Frank Oehler

Nach St.Moritz nun Marbella: Frank Oehler bringt Schwung in die Kempinski Hotel Bahia Estepona Küche beim Gourmet Festival

Kempinski General Manager Rüdiger Hollweg hat ein neues kulinarisches Programm ins Leben gerufen: „Kempinski Estepona Culinary 2010“ soll im 5 Sterne Hotel Bahia Estepona, das nah an Marbella liegt, seinen Gästen und den lokalen Feinschmeckern mehr Luxus bieten. Damit will er unter anderem auch ein sichtbares Zeichen setzen, dass sein Resort Hotel an der beliebten andalusischen Küste mehr als nur Hotelbetten zu bieten hat. Mit einem 3 Tage andauernden Gourmet Festival, das kein geringerer als der Gründer der „jungen Wilden“ Frank Oehler eröffnete, ist der Auftakt zu einer der schönsten Nebensachen der Welt gelungen.

Bei der zuvor abgehaltenen Pressekonferenz hat Hollweg und seine Marketing Direktorin Marta Solis die Idee eines kulinarischen Schwerpunkts vor lokalen und internationalen Journalisten, Redakteuren und TV-Teams, auch aus Deutschland und Grossbritannien, vorgestellt. Der am gleichen Tag aus Stuttgart angereiste, mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Starkoch Frank Oehler begrüsste im Namen aller Feinschmecker diese Initiative, die seines Erachtens nach richtungsweisend für die Hotel Industrie ist.

Oehler ist an der Costa del Sol kein Unbekannter. Ende 2002 hat er den Kochlöffel im mittlerweile geschlossenen 5 Sterne Hotel Las Dunas im Restaurant Lido übernommen. Heinz Winkler hatte bis dahin für runde 6 Jahre seinen Stempel als Supervisor aufgedrückt und den hohen Sterne Standard angesetzt. Diesmal bekam er ihn für sein Restaurant „Speisemeisterei“, das im barocken Schloss Hohenheim, unmittelbar neben der Uni Hohenheim in Stuttgart, beheimatet ist. Frank Oehler arbeitet wie viele Küchenchefs mit CHROMA Profimessern, Oehler skocht mit HAIKU Kurouchi Kochmesser.

Warum geht ein Hoteldirektor in Zeiten wie diesen ein wirtschaftliches Risiko ein, wo andere die Krise als Grund sehen in vielen Bereichen den Service einzuschränken, um Kosten zu reduzieren? Hollweg sagt, er sieht den Weg zum Gast eindeutig mit einem erhöhten Angebot an Annehmlichkeiten, und nicht darin, die Zimmerpreise auf ein 3 Sterne Niveau herunterzusetzen.
„Wir glauben, dass wir mit unserem Gourmet Event auch für Marbella und Estepona einen Akzent setzen. Für den Tourismus genauso wie für unsere lokal ansässigen Residenten. Es ist nicht ganz einfach so eine Veranstaltung durchzuführen, da man sich in der Terminplanung natürlich auch nach dem Küchenchef richten muss, der nicht stand-by ist, da er ja selbst auch ein Restaurant hat“, sagt Hollweg, der damit klarstellt, dass seine Strategie hinsichtlich hervorragender Küche zukunftsorientiert ist.

Das kulinarische Programm des einzigen Kempinski Resort Hotels in Spanien sieht noch weitere zwei bis drei Feinschmecker Veranstaltungen im Jahr 2010 vor, die jeweils über drei Tage andauern sollen. Mit einem Kochkurs und zwei Gourmet Abenden, an denen jeweils ein aussergewöhnliches Gaumenerlebnis in Form eines 5-Gang-Menü inclusive Weinparing offeriert wird, sollen auch die lokal ansässigen Liebhaber exquisiter Küche angesprochen werden. Und das Konzept scheint tatsächlich gut bei den Lokalisten anzukommen. Der erste Kochkurs, der von Frank Oehler scherzhaft „Kochgeflüster“ genannt wurde, war innerhalb von wenigen Tagen nach Ankündigung komplett ausgebucht. Laut dem originellsten „jungen Wilden“ (RTL Kochshow) hätte man locker drei solche Kurse füllen können.

Vor kurzem war der genussgebildete und sprachgewitzte Oehler in St.Moritz beim Gourmet Event. Das war sein Debüt, sagt er und fügt hinzu, dass es ein ziemlich heftiges war. Soll wohl heissen, dass nicht alles in der Küche so glatt ablief wie es soll – doch da FO relativ furchtlos ist, hat ihn das nicht abgehalten, die „Kempinski Culinary 2010“ ein paar tausend Kilometer weiter in südlicher Richtung einzuläuten. In seiner „Speisemeisterei“ in Stuttgart richtet er individuelle Feste und Events für bis zu 80 Personen aus.

Um die verwöhnten Zungen der Kempinski Hotel Gäste nachhaltig zu beeindrucken, hat er sich für das Degustations Menü ein kulinarisches Kabarett einfallen lassen. Und gemäss seinem gelebten Motto „Wer geniessen will, muss nicht in Ehrfurcht erstarren“ hat der fast-noch-junge-Wilde seinen Spass an der Experimentierfreudigkeit in der Küche unter Beweis gestellt. Mit asiatischen Thunfisch mit Gänsestopfleber, Ziegenkäse-Spring Roll, Kaiserschoten und Apfelschaum; Carabiniero auf Kokos-Vanille Risotto mit Frühlingszwiebeln und Tomatenbutter; Steinbutt mit krossem Kalbskopf auf Spargel und Eigelbsorbet; sowie dem Techtel Mechtel von Taube und Wachtel mit Perigord Jus, Peperonata und Petersilienpüree.

Eigens für den Abschluss des gaumenfreudigen Abends hat er seine beste Waffe (FO-Aussage), die Patisserie Chefin Christina Speisser sowie seine rechte Hand in Form von Markus Eberhardinger, einfliegen lassen. Und prompt war die Überraschung mit „Fräulein Speissers Bircher Müsli – Edition 2010 –“ perfekt. Denn mit dem Dessert, das dem üblichen Frühstücksmüsli überhaupt nicht ähnlich sah, fanden sich die Geniesser rundum im Glück.

Vom Anfang bis zum Ende – vom Perrier Jouet Champagner bis zum Müsli, das keines war – gab es feinfühlig ausbalancierte, sensationelle und vielfältige Geschmackserlebnisse, die nicht zuletzt wegen der teils ungewöhnlichen Zusammensetzung wie das „Techtel Mechtel“ seinesgleichen sucht. Und die Kempinski Gäste waren nicht nur rundum zufrieden, sondern bekannten sich gerne zum erlauchten Kreis dazuzugehören: nämlich dem der echten Feinschmecker.

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