Dagmar von Cramm

Wer regelmäßig Lebensmittel isst, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, kann das Risiko für tödliche Herzkreislauf-Erkrankungen reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam aktuell eine internationale Meta-Analyse[1], die 19 Studien aus 16 Ländern ausgewertet hat. Fazit der Studie: Pflanzliche und marine Omega-3-Fettsäuren werden mit einem 9% geringeren Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Eine Ernährung mit der richtigen Fettsäuren-Zusammensetzung unter besonderer Berücksichtigung von Omega-3-Fettsäuren kann also entscheidend zur Herzgesundheit beitragen.

Pflanzliche Quellen sind z.B. Walnüsse, Raps- und Leinöl und damit hergestellte Margarine und Streichfette. Quellen für marine Omega-3 Fettsäuren sind fetter Seefisch, wie z.B. Lachs oder Hering. Die Autoren der Studie empfehlen, darauf zu achten, regelmäßig Omega-3 reiche Lebensmittel in die tägliche Ernährung zu integrieren. Dabei weisen sie ausdrücklich auf die Bedeutung der pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren aufgrund von Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit hin.

Großangelegte Studie aus Boston und Stanford
Die Untersuchung, ein Projekt des Fatty Acids and Outcomes Research Consortium (FORCE), führte erstmals Daten aus 19 Studien zu diesem Thema zusammen. Sie umfasst die Daten von ca. 46.000 Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Gesundheitszustands. Studienleiter waren Dr. Dariush Mozaffarian, Vorstand der Friedman School of Nutrition Science and Policy der Tufts Universität in Boston sowie Liana C. Del Gobbo, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stanford University School of Medicine.

Nordic Diet 2.0: Regionale Quellen für pflanzliches und marines Omega-3
Wie einfach eine Ernährung mit gesunden Fetten praktisch und langfristig umzusetzen ist, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen entsprechen leider oft nicht dem Ideal: zu viel tierisches Fett, zu viel Zucker und Weißmehl. Dabei liegt das Gute so nah. „Unsere beste regionale Quelle für pflanzliches Omega-3 ist Raps. Rapsöl wird nicht nur als Speiseöl, sondern auch zur Herstellung vieler Margarinen verwendet“, betont die renommierte Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. „Auch regionaler Fisch, wie Hering oder Lachs, ist überaus reich an marinen Omega-3-Fettsäuren.“ Angesichts der Vorliebe der Deutschen für Brot, weiß sie Rat: „Roggen als Vollkorn ist wunderbar! Als Streichfett empfehle ich, aufgrund der guten Omega-3- und -6-Fettsäuren eine hochwertige Margarine zu bevorzugen.“ Wer diese gesunden Fettquellen maßvoll einsetzt und mit viel regionalem und saisonalem Gemüse kombiniert, lebt lecker und gesund!
Weitere Informationen und köstliche Rezepte zur Nordic Diet 2.0 von Dagmar von Cramm finden Sie hier: https://edelmanftp.app.box.com/s/tdusrzrp9b1edxc4cuxbaqinh79iu5ds

Die köstlichen und fettgesunden Nordic Diet 2.0-Rezepte von Dagmar von Cramm:
– Rezept 1: Grilllachs mit Möhrenstampfkartoffeln
– Rezept 2: Spitzkohlnudeln mit Kräuterei
– Rezept 3: Buchweizenblini mit Rote-Beete-Salat
– Rezept 4: Frühlingshuhn mit Roggenbruschetta
– Rezept 5: Knusper-Gemüsegratin mit Kochschinken

[1] Del Gobbo, L.C.; and Mozaffarian, D., et al. Omega-3 Polyunsaturated fatty acid biomarkers and coronary heart disease ( http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2530286 )
Edelman.ergo ist eine der führenden Kommunikationsagenturen in Deutschland und Teil von Edelman, einer global aufgestellten Communications Marketing Agentur. Wir unterstützen Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Marken weiterzuentwickeln (evolve), zu fördern (promote) sowie ihre Reputation zu schützen (protect).

Enrico Resta

PARMIGIANO REGGIANO MEETS SOMMELIERS: Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Nachdem mit Silvio Nitzsche und Jens Pietzonka zwei Dresdner und Jérôme Pourchère ein Franzose ihre Weinempfehlungen zu Parmesan abgegeben haben, kommt mit Enrico Resta nun ein echter Italiener zu Wort. Der Sommelier und Restaurantleiter im Sternerestaurant Carmelo Greco in Frankfurt kennt sich nicht nur aufgrund seiner Herkunft bestens mit dem italienischen Traditionsprodukt Parmesan und den dazu passenden Weinen aus.

Herr Resta, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Zu mittelgereiftem Parmesan empfehle ich am liebsten aromatische, holzausgebaute Weißweine wie Gewürztraminer, Spätlese Sauvignon oder Catarratto aus Sizilien. Ist der Käse schon etwas reifer, also um die 36 Monate alt, passt Rotwein sehr gut, zum Beispiel ein Lambrusco aus der Emilia-Romagna oder ein Barbaresco aus dem Piemont.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Auf jeden Fall, während ein Dessert meist viel Süße und Frucht mitbringt und aufgrund dessen nach einem halbtrockenen Wein verlangt, darf der Wein zur Vorspeise als Gegengewicht zur Kraft und Salzigkeit des Käses gerne sehr trocken sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Champagner und Parmesan sind sogar sehr gute Freunde. Je nach Reifegrad des Käses würde ich einen trockenen weißen oder einen Rosé-Champagner empfehlen. Generell kann man sich die Regel merken: je reifer der Parmesan, desto fruchtiger sollte der passende Champagner sein.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Ich liebe es, Parmesan als Abschluss eines Essens ganz pur zu genießen. Wenn es mal fein und außergewöhnlich sein soll, geht für mich aber nichts über das Parmesansoufflé mit weißem Alba-Trüffel und Erbsencreme von Carmelo Greco.

Die Diagnose Zöliakie kann nur der Facharzt stellen

Bluttest und Biopsie geben Patienten Sicherheit

Bauchschmerzen und Durchfall sind typische Symptome einer Zöliakie, der Unverträglichkeit auf das Klebereiweiß Gluten. Es steckt in Getreide wie Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen. Bei Betroffenen verursacht Gluten Entzündungen im Dünndarm. Wer nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel regelmäßig Schmerzen oder Unwohlsein verspürt, dem rät Dr. Stephanie Baas, medizinische Beraterin der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V., den Gang zum Arzt: „Die Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen oder durch eine selbstverordnete glutenfreie Ernährung behandelt werden. Beides kann dem Körper schaden und Folgeerkrankungen auslösen“. Es sei daher entscheidend, dass Diagnose und Behandlung vom Facharzt vorgenommen werden.

Bei Patienten jeden Alters wird bei Verdacht auf Zöliakie ein Bluttest und eine anschließende Dünndarmbiopsie durchgeführt: „Das Blut wird auf Zöliakie-typische Antikörper untersucht. Deuten die Werte auf eine Zöliakie hin, bringt eine Magenspiegelung mit Probenentnahme aus dem Dünndarmarm Sicherheit“, erklärt Dr. Baas. Der Patient müsse sich jedoch unbedingt bis zur Diagnose glutenhaltig ernähren. Eine vorsorglich glutenfreie Ernährung verfälsche das Ergebnis.

Ein genetischer Test kann eine Zöliakie nicht bestimmen, jedoch zumindest ausschließen. „Leider werden manchmal immer noch Untersuchungen wie Stuhl- oder Speicheltests durchgeführt, die aber keine zuverlässigen Ergebnisse liefern“, warnt Dr. Baas. Ebenso wenig können Schnelltests aus der Apotheke oder IgG4-Allergietests, die bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingesetzt werden, eine Zöliakie anzeigen.
„Die falsche Diagnose aufgrund solcher Tests kann für den Betroffenen gravierende Folgen haben“, betont die Medizinerin. „Werden Betroffene nicht durch eine glutenfreie Ernährung behandelt, setzt sich die Entzündung im Dünndarm fort und kann weitere Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Laktoseintoleranz, Schilddrüsenerkrankungen oder Nahrungsmittelallergien hervorrufen. Ernähren sich gesunde Menschen aufgrund einer falschen Diagnose oder rein vorsorglich glutenfrei, kann auch dies zu Fehlernährung und Mangelerscheinungen führen.“
Um behandelnden Ärzten die Diagnose zu erleichtern, hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e.V. (DGVS) im vergangenen Jahr eine verbindliche Leitlinie zur richtigen Behandlung von Zöliakie in Deutschland herausgegeben.

Mit Fragen und für weitere Informationen über Zöliakie und ihre Diagnostik können sich Interessierte an die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. wenden: www.dzg-online.de

Fisch richtig grillen

Diesen Sommer machen wir den Rost frei für frischen Fisch aus heimischen Gewässern. Besonders geeignet für den leichten Grillgenuss ist der Alpenlachs® Seesaibling. „Der Alpenlachs® hat ein zartes und aromatisches Fleisch und eine dünne Haut, die beim Grillen besonders knusprig wird“, erklärt Alpenlachs® Geschäftsführer Johannes Ambros. Ob als Filet oder im Ganzen gegrillt lässt sich Fisch aufgrund kurzer Garzeiten einfach und schnell zubereiten – und ist obendrein auch noch bekömmlicher und aufgrund seines Gehalts an Omega-3-Fettsäuren gesünder als Fleisch.

Probieren Sie es aus: 5 Tipps für Fisch am Grill

Eine Frage der Qualität! Fangfrischer Fisch ist beim Grillen das A und O. „Verwenden Sie nur beste Produkte“, rät Johannes Ambros. Wichtige Qualitätsmerkmale sind eine glänzende und feuchte Haut ohne Druckstellen, klare, nach außen gewölbte Augen und rote, fest anliegende Kiemen. Ein abgestoßenes Maul und ausgefranste oder abgeschundene Flossen sind hingegen ein Zeichen für tierethisch fragwürdige Haltungsformen.

Zum Reinlegen! Eine Marinade aus gutem Olivenöl, Knoblauch, Zitrone und frischen, feuerfesten Kräutern wie Rosmarin verleiht dem Alpenlachs Seesaibling ein köstliches Aroma. Legen Sie ihn dazu vor dem Grillen für mindestens zwei Stunden in die Marinade ein und bewahren Sie den Fisch im Kühlschrank auf.

Haftung ausgeschlossen! Fischfilets zuerst auf der Hautseite grillen und nur einmal wenden. Der richtige Zeitpunkt für einen Seitenwechsel ist nach zirka drei bis vier Minuten, wenn sich das Filet leicht vom Rost lösen lässt. Ganze Alpenlachs® Fische können auch in Grillzangen, Aluschalen, Alufolie oder mit Speck umwickelt zubereitet werden. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass das köstliche Grillgut nicht zerfällt oder am Rost hängen bleibt.

Ich habe fertig! Lassen Sie den Fisch am Grill besser nicht aus den Augen: Seine Garzeit ist wesentlich kürzer als jene von Fleisch. „Fertig gegrillte Alpenlachs Filets sollten innen noch glasig sein, also medium-rare“, empfiehlt Ambros. Bei ganzen Fischen muss sich die Rückenflosse leicht herausziehen lassen, ehe sie vom Rost genommen werden.

Ruhe bitte! Lassen Sie den fertig gegrillten Fisch vor dem Servieren einen kurzen Augenblick rasten. Durch die Pause kann sich das Raucharoma besser entfalten – und Sie haben Zeit, Ihre Gäste zu Tisch zu bitten.

Der Alpenlachs Seesaibling wächst vom Ei weg in der Obhut österreichischer Fischzüchter auf. Nach mindestens 18 Monaten wird der Fisch frisch gefangen, ausgenommen, im Ganzen küchenfertig verpackt und über kurze Transportwege direkt ins Kühlregal geliefert. Aufgrund seiner garantierten Fangfrische und der hohen Qualität kann der Alpenlachs® auch roh genossen werden. „Roher Alpenlachs® ist eine absolute Delikatesse, ob dünn aufgeschnitten als Sashimi oder als Ceviche mit Limettensaft – einfach köstlich“, so Johannes Ambros.

ÖKO-TEST Grillfleisch

Gammelfleisch, Antibiotika-Rückstände, resistente Keime

In zwei von drei Rewe-Chargen analysierten Sensoriker neben grau-grünen Verfärbungen auch einen verdorbenen Geruch.

In der neuen Juli-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin Schweinenackensteaks nicht nur auf Antibiotika und Keime untersuchen, sondern auch von geschulten Sensorikern die Frische überprüfen lassen. Das Ergebnis: zweimal Gammelfleisch, antibiotikaresistente Keime in vier und sogar Rückstände eines Antibiotikums in einer Probe. Dazu kommt, dass die Haltungsbedingungen der konventionell gehaltenen Schweine katastrophal sind, wie das Verbrauchermagazin ermittelt hat. Bio-Fleisch hat dagegen mit „gut“ abgeschnitten.

Insgesamt 13 Schweinenackensteaks hat ÖKO-TEST untersucht und fast alle schneiden schlecht ab. So waren zwei der drei Chargen des Grillprodukts von Rewe Ja! Schweine-Nackensteaks in Paprikamarinade zum Ende der Mindesthaltbarkeitsfrist verdorben. Das Fleisch roch abweichend und zeigte stellenweise grau-grünliche Verfärbungen. Dazu fanden sich deutlich erhöhte Keimzahlen über dem Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Aus Sicht der Lebensmittelüberwachung sind solche Proben nicht mehr verkehrsfähig.

Elf weitere Proben waren sensorisch noch in Ordnung, wiesen aber ebenfalls schon zu viele Keime auf. Besorgniserregend ist, dass in vier Proben antibiotikaresistente Keime analysiert wurden. Einige von ihnen können gefährliche Wundinfektionen verursachen. Andere gelten unter Wissenschaftlern als besonders problematisch, weil sie Enzyme bilden, die viele Antibiotika unwirksam machen und die Resistenzeigenschaften auf andere Bakterien, etwa im Magen-Darm-Trakt, übertragen können, sodass Infektionen schwerer zu behandeln sind. Im Steak von Aldi Nord fand das beauftragte Labor außerdem in einer Charge ein Antibiotikum, das in der Tierhaltung häufig verabreicht wird, aber auch in der Humanmedizin üblich ist.

ÖKO-TEST wollte außerdem wissen, wie die Schweine gelebt haben. Doch bei den Herstellern stieß das Verbrauchermagazin auf eine Mauer des Schweigens. Nur drei haben den Fragebogen komplett beantwortet. Die Zurückhaltung ist nicht überraschend: Die Haltung der etwa 60 Millionen jährlich in Deutschland geschlachteten Schweine ist von „artgerecht“ weit entfernt. In ihrem kurzen Leben von sechs Monaten werden den Ferkeln der Ringelschwanz kupiert und die Eckzähne abgeschliffen. Den männlichen Tieren schneidet man den Hodensack auf, reißt den Samenstrang heraus, schneidet ihn ab und entfernt beide Hoden – alles ohne Betäubung oder Schmerzmittel. Als Mastschwein steht ihnen im Schnitt 0,75 Quadratmeter Platz zur Verfügung, aufgrund der Vollspaltböden verletzen sie sich an den Klauen und Gelenken und leiden aufgrund der Ammoniakdämpfe unter Atemwegserkrankungen.

ÖKO-TEST rät daher zum einen zu Bio-, zum anderen zu nicht mariniertem Fleisch. Denn mit Marinade können die Anbieter mangelnde Frische verschleiern. Das Fleisch sollte auf dem Grill zudem immer gut durcherhitzt werden.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015 gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Azurmendi zu Europas Restaurant Nummer eins ernannt

Azurmendi zu Europas Restaurant Nummer eins ernannt

Bester Deutscher, Platz 12: Wissler
22.: Thomas Bühner, 27. Harald Wohlfahrt, 30. Christian Bau, 40. Tim Raue, 50. Sven Elverfeld, 51. Heinz Beck, 62. Andreas Caminada, 72. Heinz Winkler, 85. Heinz Reitbauer, 86. Claus-Peter Lumpp, 97. Klaus Erfort, 98. Christian Jürgens, 102. Harald Thieltges, 127. Kevin Fehling, 135. Christian Lohse, 156. Gebr. Obauer, 158. Hans Haas

Opinionated About Dining (OAD), eine der wichtigsten Referenzen, wenn es um weltweite Restaurant-Rankings für Menschen geht, die leidenschaftlich gern essen gehen, veröffentlicht die vierte Ausgabe seiner Top 100 der europäischen Restaurants. Azurmendi (Larrabetzu, Spanien), Sieger in Sachen Nachhaltigkeit und Pionier der modernen baskischen Küche, hat In de Wulf (Dranouter, Belgien) durch seinen Aufstieg um 18 Plätze vom Thron gestoßen und ist in diesem Jahr die Nummer eins.

Die Fachmitglieder von OAD haben die Liste sorgsam ausgewählt und ein riesiges Gebiet erkundet, um die erlesensten Restaurants auf dem gesamten Kontinent zu finden, wobei 13 Länder auf der Liste vertreten sind. Die Liste kann sich mit erprobten Lokalitäten schmücken, die von hochdekorierten Chefköchen geführt werden, aber genauso finden sich dort überraschende Entdeckungen abseits der ausgetretenen Pfade. Restaurants aus Spanien, Frankreich, Belgien, Monaco, Italien und Dänemark führen die Liste an, wobei Troisgros (Roanne, Frankreich) seine Position auf Rang zwei behält und L’Arpege (Paris, Frankreich) auf den dritten Platz springt – sehr zur Freude des OAD-Gründers Steve Plotnicki.

„Es es war ein großartiges Jahr für spanische Restaurants: Vier der Top-10-Lokalitäten befinden sich in Spanien“, sagt Plotnicki. „Neben dem bemerkenswerten Aufstieg von Azurmendi zur besten Lokalität von Rang18 im Jahr 2014 hat sich Diverxo vom 88. Platz im letzten Jahr auf Platz 7 in diesem Jahr verbessert – der größte Sprung, den je ein Restaurant in der Geschichte der Liste gemacht hat. Newcomer wie David Toutain und das Restaurant A.T. in Paris und Nicolai Norregaard vom Kadeau in Kopenhagen zeigen sehr gut die Richtung an, in die der Trend geht: essen gehen steht ganz weit oben. Auf der Liste befinden sich auch fünf Restaurants, die asiatische Küche anbieten, was einen Rekord für die Liste darstellt.“

Die führenden 10 Lokalitäten auf der OAD-Liste der Top 100+ der europäischen Restaurants:

Platzierung       Restaurant   Ort
1
Azurmendi                 
Larrabetzu, Spanien
2
Troisgros                 
Roanne, Frankreich
3
L’Arpege                    
Paris, Frankreich
4
In de Wulf               
Dranouter, Belgien
5
Restaurant Quique Dacosta     
Denia, Spanien
6
Alain Ducasse- Louis XV     
Monte Carlo, Monaco
7
Diverxo                      
Madrid, Spanien
8
Le Calandre                   
Rubano, Italien
9
Noma                           
Copenhagen, Dänemark
10
Etxebarri              
Axpe, Spanien

OAD ist das führende Restaurant-Ratingsystem, zusammengestellt von einer Fachgemeinde aus hoch ausgebildeten Kennern der Kochkunst, die die Welt bereist haben, um die Kunst des Essens zu erleben. Die Opinionated-About-Dining-Umfrage stützt sich auf statistische Genauigkeit, Transparenz, urteilsfähige Gaumen und die gewichteten Stimmen der Mitglieder, wodurch sie bessere Näherungswerte bei der Bewertung von Restaurants liefert.

Der OAD-Algorithmus erzeugt ein Bewertungssystem, das Restaurants auf der Grundlage von Kritiken der Mitgliedergemeinschaft klassifiziert. Jedes Mitglied beeinflusst die Ergebnisse, die aufgrund der Zahl der Restaurants, die er/sie besucht hat, und aufgrund des aktuellen Rankings dieser Restaurants zustande kommen.

Die Liste der ersten 200 ist hier: http://www.opinionatedaboutdining.com/2015/europe.html

Wie jede Liste ist auch diese Liste natürlich subjektiv!

Zweites Weinfest im Moselland

Sonntag, den 19. April 2015 findet in der Gemeinde Contz-les-Bains an der Moselweinstraße eine Veranstaltung für Liebhaber von Weinen und bodenständigen Produkten statt.

Nach dem Erfolg der ersten Ausgabe in Vaux im Metzer Land (mehr als 4000 Besucher an einem einzigen Tag!) liegt es nun am Dreiländereck, diese Veranstaltung auszurichten und den Erfolg zu wiederholen.

Das Winzerdorf ganz in der Nähe von Luxemburg und Deutschland wird dabei den Fußgängern vorbehalten bleiben und es wird sich der Vorstellung der Moselländischen AOC-Winzer und deren Cuvees aus dem Jahre 2014 widmen.

Mehr als 60 verschiedene Weine, darunter Weiß-, Rot- und Rosé-Weine können hier im Beisein der Winzer verkostet werden. Diese werden den ganzen Tag vor Ort verbingen, um den Besuchern ihre Arbeitsweise und ihr Terroir näher zu bringen.

Diese Begegnungen und Verkostungen der AOC Weine aus dem Moselland werden durch die besten mit dem Gütezeichen „Mangeons mosellan“ (Moselländisch essen) ausgezeichneten lokalen Spezialitäten ergänzt, die von den Landwirten aus dem Moselland präsentiert werden.

Auch die Weine der luxemburgischen und deutschen Nachbarn werden im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Weinschaffenden des internationalen Mosellandes am Stand des Moselländischen Terroirs vertreten sein.

Zwischen 11 und 18 Uhr steht das Winzerdorf ganz im Zeichen von Bacchus, mit verschiedensten Animationen in den Gassen des Dorfes und in den Weingärten der lokalen Winzer, inmitten des Dreiländerecks.

Und der Austragungsort dieses Festes ist aufgrund seiner Schönheit durchaus bemerkenswert, liegt er doch am Fuße der Weinberge, unter dem Felsvorsprung des Stromberg und am Ufer der majestätischen Mosel.

Die Organisatoren des Weinfestes im Moselland sind der Fremdenverkehrsverband Moselle Tourisme im Namen des Generalrats des Mosellandes, mit Unterstützung der Gemeinde Contz-les-Bains und des Gemeindeverbandes des Dreiländerecks.

Moselle Tourisme – 2-4, Rue du Pont Moreau, BP 80008 – 57003 Metz Cedex 1

Geöffnet von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12 Uhr 30 und von 14 bis 17 Uhr 30

Tel. 03 87 37 57 80 – Mail: info@moselle-tourisme.com

20 neue Sterne für Spanien

Im neuen Michelin-Guide 2015 für Spanien und Portugal freut sich das Restaurant Aponiente von Chef Ángel León in El Puerto de Santa María in der Nähe von Cádiz, der neben seinen hervorragenden Fisch- und Meeresfrüchtegerichten, vor allem aufgrund der kreativen Verwendung von Meeresplankton Furore machte, über seinen zweiten Stern.

Mit dem ebenfalls neu ausgezeichneten Belcanto in Lissabon steigt die Anzahl der 2-Sterne Restaurants auf insgesamt 21 Restaurants auf der iberischen Halbinsel. Im Drei-Sterne-Bereich bleibt alles beim Alten mit den gleichen acht Restaurants wie in der Vorjahresausgabe: Restaurant Akelare, Martín Berasetegui und Arzak in San Sebastián, Azurmendi in der Biskaya, DiverXO in Madrid, El Celler de Can Roca in Girona, Sant Pau in Barcelona und Quique Dacosta in Alicante.

154 Restaurants auf der iberischen Halbinsel zählen jeweils einen Michelin-Stern. In Spanien wurden in der Ein-Sterne-Kategorie die meisten Sterne in Madrid verteilt. Insgesamt erhielten fünf Restaurants in der spanischen Hauptstadt und ihrer Provinz einen Stern: DSTAgE, Punto MX, Álbora, La Cabra und Montía in San Lorenzo del Escorial. Zu den Restaurants mit einem neuen Michelin-Stern zählen daneben in Spanien: drei Restaurants auf den Balearen: Andreu Ginestra (Capdepera, Mallorca), Can Dani (San Ferran de Ses Roques, Formentera) sowie das Simply Fosh in Palma de Mallorca, zwei Restaurants im Baskenland: Aizian (Bilbao) und das ElKano in Getaria, Guipuzkoa), in Kastilien-León: La Lobita (Navaleno, Soria) und Refectorio, das Restaurant des Hotels Abadía Retuerta LeDomaine von Chef Pablo Montero in Sardón del Duero (Valladolid). Einen Stern erhielten darüber hinaus die Casa Manolo in Daimús (Valencia), El Carmen de Montesión in Toledo, El Retiro in Pancar-Llanes, Asturien, das Restaurant Kazan in Santa Cruz de Tenerife, Nova im galicischen Ourense, Pakta in Barcelona, sowie das Tatau Bistro, die Tapa-Bar von Tonino Valiente in der Stadt Huesca in Aragón.

Acht Restaurants in Spanien sowie ein weiteres in Portugal verloren in der Ausgabe 2015 ihren Stern, u.a. aufgrund von Geschäftsaufgabe oder Schlieẞung wegen Renovierungsarbeiten.

Kurzbesuch Hamburg

Aufgrund eines Todesfalls mussten wir kurz nach Hamburg.
Wir wohnten im – laut Tripadvisor besten Hamburger Hotel – Park Hyatt. Meine Frau meinte trocken, gut dass ich nicht im Zweitbesten gebucht habe. Wieso das Hotel seit Jahren so gut bewertet wurde, erschloss sich uns nicht. Das schön große Zimmer begrüßt den Gast mit einem fleckig-speckigen Teppichboden, der auf meine Bitte etwas gereinigt wurde. Das Zimmer ist sehr unpraktisch gestaltet, das Licht katastrophal und der TV zu klein fürs Zimmer. Zum riesigen und schönen Indoor Pool geht mit 2 Fahrstühlen und durch die gesamte Lobby. Der Service war fast durchgehend luschig, die Mitarbeiter jedoch alle überdurchschnittlich freundlich und hilfsbereit, wenn auch nicht immer kompetent und zuverlässig. Eine Ausnahme bildete der Concierge. Wenn es eine Auszeichnung für Arroganz gäbe, wäre er hochdekoriert. Durchgehend gut war die Küchenleistung. Dazu später mehr.

Am ersten Abend, erschöpft von der langen Anreise, gingen wir ins Block House. Wie immer wurden wir freundlichst bedient, hatten in kurzer Zeit leckeres Essen zum noch akzeptablen Preis auf dem Tisch. Akzeptabel.

Am nächsten Abend ging es zum Wiener Schnitzel und Kaiserschmarren zu Tschebull. Auch hier alles tadellos. Der perfekte Service um Yvonne Tschebull verwöhnte, wie auch Schnitzel und Kaiserschmarren. Keine große Küche, aber alles perfekt zubereitet. Wein etwas teuer. Kann man insgesamt empfehlen.

Am nächsten Abend etwas ungewöhnliches für uns: wir aßen im Hotel. Das Restaurant Apples ist auch Frühstücksstube. Wir wählten das Dreigang Menü (39 Euro) und konnten aus 7 Positionen wählen. Ein Kracher war die Vorspeise: Taramasalat, entworfen von der Souschefin von Kuechenchefs Christopher Gehring, wie uns der Kuechendirektor Thomas Heß später verriet. Das Entenravioli war etwas groß und trocken, trotzdem lecker. Der Kalbsrücken blass und bissfest. Der war kein Liebling, wohl aber die Kalbsbacke mit Filet. Das Filet hätte man sich sparen können, die Backe war an einer großartigen Sauce. Sehr gut. Am Ende gab es noch einen ordentlichen Schweizer Kaseteller. Auch hier die Note „empfehlenswert“.

Für den letzten Abend haben wir uns den Off-Club von Tim Mälzer vorgenommen. Hier arbeitet der Christian Bau Schüler Thomas Imbusch. Der OffClub erinnert zuerst an Tim Raues Soup Populaire in Berlin, jedoch ist das Konzept unterschiedlich. Im ersten Speisezimmer gibt es eher preiswerte Sachen wie Hamburger, aber auch großartigen Sushi. Der Sushi-Chef kommt aus dem Düsseldorfer Nagaya. Es legt ein DJ auf.
Das Hinterzimmer nennt sich Madame X und sieht wie ein Puff aus. Hier gibt es ein 7 Gang Menü für 77 Euro. Weine auch hier sehr teuer. Die Bedienung ist locker und nett. Das Essen von Imbusch ist durchweg sehr gut, bis aufs Dessert, das uns nicht überzeugte. Allerdings vermissten wir Brot und aufgrund der kleinen Portionen waren wir noch fast hungrig am Ende des Essens. Zu Zweit bezahlten wir 220 Euro. Aufgrund der sehr eigenständigen und durchweg interessanten Küche von Imbusch ist das Madame X auch sehr empfehlenswert.
Tim Mälzer schafft interessante Restaurantkonzepte. Auch seine Bullerei und das Alte Mädchen sind zu empfehlen.

Www.blockhouse.de
Www.hyatt.de
Www.tschebull.de
Www.offclub.de

Fotos wie immer auf unserer Facebook Seite: www.facebook.com/media/set/?set=a.10152646052883124.1073741916.168996673123&type=3

Update: Auf meine Beschwerde beim Hotel bekam ich sehr nett eine Antwort, dass es im Laufe des Jahres 2015 größere TVs geben wird. Man habe das Problem erkannt.

Matsutake Wildpilz Saison in Uma Paro by COMO, Bhutan

Zwischen August und September blühen die seltenen Matsutake Pilze in den Wäldern Bhutans. Dieser rätselhafte, zigarrenförmige Pilz, der unter Laub im Wald wächst, ist aufgrund seines robusten Geschmacks in der fernöstlichen Küche sehr begehrt. Die Seltenheit des Pilzes beherrscht den hohen Marktpreis. Zwischen dem 10. August und dem 20. September 2014 können Gäste im Uma by COMO, Paro, Bhutan an einem speziellen Matsutake Mittagessen oder Abendessen teilnehmen, das exklusiv vom Küchenchef zubereitet wird. und

Die Speisen können entweder bhutanesisch oder auf japanische Weise zubereitet werden. Zu den Matsutake Pilz-Gerichten gehören gegrilltes, australisches Wagyu Rind mit gegrillten Pilzen, marinierte Meeresforelle mit Matsutake Pilz Tempura gefolgt von Apfel-Mandelkuchen mit Matsutake-Streuseln, serviert mit Ingwereis als Dessert.

Ein dreigängiges Lunch-Menü kostet US $ 60 pro Person, das viergängige Abendessen US $ 95 pro Person. Gäste, die während der Mastutake Pilz Erntesaison einen Aufenthalt im Uma Paro buchen, kommen in den Genuß diverser Aktivitäten, die im Preis inkludiert werden, etwa ein Ausflug in die nahe gelegenen Dörfer oder nach Thimphu, Bhutans Hauptstadt und nicht zuletzt zu Paro’s eigenem Gemüsemarkt.

Reservierungen unter res.uma.paro@comohotels.com
www.comohotels.com/uma/bhutan