Am 9. Dezember öffnet das Icehotel in Schweden

Ein Bett aus Eis, Wände aus Schnee und eine Zimmertemperatur von minus fünf Grad – so stellt man sich nicht gerade ein Traumhotel vor. Ist es aber! In einem kuscheligen Schlafsack auf Rentierfellen lässt es sich auf einem Eisblock im schwedischen Eishotel in Jukkasjärvi sogar ganz wunderbar schlafen! Und der Morgen beginnt ganz gemütlich mit einem heißem Preiselbeertee und einem wärmenden Saunagang. Willkommen im Icehotel!

Seit 15 Jahren entsteht im lappländischen Jukkasjärvi jedes Jahr aufs Neue ein Traumhotel aus tausenden von Tonnen Schnee und Eis. Das Eis stammt aus dem Fluss Torne älv und ist das Hauptarbeitsmaterial für die vielen Designer, die alljährlich im Icehotel zu Werke gehen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Denn das ist das Besondere: Das Hotel wird jedes Jahr wieder neu erfunden, neu designt und sieht somit immer anders aus. Aufwändige Abrissarbeiten bleiben den Hotelbesitzern erspart, denn spätestens im Mai schmilzt die ganze Pracht dahin und macht Platz für neue Ideen.

Jetzt sind die Bauarbeiten an den rund 50 Zimmern und 25 Eis-Suiten voll im Gange. Die Suiten werden von Eisskulpteuren künstlerisch gestaltet und der Andrang von internationalen Designern ist groß. In diesem Jahr hat es auch ein deutscher Designer geschafft, sich unter den vielen Bewerbern durchzusetzen. Alexander Bach, Diplomdesigner aus Gotha, gestaltet eine 25 Quadratmeter große Suite und dabei – soviel hat er bereits verraten – wird sich alles um das Thema Kristall drehen. Seine persönliche „Crystalsuite“ besteht aus einem von kristallenen Säulen umsäumten Doppelbett und das Eis des Raumes soll in warmes, farbiges Licht getaucht werden. „Ein Kristall ist etwas Dauerhaftes, das Hotel taut aber wieder weg“, so der Künstler über den Reiz der Kontraste. Die Arbeit bei Minustemperaturen ist Alexander Bach nicht ganz neu, immerhin hat er in Lappland schon einmal ein Iglu gebaut.

Tagsüber haben Besucher des Icehotels die Möglichkeit, Ausflüge mit dem Schneeskooter zu unternehmen oder mit einem Hunde- oder Rentierschlitten die Umgebung zu erkunden. Am Abend wärmt man sich am besten mit einem leckeren Drink an der hoteleigenen Absolut Eisbar auf – mit Hochprozentigem direkt aus großen, hohlen Eiswürfeln statt „on the rocks“ oder mit heißen Getränken.

Wer es nicht bis zum Polarkreis schafft, kann einer Dependance der Absolut Icebar in Stockholm einen Besuch abstatten. Im Nordic Sea Hotel mitten in der Stockholmer City erwartet die Gäste ein Stück lappländische Winter-Exotik in einem gläsernen Kühlraum bei stilechten Minus fünf Grad. Damit man an den Eisblöcken nicht fest friert, gibt es beim Eintreten zu jeder Jahreszeit einen wärmenden Schutzanzug dazu.

Organisierte Reisen zum Icehotel werden u.a. von den Reiseveranstaltern Dertour (www.dertour.de Kontiki Saga Reisen (www.kontiki.ch Nordic Holidays (www.nordic-holidays.de und Wolters Reisen (www.woltersreisen.de angeboten. Informationen zum Icehotel unter www.icehotel.com.

Mehr Infos zu Schweden als Reiseziel:
www.visitsweden.com

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