Kitchen Life im Castello di Reschio, Umbrien

Lebensart zu Mieten – Ferienvillen von Benedikt Bolza

Wer kennt das nicht? Das Wohnzimmer bleibt leer, während sich einmal wieder keiner so richtig aus der Küche rühren möchte. Als Mittelpunkt des Miteinanders und Ort behaglicher Stunden übt die Küche auf Gäste gleichermaßen wie Bewohner eine hohe Anziehungskraft aus. Wie kein anderer setzt Benedikt Bolza, Eigentümer, Architekt und Designer von Castello di Reschio diesen Gedanken in originelle wie luxuriöse Küchenwelten um, die er im Rahmen seiner Restaurationsprojekte auf dem umbrischen Anwesen entwirft. Jede aus einer mittelalterlichen Bauernhausruine enstehende Ferienvilla beeindruckt mit einer Küche, die bis ins kleinste Detail, mit Fantasie und Einfühlungsvermögen auf die Persönlichkeit und Bedürfnisse seiner Eigentümer maßgefertigt wird.

Gerade in der kälteren Jahreszeit wird das Küchenleben in den Häusern des Anwesens nach Strich und Faden zelebriert. Der Duft gerösteter Maroni lockt, im Kamin lodert das Feuer und die ersten im Sommer eingelegten Köstlichkeiten warten darauf geöffnet zu werden. Auf Wunsch der Gäste kommt der Privatkoch des Castello di Reschio in die Villa, um eine herzerwärmende Mahlzeit aus einheimischen, biologischen, zum Teil auf Reschio angebauten Produkten und hier gejagtem Wild zu zaubern. Nach dem Essen lässt es sich in den eigens im Küchenbereich einiger Villen eingerichteten Nischen der Wärme und Gemütlichkeit frönen – Kitchen Life par excellence.

Die hoch auf einem Hügel gelegene Villa „Spinaltermine“ ist über eine private, drei Kilometer lange Straße erreichbar und gilt als eines der abgeschiedensten, privaten Refugien auf Reschio. Wie der Rest des Fünf-Schlafzimmer-Hauses wurde die lichtdurchflutete Wohnküche als weitläufiger Raum in zeitgenössischem Look konzipiert, der eine gewisse Leichtigkeit mit just dem richtigen Maß an Landhausflair verbindet: Ein Ort, der wie für Geselligkeit geschaffen scheint.

Innerhalb der schlichten Steinmauern von Spinaltermine verbirgt sich ein Interior Design Meisterwerk: Freiliegendes Balkenwerk, Fensterstürze aus Ziegelmauer in Kombination mit maßgefertigtem Mobiliar verleihen dem rustikalen Charme dieser Residenz eine moderne Eleganz. Draußen locken ein beheizter Infinity-Swimming-Pool mit einem Pool Häuschen aus Stein, diverse offene Lounge-Ecken unter freiem Himmel sowie ein überdachter Dinier-Bereich unter einer Loggia, und nicht zuletzt der terrassenartig angelegte Garten mit wilden Eichen, Olivenbäumen und Rosmarinbüschen.

Castello di Reschio, ein privates Anwesen auf 1200 Hektar mit 50 mittelalterlichen Farmhäusern und einer Burg, befindet sich im Herzen der Natur-Kulisse Umbriens. 20 Häuser wurden bereits verkauft und von Architekt und Interior Designer Benedikt Bolza, zusammen mit seinem Team gemäß der Wünsche ihrer neuen Eigentümer zu originellen Villen restauriert. Sechs der bereits verkauften Häuser werden als luxuriöse Ferienvillen, deren Größe von zwei bis hin zu sieben Schlafzimmern variiert, zur Miete zur Verfügung gestellt. Die verbleibenden Häuser stehen zum Verkauf, in Kombination mit dem exklusiven Design- und Turnkey-Restaurierungsservice, das Reschio weltweit renommiert macht. Sicherheit und Privatsphäre gehören zu den Vorzügen, in deren Genuss sowohl die einzelnen Villeneigentümer als auch die Mietgäste von Castello die Reschio kommen. Es stehen Annehmlichkeiten wie etwa private Haushälter und Fahrservice zur Verfügung.

Das Angebot an Aktivitäten und Unternehmungen auf und rund um Reschio verspricht Abwechslung: Schwimmen im privaten Pool, Joggen, Mountainbiken, Tennis, Jagen, Fischen, Reiten uvm. Die Städte Assisi, Arezzo, Siena, Cortona und Perugia sind etwa eine Stunde Autofahrt entfernt. Mitten auf dem Gelände liegt das Andalusier-Gestüt der Eigentümerfamilie Bolza, auf dem einige der besten, reinrassigen andalusischen Pferde der Welt gezüchtet und trainiert werden. Das Architectural Digest Magazine zählt Benedikt Bolza zu den 100 einfallsreichsten und inspirierendsten Architekten unserer Zeit. Unter der Marke „BB for Reschio“ entwirft Benedikt Bolza ebenfalls Möbel- und Beleuchtungsstücke, die in den Castello di Reschio Interiors zu finden sind und vor Ort erworben werden können.

www.reschio.com

Deutsche „Haute Cuisine“ am Eiffelturm!



Paris – die Stadt der Liebe und der gehobenen Küche. Hier wollen vom 25. bis 29. Juli um 19 Uhr fünf in der französischen Metropole lebende Deutsche bei „Das perfekte Dinner“ herausfinden, wer von ihnen der beste Koch und Gastgeber ist. Sie stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass auch in der kleinsten Hütte Platz für ein erstklassiges Drei-Gänge-Menü ist. Denn gespart wird in dieser Runde – wie in Paris üblich – nur an der Wohnfläche, aber nicht an Delikatessen. Und auch mit Kritik geht zumindest einer der Gäste nicht sparsam um: Architekt Oliver . Der 38-Jährige lebt schon seit 17 Jahren in Frankreich und ist ein echter Feinschmecker. Das zeigt sich schon am ersten Abend bei der 31-jährigen Gastgeberin Lea . Die Langusten, die die Deutsch-Dozentin in ihrem elf Quadratmeter großen WG-Zimmer serviert, „sind eine seiner Leibspeisen“ – ihr Lachstartar hingegen findet er „phantasielos“ . Und auch Personalberater Raimund (48) beeindruckt Oliver eher mit seinem Blick vom Balkon auf den Eiffelturm als mit seinem mediterranen Menü. „Eine warme Vorspeise und ein warmes Hauptgericht in sommerlichen Temperaturen und dann dahinter Schokolade, das ist ein Fauxpas“ , erklärt der 38-Jährige. Auch beim dritten Gastgeber Jacob (30) muss der „Haute Cuisine“-Experte nicht lange nach einem Fehler suchen. Der Spargel, den der wissenschaftliche Mitarbeiter in seiner 40-Quadratmeter-Wohnung serviert, ist ihm „ein Tick zu fest“ . Das muss Oliver natürlich auch bei der Bewertung berücksichtigen. Da hilft auch nicht, dass Jacob seine Gäste zum Aperitif in eines der berühmtesten Varieté-Theater der Stadt führt: Das Folies Bergère . Bleibt noch die 40-jährige Tanja . Sie lädt ihre Gäste in ihr Haus in einem Vorort von Paris ein, wo sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Auch wenn sie versichert, dass sie längst nicht so gut kochen kann wie ihre Konkurrenten, ist der Architekt skeptisch: „Sie ist die einzige Familienmutter, da geht man schon davon aus, dass sie kochen kann. Sonst wären die zwei Männer ja schon weggerannt.“ Ob Oliver mit seiner Vermutung Recht hat, wie er sich selbst an seinem Gastgeberabend schlägt und wer am Ende der Woche zum besten deutschen Hobbykoch in ganz Paris gewählt wird, zeigt VOX vom 25. bis 29. Juli um 19 Uhr bei „Das perfekte Dinner“.

Die Kandidaten und Menüs im Überblick:
 

1. Lea (31): Dozentin für Deutsch aus Wernfeld bei Würzburg

Vorspeise: Lachstatar mit Parmesan-Crumble an Avocado-Wasabi-Creme

Hauptspeise: Langustini an Mango-Chili-Chutney mit gebratenem Reis und Rucola

Nachspeise: Verrine de coco mit exotischen Früchten

2. Oliver (38): Architekt aus Landau

Vorspeise:  Entenleberterrine mit Backpflaumen

Hauptspeise: Saltimbocca mit frischer Pasta

Nachspeise: Eine süße Überraschung aus Großmutters Kochbuch

3. Raimund (48): Personalberater und Executive Coach aus Wittlich bei Trier

Mediterranes Menü

Vorspeise:  Risotto Carnaroli mit Echalotten und Pilzen

Hauptspeise:  Meeresfrüchte auf Spaghetti mit Tinte vom Tintenfisch

Nachspeise: Alles aus Schokolade

4. Jacob (30): wissenschaftlicher Mitarbeiter aus Heilsbronn bei Nürnberg

Vorspeise: Variation von grünem und weißem Spargel

Hauptspeise: Entenbrustmedaillon und Polenta-Türmchen

Nachspeise: Verrine de saison mit Rhabarber und Erdbeeren

5. Tanja: (40): Marketingmanagerin aus der Nähe von Augsburg

Vorspeise: Korsischer Cake

Hauptspeise: Französisches Dijon-Kaninchen

Nachspeise: Ile Coco

„Das perfekte Dinner“ in Paris vom 25. bis 29. Juli um 19 Uhr bei VOX

Café Museum

Ein Juwel der Kaffeehauskultur öffnet wieder

Das traditionsreiche Café Museum strahlt wieder
Gemütlichkeit aus. Nach mehr als neun Monaten Schließung wird wieder Kaffee serviert. „Wir haben uns entschlossen, zur
typischen Wiener Kaffeehausatmosphäre zurückzukehren“, so die neuen
Pächter Irmgard und Berndt Querfeld.

Die Innenausstattung wird durch bequeme Logeneinheiten, die sich
entlang der Wände schmiegen, geprägt. Die Sitzgruppen bestehen aus je
einer halbkreisförmigen Sitzbank, einem klassischen Kaffeehausstuhl
sowie einem Marmortisch. Die Bänke sind mit sanft bemustertem, rotem
Stoff überzogen und versprechen im Gegensatz zu den vormaligen
Bugholzstühlen bequemes Verweilen.
Das Lichtkonzept beinhaltet 35 messingvernickelte Wandleuchten sowie
neun große Lampen in Kugelform. Komplett neu gestaltet sind auch
Küche und Nebenräume.

Das Café Museum hielt seit Beginn dieses Jahres geschlossen, da
der frühere Betreiber die Einrichtungsgegenstände mitnahm und eine
Betriebsfortführung nicht möglich war. Mit der von der Familie
Querfeld eingeleiteten Neugestaltung wurde der österreichische
Architekt Hans-Peter Schwarz beauftragt.

Die Wiedereröffnung des Café Museums bringt der Wiener
Kaffeehauskultur ein Juwel der Kaffeehaustradition zurück. Zahlreiche
Persönlichkeiten gingen hier ein und aus. Gustav Klimt, Egon Schiele,
Otto Wagner, Emmerich Kálmán, Elias Canetti, Egon Friedell, Alfred
Gerstenbrand, Peter Altenberg, Robert Musil, Karl Kraus, Oskar
Kokoschka, Franz Lehár und noch andere Künstler gaben sich im Café
Museum einander die Klinke in die Hand. „Da wurde mit allen Freunden
am Stammtisch täglich die Welt niedergerissen und neu aufgebaut,
natürlich schöner und besser als die alte war. Welterkenntnis gepaart
mit Erfahrung und Verbindung – keine Hochschule der Welt konnte einem
solche Schätze geben oder vermitteln.“, meinte einst Josef August
Lux, ebenfalls Stammgast im Café Museum.

Große Aufregung gab es ob der Innenarchitektur des Kaffeehauses
als dieses am 10. April 1899 erstmals öffnete. Ganz Wien sprach über
die lieblose Ausgestaltung von Adolf Loos. Statt Plüschseligkeit
dominierte ein kühler Raum mit Sesseln und Tischen, die alles
Anheimelnde vermieden. Die Wiener nannten das Café Museum bald „Café
Nihilismus“. Anfang der dreißiger Jahre baute der Architekt Josef
Zotti das Innere um. Rote Kunstledersofas entlang der Wände prägten
fortan den Inneneindruck. 2003 folgte ein Rückbau in Richtung
Loos-Architektur. Ende 2009 schloss das Kaffeehaus. Ein neuer Pächter
wurde gesucht. Und die Familie Querfeld meint heute: „Wir haben uns
entschlossen, keine Experimente zu machen und dem Kaffeehaus seine
Gemütlichkeit zurückzugeben.“

Weitere Informationen: www.cafemuseum.at

Harriet Derris und Daniel Henecka

Mit einem klaren Konzept schafft ein Betrieb den kreativen Freiraum, um die alltäglichen Anforderungen zu bewältigen und gleichzeitig den Blick für notwendige Veränderungen zu behalten – in seinem Rahmen also immer up-to-date zu bleiben. Mit der Hand am Puls des Gastes. Um auch mit einem kleinen Team die Balance zwischen exzellentem Service, Top-Marketing und wirtschaftlichen Meisterleistungen halten zu können, ist oft der Blick mit dem nötigen Abstand unumgänglich.

Deswegen haben Harriet Derris und Daniel Henecka – beide engagiert und kreativ in Gastronomie und TV – die pragmatische und aktive Beratung „Das Wirtschaftswunder“ gegründet. Sie begleiten Gastronomen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit und helfen bestehenden Betrieben, den richtigen Blick auf das Wesentliche zu erlangen und bewahren.

Harriet Derris ist leidenschaftliche Köchin und Designerin mit einem eigenen Label für Kochbekleidung. Der Durchbruch gelang ihr mit der Serie „Restaurant sucht Chef“ auf RTLII. Sie sorgt für Antrieb, Elan und ständig frische Ideen im Team des Wirtschaftswunders.

Daniel Henecka ist Architekt und Grafiker. Auch er ist im TV bekannt. In der Serie „Zuhause im Glück“ zeigte er als Gast-Architekt seine Ideen für das private Umfeld. Im Wirtschaftswunder ist er für Form und Struktur nicht nur auf dem Papier zuständig.

Ihre ersten Projekte haben die beiden mittlerweile mit Erfolg abgeschlossen und nachhaltige Strategien erarbeitet und etabliert. Diese zeichnen sich auch dadurch aus, dass durch geschicktes Taktieren und strukturelle Veränderungen die betrieblichen Kosten so gesenkt wurden, dass nicht nur die Beratung, sondern auch die nötigen Investitionen in kurzer Zeit finanziert werden konnten.

Auf der anderen Seite lassen sich die betriebswirtschaftlichen Einsparungen durch effektivere Strukturen dazu nutzen, dass vorhandene Personal sinnvoller einzusetzen – zum Beispiel durch längere Öffnungszeiten. Dadurch ergeben sich mehr Umsatzmöglichkeiten oder zusätzliche Angebote für die Gäste, wie etwa Außentresen und saisonale Aktionen.

Beispielhaft für eine erfolgreiche Beratung und die kreative Umsetzung der Ideen von „Das Wirtschaftswunder“ ist etwa das Füllhorn Bistro in der Heidelberger Weststadt. Seit 2004 betrieben, hatte sich dort schon der ein oder andere Scheuklappenvorgang eingeschlichen. Hier war die Aufgabe vor allem, mit Menschenkenntnis, Freude an der Arbeit und Betrachten der Vorgänge, den Ablauf zu optimieren und die Geschäftsleitung von der Dringlichkeit der Veränderungen zu überzeugen. Dabei durften verwöhnte Biozungen nicht durch drastische Veränderungen aufgescheucht werden. Dennoch musste die Kalkulation komplett überarbeitet und die Abläufe sehr sanft verändert werden.

Der Lieblingsladen in Bruchsal ist Cafe, Restaurant und Spezialitätenshop in Einem. Sein Name ist Programm. Er ist durchweg stimmig konzipiert und mit einer wundervollen CI versehen. Hier galt und gilt es unter anderem, die Kommunikation für Extras und das tägliche Geschäft neu ins Leben zu rufen, den Zusammenhalt zwischen Küche und Service zu forcieren und mit einem ‘Juhu’ den Gästen und den Mitarbeitern Charme einzuhauchen.

Besonderes Augenmerk bei der Arbeit wird auch immer auf die zentrale Idee, das Grundkonzept, gerichtet. Beispielhaft hierfür ist das Bistro Picnic am Mannheimer Hauptbahnhof. Hier hat man mit der Einrichtung eines natürlich anmutenden Rastplatzes eine grüne Oase im Einheitsgrau des Bahnhofs geschaffen. Der Picnic-Gedanke wurde auch auf den Vertrieb der offerierten Produkte übertragen. So gibt es für die Gäste fertig zusammengestellte Picnic-Körbe zum Mitnehmen. Das Wirtschaftswunder entwickelte hier den Innenausbau, sämtliche Einrichtungsgegenstände, sowie das Logo und die Speisekarte.

Bei der Piateca in Heidelberg ging es unter anderem um das harmonische Zusammenspiel von Design und angebotenem Produkt. Die dort angebotene Piadina ist ein einfaches, sehr ursprüngliches Gericht aus der Emilia-Romagna, das durch die Hochwertigkeit und Frische der Komponenten überzeugt. Die Ästhetik des Weglassens bei der Piadina spiegelt sich im Design wider. Einfacher Holzdielenboden und die passenden Tische und Stühle aus weiß gekalkter Eiche, kombiniert mit reinweißen Einbaumöbeln wie Sitzbank und Theke, werden ergänzt durch wenige, sparsam gesetzte Farbakzente mit italophiler Anmutung. Durch die Einfachheit und schlichte Schönheit der Einrichtung wird die Simplizität des Produkts herausgearbeitet, quasi Sushi auf italienisch.

www.daswirtschaftswunder.de

Das perfekte Dinner

VOX, Montag, 14.09., 19:00 – 19:50 Uhr

Dirk, 42 Jahre, Architekt:

Vorspeise: Knoblauch-Thymian-Risotto mit Mascarpone-Mandeln und Brotstückchen
Hauptspeise: Seeteufel im Bananenblatt mit Chillis, Ingwer, Koriandergrün
und Kokosmilch
Nachspeise: Topfenpalatschinken

Kaffee oder Tee?

SWR, Dienstag, 16.06., 17:05 – 18:00 Uhr

Tagesgespräch – Was meinen Sie?
17.06 Uhr
Gute Reise: 20 Jahre Mauer-Fall: Brandenburg – Vom Havelland zum Hohen Fläming
17.15 Uhr
Tagesthema: Recht: Nachbarschafts-Streit
Mit Dr. Frank Bräutigam, SWR-Redaktion Recht und Justiz
17.23 Uhr
Staunen im Südwesten: Filmbeitrag: Gratispinkeln
ca. 17.31 Uhr
Abenteuer Haushalt: Kochen mit Karotten
Mit Frank Bundschuh
17.34 Uhr
Daheim im Südwesten – Damals und heute: Unser Dorf hat Zukunft
Mit Bernhard Backes, Architekt und Dorfplaner
17.48 Uhr

Paris – Ultra-modernes Renaissance Arc de Triomphe eröffnet

Neues Schmuckstück in Paris:

Ultra-modernes Renaissance Arc de Triomphe eröffnet

Neues Hotel bietet seit Anfang Mai 118 Zimmer – Design stammt vom renommier­ten Architekt Christian de Portzamparc – Eröffnungsrate ab 289 Euro pro Nacht

Eine Kombination aus ultramodernem Design und Renaissance Markenerlebnis bietet das Anfang Mai eröffnete Renaissance Arc de Triomphe in Paris. Die 118 Zimmer sind ausdrucksvoll und zugleich funktionell, im klassischen Stil mit extravaganten Akzenten in warmen, lebendigen Tönen eingerichtet. Schicke öffentliche Bereiche des moderne wie historische Elemente kombinierenden Hauses machen ebenso neugierig wie das innovative Restaurant, wo französische Küche gepaart mit indonesischen Zutaten serviert wird.

Auf der Avenue Wagram gelegen, nur 300 Meter vom Arc de Triomphe entfernt, ist das neue Renaissance Paris Arc de Triomphe ein Schmuckstück im globalen Portfolio von über 140 Renaissance Hotels & Resorts. Es verbindet unbestreitbar Pariser Eleganz mit einem Hauch von Exotik. Eigentümer ist die Empire SAS, Tochtergesellschaft der fran­zösischen Altarea SA. Das vierte Hotel der First Class-Marke in Paris wird von Hotel­direktor Alex Fiz sowie Daunia Cesari als Marketing- und Verkaufsdirektorin geleitet, die Eröffnungsraten ab 289 Euro pro Nacht kalkuliert haben.

Das neue Haus wurde anstelle des ehemaligen „Theatre de l’empire“ errichtet. Der bekannte Architekt Christian de Portzamparc hat Materialien für das Hotel ausgesucht, die Moderne mit Komfort und Qualität verbinden. Die gewellte Außenfassade ist eine Huldigung an die historischen Gebäude der Avenue Wag­ram.

Im Erdgeschoß des Gebäudes befinden sich verschiedene Geschäfte, unter ande­rem auch Filialen von bekannten Design- und Möbelherstellern. Ebenfalls im Ge­bäude be­findet sich der historische Bankett- und Ballsaal – der so genannte Salle Wagram (erbaut 1865).

Kabelloser Internetzugang ist im gesamten Gebäude möglich, die Gästezimmer sind zudem mit einem VoIP-Telefon, LCD TV und digitalem Panel ausgestattet, mit dem die Gäste beispielsweise ihre eigenen Laptops, Kameras sowie Video­spiele verbinden kön­nen.

Das “Makassar Lounge & Restaurant“ bietet ein ganz neues Konzept für Paris: die Verbindung aus Bekanntem und Exotik. Küchenchef Jose Bangard verbindet hier die Angebote des französischen Bistros mit authentischen indonesischen Gerich­ten und Cocktails.
Auch die Einrichtung des Restaurants spiegelt den indonesi­schen Einfluss wider: Indigoblau gepaart mit bronzefarbenem Buffalo-Leder, dunkler Holzboden und silberne Gardinen.

Fitness ist auf 70 Quadratmetern möglich, ein Business Center lässt keine Wün­sche of­fen und die 150 Quadratmeter große Konferenzfläche ist in zwei Bereiche oder fünf Räume unterteilbar. Auf einer Außenterrasse werden Cocktail- und Kaffeepausen für Veranstaltungsteilnehmer angeboten.

Hotels preiswert zu buchen bei Hotel

Manchester International Festival

Manchester alle zwei Jahre

Das Manchester International Festival findet in diesem Jahr vom 2. bis 19. Juli statt. Zwei Shows stehen schon fest: Der Architekt Zaha Hadid wird einen der Ausstellungsräume der Manchester Art Gallery akustisch und visuell in einen Kammermusiksaal verwandeln – mit dem Ziel, einen nahezu perfekten Musikort zu schaffen. Außerdem wird „Prima Donna“, die erste Oper des kanadischen Songwriters Rufus Wainwright, als Weltpremiere aufgeführt.

Romeo Hotel Neapel

Romeo Hotel Neapel

Von Italiens Antike bis Philippe Starck – Neapels erstes 5-Sterne Design Hotel

Das Romeo Hotel Neapel, Neapels erstes Design Hotel, begrüßt seit dem 11. Dezember 2008 seine ersten Gäste. Direkt am Hafen gelegen, bietet das ursprüngliche Hotelgebäude von Architekt Scivittaro einen spektakulären Blick auf die Insel Capri und den Vesuv.

Der japanische Star-Architekt Paul Noritaka Tange gestaltete den typischen 50er-Jahre Bau neu: wo einst moderne funktionale, strukturelle und architektonische Elemente dominierten, bestimmen heute spiegelnde Glasflächen und polierter Stahl die Fassade des 12-stöckigen Hotels.

Auf ca. 9,000 m² vereint das Romeo Hotel Neapel exzellenten Service mit innovativem Design und einem ungewöhnlichen Kunstkonzept (u.a. von dem zeitgenössischen italienisch-US-amerikanischen Künstler Francesco Clemente entworfen). Die Besonderheit liegt in der Symbiose von alter und zeitgenössischer Kunst aus Neapel mit internationalen Designer: Sofas von Philippe Starck, B&B Möbel des Designers Antonio Citterio und Einrichtungselemente aus Leder von Tramontano bestimmen das Design des Hotels ebenso wie italienische, antike Plastiken des 14. bis 17. Jahrhundert und ein Paar französische Bergere Sessel aus dem 18. Jahrhundert. Mit Krokodilleder überzogene Stühle von Hermes, exklusive Möbel von Poltrona Frau und themenbezogene Werke von acht der bekanntesten Fotografen Neapels, u.a. Monica Biancardi, Mimmo Jodice und Luciano Romano. Außerdem gibt es Skulpturen des italienischen Bildhauers Lello Esposito und Werke des Pop-Künstler Mario Schifano, die beide speziell für das Hotel angefertigt haben.

Das Romeo Hotel Neapel verfügt über 85 Zimmer inklusive 14 Suiten zwischen 29 und 79 m², inklusive einer „Japanischen Suite“ mit einem eigenem kleinen Ziergarten. In Zusammenspiel mit hochwertigsten Materialien wie dunklem Tabu-Holz und Marmor mit speziell ausgewählten Designelementen entsteht ein ästhetisches Ambiente mit sämtlichen Annehmlichkeiten des 21. Jahrhundert zum Wohlfühlen (z.B. Lautsprecher von Bang & Olufsen).

Auch kulinarisch vereint das Romeo Hotel Neapel die „Stadt der 500 Dome“ mit dem Rest der Welt: Das Gourmet-Restaurant „Il Comandante“ (im 10.Stock des Hotels mit Blick auf den Golf von Neapel) bietet innovative Varianten der traditionellen, neapolitanischen Küche. In der Sushi Bar „Samurai“ bereiten japanischen Meisterköchen kalte und warme Speisen „hibachi“ (japanisch für „mit den Zutaten jonglieren“). Die Bar „Cristallo“ offeriert die angesagtesten Cocktails und köstliches, hausgemachtes Speiseeis. Ein eigener Cigar Room und ein offener Kamin im Foyer bieten Platz und Ambiente für genussvolle Treffen.

Im Spa-Bereich im neunten Stock dienen das „Paradies des Wassers“ und „Inferno des Feuers“ als Inspiration für ein hochwertiges Behandlungs- und Entspannungskonzept. Im Openair Fitnessbereich stehen den Gästen die luxuriösen Trainingsgeräte von Technogym und ein spezielles Kinesis Programm zur Verfügung, an der „Organic Food Bar“ werden frische Shakes, Fruchtsäfte und Salate aus organischem Anbau gereicht.

Das Hotel Romeo Neapel gehört zur italienischen Gruppo Romeo Gestioni S.p.A. (www.grupporomeo.com) und ist das erste von insgesamt fünf Hotels in Italien; neben dem neueröffneten Hotel in Neapel sind weitere Designhotels in Rom, Mailand, Florenz und Venedig geplant.

www.romeohotel.it

Shanghai – Stadt der geplanten Zukunft

Wang Xiaohui ist so, wie Shanghai gern sein möchte. Schön und gescheit, chinesisch und international, erfolgreich und vermögend, organisiert und lässig, modern und traditionell zugleich. Sie ist Architektin, Fotografin, Schriftstellerin, lebt gern und gut, wohnt wunderschön mit dem Blick auf den Huangpu und auf Shanghais zukünftige Weltausstellung Expo 2010. Viele Jahre hat sie auch in München gelebt, sie kleidet sich schick, macht die Nacht zum Tage und liebt es, mit Freunden in den Bars zu plaudern. Geschäftssinn hat sie sowieso. Shanghais ständige Veränderung ist wie ihr Leben. ‚Wang Xiaohui ist die personifizierte Metropole‘, beschreibt Joachim Holtz eine der Hauptpersonen seines Films über Chinas größte Stadt. ‚Sie hat uns auf erstaunliche Weise deren Attraktivität, Vielfalt und Widersprüchlichkeit nahe gebracht.‘ Shanghai ist anders als die anderen Riesen-Städte auf der Welt.

Die Stadtregierung ist eine Administration und zugleich ein riesiges Wirtschaftsunternehmen. Sie muss sich selbst finanzieren, muss gewinnorientiert arbeiten. Sie ist Teilhaber oder Alleineigner von großen Unternehmen. Es steht in ihrer sozialistischen Macht, allen Firmen, also auch den Konkurrenten der eigenen, die Arbeitsbedingungen vorzuschreiben. Auch ausländische Investitionen werden gelenkt, bis hin zu einer vorgeschriebenen Adresse. Shanghai ist eine Schönheit mit Mängeln. Kein makelloses Modell. Chinas größte Stadt mit 22 Millionen Einwohnern. Aber Shanghai allein ist noch nicht China.

Ein Schaufenster, nach außen und nach innen. Eine Vorführmaschine, eine städtische Kreatur von Planungskadern, mit einer unersättlichen Rekordgier. ‚Ein Modell für andere Städte auf der Welt, ein Modell für Megastädte mit fünfzig oder gar sechzig Millionen Einwohnern ist Shanghai nicht‘, stellt Holtz fest. Bestenfalls sehen Chinesen aus anderen Teilen des Landes in Shanghai einen Entwurf ihrer eigenen möglichen Zukunft. Alles geht nach Plan, aber die Wirklichkeit hält sich nicht daran. Mao Guozhen hat eine winzige Nische gefunden in der riesigen Stadt, ein Plätzchen, in dem sich überleben lässt, das aber wegzuwischen ist mit dem Bleistiftstrich eines Stadtplaners. Die 34-Jährige verkauft Obst, das ihr Mann vom Wangjiamatou-Markt beschafft, ein Handel in kleinen Beträgen. Vor zehn Jahren sind die beiden aus der Provinz Jiangxi nach Shanghai gezogen, zwei einfache Menschen vom Lande, deren Ehe noch von einer Vermittlerin gestiftet worden war. Jetzt haben sie eine achtjährige Tochter. Zwei Arbeitlose waren sie, mit bescheidener Hoffnung, zwei der fünf Millionen Wanderarbeiter in Shanghai, die von der Stadt leben, die aber ebenso notwendig sind für das Funktionieren der Großstadt. Sie sind die Arbeiter auf den zahllosen Baustellen, die die Türme der bewunderten Skyline in die Höhe treiben. Sie bieten Lebensmittel in den kleinen Nachbarschaften an, dort, wo die großen Ladenketten keine Filialen einrichten wollen. Sie kochen, bedienen und reinigen in den Restaurants. Sie putzen Wohnungen und fegen Straßen, schaffen Müll und Plastik weg, stehen bereit, wenn andere eine unangenehme Arbeit nicht übernehmen wollen. Unsichtbare, ohne die Shanghai nicht strahlen könnte. Als Shanghaier gelten sie nicht. ‚Shanghai ist unkoordiniert und heterogen wie keine Stadt sonst, da ist kaum ein städtebauliches Leitbild zu erkennen.‘ Der Hamburger Architekt und Stadtplaner Meinhard von Gerkan sieht dort ’nur noch Chaos‘.

Für Chinas größte Stadt ist das eine herbe Beschreibung. Wer ohne den geläufigen China-Rausch durch die Stadt am Huangpu geht, kann nur den gleichen Eindruck bekommen. Dabei ist alles geplant. Und wer entscheidet das eigentlich? ‚Das frage ich mich auch oft‘, seufzt von Gerkan. Die Entscheidungen werden von Partei-Gremien getroffen. Architekt von Gerkan hat eine ganz neue Stadt entwerfen können: Lingang Harbour City dicht am Gelben Meer. Sie soll 2020 fertig sein und Platz für eine Million Menschen bieten Das Konzept der Satellitenstädte gehört zu Chinas Urbanisierungskonzept. In den nächsten Jahrzehnten sollen immer mehr Menschen vom Land in Städte umgesiedelt werden. ‚Es gibt nur eine Zeit für Shanghai, die Zukunft‘, stellt Joachim Holtz fest. ‚Die Vergangenheit ist eher lästig, tauglich nur mit ein paar ausgewählten Überbleibseln. Die Gegenwart wird nur als Durchgangsstrecke angesehen, zum Auftanken und Beschleunigen, nicht zum Verweilen.‘

ZDFdokukanal, Dienstag, 10.06., 21:15 – 22:00 Uhr