Lebensmittelauthentizität: alles echt, was drauf steht?

Lebensmittelauthentizität: alles echt, was drauf steht?

Lebensmittelskandale wegen Kontaminationen unterschiedlichster Art regen, sei es aufgrund der zunehmenden Globalisierung, der abnehmenden Personaldecke der Überwachungsbehörden oder der gleichbleibenden Anzahl betrügerischer Machenschaften, in regelmäßigen Abständen die Verbraucher auf. Fast könnte man meinen, wenn zu lange nichts zu bemängeln ist, wird aktiv danach gesucht. Ob uns die detaillierte Berichterstattung aber sicherer, gesünder oder wenigstens schlauer macht, bleibt unklar.

Ein neues Thema, das Verbraucherschädigung, mindestens aber Verbrauchertäuschung bedeuten kann, ist die Authentizität oder Echtheit von Lebensmitteln. Ist Bio drin, wenn Bio drauf steht? Falsche Deklaration mag hier eher ökologische Fragen aufwerfen. Schwerwiegender, weil persönlicher kann zum Beispiel die Untermischung von Schweinefleisch in koshere Produkte sein. Dass gentechnikfrei auch nicht immer wahr ist, haben wir bereits gelernt. Und wie sieht das mit „Weichselkirschen“ oder „Schwarzwälder Honig“ aus? Nimmt der gutgläubige Verbraucher Schaden, wenn er durch falsche Behauptungen auf den Verpackungen in die Irre geführt wird?
Mittels empfindlicher Nachweismethoden können mittlerweile nicht nur gentechnisch veränderte Produkte identifiziert werden, sondern auch die Herkunft der Rohstoffe aufgeklärt werden. Kommen hier neue „Skandale“ auf uns zu?

Wer meint, dass es keine Rolle spielt, ob die Früchte für die Marmelade aus Niedersachsen oder Thüringen stammen, kann sich beim 4. Karlsruher Lebensmittelsymposium im April 2010 aufklären lassen. Was steckt hinter der „Authentizitäts-Diskussion“? Neben dem Leiter der AG Analytik des Max-Rubner Instituts Kulmbach, Prof. Fredi Schwägele, berichten Frau Prof. Angelika Plöger, Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel, und Dr. Ulrich Busch, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim und als Special Guest Prof. Andreas Schieber vom Department of Agricultural Food and Nutritional Science der Universität Alberta, Kanada.


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