Essen im Alter: Ich schmecke, also bin ich

Es ist leider eine Tatsache, dass Sinnesleistungen mit zunehmendem Alter abnehmen. Was früher Geschmacksexplosionen im Mund verursachte, schmeckt nun recht fad und der Duft von Frischgebackenem wird nur noch wahrgenommen, wenn man gerade am Ofen steht und den Kuchen, die Quiche oder was auch immer herausnimmt. Kein Wunder also, dass auch der Appetit parallel dazu abnimmt, weil die Freude auf Essen eben geringer ist. Ein Problem, das viele Pflegeeinrichtungen haben. Aber auch private Betreuer können ein Lied davon singen: Lustloses im Essen stochern. Wenn Nase, Zunge und Auge nicht mehr so mitessen, wie gewohnt, wird weniger Nahrung aufgenommen. Allerdings bedingt das auch Folgekrankheiten; sowohl körperlich als auch seelisch. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Man kann die Situation verbessern.

Wie, das zeigen zahlreiche Studien zum Thema „Sensorik im Alter“. Eine holländische Untersuchung befasste sich zum Beispiel mit Optik und Akzeptanz. Ein Kartoffelpüree optisch verschönert mit Sellerieblättchen kommt bei Senioren besser an. Auch salzreduzierte Fleischbällchen (ein „Zuviel“ an Salz ist ein Problem, wenn der Geschmackssinn nachlässt) werden gern gegessen, wenn man das den Senioren mitteilt.

Auch die Struktur des Essens ist gut untersucht: „In einer Befragung stellte man klar fest, dass Personen mit Appetitlosigkeit feste Textur und Abwechslung bevorzugen“, so Dr. Eva Derndörfer, Ernährungswissenschafterin auf einer Fachtagung des Verbandes der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) im Oktober 2015. „Für Senioren ist die Abwechslung beim Essen bei Appetitmangel viel wesentlicher als bei gutem Appetit“.

Und auch das Auge isst noch mit, auch wenn es vielleicht nicht mehr so gut funktioniert. Umso wichtiger sind Kontraste. So hat eine britische Studie in einem Krankenhaus ergeben, dass die Verzehrmenge von Speisen auf blauen Tellern von 110 g auf 150 g stieg. Das sind nicht nur satte 36 Prozent mehr pro Patient, sondern für das Krankenhaus auch das stichhaltige Argument, sein gesamtes Geschirr auszuwechseln.

Eine enorme Bedeutung kommt der Essplatzgestaltung in Betreuungseinrichtungen zu. Wer selbst einmal weißen Fisch mit Kartoffelbrei auf einem weißen Teller auf weißer Tischdecke gegessen hat, ist in der Lage sich vorzustellen, wie öde das ausschaut. Dr. Inge Maier-Ruppert hat konkrete Tipps für diskrete Hilfestellungen: „Gut handhabbares Geschirr und Besteck und Farbkontraste auf Tisch und Teller sind enorm wichtig“, so die Beraterin für soziale Einrichtungen, Lappersdorf, auf der VEÖ-Tagung.

Was aber immer im Mittelpunkt stehen sollte, sind die individuellen Aspekte. Essbiografien können sich erheblich unterscheiden. So ist eine Kommunikation mit Bewohnern einer Einrichtung genauso unerlässlich wie Strukturen, die es ermöglichen, im eigenen Rhythmus zu essen. Hier ist eine innerbetriebliche Zusammenarbeit von Pflege, Küche und Service gefragt. Auch das sollte ein Kriterium bei der Suche nach einer passenden Betreuungseinrichtung sein. Viele Einrichtungen sind da schon recht fortschrittlich.
Harald Seitz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Essen & Trinken im Alter – Ratgeber für Pflegekräfte“
Bestell-Nr. 3667, Preis: 7,50 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3667

Die Zukunft des Kochens?

Supercomputer „Watson“ füttert Range Cooker von Miele mit Rezepten
IBMs lernender Supercomputer Watson hat einen neuen Job: Er entwickelt Rezepte und gibt dem Miele-Range Cooker HR 1956 – einem Herd im XXL- Format – gleich das passende Automatikprogramm für die Zubereitung mit auf den Weg. Zu sehen ist diese Innovation auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, die am 6. Januar begonnen hat.

Die Präsentation auf dem IBM Messestand in Las Vegas ist noch eine Studie. Für viele Experten sieht so allerdings die Zukunft des Kochens aus. Und die ist einfacher als gedacht: Per Smartphone nimmt der Anwender Kontakt mit dem Supercomputer auf, der längst nicht mehr physisch an einen Standort gebunden ist, sondern in der Cloud, also über ein Rechnernetzwerk, operiert. Der Nutzer teilt mit, auf was er heute Appetit hat oder liefert einfach eine Liste mit den verfügbaren Lebensmitteln. Watson schlägt daraufhin bis zu 100 Rezepte vor. Diese sind einfach einzugrenzen – etwa mit Blick auf gute Bewertungen anderer Nutzer („classic“) bis hin zu Zusammenstellungen mit Überraschungspotenzial („surprise me“). Berücksichtigt werden beispielsweise auch Einschränkungen wie „glutenfrei“. Die ausgewählte Rezeptur und die Zubereitungsschritte übermittelt Watson an Smartphone oder Tablet des Nutzers – inklusive des Hinweises, dieses Gericht doch bitte im Miele- Backofen zuzubereiten. Abhängig von den Lebensmitteln und den im Haushalt vorhandenen Geräten kann die Empfehlung auch „Zubereitung im Dampfgarer“ lauten. Der Rest ist beinahe Formsache: Zum Rezept sendet der Computer gleich das passende Automatikprogramm an den Backofen.

„In letzter Konsequenz ist das ein Paradigmenwechsel in der Kochkultur“, erklärt Andreas Enslin, Leiter des Miele DesignCenters und Initiator der Studie mit IBM. „Ich bin überzeugt, dass solche Assistenzsysteme, wie sie Watson ermöglicht, das Kochen kreativer, komfortabler – und mit Blick auf die Ergebnisse – auch zuverlässiger machen“, so Enslin. Watsons Wissen basiert zum einen auf über 9.000 Rezepten der Cuisine- und Cateringfirma „Bon Appetit“, mit denen Watson gefüttert wurde. Food-Experten des New York Institute of Culinary Education haben zudem tausende Zutaten nach Aromen und Beschaffenheit bewertet und diese als Daten beigesteuert. Mit Hilfe von Tastings, bei denen Verbraucher die entwickelten Rezepte bewerten, hat der Supercomputer gelernt, was geschmacklich zusammen passt – so wird Watson mit jedem einzelnen Kontakt zu einem immer besseren Koch.

Die IBM-Experten sprechen – angelehnt an „cognitive computing“ – von „cognitive cooking“: Wissen und Erfahrungen des Menschen werden mit der Rechenleistung eines Computers kombiniert. Damit dies dann auch im Zusammenspiel mit dem Range Cooker HR 1956 funktioniert, hat Miele im Vorfeld die Betriebsarten, Zeiten und Temperaturen einiger hundert Automatikprogramme für den IBM-Computer zur Verfügung gestellt.

Zur CES in Las Vegas stellt Miele den Range Cooker HR 1956, der Bestandteil einer komplett neu entwickelten Range-Baureihe ist, erstmals einem größerem Publikum vor. Der HR 1956 ist ein 48-Zoll Herd mit für diese Produktkategorie einzigartigen Ausstattungsmerkmalen. Dazu gehören zwei Garräume, einer davon auch als Mikrowelle nutzbar, sechs Gasbrenner, ein Griddle sowie eine Wärmeschublade. Eine weitere Besonderheit ist die Funktionsart Klimagaren (bessere Brat- und Backergebnisse durch Feuchtigkeitsunterstützung). Wichtigste Voraussetzungen für das Projekt mit IBM sind jedoch die Vernetzungsfähigkeit des Gerätes sowie die hochwertige elektronische Gerätesteuerung. Diese bieten die Grundlagen für die Übermittlung von Rezepten und Automatikprogrammen via Internet.

Watson gehört zu einer neuen Art von Computersystemen, die in der Lage sind, selbstständig Informationen aus Daten zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen. Damit nähert sich dieses Computersystem den kognitiven Fähigkeiten des Menschen und birgt enormes Potenzial für zukünftige Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Datenmenge wächst extrem schnell und wird in den kommenden fünf Jahren um 800 Prozent zunehmen. Bekannt geworden ist Watson in den USA, als er in der beliebten Quizsendung „Jeopardy“ die zwei besten Kandidaten eines Jahres deutlich besiegt hat. Aktuell wird Watson bei der Behandlung von Krebspatienten eingesetzt. Hierfür kann er auf riesige Datenmengen unter anderem aus Untersuchungen, Forschungsergebnissen und Fachliteratur zugreifen, diese analysieren, Hypothesen formulieren und Behandlungsvorschläge machen.

Alkohol ganz schlecht beim Abnehmen

Kalorienfalle Alkohol – Wer abnehmen will vergisst oft den erheblichen Nährwert des Alkohols

So manche Energiebombe versteckt sich dort, wo man sie gar nicht vermutet. „Das Glas Wein zum Essen oder das Bierchen am Abend vor dem Fernseher werden in Ernährungsprotokollen oft vergessen“, sagt die Ernährungsexpertin vom Kompetenznetz Adipositas Dr. Christina Holzapfel im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Sie hat schon viele Abnehmgruppen wissenschaftlich begleitet. „Alkohol hat pro Gramm fast so viele Kalorien wie Fett“, erklärt sie. So schlägt ein Achtel Wein mit 100, die Halbe Bier mit gut 200 Kalorien zu Buche.
Und Alkohol hat noch eine weitere negative Wirkung für Abnehmwillige: Es regt den Appetit an!

Mario Gamba

Der beste Italiener Deutschlands stellt seine Pasta-App vor
Appetit auf Pasta will der Münchner Sterne-Koch Mario Gamba mit seiner soeben vorgestellten App machen. Der als „bester Italiener Deutschlands“ gekürte Küchenchef und Inhaber des „Acquarello“ bietet mehrere Rezepte für außergewöhnliche Gerichte an, unterteilt in Fisch, Fleisch und vegetarisch. Sie sind durchweg leicht nachzukochen. Gamba verrät wertvolle Tricks und Kniffe der meisterlichen Pastazubereitung. Die App ist für das ipad und iphone erhältlich, in den Sprachen deutsch und englisch. Sie kostet einmalig 2,69 Euro.

Mario Gamba gehört mit seinem „Acquarello“ in München schon lange zu den festen Größen der Gourmetküche. Vor kurzem wurde er zum wiederholten Male zum „besten Italiener Deutschlands“ gewählt, diesmal vom Magazin „Der Feinschmecker“.

www.acquarello.com

Literarischer Wettbewerb der GAD

47. Literarischer Wettbewerb der GAD Gastronomische Akademie Deutschlands:

Im GAD-Fokus – Genussbücher

Experten bewerteten Bücher zu den Themen Kochen, Genuss und Tafelkultur –
Preisverleihung am 09. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse

Am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse, am 09. Oktober, heißt es traditionell „Vorhang auf“ – diesmal für 67 erlesene Bücher beziehungsweise deren Autoren und Verlage. „Bücher die „Appetit“ machen“, so lautet das Urteil der Experten die zur Jurysitzung des Literarischen Wettbewerbs der GAD Gastronomischen Akademie Deutschlands e. V., Anfang Juli in Frankfurt am Main zusammenkamen. Im 47. Wettbewerb, zu dem 39 Verlage aus dem deutschsprachigen Europa mehr als 100 Werke einreichten, rund um die Themen Kochen, Tafelkultur, Genießen und Gastlichkeit, vergibt die GAD die nur selten verliehene höchste Auszeichnung die „Goldene Feder“ für ein Buch, dazu 17 Gold- und 48 Silbermedaillen sowie einen Sonderpreis.

In der individuellen Vorbereitung der Jurysitzung hatte jeder der 38 Juroren wieder zahlreiche Bücher aus seinem Fachgebiet bewertet. Die Hälfte aller GAD-Juroren vertrat persönlich ihre Einschätzung in der finalen Erörterung zur Entscheidung über die Prämierungen.
Jurykoordinator Andreas Eggenwirth (GAD) dankte allen Juroren für ihr großes Engagement und fasste die Schwerpunkte der Veröffentlichungen zusammen: „Die eingereichten Bücher folgen weiter den gesellschaftlichen Trends der letzten Jahre, so bleiben die „thematischen Renner“ auch dieses Jahr wieder regionale Produkte, vegetarische und vegane Küche sowie avantgardistische und Lifestyle-Themen im Segment der „Genussbücher“.

Neben den inhaltlichen Highlights geht auch im Erscheinungsbild und im Herstellungsverfahren der Trend weiter zu hochwertiger Buchqualität mit ansprechen-dem Design und Haptik.

Diesen qualitativen Aspekten und den hervorragenden Autorenleistungen angemessen ist auch die Quote der Prämierungen, so konnten in diesem Jahr wieder mehr als die Hälfte der eingereichten Bücher ausgezeichnet werden.

www.gastronomische-akademie.de

Am 3. September 2012 ist "Tag des Gemüses"

„Der „Tag des Gemüses“ soll Lust und Appetit auf die bunte Vielfalt unserer Gärten und Felder machen – auf Spargel, Kohl, Möhren, Paprika, Tomaten und Co.“ so Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes, Decker weiter: „Ich möchte hinzufügen: Noch mehr Lust und Appetit. Denn Gemüse hat ein hervorragendes Image. Ob frisch, direkt vom Bauern oder Wochenmarkt, ob gut sortiert im Supermarkt oder beim Discounter, ob Tiefgefrorenes oder als Konserve – das, was unsere Bauern und Gärtner auf ihren Äckern und unter Glas produzieren, gilt zu Recht als gesund und lecker. Bei einer ausgewogenen Ernährung jedenfalls dürfen die „bunten Vitaminbomben“ nicht fehlen, die sich dazu auch noch vielseitig zubereiten lassen.“

Auf einem „Gemüse-Serviceportal“ unter www.tag-des-gemueses.de wird auf verschiedene Gemüse- und Hoffeste hingewiesen – zudem sind dort Rezepte, Infos, Anregungen, Buch-Tipps und Gemüse-Links zu finden. Bei einem Gemüse Gewinnspiel kann jeder eines von 14 Büchern zum Thema Gemüse gewinnen.

Die größte Veranstaltung zum Tag des Gemüses 2012 veranstaltet der Landwirt des Jahres Peter Zens. Am Samstag und Sonntag den 1. und 2. September gibt es auf dem Erlebnishof Gertrudenhof, Lortzingstraße 160, Hürth – Hermülheim jeweils von 10.00-19.00Uhr ein buntes Familienprogramm. Mit großem Kürbismarkt, Hofführungen zu den Kürbisfeldern, Kinderschminken, Maschinenschau, Stockbrotgrillen, Kaffee und Kuchen, Kürbissuppe und Kürbisrösti. Der Eintritt ist frei.

Übergewicht auch ein Stressproblem?

Frustrierende Situationen kennt jeder. Doch während sich manche zu Frustessern entwickeln, die mit Übergewicht und einem schwer kontrollierbaren Hungergefühl kämpfen, verlieren die anderen den Appetit und verfallen in Depressionen. Schuld daran könnten zwei unterschiedliche Strategien des Körpers sein, mit den uns umgebenden Stressfaktoren umzugehen.

Was für schlanke Menschen als mangelnde Disziplin erscheint, ist für Übergewichtige ein scheinbar unüberwindbares Problem: das ständige Hungergefühl. Für viele ist dieses der Saboteur eines jeden Abnehmversuches, der sich mit jeder Diät noch verschlimmert. Dabei mag es für den erfolglosen Abnehmwilligen wie eine verbale Ohrfeige erscheinen, wenn ihm schlanke Zeitgenossen berichten, dass ihr aktueller Gewichtsverlust vom Stress herrührt. Er selbst neigt schließlich in frustrierenden Situationen dazu, seine selbst auferlegten Lebensmittelverbote über Bord zu werfen und mehr zu essen, als er sich sonst zugesteht. Was paradox zu sein scheint, ist nach den Erkenntnissen des Adipositas-Forschers Achim Peters das Ergebnis zweier unterschiedlicher Anpassungsstrategien an chronischen Stress.

Das Gehirn als unser wertvollstes Organ steht in der Versorgungshierarchie an erster Stelle. Signalisiert es Energiemangel, setzt der Körper alles in Bewegung, um Glukose aus den Energiespeichern Richtung Zentralnervensystem zu mobilisieren. In Stresssituationen verbraucht das Gehirn mehr Energie, wodurch ein Stresssystem in Gang gesetzt wird, das entsprechend mehr Glukoseenergie aus den Speichern ordert. Anhaltender Stress, dem wir mittlerweile nahezu täglich ausgesetzt sind, seien es finanzielle Engpässe, familiäre Probleme, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder der Drang um soziale Anerkennung, würde folglich zu einem permanenten Gewichtsverlust führen. Bei einigen Menschen ist das auch der Fall, wie Peters beschreibt. Diese stehen ständig unter Strom, vergessen über ihren Problemen häufig das Essen und nehmen ab. Was aus Adipositassicht erfreulich klingt, birgt auf Dauer allerdings die Gefahr für ernstzunehmende Depressionen.

Demgegenüber reagiert ein beträchtlicher Teil der Menschen entgegengesetzt. Hier dämpft der Körper die permanente Stressbelastung durch Aktivierung seines körpereigenen Beruhigungssystems. Diese Menschen begegnen frustrierenden Situationen mit einer höheren inneren Ruhe. Dennoch benötigt auch hier das Gehirn vermehrt Energie. Da das gehemmte Stresssystem die Versorgung nicht mehr aus den Körperreserven ausgleicht, muss das Gehirn seine Glukosezufuhr über andere Wege sichern. Die Lösung ist ein vermehrtes Hungergefühl. Typischerweise ist dieses häufig mit Appetit speziell auf kohlenhydratreiche Lebensmittel verbunden, wie Schokolade, Chips oder Nudeln. Menschen mit dieser körpereigenen Stressbewältigungsstrategie nehmen folglich kontinuierlich zu.

Das Hinterfragen des Essverhaltens ist folglich ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung von Übergewicht. Wer in belastenden Situationen mit „Mehressen“ reagiert, sollte möglichst Strategien suchen, dem Stressauslöser entgegenzuwirken. Eine strenge Diät mit Verzicht und Verboten stresst in diesem Fall zusätzlich und fördert Hungerattacken. Sinnvoller ist es, Maßnahmen zu ergreifen, den Stress zu bewältigen, wie etwa das Erstellen von Prioritäten, das bewusste Einhalten von Entspannungsphasen, die Abkehr von überzogen Ansprüchen an sich selbst oder der Aufbau eines unterstützenden sozialen Umfeldes. Auf diesem Wege gelingt die Rückkehr zu einem normalen Essverhalten leichter und die Erfolgsaussichten für eine langfristige Gewichtsabnahme steigen.

Bio Gorgonzola

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Bioküche für fade Tofubratlinge und schwere Vollwertkost verlacht wurde. Heute steht Bio für modernen Genuss und Lebensqualität, immer mehr Konsumenten entscheiden sich bewusst für Lebensmittel, deren ökologische Herstellung zertifiziert ist und somit für die Alternative zur undurchsichtigen Massenproduktion.

IGOR, Weltmarktführer in der Gorgonzolaherstellung, schafft in seinem Werk im italienischen Novara den Balanceakt zwischen konkurrenzfähiger Produktion und dem Festhalten an traditionellen Herstellungstechniken sowie der Verwendung ausschließlich regionaler Produkte. Der unvergleichliche und authentische Geschmack und die Qualität des Gorgonzolas hat nun auch ein Team von Bioköchen in Hamburg überzeugt: Die erst kürzlich als „Bioköche 2012“ ausgezeichneten Florian Kerl und Phillip Sönnichsen haben daher raffinierte Rezepte mit dem Blauschimmelkäse kreiert. In der Küche von Frau Harms Genussraum zeigten sie, dass Gorgonzola weit mehr Gerichten eine köstliche Note verleihen kann, als nurPizza und Pasta. Ein Kürbissüppchen mit geschmolzenem Gorgonzola, Kürbiskernen und Ciabatta Crostini zum Beispiel macht nicht nur Suppenfans Appetit. Sämtliche Geschmacksknospen von süß bis salzig spricht Kerls und Sönnichsens Gorgonzola Risotto mit Walnusskrokant und gegrillter Birne an. Krosser Zander mit Blattspinat, Ofentomaten und Gorgonzolaschaum sowie Blattsalat mit Radieschen, Frühlingslauch und gebackenem Gorgonzola verbreiten Frühlingslaune.

Die Gäste Genussraums schätzen die bewusst auf saisonale und ökologische Produkte fokussierte Küche im Restaurant von Frau Harm schon seit August 2011, als dieses in die Scheune des Hamburger Umweltzentrums einzog. Die Gorgonzolarezepte sind jedoch in der Zubereitung bewusst so einfach gehalten, dass sie auch von Käsefans zu Hause nachgekocht werden können.

Viele weitere Rezepte und Produktinformationen finden Gorgonzolaliebhaber auf www.igornovara.it
Einen Einblick in Frau Harms Genussraum in Hamburg bietet http://www.frau-harms-genussraum.de

Ole Plogstedt

Die Recklinghausener Zeitung verlost eine Menü von und mit Ole Plogstedt – 4. April, im Ratskeller

Ein Spitzen-Fernsehkoch mit einer bewegten Geschichte sorgt am Mittwoch, 4. April, im Ratskeller für einen schrägen Jubiläumsschmaus: Ole Plogstedt hat mit der „Roten Gourmet Fraktion“ (RGF) für Furore gesorgt. Nächste Woche kommt er nach Recklinghausen.

Wenn Sie das Menü für 2 Personen in Recklinghausen gewinnen wollen, lesen Sie die Bedingungen bei der Recklinghausener Zeitung:
www.recklinghaeuser-zeitung.de/lokales/recklinghausen/Echter-Kochprofi-bittet-zum-Jubilaeumsschmaus;art1000,709249

Wie viele Sterneköche arbeitet auch Ole Plogstedt mit CHROMA HAIKU Messer.

Viel Glück bei der Verlosung und guten Appetit!

Ghrelin: Zum Essen verführt?

Ein Blick auf leckere Speisen genügt, um auch ohne Hunger Appetit zu bekommen. Schuld ist laut Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts das Hormon Ghrelin, das uns mehr essen lässt, als nötig.

Wer hat den Satz nicht schon einmal gehört: Ich brauche das Stück Kuchen nur anzuschauen, und schon habe ich ein Kilo mehr auf den Rippen! In diesem scherzhaft gemeinten Spruch steckt ein kleiner Funken Wahrheit, wie nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts belegen. Diese gingen der Frage auf den Grund, warum wir beim bloßen Anblick von leckeren Speisen Appetit bekommen. Die Antwort liegt ihren Ergebnissen zufolge beim Ghrelin. Ein Blick auf verschiedene Lebensmittelfotos ließ bei ihren Studienteilnehmern den Blutspiegel des Appetithormons deutlich ansteigen. Bilder ohne Lebensmittel blieben hingegen ohne Effekt.

Ghrelin spielt eine entscheidende Rolle bei der Nahrungsaufnahme und der langfristigen Gewichtsregulierung. In Hungerphasen schüttet der leere Magen das Hormon aus, um über die Freisetzung eines appetitauslösenden Botenstoffs im Gehirn die Lust auf Essen zu wecken. Erst wenn der Magen gefüllt ist, sinkt die Produktion wieder. Ghrelin wirkt aber nicht nur appetitanregend, sondern unterdrückt durch eine verlangsamte Fettverbrennung auch den Abbau von Fettreserven. Uns bereits beim Anblick von Lebensmitteln hormonvermittelt zu ermuntern, diese zu verzehren, mag in Urzeiten ein nützlicher Effekt gewesen zu sein. Das Nahrungsangebot war begrenzt und jede Möglichkeit, sich Energiereserven anzulegen, war überlebenswichtig.

Heute scheint der Mechanismus eher von Nachteil zu sein. Lebensmittel sind nicht nur jederzeit greifbar, sondern auch permanent sichtbar. Zeitschriften locken mit leckeren Rezepten, in jedem Werbeblock preisen Lebensmittelhersteller ihre Produkte mit appetitlichen Bildern an und kleine Snacks auf dem Schreibtisch verführen zum Naschen zwischendurch. Optische Reize sind allgegenwärtig und verleiten dazu, mehr zu essen, als gewollt. Wer kann da noch unterscheiden, was echter Hunger oder nur übermäßiger Appetit ist? Zudem spielt in Sachen bewusste Ernährung nicht nur das „Was“, sondern auch das „Warum wir essen“ eine Rolle. Um sich der verführerischen Wirkung zu entziehen, sollte außer zu den Mahlzeiten nichts Essbares im Blickfeld stehen. Gerade Snacks, Knabbereien und Süßigkeiten verschwinden besser in der Schreibtischschublade oder in den Schrank, bis tatsächlicher Appetit aufkommt. Auch die Empfehlung satt einkaufen zu gehen, ergibt in diesem Zusammenhang einen Sinn. Denn gerade ungesunder Inhalt lockt oftmals mit verführerischen Bildern auf der Verpackung.

Im Übrigen lassen auch Schlafmangel und chronischer Stress den Ghrelinspiegel ansteigen. Neben einer bewussten Ernährung sind folglich ein guter Schlaf und regelmäßige Entspannung wichtig, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Welche Faktoren neben Ghrelin die Nahrungsaufnahme und langfristige Konstanthaltung des Körpergewichts beeinflussen, zeigt das neue A4-Poster „Regulation der Nahrungsaufnahme“, das im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich ist.