Dogma Cholesterin

Trotz wissenschaftlich widerlegtem Nutzen raten Teile der Fachwelt bei hohen Cholesterinspiegeln immer noch zu einer cholesterinarmen Ernährung. Warum?

In den letzten Jahren widerlegten zahlreiche wissenschaftliche Studien die vorherrschende Lehrmeinung, dass eine übermäßige Cholesterinaufnahme Ursache hoher Cholesterinspiegel im Blut sei. Damit kippte die häufig verordnete Empfehlung, die Cholesterin- und Fettzufuhr zu beschränken und weitgehend auf Eier zu verzichten. Selbst die Medien verbannten den Ratschlag zum zurückhaltenden Eierkonsum ins Reich der Ernährungsmythen. Doch was in den Köpfen vieler Bürger längst verankert ist, scheint sich in der Fachwelt weniger schnell zu etablieren. Viele Arztpraxen raten Patienten mit hohen Cholesterinspiegeln nach wie vor zu einem sparsamen Cholesterin- und Fettkonsum. Während die Amerikanische Ernährungsgesellschaft aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Beweiskraft ihre Cholesterinempfehlungen nun endgültig strich, hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weiterhin daran fest. Doch nur bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten beeinflusst die Cholesterinaufnahme den Cholesterinspiegel im Blut. Dem liegt meist eine genetische Störung zugrunde, die bereits in jungen Jahren zu teilweise enorm hohen Werten führt. Beim Großteil der Patienten indes resultieren die hohen Werte vielmehr aus einer Ernährung, die viel Zucker, Stärke und ungünstige Fette enthält. Auf nährstoffreiche Eier oder wertvolle Fette zu verzichten, ist hier das falsche Behandlungskonzept. Empfehlenswerter ist es, auf Ballaststoffe aus reichlich Gemüse sowie aus Obst und Vollkornprodukten zu setzen.

Statt Fett zu sparen sollte das Augenmerk lieber auf guten Fettquellen wie Pflanzenölen, hochwertiger Butter, fetten Seefischen und Nüssen liegen. Und letztendlich darf es natürlich auch gern ein Frühstücksei sein.

Ausführliche Informationen zur Ernährung bei hohen Cholesterinspiegeln liefert die Fachinformation „Cholesterin und Dyslipidämien“. Für Patienten hält der Ratgeber „Was tun bei hohen Cholesterinspiegeln“ zahlreiche Tipps parat. Beide Broschüren sind im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

365 kg Fleisch im Jahr! Klimakiller

Weniger Fleisch auf dem Teller schont das Klima – DGE unterstützt Forderungen des WWF nach verringertem Fleischverzehr

Eine Umstellung des Ernährungsverhaltens kann erheblich zum
Klimaschutz beitragen. Der World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF)
ging in einer Studie der Frage nach, welche Auswirkungen unsere
Lebensmittelauswahl auf den globalen Ressourcenverbrauch sowie das
Treibhauspotenzial hat. Insbesondere eine fleischbetonte Ernährung kann
dazu beitragen, dass naturbelassene Regionen in Agrarland umgewandelt, die
Artenvielfalt der Erde gemindert und wichtige Lebensräume zerstört
werden, so die Studienergebnisse des WWF, die er am 1. April 2015 in Berlin
vorstellte[1]. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
begrüßt die Offensive zum verringerten Fleischverzehr und spricht sich
sowohl aus Gründen der Gesundheitsförderung als auch der Nachhaltigkeit
für einen geringeren Verzehr von Fleisch, Fleischwaren und Wurst aus.

In der Klimabilanz pflanzlicher und tierischer Lebensmittel gibt es
deutliche Unterschiede. Nahezu 70 % der Treibhausgasemissionen unserer
Ernährung lassen sich auf tierische Lebensmittel zurückführen, auf
pflanzliche Produkte dagegen nur etwa 30 %. Auch in der Nutzung der
Agrarfläche, die für Ernährungszwecke kultiviert wird, zeigt sich ein
ähnliches Bild: Nach Angaben des WWF dienen fast 70 % der Tiererzeugung,
30 % dem Anbau pflanzlicher Lebensmittel. Eine Ernährung mit mehr
pflanzlichen Lebensmitteln würde dem Klimaschutz und der besseren
Ausnutzung der landwirtschaftlichen Nutzfläche dienen. In der vollwertigen
Ernährung nach den Empfehlungen der DGE stellen pflanzliche Lebensmittel
die Basis dar. Die Bevorzugung von Gemüse und Obst sowie Getreideprodukten
und Kartoffeln dient sowohl einer gesunderhaltenden als auch einer
nachhaltigen Ernährung. Tierische Lebensmittel sollten in kleineren
Portionen und möglichst fettarm den Speisenplan ergänzen.

Die Realität sieht allerdings anders aus: In Deutschland verzehren Männer
über 1 000 g Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren pro Woche. Damit
überschreiten sie deutlich den von der DGE zugrunde gelegten
Orientierungswert von 300 bis 600 g pro Woche. Frauen liegen mit knapp
600 g pro Woche an der oberen Grenze. Von der wünschenswerten Menge von
400 g Gemüse pro Tag erreichen Männer und Frauen hingegen nur ein
Drittel.

[1] WWF Deutschland: Das große Fressen. Berlin (2015):

www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/das-grosse-fressen/

Fett- und Kohlenhydratverzehr beeinflussen die innere Uhr des Menschen

Wie ein Forscherteam um Olga Pivovarova und
Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung
(DIfE) im Rahmen einer Studie an 29 normalgewichtigen Zwillingen*
beobachtete, beeinflusst die Ernährungsweise erheblich unsere innere
Uhr. Nachdem die Studienteilnehmer ihre Ernährung von einer
kohlenhydratbetonten auf eine fettreiche umgestellt hatten, veränderte
sich bereits nach einer Woche der tägliche Rhythmus der
Cortisol**-Ausschüttung sowie das Aktivitätsmuster verschiedener Gene,
welche die innere Uhr und den Stoffwechsel beeinflussen. Die Forscher
veröffentlichten ihre Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Journal
of Clinical Endocrinology & Metabolism (Pivovarova et al., 2015; DOI:
http://dx.doi.org/10.1210/jc.2014-3868).

Unsere innere Uhr steuert die Ausschüttung von Hormonen sowie
Stoffwechselvorgänge und Körperfunktionen, die einem annähernd
24-stündigen, also circadianen Rhythmus, unterliegen. So genannte
Zeitgeber-Gene regulieren dabei den Takt der Uhr und steuern
gleichzeitig durch rhythmisch verknüpfte Stimulations- und Hemmzyklen
ihre eigene Synthese. Darüber hinaus beeinflussen aber auch Umweltreize
wie das Tageslicht die Aktivität dieser Gene. Untersuchungen lassen
zudem annehmen, dass auch die Energiemenge, die wir über die Nahrung
aufnehmen sowie das Körpergewicht eine Rolle für die circadiane Rhythmik
spielen. Inwieweit die Nährstoffzusammensetzung unseres Essens ebenso
Einfluss nimmt, ist bislang nur wenig erforscht.

Daher führten die Wissenschaftler unter Führung des Mediziners und
Endokrinologen Andreas F. H. Pfeiffer eine Ernährungsstudie mit
eineiigen und zweieiigen Zwillingspaaren durch. Zunächst mussten alle
Studienteilnehmer sechs Wochen lang eine kohlenhydratbetonte Diät
einhalten. Der Kohlenhydratanteil lag dabei bei 55, der Eiweißanteil bei
15 und der Fettanteil bei 30 Prozent der Gesamtenergiezufuhr. Danach
erhielten die Teilnehmer für weitere sechs Wochen eine fettreiche Kost,
wobei die Forscher den Anteil der Kohlenhydrate auf 40 Prozent senkten
und gleichzeitig den Fettanteil von 30 auf 45 Prozent erhöhten, um eine
gleichbleibende Energieversorgung zu gewährleisten. „Diese isokalorische
Ernährung war wichtig, da Unter- oder Überernährung selbst eine starke
Stoffwechselantwort auslösen und so das Untersuchungsergebnis
verfälschen können“, erklärt Pfeiffer.

Wie die Wissenschaftler anhand von Blutzellanalysen feststellten,
veränderte die Ernährungsumstellung innerhalb von sieben Tagen die
Aktivitätsmuster von vier zentralen Zeitgeber-Genen. „Besonders bei
eineiigen Zwillingen waren die Aktivitätsmuster auffallend ähnlich. Wir
gehen daher davon aus, dass die Art und Weise erblich vorherbestimmt
ist, wie das Zeitgeber-Gen-System auf unterschiedliche
Nahrungskomponenten reagiert“, sagt Olga Pivovarova, Erstautorin der
Studie. Die im Tagesverlauf veränderte Aktivität der Zeitgeber-Gene war
dabei eng mit Modulationen im Fett- und Energiestoffwechsel verbunden.
Ebenso änderte sich das Aktivitätsmuster bestimmter Gene, die für
Entzündungsreaktionen eine Rolle spielen. Die beobachteten
Veränderungen waren jedoch nicht nur auf die Gene beschränkt, auch
die Tagesrhythmik der Cortisol-Ausschüttung, die vom Gehirn über die
Hirnanhangsdrüse gesteuert wird, war verschoben.

„Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Art unserer Ernährung sich
nicht unerheblich auf unsere innere Uhr auswirkt. Wie unsere Ergebnisse
darüber hinaus bestätigen, besteht ein enges Wechselspiel zwischen den
circadianen biologischen Rhythmen und den Stoffwechselwegen, die daran
beteiligt sind, den Energiestoffwechsel und auch unser Immunsystem an
das Nahrungsangebot anzupassen“, so Pfeiffer. „Wenn es durch weitere
Studien gelingt, die Mechanismen, die diesen Zusammenhängen zugrunde
liegen, noch besser zu verstehen, wird es vielleicht zukünftig möglich
sein, konkretere Ernährungsempfehlungen zu geben, die besser auf die
innere Uhr und individuellen Bedürfnisse eines Menschen abgestimmt
sind.“

Hintergrundinformation:

* Zwölf eineiige, zwei zweieiige Zwillingspaare und eine Einzelperson
haben an der Studie teilgenommen.

** Cortisol ist ein Stresshormon, das abbauende Stoffwechselvorgänge
aktiviert und so dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung
stellt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin
häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und
Entzündungen zu hemmen (Quelle: Wikipedia).

Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Mütterliche Ernährung beeinflusst körperliche Leistungsfähigkeit der
Nachkommen

Wie Forscher des Deutschen Instituts für
Ernährungsforschung (DIfE) erstmals zeigen, kann die mütterliche
Ernährungsweise die körperliche Leistungsfähigkeit des Nachwuchses
beeinflussen – zumindest bei Mäusen. Im Vergleich zu Tieren, deren
Mütter eine fettarme Diät während der Trag- und Stillzeit einhielten,
waren Nachkommen von Müttern, die fettreiches Futter bekamen, trotz
Lauftrainings weniger leistungsfähig. Ebenso sprach ihre Muskulatur
nicht gut auf das Training an. Die Studie weist darauf hin, dass bei
langanhaltender Aktivität die Muskeln dieser Tiere nur unzureichend mit
Energie versorgt sind. Die Leistungsschwäche könnte mit fortschreitendem
Alter das Risiko für Übergewicht erhöhen.

Isabel Walter und Susanne Klaus vom DIfE veröffentlichten ihre
Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of Nutritional Science (I.
Walter und S. Klaus, 2014, DOI:10.1017/jns.2014.55).

Nach Angaben der World Health Organisation hat sich die Zahl der
krankhaft übergewichtigen Menschen seit 1980 weltweit verdoppelt, wobei
verschiedene Faktoren das Entstehen von Übergewicht begünstigen. Zu
diesen zählen eine gewisse erbliche Veranlagung, die Ernährung und nicht
zuletzt auch die körperliche Aktivität. Verschiedene wissenschaftliche
Studien weisen dabei darauf hin, dass die mütterliche Ernährung während
der Schwangerschaft und Stillzeit die Nachkommen beeinflussen und diese
im ungünstigen Fall im Erwachsenenalter für Übergewicht und
Typ-2-Diabetes empfänglicher machen kann. Zudem ist bekannt, dass die
fetale Entwicklungsphase für die Ausprägung der Muskulatur entscheidend
ist, da nach der Geburt die Zahl der Muskelfasern nicht mehr zunimmt.
Bislang gibt es kaum Studien, welche die Effekte der mütterlichen
Ernährung auf die Muskulatur der Nachkommen hinsichtlich deren
Trainierbarkeit sowie Leistungsfähigkeit untersucht haben. Daher gingen
die Wissenschaftler des DIfE diesen Effekten am Mausmodell unter
kontrollierten Bedingungen nach.

Insgesamt untersuchten die Forscher 20 Nachkommen von Müttern, die
während der Trag- und Stillzeit fettarmes Futter* bekommen hatten,
sowie eine Gruppe von 21 Tieren, die von Müttern stammten, die eine
fettreiche Diät erhalten hatten. Nachdem die Tiere entwöhnt waren,
erhielten alle jungen Mäuse fettarmes Futter. Jeweils einer Hälfte der
beiden Mausgruppen stand zusätzlich ein Laufrad zur Verfügung, das die
Tiere nach Belieben nutzen konnten.

Die Nachkommen aller Gruppen waren in etwa gleich schwer, fraßen gleich
viel und verfügten über gleiche Mengen an Körperfett und Muskelmasse.
Allerdings stellten die Wissenschaftler Unterschiede zwischen den beiden
Gruppen fest, die für 28 Tage das freiwillige Laufradtraining absolviert
hatten. So waren nach dem mehrwöchigen Training die Nachkommen der
fettreich ernährten Mütter bei einem Ausdauertest nur etwa halb so
leistungsfähig wie die Nachkommen der fettarm ernährten. Ihre
Leistungsschwäche scheint mit Störungen des Fett- und
Zuckerstoffwechsels einher zu gehen, da im Vergleich zur anderen
Mausgruppe verschiedene Gene anders reguliert waren, die für die Fett-
und Zuckeraufnahme in die Zellen eine Rolle spielen.

„Mit unserer Untersuchung zeigen wir zum ersten Mal, dass der
mütterliche Verzehr einer sehr fettreichen Kost während der
Schwangerschaft und Stillzeit die muskuläre Leistungsfähigkeit und
Trainierbarkeit der Nachkommen beeinflusst – selbst dann, wenn die
Mütter nicht übergewichtig sind“, sagt Susanne Klaus, die am DIfE
die Arbeitsgruppe Physiologie des Energiestoffwechsels leitet. Zukünftig
will Klaus die zu Grunde liegenden molekularen Mechanismen weiter
untersuchen, wobei sie nicht ausschließt, dass auch epigenetische
Veränderungen** der Gene eine Rolle spielen können. Um Rückschlüsse
auf den Menschen zu ziehen, sei es sicher noch viel zu früh, dennoch
lohne es sich, diesen ersten Hinweisen nachzugehen, um die Zusammenhänge
zwischen Ernährung und pränataler*** Prägung besser zu verstehen, so
Klaus.

Hintergrundinformation:
* Pro 100 Gramm enthielt das fettarme Futter etwa 4,3 Gramm Fett (dies
entspricht ca. 10 Prozent des Energieanteils der Nahrung). Pro 100 Gramm
enthielt das fettreiche Futter etwa 21 Gramm Fett (dies entspricht ca.
30 Prozent des Energieanteils der Nahrung). Das verwendete Fett setzt
sich zusammen aus einem Anteil Sonnenblumenöl (70 Prozent), einem Teil
Kokosnussöl (18 Prozent) und einem Teil Leinsamenöl (12 Prozent).

** Die Epigenetik ist ein relativ junges Forschungsgebiet. Sie
untersucht veränderte Gen-Funktionen, die nicht auf eine Änderung der
DNA-Sequenz zurückzuführen sind. Studien der letzten Zeit weisen
verstärkt darauf hin, dass auch die Ernährung als Umweltfaktor den
Aktivitätszustand von Genen nachhaltig beeinflussen kann, z. B. durch
chemische Veränderung (Methylierung) der DNA-Bausteine.

*** pränatal: vor der Geburt

Holger Stromberg

Kochen und essen wie ein Fußball-Weltmeister!
REWE bietet ab sofort Kochkurse mit Hintergrundinformationen und Rezepten, die zeigen, wie Holger Stromberg, Koch der Fußball-Nationalmannschaft, Deutschland zum vierten Weltmeistertitel gekocht hat.

Was stand vor dem Finale in Brasilien auf dem Speiseplan des DFB und darf Nationalspieler Thomas Müller auch mal kulinarisch „sündigen“? Diese Antworten und zahlreiche weitere Insidergeschichten und Zubereitungstipps gibt es in den REWE DFB Kochtrainings. Gemeinsam mit dem offiziellen Koch der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Holger Stromberg bietet REWE ab Januar in zahlreichen deutschen Städten Kocheinsteigern aber auch erfahrenen Herdexperten einen spannenden Einblick in die „Küche der Weltmeister“.

DFB-Koch Holger Stromberg: „Wir wollen die Freude am Kochen und am gesunden Essen vermitteln, gespickt mit Informationen aus dem Leistungssport. Ernährung hat grundsätzlich einen großen Anteil am persönlichen Erfolg und trägt zum Wohlbefinden bei.“ Marcus Haus, Bereichsleiter Marketing REWE Markt GmbH, ergänzt: „Das REWE DFB Kochtraining ist die ideale Plattform, um unsere Kunden von unserer langjährigen Erfahrung als Ernährungspartner des DFB profitieren zu lassen. Zusammen mit Holger Stromberg wollen wir ein Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung schaffen und unsere Kunden dabei vom Einkauf bis an den Tisch unterstützen.“

Unter Anleitung der von Holger Stromberg geschulten Köche bereiten die Kursteilnehmer in dem gut dreistündigen REWE DFB Kochtraining ein Drei-Gänge-Menü zu, welches im Anschluss gemeinsam genossen wird. Alle Gerichte standen und stehen auf dem Speiseplan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Von den Klassikern, die bei keinem Spiel fehlen dürfen, über das „Siegermenü“ bis hin zu der Leibspeise von Thomas Müller.

Die Kursteilnahme zum Preis von 69 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) beinhaltet die Zubereitung und den Verzehr der „Erfolgsrezepte“ von Holger Stromberg, der die Wichtigkeit der Ernährung betont: „Ernährung schießt keine Tore, sorgt allerdings für die physische und psychische Kraft derer, die Tore vermeiden, vorbereiten und schießen.“

Alle Infos zu den REWE DFB Kochtrainings gibt es unter https://www.rewe.de/kochtraining

Wie gesund ist der Mann?

Übergewicht, zu hoher Fleischverzehr

Männer sind anders als Frauen – auch in Bezug auf Gesundheit und Ernährung. Die Gründe dafür sind vielschichtig, lautet das Fazit einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes am RKI hat in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt und Experten aus Wissenschaft und Praxis ausführliche Daten zur Männergesundheit zusammengetragen.

Männer haben eine um fünf Jahre geringere, mittlere Lebenserwartung als Frauen. Die Ursache liegt vor allem in der größeren Anzahl an Sterbefällen unter 65 Jahren. Viele der Todesursachen können auf ein gesundheitliches Risikoverhalten zurückgeführt werden. So sind Männer häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen, für die Rauchen, Adipositas, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck Risikofaktoren sind. Im Gegensatz zu diesen Fakten bezeichnen Männer ihre Gesundheit häufiger als Frauen als „gut“ oder „sehr gut“. Die Wissenschaftler vermuten, dass sie weniger aufmerksam für Symptome sind und körperliche Veränderungen später thematisieren.

Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit: Männer essen nicht nur mehr, sondern greifen auch gerne zu Fleisch und Wurstwaren und mögen es deftig. Ballaststoffreiche Lebensmittel stehen durchschnittlich seltener auf dem Speiseplan. Positiv ist jedoch, dass immerhin jeder zweite Mann täglich Obst isst, Gemüse kommt bei einem Drittel jeden Tag auf den Tisch. DIE „Männerernährung“ gibt es aber nicht, denn auch Alter, sozioökonomische Lage und Herkunft haben einen großen Einfluss auf die Verzehrsgewohnheiten.

Tendenziell beschäftigen sich Männer jedoch weniger intensiv mit dem Thema Ernährung. Sie kaufen seltener Lebensmittel ein und kochen auch seltener als Frauen. Eine zu energiereiche Ernährung und zu wenig körperliche Bewegung können jedoch zu Übergewicht führen: Derzeit sind zwei Drittel der Männer betroffen, obwohl ebenso viele sportlich aktiv sind. Bei den Frauen ist die Hälfte übergewichtig. In weiteren Studien sollen die geschlechtsspezifischen Zusammenhänge von biologischen und soziokulturellen Einflussfaktoren auf die Gesundheit genauer erforscht werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/maennergesundheit.html

Mythen und Fakten zu Milch

Wie bei einigen Lebensmitteln üblich, halten sich einige Merksätze und Mythen über Generationen. Dass Spinat vielleicht nicht die sagenhaft einzige Eisenquelle in der Natur ist – Popeye hin oder her – hat sich bereits herumgesprochen. Bei der Milch halten sich aber einige „Weisheiten“ offenbar hartnäckiger. So ist immer wieder zu lesen, dass Milch ein „Kalziumräuber“ sei. Das ist eine schöne Schlagzeile, weil sie verblüfft; lernt man doch in der Schule und am Frühstückstisch, dass Milch gut für die Knochen sei. Wegen des Kalziums. Schaut man genauer im Internet, findet man gleichzeitig die – mit scheinbar ebenso guten Argumenten – getroffene Aussage, man könne seinen Kalziumbedarf ohne Milch nicht decken und bekäme unweigerlich später eine Osteoporose.
Da fragt sich doch der Durchschnittsdeutsche, wer nun Recht hat. Schwarz oder weiß? Hop oder Top? Ist Milch gesund oder nicht?

Mit den Mythen hat sich ein Wissenschaftlerteam um Luise Schumann vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung, Gießen beschäftigt. Die Ernährungswissenschaftlerin hat in der Zeitschrift „Ernährung im Fokus“ Studien zur Milch auf diese Aspekte beleuchtet und kommt zu dem Schluss: Milch und Milchprodukte sind keine „Kalziumräuber“, sondern liefern Kalzium mit einer guten Bioverfügbarkeit. Zwar tragen die enthaltenen schwefelhaltigen Aminosäuren zu einer vermehrten Kalziumausscheidung über den Urin bei, in der Summe ist die Kalziumbilanz beim Konsum von Milch und Milchprodukten jedoch positiv.

Auch was den Bedarf, beziehungsweise die „drohende Osteoporose“ bei Nicht-Milchtrinkern angeht, gibt es eine klare Aussage. „Kalzium ist ein kritischer Nährstoff in der deutschen Gesamtbevölkerung, insbesondere bei Teenagerinnen und älteren Menschen“, so die Aussage der Wissenschaftler. Sie geben weiter Entwarnung: „Eine ausreichende Kalziumzufuhr ist jedoch auch ohne den Konsum von Milch und Milchprodukten umsetzbar, etwa bei veganer Ernährung. Allerdings haben viele Veganer eine sehr niedrige Kalziumzufuhr und damit vermutlich ein erhöhtes Osteoporoserisiko.“ Allerdings zeige sich dieser Zusammenhang nicht in allen Studien. Veganer sollten dennoch auf einen ausreichenden Verzehr kalziumreicher Lebensmittel achten.
Harald Seitz, www.aid.de

Leadership-Food

10 Gebote für effektive und führungstaugliche Ernährung

Ernährung als Teil des persönlichen Gesundheitsmanagements
Alltagsstress, Kantinenessen und Business-Lunches meistern und gesund bleiben
Konkrete Tipps zu gesunder Ernährung für Manager

Wie kann ich mich so ernähren, dass ich den ganzen Tag fit und leistungsfähig bleibe? Was gehört zu einer guten Ernährung dazu, damit ich auch anstrengende Gespräche und Meetings entspannt durchhalte? Und trotzdem noch Spaß und Genuss empfinde? Diese Fragen stellen sich zahlreiche Führungskräfte. Stress und Hektik beim Essen im Geschäftsalltag, gesetzte Menüs während der Business-Essen im Restaurant sowie unausgewogene Kost auf den Buffets bei Konferenzen und Tagungen – all das ist oft unbefriedigend und führt über kurz oder lang zu massiven Beschwerden. Essen verkommt häufig zur Nebensache, was jedoch kontraproduktiv für den Erhalt von Tatkraft und Lebensfreude ist. Den Fokus bewusst auf Ernährung und deren positive Effekte zu richten, ist Ziel des Buches.

In „Leadership Food – 10 Gebote für effektive und führungstaugliche Ernährung“ haben Cynthia und Leif Ahrens Erfahrungswerte, Anliegen und Bedürfnisse von Führungskräften zusammengetragen und ausgewertet. Den interessierten Leser erwarten keine wissenschaftlichen Studienergebnisse bzw. ärztliche Ratschläge, die das Lesen von Leadership-Food unnötig erschweren, sondern praktische Tipps, die schnell umsetzbar sind und zu mehr Wohlbefinden und Erfolg führen.

Schnell und klar informiert in drei Schritten
Die drei Bereiche WIE Leader essen, WAS Leader essen und WO Leader essen werden in Leadership-Food beleuchtet. Teil 1 hinterfragt, ob genussreich, bekömmlich und achtsam gegessen wird. Teil 2 geht darauf ein, dass vielseitig, bunt und individuell ausgewählt wird, und Teil 3 nimmt das Essverhalten im Büro, unterwegs und zu Hause unter die Lupe. Abschließend geht es um die Frage, ob der Leser bereits ein Foodmaster ist, was anhand von 25 Fragen überprüft werden kann.
Nicht alles, was schmeckt, tut auch gut, stört aber ganz im Gegenteil oft noch Stunden später Konzentration und Leistungsfähigkeit. Jeder Mensch tickt bei der Ernährung anders und genau hier findet sich der Schlüssel in der Beobachtung der eigenen Person. Nur so kann der richtige Weg problemlos gefunden werden. Ohne lästige Dogmen, vielmehr mit dem Ausräumen von Vorurteilen über vermeintlich „gesunde“ und „ungesunde“ Lebensmittel. Denn man darf viel mehr, als in Medien und Ernährungsratgebern vermittelt wird. Der einzige Maßstab und Gradmesser, um zu beurteilen, was gut tut oder eher nicht – das ist man selbst!

Pragmatisches Wissen für den Führungsalltag
Wichtige Themen werden mehrfach erwähnt, um Wesentliches zu festigen sowie einprägsamer zu machen und von mehreren Seiten zu beleuchten. Hierbei kommt Wissen aus praktischer Ernährungsberatersicht zum Tragen, und es werden tägliche Herausforderungen und Themen reflektiert, die von Führungskräften immer wieder aufs Tableau gebracht werden. Darüber hinaus soll die Angst vor „falschem“ Essen genommen werden. Denn Solches gibt es nicht mehr, wenn künftig die individuellen Signale des Körpers richtig gedeutet und befolgt werden.
Mit dem vorliegenden Buch können Führungskräfte schon mit dem ersten Gebot Erkenntnisse für ihren Alltag nutzen und direkt umsetzen. Der Erfolg zeigt sich in mehr Wohlbefinden und einer Steigerung der Lebensqualität. Unmittelbar und effektiv, da das Gelesene sofort zum Einsatz kommen kann.
Leadership-Food ist das zweite Buch von Cynthia und Leif Ahrens, die sich in ihrem ersten Buch „Leadership-Intelligenz – 10 Gebote für souveräne und sozial kompetente Führung“ den drei Leadership-Softskills Persönlichkeit, Kommunikation und Netzwerken widmen.

Leadership-Food – 10 Gebote für effektive und führungstaugliche Ernährung (147 Seiten)
ISBN (Softcover): 978-3-658-05880-7
Preis inkl. MwSt.: 29,99 Euro

ISBN (eBook): 978-3-658-05881-4
Preis inkl. MwSt.: 22,99 Euro

Dagmar von Cramm Magazin erscheint heute

DoldeMedien Verlag launcht neues Magazin: „eathealthy – der praktische Ernährungsratgeber“ – Chefredakteurin ist Dagmar von Cramm

Praktische Tipps von Experten sowie jede Menge raffinierte Rezepte für den Alltag, dafür steht das in der Form bislang einzigartige Konzept von „eathealthy“. Das neue Magazin aus dem DoldeMedien Verlag erscheint erstmals am 23. September 2014.

„eathealthy“ verbindet genussvolles Essen mit einer gesundheitsbewussten Lebensweise und richtet sich an eine vornehmlich weibliche Zielgruppe. „eathealthy“, der praktische Ernährungsratgeber, bietet dem Leser leicht anwendbare Hilfestellung, wie man alltagstauglich, saisonal, gesund und mit Spaß kocht. Alle Rezepte sind von Ernährungswissenschaftlern nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt und geprüft. Das neue Magazin im Pocket-Format erscheint zunächst zehnmal pro Jahr in einer Auflage von 100.000 Exemplaren.

Den Launch begleitet die renommierte Kommunikationsagentur pilot Stuttgart. „Der DoldeMedien Verlag ist ein sehr erfolgreicher Special-Interest Anbieter, der mit ‚eathealthy‘ ein völlig neuartiges und in der Form einzigartiges Konzept entwickelt – umso spannender ist es für uns gewesen, die Launch-Kampagne für ein ganz neues Produkt zu planen“, so Oliver Roth, Geschäftsführer von pilot Stuttgart. „Das Thema gesunde und trotzdem genussvolle Ernährung ist derzeit sehr aktuell, ‚eathealthy‘ trifft mit seiner Ausrichtung also absolut den Nerv der Zeit.“

Chefredakteurin von „eathealthy“ ist die Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, die bekannteste Food-Journalistinnen Deutschlands. Ihre Fachbücher erreichten bisher eine Auflage von etwa vier Millionen und sie ist ein gefragter Gast in vielen TV-Sendungen zum Thema Ernährung. In Zusammenarbeit mit der Marketing- und Food-Spezialistin Adriana Williams, die bei DoldeMedien den neuen Objektbereich rund um „eathealthy“ verantwortet, leitet Dagmar von Cramm ein Team kompetenter Ernährungswissenschaftler. Das Team recherchiert zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, entwickelt und testet Rezepte in der redaktionseigenen Versuchsküche, und führt Produkt-Checks durch.

Roland Hradek, Geschäftsführer DoldeMedien Verlag: „Das Bewusstsein für gute, gesunde und gleichzeitig genussvolle Ernährung wächst in Deutschland stark, und das ist wichtig für die Gesellschaft. Doch wie schaffe ich das im Alltag, welche Fehler gilt es zu vermeiden und worauf sollte ich beim Einkaufen achten? Die Antworten darauf liefert ‚eathealthy‘ und gibt unseren Lesern einen praktischen Ratgeber für jeden Tag. Mit diesem neuen, innovativen Food-Magazin folgen wir ganz konsequent unserer Verlagsstrategie, mit Print- und digitalen Medien durch weitere Diversifikation in neue Themenbereiche dynamisch zu wachsen. Diesem Weg werden wir auch weiterhin durch Neugründungen, Zukäufe und Beteiligungen folgen.“

http://dagmarvoncramm.de/de/startseite/
www.facebook.com/dagmarvoncramm

Blitzdiäten bleiben ohne dauerhaften Erfolg

Intervallfasten, Entgiftungsdiäten, Paleo Diet oder die HCG-Diät
zählen in diesem Sommer zu den Trenddiäten. Auch Insulin-Trennkost oder
Basenfasten stehen bei Abnehmwilligen hoch im Kurs. Aber: „Solch
kurzzeitige Diäten wirken nicht dauerhaft und gefährden eine ausgewogene
Nährstoffzufuhr“, sagt Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). „Schnell viel abnehmen und
genauso schnell wieder das Ausgangsgewicht oder sogar mehr erreichen –
das charakterisiert diese Diäten und kann zum so genannten Jojo-Effekt
führen“, so Gahl.

Stattdessen empfiehlt die DGE eine langfristige Gewichtsabnahme, basierend
auf einer Kombination aus Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung und
einer Steigerung der körperlichen Aktivität. Eine vollwertige Ernährung
sowie ca. 30–60 Minuten Bewegung pro Tag gehören zusammen und helfen,
das Gewicht zu regulieren. Bei der Lebensmittelauswahl ist die
Energiedichte ein nützliches Merkma1358l: Lebensmittel mit hoher
Energiedichte enthalten pro Portion mehr Energie (Kalorien) als solche mit
niedriger Energiedichte. Lebensmittel mit niedriger und mittlerer
Energiedichte (bis 225 kcal pro 100 g) sollten Basis der täglichen
Ernährung sein. Dazu zählen naturbelassene pflanzliche Lebensmittel, vor
allem Gemüse und Obst. Eine niedrigere Energiedichte erlaubt es,
sättigende Mengen bei vergleichsweise geringer Energiezufuhr zu essen.
Zwei Äpfel (250 g), sechs Möhren (450 g) oder 300 g fettarmer Joghurt
enthalten ebenso viel Kalorien wie ein halbes Croissant (30 g), nämlich
150 kcal.