Katerfrühstück – Rezept

tv.gusto präsentiert das ideale Katerfrühstück zur fünften Jahreszeit

Der Kopf dröhnt, die Glieder schmerzen und an einen geregelten Tagesablauf ist nicht zu denken. Doch nicht eine winterliche Grippewelle verursacht dieses Elend, sondern es ist die physische Rache für die vorabendliche ausschweifende Party mit zu viel Alkohol. Ein jeder, der schon einmal zu tief ins Glas geschaut hat, kennt die körperlichen Qualen, die der durch Alkohol verursachte Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel verursacht. Wer sich nicht mit Medikamenten Abhilfe verschaffen möchte, sollte mit einem herzhaften Frühstück seine Depots wieder auffüllen und die Nachwehen von Bier, Wein und Co. so ganz natürlich vertreiben.

Für alle Karnevalisten, die die kommenden tollen Tage in vollen Zügen und ohne Reue genießen möchten, haben die Küchenchefs von tv.gusto ein ideales Katerfrühstück zusammengestellt. Dieses Frühstück lässt körperliches Unwohlsein im Eiltempo verschwinden: „Matjestatar auf Pumpernickel“ ist so einfach und schnell zuzubereiten, dass er auch an einem verkaterten Morgen gut gelingt. Dabei kompensiert die Kombination des salzigen Matjes mit Vollkornbrot den Mineralien und Vitaminverlust des vergangenen Abends und bringt den Körper schnell wieder in Schwung!

tv.gusto wünscht allen Jecken eine fröhliche Karnevalszeit und einen guten Appetit!

Matjestatar auf Pumpernickel

2 Matjesfilets
1 Zwiebel
1 Porreestange
2 Essiggurken
Dill
Salz
grober Pfeffer
Öl
Essig
1 Packung Pumpernickel

Matjesfilets, Zwiebel, Porree und Gurken fein würfeln und vermengen. Mit Dill, Salz, Pfeffer, Essig und Öl abschmecken und auf dem Pumpernickel anrichten.

“tv.gusto wünscht viel Spaß beim Nachkochen“ tv.gusto – Deutschlands TV-Sender rund ums Essen und Genießen. Mehr Informationen unter www.tvgusto.com.

Alkoholkonsum

Der Alkoholkonsum ist nach Einschätzung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) weiterhin zu hoch: Im Jahr 2004 trank jeder Deutsche mehr als 145 Liter, wobei Bier mit knapp 116 Litern das beliebteste alkoholische Getränk war. Es folgten Wein (20,1 l), Spirituosen (5,8 l) und Schaumwein (3,8 l). Verbraucher im Alter von 18 bis zu 69 Jahren leeren demnach etwa vier Gläser Alkohol am Tag. Bereits dieser durchschnittliche Konsum ist besorgniserregend, erklärt die DHS. Deutschland gehört weltweit zu den sechs Ländern mit dem höchsten Verbrauch an reinem Alkohol. Beim Bierkonsum liegen die Deutschen sogar an dritter Stelle. Nur in Tschechien und in Irland wurde im Jahr 2003 mehr Gerstensaft getrunken. Alkohol sei ein gefährliches Produkt, das anders zu bewerten ist als Lebensmittel, warnt die DHS. Jedes Jahr sterben 73.000 Menschen vorzeitig an den Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums, in der Regel kombiniert mit Tabak.

Der aid infodienst rät, den Genuss von alkoholischen Getränken nicht zum Alltag zu machen. Gegen ein Gläschen Wein oder eine Flasche Bier ist von Zeit zu Zeit aber nichts einzuwenden.

Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)/ AID

Die besten Katerkiller

Die besten Tipps für einen katerfreien Neujahrsmorgen

Alkoholika sind aus der Silvesternacht für
die meisten nicht wegzudenken; auf Brummschädel, Gliederschmerzen, Durst und
Übelkeit am nächsten Morgen würden sie jedoch lieber verzichten.
Daher gibt
Diplom Oecotrophologin Katrin Raschke von der Gesellschaft für
Ernährungsmedizin und Diätetik aus Aachen kurz vor der alkoholreichsten
Nacht des Jahres einige Tipps, die dem Neujahrskater die Krallen stutzen.
Alkohol ist ein Nervengift, das unser zentrales Nervensystem und sämtliche
Stoffwechselfunktionen schädigt. Nicht zu vernachlässigen ist der
volkswirtschaftliche Schaden, der durch Alkoholmissbrauch entsteht: Jährlich
verursachen alkoholassoziierte Krankheiten Kosten von rund 20 Milliarden
Euro (1). Daher ist der wichtigste Grundsatz, den Alkoholkonsum am
Silvesterabend im Rahmen zu halten. Die alkoholfreien Varianten von
Cocktail, Bowle & Co. Sollten unbedingt einen festen Platz im
Getränkeangebot haben. Als Faustregel gilt: Auf jedes alkoholhaltige Getränk
sollte ein großes Glas natriumreiches Mineralwasser folgen. Das reduziert
die Alkoholaufnahme, verbessert die Flüssigkeitsbilanz und der Körper
trocknet nicht aus. Denn Alkohol schwemmt Wasser und wichtige Mineralstoffe
wie Natrium, Magnesium und Kalium aus dem Körper. Der Mangel an Wasser und
Mineralstoffen ist der Hauptverursacher der Kopfschmerzen und des
Nachdurstes am Morgen danach. Auf dem Silvesterbuffet sollten viele
mineralstoffreiche Speisen wie Rollmops, Käsehäppchen, eine kräftige Suppe,
Obst oder Nüsse stehen. Diese füllen die Mineralstoffspeicher vorab auf,
damit sie dem Alkohol standhalten können. Die erste Regel für den
Neujahrsmorgen ist, den strapazierten Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt
schnellstmöglich auszugleichen. Reichlich Mineralwasser und ein Glas
Gemüsesaft, gewürzt mit Salz, sind dafür ideal. Das klassische
Katerfrühstück steht ganz im Zeichen der Vitamine und Mineralstoffe:

Heringssalat, saure Gurken, Rührei und eine kräftige Bouillon, Vollkornbrot
mit herzhaftem aber magerem Belag, Obst oder Rohkost, Quark oder Joghurt
machen munter, satt und fit. Eine Magnesium-Brausetablette kann hilfreich
sein, da Alkohol ein wahrer „Magnesium-Killer“ ist. Dazu ist ein Spaziergang
an der frischen Luft ideal, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Eine
besondere Rolle bei Alkoholgenuss nimmt das Spurenelement Zink ein. Es ist
Bestandteil des Enzyms Alkoholdehydrogenase, das den Alkohol in der Leber
abbaut. Zink scheint zudem die Leber vor alkoholbedingten Schäden zu
schützen (2). Daher ist es sinnvoll, in „alkoholreichen Zeiten“ wie
Silvester oder Karneval täglich 15 Milligramm Zink einzunehmen. Zink ist
aber kein Freibrief für gedankenloses Zechen, mahnt Raschke abschließend.

(1) „Kosten alkoholassoziierter Krankheiten – Schätzungen für Deutschland“, Robert-Koch-Institut 2002
(2) Kang YJ: Schützt Zink vor alkoholbedingten Leberschäden? Ernährung & Medizin 2003; 18 (2): 59-62, Sonderdruck

Bizarre Biermischungen

Sprühkäse, grüner Ketchup, Eiswürfel im Wein – die
US-Amerikaner verblüffen immer wieder mit gewagten kulinarischen
Erfindungen. Auch auf dem Biermarkt findet man neuerdings etliche
Kuriositäten: Den Gerstensaft gibt es jetzt in vielen ungewöhnlichen
Geschmacksrichtungen wie Dattel oder Schokolade, berichtet das
Reisemagazin GEO SAISON in seiner neuesten Ausgabe. Mit diesen so
genannten „extreme beers“ versuchen die Brauereien den Bierkonsum
wieder anzukurbeln. Reisende treffen in immer mehr Bars etwa auf das
„Peanut Butter Porter“, ein Bier aromatisiert mit Erdnussbutter, oder
das „Kelpie Seaweed Ale“, gebraut mit Gerste von Feldern, die mit
Seegras gedüngt werden. Ein ganz besonderer – und ganz besonders
teurer – Trank ist das Bier mit dem höchsten Alkoholgehalt weltweit.
Das likörartige „Utopias“ fermentiert zehn Monate in Whiskey- oder
Cognacfässern, bringt es auf 25,6 % Alkohol, wird lauwarm serviert –
und kostet 100 Dollar pro (Kupfer-)Flasche.

Weitere Themen im Dezemberheft: Reisen für die Seele – von
Yoga-Ferien bis Pilgerwandern; Kanada – in der weißen Wildnis; Mumbai
– Indiens unfassbare Metropole; Nordseeinseln – Winterfrische am
Strand, lange Abende am Kamin.

Das neue GEO SAISON umfasst 148 Seiten, kostet 4,80 Euro und ist
ab dem 30. November im Handel erhältlich.

Glühwein

Für viele gehört der Glühwein zum Weihnachtsmarkt
wie der Schnee zum Winter. Doch Alkohol und Zucker im warmen
Wintergetränk führen nicht selten zu starken Kopfschmerzen. Die
Lebensmittel-Experten von TÜV SÜD erklären, wie der Glühwein-Kater
vermieden werden kann.

Zimt lindert Übelkeit und Nelken helfen bei Zahnschmerzen. Trotz
dieser Inhaltsstoffe führt so mancher Glühweingenuss zu Unwohlsein –
auch wenn es nur eine Tasse war. Vor allem die Kombination von
erhitztem Alkohol und viel Zucker steigt schon bei geringen
Trinkmengen sehr leicht zu Kopf. Besonders, wenn versucht wurde,
geschmackliche Mängel eines minderwertigen Weines mit viel Zucker zu
verdecken.

Wer auf Nummer sicher gehen will, dem raten die Experten von TÜV
SÜD: Selbermachen. Beim Zubereiten des Glühweins ist die Grundregel
Nummer eins, nur qualitativ hochwertigen Rotwein zu benutzen. Am
besten solchen, der auch pur gut schmeckt. Grundregel Nummer zwei
lautet, nicht zuviel süßen. Bei einem lieblichen Rotwein, ist das oft
sogar ganz überflüssig. Grundregel Nummer drei: Der Glühwein sollte
nicht gekocht, sondern nur erhitzt und dann gleich serviert werden.
So entweicht der Alkohol nicht schon vorher und die Gewürze kommen
mit ihrem vollen Aroma zur Geltung.

Wie immer bei alkoholischen Getränken ist man gut beraten, sich
nicht mit leerem Magen auf sie einzulassen. Wer sich also gleich nach
dem Büro an der Glühweinbude verabredet hat, sollte vorher noch beim
Lebkuchen- oder Imbissstand vorbei schauen und sich eine „Unterlage“
verschaffen.

Ein Gläschen Bier ist gut für die Nieren …

… sagt der Deutsche Brauer Bund und wird von der Berliner Charite bestätigt.

Wer moderat Alkohol genießt, stärkt die Funktion seiner Nieren. Zu diesem Ergebnis
kam eine neue Studie der Berliner Charité. Die Forschergruppe um Dr. Elke Schaeffner wertete darin die amerikanische “Physicians Health Study” aus, die Daten zur Gesundheit von 11.000 amerikanischen Ärzten enthält. Die Forscher gingen dabei der Frage nach,
welche Auswirkungen Alkoholkonsum auf die Nieren zeigt.

“Bei Männern, die sieben Drinks pro Woche zu sich nahmen, lag der Keratininwert um
30 Prozent niedriger als bei Abstinenzlern”, so Dr. Elke Schaeffner von der Charité-Klinik
für Nierenheilkunde und Leiterin der Studie. Keratinin ist der Messfaktor für die Nieren-
gesundheit. Bei maßvollen Alkohol-Trinkern war der Keratininwert deutlich günstiger als
bei Männern mit höherem oder niedrigerem Alkoholkonsum. Sie hatten das geringste
Risiko, an Nierenfunktionsstörungen zu erkranken.

Die deutsche Studie bestätigt damit mehrere internationale Untersuchungen, die belegen, dass maßvoller Biergenuss für die Verdauungsorgane gut ist. So fand beispielsweise das Nationale Gesundheitsinstitut in Helsinki** bereits 1999 heraus: Eine Flasche Bier täglich
reduziert das Nierenstein-Risiko um 40 Prozent. Als “maßvoller Biergenuss” gilt: ein Liter Bier täglich für Männer; für Frauen etwa ein halber Liter, denn sie bauen Alkohol lang-
samer ab.

* Schaeffner et al.: “Alcohol Consumption and the Risk of Rental Dysfunction in Apparently
Healthy Men”, Arch Intern med. 2005; 165:1048-1053
** American Journal of Epidemiology 1999; 150:187-94

Federweißer

„Er ist gesund, weil reinigend und entgiftend“ – auf diesen einfachen Nenner bringt es Dr. med. Anselm Graf von Ingelheim, Facharzt für Allgemeinmedizin, Spezialist für biologische Medizin und Präsident der „Internationalen Gesellschaft für Homöopathie und Homotoxikologie e. V.“ Gemeint ist ein Getränk, das nur kurze Zeit Saison hat und dann wieder bis zum nächsten Jahr vom Markt verschwindet: Federweißer. Der Rheingauer Wein-Doktor, wie von Ingelheim respektvoll genannt wird, freut sich an dem Saison-Artikel. Und so geht es auch Maresa Breuer aus Rüdesheim am Rhein. Gemeinsam mit Freunden hat die neue Rüdesheimer Weinkönigin einen Drink kreiert, bei dem Federweißer die Hauptrolle spielt. Der „Rausch Royal“ ist ganz easy in der Zubereitung. Aus nur zwei Zutaten besteht der Stoff, von dem nicht nur Königinnen träumen. „Man nehme“ so spricht die Queen „ein Glas, das 0,2 Liter fasst, bedecke den Boden mit 0,1 Liter (circa ein halbes Schnapsglas) Cassis Likör und fülle mit Federweißer auf. Fertig ist der „Rausch Royal“. Er schmeckt erfrischend und macht Lust auf einen heißen Herbst.

Lust auf „Rausch Royal“ und auf viele weitere besondere Begegnungen sollten alle mitbringen, die sich am letzten Wochenende im Oktober und am ersten November-Wochenende auf den Weg in die Heimat der Rüdesheimer Weinkönigin machen. Freitags ab 15.30 Uhr und Samstags und Sonntags ab 10.30 Uhr treffen sich auf dem Marktplatz Winzer und Weinfreunde, Künstler und (Keller) Kinder, Familien und vor allem Fans des schönsten aller Herbstgeschenke. Den Federweißen feiern die Rüdesheimer nun schon seit über 20 Jahren. Mit Budenzauber und vielen (oft ganz spontanen) Darbietungen, mit Zwibbelkuche und Schmalzebrote und mit ganz viel persönlichem Einsatz. Auch die Herbst-Muck ist unterwegs mit Rebenkranz und Tonscherbe, und so manches Lied erklingt in eigenwilligen, original Rüdesheimer Text-Versionen. Nach einem Besuch auf dem Marktplatz lohnt es sich, durch die Gassen zu bummeln und nach Straußwirtschaften Ausschau zu halten. Wo’s Sträußje hängt, wird ausgeschänkt: Federweißer, junge und alte Weine, begleitet von deftigen Spezialitäten nach überlieferten Hausrezepten.

„Stürmische Gärung“ heißt der Vorgang, der Most zum Federweißen adelt. Die Hefepilze treffen auf den Fruchtzucker und spalten ihn in Alkohol und Kohlensäure. Die Kohlensäure macht den gärenden, brodelnden Most spritzig – und explosiv. Innerhalb von Minuten kann in verschlossenen Transportbehältern ein Druck entstehen, der selbst Glasflaschen zum Bersten bringt. Grund dafür, die explosive Mischung nur in nicht fest verschlossenen Flaschen zu verkaufen. Zwei bis drei Tage lässt sich der Federweiße im Kühlschrank aufheben. Er enthält neben Alkohol vor allem Hefezellen, Weinsäuren, Mineralstoffe und Vitamine aus der B-Gruppe. „Ein wahrer Gesundbrunnen“, so Dr. med Anselm Graf von Ingelheim.

Und das sind die Highlights des Festprogramms:

Freitag, 28. Oktober, 18.00Uhr: „Metrogenomes“ – Orchestermusik aus der englischen Partnerstadt Sawanage

Sonntag, 30. Oktober, 10.30 Uhr: Feierliches Hochamt zum Erntedank in der St. Jakobus Kirche mit Weinkönigin, Prinzessinnen und Winzern in Tracht

Sonntag, 30. Oktober, 11.45 Uhr: Festzug auf den Markt, gefolgt von Fassanstich durch Bürgermeister Udo Grün und den Wein-Majestäten

Samstag, 5. November, 18.00 Uhr: Es spielen die Nightcaps aus Rüdesheim

Sonntag, 6. November, 18.00 Uhr: Die Herbstmuck beschließt den Markt

Weitere Infos: www.ruedesheim.de

Nur die Besten in die Flasche

„Nur die besten Demeter-Äpfel dürfen in die Flasche“, das sagt Rolf Clostermann selbstbewusst. Viele Arbeitsschritte und noch mehr Sorgfalt sind notwendig, um am Ende des achtwöchigen Gärungsprozesses einen Apfel-Secco von höchster Reinheit zu erhalten. Gemeinsam mit seiner Frau Thea führt der gelernte Obstbau-Techniker in dritter Generation den Neuhollandshof in Wesel-Bislich am Niederrhein.
Schon auf der Plantage beginnt der Selektions-Prozess. Nur einwandfreie Früchte ohne Faulstellen dienen als Ausgangsprodukt des Seccos. Die so vorsortierte Ware wird bei einem renommierten Safthersteller vor der Pressung ein weiteres Mal auf Qualität geprüft. Clostermann ist bei der Auswahl der Äpfel so penibel, weil Äpfel mit Faulstellen den Geschmack des späteren Seccos negativ beeinflussen – ein bitterer „Abgang“ wäre die Folge.

Der frisch gepresste Saft geht nun per Transporter zum öko-zertifizierten Winzer, der die Herstellung des Seccos übernimmt. Dem frischen Apfelsaft werden Reinzuchthefe zur Aromabildung und Öko-Zucker beigegeben. Der Zucker wird von den Gärhefen wie natürliche Fructose angesehen und zu Alkohol umgesetzt. Nur so erreicht man den gewünschten Alkoholgehalt des Seccos von 11 Prozent. Während des rund achtwöchigen temperatur-kontrollierten Gärungsprozesses entsteht zunächst Apfelwein. Nach der Filtration wird der fertige Apfelwein in Drucktanks gepumpt und für eineinhalb Wochen unter einem Imprägnierdruck von 2,5 Bar eingelagert. Danach erfolgt unter schonender Zugabe von Kohlensäure die Abfüllung auf die Flasche.

Drei Dinge machen den Apfel-Secco von Clostermann einzigartig: Die ausschließliche Verwendung von Demeter-Äpfeln, die konsequente Verwendung von einwandfreier Ware ohne jegliche Faulstellen und der hohe Alkoholgehalt von 11 Volumen-Prozent. Da Alkohol auch als Geschmacksträger fungiert, kommt so der Geschmack von reifem Obst besonders zur Geltung.

Die verschiedenen Seccos haben die Clostermanns nach ihren beiden Kindern Leslie und Linus benannt. Dabei steht Leslie für den lieblichen und Linus für den halbtrockenen Secco. Die Hundedame Emmily, die mit zur Familie gehört, war die Namensgeberin für die knochen-trockene Variante, die voll im Trend zu liegen scheint. Zu beziehen sind die Seccos über den Biofachhandel für EUR 7,95 oder ab Hof. Preis und Lieferbedingungen auf Anfrage unter Tel. 02859 325.

www.bio-obst-clostermann.de

Alkoholfreies Weizenbier als isotonisches Sportgetränk!

Alkoholfreies Weizenbier ist als isotonisches Getränk für Sportler gut geeignet, berichtet heute Diplom-Oecotrophologin Claudia Reimers von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. In isotonischen Getränken – isotonisch bedeutet gleiche osmotische Druckverhältnisse – ist die Konzentration der gelösten Stoffe identisch mit der im Blut. Für Sportler ist dies besonders wichtig, denn der Körper nimmt isotonische Getränke schnell auf und verwertet sie rasch. Bier enthält reichlich Wasser, zudem Vitamine, Mineralstoffe und kaum Zucker. Alkoholfreies Bier bietet Biergenuss ohne die gesundheitsschädigenden Wirkungen des Alkohols. Auch Autofahrer profitieren daher von dieser Biersorte. Da der Alkohol einen Großteil der Kalorien im Gerstensaft ausmacht, ist alkoholfreies Bier auch für kalorienbewusste Personen geeignet, die nicht auf den Biergenuss verzichten wollen, weiß Ernährungswissenschaftlerin Reimers. Durch geeignete technologische Verfahren ist heutzutage die Herstellung alkoholarmer und alkoholfreier Biere möglich. Dabei achten die Bierbrauer darauf, dass bei der Herstellung des Bieres nur wenig Alkohol entsteht. Dieses geschieht durch die Unterbrechung des Gärprozesses, der Verwendung von Spezialhefen oder der Herabsetzung des Stammwürzegehaltes. Durch diese Verfahren leidet jedoch oft das Aroma des Bieres. Eine zweite Möglichkeit ist es, dem fertigen Bier seinen Alkohol zu entziehen. Dieses erreichen die Braumeister durch Verdampfen oder einer Art Dialyse, bei dem durch Membranfiltration der Alkohol aus dem Bier entfernt wird. Diese Methode ist die schonendste für das Bier und beeinflusst den Geschmack des Bieres kaum. Bier ist ein reines Naturprodukt ohne chemische Zusätze. Nicht täuschen lassen sollten Verbraucher sich durch den Namen Light-Bier. Light-Biere sind nicht notwendigerweise alkoholreduziert, denn die Bezeichnung „light“ bedeutet in diesem Fall, dass der Kaloriengehalt um mindestens 40 Prozent geringer im Vergleich zum Ausgangsbier ist. Zu beachten ist, dass auch alkoholfreies Bier immer noch 0,5 Promille Alkohol enthält, betont Ernährungsexpertin Reimers abschließend.
Tabelle: Kaloriengehalt einiger Getränke (1), bezogen auf ein Glas (0,2 Liter)

Bier alkoholfrei 52 kcal
Apfelschorle 60 kcal
Limonade 84 kcal
Pils 84 kcal
Apfelsaft 98 kcal
Cola 122 kcal

Quelle:
(1) Müller, S.-D.; Raschke, K.: Kalorien-Nährwert-Lexikon. Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2003

Alcopops in Pulverform

Gefährliche Schnaps-Idee
Die Stiftung Warentest warnt vor Alcopops in Tütchen, nach Flasche und Tube die neueste Variante, Alkohol für Jugendliche attraktiv anzubieten. Denn durch die Pulverform wirken die Alcopops wie harmloses Brausepulver und nicht wie ernstzunehmender Alkohol. Der Trick dabei: Durch die Pulverform lässt sich die Alcopop-Steuer umgehen. Und durch den Verkauf übers Internet das Jugendschutzgesetz, da online die Volljährigkeit des Bestellers nicht überprüft werden kann.

Diese neue Variante Alcopops steckt wie Brausepulver in einer Tüte – und so soll man das Produkt auch benutzen: einfach aufreißen, den enthaltenen Mix in kaltes Wasser geben, umrühren, fertig ist der Alcopop. In jedem Tütchen steckt soviel Alkohol wie in einem oder anderthalb Gläschen Schnaps. Das Problem: Rechtlich gilt dieser „Pulverschnaps“ nicht als alkoholisches Getränk. Dadurch lässt sich die Alcopop-Steuer von 84 Cent, die pro 0,275-Liter-Flasche fällig ist, umgehen. Diese Steuer soll die Jugendlichen vom Kauf der Drinks abhalten. Sie wurde im August 2004 eingeführt – nachdem auch die Stiftung Warentest im März 2004 Alcopops kritisch unter die Lupe genommen hatte.

Die Alcopops in Tüten kann man in vier Geschmacksrichtungen per Internet bestellen, inzwischen aber auch am Kiosk kaufen. Obwohl die kalorienreichen Mixturen aus Alkohol, Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen harmlos erscheinen, können sie besonders für Jugendliche unter 18 gefährlich werden, da der brennende, für Jugendliche unangenehme Geschmack des Alkohols durch Zucker und Aromastoffe überdeckt ist und die Getränke fast wie Limonade schmecken. Mehr Infos dazu unter www.test.de