Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener

Wien ist eine Stadt für Genießer – vor allem für süße Genießer. Die Stadt ist nicht nur die Hauptstadt Österreichs, sondern auch die der Kaffeehäuser, und sie hat unzählige Leckereien hervorgebracht: vor allem Torten, Biskuits und Strudel in allen denkbaren Varianten. Im Café und Restaurant ‚Zum schwarzen Kamel‘ ist die Auswahl groß, wie Fernsehköchin Sarah Wiener feststellen muss, doch Köchin Sevgi Hartl hat sich auf drei Spezialitäten konzentriert: Biskuitroulade mit Mokkacreme, Traubenstrudel und die berühmte Sachertorte.

Dazu gibt es schon am Nachmittag neben der Melange, einer österreichischen Kaffeespezialität, den Wiener Gemischten Satz, einen Wein aus bis zu 20 Rebsorten. Danach warten die Donau-Auen mit einem kleinen Wunder: mit Schneebällen, die auch in der Sonne nicht schmelzen.

arte, Donnerstag, heute,19:30 – 20:15 Uhr (VPS 19:30)

Gegenbauer Salatmarinaden

Dress to Impress – Gegenbauers Salatmarinaden sind gesundes Slow Food für jede Gelegenheit

Feierabend, Hunger, Lust auf frischen Salat – doch dem einen ist das Dressing zu ölig, dem anderen zu sauer, und wieso schmeckt die Marinade eigentlich jedes Mal anders? Hier schaffen die fertig gemischten Salatmarinaden in den Geschmacksrichtungen „Toskana“ und „Naschmarkt“ aus dem Hause Gegenbauer Abhilfe. In der Leichtflasche mit Schnappverschluss können die aromatischen Allrounder bequem überall hin mitgenommen werden, vor dem Verzehr muss man sie nur kurz aufschütteln.

„Gesunde Ernährung sollte auch in unserer schnelllebigen Zeit eine Selbstverständlichkeit sein“, so Qualitätsfanatiker Erwin Gegenbauer. Mit seinen fertig gemischten Salatmarinaden Shake n Dress bietet der Wiener Essigpapst Genießern nun die Möglichkeit, auch „on the go“ aromatische Vielfalt auf den Tisch zu bringen – eine gesund-schmackhafte Alternative zu handelsüblichen, industriell hergestellten Fertigdressings. Das Etikett der Flaschen ziert Erwin Gegenbauers Tante Anni, die 45 Jahre lang für den Verkauf der elterlichen Sauerkonserven am Naschmarkt verantwortlich war. Ihr Bild, ein Schwarz-Weiß-Foto aus den frühen 1960er Jahren, symbolisiert Gegenbauers Verbundenheit zu traditionellen Werten und Produktionsmethoden.

Shake n Dress ist in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich: Wie der Name schon vermuten lässt, verbirgt sich hinter Shake n Dress Toskana eine italienische Marinade aus Olivenöl und Gegenbauer-Rotweinessig. Shake n Dress Naschmarkt hingegen steht ganz im Zeichen der Wiener Küche: Neben Freundorfer Sonnenblumenöl aus der Wiener Öl Mühle kommen verschiedene Gegenbauer Fruchtessige zum Einsatz, die mit Salz und einer Prise Zucker fein abgeschmeckt werden. Beide Dressings werden bei Gegenbauer gebrauchsfertig verkauft und müssen vor der Verwendung nur einmal kräftig aufgeschüttelt werden. Deshalb sind die Marinaden ideal für den eiligen Verbraucher, der dennoch Wert auf eine gesunde und geschmacklich hochwertige Ernährung legt.

Wie alle Produkte aus dem Hause Gegenbauer werden die Dressings aus rein natürlichen Grundzutaten hergestellt: Die verwendeten Gegenbauer-Essige werden aus der jeweiligen Frucht gewonnen und beinhalten weder chemische Zusatzstoffe noch künstliche Geschmacksverstärker. Auch die Öle und Gewürze, die zum großen Teil in liebevoller Handarbeit in der Wiener Öl Mühle entstehen, sind absolut natürlich.

Gewürze und Gemüse der Frühjahrsküche: Schnittlauch

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist neben Petersilie das bekannteste Küchenkraut. Die ausdauernde Pflanze gehört zur Familie der Lauch- und Zwiebelgewächse (Liliengewächse) und liebt feuchte, nährstoffreiche Böden und einen sonnigen Standort. Man findet sie von April bis November als Kulturform in vielen Hausgärten, aber auch wild in der freien Natur. Die mehrjährige Pflanze gedeiht in ganz Europa, in Nordamerika, Nordafrika und Mittelasien. Im Frühjahr lässt sich der „Gras- oder Binsenlauch“ – wie er im Volksmund heißt – in einem Blumentopf auch gut auf der Fensterbank ziehen.

Das saftiggrüne Küchenkraut mit seinem mild-lauchigen Geschmack passt zu allen grünen und gemischten Salaten, Saucen, herzhaften Butter-Stullen, Quark, Eierspeisen und Suppen. Kurz gesagt: Schnittlauch harmoniert zu allen Speisen, die auch Zwiebelgeschmack vertragen. Am besten schneidet man die röhrenförmigen Stängel mit der Küchenschere in kleine Röllchen, um den Saftverlust möglichst gering zu halten und verwendet das Kraut frisch. Ebenso sind die kugeligen rosavioletten Blüten des Schnittlauchs essbar und stellen eine hübsche Dekoration für Salate oder kalte Platten dar. Schnittlauch-Röllchen lassen sich – allerdings mit Aromenverlust – auch trocknen oder küchenfertig einfrieren. Wer getrockneten Schnittlauch nutzt, sollte ihn kurz vor der Verwendung in kaltem Wasser einweichen, damit er seinen Geschmack entfalten kann.

Schnittlauch ist – ähnlich wie alle anderen Laucharten – auch eine alte Heilpflanze. Er wirkt durch die in ihm enthaltenen scharfriechenden, schwefelhaltigen Senföle und Saponine schleimlösend, antibakteriell und harntreibend. Außerdem hat er einen hohen Gehalt an Vitamin C und Vitamin A. Mit vereinzelt bis zu 70 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm kann er sogar den Vitamin C-Gehalt der gleichen Menge an Zitronen (rund 50 Gramm pro 100 Gramm Vitamin C) übertreffen.
Ira Schneider, www.aid.de

Das perfekte Dinner

VOX, Dienstag, 22.09., 19:00 – 19:50 Uhr

Marcus, 33 Jahre, PR-Redakteur:
Menü ‚In the VIP ? Für die Gäste nur das Beste‘:
Vorspeise: Geköpftes Gewürztee-Ei auf Gemüsemüsli mit Kresserasen und Forellenkaviar sowie Schwarznudelnest mit Krebsschwänzen und Honig Senf Sößchen
Hauptspeise: Schweinemedaillons auf Hollunder – Kardamonsauce mit schwarzer Nuss, Karottenstifte in Kerbelbutter und Sellerie-Kartoffelpüree
Nachspeise: Pappa mit gemischten Beeren

Von Landgasthöfen und Wirtshausgeschichten

HR, Montag, 14.09., 16:30 – 17:00 Uhr

Das Dorfgasthaus war der Mittelpunkt des Dorflebens. Die Kombination Wirtshaus und Metzgerei versprach bodenständige Küche wie saure Nierle, geschmelzte Maultaschen oder am Sonntag den gemischten Braten. Viele alte Wirtschaften stehen heute leer oder haben ihr Gesicht verändert – kein Nachfolger, der bereit war, den Familienbetrieb zu übernehmen. Fertiggerichte aus der Packung haben den schwäbischen Rostbraten verdrängt. Manchmal übernimmt auch eine italienische oder griechische Großfamilie die Dorfwirtschaft und trotzt so den hohen Personalkosten. Bei einigen Wirtschaften aber fanden sich die Kinder oder andere Nachfolger bereit, den Betrieb zu übernehmen und Traditionsgerichte frisch zu kochen. Der Film von Gabi Damasko stellt einige alte Landgasthöfe auf der Schwäbischen Alb und im Hohenlohischen vor, die es geschafft haben zu überleben und die beispielhaft für andere stehen: der ‚Grüne Baum‘ in Erligheim, die ‚Traube‘ in Neuffen, der ‚Löwen‘ im Braunsbach, der ‚Ochsen‘ im hohenlohischen Geislingen und die ‚Sonne‘ in Ohrnberg im Kochertal.

Aktuelle DEHOGA-Umfrage

Aktuelle DEHOGA-Umfrage:
Gastronomen blicken mit gemischten Gefühlen aufs Weihnachtsgeschäft

Firmen sparsamer – Hoffnung auf kurzfristige Buchungen – DEHOGA für reduzierten Mehrwertsteuersatz in Hotellerie und Gastronomie

Erste Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigen sich nun auch im Gastgewerbe. Wie der Deutsche Hotel– und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) am Mittwoch in Berlin mitteilt, blicken die Gastronomen mit gemischten Gefühlen auf die Weihnachtssaison 2008: Für 42,3 Prozent der Unternehmer ist das Weihnachtsgeschäft schlechter angelaufen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bei 22 Prozent der befragten Betriebe sind Firmenweihnachtsfeiern storniert worden. Andererseits berichten 40,4 Prozent von einer konstanten Buchungslage, 17,3 Prozent der Gastronomen befinden sich bereits in Festtagslaune und melden bessere Werte als im Vorjahr, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Verbandes. „Die Hoffnungen der Unternehmer liegen jetzt auf kurzfristigen Buchungen, denn die Advents- und Weihnachtszeit gehört ohne Frage für unsere Branche zu den wichtigsten Wochen des Jahres“, sagt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer. Eines sei darüber hinaus klar: „In der Weihnachtszeit wächst bei vielen Menschen der Wunsch, sich trotz Krise mal etwas zu gönnen und sich verwöhnen zu lassen.“

Insbesondere bei Firmenweihnachtsfeiern werde derzeit allerdings gespart. „Angesichts der gedämpften Konjunkturaussichten haben viele Unternehmen das Budget gekürzt oder ganz gestrichen“, erklärt Fischer. „Große
Cateringveranstaltungen finden zudem seltener statt.“

Das schlägt sich auch auf die Erwartungen der Gastronomen nieder: Nur 11,5 Prozent der Unternehmer glauben, 2008 höhere Durchschnittsbons pro Gast verbuchen zu können. Fast jeder Zweite (48,1 Prozent) geht davon aus, das Umsatzniveau konstant zu halten und 40,4 Prozent der Befragten rechnen mit niedrigeren Umsätzen pro Gast.

„Nach wie vor sind Weihnachtsfeiern im Kollegenkreis aber äußerst beliebt und ein gutes Mittel, um den Mitarbeitern für ihren Einsatz in den vergangenen zwölf Monaten zu danken“, so Fischer. „Bei 78 Prozent der Gastronomen finden die Feiern wie geplant statt.“

Dabei werden traditionelle Speisen bevorzugt. „Experimentelle Küche ist weniger gefragt. Auf der Hitliste 2008 ganz oben stehen klassische Wild-gerichte, gefolgt von Gans und Schweinefleisch“, teilt Fischer mit. Gern gebucht würden zudem erlebnisorientierte Angebote wie Dinner-Shows oder Küchenpartys.

Zugleich appelliert der DEHOGA-Präsident an die Politik, mit sinnvollen Maßnahmen die Konsumlaune anzukurbeln. „Statt über Konsumgutscheine zu diskutieren oder üppige Boni für Handwerkerleistungen zu beschließen, fordert der DEHOGA die längst überfällige Reduzierung des Mehrwert-steuersatzes für Hotellerie und Gastronomie.“

Für die Studie zum Weihnachtsgeschäft 2008 hat der DEHOGA Bundesverband zwischen dem 3. und 7. Dezember 2008 1.200 gastronomische Unternehmer befragt.

Slow Food-Gütesiegel für Gemischten Wiener Satz

Präsentation auf der „Terra Madre“ in Turin – Slow Food als
Chance für die Wiener Landwirtschaft

Der Gemischte Wiener Satz hat von der italienischen
Slow Food-Bewegung ein spezielles Gütesiegel bekommen, er ist ein
sogenanntes „Presidio-Produkt“ geworden – die höchste Auszeichnung,
die ein Produkt von Slow Food bekommen kann. Der typische Wiener Wein
ist überhaupt das erste österreichische Produkt, das dieses
Gütesiegel bekommt.****

Slow Food will hochwertige, traditionell hergestellte
Lebensmittel gegen die industrielle Landwirtschaft und vor negativen
Umwelteinflüssen schützen und die Biodiversität stärken.
Umweltstadträtin Ulli Sima und die Leiterin von Slow Food Wien,
Barbara van Melle, verabschiedeten die Wiener Winzer heute, Montag,
im Rahmen einer Presseveranstaltung nach Turin, wo von 23. bis 27.
Oktober der Weltgipfel der Landwirte, die sogenannte „Terra Madre“,
stattfindet. Der Gemischte Wiener Satz wird dort erstmals von einigen
Wiener Winzern präsentiert. „Slow Food ist Ausdruck für genussvolles,
bewusstes und regionales Essen und Trinken. Ich freue mich für die
Wiener Landwirtschaft, dass wir mit dem Gemischten Satz nun das ERSTE
„Presidio-Produkt“ Österreichs in Wien haben. Diese Vorreiterrolle
Wiens wollen wir künftig nützen, um die Idee von Slow Food zu
verstärken und diese Chance für die heimischen Landwirte, Winzer und
schließlich die KonsumentInnen zu nützen“, so Umweltstadträtin Ulli
Sima. Die Stadt Wien kooperiert in Sachen Slow Food eng mit Barbara
Van Melle, die Leiterin des Slow Food-Conviviums Wien und Pionierin
in diesem Bereich ist: „Lebensmittel müssen gut, sauber und fair
sein. Nur bewusster Genuss kann wahrer Genuss sein und in diesem
Zusammenhang ist auch jeder Einkauf als politischer Akt zu sehen.“

Slow Food als weltweite Bewegung

Von Italien ausgehend, hat die Slow Food-Bewegung ihre Anhänger
mittlerweile weltweit.
Sie ist die Antwort auf die rasante Entwicklung von Fast Food
und setzt auf die Vielfalt der lokalen landwirtschaftlichen Produkte.
Gegründet wurde die Bewegung 1986 im Piemont als Internationale
Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss. Der Verein versteht sich
als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und
ökologischen Anbau und den Erhalt der kulinarischen Kulturen.

Der Gemischte Satz – ein typisches Slow Food-Produkt

Dieser typische Wiener Wein wird seit Jahrhunderten in Wiens
Weingärten gepflanzt, die mit bis zu 20 verschiedenen Rebsorten
bestückt sind. Im Gegensatz zum Cuvee werden dabei mehrere Rebsorten
gemeinsam angebaut und nach der Lese auch gemeinsam zu Traubenmost
gekeltert und vergoren. Durch die unterschiedlichen Reifegrade und
den unterschiedlichen Säuregrad der Rebsorten wollte man ursprünglich
das Risiko minimieren und eine gleichbleibende Weinqualität sichern.
Heute hat sich der Gemischte Satz vor allem in der österreichischen
Weinbauregion Wien und in der Steiermark (dort unter der Bezeichnung
Mischsatz) gehalten und gilt als Spezialität. Er passt perfekt in die
Ansprüche der Slow Food-Bewegung, birgt er ja in sich bereits enorme
Biodiversität.

Die Arche des Geschmacks und die Slow Food-Förderkreise

Die von der Slow Food-Bewegung initiierte „Arche des Geschmacks“
soll zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen. Die sogenannte
„Arche“ ist eine Auflistung von Produkten, die vom Aussterben bedroht
sind. Weiters müssen sie hochwertig sein, d. h. sie sollen über
vorzügliche Geschmackseigenschaften verfügen – und zwar so, wie es
lokal verstanden wird. Ein Zusammenhang mit dem Ort oder Gebiet muss
gegeben sein. Zudem müssen die Produkte regional gebunden sein, d. h.
im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen Produkte und Produktionsweisen,
welche die Erinnerung und Identität einer regionalen
Bevölkerungsgruppe berühren. Schließlich müssen die Produkte in
begrenzter Menge vorzugsweise von Kleinbetrieben hergestellt werden –
die Produkte müssen nach wie vor erwerbbar sein. Kurz gesagt, die
Produkte müssen schmecken und regional verwurzelt sein.

Wenn nun ein „Arche-Passagier“ auch eine wirtschaftliche
Bedeutung erlangt hat, ist die Gefahr des Aussterbens gebannt. Dann
kommt die Idee des Förderkreis-Produkts (Presidio) ins Spiel. Die
Förderkreise unterstützen die Produzenten und die Promotion der
Produkte, um traditionelle Handwerkszweige zu erhalten, ihnen
wirtschaftliche Zukunft zu sichern und die betreffende Gegend vor
Verfall zu schützen. In weiterer Folge führt das zu wirtschaftlich
lohnender Tätigkeit für die ProduzentInnen und zu
Geschmackserlebnissen für die KonsumentInnen.

Die nationale „Arche-Kommission“ entscheidet über die Aufnahme
eines solchen Förderkreis-Produkts. In Österreich gibt es neben dem
Gemischten Satz aus Wien noch die Elsbeere aus Niederösterreich im
Rang der „Presidio-Produkte“.

Slow Food in Wien – Große Konferenz im Rathaus 2009

Die Stadt Wien unterstützt die Slow Food-Bewegung seit einiger
Zeit, am Karmelitermarkt gibt es auch einen eigenen Stand mit Slow
Food-Produkten. „Wir werden im nächsten Herbst eine große
Biodiversitätskonferenz im Wiener Rathaus abhalten und auch einen
Markt organisieren, bei dem die Wienerinnen und Wiener die Vorzüge
der Slow Food-Produkte kennenlernen können“, kündigt Umweltstadträtin
Ulli Sima an. Diese Wiener „Terra Madre“ wird nach dem großen Vorbild
in Turin organisiert und soll auch dem kulturellen Austausch zwischen
der Toskana, dem Slow Food-Pionier schlechthin, und Wien dienen.

Stadteigener Gemischter Wiener Satz vom Weingut Wien Cobenzl

16 Prozent der Stadtfläche Wiens werden landwirtschaftlich
genutzt, die Stadt Wien selbst ist einer der größten Bio-Bäuerinnen
Österreichs. Jährlich werden auf den stadteigenen Flächen etwa 1.000
Tonnen Bio-Getreide und etwa 500 Tonnen Bio-Kartoffeln jährlich
produziert.

Auch besitzt die Stadt Wien seit über 100 Jahren ein eigenes
Weingut, das Weingut Wien Cobenzl, das national und international
prämierte Weine produziert. Der Gemischte Satz heißt am Weingut
Cobenzl Wiener Satz Senator 2007. Er besteht aus folgenden Rebsorten:
Grüner Veltliner , Rheinriesling, Weißburgunder, Muskat- Ottonell und
Traminer. Diese Sorten wachsen gemeinsam auf der Riede Reisenberg im
19. Wiener Gemeindebezirk und werden auf besonders schonende Weise
gemeinsam gekeltert.

Im Glas zeigt er sich in hellen strahlendem Gelb, mit Gold und
deutlichen Grünreflexen. Im reifen Bukett gleiten Würze, Gewürznoten
und Frucht harmonisch ineinander. Er beginnt geschmeidig am Gaumen:
mit fülligen reifen Aspekten, feiner vegetabiler Würze und
raffiniert-pfeffrigen Noten. Schmeichelt mit molliger Fruchtsüße,
zeigt trotzdem feine Pikanz durch saftigen Säurehintergrund als
Gegenpol zur hohen Reife.

Infos:
www.slowfood-wien.at
www.weingutcobenzl.at

So muss Bio produziert werden

So muss Bio produziert werden

Neuer EU-Rahmen für viel Bekanntes

Die revidierte EG-Öko-Verordnung kann zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Die dafür dringend erwarteten Durchführungsverordnungen wurden im Juli verabschiedet. Für Bio-Betriebe bringt die neue EG-Verordnung einige Erleichterungen
: Die Pflicht zur Bedarfsanerkennung verschiedener Düngemittel und Pflanzenschutzmittel entfällt. Ihr Einsatz und die Begründung müssen aber weiter dokumentiert und bei Inspektionen vorgelegt werden. Ähnliches gilt für Tierzukäufe mit Ausnahme von Geflügel.
Fragezeichen bleiben noch, was die Umstellung von Tierhaltungen angeht. Eine „gleichzeitige“ Umstellung des Gesamtbetriebes (Flächen und Tiere) in 24 Monaten wird weiter möglich sein. Die bisher auch praktizierte „getrennte Umstellung“ von Fläche und Tieren mit Einsatz von Umstellungsfutter von eigenen Flächen und Zukauf von Öko-Futter ist aber noch fraglich. Die Anbindehaltung in kleinen Betrieben wird weiter möglich bleiben. Allerdings müssen sowohl Sommerweidegang als auch Auslauf angeboten werden.
Statt einer einzigen EG-Öko-Verordnung mit Anhängen wird es künftig eine Basisverordnung und mehrere Verordnungen zu ihrer Umsetzung geben. Die EG-Öko-Basisverordnung 834/2007 legt als Ratsverordnung die Eckpfeiler fest. Beschlossen wurden die Bestimmungen für die landwirtschaftliche Erzeugung, die Verarbeitung, den Handel und den Import von Öko-Produkten im EU-Binnenmarkt. Verhandelt werden noch die Regelungen für Importe aus Drittländern.
Die Europa-Sektion der IFOAM, des Dachverbandes der ökologischen Landbaubewegungen, sieht die neuen Regeln mit gemischten Gefühlen. Zwar erkenne man an, dass sich die Kommission um Klarstellung und Präzisierung und damit um mehr Transparenz bemüht habe. Durch die kurzfristige Fertigstellung auf den letzten Drücker seien aber viele Fragen offen geblieben. Dadurch käme eine Menge Arbeit auf Verbände und Erzeuger zu.

aid, Britta Klein

Weitere Informationen: www.gfrs.de , www.organic-europe.net

Rezept Lauwarmes Bratwurst-Carpaccio

Lauwarmes Bratwurst-Carpaccio mit einem bunten Salatbouquet und knackigen Sprossen

Die auf dem Rost oder in etwas Speiseöl gebratenen Thüringer Rostbratwürste werden in dünne Scheiben geschnitten und auf großen, vorgewärmten Tellern so ausgelegt, das sie sich etwas überlappen und die gesamte Anrichtefläche des Tellers ausgelegt ist. Nach Geschmack würzt man die Bratwurstscheiben mit grob gestoßenem Pfeffer, Balsamicoessig und Salz, beträufelt danach mit dem Walnussöl. Nun werden jeweils 4 nicht zu dicke Scheiben Salatgurke blütenartig mit einem bunt gemischten und marinierten Salatbouquet in der Mitte des Tellers arrangiert. Die in einer trockenen Pfanne gerösteten Sonnenblumenkerne werden wie die gemischten Sprossen über dem Carpaccio verteilt. Zu diesem Gericht passen entweder kleine, frisch gekochte Pellkartöffelchen, ofenwarmes Ciabattabrot oder ganz einfach knusprig gebackene Brötchen.

Zutaten für 4 Portionen:
– 4 Thüringer Rostbratwürste á 100–150 g – 2 EL Speiseöl – 1 buntes Salatsortiment für 4 mittelgroße Bouquets – ½ grüne Gurke – 100 g gemischte Sprossen – 60 g Sonnenblumenkerne – 4 EL Walnussöl, Balsamicoessig – Salz, Pfeffer aus der Mühle – etwas Zitronendressing als Salatmarinade

Abenteuer Leben – täglich Wissen

Die Wirkungen und Tücken von Streusalz – Die Koch-WM in Chicago Deutschland 2007

Die Wirkungen und Tücken von Streusalz
Die Koch-WM in Chicago
Das Durchschnittsalter der Nationalmannschaft liegt bei ca. 25 Jahren. Neun Männer und zwei Frauen sind in die USA gereist, um Weltmeister zu werden. Die Rede ist nicht von einem gemischten Fußballteam. Hier geht es um die offizielle Deutsche Nationalmannschaft der Köche. Elf junge Spitzenköche wurden vom Verband der Köche Deutschlands ins Nationalteam berufen. Vor wenigen Tagen nahmen sie am American Culinary Classic in Chicago teil – der Weltmeisterschaft der Köche.

Kabel1, Mittwoch, 19.12., 17:15 – 18:15 Uhr