Zu wenig Zeit für gemeinsame Mahlzeiten

Seehofer: Viele Kinder bewegen sich nicht ausreichend
Umfrage bestätigt Zusammenhang von Ernährung und Bewegung bei
Übergewicht

„Ausgewogene Ernährung und ein bewegter Alltag sind natürlich
nicht nur für Spitzensportler, sondern gerade auch für Kinder und
Jugendliche notwendig,“ erklärte Bundesernährungsminister Horst
Seehofer bei der Podiumsdiskussion seines Ministeriums „Ernährung und
Bewegung – Fair Play auf allen Feldern“ im Rahmen der Internationalen
Grünen Woche 2006. Eine aktuelle repräsentative Telefonumfrage im
Auftrag der Berliner Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
durch das Institut com.X (Bochum) bestätigt den direkten Zusammenhang
zwischen dem Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern. In
Haushalten, die sich mehr Zeit für gemeinsame Mahlzeiten nehmen,
bewegen sich die Kinder deutlich mehr.

„61 Prozent der Kinder spielen regelmäßig bei schönem Wetter
draußen und 51 Prozent bewegen sich täglich bis sie aus der Puste
geraten. Das bedeutet aber auch, dass der Rest sich nicht ausreichend
bewegt, und das ist bedenklich“, erklärte der Vorstandsvorsitzende
von peb, Prof. Dr. Erik Harms bei der Podiumsdiskussion. „Wo man sich
mehr Zeit für das gemeinsame Essen nimmt, findet man auch aktivere
Kinder. Insofern bestätigt die Umfrage den peb-Ansatz, gleichermaßen
auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern Einfluss zu
nehmen.“

Die wichtigsten Befunde der Repräsentativstudie:

– Jedes dritte Kind in Deutschland bewegt sich am Tag weniger als
eine Stunde intensiv. Von diesen „Bewegungsmuffeln“ lebt nur ein
Drittel (36 Prozent) in Haushalten, die für gemeinsame
Mahlzeiten mehr als 30 Minuten Zeit investieren.

– 43 Prozent der Kinder sind zwischen ein und zwei Stunden pro Tag
sportlich aktiv. Knapp die Hälfte (45 Prozent) dieser Gruppe
kommt in den Genuss gemeinsamer Mahlzeiten, die länger als 30
Minuten dauern.

– Täglich mehr als zwei Stunden verbringt nur jedes vierte Kind
(23 Prozent) mit intensiver Bewegung. Davon nehmen fast zwei
Drittel (59 Prozent) an längeren gemeinsamen Mahlzeiten mit
Erwachsenen teil.

Die Befragung wurde zwischen dem 12. und 30. Dezember 2005
telefonisch mit 1.020 erwachsenen Personen durchgeführt, die mit
Kindern im Alter von bis zu 14 Jahren in einem Haushalt leben.

Die Plattform Ernährung und Bewegung (peb) ist die gemeinsame
Initiative von Politik, Verbänden und Wirtschaft und mit rund 100
Partnern das europaweit größte Netzwerk zur Vorbeugung von
Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Mitglieder sind unter
anderem wissenschaftliche Institutionen, Initiativen sowie
Unternehmen.

Das Krümelmonster steht auf knackiges Obst und Gemüse

„Ich mag Kekse! Und… Oh, ich weiß! Ich esse auch gerne
Gurkenscheiben. Die sind schön kühl und erfrischend.“ Wer hätte
gedacht, dass das Kekse verehrende Krümelmonster eines Tages auf
Gurken stehen würde? Auch die anderen Helden der beliebten
Fernsehserie haben Äpfel, Karotten – und das Internet für sich
entdeckt: Im großen Sesamstraßen-Internetspecial der 5 am
Tag-Kampagne verraten die Fernsehhelden exklusiv ihre persönlichen
Obst- und Gemüsevorlieben – und vieles mehr!

Mit dem Sesamstraßen-Special möchte die 5 am Tag-Kampagne, die den
Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag empfiehlt, vor allem
Kids für eine gesunde Ernährung begeistern. Auch in den neuen
US-Folgen der Sesamstraße sind die kuscheligen Serienhelden seit
neuestem auf 5 am Tag-Kurs und haben ihre Ernährung von Keksen auf
Knabbergemüse umgestellt. Fast zeitgleich macht die 5 am Tag-Kampagne
mit ihrem Sesamstraßen-Internetspecial auch hierzulande Lust auf
knackige Äpfel, Karotten und Co.

Neben Exklusiv-Interviews entdecken kleine und große Fans im
Sesamstraßen-Special außerdem die Lieblingsrezepte von Krümel, Elmo,
Ernie und Bert – damit sind 5 Portionen Obst und Gemüse täglich ein
Kinderspiel. Außerdem im Angebot: lustige Spiele, Ausmalbilder oder
coole E-Cards. Bei den genial-gemüsigen Sprüchen der sympathischen
Sesamstraßenhelden werden auch die letzten Spinat- oder Gurkenmuffel
schwach. Und mal ehrlich, wer wird nicht zum Obstfan, wenn Elmo
erklärt, warum er einer Himbeere ähnelt: „Weil Himbeeren so klein und
so rot sind wie Elmo und weil Himbeeren ein bisschen haarig sind wie
Elmo.“

Die obst- und gemüsebegeisterten Helden der Sesamstraße sind unter www.machmit-5amtag.de zu finden – und natürlich auch alle
Informationen zur Kampagne 5 am Tag, die mit Fördermitteln der
Europäischen Union unterstützt wird.

Kleiner Unterschied macht großen Unterschied

Nach den Feiertagen haben Abnehm-Ratgeber
Hochkonjunktur. Vor allem Frauenzeitschriften überschlagen sich
derzeit mit Tipps, wie sich den Folgen der Festtagsgenüsse begegnen
lässt. Tatsächlich dominieren Frauen beim Interesse an
Ernährungsfragen deutlich. Fast jede Zweite schätzt sich selbst als
etwas interessiert ein. Und ein Viertel aller Frauen äußert großes
Interesse. Dagegen ist jeder dritte Mann kaum und jeder Fünfte
überhaupt nicht daran interessiert. Dies geht aus der aktuellen
Ernährungsstudie der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der
deutschen Agrarwirtschaft mbH hervor. Dafür befragte die GfK
(Gesellschaft für Konsumforschung) 2116 Personen ab 18 Jahren.

Als häufigste Informationsquellen zum Thema Ernährung dienen
Verbrauchern Fernsehsendungen (17,5 %) und Zeitschriften
(15,4 %) gefolgt von Tageszeitungen (10,3 %). Im Vergleich zu anderen
Quellen liegen Massenmedien bei der Frage der Glaubwürdigkeit im
Mittelfeld. Mit Abstand das größte Vertrauen genießen hier Vertreter
von Gesundheitsberufen und Ernährungsberatung. Auf einer Skala von 1
(sehr glaubwürdig) bis 5 (überhaupt nicht glaubwürdig) erreichen sie
Werte von 1,6 beziehungsweise 1,8. Bei den institutionellen Absendern
von Ernährungsinformationen sind Krankenkassen, Verbraucherzentralen
sowie die CMA am bekanntesten und werden als glaubwürdig eingestuft
(Skalenwerte von 1,6 bis 2,0).

Die CMA macht stellvertretend für die Erzeuger auf „Bestes vom
Bauern“ und dessen Herkunft aufmerksam. Dabei hat die markenneutrale
Information über die Entstehung, die Verwendung sowie den Nutzen von
Lebensmitteln aus deutscher Erzeugung in einer ausgewogenen Ernährung
einen hohen Stellenwert.

Tobias Greb Well-Kids

Anlässlich des 10. Deutschen Suppentages übernimmt das Deutsche
Suppen-Institut ideell die Patenschaften für Teilnahmeplätze an einem
deutschlandweiten Ernährungsprogramm für Kinder und Eltern – das
„Tobias Greb Well-Kids“ Programm.

„Gemeinsam mit Fitness- und TV-Koch Tobias Greb bieten wir
deutschlandweit die Möglichkeit, 16 Teilnahmepakete (jeweils ein
Erwachsener/ein Kind) für das neue „Tobias Greb Well-Kids“ Programm
zu gewinnen. Unter der Internetadresse www.suppeninstitut.de oder
www.Tobias-Greb.de können sich interessierte Kinder und Eltern über
das Programm informieren“, erläutert Dirk Radermacher,
Geschäftsführer des Deutschen Suppen-Institutes.

Betroffene und ihr Umfeld aufklären

Das Bewusstsein für die „richtige“ Ernährung ist gering, häufig
leben die Eltern als engste Bezugspersonen das Fehlverhalten täglich
vor. Oft wird bereits im Kleinkindalter der Grundstein für das
spätere Ernährungsverhalten gelegt.

„Da Kinder und Eltern gemeinsam diese Problematik angehen und
bewältigen müssen, haben wir uns entschlossen, das „Well-Kids“
Programm generationenübergreifend zu konzipieren“, ergänzt Tobias
Greb.

Workshops deutschlandweit

Die „Tobias-Greb Well-Kids“ Workshops finden deutschlandweit in
München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt statt.

Den Teilnehmern wird von Anfang an gesunder Essgenuss vermittelt.
Dem „Ur-Food“ Suppe kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Hierzu der
Profi-Koch: „Ich verwende Suppe besonders gern als Beispiel für
gesunden und schlanken Essgenuss. Sie bildet einen wichtigen Baustein
in einer schlanken zeitgemäßen Ernährung“. In den acht
Eltern-Seminaren (jeweils vier Stunden Theorie / vier Stunden
Praxisunterricht in der Küche) erlernen Eltern gesunde Ernährung und
den optimalen Umgang mit Lebensmitteln.

Was essen und trinken die Deutschen?

DGE stellt die Kurzfassung des Ernährungsberichts 2004 für
Verbraucher vor

Enthalten unsere Lebensmittel weniger Nährstoffe als früher? Sind
angereicherte Lebensmittel sinnvoll? Was senkt das Krebsrisiko,
was erhöht es? Wirken Pro- und Präbiotika tatsächlich?

Diese und andere Fragen zum Essen und Trinken beantwortet die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in der
übersichtlichen Verbraucherbroschüre „Essen und Trinken 2004“.
Grundlage dieser Broschüre ist der Ernährungsbericht 2004, der
unter anderem die Forschungsergebnisse zu folgenden Themen
anschaulich darstellt: Ernährungssituation in Deutschland,
toxikologische und mikrobiologische Aspekte der Ernährung,
Acrylamid in Lebensmitteln, Vitamin- und Mineralstoffgehalt
pflanzlicher Lebensmittel, Tumorentstehung, Beeinflussung der
Darmflora durch Ernährung, gesundheitsfördernde Wirkungen
sekundärer Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse, die Anreicherung
von Lebensmitteln sowie die Darstellung und Wirkung von
Ernährungsinformationen im Fernsehen.

Die Verbraucherbroschüre „Essen und Trinken 2004“ fasst die
wichtigsten Ergebnisse des Ernährungsberichts 2004 leicht
verständlich zusammen. Damit die Leser aus diesen Ergebnissen
Nutzen ziehen können, sind die Informationen mit zahlreichen
Tipps zur praktischen Umsetzung in den Alltag verknüpft. Die
Broschüre eignet sich daher gut zum Einsatz in der Verbraucher-
und Ernährungsberatung sowie für den Unterricht.

Die 43-seitige Broschüre „Essen und Trinken 2004“ kann unter der
Artikelnummer 204 500 für 2,90 EUR zzgl. Versandkosten bei
www.dge-medienservice.de
bezogen werden.

DGE vergab Journalisten-Preise 2005

Hervorragender Journalismus im Bereich Ernährungsaufklärung ausgezeichnet
Ob Zeitung, Internet, TV oder Hörfunk – Ernährungsinformation und -aufklärung erfolgt heute wesentlich über die Medien. Zum 16. Mal vergab die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) einen persönlichen Preis für herausragende Leistungen von Journalisten für ihr besonderes Engagement in der Ernährungsaufklärung.

Mit diesen Preisen honoriert die Jury Beiträge, die Wissen über Lebensmittel und vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der DGE vermitteln, zum gesundheitsfördernden Essverhalten anregen oder auf ernährungsrelevante Gesundheitsprobleme aufmerksam machen. Entscheidend für die Preisvergabe ist auch die Originalität und journalistische Qualität eines Artikels. Die Medienpreise sind mit jeweils 2.000 EUR dotiert.

Folgende Preisträger wurden im Rahmen der Arbeitstagung der DGE am 29. September in Paderborn mit dem DGE-Journalisten-Preis 2005 ausgezeichnet:

im Bereich Tages- und Wochenzeitungen an Rüdiger Klausmann für seinen Bericht „Clever essen – Sieg für Hornberg“, erschienen in der Mittelbadischen Presse – eine praxisorientierte Story rund um das Thema gesundes Frühstücken in der Schule. Der Autor hat eine lebhafte und sachlich fundierte Zusammenfassung von Informationen und Ergebnissen einer regionalen Aktion skizziert. Sein Beitrag geht über den klassischen Presseansatz hinaus. Er setzt auf Eigeninitiative von Schulen und Beteiligten, sich mit dem Thema Ernährung aktiv zu befassen und versucht, Veränderungen anzustoßen. Journalistisch gut bearbeitet, vielseitig, ansprechend bebildert, kurz und verständlich gehalten.

im Bereich Publikumszeitschriften an Anette Lache für ihren Beitrag „Generation XXL“ erschienen im „stern“. Ein umfassender und spannender Bericht mit beeindruckenden Fotos von Birgit Klemt, in dem die Autorin den Leser auf eindrucksvolle Weise mit dem massiven Problem der Fettsucht im Kindesalter konfrontiert und gleichzeitig betroffenen Familien konkrete Hilfen (Therapieangebote, Kontaktadressen und Literaturtipps) gibt. Sie erzählt eine Geschichte, bedient sich dabei origineller Titel, spielt mit wortgewandten Formulierungen, nimmt O-Töne und Zitate auf und ergänzt sie mit Fakten. Diese verpackt sie in anschauliche Grafiken und Tabellen in denen sie zahlreiche Infos zu Abnehmprogrammen liefert. Für den Leser äußerst informativ, praxisnah und mit hohem Servicecharakter; für Eltern und Betroffene ein Stück Lebenshilfe.

im Bereich Hörfunk an Michael Engel für seinen Beitrag „Mangel im Schlaraffenland“, ausgestrahlt in SWR 2 in der Sendung „Campus“. Ein Beitrag der betroffen macht; alte und hoch betagte Menschen, die in Pflegeheimen leben, haben ein Problem: Sie werden in unserer Gesellschaft allein gelassen und sind nicht ausreichend ernährt. Der Autor setzt mit seinem Beitrag gesellschaftspolitische Akzente. Ernährung im Alter ist genauso wichtig wie die medizinische Versorgung. Ein sachlich-informatives, solide recherchiertes Feature, in dem die Problematik von mehreren Seiten beleuchtet wird. Kritisch und wortgeprägt mit diversen Expertenstatements und journalistisch gut umgesetzt.

im Bereich Fernsehen an Christian Pocher für seinen Beitrag „Chancen und Tücken der Ernährungsberatung“, ausgestrahlt im WDR in der Sendung „ServiceZeit Kostprobe“. Ein geradliniger und kurzer Beitrag in dem der Redakteur anschaulich aufzeigt, wie eine Ernährungsberatung heute in der Praxis aussieht. Die Essenz für den Zuschauer hat er in einem prägnanten Feature dargestellt. Ein gelungener Serviceartikel für Verbraucher, mit der Botschaft, dass gute Ernährungsberatung nichts verkauft. Eine Materie, die in den Medien bisher nur selten thematisiert wurde.

im Bereich Internet wurde kein Preis vergeben. Die wenigen eingereichten Beiträge waren thematisch gut und interessant, enthielten aber teilweise fehlerhafte Informationen. Für eine Preisvergabe fehlte es der Jury auch an Serviceinformationen, u. a. Literaturverweise, Grafiken und weiterführende Links. Das Potenzial der Plattform Internet ließe sich nach Ansicht der Jury zukünftig journalistisch noch viel weiter ausschöpfen. Die Internetseiten mit guten Angeboten und Beiträgen sind vorhanden, sie müssen nur noch bei der DGE eingereicht werden.

Lobend erwähnte die Jury den Beitrag „Esspapier“, eine Abschlusszeitung der 42. Lehrredaktion A der Deutschen Journalistenschule München sowie den Beitrag „Kampf gegen die Kilos“ von Monika Grebe, ausgestrahlt in der WDR-Sendung „Quarks & Co“ – die Redaktion ist für kontinuierlich gute und konstante Berichterstattung bekannt. Einen Ehrenpreis lobte die Jury für den Beitrag „Programmschwerpunkt Kinderleicht“ des Südwest Fernsehens aus, das mit über 5 Stunden Berichterstattung zum Thema gesunde Ernährung und Bewegung beeindruckte. Dabei handelte es sich um eine konzertierte Aktion des Senders, der auf „allen Kanälen“ ein verbraucherrelevantes Thema bearbeitet hat.

Leckere Speise-Reise mit Milli-Metha

„Bäh, das schmeckt ja gar nicht! Das will ich nicht essen!“ Eltern, die diese und andere Sprüche regelmäßig von ihren Kindern hören, können schon mal verzweifeln. Das Kind soll sich doch gesund ernähren! Mit der neuen CD-ROM aus dem Tivola Verlag „Milli-Metha Ernährung: Wie ernähre ich mich gesund und lecker?“ ist genau das jetzt ein Kinderspiel. Denn Milli-Metha hat nicht nur leckere Rezepte für gesunde Pausenbrote parat, sie macht Kindern ab vier Jahren vor allem klar, was mit der Nahrung im Körper passiert. „Du bist, was du isst.“ Diesen Satz verstehen Kinder, wenn sie den Weg eines Apfels durch den Körper verfolgt haben oder wenn Milli-Metha ihnen die Ernährungspyramide erklärt hat.
Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche in Deutschland sind zu dick. Dabei hat sich die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Hier hilft es nichts, Fett in Lebensmitteln zu verteufeln. Vielmehr müssen Kinder und ihre Eltern lernen, was zu einer ausgewogenen Ernährung gehört. Mit „Milli-Metha Ernährung: Wie ernähre ich mich gesund und lecker?“ geht das einfach und spielerisch.

Aber Milli-Metha ist nicht allein, sie hat einen Helfer, und das ist Hermann. Er funktioniert wie ein Tamagotchi. Die Kinder geben ihm verschiedene Nahrungsmittel zu essen, und danach macht Hermann Weitsprung. Je nachdem, wie weit er kommt, wurde er gut oder weniger gut ernährt. Plastischer kann man die Wirkung von Nahrungsmitteln kaum verdeutlichen.

Außerdem dabei: Der Pausenbrotgenerator. Er zeigt, wie abwechslungsreich Pausen-Snacks sein können. Einen großen Anteil in „Milli-Metha Ernährung: Wie ernähre ich mich gesund und lecker?“ hat darüber hinaus das Thema Lebensmittelkunde. Hier informiert Milli-Metha über Arten und Wirkungsweisen von z.B. Vitaminen. „E“ wie essbar? Mit Milli-Metha lernen Kinder, was sich hinter E-Nummern verbirgt. „Granny Smith“ ist eine Apfelsorte, klar. Aber „Gravensteiner“? Das ist ebenfalls ein Apfel, wie Milli-Metha weiß. Außerdem klärt sie über die größten Nahrungsmittel-Irrtümer auf. Schokolade macht Pickel? Falsch. Süßstoff ist ein guter Ersatz für Zucker? Stimmt nicht. Im Quiz, welches allein oder zu zweit gespielt werden kann, testet das Kind sein neu erworbenes Wissen. Kinderleichte Rezepte z.B. für Steakröllchen „Rock ´n´ Roll“ runden das Programm ab.

„Milli-Metha Ernährung: Wie ernähre ich mich gesund und lecker“ ist eine Koproduktion von Tivola mit dem ÖKO-TEST-Verlag. Dem Spiel beigefügt ist eine Ausgabe des Magazins „Kinderernährung“ aus der Reihe ÖKO-TEST Kompakt. Darüber hinaus erhöhen ein beigelegtes Booklet mit E-Nummern, eine Tabelle mit Infos zur Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie zu deren Aufbewahrung im Kühlschrank und ein Kühlschrank-Magnetpin den praktischen Nutzen von „Milli-Metha Ernährung: Wie ernähre ich mich lecker und gesund? „.

Kurzinfos:
· CD-ROM (WIN)
· Ab vier Jahren
· ISBN: 3-89887-089-8
· EAN: 9 783898 870894
· EUR 24,95
· in Deutsch

Systemvoraussetzungen:
PC: Win 98 / ME / 2000 / XP, Pentium PC mit mindestens 300 MHz, 64 MB RAM, DirectX-kompatible Grafik- und Soundkarte, 100 MB freier Festplattenspeicher. Läuft nicht auf dem MAC!

Chiquita Schulspiel

Über 1.400 Lehrer, u. a. aus Belgien und den Niederlanden, haben das Chiquita Spiel 2004 im Unterricht eingesetzt und weiterempfohlen – jetzt ist es in Deutschland erhältlich. Für das neue Schuljahr bietet Chiquita Grundschulen kostenlos das Brettspiel „Frische Früchtchen auf Tropen-Tour“ an, bei dem sich Kinder spielerisch mit dem Thema Ernährung befassen können. Von den „Kohlenhydrat-Klippen“ bis zum „Tal der Vitamine“ – überall dreht es sich um die Bausteine unserer Lebensmittel.
„Frische Früchtchen auf Tropen-Tour“ richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Aufgebaut wie ein klassisches Brettspiel kann es im Klassenverband, oder im Familienkreis gespielt werden. In dem Spiel stranden die Kinder auf einer tropischen Insel und entdecken auf ihrer Abenteuerreise sagenhafte Welten der Ernährung: Warum sind Kohlenhydrate und Vitamine so wichtig? Was ist der Unterschied zwischen Weiß- und Vollkornbrot? Warum sollen wir viel trinken? In der Ballaststoff-Prärie oder am Wasserfall – spielerisch wird den Kindern bewusst, was zu einer ausgewogenen Ernährung gehört.

Entdecker heben den Schatz: der Chiquita Schulwettbewerb

An das Spiel ist ein Kreativ-Wettbewerb gebunden. Unter dem Motto „Wie stellt Ihr Euch die Tropen vor?“ fordert Chiquita die Schüler auf, ihre Ideen zum Lebensraum Tropen zu malen oder zu basteln. Die gesammelten Werke sollen auf der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin 2006 ausgestellt werden. Unter den Einsendungen wählt eine Jury aus Pädagogen, Chiquita Vertretern und Tropenexperten der Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance die schönsten Werke aus und prämiert sie mit einem Geldpreis. Die ersten drei Plätze sind je mit 2.500 EUR dotiert, die Plätze vier bis 20 erhalten je 500 EUR. Die Spielpakete können kostenlos bei Edelman GmbH bestellt werden.

www.Edelman.com

„Geschmackssachen – Ernährung im Konsumzeitalter“

Sonderausstellung des Rheinischen Industriemuseums in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Industriemuseum Chemnitz
17. September 2005 – 17. April 2006

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ – Vorratshaltung in der Küche gibt es seit gekocht wird. Zu den ältesten Konservierungsverfahren zählen das Einsalzen und Dörren, das Räuchern und Einzuckern oder die kühle Lagerung. Heute gehören Konserven, H-Milch oder Tiefkühlkost selbstverständlich in jeden Einkaufswagen.

Kühl- und Gefrierschränke sind inzwischen Standard jeder Küche und unentbehrlich für die Aufbewahrung von Lebensmitteln geworden.

Eine Galerie geöffneter Kühlschränke bildet auch den Auftakt, sozusagen die „Vorspeise“ zur neuen Sonderausstellung „Geschmackssachen“ ab 17. September im Industriemuseum Chemnitz. Wie viel verraten wohl die Inhalte der Kühlschränke vom Lebensstil ihrer Besitzer? Welche Unterschiede gibt es zwischen Ost und West? Welchen Einfluss nehmen Wissenschaft und Technik und die industrielle Massenproduktion auf unsere Ernährung? Das sind nur einige Fragen, um die es in dieser Ausstellung geht.

Interessant scheint auch der Blick über den „Tellerrand“: Wie wirkt sich Globalisierung und internationaler Warenaustausch auf die Speisezettel deutscher Familien aus?

Während noch vor 100 Jahren Südfrüchte, Kaffee und Kakao Luxusgüter waren, sind diese inzwischen ebenso selbstverständlich in jedem Supermarkt erhältlich, wie Pizzeria, McDonald´s und Sushi-Bar das Straßenbild der deutschen Großstädte bestimmen.

Hat die Vielfalt unseres Nahrungsangebotes vielleicht auch eine Kehrseite? Werden dafür nicht tagelange Tiertransporte, Mastbetriebe oder der Einsatz chemischer Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel in Kauf genommen?

Spätestens seit den Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren und seitdem Epidemien, wie Schweinepest, Rinderwahn und Vogelgrippe, in den Medien für Schlagzeilen sorgten, machen wir uns wieder mehr Gedanken über unsere Ernährung. Herstellung und Zubereitung von Nahrungsmitteln werden öfters hinterfragt. Zunehmend setzen sich Biobauern mit ihren natürlichen Anbauprodukten durch.

Das Industriemuseum Chemnitz lädt ab 17. September ein zu einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte des Essens und der Ernährung. Von Knochen längst ausgestorbener Fleisch- und Pflanzenfresser bis zur steril verpackten Kosmonautennahrung reichen die Exponate. Inszenierungen vom Tante Emma-Laden bis zum Schlaraffenland vervollständigen das Bild. Stationen mit künstlich hergestellten Düften verschiedener Speisen und Getränke laden zum Probieren ein.

Schwerpunktmäßig geht es um die Zeit nach 1945. Die Direktvermarktung von Lebensmitteln verliert zunehmend an Bedeutung. Das riesige Feld zwischen Erzeuger und Verbraucher besetzt die Nahrungsmittelindustrie.

Bereits zwei Tage nach der Ausstellungseröffnung ist das Industriemuseum Veranstaltungsort für den Auftakt zur Sächsischen Ernährungswoche mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Weitere Aktionen mit den Initiativen „Brot für die Welt“, „Ärzte ohne Grenzen“, Greenpeace, der Verbraucherzentrale, der AOK, der Bäcker- und Fleischerinnung und vielen anderen Partnern sind in Planung. Öffentliche Führungen und ein vielfältiges Programm für Kinder, Familien und Schulklassen ergänzen das Angebot.

Wir hoffen, Sie sind „auf den Geschmack gekommen“. Das Sächsische Industriemuseum Chemnitz freut sich auf Ihren Besuch.

Das Museum ist geöffnet:
Mo – Do: 9 bis 17 Uhr
Sa, So, Feiertag: 10 bis 17 Uhr
Freitags geschlossen

Information und Anmeldung:
Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
Anmeldung Führungen Telefon: 49 (0) 3 71 – 36 76 410

www.saechsisches-industriemuseum.de

Anfahrt:
Das Museum befindet sich westlich des Chemnitzer Stadtzentrums an der Zwickauer Straße, Kappler Drehe und ist erreichbar über A 4 (Abfahrt Chemnitz-Nord) über Leipziger Straße (B 95), A 72 (Abfahrt Chemnitz-Süd) über Neefestraße (B 173) Richtung Zentrum/Zwickauer Straße

Der neue Ernährungskalender für Eltern

Bio fürs Baby – von der Schwangerschaft bis zum ersten Tag im Kindergarten. Wie Eltern ihren Nachwuchs von Anfang an gesund mit Bio-Kost ernähren und dabei Übergewicht und Allergien vorbeugen können, zeigt der neue „Ernährungskalender für Eltern“ des Bundesverbraucherministeriums. Die kostenlose Broschüre begleitet Eltern mit zahlreichen Informationen, Tipps, Ernährungsplänen und Rezepten durch Schwangerschaft, Stillzeit und die ersten beiden Lebensjahre des Kindes.
Der Ernährungskalender lässt sich stets griffbereit in der Küche aufhängen. Er greift in insgesamt sieben Kapiteln die verschiedenen Entwicklungsphasen des Babys vor und nach der Geburt auf. Es wird ausführlich erläutert, worauf Frauen bereits in der Schwangerschaft und anschließend in der Stillzeit achten sollten. Darüber hinaus stellt die Broschüre detailliert dar, wann das Kind welche Nährstoffe braucht und welche Lebensmittel dafür geeignet sind. Damit ist der Kalender ein wertvoller Ratgeber bei allen Fragen rund um die gesunde Ernährung von Mutter und Kind. Tipps für den Einkauf und die Zubereitung von Lebensmitteln in Bio-Qualität sowie nützliche Adressen und Informationen über die Besonderheiten des ökologischen Landbaus runden das Angebot ab. Alle Informationen basieren auf den neuesten Forschungsergebnissen anerkannter Ernährungsinstitute. Der Kalender wurde in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fachbereich Ökotrophologie, und dem Ökomarkt Verein in Hamburg erstellt.

Trend zu Bio-Kost setzt sich durch

Mit dem praktischen Ratgeber kommt das Bundesverbraucherministerium dem gesteigerten Interesse der Verbraucher an einer gesunden Ernährung ihrer Kinder nach. Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von Kindern, die an Übergewicht, Allergien und Diabetes leiden, machen sich immer mehr Eltern Gedanken über die „richtige Ernährung“ ihres Nachwuchses. Für fast 80 Prozent der Deutschen ist daher vor allem die gesunde Ernährung ihrer Kinder ein wesentlicher Grund, mehr Bio-Lebensmittel zu kaufen. Das ergab das aktuelle Ökobarometer des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums.

Der „Ernährungskalender für Eltern“ ist im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau in einer Auflage von 500.000 Exemplaren erschienen. Er wird in erster Linie bundesweit über Arzt- und Hebammenpraxen verteilt. Darüber hinaus kann er bequem per Telefon unter der Rufnummer 0 18 88 / 80 80 800 oder per E-Mail an publikationen@bundesregierung.de bestellt werden.

Weitere Informationen zum ökologischen Landbau finden Sie unter www.oekolandbau.de.