Test: Sommerreifen – No-Name-Produkte immer besser

Neben Continental, Dunlop, Michelin & Co behaupten sich Apollo und Barum

Ein aktueller internationaler Gemeinschaftstest zu Sommerreifen – unter Mitwirkung
des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) – zeigt deutlich auf, dass immer öfter
No-Name-Marken im vorderen Ranking zu finden sind, die bisher unbekannt bzw.
qualitativ unter ferner liefen gereiht waren.

So konnten sich im Test etwa der indischsüdafrikanische
Reifenhersteller Apollo und Barum, eine tschechische Tochter von
Continental profilieren: Deren getestete Sommerreifen der Dimension 165/70 R 14
schneiden als einzige neben namhaften Markenprodukten mit „gut“ ab. Großer
Verlierer bei den 165er-Reifen ist dagegen der chinesische Infinity Inf-030. Dieser
versagte auf nasser Fahrbahn vollständig: Beim Bremsen aus 80 km/h benötigt er
rund 13 Meter mehr bis zum Stillstand als der beste Reifen (Pirelli). Ein Umstand, der
über Leben und Tod entscheiden kann. Weiters wurden beim Test Sommerreifen der
Dimension 205/55 R 16 (Kompakt bis Mittelklasse) unter die Lupe genommen.
Testsieger in beiden getesteten Kategorien ist Continental – wenn auch teils nur mit
hauchdünnem Vorsprung.

Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und in der
Märzausgabe des Testmagazins KONSUMENT.


Ein weiteres auffälliges Ergebnis des Tests: Viele Reifenhersteller reagieren bereits jetzt auf
die Reifenkennzeichnungspflicht, die ab 1. November 2012 in Kraft tritt – Kraftstoffeffizienz,
Nasshaftung und Rollgeräusche müssen ab diesem Zeitpunkt angegeben werden. Manko:
Anders als der Kraftstoffverbrauch wird hier der Verschleiß – der nicht nur ein Umweltfaktor,
sondern auch ein bedeutender Kostenfaktor ist – nicht erfasst. So rollen die besten Reifen in
puncto Verschleißfestigkeit (z.B. Continental EcoContact 5, Goodyear OptiGrip, Dunlop SP
Sport Fastresponse) dann auch nahezu doppelt so weit wie die schlechtesten (z.B. Kumho,
Yokohama). „Es lohnt sich also durchaus, diese Tatsache beim Preisvergleich zu
berücksichtigen“, rät VKI-Reifenexperte Rudi Heintzl. „Wünschenswert wäre aus
Konsumentensicht auch, dass der Verschleiß entsprechend ausgewiesen wird.“

Vorsicht vor Nebenkosten
Die Kosten für Montage, Wuchten und die Entsorgung der Altreifen können stark ins Gewicht
fallen. Hier gibt es auch Unterschiede zwischen dem Westen und Osten Österreichs. Im
Osten ist ein Reifenwechsel tendenziell etwas günstiger. Hier kostet die Reifenmontage mit
Wuchten pro Stück üblicherweise zwischen 10 und 15 Euro bei Stahlfelgen und bei Alufelgen
zwischen zwei und fünf Euro zusätzlich. Bei der Bestellung im Internet können zudem
Versandkosten, Nachnahmegebühr und mitunter erhöhte Kosten für die Montage anfallen,
da der Händler hier um die Handelsspanne der Reifen umfällt. Heintzl: „Es rentiert sich also
durchaus, nicht nur den Reifenpreis allein zu beachten, sondern auch die zusätzlichen
Kosten zu erfragen.“
Details zum Test und mehr zum Thema gibt es auf www.konsument.at sowie in der
Märzausgabe des Testmagazins KONSUMENT.

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