Der beste deutsche Nachwuchskoch heißt Ludwig Heer

Fulminantes Comeback des Bocuse d`Or in Deutschland

Was am Samstag Morgen um 6 Uhr auf der Kölnmesse mit dem Einrichten der Showküchen begann,
endete knapp 24 Stunden später mit stolzen Gewinnern und begeisterten Teilnehmern auf der
Aftershow-Party im Restaurant 4 Cani.

Der beste deutsche Nachwuchskoch heißt Ludwig Heer (Straubingers Restaurant in Saalach), der sich
mit 715 Punkten die beste Bewertung der hochkarätigen internationalen Jury unter dem Vorsitz von
Dieter L. Kaufmann in fünfeinhalb Stunden erkochte. Er wird Deutschland beim kontinentalen
Wettbewerb in Genf 2010 repräsentieren und bis dahin u.a. von Harald Wohfahrt trainiert.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen – nicht nur Dieter Müller, sondern auch Lea Linster (einzige Frau, die
jemals den Bocuse d´Or in Lyon gewann) und Jörg Sackmann teilten diese Auffassung. Ein Rennen
mit Sebastian Prüßmann aus dem Restaurant Dieter Müller, der die Jury mit 705 Punkten mit einer
ebenfalls geschmacklich perfekten Leistung überzeugte – im Gegensatz zu den beiden anderen
Platzierten eine klassisch elegante Komposition.

Wie Ludwig Heer bereitete auch der Drittplatzierte seine Platten mit der Kombination aus Meer und
Land zu, André Wolff aus Steinheuers Restaurant in Bad Neuenahr ließ darüber hinaus raffinierte
Elemente der Molekularküche einfließen. Er behauptete sich mit 616 Punkten.

Den Preis für den besten Commis verlieh die eigenständige Küchenkommission Dominik Daub, der mit
seiner überlegten und ruhigen Art Eiko Scharfenberger den ganzen Tag zur Hand ging.

Große Zufriedenheit gab es nicht nur bei allen Kandidaten, sondern auch bei den Sponsoren, die die
Rückkehr des Wettbewerbes nach vierjähriger Pause nicht zuletzt mit wertvollen Gewinnerpreisen
unterstützten: die drei Sieger konnten sich neben erlesenen Messern mit Namensgravur, Champagner
von Perrier Jouët, einer eigens angefertigten Sauciere aus Silber von Nestlé Chef auch über einen für
den Bocuse d´Or kreierten Award des Kölner Künstlers Cornel Wachter freuen.

Ludwig Heer kommt außerdem in den Genuß eines von Jahn-Reisen gesponsorten Aufenthalt in einem
Fünfsterne Hotel in Lanzarote, Sebastian Prüßmann erhielt von Pilsner Urquell eine Einladung in die
Heimat der tschechischen Brauerei.

Anerkennung für das Niveau der Veranstaltung auch in der Jury, die teilweise zweijährlich ihrer
Aufgabe bei der Endausscheidung in Lyon waltet, nahm der neue Veranstalter Patrik Jaros, selbst
Gewinner des Bocuse d´Or in Lyon 1995, dankend entgegen.

Dank des professionellen Serviceteams aus dem Excelsior Hotel Ernst wurden die Platten der
Kandidaten der Jury auf elegante Art und Weise zunächst präsentiert, bevor sie gemäß des
Mustertellers des jeweiligen Kandidaten auf 14 Teller für die scharfen Sinne der Profis angerichtet
wurden. Einige Teilnehmer hatten keine Kosten und Mühen gescheut, sich extra für den wichtigsten
Kochwettbewerb Platten anfertigen zu lassen.

Die Investition, den deutschen Entscheid möglichst nahe an die Qualität aus Frankreich
heranzubringen hat sich gelohnt, wie Fachleute, Kandidaten und auch die Zuschauer bestätigten.

Diese waren zahlreich erschienen, man hatte knapp 250 Karten im Vorfeld verkauft, und konnten das
Geschehen vom Startschuß um 8:00 Uhr an auf Großbildleinwänden live mitverfolgen. Der Kölner
Moderator Florian Müller führte charmant und aufmerksam durch die Küchen und den Tag.

Für das Publikum Highlight der besonderen Art war das Servieren einiger Portionen der
Kandidatenspeisen – diese wurden von kompetentem Personal des Restaurants Spitz in Köln in
mundgerechte Happen aufgeteilt und direkt gereicht.
So mundeten der Kabeljau und das Rinderfilet den begeisterten Gourmands – sie hatten eine
einmalige Gelegenheit den unmittelbaren Vergleich von so unterschiedlich komponierten, wenn doch
exakt den gleichen Hauptzutaten bestehenden Gerichten, anzustellen.
Den ganzen Tag gab es für alle Zuschauer Kölsche Tapas aus dem „Spitz“, Pilsner Urquell frisch
gezapft, Aqua Panna und Pellegrino als erste Erfrischung, van Nahmen Säfte – auch als Schorle – für
den ersten Durst, sowie van Volxem Saarriesling sowie Belle Epoque Champagner von Perrier Jouët –
nicht nur die Gäste konnten sich stärken sondern auch die zahlreichen Fernsehteams und
Pressevertreter, die sogar aus Luxemburg und Belgien angereist waren.

Der nächste Bocuse d´Or – Selection Germany findet im Jahr 2011 statt.

Die Homepage von Ludwig Heer: www.ludwigspralinen.de/ludwig.html

Alle Kandidaten Bocuse d’or 2009:
Andre Wolf: www.gourmet-report.de/artikel/30230/Andre769-Wolff.html
Claudia Schröter: www.gourmet-report.de/artikel/30231/Claudia-Schroeter.html
Eiko Scharfenberger: www.gourmet-report.de/artikel/30232/Eiko-Scharfenberger.html
Georg Christian Schröppel: www.gourmet-report.de/artikel/30233/Georg-Christian-Schroeppel.html
Johannes Goll: www.gourmet-report.de/artikel/30234/Johannes-Goll.html
Ludwig Heer: www.gourmet-report.de/artikel/30235/Ludwig-Heer.html
Sebastian Prüßmann: www.gourmet-report.de/artikel/30236/Sebastian-Pruessmann.html
Sebastian Völz: www.gourmet-report.de/artikel/30237/Sebastian-Voelz.html
Infos über den deutschen Bocuse d’or 2009:
http://www.gourmet-report.de/artikel/30227/Information-zum-Bocuse-dOr-Selection-Germany-2009.html

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