Von Landgasthöfen und Wirtshausgeschichten

HR, Montag, 14.09., 16:30 – 17:00 Uhr

Das Dorfgasthaus war der Mittelpunkt des Dorflebens. Die Kombination Wirtshaus und Metzgerei versprach bodenständige Küche wie saure Nierle, geschmelzte Maultaschen oder am Sonntag den gemischten Braten. Viele alte Wirtschaften stehen heute leer oder haben ihr Gesicht verändert – kein Nachfolger, der bereit war, den Familienbetrieb zu übernehmen. Fertiggerichte aus der Packung haben den schwäbischen Rostbraten verdrängt. Manchmal übernimmt auch eine italienische oder griechische Großfamilie die Dorfwirtschaft und trotzt so den hohen Personalkosten. Bei einigen Wirtschaften aber fanden sich die Kinder oder andere Nachfolger bereit, den Betrieb zu übernehmen und Traditionsgerichte frisch zu kochen. Der Film von Gabi Damasko stellt einige alte Landgasthöfe auf der Schwäbischen Alb und im Hohenlohischen vor, die es geschafft haben zu überleben und die beispielhaft für andere stehen: der ‚Grüne Baum‘ in Erligheim, die ‚Traube‘ in Neuffen, der ‚Löwen‘ im Braunsbach, der ‚Ochsen‘ im hohenlohischen Geislingen und die ‚Sonne‘ in Ohrnberg im Kochertal.

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