Die 50 besten Restaurants der Welt 2018

Massimo Botturas Osteria Francescana erobert den ersten Platz in den 50 besten Restaurants der Welt 2018

• Die Osteria Francescana in Modena, Italien, wird als das beste Restaurant der Welt ausgezeichnet, gesponsert von Nestle Waters

• Die Liste 2018 umfasst Restaurants aus 23 Ländern weltweit und umfasst neun neue Restaurants. Sechs Restaurants geben ihr Debüt und drei kommen als Wiedereintritte auf die Liste zurück

Den in Tokio, Japan, gewinnt den von Lavazza gesponserten „Highest Climber Award“, der um 28 Plätze auf Platz 17 ansteigt

Disfrutar in Barcelona, ​​Spanien, ist der höchste Neuzugang und debütiert auf der Liste auf Platz 18

• Dan Barber von Blue Hill in den Stone Barns in Pocantico Hills, USA wurde von seinen Kollegen als Gewinner des  Chefs ‚Choice Awards gewählt

Geranium in Kopenhagen, Dänemark, gewinnt den  Art of Hospitality Award

Azurmendi erhält den Sustainable Restaurant Award

50 best Restaurants 2019 (Klicken Sie das Bild mit der rechten Maustaste an und öffnen Sie im neuen Fenster, um es lesbar zu bekommen)

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Guide Michelin 2018 – Spanien und Portugal

Für den 2018er Guide Michelin haben die Tester 177 Restaurants mit einem oder mehreren Sternen ausgezeichnet.

Wie in Deutschland erhielten auch in Spanien elf Restaurants jeweils drei Sterne. Neben den „alten“ Sternen Akelare, Arzak, Azurmendi, Diverxo, El Celler de Can Roca, Lasarte, Martín Berasategui, Quique Dacosta und Sant Pau wurden das ABaC  in Barcelona, wo der Küchenchef Jordi Cruz seine Gäste mit Technik und Geschmack begeistert  und das Aponiente  in El Puerto de Santa María  mit den visionären Angel Leon. Portugal hat noch kein Drei Sterne Restaurant.

Ein Klassiker: Erlantz Gorostiza, Zweisternekoch, vom M.B. auf Teneriffa

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Juan Mari Arzak

Juan Mari Arzak aus San Sebastian mischt galicische Aromen mit baskischer Küche in seinem neuen gastronomischen Projekt „Santiago Bidea“ (El Camino de Santiago). Das neue Restaurant und die dazugehörige Casa Rural befinden sich in San Pedro de Gonte, einem winzigen Dorf mit nur einhundert Einwohnern in der Nähe von Negreira westlich von Santiago de Compostela in der Provinz La Coruña. Anfang September weihte der Sternekoch mit seinem Partner Luis Mariano Chico. einem Weinunternehmer aus Vitoria, das neue Hotel ein.

Das „Santiago Bidea“ befindet sich in gänzlich abgeschiedener Lage mitten im Grünen. Die Besucher erwartet vollkommene Ruhe, pure Entspannung und natürlich höchster Genuss. Die Verbindung von galicischen und baskischen Kochelementen, die auf der Verwendung von saisonalen Produkten basiert, verspricht Gaumenfreude pur.

Das Landhotel mit dem herausragenden Restaurant liegt, wie sein Name sagt, direkt am Jakobsweg. Ursprünglich war es ein altes Herrenhaus vom Anfang des letzten Jahrhunderts, das nahezu vollkommen heruntergekommen war. Nach der vollständigen Renovierung, die von Arzak und Chico gemeinsam durchgeführt wurde, zeigt sich das Santiago Bidea jetzt wieder als stolzer Pazo, wie die Adelspaläste oder Herrenhäuser in Galicien bezeichnet werden. Die ehemalige Steinstruktur, auf die sowohl in Galicien wie auch im Baskenland viel Wert gelegt wird, konnte weitgehend beibehalten werden. Ein kleiner Pfad führt zum Eingang, den ein Findling schmückt.

Für den berühmten baskischen Koch, der seit 26 Jahren mit drei Michelin-Sternen schmücken darf, vereinen sich in dem neuen Projekt mittels der Kunst der Kulinarik die galicische und baskische Kultur, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen.

Das Restaurant wie auch das Landhotel wird von Oihana Chico, einer Schülerin Arzaks in seinem Restaurant in San Sebastian, gemeinsam mit Julen Lizartza geführt. Oihana Chico hat dort aus der Hand des großen Meisters das „savoir faire“, zahlreiche Techniken und Konzepte der Haute Cuisine erlernt.

Die Speisekarte des „Santiago Bidea“ folgt von daher der Konzeption, die für die Gerichte Arzaks und seine Tochter Elena charakteristisch sind. Sie besteht in der Wertschätzung lokaler Produkte und der traditionellen Küche, die als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung steht.

Das Landhotel „Santiago Bidea“ mit seinen nur sieben Zimmern ist nach den Worten Arzaks ein „kleines und bescheidenes“ Hotel, das Restaurant „einfach und erschwinglich“. Dennoch umgebe sein Haus der Hauch des Besonderen.

http://santiagobidea.com/

Neue Koch TV Show: The World’s Best Chefs

Mit großen Namen aus der internationalen Spitzengastronomie und einer außergewöhnlichen Herangehensweise erweitert „The World’s Best Chefs“ ab Ende September die deutschsprachige Fernsehlandschaft. Für die neue Sendung gewähren einige der weltbesten Köche, darunter auch der Begründer der Molekularküche Ferran Adrià, intensive Einblicke in ihre Wirkungsstätten und zeigen, welche Geschichten, Inspirationen und persönlichen Werte sich hinter den Gerichten ihrer Speisekarten verbergen. Ausgewählte deutsche Spitzenköche wie Juan Amador und Wolfgang Becker durften das Format vorab beurteilen.

Köchen in Fernsehstudios oder als Retter in Not in fremden Restaurants auf die Finger zu schauen, das gehört zur gewohnten und beliebten Unterhaltungsform vieler Fernsehzuschauer. Mittlerweile hat das audiovisuell erlebbare Zelebrieren von Essen und Genuss fast jeden Kanal erobert. Doch wie sieht das Ganze aus, wenn international renommierte Köche mitmischen und Zutritt zu ihren heiligen Hallen gewähren? Die Antwort liefert „The World’s Best Chefs“ von Nat Geo People. Die neue Sendung des National Geographic Kanals wird ab dem 27. September 2014 jeden Samstag um 21 Uhr ausgestrahlt und rückt diejenigen in den Mittelpunkt des Geschehens, die maßgeblich an der Entwicklung der modernen Gastronomie beteiligt waren und die Impulsgeber der Branche sind.

Als Gastgeberin fungiert Katie Button, eine junge amerikanische Köchin, die gemeinsam mit Félix Meana das Restaurant Cúrate in Asheville, North Carolina, führt. Beide haben bereits in Ferran Adriàs legendärem El Bulli gearbeitet, für „The World’s Best Chefs“ trifft Katie ihn nun wieder und richtet den Fokus zudem auf ähnlich einflussreiche Persönlichkeiten der gehobenen Küche. Dazu zählen Joan Roca, Andoni Aduriz, Gastón Acurio, Grant Achatz, Alex Atala, Michel Guérard, Daniel Humm, José Andrés und Juan Mari Arzak. Eine Handvoll deutscher Spitzenköche, wie Drei-Sterne-Koch Juan Amador, machten sich im Vorfeld der Premiere einen Eindruck: „Mich fasziniert der Authentizitätsanspruch der Sendung sehr. Außerdem überzeugt mich die Kombination aus kurzweiliger Dokumentation, spannender Reisereportage und niveauvoller Unterhaltung. Hier liegt der Schwerpunkt nicht auf Showelementen, Effekthascherei und dem Aspekt des Nachkochens, sondern auf der nachhaltigen Vermittlung der jeweiligen Küchenphilosophien.“
„The World’s Best Chefs“ zeigt Köche, die ihren Beruf als Berufung und Lebensaufgabe verstehen und über die man kaum etwas Privates weiß. Ihnen kann man ein Stückchen näher kommen, das gefällt auch Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker: „Das Thema Spitzengastronomie ist filmisch sehr gut und verständlich umgesetzt. Den Zuschauer erwarten lebendige Geschichten und keine sperrigen Inhalte. Außerdem finde ich gut, dass eine erfolgreiche Köchin durch die Sendung führt, dadurch ist The World’s Best Chefs nah am Puls der Zeit.“ Die Wertschätzung, die Chefköche wie Massimo Bottura den verwendeten Produkten entgegenbringen, beeindruckt Mario Lohninger, der 2011 vom Gault Millau zum Koch des Jahres gewählt wurde, sehr. „Junge Köche und Köchinnen brauchen solche Vorbilder, und beim Anblick dieser Top-Produkte schlägt mein Herz gleich höher. Allerdings saßen meine zwölfjährige Nichte, meine Lebensgefährtin und meine zweijährige Tochter ebenfalls gebannt vor dem Fernseher. Das Format ist also für die ganze Familie spannend.“ So sieht man beispielsweise Michel Bras und seinen Sohn Sébastien unzählige essbare Blüten und heimisches Gemüse zu ihrem Signature Dish, der Gargouillou, arrangieren. Mehr als 40 verschiedene Arbeitsschritte und zwölf Mitarbeiter sind nötig, um die Komposition perfekt auf den Tellern anzurichten – und einmal mehr wünscht man sich als Zuschauer daheim auf dem Sofa Geschmacks- und Geruchsfernsehen herbei.
In der ersten der insgesamt zwölf halbstündigen Episoden von „The World‘s Best Chefs“ ist Katie Button bei Spitzenkoch Massimo Bottura im italienischen Modena zu Gast. Dort erlebt sie den berühmten Aceto Balsamico und Parmigiano Reggiano auf bisher unbekannte Art und Weise.

Sergio Sanz Blanco

“Ametsa with Arzak Instruction”, im The Halkin by COMO, London bekommt ersten Michelin Stern und drei Rosetten im AA Restaurant Führer 2014

„Das Team des ‘Ametsa with Arzak Instruction’ fühlt sich geehrt binnen einer Woche mit zwei Auszeichnungen für seine innovative spanische Küche belohnt zu werden,“ so Küchenchef Sergio Sanz Blanco. Das Ametsa erhielt drei Rosetten im “AA Restaurant Guide” 2014 sowie einen ersten Michelin-Stern. Beide Auszeichnungen stehen für herausragende Standards in Kulinarik und Service – Standards, die das in der Londoner Gastro-Szene noch junge Restaurant innerhalb von sechs Monaten zu erfüllen vermochte.

‚Ametsa‘ wird im Belgravia Hotel, The Halkin by COMO beherbergt, das auch in der Vergangheit als Zuhause prämierter Gourmet-Lokale von Stefano Cavallini bis hin zu David Thompsons berühmtem Thai-Restaurant ‚nahm‘ fungierte. Fortgesetzt wird die Tradition der Michelin-Sterne mit ‚Ametsa with Arzak Instruction‘ in der einzigartigen Kooperation von COMO Hotels & Resorts und einem Küchenteam, das von Elena Arzak
zusammen mit ihrem Vater Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez geleitet wird. Das Mutter-Restaurant der Arzaks in San Sebastian, Spanien verzeichnet drei Michelin Sterne und Platz acht auf der Liste der „World’s 50 Best Restaurants“. Elena Arzak selbst wurde zudem im letzten Jahr zu „Veuve Clicquot World’s Best Female Chef“ gekürt.

Sergio Sanz Blanco, der Küchenchef des Ametsa kreiert baskisch geprägte Speisen-Variationen, so in seinem Signature Degustationsmenü (£105 pro Person) mit Highlights wie Gambas und Nordische Spinne mit Mais, Taube mit Schuss und Schokoladen Fondant mit Piquillo Paprika Eiscreme. Seine modern interpretierten Tapas werden zu hausgemachter Sangria in der Halkin Bar serviert.

Das Restaurant hat täglich zum Mittag- und Abendessen geöffnet (Sonntags: kein Mittagessen).

Website: http://www.comohotels.com/thehalkin/dining/ametsa
Adresse: The Halkin Hotel, Halkin Street, London, Greater London SW1X 7DJ
Reservierungen: 0044 20 7333 1234

Foto: Arzaks & Marvin Böhm: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10151750941648124

ChefAlps 2013 erfolgreich

Mit rund 1’700 Besuchern war die zweite Ausgabe des Fachsymposiums ChefAlps am letzten Sonntag und Montag in der Zürcher Eventhalle StageOne ein voller Erfolg. Nie zuvor hatte es jemals in der Schweiz eine solche Gelegenheit gegeben, 10 internationale Weltklasse-Köche live in Aktion zu erleben. Allein fünf dieser Starchefs sorgen derzeit besonders für Aufsehen: In der erst kürzlich erschienenen Rankingliste „World’s 50 Best Restaurants 2013“ nehmen sie Spitzenplätze in den Top 12 ein, darunter Joan Roca aus Spanien, die neue Weltnummer eins!

Kochen ist in erster Linie ein Handwerk, aber es gehört auch Denkarbeit dazu. Hier lieferte 2013 auch die zweite Ausgabe des Fachsymposiums ChefAlps jede Menge Inspiration. 10 Vertreter der Kochwelt-Elite gaben in begeisternden Bühnenshows Einblick in ihre Philosophie und ihr Können – und dies in einem Ausmass, wie es in der Schweiz so noch nie zuvor zu erleben war. „Diese Möglichkeit, von den Besten zu lernen, ist einfach fantastisch“, urteilte Andreas Caminada. Der Schweizer Starchef und Europas jüngster Drei-Sterne-Koch (Schloss Schauenstein) steht als Patronatsträger denn auch voll hinter der ChefAlps. Ebenso wie seine Kollegen aus Österreich, die Spitzenköche Thomas Dorfer und Heinz Reitbauer, die es sich ebenfalls nicht nehmen liessen, auch diesmal die ChefAlps mit ihrer Anwesenheit vor Ort zu bereichern. Als Botschafter für die ChefAlps in Italien steht Spitzenkoch Norbert Niederkofler mit seinem guten Namen, der jedoch leider nicht nach Zürich kommen konnte.

Den Gourmetgipfel der Haute Cuisine wollte niemand verpassen
Die Elite der Gastronomiebranche und ebenso zahlreiche Nachwuchstalente sowie Medienschaffende, Fachjournalisten und Foodblogger aus dem In- und Ausland nutzten die Gelegenheit, sich von den Ideen und Techniken der Weltklasse-Köche und von Ausstellern nicht alltäglicher Gourmetprodukte für ihr eigenes Wirken inspirieren zu lassen sowie Netzwerke zu pflegen und auszubauen. Auch ambitionierte Hobbygourmetköche und sogenannte Foodies, interessierte Laien, die gutes Essen und Trinken in seiner Gesamtheit lieben, sich für die kulturellen Hintergründe interessieren und die neusten Kulinariktrends sowie die Entwicklung bekannter Persönlichkeiten in der Haute Cuisine mitverfolgen, kamen an der ChefAlps voll auf ihre Kosten. Autogramme und gemeinsame Schnappschüsse fürs Erinnerungsalbum waren ebenso unkompliziert möglich wie persönliche Gespräche mit den grossen Starchefs.
Auf Entdeckungstour zu innovativen Ausstellern und zum Networking ging’s in die Markthalle
Obendrein waren in der Markthalle innovative Produkte, Zutaten, Grill- und Kochgeräte, erlesene Weine, Champagner, Spirituosen, Zigarren, Mineralwässer und Softgetränke, Kaffeesorten und -automaten, feinste Tableware, modernste Kücheneinrichtungen, Kulinarikmagazine und Fachzeitungen sowie Kreditkartenzahlungssysteme führender Anbieter aus der Gastronomie für die gehobene Gourmetküche zu entdecken. In den Pausen zwischen den 45-minütigen Kochshows wurden hier die vielfältigen Gelegenheiten zum Kennenlernen neuer Ideen, zum Diskutieren und Degustieren sowie zum Networking ausgiebig genutzt und geschätzt. Einen guten Rahmen, um persönliche wie berufliche Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen, bot am Sonntagabend auch das Get-together in der Markthalle.

Die Highlights der Bühnenshows im Überblick
Tanja Grandits: „Ungeahnten Geschmackserlebnissen immer auf der Spur bleiben!“
Den Auftakt machte am Sonntag die Schweizer Zwei-Sterne-Köchin Tanja Grandits aus dem Restaurant Stucki in Basel. „Schmecken Farben? Ja, es gibt eine Köchin auf der Welt, die das unter Beweis stellt und wie keine andere ihre Erfindungen auf die Teller bringt“, moderierte Thomas Ruhl, Herausgeber der Edition Port Culinaire, ihre Show an.
Zusammen mit ihrem Team demonstrierte die zierliche Powerfrau eindrücklich die Philosophie ihrer Küche. Darin dreht sich alles um Farben, Gewürze und Kräuter, deren aromatische Gegensätzlichkeit sie in geschmacklich raffinierte, harmonische Kompositionen zu verwandeln weiss.
Step by step erlebten die Zuschauer die faszinierende Zubereitung fünf verschiedener Farbengerichte, wobei Tanja Grandits gut nachvollziehbar ihre zugrundeliegenden Gedanken darstellte. Mittels ausgeklügelter Formen, Texturen, Konsistenzen und Aromen sowie unterschiedlichster Kochtechniken, Back- oder Garmethoden erzielt die Sterneköchin mit der Neugierde einer akribischen Forscherin jeweils bis dahin ungeahnte Geschmacksintensitäten, deren Genuss sie obendrein jeweils durch ein ebenso aussergewöhnlich kreiertes passendes Getränk abrundet. So vereinten sich an der ChefAlps u. a. „Jakobsmuschel mit Kamillen-Miso, Vanille-Spargel und Salz-Zitrone“ und „Rote-Beete-Joghurt mit Himbeerbrot zum Weidenlamm mit Szechuanpfeffer“. Die Raffinesse steckt dabei im Detail, das sich bis zur durchdachten Platzierung auf dem Teller bei Grandits konsequent durchzieht. Leicht, unverkrampft, fröhlich, überraschend. So setzt diese erstaunliche Frau mit ihrem Team vorbildhaft ermutigende Trends in der Spitzengastronomie!

Björn Frantzén: „Rentierpenis – why not? Die Natur bestimmt, was wir essen!“
Wie lohnenswert es ist, die ChefAlps zu besuchen, um seine eigenen Horizonte zu erweitern, erfuhren die Symposiumsteilnehmer auch gleich in der anschliessenden Kochshow des skandinavischen Shootingstars Björn Frantzén (Restaurant „Frantzén“, Stockholm, **Michelin, World’s Best Nr. 12). Er vertritt die moderne nordische Küche – mit asiatischen Inspirationen. Dazu betreibt Frantzén einen eigenen Gemüse- und Kräutergarten und setzt sich intensiv mit dem Forschen nach den besten Lebensmitteln auseinander. „Die Natur entscheidet, was wir kochen“, lautet seine Philosophie. An der ChefAlps standen beim jungen Skandinavier u. a. die Zubereitung von „Pancakes aus Rentierblut mit Bitterschokolade“ sowie mit Holzkohle flambiertes Rentiersteak-Tatar, das dadurch ein feines Raucharomaparfum erhält, und obendrauf fein geraspelter hartgetrockneter (!) Penis vom Rentier auf dem Fünf-Gänge-Programm. Bewusst provokant und mit sympathischem Augenzwinkern, aber mit gedanklichem Tiefgang und handwerklich in meisterhaft perfekter Umsetzung dargeboten.
„Wissen die Leute eigentlich, was sie bei Ihnen essen?“, entfuhr es danach dem erfahrenen Foodjournalisten Waldemar Schön, der seine Show moderierte. Frantzéns Antwort auf Schöns Frage kam denn auch prompt: „Nein, vorher meist nicht, aber anschliessend schon.“ Das Carte-blanche-Prinzip habe sich bewährt. In seinem Restaurant gibt es keine standardisierte Speisekarte für den Gast zur Auswahl, sondern eine Aufstellung der Zutaten, die für die einzelnen Gänge dann verarbeitet werden. „Es ist unglaublich spannend, zu erfahren und damit zu experimentieren, wie das menschliche Gehirn reagiert und wie unsere geschmackliche Wahrnehmung durch unser Wissen beeinflusst wird – oder eben nicht!“, so der junge Wilde. Seine Show sorgte nachhaltig für Diskussionsstoff unter den Zuschauern. Ist das Genialität oder grenzt das schon an Vera…schung? Mit letzterer hätte sich der Schwede wohl kaum in Kürze zwei Michelin-Sterne und Platz zwölf in der „Best Restaurants“-Weltrangliste erkocht, lautete das Fazit. Doch genauso sollte es sein: „ChefAlps will anecken, aufwecken, zu neuen Denkmustern und Küchenpraktiken ermutigen“, freute sich Reto Mathis, Spitzenkoch und Mitor
ganisator der ChefAlps.
Joan Roca: „Crossmediale, interaktive Künste nutzen, um Essen als Gesamterlebnis zu zelebrieren!“
Im Anschluss an Björn Frantzén sorgte der Spanier Joan Roca, die neue unbestrittene Weltnummer eins, mit Einblicken in die visionäre Welt seiner Haute Cuisine für offene Münder, selbst bei den ganz Grossen seiner Zunft. Ganz konkret zum Beispiel damit, wie man die Musik Wagners oder die Kostbarkeiten des Meeres – mit den Themen Geburt, Traum, Angst, Sterben und Wiederauferstehung – für alle Sinne nachvollziehbar kulinarisch auf den Teller bringt. (Restaurant „El Celler de Can Roca“, Girona. ***Michelin, World’s Best Nr. 1.)
Sein Restaurant, gut eine Autostunde von Barcelona entfernt, führt Joan zusammen mit den beiden Brüdern Jordi (Patissier) und Josep (Service) – ein unschlagbares Dreigestirn. Ihr ganzes Bestreben ist es, alles jemals Gekochte zu toppen. So entwickeln sie stetig ihr Konzept „Essen als Gesamterlebnis“ weiter.
„Es gibt immer ein Schema, ein Konzept, nach dem wir unsere Gerichte entwickeln. Dem liegen 16 verschiedene Prinzipien zugrunde wie Tradition, Erinnerung, Forschung, Landschaft, Weine, süsse Küche, Farben, Parfum, Poesie, Risiko, Magie usw. – und der Querdialog mit anderen kreativen Disziplinen“, erläuterte Roca in Zürich. Letzterer inspirierte zu einem Experiment mit zwölf Künstlern unterschiedlicher Gattungen, u. a. mit Musikern, Opernsängern, Videokünstlern, Keramik- und Juwelierkunsthandwerkern. Die Rocas wollten damit eigentlich „nur“ neue Inspirationen entwickeln, heraus kam eine gastronomische Oper, umgesetzt in konkreten kulinarischen Zwölf-Gänge-Akten, zwölf Videoinstallationen, zwölf neuen, extra dazu komponierten Stücken usw. – eine Hommage an Richard Wagner sowie an François Vatel, Koch des französischen Königs Ludwig XIV. Vatel war als Küchenmeister nicht nur für das Zubereiten des Essens zuständig, sondern auch für dessen Präsentation und Darbietung inklusive Theaterinszenierungen, ein wahrer Eventmanager aus früheren Zeiten, salopp ausgedrückt.
Bei den Rocas heisst das: Jedem Gericht wird ein Musikstück, ein speziell kreiertes Gefäss gewidmet; der Wiedergeburt beispielsweise ein Glacé (Eis) auf Hefebutter, ein Lebensmittel, das sich bewegt, lebt – angerichtet auf einem Teller, der ebenfalls „lebt“ – dank Silikon mit Mechanik im Inneren. Erstaunliches lief da vor den Augen der ChefAlps-Zuschauer ab. Musikalisch, filmisch und live zubereitet – das Thema „Meer“. Dazu präsentierte Roca extra dafür hergestelltes Geschirr in Form von Korallen und Anemonen sowie Löffel, die einem Tintenfisch-Tentakel in Silber nachempfunden waren. Gut vorstellbar, dass aus diesen unglaublichen Fantasiegefässen Rocas „Gebratene Blätter der Seeanemone“ oder die „Kleinen Tintenfische, raffiniert mariniert und angebraten“ sowie die „Seegurke in Scheiben mit Spaghetti-Algen und pulverisiertem Plankton“ ganz, ganz intensiv nach köstlichem Meer schmecken!

Rolf Mürner: „Werdet Pâtissier – der schönste Beruf überhaupt!“
Sprudelnde Lollis und zwei wunderschöne Bodypainting-Models, gestaltet von der Art-Designerin Melanie Rodel (www.colorup.ch) und bestückt mit Köstlichkeiten des Pâtissier-Weltmeisters, gab es im Anschluss bei der Bühnenshow von Rolf Mürner zu erleben. („Swiss Pastry Design“, Rüeggisberg. Patissier- Weltmeister, Innovativer Trendsetter 2012.)
Der Schweizer schrieb das beste Dessertbuch der Welt – feinste Patisserie, raffinierte Schokoladengarnituren und elegante Pralinés sind sein Metier. „Nicht stehen bleiben und trotzdem Wurzeln haben“, lautet seine Devise. Der versierte Dessertcoach (u. a. der Schweizer Jugend- Kochnationalmannschaft) gab informative und präzise Einblicke in die Welt der Süssigkeiten, die augenblicklich von folgenden Trends beherrscht wird: Pâtisserie und Pralinés mit flüssigen Kernen und Tiki- Prickeleffekt in jeder Form, Farbe, Konsistenz und Geschmacksrichtung sind angesagt. Dass dazu handwerkliches Geschick und grosses Wissen gefragt sind, stellte Mürner eindrücklich unter Beweis, wobei er alle Nachwuchstalente und Jungköche im Publikum aufrief, eine Ausbildung als Pâtissier anzutreten: „Der Beruf ist der schönste überhaupt und stirbt langsam aus in der Schweiz!“
Massimo Bottura: „Wer als Sternekoch soziale Verantwortung trägt, kann etwas bewegen!“
Auch am zweiten Tag war das Auditorium in der Eventhalle Stage One bereits am frühen Morgen bei der Kochshow von Massimo Bottura aus Italien bis auf den letzten Platz besetzt („Osteria Francescana“, Modena. ***Michelin, World’s Best Nr. 3). Der Philosoph unter den europäischen Spitzenköchen machte seinem Ruf und Ansehen alle Ehre.
In leidenschaftlichen Plädoyers zeigte er sein Bestreben und die Bedeutung auf, wie wichtig es ist, heute als Spitzenkoch auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, und wie es gelingt, traditionell Überliefertes zu bewahren und gleichsam wiederzuerwecken durch mutige Transformationen in völlig ungeahnte, neue Kreationen.
Inspiration dazu ist ihm immer wieder die moderne bildende Kunst. Mit avantgardistischen Kochtechniken und wiederentdeckten Produkten aus seiner Heimat Italien kreierte er vor den Augen der Zuschauer auf der Bühne kulinarische Camouflagen, inszenierte Landschaften und Werke bekannter Künstler auf den Tellern. Alles, was bereits Rang und Namen hat an Spitzenköchen, zeigte sich im Publikum davon tief beeindruckt und ebenso begeistert wie die vielen jungen Talente und Gourmetkenner. „Nicht das vordergründige Kunstwerk ist dabei wichtig, sondern die Idee, Motivation und Geschichte, die dahinterstehen, und die intelligente Weiterentwicklung sind ausschlaggebend“, lautete Botturas Appell zum Abschluss, begleitet von grossem Applaus.

Tim Raue: „Mit Charakter, Mut und Forscherdrang, selbstbewusst den eigenen Stil finden!“
Kontrastreicher, als es kaum hätte sein können, begeisterte im Anschluss Spitzenkoch Tim Raue, das „Enfant terrible“ der Haute Cuisine aus Deutschland, mit seinen schnörkellosen Kreationen von „Dim-Sum- Ente“ und „Dry-Age-Rinderkrone“ auf der Bühne, die er auch zum Degustieren auf zahlreichen Tellern ins Publikum reichen liess („Tim Raue“, Berlin. **Michelin, 19 GaultMillau). Durch seine einzigartige „East meets West“-Philosophie hat Tim Raue eine beispiellose Eigenständigkeit erlangt. Er serviert ausschliesslich Gerichte, die Energie und Lebensfreude spenden und den Körper nicht unnötig belasten. Demzufolge gibt es bei ihm kein Brot vor dem Menu und keine Sättigungsbeilagen dazu.
„Wenn du provozierst, dann bekommst du Aufmerksamkeit, aber dann musst du auch was liefern!“, so sein Motto. Unermüdlich sammelt er neue Ideen, erforscht und entwickelt die besten Zutaten gemeinsam mit Produzenten, bis die Qualität für seine Küche stimmt, und lässt sich inspirieren von Produkten und Essgewohnheiten auf seinen Reisen durch Fernost. Mut zum Purismus und die Konzentration auf das wesentliche Geschmackserlebnis sind Eckpfeiler seiner Erfolgsrezepte mit raffiniertem Tiefgang und immer wieder ungewöhnlichen Grundprodukten, die er bekannt pointiert erläuterte: „Auch nur ein einziges Stück exzellentes Fleisch mit zwei, drei guten Zutaten auf dem Teller k
ann eine Zwei-Sterne-Küche sein. Es kommt auf die Zubereitung und das Endergebnis an: Schmeckt es? – das ist das ausschlaggebende Kriterium am Ende des Tages, auch für einen Spitzenkoch!“, so Raue.

Elena Arzak: „Von überall her Eindrücke und Ideen sammeln und in eigener Handschrift umsetzen!“
„Ein Summit wie die ChefAlps ist sehr wichtig für uns, denn sonst wüsste niemand, was wir tun und welche Ideen dahinterstehen“, sagte überzeugend eingangs ihrer Kochshow die als weltbeste Köchin ausgezeichnete Spanierin Elena Arzak („Arzak“, San Sebastián. ***Michelin, „Veuve Clicquot Best Female Chef 2012“, World’s Best Nr. 8). Bevor sie ins Familienrestaurant Arzak vollends einstieg, besuchte die charmante Sterneköchin u. a. in Luzern die Hotelfachschule und absolvierte überdies, wie sich herausstellte, sogar im ChefAlps-Partnerhotel Swissôtel Zürich ein halbjähriges Praktikum in ihrer Ausbildungszeit. Nach Zürich eingeladen zu sein, sei somit nicht nur eine grosse Ehre für sie als Spitzenköchin, sondern persönlich auch mit ganz viel Wiedersehensfreude für die geliebte Schweiz verbunden. Ihre Küche, in der sie zusammen mit ihrem ebenso berühmten Vater Juan wirkt, ist sensationell originell. Geschmack intensiviert Spaniens Avantgardeköchin mit drei Sternen u. a. durch gefriergetrocknete Substanzen; geforscht wird dazu im „Laboratorio“ mit einer Sammlung aus über 2’000 aussergewöhnlichen Produkten.
„Von überall in der Welt bringen uns auch Freunde und Gäste interessante Zutaten, exotische Gewürze oder landestypische Produkte für unsere Sammlung mit. Sie alle inspirieren uns immer wieder zu neuen Ideen für unsere Menus, wie beispielsweise die Schweizer Rösti, die ich mit kleinen Muscheln von uns aus dem Baskenland neu vereint habe – fantastisch, kann ich Ihnen sagen!“, erläuterte Elena Arzak das „Laboratorio“-Prinzip.
Dass in ihrer Küche der Geschmacksfantasie keine Grenzen gesetzt sind und auch das Spiel mit der optischen Täuschung eine Rolle in der Arzak’schen Philosophie spielt, dokumentierte sie mit der Live- Zubereitung und aussergewöhnlichen Präsentation von Gerichten wie „Mariquitas en flor“ – Marienkäfer auf Blumen, u. a. kreiert aus Joghurt, Lakritze und in Olivenöl karamellisiertem Zucker sowie mit der knallig roten Farbe spezieller Schildkröten, angerichtet auf einem Glas-Fototeller.
Ebenso komplex wie faszinierend war es auch, der Entstehung beizuwohnen von „Merluza terrestre“ – Hecht aus San Sebastián, der gehüllt in einer grünen, kross frittierten Erdkugel aus Reispapier einen überirdischen Landgang unternimmt. Raffiniert gewürzt, entfaltet sich sein ganzes Aroma, wenn der Ballon kurz vorm Essen aufgestochen wird.

Denis Martin: „Cuisiner, c’est sérieux, manger ne doit pas être sérieux – les sens dessus-dessous !“
Wie zu Recht mit Spannung von vielen Symposiumsteilnehmern schon in der Mittagspause erwartet, verblüffte Denis Martin aus der französischsprachigen Westschweiz auf humorvolle Art in seiner Kochshow mit einer Fülle an raffinierten Gerichten („Denis Martin“, Vevey. *Michelin, 18 GaultMillau).
Er verkörpert die kulinarische Avantgarde der Schweiz wie kaum ein anderer und gilt als Meister der Molekularküche. Ihn darauf zu reduzieren, wäre jedoch zu einfach. Denn moderne Technologien sind ihm nur Mittel zum Zweck. Seine Genialität besteht darin, Grundprodukte so zu verwandeln, dass sie fantastische neue Geschmackserlebnisse erzeugen.
Ganz nach seiner Devise „Cuisiner, c’est sérieux, manger ne doit pas être sérieux“ kreierte er u. a. eine köstliche Brieftaube durch ein aussergewöhnliches Verfahren: Dazu verschloss er eine nur ganz leicht angegrillte Taubenbrust zusammen mit einer Marinade aus verschiedenen Gewürzen und Kräutern in einem Plastikvakuumbeutel, verpackte diesen in einem tatsächlich echten Briefumschlag und steckte den Umschlag mit Inhalt kurzerhand in die Mikrowelle. Hier plusterte sich der Umschlag attraktiv zum Anrichten auf. Der absolute Hammer, wie es Spitzenkoch Reto Mathis nannte, war jedoch das kulinarische Ergebnis nach dem Öffnen des Briefes: eine zartrosa durchgegarte Taubenbrust!

Joachim Wissler: „Das eigene Team und Netzwerke, wie sie ChefAlps bietet, sind entscheidend für uns!“
Auf den Schweizer Avantgardisten folgte der Reformator und internationale Wegbereiter für die neue deutsche Küche, Joachim Wissler („Vendôme“, Bergisch Gladbach. ***Michelin, 19,5 GaultMillau, 4 Hauben, World’s Best Nr. 10). 2012 wählten ihn die 100 besten Köche seines Landes zum „Koch der Köche“. Sympathisch und souverän widmete er seine Kochshow dem vielseitigen Einsatz der gefriergetrockneten Kochtechnik. Gebannt verfolgten die Zuschauer seine Demonstrationen und es war förmlich zu spüren, wie so mancher in Gedanken bereits in der eigenen Küche seine Ratschläge umsetzte.
Schritt für Schritt entstanden so beispielsweise göttlich anmutende Gerichte wie „Dry-aged Avocado und marmorierte Rinderlende mit Limone und Kaffee aromagegrillt“ oder „Landeier-Nudeln mit wachsweichem Kern in gegrillter Porreebouillon mit Pilzen und Ochsenmark“, in kunstvolle Blütenform geschabt wie der bekannte Schweizer Käse Tête de Moine. Auch Wissler hob neben der Bedeutung seines Teams wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen aus der Spitzenküche die Vorzüge eines Symposiums wie ChefAlps hervor: „Ohne den gegenseitigen Austausch der Ideen und die individuellen, bereichernden Beiträge dazu würden wir uns nicht weiterentwickeln und unsere Ideen würden ein Schattendasein führen, ohne bekannt zu werden.“
Keinen Zweifel liess auch seine Aussage über den Sinn und die Wertigkeit des Rankings „World’s Best Restaurants“: „Als bekannt wurde, dass unser Restaurant von den rund 900 unabhängigen Jurymitgliedern auf Platz zehn in die Weltbestenliste gewählt wurde, stieg die Rate von rund 800 durchschnittlichen täglichen Klicks auf 20’000 virtuelle Besucher unserer Website.“

Jonnie Boer: „Offen sein für Experimente!“
Zum krönenden Abschluss der ChefAlps 2013 zeigte Jonnie Boer aus den Niederlanden sein Können auf der Bühne („De Librije“, Zwolle. ***Michelin, World’s Best Nr. 57). Der kulinarische Top-Rock-’n’-Roller entwickelte schon früh seinen unvergleichlichen Stil, der konsequent auf den Produkten der Region aufgebaut ist. Wilde Kräuter und verschiedene Gemüsearten kultiviert er in seinem Gewächshaus. Fermentiert und vergoren bilden sie die aromatische Basis seiner verblüffenden Kreationen.
Unterstützt durch die filmische Dokumentation drei verschiedener Fermentierungsverfahren entfaltete er auf der ChefAlps-Bühne die raffinierten Geheimnisse seiner Küche mit der Live-Zubereitung von Gerichten wie „Austern in einem köstlichen Destillat aus Gurken und Eisenkraut sowie eingemachten Erdbeeren“. Welche Köstlichkeiten sich durch die eigene Züchtung von Kombucha-Pilzen erzielen lassen, stellte seine Kreation aus leicht flambierten „Langusten in einer Ceviche aus Kombucha, Vanille und Limonen“ unter Beweis. Darüber hinaus sorgte auch sein Lammgericht, gegart in Bienenwachs und mit schwarzen Oliven sowie Butterkaröttchen abgerundet, für Hochgenuss.
Teilnehmer und Organisatoren ziehen eine positi
ve Bilanz
„Wenn jeder der Köche und Gastgeber nur eine Idee oder Anregung von den Topleuten mitgenommen hat, die bei der ChefAlps 2013 aufgetreten sind, dann ist schon viel erreicht. Es muss ja nicht gleich jede Dorfbeiz einen Gefriertrockner für 25’000 Franken anschaffen. Es hilft schon, wenn man seine Arbeit – wie man kocht, wie man den Gästen begegnet – hie und da kritisch überprüft, um letztlich besser und erfolgreicher zu werden “, brachte es Szenekenner David Schnapp, Journalist (Die Weltwoche) und Blogger www.dasfilet.ch , auf den Punkt.

Diese neue Art von Anschauungsunterricht, von Wissensvermittlung hatte mit der ChefAlps erstmals letztes Jahr in der Schweiz Einzug gehalten – initiiert und organisiert von fünf erfahrenen Partnern: Erica Woehrle und Adriano Pirola, Managing Partner der Marketing- und Kommunikationsagentur Woehrle Pirola mit Sitz in Zürich und St. Moritz, Spitzenkoch Reto Mathis von Mathis Food Affairs in St. Moritz sowie Thomas Ruhl und seine Frau Carola Gerfer-Ruhl, Ideengeber und Initiatoren des Symposiums Chef-Sache in Deutschland und Herausgeber der Edition Port Culinaire. „Die vielen positiven Reaktionen auf die zweite Ausgabe überwältigen uns förmlich und bestärken uns in unserem Engagement, auf dem richtigen Weg zu sein“, schildert Erica Woehrle.
Schon jetzt vormerken: ChefAlps 2014!
Die Bilanz 2013 spricht denn auch für sich: Die bereits geglückte Premiere in 2012 mit rund 1’000 Besuchern konnte bei der zweiten Ausgabe der ChefAlps in diesem Jahr mit rund 1’700 Teilnehmern noch getoppt werden. Bereits der Ticketvorverkauf gestaltete sich derart erfreulich, dass schon zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn der Vorverkauf aus Platzgründen gestoppt werden musste, nur an der Tageskasse gab es noch einige wenige Tickets zu erwerben.
Alle, die weiter von Trendsettern der Haute Cuisine und Patisserie dazulernen wollen, können sich bereits heute auf die nächste ChefAlps am 18. und 19. Mai 2014 in Zürich freuen!

Elena Arzak

Die spanische Drei-Sterne-Köchin Elena Arzak, Trägerin des Awards „Best Female Chef 2012“, bei ChefApls Schweiz am 26. und 27.Mai in der Zürcher Eventhalle StageOne

Mit Elena Arzak werden die Besucher der ChefAlps Spaniens führende Avantgardeköchin kennen lernen: Ihre Küche ist sensationell originell. Geschmack intensiviert die Drei-Sterne-Köchin u.a. durch gefriergetrocknete Substanzen; geforscht wird dazu im “Laboratorio” mit einer Sammlung aus über 2’000 aussergewöhnlichen Produkten. Elenas Vater Juan Mari Arzak wurde 2012 von der Jury der „World’s Best Restaurants“-Liste zu Recht und hoch verdient für sein Lebenswerk geehrt. Er war der erste spanische Avantgardekoch. Vater und Tochter bilden eine echte Doppelspitze im Restaurant „Arzak“, das auf Platz 8 in der World’s Best rangiert und mit drei Sternen (seit 2004) zu den erfolgreichsten Michelin-Restaurants ausserhalb Frankreichs zählt.

Neben Elena Arzak aus Spanien (3 Michelin-Sterne, Nr. 8. – World’s Best, Restaurant Arzak, San Sebastián, www.arzak.es ) werden folgende Starchefs ihre trendsetzenden Kreationen in Bühnenshows an der ChefAlps präsentieren: aus Deutschland Tim Raue (2 Michelin-Sterne, 19 GaultMillau-Punkte, Restaurant Tim Raue, Berlin, www.tim-raue.com ) sowie Joachim Wissler (3 Michelin-Sterne, 19,5 GaultMillau-Punkte, 4 Hauben, Nr. 23 – World’s Best, Restaurant Vendôme, Bergisch Gladbach, www.schlossbensberg.com ); aus Spanien Joan Roca (3-Michelin-Sterne, Nr. 2 – World’s Best, Restaurant El Celler de Can Roca, www.cellercanroca.com ), aus Italien Massimo Bottura (3 Michelin- Sterne, Nr. 5 – World’s Best, Restaurant Osteria Francescana, Modena, www.osteriafrancescana.it), aus Schweden Björn Frantzén und Daniel Lindeberg (2 Michelin-Sterne, Nr. 20 – World’s Best, Restaurant Frantzén/Lindeberg, www.frantzen-lindeberg.com ), aus den Niederlanden Jonnie Boer (3 Michelin-Sterne, Nr. 33 – World’s Best, Restaurant De Librije, Zwolle, www.librije.com ) und aus der Schweiz Tanja Grandits (2 Michelin-Sterne, 17 GaultMillau-Punkte, Restaurant Stucki, Basel www.stuckibasel.ch ), Denis Martin (1 Michelin-Stern, 18 GaultMillau-Punkte, Restaurant Denis Martin,
Vevey, www.denismartin.ch ) und Rolf Mürner (Pâtissier-Weltmeister, Bestes Dessertbuch der Welt, Innovativer Trendsetter 2012, www.swisspastrydesign.ch ).

Damit stehen nun die Namen aller Starchefs der nächsten ChefAlps fest. Das Detailprogramm mit den genauen Uhrzeiten, wer wann auftritt, wird demnächst bekannt gegeben.
Bereits jetzt steht fest: Die
ChefAlps wird an den beiden Tagen, 26. und 27. Mai 2013, in der Zürcher Eventhalle StageOne einen spannenden Mix aus Bühnenshows, Diskussion, Ausstellung und jeder Menge Gelegenheit zum Get- together bieten. Profis und Nachwuchstalente sowie auch Gourmet-Hobbyköche werden sich hier neue Impulse und Anregungen zur Umsetzung in ihrer eigenen Küche mitnehmen können!

Exklusiv für Symposiumsteilnehmer der ChefAlps bietet das Swissôtel Zürich, in unmittelbarer Nähe der Eventhalle StageOne gelegen, attraktive Übernachtungsmöglichkeiten vom 25. bis 27. Mai 2013 zum Spezialpreis von CHF 150.- pro Nacht inklusive Frühstück (Details und Buchungsmöglichkeit unter http://www.chef-sache-alps.ch/de/besucher/unterkunft/).

Elena Arzak, Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez in London

COMO Hotels & Resorts eröffnet ein neues baskisches Restaurant, das „Ametsa with Arzak Instruction“ im The Halkin by COMO in Londons Stadtteil Belgravia

Im Februar 2013 wird das „Ametsa“, konzipiert als einzigartige Kooperation zwischen The Halkin und einer Fünfer Crew, bestehend aus Elena Arzak, Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez, sein Debüt geben. Noch im Jahr 2012 wurde Elena Arzac vom ‚Restaurant magazine‘ als „World’s Best Female Chef“ ausgezeichnet. Zusammen mit ihrem Vater, Juan Mari Arzak hat sie für das Original-„Arzak“ Restaurant in San Sebastian, Spanien drei Michelin-Sterne erkocht.

„In unserer Sprache bedeutet ‚Ametsa‘ ‚der Traum‘“, erklärt Elena Arzak: „Der Traum einer Küche jenseits unserer Grenzen, inmitten von London im Herzen des Halkin Hotels.“ Juan Mari Arzak fügt hinzu „Für uns repräsentiert dies eine spannende Entwicklung, ein Ametsa-Team, das unter Arzaks kulinarischer Anleitung geführt wird.“

Mit dem Vorhaben die Kunst eines Kochstils ohnegleichen weiterzugeben, wurde „Arzak Instruction“ von einem aus Arzaks Restaurant stammenden Fünfer-Team begründet. Der Stil hat seinen Ursprung in der traditionellen „neuen baskischen Küche“, welche die für Spaniens Baskenland typisch erdigen Aromen und Verfahren mit modernen, überraschenden Geschmackseffekten verschmelzen lässt. Ametsa setzt dabei auf frischen, lokalen und biologischen Produkten von Land und Meer.

Das Interior Design, für welches das Londoner Büro „AB Rogers“ verantwortlich zeichnet, wird ebenso dem baskischen Erbe als auch COMOs Traditon eines zeitgenössischen Designs sowie der Kulisse des Restaurants, Londons elegantem Belgravia Viertel gerecht.

Das neue Restaurant wird das prämierte „nahm London“ ersetzen, das seit 2000 im The Halkin angesiedelt ist. Nahm wurde vom renommierten australischen Küchenchef David Thompson geleitet und als erstes Thai Restaurant außerhalb Thailands mit einem Michelin Stern belohnt. Im Jahr 2010 wurde ein zweites „nahm“ im Metropolitan by COMO, Bangkok eröffnet, das im Rahmen der ‚San Pellegrino awards“ 2012 zu einem der 50 weltbesten Restaurants gekürt wurde – Thompson wird seine Arbeit in Bangkok weiterführen.

Weitere Informationen finden sich unter www.comohotels.com

San Sebastian Gastronomika

Das wichtigste kulinarische Event in Spanien, quasi die CHEF-Sache Spaniens, die „San Sebastian Gastronomika“ findet im Oktober 2012 vom 7. bis 10. Oktober statt. Wieder werden die besten Vertreter der spanischen und internationalen Küche zusammenkommen.

Die Unterteilung des kulinarischen Großereignisses in die Sektionen „Haute Cuisine Off, Volkstümliche Küche und Marktküche“ wurde beibehalten. Wie auch in den Jahren zuvor soll dem Publikum eine Kombination von strenger Professionalität und innovativen Präsentationen geboten werden, die bereits großen Anklang gefunden hatte. Mit dem diesjährigen Gastland Frankreich erweist „San Sebastian Gastronomika – Euskadi Genießen“ dem Ursprungsland der Nouvelle Cuisine, seinen legendären und kreativsten Köche, dem Phänomen der „Bistronomie“, zahlreichen französischen Weinen und Aromen höchste Ehre.

Gleichzeitig wirft die Konferenz 2012 einen breiten, aber genauen Blick auf die avantgardistischsten natio-nalen und internationalen Meister der gehobenen Gastronomie. Tradition, Evolution, Revolution, Kreativität und Phantasie sind die Schlüsselwörter für das „world cooking event“ im Kursaal Palast von San Sebastian. Über die neuesten Trends werden die Besucher anhand von Moderationen, Live-Kostproben, Workshops und Gesprächen unterrichtet. Diario Vasco und Grup Gsr sind die Organisatoren der Veranstaltung. Das Technische Komitee umfasst die großen Namen der baskischen Küche: Hilario Arbelaitz, Karlos Arguiñano, Juan Mari Arzak, Martin Berasategui, Andoni Luis Aduriz, Pedro Subijana. Konferenzleiter ist Roser Torras.

Doch nicht nur das Kochen selbst ist auf der San Sebastian Gastronomika als Disziplin vertreten; auch der Lebensmittel-und Weinsektor ist präsent. Mit Vorträgen, Verkostungen und Aktivitäten wie dem „Sommelier Wettbewerb 2012, einem Nationalen Grillwettbewerb, der Internationalen Gin & Tonic Competition und neuen Formaten wie „Kochen mit…“ werden ganz unterschiedliche Zielgruppen erreicht.

Auf dem Programm steht auch ein Verkostungswettbewerb um die besten französischen und spanischen Käsesorten. Die erfolgreiche Aktion „La Grande Bouffe – „Das große Fressen“, bei der acht berühmte Köche an einem großen Tisch zusammenarbeiten, wird wiederholt. Der ALTA-Kongress bringt die besten französischen Köche von gestern, heute und morgen zusammen: die Elterngeneration der Nouvelle Cuisine (Alain Senderens, Jacques Maximin), die aktuellen Mythen (Pierre Gagnaire und Michel Bras), die legendären Maitres (Michel Troisgros und Anne-Sophie Pic), zeitgemässe Bistro Küche (Iñaki Aizpitarte und Yves Camdeborde) , Alpine Küche (Emmanuel Renault) und junge Talente (Pascal Barbot, David Toutain und Mauro Colagreco).

Natürlich sind auch die „großen Basken“ Arbelaitz, Arzak, Berasategui, Aduriz und Subijana sowie andere weltberühmte spanische Köche wie Joan Roca, Quique Dacosta, Carme Ruscalleda und Dani Garcia vertreten. Aus dem Ausland nehmen Weltgrößen wie René Redzepi, (laut der Zeitschrift „Restaurant“ in den letzten drei Jahren der beste Koch der Welt), Alex Atala, Massimo Bottura und Denis Martin teil. Aber auch vielversprechende junge Talente der baskischen und spanischen Küche stellen sich dem Publikum vor.

www.sansebastiangastronomika.com

Gourmet-Reisen zu den Sterne-Köchen Europas

Spanien, Restaurante Bersatequi in Lasarte-Oria: Geräucherter Lachs mit Kaffee und Vanille. San Sebastian, Restaurant Arzak: Lobster Korallen. Restaurant Akelarre: Navaja Muschel mit Pastete.

Für die einen liest sich das wie die übliche Speisekarte eines spanischen Restaurants. Für den Feinschmecker ist es ein Auszug aus dem Who is Who der Sternegastronomie, und für den Gourmet sind es Pilgerstädten auf der kulinarischen Landkarte.

Für Hannes Buchner sind es Stationen einer der vielen Gourmetreisen, die er durchgeführt hat. Der Betreiber des Gourmet-Portals Restaurant-Ranglisten.de bietet Gourmets die Möglichkeit, die Stars der Szene live zu erleben. Zusammen mit dem Reiseveranstalter TMS Travel entwickelt er Reisen zu den Tempeln der Sterneküche. Hier haben kleine, individuelle Gruppen die Möglichkeit, die Kreationen Ihrer Idole vor Ort zu schmecken und zu erleben.

Um eine Gourmet-Reise zu einem ganzheitlichen Erlebnis zu machen, muss jeder Aspekt stimmen. Das kulinarische Angebot und die Hotelunterbringung müssen aufeinander abgestimmt sein. Für diese ausgewählten Reisen liefert der Reiseveranstalter mit der So! Zufrieden Garantie für die Gäste den passenden Rahmen. Frei nach dem Motto Stern und Stern gesellt sich gern kommen zu den Highlights der Kulinarik die passenden Sterne-Hotels. Denn eine Reise in die Spitzengastronomie benötigt auch die entsprechende Umgebung, um den besonderen Charakter der Reise zu unterstreichen.

Eine gelungene Kombination von Spitzengastronomie und hotellerie stellt höchste Ansprüche an Perfektion, Qualität und Service. Mit Restaurant-Ranglisten.de und TMS Travel treffen sich zwei Perfektionisten, die höchste Ansprüche an Service und Qualität stellen, so Tanja Meya, Geschäftsführerin von TMS Travel. Eine gelungene Kombination, meint Hannes Buchner. Die Ansprüche der Gäste werden auch bei der Reisedurchführung und Auswahl der Hotels bestens erfüllt. Besser geht es nicht.

Dass die Zusammenarbeit gut funktioniert, zeigen die Reaktionen der Gäste. Sehr gut, phantastisch, sensationell so die einheitlichen Bewertungen der letzten Reisen.
Die nächsten Reisen sind bereits in Planung. Paris und Kopenhagen. Bereits die Städtenamen sagen dem kundigen Gourmet, dass hier weitere Highlights zum Thema Gourmetreisen vorbereitet werden. Doch das Besondere soll wird diesmal noch getoppt. Denn die Sterne reisen gleich von Anfang an mit, ein namhafter Sternekoch wird die Gruppe begleiten. Reisen zu den Sternen, So! Soll Urlaub sein.