Schon wenig Alkohol erhöht Brustkrebsrisiko

Während leichter Alkoholkonsum keine negativen Auswirkungen auf das Risiko für die meisten Krebserkrankungen hatte, sah dies bei Brustkrebs anders aus: Frauen, die nur geringe Mengen an Alkohol (1/2 bis 1 Glas) täglich tranken, erkrankten in der Folge häufiger an Brustkrebs.

Der World Cancer Research Fund (WCRF), eine internationale Einrichtung, die die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Krebsrisiko erforscht, empfiehlt der Bevölkerung zum Schutz vor Krebskrankheiten auf den Verzehr von Alkohol zu verzichten oder diesen zumindest einzuschränken. Besonders bei Krebserkrankungen von Brust, Darm, Magen, Leber, Mund, Speiseröhre sowie Rachen und Kehlkopf besteht ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und erhöhtem Krebsrisiko.

Erhöht leichter Alkoholkonsum bereits das Krebsrisiko?

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Viel Bier erhöht Prostatakrebsrisiko – Wein aber nicht!

Dass der Konsum von Alkohol das Krebsrisiko erhöhen kann, ist weit bekannt. Eine australische Studie ging nun der Frage nach, welchen Einfluss der Alkoholkonsum auf das Risiko für aggressiven Prostatakrebs hat.

In die Studie wurden 1282 Patienten mit aggressiven Prostatakrebs eingeschlossen ebenso wie 951 gesunde Kontrollpersonen. Alle Teilnehmer der Studie wurden zu ihrem Alkoholkonsum 2 Jahre vor Studienbeginn befragt. Dabei interessierte die Forscher, wie viel und wie häufig Alkohol die Teilnehmer getrunken hatten und welche Sorten an Alkohol bevorzugt wurden (Bier, Weißwein, Rotwein oder Spirituosen). „Viel Bier erhöht Prostatakrebsrisiko – Wein aber nicht!“ weiterlesen

Beim Bier macht die Hefe den Unterschied

In der hohen Kunst des Bierbrauens spielt die Hefe eine
wichtige Rolle. Sie wandelt den in der Würze gelösten Malzzucker in
Kohlensäure und Alkohol um. Dabei kommen unterschiedliche Hefen zum
Einsatz. Sie bestimmen das Gärverfahren. Ganz grob werden drei Sorten
von Hefe unterschieden – die obergärigen, die untergärigen Hefen
und die spontangärigen Hefen.

Obergärige Hefen benötigen für die Umwandlung des Malzzuckers in
Alkohol Temperaturen von 15 bis 20 Grad. Während des Gärprozesses
steigt die Hefe an die Oberfläche. Dort bildet sie zusammenhängende
Kolonien und kann abgeschöpft werden. Solange es noch keine
technischen Kühlverfahren gab, wurden Biere fast überall in
Deutschland mit obergärigen Hefen hergestellt.

Untergärige Hefe braucht Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad und
sinkt nach der Gärung an den Boden des Kessels. Der Gärprozess
dauert deutlich länger als bei obergärigem Bier. Dafür sind
untergärige Biere besonders lange genießbar.

Zu den obergärigen Bieren zählen Kölsch, Alt und Weißbier. Heute
sind rund 85 Prozent aller deutschen Biere untergärig – darunter
Pils, Export oder auch Bockbier.

Spontangärige Biere spielen eine vergleichsweise untergeordnete
Rolle auf dem Markt. Sie enthalten keine Hefe. Stattdessen regen in
der Luft enthaltene Hefesporen den Gärprozess im offen gelassenen
Bottich an. Diese klassische Methode nutzen die ersten Bierbrauer, als
sie Hefe noch nicht kannten. Die bekanntesten spontangärigen Biere
sind Kriek, Gueuze, Lambic oder Jopenbier.

Bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde in den
1870er Jahren konnte untergäriges Bier nur im Winter gebraut werden.
In Regionen mit strengem Frost – in Bayern und Württemberg –
hackten die Bierbrauer im Januar Eis von den Gewässern und kühlten
damit in tiefen Kellern oder Höhlen die Gärbottiche. Die Vorräte
aus den langen Wintern reichten bis zur nächsten kalten Jahreszeit.
Während in diesen Regionen schon ab dem 16. Jahrhundert vorrangig
untergärig gebraut wurde, entwickelten die Rheinländer mit ihrem
milden Klima besonders ausgefeilte obergärige Techniken.

Eva Neumann, www.aid.de

Karneval ohne Kater

Gut essen, viel Wasser und kein Durcheinander

Für Karnevalsfans bringt die fünfte Jahreszeit manch eine feucht-fröhliche Party oder Sitzung mit sich. Oft folgen am nächsten Tag stechende Kopfschmerzen, großer Durst, Übelkeit und Schlappheit – eben Katzenjammer pur. Sicher verhüten lässt der sich nur durch Abstinenz. Doch wenn es ein oder zwei Gläser mehr werden, lässt sich das Übel mit ein paar Tricks wenigstens mildern.

„Eine ganz wichtige Grundregel ist: Trinken Sie nie auf leeren Magen“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst, Bonn. Eine gute Grundlage für die Party ist eine leichte Mahlzeit aus ballaststoffreichem Gemüse und Rohkost mit Kartoffeln, Getreide, Reis oder Nudeln. „Sie sorgt dafür, dass der Alkohol nicht so schnell ins Blut und damit in den gesamten Körper gelangen kann. Außerdem kann ein Teil des Alkohols so bereits im Magen durch Enzyme abgebaut werden.“ Fettreiche Krapfen dagegen sind vielleicht lecker, aber weniger empfehlenswert: Sie belasten den Magen zusätzlich.

Alkohol wirkt auch Harn treibend. Mit dem Wasser entzieht er dem Körper jedoch auch lebenswichtige Mineralien. So bringt er das Flüssigkeits- und Mineraliengleichgewicht aus dem Lot und stört den Stoffwechsel insgesamt. „Das lässt sich verhindern, wenn man zwischendurch immer mal wieder ein Glas Mineralwasser oder Apfelschorle trinkt“, rät Harald Seitz. Damit wird gleichzeitig der Alkoholkonsum begrenzt.

Das Kater-Risiko hängt vor allem natürlich von der konsumierten Alkoholmenge ab. Je mehr Alkohol in kurzer Zeit getrunken wird, umso weniger kommt der Körper mit dem Abbau hinterher. In der Leber entsteht ein Rückstau an Acetaldehyd. Dieses Abbau-Zwischenprodukt ist giftig und hauptsächlich für den Kater verantwortlich. Daneben spielt auch die Art des Alkohols eine Rolle. Kohlensäure oder Glukose beispielsweise können die Beschwerden verstärken, weil sie den Acetyldehyd-Abbau hemmen. Und: Je mehr sogenannte Fuselalkohole (Nebenprodukte beim Gärungsprozess) ein Getränk enthält, umso größer ist die Gefahr, dass es einen heftigen Brummschädel gibt. Diese Stoffe stecken vor allem in dunklem Alkohol und in minderwertigen Produkten. „Generell sollte man möglichst bei einer Alkoholsorte bleiben“, ergänzt Seitz. Unterschiedliche Getränke mit unterschiedlichen Wirkstoffen überfordern den Körper.

Spätestens wenn sich die ersten Symptome bemerkbar machen, sollte man dem strapazierten Stoffwechsel Ruhe gönnen. Dem Katzenjammer am nächsten Morgen begegnet man am besten mit einem ordentlichen, mineralstoffhaltigen Frühstück – zum Beispiel mit sauren Gurken, Matjes, Gemüsebrühe oder Früchtemüsli -, mit ausreichend nicht-alkoholischer Flüssigkeit und anschließend viel Bewegung an der frischen Luft.
Eva Neumann, www.aid.de

Kein Alkohol in der Schwangerschaft

Etwa 14 % der Schwangeren in Deutschland konsumieren gelegentlich
Alkohol, exzessiv Alkohol trinken zwischen 1,2 % und 3,5 %. Damit können
schwangere Frauen ihr ungeborenes Kind dauerhaft schädigen. Die
betroffenen Kinder leiden oft lebenslang unter geistigen und körperlichen
Entwicklungsstörungen. Auch können Fehlbildungen im Gesicht auftreten,
Hirnfunktion und Verhalten beeinträchtigt, Nerven geschädigt sowie
Intelligenz und Wachstum vermindert sein. Diese vielfältigen Störungen
werden unter dem Begriff fetales Alkoholsyndrom zusammengefasst. 0,02 %
bis 0,8 % der Neugeborenen in Europa weisen Schädigungen durch
Alkoholkonsum auf. Somit zählt das fetale Alkoholsyndrom zu den
häufigsten angeborenen Krankheiten. Da die Symptome beim Neugeborenen
nicht immer leicht zu erkennen sind, ist mit einer hohen Dunkelziffer zu
rechnen. „Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist eine der wenigen
vollständig vermeidbaren Ursachen für schwere Entwicklungsstörungen beim
Kind“, sagt Antje Gahl, Pressesprecherin der DGE.

Egal, ob Bier, Wein, Sekt oder ähnliches – Schwangere sollten sich
bewusst sein, dass alkoholische Getränke das ungeborene Kind in jedem
Stadium der Entwicklung schädigen können. Eine Schwellendosis für den
Alkoholkonsum, ab der keine Schädigung des Kindes eintritt, lässt sich
aus den vorhandenen Daten nicht ableiten. Auch in der Stillzeit sind
alkoholische Getränke tabu.

www.dge.de/presse/pm/null-promille-fuer-das-ungeborene-kind/

Wer viel arbeitet, trinkt mehr Alkohol

Wer übermäßig viel arbeitet, trinkt häufig auch mehr Alkohol. Das lässt eine internationale Metastudie vermuten. Die Wissenschaftler hatten 61 Untersuchungen mit knapp 334.000 Teilnehmern aus 14 Ländern ausgewertet, um durchschnittliche Arbeitszeiten und Trinkmengen zu bestimmen. 20 weitere Studien mit 100.000 Probanden aus neun Ländern gingen der Frage nach, wie sich Trinkgewohnheiten in Abhängigkeit vom Pensum im Job verändern können.

Menschen, die wöchentlich mindestens 49 Stunden arbeiten, neigen laut Studie zu einem gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum. Bei Frauen sind das per Definition 14 Drinks, bei Männern mehr als 21 Drinks pro Woche. Ein kleiner Schnaps, ein Glas Bier oder ein Achtel Liter Wein entsprechen einem Drink. Auch die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines riskanten Alkoholkonsums war mit zunehmendem Arbeitspensum höher: Im Vergleich zu Menschen mit durchschnittlichen Arbeitszeiten von 35 bis 40 Stunden lag der Anteil der Betroffenen bei 49 bis 54 Arbeitsstunden um 13 Prozent und bei mehr als 55 Stunden um 12 Prozent höher. Das Ergebnis war unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft und sozialem Umfeld. Mögliche Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums sind unter anderem Leber- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Schlaganfall und psychische Erkrankungen.

Weitere Untersuchungen sollen durchgeführt werden, um die Ergebnisse zu untermauern. Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dass die Arbeitszeiten auf eigenen Angaben basierten und nur einmal bestimmt wurden.

Vermutlich nutzen Menschen mit einem hohen Arbeitspensum den Alkohol zur Entspannung am Feierabend. Sie möchten Stress abbauen, der durch den hohen Leistungsdruck im Job entsteht. Statt einem Glas Bier oder Wein gibt es aber bessere Wege, nach einem anstrengenden Tag abzuschalten, damit ein Suchtverhalten erst gar nicht entsteht. Dazu gehören zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga, ein sportliches Workout, Treffen mit Freunden oder ein gutes Buch mit einer Tasse Tee.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

British Medical Journal (BMJ), Online-Veröffentlichung (BMJ 2015; 350: g7772)

Dagmar von Cramm Magazin

Alkoholfreier Sekt im Test – wie gut schmeckt er?

Weihnachten steht vor der Tür und mit ihm viele Feste, auf denen Sekt eingeschenkt wird. Aber was machen, wenn man keinen Alkohol trinken will oder darf, aber trotzdem mit einem prickelnden Gläschen anstoßen will?

Die Zeitschrift „eathealthy“ hat in der aktuellen Ausgabe sechs verschiedene alkoholfreie Sektsorten in einer Blindverkostung getestet. Dabei wurden folgende Kriterien beurteilt: Geschmack, Perle und Farbe. Auch die Inhaltsstoffe, der Kaloriengehalt und Preis wurden unter die Lupe genommen. Chefredakteurin und Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm meint: „Geschmacklich gibt es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten. Einige haben pur richtig gut geschmeckt, andere kann man mit Fruchtsaft, frischem Ingwer oder Minze aufpeppen.“

Auch wenn sich Wissenschaftler uneinig sind, ob der Genuss von Alkohol in Maßen tatsächlich einen Gesundheitswert bietet oder die Nachteile überwiegen, ist alkoholfreier Sekt mit rund einem Drittel der Kalorien seines alkoholhaltigen Pendants eine tolle Alternative für Figurbewusste. „Gerade nach den Weihnachtstagen ist alkoholfreier Sekt ideal, um etwas kürzer zu treten“ so Dagmar von Cramm.

Den vollständigen Bericht inklusive Testergebnisse und Experten-Interview zum Thema Alkohol und Gesundheit finden Sie ab sofort in der neuen Ausgabe im Handel. Sichern Sie sich Ihren 1-Euro-Gutschein hier: www.eathealthy.de .

„eathealthy“ wurde im September 2014 mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren herausgegeben. Der praktische Ernährungsratgeber bietet dem Leser leicht anwendbare Hilfestellung, wie man alltagstauglich, saisonal, gesund und mit Spaß isst – und kocht. Das Team, das aus Ernährungsexperten besteht, recherchiert zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, entwickelt und testet Rezepte in der redaktionseigenen Versuchsküche, und führt Produkt-Checks durch. Das Magazin im Pocket-Format erscheint zunächst zehnmal pro Jahr.

Darmkrebs-Risiko

Wer nicht übergewichtig ist, nicht raucht,
Alkohol nur in Maßen konsumiert, körperlich aktiv ist und sich gesund
ernährt, hat ein um etwa ein Drittel vermindertes Risiko, an Dickdarm-
bzw. Mastdarmkrebs zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer großen
europäischen Langzeitstudie (EPIC*) mit über 347.000 weiblichen und
männlichen Studienteilnehmern im Erwachsenenalter. Das
Wissenschaftlerteam unter Führung von Krasimira Aleksandrova und Heiner
Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE)
veröffentlichte nun seine Daten in der Fachzeitschrift BioMed
Medicine (Aleksandrova, K. et al., 2014, 12:168).

Darmkrebs** gehört zu den häufigsten Krebsarten. Nach Angaben der
International Agency for Research on Cancer erkranken weltweit etwa
746.000 Männer und 614.000 Frauen jährlich an dieser Krankheit, wobei
diese Krebsform besonders häufig in Ländern mit westlichem Lebensstil
auftritt. Dies legt den Schluss nahe, dass das gehäufte Auftreten dieser
Krebsform mit bestimmten Merkmalen der westlichen Lebensart verbunden
ist. In der Tat haben in den letzten Jahren verschiedene Studien
Lebensstilfaktoren identifiziert, die jeweils für sich allein genommen
mit dem Darmkrebs-Risiko in Zusammenhang stehen. Hierzu zählt zum
Beispiel auch die Art der Ernährungsweise.

Neu an der aktuellen Studie ist nun, dass sie erstmals die kombinierten
Effekte von fünf gesundheitsfördernden Lebensstilmerkmalen auf das
Darmkrebsrisiko in einer europäischen Bevölkerungsgruppe untersucht hat.
Die Wissenschaftler stuften dabei folgende Merkmale als risikosenkend
ein: Nichtraucher zu sein, Alkohol nur in einem moderaten Maß zu
trinken, ein normales Körpergewicht zu haben, wobei der Taillenumfang
von Frauen kleiner als 80 cm und der von Männern kleiner als 94 cm sein
sollte, körperlich aktiv zu sein sowie sich gesund zu ernähren. Im
Rahmen der vorliegenden Studie bedeutete dies, sich mit vergleichsweise
viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, reichlich Nüssen und Samen,
ausreichend Fisch und Joghurt, aber mit wenig rotem Fleisch und
Wurstwaren zu ernähren.

Wie die Untersuchung zeigt, hatten Studienteilnehmer, die zwei der
gesundheitsfördernden Merkmale aufwiesen, im Vergleich zu Personen, auf
die kein oder nur ein günstiges Lebensstilmerkmal zutraf, ein um 13
Prozent verringertes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Wiesen die
Teilnehmer drei der untersuchten Merkmale auf, sank ihr
Erkrankungsrisiko um 21 Prozent, wobei sich bei vier Merkmalen ihr
Risiko sogar um 34 Prozent verringerte. Kamen alle fünf Merkmale
zusammen, sank das Risiko um 37 Prozent.

„Wie unsere Ergebnisse zeigen, verringert sich das Darmkrebsrisiko umso
mehr, je mehr man etwas für seine Gesundheit tut. Unsere Daten haben
ergeben, dass durch eine gesunde Lebensführung bis zu 22 Prozent der
Darmkrebs-Neuerkrankungen bei Männern bzw. bis zu 11 Prozent der
Erkrankungen bei Frauen vermeidbar wären“, sagt Aleksandrova,
Erstautorin der Studie. „Das Umsetzen dieses Wissens in gesellschaftlich
aktiv unterstützte Präventionsstrategien könnte wesentlich dazu
beitragen, ein frühes und häufiges Auftreten dieser Krebsform zu
vermeiden und damit viel persönliches Leid zu verhindern“, ergänzt
Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie.

Hintergrundinformation:
Quelle: Combined Impact of Healthy Lifestyle Factors on Colorectal
Cancer: A Large European Cohort Study
Krasimira Aleksandrova, Tobias Pischon, Mazda Jenab, H. Bas
Bueno-de-Mesquita, Veronika Fedirko, Teresa Norat, Dora Romaguera, Sven
Knüppel, Marie-Christine Boutron-Ruault, Laure Dossus, Laureen Dartois,
Rudolf Kaaks, Kuanrong Li, Anne Tjønneland, Kim Overvad, J Ramón Quirós,
Genevieve Buckland, María-José Sánchez, Miren Dorronsoro, María-Dolores
Chirlaque, Aurelio Barricarte, Kay-Tee Khaw, Nicholas Wareham, Kathryn E
Bradbury, Antonia Trichopoulou, Pagona Lagiou, Dimitrios Trichopoulos,
Domenico Palli, Vittorio Crogh, Rosario Tumino, Alessio Naccarati,
Salvatore Panico, Peter Siersema, Petra H Peeters, Ingrid Ljuslinder,
Ingegerd Johansson, Ulrika Ericson, Bodil Ohlsson, Elisabete Weiderpass,
Guri Skeie, Kristin Benjaminsen Borch, Sabina Rinaldi, Isabelle Romieu,
Joice Kong, Marc Gunter, Heather Ward, Elio Riboli and Heiner Boeing;
BMC Medicine 2014, 12:168

Link: http://www.biomedcentral.com/1741-7015/12/168

* EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Die EPIC-Studie ist eine prospektive (vorausschauende) Studie, die
Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen
Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht. An der EPIC-Studie sind 23
administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit insgesamt
519.000 Studienteilnehmern im Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer
EPIC-Studie ist mit mehr als 27.000 Teilnehmern ein Teil der
EPIC-Studie. Die aktuellen Studienergebnisse basieren auf den Daten von
347.237 Frauen und Männern im Alter zwischen 25 und 70 Jahren. Während
der Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren erkrankten 3.759 dieser
Teilnehmer an Darmkrebs.

** Bei Darmkrebs (kolorektales Karzinom) handelt es sich um einen
bösartigen Tumor des Dickdarms oder des Mastdarms. Er entwickelt sich
meist aus Darmpolypen, die sich im Verlauf von wenigen Jahren bösartig
verändern. Im Jahre 2010 wurde die Krankheit bei 62.400 Menschen in
Deutschland neu diagnostiziert und im Jahr 2012 starben knapp 26.000
daran (Quelle: Robert Koch Institut).