucker? Denn süß ist noch lange nicht süß – Schokolade
zum Beispiel schmeckt bekanntlich ganz anders als Light-
Limonade.

In der ersten „Süßen Geschichte“ am 18. Juli war Professor
Guido Ritter in seinem Genusslabor an der Fachhochschule
Münster dem Phänomen des süßen Geschmacks auf der Spur.
Zusammen mit seinen Studenten testete er Süßungsmittel, die
sich nicht nur im Geschmack unterscheiden, sondern auch in
den Küchenqualitäten. So ist Fruchtzucker zwar auch süß, hat
aber eine ganz andere Süßkraft wie Süßstoffe, die zudem
häufig auch bitter schmecken. Passend zur dieser ersten
„Süßen Geschichte“ bereitete Vincent Klink
Aprikosencrumble mit Vanillesahne zu.

„Süße Geschichten“, zehnteilige Reihe in loser Folge im „ARD-
Buffet“, Das Erste.

Weitere Informationen im Internet unter www.swr.de/buffet

Das „ARD-Buffet“ im Ersten: montags bis freitags von 11.05
Uhr bis 13.00 Uhr

Reise des Guten Geschmacks

Sieben der renommiertesten deutschen Winzer reisen ab Sonntag gemeinsam mit einigen der besten deutschen Köchen eine Woche lang durch die kulinarischen Metropolen Europas. Verfolgen Sie die „Reise des Guten Geschmacks“, die heute, am 2. Juni in Kiedrich im Rheingau auf Weingut Robert Weil beginnt, dann in Amsterdam (3.Juni), London (4. Juni) und Paris (6. Juni) gastiert und schließlich am 7. Juni auf Weingut Rudolf Fürst in Churfranken endet.

Die Reise ist eine Initiative von FINE Das Weinmagazin und GAGGENAU. Im Rahmen exklusiver Veranstaltungen präsentiert diese deutsche „Genuss-Allianz“ handverlesenen Gästen aus Kulinarik, Kunst, Wirtschaft, Unterhaltung und Medien die Neue Deutsche Kulinarik. Die Winzer Dönnhoff, Fürst, Heger, Knipser, Loosen, Meyer-Näkel und Weil präsentieren ihre Weine und werden von kulinarischen Kreationen ausgezeichneter deutscher Köche begleitet. Es kochen Nils Henkel (Gourmet Restaurant Lerbach, 2 Sterne, kocht in London) Dieter Müller (MS Deutschland, kocht in Kiedrich), Hans Stefan Steinheuer (Steinheuers Restaurant, 2 Sterne, kocht in Amsterdam) und Harald Wohlfahrt (Schwarzwaldstube, 3 Sterne, kocht in Paris).

Die Reise des guten Geschmacks möchte deutschen Wein und deutsche Küche als das präsentieren, was sie heute bietet: Weine und Küchenkunst von Weltklasse! Denn während Deutschland schon immer für seine Ingenieurskunst und technischen Luxus bekannt war, stand die deutsche Kulinarik mit ihrem Wein und ihrer Küche in der Vergangenheit weniger im Zentrum weltweiter Bewunderung. Viel zu lang hält sich im Ausland hartnäckig die Mär von üppig- deftigen Fleischgerichten, großen Bieren und lieblichen Weinen aus deutschen Regionen.

Dabei hat sich in kaum einem anderen Land mit Weinbautradition in den letzten 25 Jahren ein solch drastischer Wandel wie in Deutschland vollzogen – weg von anonymer Massenware, hin zu exklusiven charakterstarken Weinen von enormer Qualität. Auch die deutsche Küche mit starker regionaler und saisonaler Prägung erobert sich ihre Eigenständigkeit zurück und Deutschland hat heute nach Frankreich die meisten Sternerestaurants in Europa.

Begleiten Sie uns auf der Reise auf www.blog.fine-magazines.de

Messe des regionalen Geschmacks

Messe des regionalen Geschmacks: zwei Genuss-Messen mit Erzeugermarkt – am 4. November in Hornberg und am 11. November in Baiersbronn

Ein Blick auf die Speisekarte eines Naturpark-Wirts und schon wird man hungrig: Schwarzwälder Rinderroulade vom Weiderind, Rhabarberstrudel mit Muskatellersabayon oder Ziegenfrischkäse mit Thymianhonig – nur eine kleine Auswahl. Die Naturpark-Wirte können nicht nur schmackhaft und regionaltypisch kochen, sie betreiben auch „Naturschutz mit Messer und Gabel“: In ihren Gerichten verwenden sie hauptsächlich regionale Zutaten.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord lädt im Herbst unter dem Motto „Echt Schwarzwald genießen – Messe des regionalen Geschmacks“ noch zu zwei Genuss-Messen mit Erzeugermarkt ein: am 4. November in Hornberg und am 11. November in Baiersbronn. Das Highlight ist jeweils die lange Tafel der Naturpark-Wirte mit regionalen Spezialitäten.

www.naturparkschwarzwald.de

kulinart 2012

kulinart 2012 – die Messe für Genuss und Stil
20. + 21. Oktober 2012 Frankfurt KLASSIKSTADT
10. + 11. November 2012 Stuttgart im Römerkastell, Phoenixhalle
Öffnungszeiten: Samstag 12-22 Uhr + Sonntag 10-19 Uhr
Eintritt für Besucher: € 10,-

Was wunderbar schmeckt, klasse aussieht, überraschend daherkommt, einen Preis bekommen hat oder einen verdient hätte – versammelt kulinart am 10. und 11. November 2012 in der Phoenixhalle im Römerkastell in Bad Cannstatt. Die Stuttgarter Messe für Genuss und Stil präsentiert Köstlichkeiten und Stilechtes mit Ausnahmecharakter aus der Region und weltweit. Ein Markenzeichen der Verkaufsmesse: Das Ambiente wird als „offen, spontan, herzlich, authentisch und einfach unglaublich …“ beschrieben. Aussteller und Besucher treffen sich dort, wo leidenschaftlicher Genuss am meisten Spaß macht: am Ursprung.

kulinart in Stuttgart ist eine gelungene Mischung aus bekannter Qualität und spritzigen Innovationen. Der satte Griff in die Raritätenkiste ist eine Spezialität der kleinen aber feinen Verbrauchermesse. Dabei gibt es immer wieder erstaunliche Entdeckungen: Delikatessen aus den Provinzen Italiens, Köstlichkeiten aus dem Périgord, der Provence und der Bretagne, traditionelle Snacks aus Israel nach original Rezeptur oder neue entdeckte Delikatessen von der alten Peloponnes.
Ausgesuchte Weine von Neckar, Mittelmeer und Portugal, über Südafrika bis Neuseeland stehen neben Weltklasse Champagner mit hervorragendem Charakter. Duftende Gewürze und handgearbeitete Schokoladen ergänzen amerikanische Lebensart und Barbecue-Soßen im Original. Spitzen-Destillate aus dem Ländle treffen auf die rauchigsten Malt Whiskys der Welt. Stilvolles Design, ansprechende Accessoires und hochwertige Markentechnik rund um Kochwerkstatt und Essplatz sind leidenschaftlicher Gesprächsstoff. Wenn bei der kulinart Lebensart auf Schöngeist trifft, entsteht ein großer Genussraum mit viel Platz zum Schwelgen.

Die Finalisten
Ihre Wertschätzung für einzigartigen Genuss begleitet die kulinart seit Jahren: Italien-Experte Sandro Fazio vom Meilenwerk in Böblingen, seine Frau Nadine Leister und deren feine Nasen für unverfälschte Produkte vom Land wie getrocknete Pasta, handgemachtes Pesto, landestypischer Käse vom Markt oder aus kleinen, spezialisierten Handwerksbetrieben, Dolce und die leckere selbst entworfene Paprikamarmelade.
Trüffeldelikatessen gehören zu den gesuchten Qualitätsprodukten der kulinart. Die Trüffelmanufaktur aus Offingen ist bekannt für Zubereitungen mit einem sehr hohen Trüffelanteil, hochwertige Zutaten, innovative Produkte und ein unschlagbares Fachwissen. Der jüngste Coup des Feinkost- Spezialisten: Seit Oktober 2011 betreibt die Manufaktur auch eine eigene Niederlassung in der Schweiz. Highlight aus eidgenössischer Produktion ist ein Alpkäse aus reiner Sommermilch, der auf Anhieb mit dem Gütesigel der Bio-Suisse ausgezeichnet wurde.

Zu den Genussperlen von Finesse Gourmande aus Korntal-Münchingen bei der kulinart gehören exklusive Olivenöle aus der Provence, Essigvariationen aus einer traditionellen Destillerie aus dem Périgord (Himbeer, Feigen, Cidre) und reinste Nussöle aus einer alten Ölmühle in der Auvergne. Eine Reihe beschwipster Senfvariationen ist versetzt mit einem Schuss Cognac aus dem Bordeaux, etwas Calvados, edlem Apfelbrand aus der Normandie oder einer Beigabe original Pastis.

Frischkäse macht süchtig
Kommentare wie „Ihr Frischkäse macht süchtig“ hört Esther Wiemann vom Nürtinger Käsekontor nicht selten: „Es gibt inzwischen so viele kulinart-Besucher, die ihren monatlichen Ausflug zum Einkaufen nach Nürtingen verlegen. – Bei der Messe selber wird eingekauft wie am Wochenmarkt, das geht vom Stand weg direkt in den Kofferraum.“ Neben leckerem Frischkäse mit Radieschen und frischen Kräutern hat Esther Wiemann bei der kulinart den „wunderbarsten Bergkäse aus dem Allgäu“ in der Kraxn. Dazu gibt es ein „scharfes Geißhirtle“ (Nürtinger Chutney aus Sommerbirnen und Meerrettich) und Bodega-Zwiebeln (karamellisierte Schalotten in spanischem Port). Schmeckt besonders lecker solo, direkt aus dem Glas.

Liebe auf den ersten Blick
Drei Frauen, ein perfektes Gespann: Im vergangenen Jahr waren die Nuss-Geschwister aus Filderstadt Stand-Nachbar vom Wein-Spezialisten aromakost aus Ludwigsburg. „Wir haben die Kunden spontan hin und her geschickt. Da wurde spekuliert und kombiniert: Welcher Wein passt zu welcher Nussmischung am besten?“, erzählt Nuss-Schwester Angela Liske, „eine gewinnbringende Situation auf allen Ebenen, wie man sie sonst gerne hätte“. Und der beste Nährboden für die Allwetter-Früchtchen. Eine neue, quietschgelbe Nussmischung aus gefriergetrockneten Physalis (eine echte Vitamin-C-Bombe) und Zimt-Honig-gerösteten Advents-Nüssen.
Birgitt Mockler vom Ludwigsburger Feinkostgeschäft aromakost verkauft, erstmals am Gemeinschaftsstand mit den Nussgeschwistern, ihren hauseigenen Nuss-Mix „Wein und Genuss“, abgestimmt auf herrliche Rotweine mit einem Akzent Schokolade. Die Önologin ist besonders stolz darauf, sowohl den Weltmeister als auch die Bronze-Wertung der Internationalen Shiraz/Syrah-Verkostung 2012 in Frankreich im Angebot zu haben.

Angestachelt von Italien-Botschafter Sanviva buchte La Vie die kulinart erstmals im vergangenen Herbst. Silke Volk: „Zuerst habe ich gedacht: Lohnt sich das überhaupt? – doch die kulinart war der absolute Renner!“ Überzeugt hat La Vie die Qualität der Aussteller und die viele positive Resonanz. Der Champagner-Importeur vertreibt ausschließlich die feinen Grand Crus von Alain Soutiran, unabhängiger Winzer aus Ambonnay in den berühmten Bergen von Reims.

Lucien und Brigitte Schmitt von Weingut Chateau d´Arlus genießen das stimmige Ambiente der kulinart bereits im sechsten Jahr: Ihr Armagnac stammt aus einer alteingesessenen Brennerei aus der Gascogne. Darunter sind viele Jahrgangsbrände. Das Sortiment umfasst seltene Raritäten von 1937 bis zum Jahrgang 2000. In Stuttgart stellt das Unternehmen den ersten Rosé-Sekt vom eigenen Weingut vor. Eine Cuvée aus den typischen Rebsorten Braucol und Duras aus der Gaillac in Südfrankreich.

Kochen macht Schule
„Leben, Wohnen und Genießen bildet eine Einheit“, so lautet das Credo der Ludwigsburger Marke Uhl Schöner Leben, die sich bei der kulinart 2012 neu auf einem eigenen Marktplatz des guten Geschmacks präsentiert.
Unter der Anleitung von Bastian Pfeifer wird hier Kochen zum Live-Event. Der vielfach ausgezeichnete Inhaber der gleichnamigen Stuttgarter Kochschule hat einen sicheren Instinkt für Geschmacks-Nuancen und eine gute Hand für Feinschmecker im Selbstversuch.

Ein Feuerwerk an Leidenschaft
Die Philosophie des peruanischen Feinkost-Importeurs Kenual International Trade ist einfach: Nur beste, vollreife Zutaten von ausgesuchten landwirtschaftlichen Betrieben werden vor Ort frisch, nach alten Rezepten und ohne Konservierungsstoffe zu landestypischen Produkten verarbeitet und für den europäischen Genussmarkt etikettiert. Sie sind bei der kulinart Botschafter für ein Genusserlebnis an der Wurzel des Geschmacks.
Das ambitionierte Unternehmen aus Altdorf gab vor drei Jahren bei kulinart seinen Einstand und bietet ab diesen Herbst in Sindelfingen Kochkurse mit eigenen Produkten an. Eine konsequente Weiterentwicklung. Schließlich ist die gelbe Chilipaste Hauptzutat der peruanischen Gastronomie und verantwortlich für den typischen Geschmack von mehr als 300 Landesgerichten.

Meckatzer, die Traditionsbrauerei aus dem Allgäu, ist ab 2012 Premiumpartner der Genussmesse. Damit ist alles, wo es hingehört: auf höchst möglichem Niveau.

www.kulinart-messe.de

7. Archemarkt

Morgen ist der 7. Archemarkt im Freilichtmuseum in Beuren mit regionalen Spezialitäten – Der bietet eine informative Reise in die kulinarische Vergangenheit

Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren lädt zusammen mit der Stuttgarter Regionalgruppe von Slow Food Deutschland e. V. am Sonntag, dem 23. September, zum „Tag der Arche des Geschmacks“ ein. Vorgestellt, verkostet und verkauft werden im Museumsdorf am Albtrauf so genannte Archepassagiere aus dem Slow Food Projekt „Arche des Geschmacks – Essen, was man retten will“.

Von 11 bis 17 Uhr begegnet man auf dem Archemarkt vielen selten gewordenen und vom Aussterben bedrohten Pflanzen und Lebensmitteln. Außerdem gibt es Themenführungen über das Museumsgelände zu Archepassagieren wie dem „Augsburger Huhn“, einer vom Aussterben bedrohte Hühnerrasse oder zu den Albschnecken in einem kleinen Schneckengarten. Entdecken kann man beispielsweise auch Würchwitzer Milbenkäse, Allgäuer Weisslacker, Grünkern neben Albschnecken, Alblinsen oder Stuttgarter Geißhirtle und die Höri Bülle.

Als Archepassagiere aus der Region sind Albschnecken und Alblinsen seit 2005 in der „Arche“. Dank Slow Food erlebt auch das Musmehl aus geröstetem Weizen und Dinkel eine kleine Renaissance. So ist die einst auf den Dörfern verbreitete Morgenspeise natürlich auch beim Tag der Arche des Geschmacks vertreten. In der 200 Jahre alten Bauernhausküche kochen Museumsmitarbeiter den aus Musmehl hergestellten „Schwarzen Brei“. Das Filder-Spitzkraut gehört ebenfalls in die Arche des Geschmacks. Jörg Kimmich von der Interessengemeinschaft Filderkraut bietet Kostproben an. Gezeigt wird auch, wie das traditionelle Spitzkraut von Hand gehobelt wird. In die Arche des Geschmacks gehört außerdem Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner-Bratbirne. Die Höri Bülle, eine rote Speisezwiebel die traditionell auf der Bodensee-Halbinsel Höri angebaut wird und das Stuttgarter Geishirtle, eine alte süddeutsche Birnensorte, die vom Aussterben bedroht ist, sind auch Archepassagiere. An den Infoständen können sich die Museumsgäste ausführlich über die vorgestellten Lebensmittel und Nutzpflanzen, ihre Herstellung und Zubereitung informieren. Außerdem erläutern Experten, wie alte bedrohte Pflanzen erhalten werden können und wie beispielsweise eine alte Weizensorte für die Herstellung moderner Backwaren eingesetzt werden kann. In der Museumsgastronomie „Landhaus Engelberg“ gibt es Gerichte aus Produkten der Arche des Geschmacks.

Weitere Informationen zu Slow Food Deutschland e. V. und dem Programm der Regionalgruppe Stuttgart: www.slowfood.de/stuttgart.

Freilichtmuseum Beuren, Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, Info-Telefon 07025 91190-90, Fax 07025 91190-10, E-Mail: info@freilichtmuseum-beuren.de, www.freilichtmuseum-beuren.de

Gourmet Report wünscht viel Spaß!

Heinz Reitbauer

Spitzen-Restaurants „Steirereck“, engagiert sich seit vielen Jahren
für nachhaltige, regionale Küche. Im Rahmen der Preisverleihung der
„Top 50 Restaurants weltweit“, die in der Londoner Guildhall am 30.
April stattfand, schaffte er nicht nur den gewaltigen Sprung von
Platz 22 auf Platz 11 der „Worlds 50 Best“, er erhielt auch den Slow
Food UK Award. Der Preis wurde in dieser Kategorie zum ersten Mal
vergeben und zeichnet Köche und Restaurants aus, die Kleinerzeuger
und nachhaltige Qualitätsprodukte unterstützen. „Heinz Reitbauer lebt
überzeugend sein kompromissloses Engagement für eine handwerkliche
kleinstrukturierte Landwirtschaft und kooperiert eng mit Slow Food in
Österreich“, begründet Catherine Gazzoli, CEO von Slow Food Uk, die
Wahl. „Das ist eine unglaublich schöne Auszeichnung für einen Weg,
den wir mit dem Steiereck seit vielen Jahren gehen. Eine Auszeichnung
für eine Philospophie, die von Slow Food vorgezeichnet ist und von
uns konsequent umgesetzt wird“ freut sich Heinz Reitbauer.

Arche des Geschmacks in Österreich

Das Steirereck hat sich seit vielen Jahren bei der Suche nach den
besten Lebensmitteln der Unterstützung von österreichischen
Kleinstproduzenten verschrieben. Heinz Reitbauer lädt seine Gäste
ein, selten gewordene traditionelle Produkte, die zur Slow Food
„Arche des Geschmacks“ zählen, neu zu entdecken. Barbara Van Melle,
Leiterin von Slow Food Wien, begreift die Auszeichnung als
Bestätigung für die Arbeit von Slow Food: „Das Steirereck ist
Trendsetter für die österreichische Gastronomie. Durch seine
Kooperation mit Slow Food leistet Heinz Reitbauer einen wertvollen
Beitrag zur Bewusstseinsbildung und er hilft mit, dass sich unsere
Arche-Produkte weiter etablieren können“, zeigt sie sich über die
Auszeichnung begeistert.

In der Jury des Slow Food UK Award waren vertreten:

– Matthew Fort, Lebensmittelkritiker und Kommissär des National UK
Ark of Taste
– Catherine Gazzoli, CEO Slow Food UK
– Restaurant magazine, Highland Park