Whisky Fair 2012 mit neuem Rahmenprogramm

Das „Whisky 2012“ -Festival in Limburg / Lahn am 28. & 29. April wartet in diesem Jahr mit einem neuen und abwechslungsreichen Rahmenprogramm auf. Rund um das Messewochenende werden interessierten Besuchern unterschiedliche Events in der nahegelegenen Werkstatt-Lounge angeboten.

Die Organisation der insgesamt 4 Veranstaltungen übernimmt der Messe-Partner Villa Konthor, der sich als „Whisky Bar des Jahres 2009“ in Sachen Whisky und Veranstaltungen rund um das Thema Single Malt und Schottland bereits überregional einen Namen in der Whisky-Szene gemacht hat.

Die Veranstaltungen finden am Freitag 27.04. und Samstag 28.04.2012 in der Werkstatt-Lounge statt. Diese Event-Location befindet sich am Limburger Bahnhof, ca. 300m entfernt von der Josef-Kohlmaier-Halle, dem eigentlichen Veranstaltungsort der Whisky Fair 2012.

Glenfarclas-Tasting zur Festival-Eröffnung
Zur Eröffnung des Messewochenendes findet am Freitag 27.04. ab 19.00 Uhr ein exklusives Whisky-Tasting mit Georg S. Grant statt. Der Brand-Ambassador der schottischen Brennerei „Glenfarclas“ wird an diesem Abend 6 Fassproben der Jahrgänge 1954, 1962, 1978, 1988, 1994 und 2000 präsentieren und sicherlich die ein oder andere Anekdote aus seinem bewegten Leben für das schottische Nationalgetränk zum Besten geben. Dazu wird den Teilnehmern zur Stärkung ein Flying Buffet serviert.

Der Preis für diesen Exklusiv-Event beträgt 79,00 EUR inklusive Tasting, Buffet und Eintritt zur anschließenden Eröffnungsparty.

Große Eröffnungs-Party mit den Maverick Angels
Ab 21.30 Uhr starten dann die „Maverick Angels“ mit einem Live-Konzert die große „Whisky Fair 2012“-Eröffnungs-Party. Die schottische Band ist durch das „Islay Festival“ bereits bestens bekannt und wird die Besucher mit ihrem Stil aus schottischem Folk and Rock richtig auf das vorausliegende Messewochenende einstimmen. Begleitet wird die Eröffnung von einer Bilderausstellung des schottischen Künstlers Ian Gray. Die Guiness Beer Bar sowie eine Whisky- & Cocktailbar garantiert abwechslungsreiche flüssige Versorgung und für den kleinen Hunger werden leckere Würstchen und Steaks vom Grill bereitgehalten.

Der Eintritt zur Eröffnungs-Party beträgt 9,00 EUR und beinhaltet einen Opening-Dram (2cl Whisky).

Bruichladdich-Barbecue am ersten Messetag
Nach Ende des ersten Messetages erwartet die Besucher am Samstag 28.04. ab 19 Uhr an gleicher Stelle ein Islay-Barbecue. Das Grill-Buffet mit Live-Musik wird von der schottischen Brennerei „Bruichladdich“ präsentiert, die dazu 3 spezielle Barbecue-Drams (jeweils 2cl) vorstellen werden.

Der Preis für diesen Event beträgt 29,90 EUR inklusive Grill-Buffet, 3 Whiskys und Eintritt zur anschließenden After-Fair-Party.

Whisky-After-Fair-Party mit Paddy Schmidt
Ab 21 Uhr startet dann die Whisky-After-Fair-Party mit einem weiteren Live-Konzert. An diesem Abend wird Paddy Schmidt mit seiner Band „Paddy goes to Hollyhead“ den Besuchern einheizen und ein Stück irische Pub-Atmosphäre in die Limburger Werkstatt-Lounge bringen. Guiness Beer Bar, die Whisky- & Cocktail Bar sowie der Barbecue-Grill sorgen weiterhin für das leibliche Wohl der Partygäste.

Der Eintritt zur After-Fair-Party beträgt 6 EUR.
Programm Kurz & Kompakt
Freitag, 27.04.2012
• Ab 19.00 Uhr: Glenfarclas Tasting mit Georg S. Grant.
Preis 79,- EUR inkl. Tasting, Buffet und Eintritt zur Eröffnungsparty
• Ab 21.00 Uhr: Eröffnungs-Party mit den Maverick Angels.
Preis 9,- EUR inkl. Opening Dram

Samstag 28.04.2012
• Ab 19.00 Uhr: Islay-Barbecue mit Bruichladdich.
Preis 29,90 EUR inkl. Grill-Buffet, 3 Whiskys und Eintritt zur Afterfair-Party
• Ab 21.00 Uhr : Whisky After-Fair-Party mit Paddy goes to Hollyhead.
Preis 6,- EUR.

Buchung
Da die Werkstatt-Lounge nur begrenzte Kapazitäten hat, wird um rechtzeitige Reservierung für alle Veranstaltungen gebeten.

Alle Informationen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite der Villa Konthor unter www.villakonthor.de oder direkt per E-Mail an . Info-Telefon unter 06431- 218958.

Wundersame Wallonie

Endlose, grüne Hügellandschaften, tiefe Wälder, kilometerlange Wanderrouten durch unberührte Natur. Das sind die Ardennen in der belgischen Wallonie. Nur eine knappe Autostunde hinter der deutschen Grenze, südlich von Liege (Lüttich) beginnt eine Welt, die sich völlig unterscheidet von der Region jenseits der Grenze.

Wir beginnen unsere Tour durch die Ardennen vom
Städtchen Verviers aus, um die Wallonie und ihre versteckten Möglichkeiten
zu entdecken. Herausgeputzte Dörfchen tauchen plötzlich wie aus dem Nichts
am Ende einer sich durch die Landschaft schlängelnden Bergstraße auf. Meist
übergroße Kirchen und niedliche-gedrungene Bürgerhäuser, die sich an
verwundene Gassen drücken, prägen diese Ortschaften mit unaussprechlich
französichem Namen wie Theux, Samreè oder Queqe de Vache. Die meisten von
Ihnen sind auf einer Karte kaum wahrnehmbar und bilden für uns daher eine
immer eine besondere Überraschung ob ihrer Schönheit.

Wo die Zwerge das Bier brauen

Weiter geht’s zu unserem ersten Tagesziel. Hinter den Bergen, tief in den
Wäldern der Ardennen, wo kaum jemand noch eine Ortschaft vermutet taucht
plötzlich ein Schild mit dem dem Namen „Achoûfe“ auf und ein gewaltiger
Wichtel auf einem Sockel weist uns den Weg zu der nahegelegenen Brauerei
„La Chouffe“. Der Zwerg ist Sinnbild dieser Stätte der Braukunst, in der
sich eine Mannschaft aus 5 mal 7 Zwergen emsig das ganze Jahr bemüht, den
köstlichen Gerstensaft zu brauen und in die ganze Welt zu verbreiten. Wir
treffen dort auch auf drei Jungs aus Italien, die in ihrer Europa-Route
eigens zur Verkostung dieses Biers jenes Ardennen-Nest ausgewählt haben
Und die Zwerge lassen sich hier auch ins Handwerk schauen. Täglich, am
liebsten mit Anmeldung, findet eine Führung statt, in der der Prozess der
Braukunst bewundert und das Ergebnis anschließend verkostet werden darf.

Süße Versuchungen in den Bergen

Beschwingt machen wir uns auf zur nächsten Attraktion der Wallonie. Belgien
ist bekannt für seine Vielfältigkeit und hohe Qualität der
Schokoladenkünste. So ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Handwerk
selbst in den kleinsten Orten noch anzutreffen ist. In Erzee, mitten im
Ardennen-Hochland begüßen uns Wendy und ihr Mann von der Chocolatier
Defroidmont freundlich – sogar auf deutsch – in der eigenen Cholotier, die
nicht nur eine Werkstatt, sondern auch ein verhältnismäßig großes Museum
und natürlich einen Laden beinhaltet. Wir dürfen zusehen, wie in der
Schokoladen-Werkstatt die Kreationen ihre Form finden, wenn die flüssige-
süße, braune Masse in einem nie enden wollenden Strom aus dem Hahn in die
Schablonen läuft. Und dann heißt es verkosten. Da lässt sich Wendy gar
nicht lange bitten und kredenzt uns auf einem Silbertablett die
außergewöhnlichsten Kreationen hausgemachter Pralinès.

Wenn Oma Marmelade kocht

So verwöhnt setzen wir unsere Tour fort zu unserem nächsten Ziel, welches
nicht weniger Süße verspricht. Es ist das „Winkel-Atelier“ der Confiturie
Saint Amour in Durbuy. Eline, eine liebe Omi wie aus dem Märchenbuch
begrüßt uns freundlich und zeigt uns das „Atelier“, in dem täglich
vormittags bis zu 40 verschiedene Sorten Marmelade und Gelee hergestellt
werden – und das nun schon seit über 90 Jahren. Da finden wir Löwenzahn-
oder Fliedermarmelade, staunen über Mispelgelee und lassen uns von
köstliche Passionsfrucht-Marmelade hinreißen. Aus Blumen und Früchten werden
hier täglich die erstaunlichsten Sorten des köstlichen Brotaufstrichs
gezaubert. Da nehmen wir natürlich eine Sorten mit uns, bevor wir unsere
Reise fortsetzen.

Zickenalarm oder alles Käse?

Nach soviel Süßem steht uns der Sinn nach einer herzhaften Abwechslung. Und
so kommt uns der letzte Ausflugspunkt an diesem ereignisreichen Tag sehr
gelegen: Die Ziegenkäserei „Chèverie d`Ozo, im gleichnamigen Stadtteil des
Städtchen Izier. Schon wieder ein Ort, der auf keiner Landkarte zu finden
ist. Oben auf dem Hochplateau des Hügels treffen wir dann auf den Hof. Auch
an diesem familienfreundlichen Ausflugsziel werden wir freudig in Empfang
genommen. Ziegenbauer Lùc und führt hier mit seiner Familie den Hof und die
zugehörige Käserei. Etwa 200 Ziegen erwarten uns Meckernd aber zutraulich
im Stall und lassen sich bereitwillig streicheln. Selbst die kleinsten
Zicklein verspüren keine Scheu gegenüber uns Besuchern. Im Sommer ist das
Vieh auf den Weiden des Hofes, aber jetzt, im März ist der Stall noch ihr
Aufenthaltsort. Wir dürfen zusehen, wie sich die Ziegen melken lassen. Da
wird sich ordentlich in Reih` und Glied aufgestellt, damit die schweren
Euter zur täglichen Leerung an die Melkmaschine angeschlossen werden
können. Derweil ist Lùc schon nebenan mit der Käseherstellung beschäftigt
und produziert in hofeigener Käserei kleine, aber abwechslungsreiche
Käsevariationen, die uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.
Natürlich können wir auch diese im Hofladen erwerben.

Ein abwechlungsreicher und spannender Ausflugstag geht zu Ende für uns. Und
wir stellen fest, dass wir gar nicht so weit fahren mussten, um alle diese
herrlichen Genuss-Attraktionen der Ardennen zu erleben. Diese Route südlich
von Liège durch die Ardennen umfasste kaum mehr als 100 Kilometer. Jedes
Dorf hat hier etwas zu bieten. Ob Töpferei, Imkerei oder Klöppelkunst – es
gibt noch viel zu erleben in der Wallonie und wir freuen uns schon heute
auf unsere nächste Tour, die sicherlich nicht weniger spannend werden wird.
Philip Duckwitz

Von Honig bis Lebkuchen – in Gyula und Zalaegerszeg, Ungarn

Auch wer über Land reist, wird in der Weihnachtszeit das ein oder andere winterliche Festival in Ungarn entdecken. Etwa in Gyula in der südlichen Tiefebene oder in Zalaegerszeg in Westtransdanubien, nordwestlich des Balaton gelegen.

Vom 3. bis 5. Dezember 2010 geht es in Zalaegerszeg nämlich sehr süß zu – dann wird dort am 2. Adventwochenende das Honigfestival gefeiert. Auch wenn das breit gefächerte Programm unter anderem Fachprogramme rund um den Bienennektar enthält, es vor allem Honig- und Imkerprodukte zu bestaunen gibt und der Zug des Honig-Ordens durch den Ort zieht; es geht an den drei Tagen auch lockererer zu. Passenderweise gibt es etwa eine Ausstellung rund um Lebkuchen und einen Adventswettbewerb des Lebkuches. Gefeiert wird auf dem Ball des Ritterordens.

Eine Woche später stehen Honig und Lebkuchen dann auch im Südosten Ungarns im Mittelpunkt. Am 3. Advent (10. bis 12. Dezember 2010) lädt Gyula, unweit der rumänischen Grenze gelegen, ein, in die Fußstapfen von Hänsel und Gretel zu treten. Während der drei Festtage kommen aber nicht nur Honig und Lebkuchen als Leckereien zu Ehren, auch Kosmetika und Wettspiele rund um den Honig sowie Geschmacks- und Schönheitswettbewerbe zum Lebkuchen sind eingeplant. Für Kids gibt es zudem eine Backstube und eine Spekulatius-Werkstatt, für Abwechslung sorgt ein Marionettentheater. Die Großen informieren sich auf der Imker-Messe oder bei den Fachvorträgen und Ausstellungen.

Für auswärtige Besucher gibt es ein Adventsprogramm im Burgmuseum sowie Ausstellungen und Kostproben im Erkel-Haus (erinnert an den ungarischen Komponisten), Ladics-Haus (bekannt für den Zopfstil von Antal Czigler), Hentes Museum und der 100-jährigen Feinbäckerei (ebenfalls erbaut von Czigler, zum Teil noch mit Originalausstattung wie alten Thonetstühlen oder Tischen mit weißen Karrara-Marmorplatten). Außerdem wird extra eine Gyulaer Honigwurst kreiert.

Neue Website der Gourmet-Werkstatt

Großküche setzt auf Information und Unterhaltung – Kochbuch-Verlosung zum Relaunch ­

Kräftige Farben und überraschende Einblicke: Die neue Website der Gourmet-Werkstatt Rhein-Main-Wetterau GmbH bietet ihren Besuchern vielfältige Informationen zum Thema Gemeinschaftsverpflegung und zu den Abläufen in der Großküche, aber auch aktuelle Meldungen zu Themenwochen oder Sonderaktionen sowie Gewinnspiele und Rezepte zum Nachkochen. Zu erreichen ist sie unter der Adresse: www.gourmet-werkstatt.de.

„Zur Eröffnung der Gourmet-Werkstatt im September 2008 hatten wir leider nur einen provisorischen Internetauftritt“, so Geschäftsführer Robert Roesch während der Freischaltung. „Da wir aber viel zu erzählen und auch viel zu zeigen haben und zudem immer wieder Anfragen nach tiefergehenden Informationen erhalten, wurde es jetzt höchste Zeit für einen umfassenden Ausbau der Website.“ So wurden sowohl das grafische als auch das inhaltliche Konzept für den Relaunch grundlegend überarbeitet. Die Besucher der Seite können sich nun detailliert über das Angebot der Großküche, das Unternehmen selbst sowie über das Cook & Chill-Verfahren informieren, nach dem die Gourmet-Werkstatt ihre Speisen zubereitet. Zudem informiert die Gourmet-Werkstatt jeweils über aktuelle Themenwochen in der Betriebsgastronomie und der Patientenverpflegung und verrät auch Rezepte, die man zuhause nachkochen kann. Während der Fußball-Weltmeisterschaft sind auf der Seite jede Woche zwei neue Rezepte für südafrikanische Gerichte zu finden.

„Die Seite ist sehr lebendig – das passt zu uns“, freut sich auch Geschäftsführer Tobias Schmitt über den Relaunch. „Wir sind sehr zufrieden mit der neuen Internetpräsenz und hoffen natürlich, dass sie auch unseren Kunden gefällt – wir freuen uns schon auf deren Feedback“, so Schmitt weiter. „Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allen, die uns bis zum 1. August 2010 ihre Meinung gesagt haben, insgesamt 40 Kochbücher ‚Traditionell Experimentell‘ von André Großfeld.“ Das Gewinnspielformular ist ebenfalls über die Website zu erreichen.

Umgesetzt hat die Gourmet-Werkstatt die Website mit der Gießener Agentur C3 Public Relations ( www.c3pr.d ) sowie Schaper Kommunikation aus Bad Nauheim ( www.schaperkom.de ) und Dreipass aus Gießen( www.dreipass.net ).

Gourmetreise auf Teneriffa

Kulinarische Reise

Samstag 03. Okt. 09

Zusatztermin: Samstag 10. Okt. 09

„Diese völlig andersartige Gourmetreise ist eine Einladung an den kulinarischen Sinnsucher
und eine Chance, zusammenzukommen, um über gastrosophische Fragen und Kulinarik
in anderer Weise nachzudenken und vielleicht so auf Ideen zu kommen, die woanders nicht
möglich sind. Im Südwesten Teneriffas, im idyllischen Arona, nur wenige Kilometer von den
touristischen Zentren entfernt, auf ca. 600 m Höhe, fesseln künstliche Wasserläufe, ein
überdimensioniertes blaues Brot oder Goldtreppen die Aufmerksamkeit der Besucher der
„ZUKUNFTS-WERKSTATT-MARIPOSA“. Achtzig internationale Künstler schufen aus dem
Gelände einen Ort magischer Ausstrahlung. Es gibt eine Sommer-Küche zum gemeinsamen
Kochen, Essen und Feiern. Sie können in den wilden Jurten wohnen, gebaut von einem
Künstler-Architekten, mit einem Badehaus mit Armaturen von Philip Starck. Natürlich gibt es
auch Gästehäuser, das Paloma-Haus – ein wahres Gesamtkunstwerk, die Finca –, ein altes
Bauernhaus, die Casita, mit einem Wohn-/Schlafzimmer, Küche und Bad oder das Sternhaus.
Getafelt, getrunken, geredet wird an einem Esstisch für 20 Personen, der um das Wasserbecken
herum gebaut ist, in das der kleine Fluss mündet. Sitzsteine laden im Schutz eines kleinen
Hügels zum Picknick oder zu einem exklusiven Freiluft-Dinner ein. Oder Sie wählen das Haus
der Stille, ein Raum der Ruhe oder zum Meditieren.

Wenn ein Ort so wunderschön ist, dass er unsere Herzen erfreut, dann verändert er auch unser Denken.
(Leonardo da Vinci)

Reservierung & Info:
www.genussprojekte.de | Tel. 0700 53253700

Gourmet Report kann noch weitere, bemerkenswerte Restaurants im Norden der Insel empfehlen: Restaurant Lucas Maes www.kochmesser.de/archiv/04-0910/041010_lucas-maes-teneriffa.html?sid=1110 (La Orotava, an der Autobahnausfahrt Puerto de la Cruz), „Donde Mario“ in Cuesta de la Villa – oberhalb der Autobahn an der Hauptstrasse, Regulo (nähe der Plaza Charco in Puerto de la Cruz).

Dänisch kochen

Gerichte und ihre Geschichte

CHARLOTTE NOER: DÄNISCH KOCHEN

Neues Lesebuch aus dem Verlag Die Werkstatt

Ein neues Lesebuch informiert über die dänische Küche. Gemütlichkeit, Hygge, wird in Dänemark großgeschrieben und drückt sich vor allem im Essen aus. Zu den gemeinsamen Mahlzeiten, ob Frühstück oder Middag – das, anders als der Name vermuten lässt, erst gegen Abend eingenommen wird –, trifft sich die ganze Familie. Dann wird serviert, was Land und Meer hergeben: Fisch in allen Variationen, Fleisch, Brot, Käse und frisches Gemüse.

Besonders beliebt ist Flæskesteg, ein knuspriger Schweinebraten mit Rotkohl und karamelisierten Kartoffeln. Und die berühmten Æbleskiver (Krapfen) sowie anderes köstliches Gebäck bleiben nicht nur der Festtagstafel vorbehalten. Nach diesem oft üppigen Essen wird dann gern ein nach alter dänischer Sitte angesetzter Schnaps wie Blåbærsnaps (mit Blaubeeren und Heide) oder oder Aalborg Aquavit (mit Kümmelaroma) als Verdauungshilfe genossen.

Das Einzigartige an Dänemarks Küche ist aber sicher die Brotkultur. Wer einmal vor einem Smørrebrødsforretning (Butterbrotgeschäft) gestanden hat, weiß, was für ein unglaublich farbenfroher Augenschmaus das sein kann. Das Schwarzbrot, Rugbrød, ist mit viel Liebe belegt und häufig geschmückt, als handele es sich um einen Weihnachtsbaum. Willkommen in der dänischen Geborgenheit und Velbekommen (Guten Appetit)!

Autorin Charlotte Noer wurde 1972 in Kopenhagen geboren und lebt seit 1994 in Bremen. Ihre Ausbildung zur Köchin absolvierte sie in Kopenhagens alteingesessenem Restaurant Els, dem schon Hans Christian Andersen ein Gedicht widmete. Charlotte Noer: Dänisch kochen. Aus der Reihe Gerichte und ihre Geschichte, Verlag Die Werkstatt, ca. 168 Seiten, Hardcover, Farbfotos, ISBN 978-3-89533-653-9, Euro 16,90.

Berufstätige essen unregelmäßig und ungesund

Berufstätige essen unregelmäßig und ungesund

Studie zum Essverhalten am Arbeitsplatz liefert alarmierende Ergebnisse – Gourmet-Werkstatt informiert anlässlich des 12. Tages der gesunden Ernährung über ausgewogenes und gesundes Essen im Berufsalltag

Bereits zum 12. Mal veranstaltet der Verband für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED) am Samstag, den 7. März 2009 den „Tag der gesunden Ernährung“. Unter dem Motto „So einfach geht’s: Gesund, lecker und fix zubereitet“ beteiligen sich laut Verband bundesweit rund 1500 Diätassistenten, Diplom Oecotrophologen und Ernährungsberater am Aktionstag, der sich in diesem Jahr insbesondere der gesunden Ernährung von Berufstätigen widmet. Auch Silke Hecht, Diätküchenleiterin der Gourmet-Werkstatt Rhein-Main-Wetterau GmbH, informiert anlässlich des Tages der gesunden Ernährung über richtiges Essverhalten am Arbeitsplatz.

Wie schwierig es für die meisten Berufstätigen ist, sich ausgewogen und gesund zu ernähren, zeigt eine aktuelle Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Nestlé-Konzerns durchgeführt hat. Insgesamt 4000 Bundesbürger wurden im Rahmen der Studie nach ihren Trink- und Essgewohnheiten befragt. Die Ergebnisse sind erschreckend: Jeder dritte berufstätige Deutsche isst unregelmäßig und ungesund. Eine einseitige Ernährung, zu viel und unkontrolliertes Essen sowie Heißhungerattacken und Frustessen sind die Hauptprobleme.
Dabei ist das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung durchaus vorhanden. 85 Prozent der Befragten gaben an, sich anders zu ernähren als sie es für richtig halten. Laut Experten erklärt vor allem Zeitknappheit die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. „Durch die Entstrukturierung des Alltags, flexiblere Arbeitszeiten und verlängerte Laden-Öffnungszeiten sind die Tagesabläufe zunehmend weniger festgelegt“, so Dr. Antonella Mei-Pochtler, Senior Partnerin der Boston Consulting Group, die das umfassende Datenmaterial der Umfrage analysierte.
Für Silke Hecht ist Zeitknappheit jedoch kein Grund, die Ernährung zu vernachlässigen. Sie hat für Berufstätige einige Tipps, wie sie sich auch ohne großen Zeitaufwand gesund und ausgewogen ernähren können – sowohl im Büro als auch auf der Baustelle.
„Der beste Start in den Tag ist grundsätzlich ein ordentliches Frühstück“, so Hecht. Es sei wichtig für den Stoffwechsel und die Gehirnleistung und bringe den Kreislauf in Schwung. Geeignet sei beispielsweise ein Vollkornbrot, dünn mit Margarine oder Butter bestrichen und mit magerem Käse, Schinken oder Wurst belegt.
Abwechslung auf den Frühstückstisch bringe frisches Gemüse, mit dessen Hilfe sich Brote aufpeppen ließen. Wer ein süßes Frühstück bevorzuge, könne auch zu Marmelade oder Honig greifen oder das Frühstück mit Obst oder Kompott ergänzen. Dazu empfiehlt die Diätassistentin Kräuter- und Früchtetee in unbegrenzter Menge. Wer am liebsten schwarzen Tee oder Kaffee trinke, solle sich jedoch auf maximal 2 Tassen beschränken. Diejenigen, die tatsächlich am Morgen nichts essen wollen, sollten zumindest ein Glas Saft oder ein Glas Milch trinken, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Auf der Arbeit selbst ist es laut Hecht wichtig, sich ausreichend Zeit fürs Essen zu nehmen. „Wer nebenbei am Telefon oder vor dem Computer isst, isst schnell zu viel oder kaut nicht richtig. Der alte Spruch ‚Gut gekaut, ist halb verdaut‘ ist jedoch noch immer wahr“, so die staatlich geprüfte Diätassistentin. Sie empfiehlt kleine Snacks zwischendurch, damit die Leistung nicht abfällt. Geeignet seien frisches Obst, Joghurt, Gemüsesticks oder auch mal ein Müsliriegel. Ausreden lässt die Diätassistentin auch hier nicht gelten: Wer morgens keine Zeit habe, beispielsweise Karotten zu schälen, könne dies schon am Abend vorher tun. Gemüsesticks ließen sich gut verpackt in Frischhaltedosen oder –folie im Gemüsefach des Kühlschranks problemlos aufbewahren.
Über den Tag verteilt sollten Berufstätige zudem viel trinken, am besten Mineralwasser oder auch Tee und Saftschorlen aus einem Drittel Saft und zwei Dritteln Wasser. Laut Faustregel benötigen Menschen täglich 35 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht, im Durchschnitt also zwei bis drei Liter. Zu viel trinken kann ein gesunder Mensch laut der Diätassistentin nicht – nur wer unter einer eingeschränkten Nieren- oder Herzfunktion leide, müsse vorsichtig sein. „Hilfreich ist es, immer ein eingeschenktes Glas Mineralwasser in Sichtweise zu haben, damit man das Trinken nicht vergisst“.
Für die Mittagspause empfiehlt Hecht je nach Vorliebe eine Mahlzeit in der Kantine oder aber von zuhause mitgebrachte belegte Brote.

Gesundes aus der Kantine

Die Gourmet-Werkstatt Rhein-Main-Wetterau, deren Diätküche Hecht leitet, beliefert aktuell neben Krankenhäusern, Schulen, Senioreneinrichtungen und Kindertagesstätten auch acht Betriebskantinen in der Wetterau und in Offenbach. Das Cook & Chill-Verfahren, das dort angewandt wird, garantiert eine nährstoff- und vitaminschonende Zubereitung der Speisen. Zudem achten Hecht und ihre Kollegen darauf, dass die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) in der Großküche berücksichtigt werden. Diese empfiehlt eine bis zwei Portionen Seefisch in der Woche sowie zwei bis dreimal Fleisch. Hauptbestandteil jeder warmen Mahlzeit sollten Kartoffeln, Nudeln, Reis sowie Gemüse und Salat sein. Auf der Speisekarte der Gourmet-Werkstatt stehen jeden Tag drei Gerichte, eines davon ist immer vegetarisch. Es gibt ein bis zwei Mal pro Woche Fisch und jeden Tag Gemüse und Salate. Jede Mahlzeit wird fettarm zubereitet, die Köche verwenden ausschließlich hochwertige Öle, bevorzugt Oliven- und Rapsöl, und gehen bewusst mit Salz um. Denn zu viel Salz bindet Wasser im Körper und kann den Blutdruck erhöhen.
Menschen, die schwer körperlich arbeiten, haben grundsätzlich einen höheren Energiebedarf als Menschen mit vorwiegend sitzender Tätigkeit. Dennoch sollten sie laut Hecht nicht häufiger Fisch oder Fleisch essen. Lediglich die Portionen dürften bei ihnen etwas größer sein als bei Menschen mit niedrigerem Energiebedarf.
Diejenigen, die im Schichtdienst arbeiten, sollten ihre Ernährung an den natürlichen Rhythmus des Körpers anpassen. „Körper und Verdauung sind nachts auf Schlafen eingestellt. Auch bei Menschen, die regelmäßig Nachtschicht haben, ändert sich daran nichts“, erklärt Hecht. Da der Verdauungstrakt nachts langsamer arbeite, sei vor allem für sie eine leichte Kost wichtig. „Empfehlenswert ist ein leichtes Abendessen schon vor Beginn der Nachtschicht. Währenddessen sollte man mehrere Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen“, so Hecht weiter.
Grundsätzlich empfiehlt sich auch während der Nachtschicht eine warme Mahlzeit, da sie belebt, das Wohlbefinden steigert und Ermüdungserscheinungen mindert. Wer zusammen mit den Kollegen Pause macht und mit ihnen zusammen isst, kann den Effekt noch verstärken. „Und wer vor dem Schlafengehen noch Hunger hat, sollte zu einem kleinen Frühstück greifen – jedoch ohne üppig belegte Brote.“

Cook & Chill in Theorie und Praxis

Cook & Chill in Theorie und Praxis

Berufs- und Technikerschule Butzbach zu Gast in Bad Nauheimer Gourmet-Werkstatt – Angehende Lebensmitteltechniker begeistert von der Großküche

Eine Klasse der Berufs- und Technikerschule Butzbach war in der vergangenen Woche zu Besuch in der Gourmet-Werkstatt Rhein-Main Wetterau. Zwölf Studierende des Faches Lebensmitteltechnik hatten Gelegenheit, sich die Bad Nauheimer Cook & Chill-Küche aus nächster Nähe anzusehen. Während des Rundgangs durch den 2500 Quadratmeter großen Komplex erhielten die angehenden Lebensmitteltechniker Einblick in alle Bereiche der Großküche – vom Warenlager, über die Produktionsstätte, das Tablettierband und die Transportwagen-Station, bis hin zum Spülraum.

Nachdem sich die Studierenden während ihrer Ausbildung im Fach Lebensmitteltechnik einige Wochen lang theoretisch mit dem Cook & Chill-Verfahren beschäftigt hatten, freuten sie sich über die praktische Lehrstunde in der Gourmet-Werkstatt. Küchenleiter Tobias Schmitt und Geschäftsführer Titus Kinzler führten den Nachwuchs durch die Cook & Chill-Küche und berichteten ausführlich über die seit September 2008 betriebene Gourmet-Werkstatt. Über das Cook & Chill-Verfahren, das die Standards in der Gemeinschaftsverpflegung revolutioniert hat, wussten die Studierenden recht gut Bescheid, wie sich schnell herausstellte. Während bei herkömmlichen Produktionsverfahren die Speisen nach dem Kochen mehrere Stunden warmgehalten werden und so an wertvollen Nährstoffen und häufig auch an Geschmack verlieren, werden sie beim Cook & Chill-Verfahren zu 95% fertiggegart, schnell heruntergekühlt, um den temperaturkritischen Bereich zu überbrücken und erst kurz vor dem Servieren direkt im Krankenhaus, in den Kitas oder Schulen zu Ende gegart.

Das Interesse der Studierenden galt vielmehr der praktischen Anwendung des Cook & Chill-Verfahrens. Sie stellten interessierte und auch kritische Fragen: Geht die Suppe denn nicht verschüttet auf dem Weg zum Patienten? Wurde das Personal aus den Krankenhausküchen übernommen? Wieviele Kartoffeln braucht man in der Woche für sechs Krankenhäuser? Nehmen Sie denn auch Rückstellproben?
Kinzler und Schmitt beantworten die Fragen gerne. So erfuhren die Studierenden, dass die Gourmet-Werkstatt spezielle Schalen verwendet, die fest schließen, damit auf dem Weg nichts verschüttet wird, dass pro Woche zwei Tonnen Kartoffeln und insgesamt 16 Tonnen Lebensmittel zubereitet werden und dass von jeder Komponente, die die Gourmet-Werkstatt verlässt, Rückstellproben genommen werden. Außerdem, dass die beiden Träger Klinikum Offenbach und Gesundheitszentrum Wetterau allen Mitarbeitern der Krankenhausküchen Übernahme-Angebote gemacht hatten und dass die Gourmet-Werkstatt stolz auf die Kooperation mit der Behindertenhilfe Wetterau ist, da sie sich als Unternehmen mit sozialer und regionaler Verantwortung begreift.
Besonders beeindruckt waren die Studierenden vom Tablettierband, wo derzeit täglich pro Mahlzeit 1600 Essen portioniert werden. Die Mitarbeiter stellen hier zehn Tabletts in der Minute zusammen, die alle am Ende von einer Diätassistentin kontrolliert werden.
Auch die Mitarbeiter der Gourmet-Werkstatt konnten ihrerseits einiges von den Studierenden erfahren. Deren praxisorientierte Ausbildung an der Berufs- und Technikerschule Butzbach soll die Grundlage für eine spätere berufliche Tätigkeit im Caterer- und Gemeinschaftsverpflegungsbereich schaffen. Die zukünftigen Lebensmitteltechniker belegen während ihrer Ausbildung Grundlagenfächer wie Biochemie, Ernährungslehre, Mikrobiologie, Hygiene und Rohstoffkunde. In den Schwerpunktfächern steht die Verfahrenstechnik bei der Erzeugung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln für Großverbraucher im Vordergrund. Auch das Zubereitungsverfahren Cook & Chill stand bei den Drittsemestern schon auf dem Lehrplan. Auf Initiative eines Schülers und von Oberstudienrat Hartmut Heyd hin, folgte mit dem Besuch in Hessens zweitgrößter und modernster Cook & Chill-Küche auf die Theorie nun eine praktische Lehrstunde.
Der 22-jährige Christian Appler, der nach seiner Ausbildung zum Koch derzeit an der Technikerschule Butzbach Lebensmitteltechnik studiert, freute sich über die Wertschätzung, die ihm und seinen Kommilitonen entgegengebracht wurde: „Während man bei anderen Betriebsbesichtigungen häufig das Gefühl hat zu stören, konnten wir den Mitarbeitern hier bei der Arbeit über die Schulter schauen. Dass wir die gesamte Küche besichtigen durften und dass uns sowohl der Geschäftsführer als auch der Küchenleiter Rede und Antwort gestanden haben, das war schon was besonderes.“ Auch der Erste Kreisbeigeordnete Oswin Veith und der Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau, Wolfgang Potinius, ließen es sich nicht nehmen, den Nachwuchs persönlich zu begrüßen. Besonders Veith, der lange Jahre Bürgermeister in Butzbach war, freute sich über den Besuch der Schule, der keine einmalige Veranstaltung bleiben soll.
Sowohl die Berufs- und Technikerschule Butzbach als auch die Gourmet-Werkstatt wünschen sich eine tiefergehende Kooperation. So sieht der Ausbildungsplan der Lebensmitteltechniker ein vierwöchiges Praktikum vor. Während dieser Zeit bearbeiten die Studierenden ein konkretes Projekt vor Ort, das im Anschluss an die Präsenzzeit über ein halbes Jahr hinweg fertiggestellt wird. Für die Studierenden ist die Gourmet-Werkstatt ein interessanter Praktikumsbetrieb: „Bewerbungen werden ganz sicher folgen“, kündigten sie zum Abschied an.

Gourmet-Werkstatt Rhein-Main-Wetterau
Auf den Schützenrain 2-6
61231 Bad Nauheim

Kontakt:
Titus Kinzler, Geschäftsführer Gourmet-Werkstatt
Telefon: (0 6032) 92 671 101

Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

Ein Blick in den Gartenbau

Der Stolz ist der jungen Frau anzusehen, wenn sie die vollen Gemüsekisten in den Hofladen trägt. Die Zucchini, Kürbisse und Salate hat die geistig behinderte Frau eben selbst geerntet und bei den vollen Kisten muss sie ganz schön zupacken. Um sich zu vergewissern, dass sie keine Zucchini erntet, die noch zu klein sind, trägt sie bei der Ernte in der Tasche ein Größenbeispiel. Mittlerweile hat sie auch viel Routine, aber wenn sie doch einmal unsicher wird, vergleicht sie rasch vor Ort – so kann sie die Ernte selbständig bewältigen, ohne andere Mitarbeiter fragen zu müssen. Als Gabi U. vor drei Jahren in dem Gartenbaubetrieb mit Hofladen anfing zu arbeiten, hat die Angst etwas falsch zu machen sie bei vielen Arbeiten noch blockiert. Doch mit Hilfe des Betriebsleiters und ihrer Kollegen ist es gelungen, die junge Frau in den Betriebsablauf zu integrieren. Inzwischen arbeitet sie überwiegend eigenständig und für manche Klippe haben sie und ihre Kollegen sich kleine passende Tricks ausdenken können. Für den Hofladen beispielsweise stellt eine Mitarbeiterin an jedem Beet oder Folienhaus Kisten in der gewünschten Größe und Anzahl auf. Gabi U. arbeitet diese „Aufträge“ dann gewissenhaft ab. „Am liebsten aber mach ich den Hofladen schön“, beschreibt sie ihre Lieblingsarbeit. Dabei achtet sie auf ansprechende Präsentation und legt gerne auch mal noch einige Blüten neben den Salat. Bevor sie auf den Außenarbeitsplatz in der Gärtnerei wechselte, hatte sie in der nahegelegenen Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet. „Aber Gärtnerin oder Floristin, das will ich werden“, das war ihr schon seit der Schule klar. Nach einem Praktikum haben sie, die Werkstatt und der Betrieb sich auf ein „ausgelagertes Beschäftigungsverhältnis“ geeinigt. Dabei gewährleistet die Werkstatt weiter die Versicherung und bei Bedarf auch Beratung. Ihre Arbeit verrichtet Gabi U. aber seither ausschließlich in der Gärtnerei. „Und von uns aus kann das gerne noch lange so weitergehen“, betont der Betriebsleiter. Von dieser Art der Beschäftigung profitieren beide Seiten.
Weitere Beispiele für die gelungene Integration behinderter Menschen auf landwirtschaftlichen Betrieben werden in dem Leitfaden „Zusammen schaffen wir was! – Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft“ des Forschungsinstituts für biologischen Landbau vorgestellt.

aid, Rebecca Kleinheitz

Mit dem Hausboot durch Meck-Pom

NDR, Samstag, 25.10., 13:30 – 14:30 Uhr.

Sie alle schwören aufs Hausbootfahren: Hans Christoph Pechmann ist ‚im richtigen Leben‘ Arzt und im Urlaub Kapitän. Schon zum zehnten Mal ist er auf den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns unterwegs und schwärmt vom schönsten Revier Deutschlands. Dr. Pechmann.

Rüdiger Portner hat schon seit zehn Jahren einen Bootsführerschein, doch Kapitän eines Hausbootes – das war bisher nur ein Traum. Jetzt geht er mit einem Hausboottörn rund um die Müritz in Erfüllung. Das Hausboot ist bis auf den letzten Platz belegt. Mit an Bord sind Portners Frau Christel, Sohn Thomas, die Enkel Jonas und Nele, die Schwester seiner Frau, Heike, die Cousine Luise mit Enkeltochter Rica und – eine Treckfidel. Sie wollen gemeinsam kochen, baden, singen, spielen, angeln – eben so richtig urlauben.

Und für den Notfall gibt es den Servicetechniker Martin Klitzke. Im Falle eines Falles reist er den Hausbooten mit seiner rollenden Werkstatt hinterher, jeden Tag rund um die Uhr. Er kennt alle ‚Wehwehchen‘ der Boote: Wann immer der Motor streikt, die Heizung an Bord ausfällt oder der Kühlschrank nicht richtig kühlen will – Martin Klitzke hilft. Und manchmal ist er einfach auch nur Seelsorger und tröstet per Telefon die Freizeitkapitäne, die sich mit ihrer Route etwas überschätzt haben.