kulinart Stuttgart

Am 14. und 15. November 2015 bietet kulinart, die Messe für Genuss und Stil, im Römerkastell Stuttgart wieder ein ebenso hochwertiges wie vielseitiges Programm mit Delikatessen und Design.

Im letzten Jahr besuchten fast 7.000 Genießer, Kenner und Neugierige die Genussmesse kulinart in der Phoenixhalle im Römerkastell. Dieses Jahr präsentiert kulinart mit rund 70 handverlesenen Ausstellern sowohl alte Branchenhasen als auch spannende Start-ups, darunter internationale Foodfinder und regionale Genusshandwerker, Spirituosen-Hipster und Weinbau-Altmeister, querdenkende Wohndesigner und Kochprofis.

Doch kulinart ist nicht nur eine Veranstaltung für Genießer – hier lassen sich jedes Jahr auch aktuelle Trends ablesen, wie z. B. Vegan Food und verantwortungsvolles Produzieren. Veranstalterin Conny Krenn dazu: „kulinart 2015 zeigt, dass Nachhaltigkeit und bewusste Ernährung auch Spaß machen dürfen – und am besten mit Leidenschaft serviert werden.“.

Zum Beispiel von Musikmanagerlegende Andreas „Bär“ Läsker (Fanta4), der gemeinsam mit Filmproduzent Kai Binder die erste vegane Fastfood-Kette Deutschlands gegründet hat: XOND. Der Name (bitte schwäbisch aussprechen) ist Programm: XOND ist schnell, gesund, bio, vegan und beweist, dass sich Fast-Food und gesundes Essen in Bio-Qualität nicht ausschließen. Die erste XOND-Filiale wird Anfang 2016 in Stuttgart eröffnet – auf der kulinart feiert das XOND-Konzept sozusagen seine Vorpremiere.

Für leckere Verpflegung vor Ort sorgen auch Angelika Thiele und Günther Bacher. Im stylishen „Mauls & More“-Mobil servieren sie schwäbische Maultaschen mit Kartoffelsalat, veganes Süßkartoffelcurry und südafrikanischen Rindfleischtopf zu. Die Gewürze dazu kommen von der „Lemon Pepper Kompanie“ – einem von insgesamt fünf feinen Gewürzanbietern auf der diesjährigen kulinart.

Freunde internationaler Feinkost werden auch bei „Marokko-Gourmet“ und „All Orient“ fündig, genießen ein paar Schritte weiter echten Rum von der Karibikinsel Martinique, entdecken die US-Barbecue-Kultur und den American Lifestyle von „American Heritage“ oder lassen sich bei „Can-Gourmet“ mit mallorquinisch-mediterranen Spezialitäten verwöhnen.

Das Gros der Messe ist jedoch fest in regionaler Hand. So bringen mit dem „Nürtinger Käsekontor“ und der „Vino Vino Bodega“ gleich zwei Anbieter das Flair der Nürtinger Altstadt auf die kulinart. Mit einer ausgefallenen Idee überrascht Newcomer „Mix dein Brot“: Aus über 40 Zutaten kann man sich hier seine individuelle Bio-Brotbackmischung zum Selberbacken zusammenstellen.

Wer gut isst, der soll auch gut trinken. Auf der kulinart besteht auch in diesem Bereich kein Anbietermangel. Ob „Burgunder von den Kiwis“ von Neuseeland-Auswanderer und Ex-Remstal-Winzer Kai Schubert, Frank Hallers charakterstarke Weine aus der traditionsreichen Kulturlandschaft des „Cannstatter Zuckerle“ oder die Manufakturweine der Weingärtnergenossenschaften Cannstatt und Untertürkheim oder Hochprozentiges aus dem Schwarzwald wie die „Marder-Edelbrände“ oder der „In-Gin“ Monkey 47 – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Köstliche Erfrischung versprechen auch die alkoholfreien Getränkealternativen auf der kulinart, wie die klare „Glam Cola“ aus Kreuzberg und der Limo-Tee „Gloria“.

Zum Abschluss noch etwas Süßes? Vom „Lagerhaus an der Lauter“ darf man raffinierte Köstlichkeiten aus der eigenen Chocolaterie sowie aromatische Kaffees erwarten. Julia Brodbeck aus München bietet mit ihrem „CHOCQLATE Set“ gleich die komplette Grundausstattung für den Hobby-Chocolatier: In rund 20 Minuten fertigt man mit ihren Zutaten seine eigene Schokoladenkreation – 100 % vegan und fair gehandelt. Aline John hat ihre Pâtisserie „Tarte & Törtchen“ in Stuttgart bereits um ein schönes Café erweitert − auf der kulinart ist sie mit ihren Kreationen ein beliebter Stammgast.

„Bewusste Ernährung“ – das ist der Megatrend, der sich durch fast alle Aspekte der Messe zieht. Kein Wunder, schließlich findet man hier die Idealbedingungen, um sich persönlich über Herkunft, faire Herstellungsbedingungen und Handelswege der Waren zu informieren, und das oftmals direkt bei den Händlern oder regionalen Erzeugern.

Begleitet und unterstützt wird die Messe wieder von langjährigen Partnern: Das Einrichtungshaus „Uhl – Schöner Leben“, schafft mit innovationsfreudiger Küchen- und Wohnkultur den passenden Rahmen für die Köstlichkeiten der Messe. Die Brauerei Meckatzer lädt die Besucher auf ihr Allgäuer Sonntagsbier ein (und bei den Meckatzern ist jeder Tag ein Sonntag!). Und Thorsten Strotmann verzaubert sie mit Charme, Humor und unfassbaren Kunststücken hautnah in seiner „Magic Lounge“.

Wie sagt es OB Kuhn so treffend in seinem Grußwort zur Messe: „kulinart trifft in der Landeshauptstadt auf ein Publikum mit passender Lebenseinstellung: Den schönen Seiten des Lebens geneigt, für bewusstes und neues Geschmackserleben bereit.“

www.kulinart-messe.de

kulinart 2015 – Messe für Genuss und Stil
14. und 15. November 2015 – Stuttgart im Römerkastell, Phoenixhalle
Öffnungszeiten: Samstag 12-22 Uhr und Sonntag 10-19 Uhr
Eintritt für Besucher: 10,- €

Aruba

Aruba isst Blumen: Kochen mit Moringa, Frangipani und Koko Robona –
Wein aus Meertraube, Kaschu und Karambole

Dem internationalen Gastro-Trend mit Blumen zu kochen, folgt jetzt die niederländische Karibikinsel Aruba. Der Insulaner und passionierte Pflanzensammler Frank Kelly berät einheimische Küchenchefs, wie und welche Blüten sie bei der Speisenzubereitung nutzen können. Um dieses Wissen weiterzuverbreiten, hat der hauptberufliche Banker das Unternehmen Taki Greens gegründet, mit dem er sich in seiner Freizeit der weiteren Erkundung der essbaren Pflanzenwelt Arubas widmet. Auch der Winzer Vicente Kock experimentiert bei seinen Weinen mit neuen Kombinationen aus herkömmlichen Weintrauben mit einheimischen Früchten.

„Ich denke, einheimische Blumen zu genießen, ist eine tolle Möglichkeit, Aruba wirklich authentisch und auf einmalige Weise kennen zu lernen“, wirbt Frank Kelly für seine Heimat. Zu seinen floralen Kochzutaten zählen die Orchideen-artige Moringa mit ihrem leicht pfeffrigen Geschmack und die aromatische auch Wachsblume oder Tempelbaum genannte Frangipani, die gut zu Desserts passt. Der Koko Robona-Strauch findet mit seinem subtil salzigen Geschmack besonders bei der Zubereitung von Meeresfrüchten Verwendung. Zu den Lokalen, in denen die Blüten-Küche genossen werden kann, gehört das trendige White Modern Cuisine in Noord mit seinem Chefkoch Urvin Croes. Dort enthält der „Arubanische Sommer-Salat“ eine Mischung aus 30 Zutaten und einheimischen Blumen, die je nach der Verfügbarkeit bei den lokalen Bauern variieren www.whitecuisine.com .

Auf Grund der geringen Niederschlagsmenge und starken Sonnenstrahlung gedeiht auf Aruba eine eher karge Vegetation mit Kakteen in allen Formen sowie holzigen Sträuchern. Eine der wenigen einheimischen Obstpflanzen ist die Shimarucu, die zur gleichen Familie wie die Acerola gehört. Die kirschartigen Früchte verfügen über einen süß-sauren Geschmack und einen besonders hohen Vitamin C-Gehalt. Zur Erntezeit sieht man häufig Arubaner über die Insel streifen und die wild wachsenden Früchte für ihre Familien pflücken, auch wenn heute das Interesse an der Produktion von Shimarucu-Marmelade und -Sirup gegenüber früheren Zeiten nachgelassen hat. In der Vergangenheit wurde das Obst auch medizinisch genutzt und fand gegen Durchfall Verwendung.

Vino Vince – arabische Trauben plus tropische Früchte
Ein weiteres einheimisches Obstgewächs ist der Sea Grape Tree, deutsch: Meertraubenbaum. Die „Druif“ genannten Reben werden wie herkömmliche Weintrauben gekeltert und ergeben einen vollmundigen, fruchtigen Wein, der zu besonderen Gelegenheiten ausgeschenkt wird. Doch auf einem Areal von 600 Quadratmetern gibt es auch rund 200 traditionelle Rebstöcke, mit denen Winzer Vicente Kock jährlich 400 Flaschen keltert. Der hohe Wasserverbrauch der Weinstöcke macht ihre Kultivierung so schwierig und verhindert einen Ausbau des Betriebs. Doch die klimatischen Bedingungen bringen auch Vorteile: So haben rebenschädigende Insekten keine Überlebenschancen auf der Insel, und die Wärme ermöglicht die Lese zwei Mal im Jahr. Einige von Vicente Kocks Pflanzen stammen aus der arabischen Welt, da ihr Klima dem auf Aruba ähnelt. Den Trauben mischt der Winzer zehn bis 15 Prozent anderer Früchte wie Kaschuapfel (in Deutschland sind vor allem die als Cashew bezeichneten Kerne des Baumes bekannt), arubanische Kirsche oder die Sternfrucht Karambole bei. Dies verleiht dem „Vino Vince“ seinen unverwechselbaren Geschmack. Trotz der Nachfrage einheimischer Restaurants vertreibt Vicente Kock seine Tropfen ausschließlich im eigenen Geschäft in Santa Cruz, Sombre 22a (Tel.: +297 585 3995).

Weinbergsbesitzer werden mit der Bodega Maruccia

Am Anfang war die Leidenschaft für den Wein und ein lange gehegter Traum: die eigene Bodega auf Mallorca. Frank Maruccia hatte einen stressigen Job mit wenig Freizeit. Erst als er aus dem aktiven Geschäft ausstieg, wurde der Traum 2009 Wirklichkeit.

Doch ihm ging es nicht nur um das Weinmachen, sondern vor allem auch um den Austausch mit Gleichgesinnten: „Ich will begeisterte Leute und echte Weinfreaks um mich herum. Menschen, die nicht nur gerne Wein trinken, sondern die wie ich, Wein auch leben“.

Genau diese Idee war es, die Frank Maruccia dazu brachte, einen Weinclub der etwas anderen Art auf Mallorca zu gründen: den „Club de vino 953“. Weinenthusiasten wird über Rebenpatenschaften der „eigene Weinberg“ auf der Sonneninsel ermöglicht und noch mehr: sie können sich vor Ort, falls gewünscht, auch intensiv mit dem Weinbau beschäftigen. Die Anzahl der „Apasionados del vino“, ist aufgrund der geringen Fläche auf 953 begrenzt.

„1,5 Hektar ist genau die Größe, die ich überblicken und bewirtschaften kann. Größer soll das Weingut nicht werden, ich bleibe eine Manufaktur“. „Und da die Frage immer wieder kommt: „953 Mitglieder, da ich jeweils Rebenpatenschaften zwischen zwei Holzpfählen vergebe; für jeweils 5 bis maximal 7 Pflanzen pro Mitglied und die Fläche damit die Anzahl der Rebenpaten vorgibt“.

Wohnhaus, Bodega und Weinberg bilden bei Maruccia eine Einheit: Pflanzen und Trauben wachsen zu sehen, die Arbeit im Weinberg und die Abfüllung in Flaschen selbständig umzusetzen, um eine Qualität zu erreichen, die Maruccias Ansprüchen genügt und das in Verbindung mit dem Wohnen im eigenen Weinberg.

„Der Weinbau wurde mir quasi in die Wiege gelegt“, lacht Frank Maruccia, „mit einem apulischen Winzer als Onkel und Winzern aus dem Remstal in der Verwandtschaft, kann man sich dem Wein nicht entziehen“. Seit vielen Jahren hat sich Maruccia intensiv mit Wein beschäftigt und durch den Austausch mit mallorquinischen Weinbauern viel über die örtlichen Gegebenheiten gelernt. „Gerne hätte ich auch die autochthone Rebsorte Callet gepflanzt“, erklärt Frank Maruccia, während er über das Jungfeld blickt, „aber die müssen ein Alter von wenigstens 30 Jahren erreichen, um eine Top-Qualität zu liefern – zu lange, um das selbst noch zu erleben!“

Ende des Jahres wird es rund 2.000 Flaschen einer Cuvée aus eigenem Cabernet Sauvignon und aus besten zugekauften Callet-Trauben eines mallorquiner Traubenproduzenten geben. „Ich habe lange gesucht, bis ich Trauben gefunden hatte, die meinen Vorstellungen entsprechen“, so der Winzer.

An eigenen Rotweinen wurden Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot sowie Aglianico angepflanzt. Letztere ist eine Reminiszenz an den apulischen Onkel, die aber auch perfekt auf die Balearen-Insel passt. Beim Weinausbau geht Maruccia ungewöhnlich Wege:„Meinen Chardonnay baue ich im Beton-Ei aus, um die Frucht im Wein zu unterstützen. Der Ausbau im Stahltank ergibt zu reduktive Weine und das Holzfass beeinträchtigt mir zu sehr die Harmonie des Weins.“

Permanente Lust auf Innovation in Verbindung mit etablierten, klassischen Ausbautechniken, das ist eine von Maruccias Stärken.
Auf der Insel kann es heiß werden – heiß und trocken. Allein 2012 gab es bis Ende August nahezu 5 Monate keinen Niederschlag. Dennoch verzichtet die Bodega Maruccia auf künstliche Bewässerung – als eines der wenigen Weingüter auf der Insel. Dafür ist die richtige Bodenbearbeitung eine ganz wesentliche Voraussetzung: Kapillare müssen immer wieder aufgebrochen werden, damit die kostbare Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Dies betrifft insbesondere die Gegend um Llucmajor, eine der südlichsten Anbauflächen auf Mallorca.

„Die Trauben erhalten ihre Nährstoffe aus dem Boden. Der geringe Pflanzabstand von nur 80 cm zwingt sie tief zu wurzeln“, so Maruccia. Das Ergebnis spricht für diese Methode: die Trauben sind kleiner und konzentrierter, da der eingespeicherte Wasseranteil geringer ist. Das garantiert mineralische, individuelle Weine voller Spannung.

Und diese Weine sind rar – im Handel wird man sie nicht finden: In den Genuss kommen nur die „Apasionados“, von deren Rebstockpacht und deren Ideen das Projekt lebt.

Erste Erfolge geben dem Konzept des Winzers Recht. Schon vor dem Abfüllen der ersten Flaschen hat der „Club de vino 953“ über 50 Mitglieder. Der Manager des Fünf-Sterne-Hotels „Son Julia Country House“ in Llucmajor ist von den ersten Fassproben der Rotweine voll und ganz überzeugt: Borja Ochoa, der auch Mitglied im „Club de vino 953“ ist, zählt Maruccias Weine bereits jetzt zu den Besten der Insel und freut sich darauf, sie künftig auf der Weinkarte seines Hotels anzubieten.

Lanzarote für Feinschmecker und Genießer

Wer hätte das gedacht: Der sonnigen Kanareninsel Lanzarote verdanken wir zahlreiche Köstlichkeiten für Genießer. Auf dem fruchtbaren Vulkanboden gedeihen Weine von besonderer Qualität, Fleisch stammt vorwiegend aus Freilandhaltung, Käse wird in Handarbeit hergestellt. Der Atlantik rundherum ergänzt das Angebot um edles Flor de Sal, fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte. Urlauber können die lokalen Spezialitäten nicht nur in Bars, Bodegas und Restaurants genießen, sondern auch deren Entstehung mitverfolgen: Direkt bei den Produzenten, aber auch im Rahmen von Foodfestivals, Weinseminaren und Kochkursen wird Interessierten die Entwicklung der Rohstoffe vom Ursprung bis zur Veredelung nähergebracht.

Fantasievoller Weinanbau ohne Maschinen

Die vier lanzarotinischen Weinanbaugebiete La Geria, San Bartolomé/Tías, Tinajo und Yé-Haría befinden sich auf extrem fruchtbarer Erde aus meterdicker Vulkanasche, Lapilli genannt. Da es nur selten regnet, haben die Bauern eine besondere Technik entwickelt, um auch geringste Mengen Wasser zu konservieren: Sie setzen die Rebstöcke in bis zu drei Meter tiefe Einzelkrater, von Mauern geschützt vor Passatwinden und Austrocknung. Nachts saugen die von der Sonne aufgeheizten Gesteinsschichten die Feuchtigkeit aus der Luft auf und speichern so jeden einzelnen Tropfen. Die Anordnung der Reben macht das Einsetzen technischer Hilfsmittel unmöglich, die Weinherstellung erfolgt ausschließlich manuell. Entsprechend hoch ist die Qualität von Sorten wie Malvasia, Moscatel Burrablanca und Diego (weiß) oder Listán Negro und Negramoll (rot). Vinophile können sich von den hervorragenden Resultaten nicht nur bei Degustationen überzeugen, sondern auch Führungen durch namhafte Bodegas wie „Martinón“, „Los Bermejos“ oder „Stratvs“ unternehmen. Letztere hat für ihren Dessertwein 2012 die Auszeichnung „bester Muskateller der Welt“ erhalten. Das älteste Weingut der Kanaren, „El Grifo“ in San Bartolomé, ist seit 1775 in Familienbesitz und beherbergt darüber hinaus ein Weinmuseum.

Tanzende Kühe und Käser für einen Tag Große industrielle Landwirtschaft ist auf Lanzarote glücklicherweise Mangelware. So erfolgt Viehzucht lediglich in kleinen Strukturen mit viel Raum für jedes einzelne Tier – egal ob Ziege, Schaf, Kuh, Schwein oder Kaninchen. Das Ergebnis sind Fleisch- und Milchprodukte von bester Qualität. Einer der Vorzeigebetriebe ist die „Finca de Uga“. Vorrang haben für Käsemeister Don Francisco Fabelo Marrero Komfort und Wohlbefinden seiner Schützlinge: So läuft etwa den ganzen Tag Musik im Stall. Wichtig ist ihm aber auch das Endergebnis. Die bunte Vielfalt reicht von Frischkäse über eine Mischung von Ziegen- und Schafsmilch bis hin zu Schimmelkäse. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen von Hingabe und Engagement der Hersteller. Der Käse wird im Geschäft der „Bodega Stratvs“ verkauft. Weitere Käsereien, die man besuchen kann, inklusive Führungen: „Quesería Montaña Blanca“, „Quesería El Faro“, „Quesería Rubicón“ und „Flor de Teguise“.

Blüten aus weißem Gold in einzigartiger Landschaft Bereits 1895 begann Vicente Lleó Benlliure mit dem Bau der Salinen von Janubio an der Südwestküste Lanzarotes. Seitdem ist die größte Salzgewinnungsanlage der Kanaren in Familienbesitz. Benötigt wurde das „weiße Gold“ vor allem für die Pökel- und Fischkonserven-Industrie sowie die Vermarktung von Salzlake für die Konservierung von Fisch an Bord der Schiffe. Aufgrund des Rückgangs der Fischerei, der neuen Kältetechniken und der ausländischen Konkurrenz im Salzgeschäft musste die Produktion massiv reduziert werden. Trotz allem bemüht sich Familie Padrón Lleó nach wie vor, die jahrhundertealte Tradition sowie die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten: durch den Abbau  von natürlichem, ökologischen Meersalz aus dem Atlantik ohne Konservierungsmittel oder Zusatzstoffe. Die Salinas de Janubio haben sich mittlerweile zu einer einzigartigen Naturlandschaft und einem Ökosystem mit halophiler, also salzliebender, Vegetation entwickelt. Außerdem nutzen Wiedehopf und Wüstengimpel sie als Brutgebiet. Meersalz und seit 2012 ganz neu Flor de Sal, die edle Salzblüte, gibt es zu kaufen in der „Bodega de Sal“ direkt bei den Salinen.

Grill-Spektakel mit Vulkanfeuer Am heißesten Punkt des Timanfaya-Nationalparks mit seinen Feuerbergen gelegen, bietet das Restaurant „El Diablo“ seinen Besuchern ein Koch-Event der Extraklasse: Alle angebotenen Speisen wie Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte werden auf einem echten Vulkanofen gegrillt. Genau genommen handelt es sich dabei um ein sechs Meter tiefes Loch mit darüber gebautem Rost. Dort werden Temperaturen von bis zu 400 Grad nur mithilfe der Hitze aus den Tiefen der Erde erreicht. Den Eingang zum Lokal markiert César Manriques Eisenskulptur „Feuerteufelchen“. Der berühmte Insel-Künstler hat auch die Architektur des Hauses entworfen, einen Rundbau aus Lavagestein mit riesigen, verglasten Panoramafenstern. Sie bieten sensationelle Aussichten auf die Mondlandschaft des Nationalparks.

Runzelkartoffeln, Kanarenspargel, frischer Fisch Die Küche auf Lanzarote hält zahlreiche Überraschungen bereit: So ist die Kanareninsel etwa ein beliebtes Anbaugebiet für grünen und weißen Spargel, der jeweils im Juni/August und Dezember/Januar geerntet wird. Weitere Gemüsesorten, die auf Lanzarote prächtig gedeihen und meist in schmackhaften Eintöpfen weiterverarbeitet werden, sind Zucchini, Kürbis, Zwiebeln, Erbsen, Mais, Tomaten und Kartoffeln, aus denen die typischen papas arrugadas hergestellt werden: Runzelkartoffeln mit Meersalz-Kruste. Sie sind aus der lanzarotinischen Küche nicht wegzudenken und werden stets mit einer der beiden Soßen mojo rojo aus roter Paprika und Chili sowie mojo verde aus Petersilie, Knoblauch und Olivenöl gereicht. Dazu schmeckt besonders gut Kaninchen (conejo), Lamm (borrego oder cordero) oder Zicklein (cabrito) aus dem Ofen. Ebenso frischer Fisch, entweder a la plancha (gegrillt) oder in einer dicken Salzkruste. Zu den beliebtesten Sorten zählen Tunfisch (atún, bonito), Dorade (dorada), Sardellen (boquerones), Seehecht (merluza) und die besondere Spezialität Papageifisch (vieja). Da Meeresfrüchte in den Restaurants oft gefroren eingekauft werden, empfiehlt sich die Nachfrage, ob Gambas, Garnelen oder Muscheln wirklich frisch sind und aus der Umgebung stammen.

Events und Festivals – Lanzarote feiert sich und seine Köstlichkeiten

21. bis 30. September 2012:

Semana Enogastronómica Saborea Lanzarote del Mar y el Vino/Fisch und Wein-Festival

11. November 2012:

Día Europeo del Enoturismo/Europäischer Tag des Weintouristen

9. bis 18. November 2012:

Semana Enogastronómica Saborea a Lanzarote de la Tierra y el Vino/Food- und Weinwoche gewidmet den Produkten der Erde

30. November bis 2. Dezember 2012:

Festival Enogastronómico Saborea Lanzarote/Food- und Weinfestival in Villa de Teguise

Februar 2013:

Feria de Queso/Käsefest in Playa Blanca

April 2013: Muestra Gastron&oac
ute;mica de los Granos de Lanzarote/Gemüse-Gastronomie-Show in Haría

April/Mai 2013:

Sonidos Líquidos Festival/Wein und Musik in den Weingütern

Juni 2013:

Wine Run in La Geria

Juli 2013:

Semana Enogastronómica Saborea Lanzarote de la Tapa y el Vino/Tapas-Festival in Puerto del Carmen

August 2013:

Fiesta de la Vendimia/Weinlese-Fest in La Geria

Infos und Termine unter http://www.saborealanzarote.com/

Bester Weinhändler 2011

Anbieter überzeugen durch sehr kompetente Beratung –
Testsieger ist Barrique

Welcher Wein eignet sich für ein leichtes
Fischgericht? Was ist der Unterschied zwischen einem Prädikats- und
Tafelwein? Und woran erkennt man die Qualität eines Tropfens? Hier ist der
Rat des Fachhändlers gefragt. Welcher Weinhändler die beste Beratung,
einen guten Service und eine vielfältiges Auswahl bietet, hat nun das
Deutsche Institut für Service-Qualität untersucht. Sieben überregionale
Weinhandels-Filialisten wurden im Rahmen von 70 verdeckten Testbesuchen
geprüft.

Ergebnis: Die Servicequalität der Branche ist gut bis sehr gut. Überzeugen
konnte vor allem die hohe Beratungskompetenz und Motivation der Experten.
Das Personal nahm sich viel Zeit für den Kunden, erfragte die Bedürfnisse
umfassend und empfahl mehrere Weine, aus denen der Kunde wählen
konnte. „Als Schwachpunkt fiel aber auf, dass sich ein Drittel der Mitarbeiter
nicht nach der Preisvorstellung des Kunden erkundigte“, erläutert Bianca
Möller, Geschäftsführerin des Instituts.

In neun von zehn Filialen konnten die Weine gleich kostenlos vor Ort probiert
werden. Und das in einem einladenden Ambiente: Die Räumlichkeiten waren
sauber und ansprechend, das umfangreiche Weinsortiment meistens
übersichtlich präsentiert und deutlich mit Preisen gekennzeichnet.
Zusatzartikel wie Weingläser oder Karaffen und Veranstaltungen, etwa
Weinseminare und Themenabende, rundeten das Angebot ab. Allerdings bot
nur jeder zweite Fachhändler einen kostenlosen Lieferservice ab einer
bestimmten Bestellmenge an. Auch die Öffnungszeiten waren nicht besonders
kundenfreundlich. „Mit durchschnittlich siebeneinhalb Stunden pro Tag hatten
die Filialen nur rund halb so lang geöffnet wie gewöhnliche Supermärkte“,
kommentiert Serviceexpertin Möller.

Testsieger und damit „Bester Weinhändler 2011“ wurde Barrique. Die
Mitarbeiter berieten die Kunden individuell und reagierten professionell auf
Beschwerden. Zudem waren die Öffnungszeiten hier am längsten. Mövenpick
Weinkeller auf Rang zwei überzeugte vor allem durch sein umfangreiches
Angebot an verschiedenen Weinsorten aus zahlreichen Regionen. Beim
Drittplatzierten Vino-Weinmärkte nahm sich das Personal viel Zeit für den
Kunden und zeigte die größte Hilfsbereitschaft.

Das Hamburger Institut untersuchte sieben überregional agierende
Weinhändler mit mindestens neun Filialen in Deutschland. Alle getesteten
Unternehmen boten eine persönliche Weinberatung und ein umfangreiches
Sortiment an nationalen und internationalen Weinen. In 38 verschiedenen
deutschen Städten führten anonyme Tester je zehn verdeckte Besuche pro
Unternehmen durch. Im Fokus der Untersuchung stand die
Beratungskompetenz der Fachhändler.

Sauberkeit und Gestaltung der Räumlichkeiten sowie die Warte- und
Öffnungszeiten analysiert.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität verfolgt das Ziel, die Servicequalität
in Deutschland zu verbessern. Das Institut prüft unabhängig anhand von
mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen
und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte
für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle
Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.

(Deutsches Institut für Service-Qualität)

La Semana de la Cazuelica y el vino

8. bis 16. Oktober: La Semana de la Cazuelica y el vino in Pamplona

Quasi als Gegenstück zur Woche der
Pinchos (Tapas) im März findet im Herbst
zum 10. Mal die Woche der Cazuelica y el
vino statt. Auch hier gibt es kleine Gerichte
serviert in Tonschüsseln zu einem festen,
günstigen Preis in verschiedenen
teilnehmenden Bars und Restaurants. Der
Schwerpunkt liegt auf der regionalen Küche
und den ausgezeichneten lokalen Weinen.

Weitere Informationen zu Festen und Veranstaltungen in Navarra unter
http://www.turismo.navarra.es/deu/agenda/

Restaurant der Woche: Lavanderia Vecchia in Berlin

Im Berliner Stadtbezirk Neukölln, unweit der U-Bahn-Haltestelle Boddinstraße, betreiben Renate und Andreas Hoffmann ein originelles kulinarisches Juwel, das wunderbar in die Gastro-Szene der Hauptstadt passt. Das in dieser Form einzigartige Erlebnisrestaurant befindet sich im Gebäude einer alten Wäscherei in der Flughafenstraße. Auch wenn das Umfeld (Zugang über einen Hinterhof) nicht unbedingt eine Restaurantadresse vermuten lässt, im Innern wird schnell deutlich, hier haben die engagierten Gastgeber in Sachen Angebot, Ambiente, Küche und Service eine geniale Geschäftsidee in die Tat umgesetzt.

In der Trattoria mit Bar und hübschem Hofgarten speist der Gast an weißen Holztischen mit bestickten Deckchen aus Omas Zeiten. Helle Backsteinwände, mit Geschirrtüchern behängte Wäscheleinen, alte Anrichten mit rustikalem Geschirr und ein großer Wäsche-Bottich, in den man sein Trinkgeld wirft, sorgen für ein individuelles Ambiente.

Nach Ankunft und der freundlichen Begrüßung durch die Chefin zahlt man seine Speisen und Getränke direkt an der Kasse im Eingangsbereich. Auch wenn dies für den einen oder anderen Gast zunächst befremdlich wirkt, angelehnt an die italienische Gastro-Kultur ist es Teil des Konzeptes. Ebenso wie das überschaubare und gastfreundlich kalkulierte Mittagsangebot mit täglich wechselnden Gerichten wie frischer gemischter Salat, hausgemachte Suppe, Fisch, Pasta und Desserts wie Panna cotta oder Tiramisu.

Aus der offenen Trattoria-Küche, in der man den Köchinnen und Köchen über die Schulter schauen kann, kommen ausschließlich schmackhafte und mit Sorgfalt zubereitete, bodenständige Gerichte, die wie das originelle Interieur an das ländliche Italien erinnern. Das selbst gebackene Brot ist noch warm, wenn es auf den Tisch kommt und in Kombination mit dem herrlichen italienischen Olivenöl besteht Gefahr, dass man vor dem Essen zu viel davon verspeist. Abends wird ein Menü aus vielen kleinen Gängen mit wechselnden Antipasti, Hauptgerichten und Desserts für 39 Euro serviert. Im Preis enthalten sind auch eine halbe Flasche Vino bianco oder Vino rosso sowie Espresso und Digestif.

Ein Lob geht an die Servicebrigade, von der man hier selbstverständlich keinen fachlich fundierten Serviceablauf erwarten darf. Das junge Team unter der Leitung der routinierten Renate Hoffmann agiert freundlich, lässig und ungezwungen und passt sich somit bestens dem Gesamtkonzept an. Da die Lavanderia Vecchia vor allem abends sehr gut besucht ist, ist eine vorherige Tischreservierung unbedingt zu empfehlen.

Lavanderia Vecchia
Flughafenstr. 46
12053 Berlin
Tel. (030) 62722152
Fax: (030) 62722151
E-Mail: info@lavanderiavecchia.de
Web: www.lavanderiavecchia.de

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Italien auf dem Teller: Rundreisen mit Gaumenkitzel

Gourmets kommen bei den kulinarischen Touren des Reiseveranstalters FTI auf ihre Kosten. Im Piemont, der Toskana und Umbrien führen sie zu den besten Adressen für Genießer.

Trüffel, Wein, Pasta, Käse: Für Genießer ist Italien immer eine Reise wert. Der Reiseveranstalter FTI bietet im Sommer 2011 zwei Mietwagenrundreisen mit kulinarischem Schwerpunkt an. Die einwöchigen Touren führen durch das Piemont sowie in die Toskana und nach Umbrien. Sie verknüpfen eine Rundreise mit besonderen Gaumenfreuden. Dazu gehören Weinverkostungen und Kochkurse ebenso wie Restaurantbesuche, bei denen lokale Spezialitäten auf den Teller kommen.

Wein und Risotto im Piemont
Auf der Autorundreise „Vino e Tartufi – Wein und Trüffel“ ist der Name Programm: Start der Reise ist in Baveno am Südufer des Lago Maggiore. Erkundungen rund um den See stehen an den ersten beiden Tagen im Mittelpunkt. Danach führt die Tour durch die Reisanbaugebiete von Arona und Vercelli: „Man sollte dort auf jeden Fall eines der typischen Risotto-Gerichte probieren“, sagt Luca Picone Chiodo, Bereichsleiter Italien bei FTI. Ein Stadtbummel durch die mittelalterlichen Stadt Asti führt vorbei an Palazzi, Türmen und durch kleine Gassen. Für den Gaumen gibt es edle Tropfen bei einer Weinverkostung. Auch die Region um Alba lockt mit ausgezeichneten Weinen, darunter dem „König der Weine“, dem Barolo. Wer das Programm weiter anreichern will, kann zudem einen Kochkurs sowie einen Ausflug zur Trüffelsuche in Alba hinzubuchen. Übernachtet wird während der Reise in kleinen Hotels mit Charme wie dem Castello di Bubbio, einem Schloss aus dem 19. Jahrhundert.

Kochkurs in Umbrien
Die „Kulinarische Erlebnisreise durch die Toskana und Umbrien“ startet nahe Florenz und führt anschließend durch das Chianti nach San Gimignano. Nach zwei Weinproben und einem Stopp am Trasimenosee werden die FTI-Gäste im umbrischen Piegaro in die Geheimniss der toskanischen und umbrischen Küche eingeweiht: Im Landhotel Relais Ca’ de‘ Principi lernen sie bei einem zweitägigen Kochkurs, was die Seele der italienischen Landküche ausmacht und welche Weine dazu passen. Im 40 Kilometer entfernten Perugia lockt zudem jedes Jahr ein besonderes Event: Auf der Schokoladen-Messe
Eurochocolate dreht sich vom 14. bis 23. Oktober 2011 alles um süße Leckereien.

Reiseangebote für kulinarische Autoreisen in Italien
Einwöchige Rundreise „Vino e Tartufi“ im Piemont
Buchbar ab 459 Euro pro Person im Doppelzimmer. Inklusive sechs Übernachtungen, zwei Abendessen, Weinverkostung sowie – abhängig vom gebuchten Paket – einer Wanderung mit Trüffelsuche. Reisebeginn: Täglich bis zum 10. Oktober 2011.
Einwöchige Rundreise „Kulinarische Erlebnisreise Toskana und Umbrien“
Buchbar ab 949 Euro pro Person im Doppelzimmer. Inklusive sieben Übernachtungen, Halbpension, zwei Kochkursen und Weinproben.
Reisebeginn: Täglich bis zum 24. Oktober 2011.

Die Gäste können bei den Touren ihr eigenes Fahrzeug nutzen. Alternativ bietet FTI Mietwagen ab rund 200 Euro pro Woche an.

Lesen Sie auch unser Special zum Thema:
www.billiger-automieten.de

wein.pur ist da! – „Echt steirisch“

Fruchtbetonter, klassischer Sauvignon blanc und die Weststeiermark stehen neben den Veltlinern bis 12,5% Vol. von 2010 im Mittelpunkt der Österreich-Themen. Premium-Veltliner vom
Wagram, Italiens Top-Schaumweine aus Franciacorta und Riesling vom
Roten Hang und aus Lorch sind weitere Schwerpunkte.

Vielfältig & reizvoll: wein.pur 4/2011

Ein Picknick und Grüner Veltliner

Gleich zwei Beilagen hält die neue Ausgabe von wein.pur bereit:
Grüner Veltliner 2010 bis 12,5% Vol. und die besten Weine für ein
sommerliches Picknick sind diesmal die Themen. Insgesamt wurden dafür
knapp 700 Weine verkostet.

Sauvignon blanc Klassik

wein.pur Chefredakteur Alexander Magrutsch hat die aktuellen
steirischen Sauvignon blanc der Klassik-Linie von 2010 verkostet und
Parallelen zu Veltliner und Riesling entdeckt.

Schilcherland Weststeiermark

Was macht den Schilcher so besonders und wo gibt es die besten
Weine der Weststeiermark? Antworten lesen sie im neuen wein.pur.

Italiens Top-Schaumwein

Perlendes Vergnügen bereitete die Verkostung der Franciacorta
Schaumweine. Sie zählen zu den besten aus Italien. Das Niveau war
hoch, in Österreich und Deutschland sind sie noch zu wenig bekannt.

Vino Nobile di Montepulciano

Neben dem Brunello und dem Chianti Classico ist der Vino Nobile
der bedeutendste Rotwein aus der Toskana. Lesen Sie die Empfehlungen
von Chefredakteur Alexander Magrutsch.

Schlafender Riese

Die Rieslinge aus Lorch im Nordwesten des Rheingaus sind
Grenzgänger. In ihnen steckt riesen Potenzial, das eine Hand voll
Weingüter zu heben versucht.

Riesling von Sandstein und Tonschiefer

Der Rote Hang in Rheinhessen erlebt derzeit eine kleine
Renaissance. wein.pur Autor Uwe Kauss hat junge und gereifte Weine
der besten Weingüter verkostet.

wein.pur 4/2011 ab 6. Juli in ihrer Trafik und im Zeitschriftenhandel
in Österreich sowie am Kiosk in Deutschland und in der Schweiz.

Nacht der Keller eröffnet erstmals genussreiche WeinstraßenWochen

Erstmals eröffnet die „Nacht der Keller“ am 14. Mai die „Südtiroler WeinstraßenWochen – Vino in Festa“. Eine Nacht lang laden 28 Kellereien entlang der Südtiroler Weinstraße zu Weinverkostung, Genuss, Information und Unterhaltung und gewähren Besuchern tief unter der Erde einen Einblick in ihre verborgenen Schatzkammern, auf streng gehütete Wein-Schätze und die Jahrtausende alte Tradition des Weinanbaus in Südtirol

In diesem Jahr beginnen die fünften WeinstraßenWochen in Südtirols Süden erstmals mit dem bisherigen, genussreichen Ausklang: Bei der „Nacht der Keller“ am 14. Mai 2011 öffnen 28 Kellereien der Südtiroler Weinstraße für eine Nacht Türen und Tore, und laden Besucher ein, Kellermeister und Weinbauern zu treffen, in deren Kellern gelagerte kostbare Weinschätze zu entdecken und – bei Musik und Tanz – die besten Tropfen zu verkosten. Die Vielfalt und das ganz besondere Flair in den historischen Gewölben oder modernen Mauern macht die „Nacht der Keller“ zum Highlight für jeden Weinliebhaber. Ob eine Raritätenprobe im Erbhof Unterganzer, eine Vertikalverkostung mehrerer Jahrgänge in der Kellerei St. Pauls, ein speziell für diese Nacht gefertigter Wein in der Weinkellerei Wilhelm Walch oder eine Verkostung alter Jahrgänge im Holzfasskeller der Kellerei Kurtatsch – in dieser Nacht dürfen sich Weinliebhaber in den 28 Kellereien auf viele edle Tropfen freuen.

Die nächtliche Genuss-Erlebnisreise ermöglicht allen Besuchern bei Keller-Führungen Zutritt in die geheimen Schatzkammern der Winzer: Im Weingut Clemens Waldthaler z. B. führt die Wein-Tour in ein historisches Kellergewölbe aus dem 12. Jahrhundert. Wertvolle, handgeschnitzte Holzfässer können in der Weinkellerei Wilhelm Walch in einem Gewölbekeller aus dem 19. Jahrhundert bewundert werden, der einst zu einem Jesuitenkloster gehörte. Hier hat der echte, originale Gewürztraminer die Kellerei weltberühmt gemacht. Ein Muss für Kunstliebhaber: Die herrlichen Fresken im neu gestalteten Puntay-Keller der Kellereigenossenschaft Erste und Neue Kaltern versetzen Besucher in eine Welt zwischen Mythos und Bibel, zwischen Historie und Aktualität. Auch für Gourmets hat die Nacht der Keller einiges zu bieten: Die in allen Kellereien zur Weinverkostung dargebotenen kulinarischen Köstlichkeiten reichen neben landestypischen Spezialitäten von einer Käsedegustation in der Kellerei Tramin, einer Olivenölverkostung im Erbhof Unterganzer und Fischspezialitäten im Weingut Schmid bis zur romantischen, offenen Küche unter Sternenhimmel im Malojer Gummerhof.

Für kurze Wege und ungetrübten Wein-Genuss sorgt von 17.00 bis 24.00 Uhr ein speziell eingerichteter Shuttleservice, der „weinselige“ Gäste mit 25 Bussen auf acht Routen im halbstündigen Rhythmus von Keller zu Keller und zwischen den teilnehmenden Ortschaften von Terlan über Bozen bis Salurn sicher und bequem ans jeweilige Ziel bringt. Das Ticket für den Bus ist für 3 € bei den beteiligten Kellereien erhältlich. Den detaillierten Flyer mit den Weinrouten und dem Programm der einzelnen Keller gibt es in den Tourismusbüros der einzelnen Ortschaften oder zum Download unter www.suedtiroler-weinstrasse.it. Eine Anmeldung ist für die „Nacht der Keller“ nicht erforderlich.

5. Südtiroler WeinstraßenWochen – Vino in Festa
Inspirierende Menschen, spannende Events, stilechte Inszenierung und außergewöhnliche Veranstaltungsorte gewähren vom 14. Mai bis zum 11. Juni 2011 tiefe Einblicke in die Südtiroler Weinwelt und machen die „5. Südtiroler WeinstraßenWochen“ zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art. Vier Wochen lang überraschen die 15 Gemeinden an der Südtiroler Weinstraße mit Veranstaltungen rund um das Thema Wein. Weinkenner, -Liebhaber oder solche, die es werden wollen, bekommen hier die Gelegenheit, im direkten Kontakt mit Weinbauern, Experten, Sommeliers und Kellermeistern, ihr Wissen rund um den Wein zu erweitern, Weinkultur zu erleben – oder einfach nur den einen oder anderen edlen Tropfen in geselliger Atmosphäre zu genießen. Außergewöhnliche Plätze wie historische Burgmauern, romantische Schlösser oder das futuristische Seebad Kaltern bieten dafür den passenden Rahmen. Ob Genusstheater, Wein & Musik in der Strehlburg, große Vergleichsverkostungen oder spannende Weinseminare – die einzigartigen Wein-Veranstaltungswochen bestechen durch eine gelungene Mischung aus Wein, Kultur, Wissen, Gastronomie und Unterhaltung. Das Programm der Südtiroler WeinstraßenWochen mit allen Veranstaltungen und Terminen gibt es unter www.suedtiroler-weinstrasse.it

Zum Genussfrühling in Südtirols Süden
Ab Mai geht es für Besucher in Südtirols Süden auf genussvolle Entdeckungsreise: Ob eine genussreiche Stippvisite zu den Veranstaltungen rund um den Südtiroler Wein bei den Südtiroler WeinstraßenWochen Vino in Festa, eine Entdeckungsreise durch eine Hofbrennerei, Genusswanderungen mit Weinverkostungen oder Genussbiketouren durch blühende Apfelplantagen – wenn die wärmende Frühlingssonne Besucher aus Nah und Fern in Südtirols Süden lockt, heißt es mit allen Sinnen genießen. Es kann sogar schon im See geschwommen werden, denn der Kalterer See zählt zu den wärmsten Badeseen der Alpen!

Wer im Südtiroler Genussfrühling nichts verpassen will, kommt vom 14. Mai bis 11. Juni 2011 mit dem Pauschalangebot „Genussfrühling am Bauernhof“ voll auf seine Kosten: Sieben Übernachtungen kosten z. B. im Appartement für zwei Personen ab 282 Euro. Im Genuss-Paket inklusive: Eine Führung durch die Bozner Altstadt mit ihren historischen Gebäuden bei der die abwechslungsreiche Geschichte der alten Handelsstadt entdeckt wird (Montag von 10.30 – 12.30 Uhr), eine Hof-Brennereibesichtigung mit Flurbegehung im Wein- und Obsthof „Fischerhof“, in Schreckbichl/Eppan mit anschließender Verkostung von Edeldestillaten und Fruchtlikören (Dienstag 16 Uhr) und eine Genusswanderung bei der Margareth Benin Orian, eine Weinbäuerin mit Leib und Seele, auf einer Weinwanderung mit Weinverkostung über den Lehrpfad von Kurtatsch nach Entiklar führt (Mittwoch von 14 – 17.30 Uhr).

Infos und Buchung unter:
http://www.xmlapi.suedtirol.info/SuedtirolsSueden/PackageSearch/PackageDetail.asp?PackageID=987A91576B41443AB3FFF1F525587001&Language=DE
Weitere Informationen, Unterkünfte und Urlaubspakete zu Südtirols Süden unter www.suedtirols-sueden.info.

Stressfreie Anreise mit der Bahn
Für eine entspannte Anreise nach Bozen gibt es die neuen Angebote von DB
Bahn und ÖBB über den Brenner. Ohne Umsteigen geht es täglich fünf mal direkt von München aus in knapp 4 Stunden bis nach Bozen. Richtig günstig wird es mit dem Europa-Spezial der Bahn – ab 39 Euro in der 2. Klasse und ab 69 Euro in der 1. Klasse. Auf bestimmten Verbindungen auch noch günstiger. Zum Beispiel von München nach Bozen bereits ab 29 Euro in der 2. Klasse. Familien sparen dabei doppelt: Eigene Kinder und Enkelkinder bis 14 Jahre fahren kostenlos mit.Weitere Informationen, Unterkünfte und Urlaubspakete zu Südtirols Süden unter www.suedtirols-sueden.info

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