Basque Culinary World Prize

Jetzt wurde ein neuer internationaler Preis ausgelobt, mit dem eine Köchin oder ein Koch ausgezeichnet werden soll, die/der einen außerordentlichen Beitrag zur „Verbesserung der Gesellschaft durch die Gastronomie“ geleistet hat

– der Basque Culinary World Prize

Mit dem neuen Preis soll jährlich die Leistung einer Köchin oder eines Kochs – gleich welcher Nationalität – ausgezeichnet werden. Die Person zeigt, wie die Gastronomie eine treibende Kraft für Veränderung sein kann: eine/r jener Männer und Frauen, deren Einfluss „über die Küche hinaus“ zu spüren ist.

Wer ihn gewinnt, hat mithilfe der Gastronomie auf irgendeine Weise zur Verbesserung der Gesellschaft beigetragen. Möglichkeiten dazu gibt es verschiedene: kulinarische Innovation, Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung, Nachhaltigkeit oder wirtschaftliche Entwicklung des Gemeinwesens; Beteiligung an Gesundheits- oder Umweltkampagnen, die Förderung richtungsweisender kultureller Projekte, Aktivitäten, die der Gesellschaft durch ihre positive Auswirkung auf die Nahrungsmittelindustrie zugutekommen.

Um als möglicher Preisträger in Betracht gezogen zu werden, müssen die Kandidaten online unter www.basqueculinaryworldprize.com von einem Profi aus der Welt der Gastronomie nominiert werden. Der Sieger erhält €100.000, um sie einem Projekt seiner Wahl zu widmen, welches die umfassendere Rolle der Gastronomie innerhalb der Gesellschaft wiederspiegelt.

Verliehen wird die Auszeichnung von dem Basque Culinary Center (BCC) in San Sebastián, einer weltweit führenden akademischen Institution, die sich der Bildung und Forschung im Bereich Gastronomie widmet, und wird von der Baskischen Regierung durch die Tourismus-Marke Euskadi Basque Country gefördert.

Meidjie Ang

Max Rubner-Preis geht an Gießener Nachwuchswissenschaftlerin

Meidjie Ang ist die Preisträgerin des Max Rubner-Preises 2015 der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Die
vierunddreißigjährige Diplom-Ökotrophologin nahm die mit 5 000 Euro
dotierte Auszeichnung auf dem 52. Wissenschaftlichen Kongress in Halle an
der Saale von Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Vize-Präsidentin der DGE,
entgegen.

Ang untersuchte in einer randomisierten doppelblinden Studie mit Cross-over
Design die metabolische Response von Isomaltulose im Vergleich zu
Saccharose bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. Die im American
Journal of Clinical Nutrition publizierte Originalarbeit “Comparison of
the effects of slowly and rapidly absorbed carbohydrates on postprandial
glucose metabolism in type 2 diabetes mellitus patients: a randomized
trial” fand bei der Jury die breiteste Zustimmung.

„Langsam absorbierte Kohlenhydrate bewirken einen verzögerten Anstieg
des Blutglucose- und Insulinspiegels und sind daher für die Verbesserung
der glykämischen Kontrolle von großer Bedeutung. Die Arbeit von Frau Ang
konnte unter Verwendung der Doppelisotopentechnik zeigen, wie wichtig die
jeweilige Kohlenhydratart zur Blutglucosekontrolle und in der
Ernährungstherapie von Typ-2-Diabetikern ist“, betonte Arens-Azevêdo in
ihrer Laudatio.

Insgesamt wurde nach 4-stündigem Konsum von Isomaltulose weniger Glucose
in den Blutkreislauf abgegeben als nach der Bolusgabe von Saccharose. Nach
der Aufnahme von Isomaltulose verlängerte sich die Absorptionszeit
signifikant. Dabei wurde das Inkretinhormon GLP-1 in größerer Menge
ausgeschüttet, was zur Verringerung der Glukagonsekretion und damit zur
Verbesserung im Insulin/Glukagon-Verhältnis führte. Dadurch wurde die
Insulinwirkung erhöht und gleichzeitig kam es zu einer Hemmung der
endogenen Glucoseproduktion und erhöhten Glucoseaufnahme in der Leber.

Meidjie Ang studierte Ökotrophologie in Bonn und ist seit 2008 Doktorandin
an der Medizinischen Klinik und Poliklinik 3 in Gießen. Unter der Leitung
von Prof. Dr. Thomas Linn beschäftigt sich die aus Indonesien stammende
junge Wissenschaftlerin mit der Wirkung von langsam absorbierenden
Kohlenhydraten auf Diabetes mellitus Typ 2.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. und die Deutsche
Gesellschaft für Innere Medizin würdigen die wegweisende Arbeit von Frau
Ang mit der Verleihung des Max Rubner-Preises 2015. Der Preis wird seit
1979 für hervorragende wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit
Fragen der Ernährungstherapie oder der Prävention ernährungsmitbedingter
Krankheiten beschäftigen, vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro
stellt die Stiftung zur Förderung der DGE zur Verfügung.

Erstes Ziel der Lufthansa Boeing 747-8 jetzt buchbar

Neues Flaggschiff fliegt nach Washington, Los Angeles, Chicago, Delhi und Bangalore

Seite 27. April sind Flüge mit der gerade in Seattle ausgelieferten Boeing 747-8 buchbar. Lufthansa setzt die „Knigin der Lfte“ zunchst vom 1. Juni an sechsmal wchentlich auf der Strecke von Frankfurt nach Washington ein. Mit dem Zugang der nchsten vier neuen „Jum-bos“ in den kommenden Monaten erweitert sich das Einsatzspektrum schrittweise: als nchste Ziele sollen Delhi, Bangalore, Chicago und Los Angeles bis zum Spätsommer hinzukommen.

Mit der Aufnahme des Liniendienstes der B 747-8 kommen Lufthansa-Gste an Bord gleich-zeitig in den Genuss der neuen Business Class. Der neue Sitz bietet herausragenden Liege- und Sitzkomfort, intuitive Bedienung, zustzlichen Stauraum und ein verbessertes Unterhal-tungssystem. Per Knopfdruck lsst er sich in ein bequemes Bett mit einer horizontalen Liege-fläche von 1,98 Metern Länge verwandeln.

Die Boeing 747-8 Intercontinental erreicht bei Treibstoffeffizienz und CO2-Emission pro Pas-sagier eine deutliche Verbesserung im zweistelligen Prozentbereich. Auch bei den Lrmemis-sionen bietet sie einen erheblichen Vorteil gegenber dem Vorgngermodell B 747-400. Der neue „Jumbo“ verursacht einen um 30 Prozent geringeren Lrmteppich als sein Vorgnger. Auf der Internetseite www.lufthansa.com/747-8 finden sich viele Informationen rund um die „Knigin der Lfte“, inklusive eines Gewinnspiels, bei dem die Teilnehmer zwei Flge mit der Boeing 747-8 gewinnen können.

Die Tickets sind auch unter TUIfly Seite zu buchen.

Fettsteuer hat auch Schattenseiten

Die Einführung einer Fettsteuer nach dänischem Vorbild hätte in Deutschland durchaus auch negative Auswirkungen. Darauf wies Privatdozentin Dr. Silke Thiele vom Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre an der Kieler Christian-Albrechts-Universität hin.

Seit dem 1. Oktober 2011 gilt in Dänemark die so genannte Fettsteuer, durch die sich die Politik eine Verbesserung der Essgewohnheiten verspricht. Lebensmittel, die als primäre Quellen von gesättigten Fettsäuren gelten, werden zusätzlich mit 16 Dänischen Kronen (ca. 2,15 Euro) pro Kilo gesättigte Fettsäuren besteuert.
Laut jüngster OECD-Statistik gelten 49,6 Prozent aller Deutschen als übergewichtig; insofern sei zu erwarten, dass auch hierzulande über eine entsprechende Steuer nachgedacht werde, erklärte Thiele in einem Vortrag im Rahmen der 62. Öffentlichen Hochschultagung.

Zur Reduzierung ernährungsbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen habe die Politik bislang vor allem durch eine verbesserte Informationspolitik reagiert. Trotz dieser Anstrengungen sei die Zahl Übergewichtiger in den letzten Jahren stetig angestiegen. Das zeigt, dass die Vermittlung von Information allein nicht ausreicht, um dem Problem der ungünstigen Ernährungsgewohnheiten zu begegnen.

Auf Basis einer Haushaltsbefragung von 12.000 deutschen Haushalten wurde berechnet, welche Effekte die Einführung einer Fettsteuer in Deutschland gemäß dem dänischen Vorgehen hätte. So würde sich das beispielsweise bei dem Päckchen Butter in einer Preiserhöhung von etwa 30 Cent bemerkbar machen, ein halber Liter Sahne würde sich um etwa 20 Cent verteuern. Sicherlich würden Preiserhöhungen bei fetthaltigen Lebensmitteln zu einer geringfügigen Senkung der Energieaufnahme führen, so Thiele. Gleichzeitig werde es aber auch zu einer verringerten Aufnahme von Nährstoffen kommen, bei denen in Deutschland ohnehin bereits eine Unterversorgung vorliegt. Zudem äußerte die Ernährungsökonomin Bedenken um die einkommenspolitischen Konsequenzen. Die finanzielle Belastung träfe insbesondere ärmere Haushalte.

Zudem kritisierte Thiele eine Fettsteuer als nicht zielgerichtet und wies darauf hin, dass Fett nicht der einzige Grund für das Problem Übergewicht darstelle. Deshalb sei eine Fettsteuer derzeit kein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Gesundheit.
Dr. Uwe Scheper, www.aid.de

Der Pausenbrot-Check für Kita und Schule

Der Pausenbrot-Check für Kita und Schule

Neues aid-Material – damit alle Kinder clever frühstücken

Zwei Schokocroissants mit Eistee, Möhren-Sticks mit einem belegten
Vollkornbrot und Wasser, Minisalamis und ein Kinderjoghurt oder einfach gar
nichts. So könnte der Blick in die Pausenbrot-Boxen vier beliebiger Kinder
aussehen. In vielen Fällen wird klar: Hier kann’s noch besser werden!

Um
Schulen und Kitas bei der Verbesserung des Pausenfrühstücks ihrer
Kindergruppen zu unterstützen, hat der aid infodienst jetzt ein einfaches
Instrument entwickelt: den Pausenbrot-Check. Damit können Kitas und Schulen
in einem ersten Schritt in nur zehn Minuten ermitteln, wo ihre Kindergruppe
in Sachen Frühstück am meisten Unterstützung braucht. Auf Grundlage der
Check-Ergebnisse können Lehrkräfte und Erzieher/-innen das passende
Maßnahmenbündel planen. Das aid-Material gibt dafür konkrete Anregungen. Der
Pausenbrot-Check umfasst zwei Erhebungsbögen, um die Frühstückssituation der
Gruppe zu bestimmen und später die Erfolge zu messen. Dazu kommen Anregungen
für neun Maßnahmenpakete. Sie beinhalten Aktivitäten für die Kinder, die
Familie und für die Kita bzw. Schule, die das zweite Frühstück zu einem
Rundum-Wohlfühlerlebnis machen sollen. Das Konzept arbeitet mit einfachen
Regeln zur Lebensmittelauswahl. Es begreift das pädagogische Personal und
die Eltern als wichtige Partner und Vorbilder. Der Check ist in
Zusammenarbeit mit dem Bremer Institut für Präventionsforschung entwickelt
und getestet worden.

aid-Special „Der Pausenbrot-Check“
DIN A4, 44 Seiten, Bestell-Nr. 61-3960, ISBN/EAN: 978-3-8308-0835-0 , Preis:
6,50 EUR, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

„Bio für Kinder“ erneut ausgezeichnet

Im Rahmen der 9. Jahrestagung des Netzwerks Kindergesundheit und Umwelt wurde „Bio für Kinder“, die Gemeinschaftsinitiative von Tollwood und dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, am Freitag, den 25. September 2009, in Bonn mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Eine 16-köpfige Expertenjury, die sich u.a. aus Vertretern des Deutschen Kinderhilfswerks e.V., des WHO European Center für Environment and Health (ECEH in Bonn) oder des World Vision Deutschland e.V. zusammensetzte, hatte dafür 61 „Best Practice“-Projekte von Nichtregierungsorganisationen genau unter die Lupe genommen. „Bio für Kinder“ überzeugte in der Kategorie „Biologische Wirkstoffe“: Damit zeichnete die Jury die Gemeinschaftsinitiative für die Verbesserung der Nahrungsqualität von Kindern und Jugendlichen, für den Beitrag zur Erhaltung einer gesunden Lebensgrundlage für kommende Generationen sowie für die Ausbildung eines gesunden Ernährungsbewusstseins aus. Das Projekt „Bio für Kinder“ soll deshalb zusammen mit den anderen Preisträger-Projekten als „Good Practice“-Beispiel bei der WHO-Konferenz im März 2010 in Italien vorgestellt werden.

Die 9. Jahrestagung des Netzwerks Kindergesundheit und Umwelt e.V. in Bonn bildet den Abschlussworkshop für das Projekt „Beiträge von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) zur Umsetzung des Aktionsplanes zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region (CEHAPE).“ Teil des Projektes ist es, „Good Practice“-Beispiele im Bereich Kind / Umwelt- und Gesundheit zusammenzustellen, um damit politischen Forderungen nach einer Verbesserung der umweltbedingten Gesundheitsvorsorge von Kindern Nachdruck zu verleihen. Aus den 61 Projekten zeichnete das Netzwerk 16 Projekte in insgesamt acht Kategorien (u.a. Lärm, Wasser, Bewegung) aus. Sie sollen – gemeinsam mit einem Forderungskatalog der Kinderagenda – bei der „5. Ministerkonferenz der Europäischen Umwelt- und Gesundheitsminister“ (WHO-Konferenz) vorgestellt werden, die vom 10. bis zum 12. März 2010 in Parma, Italien, stattfindet.

Das Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.V.:
Das Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.V. wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, schädliche Umwelteinflüsse auf Kinder auf einer politischen Ebene deutlich zu machen. Eines der ersten Projekte war die Verabschiedung der „Kinderagenda 2001“, es folgte die Entwicklung umweltmedizinischer Leitlinien für Kinderärzte. Mitglieder des Netzwerks sind u. a. der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner (dbu), die National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland oder der Ökologische Ärztebund. Weitere Informationen unter: www.netzwerk-kindergesundheit.de

Bio für Kinder:
Die Gemeinschaftsinitiative von Tollwood und dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München startete im Mai 2006 das Pilotprojekt „Bio für Kinder.“ Ziel dieses Projektes ist es, Münchens Nachwuchs in Kindergärten und Schulen mit 100 Prozent Bio-Kost zu versorgen. Die „Anschubfinanzierung“ für die Umstellung übernehmen aktuell 30 Münchner Unternehmen, die die Einrichtungen als Paten mit einer Gesamtfördersumme von über 450.000 Euro unterstützen. Damit können derzeit 27 Einrichtungen, in denen über 2.000 Kinder und Jugendliche betreut werden, auf Bio-Kost umstellen. „Bio für Kinder“ hat auch eine Debatte um das Thema Schul- und Kindergartenverpflegung angestoßen: Nach einem Stadtratsbeschluss der Stadt München im Juli 2007 soll die Verpflegung aller städtischen Kindergärten und Horte bis 2010 einen Bio-Anteil von 50 Prozent des Wareneinsatzes beinhalten. Nicht nur in München kommt das Projekt gut an: Städte wie Nürnberg, Berlin und Bremen bekundeten bereits Interesse an dem mehrfach prämierten Konzept: „Bio für Kinder“ erhielt 2007 den Healthy-Cities-Award „Grüner Apfel“ der Weltgesundheitsorganisation sowie den Umweltpreis der Stadt München und zuletzt im September 2008 den „Frankfurter Preis der deutschen Gemeinschaftsverpflegung“.

Weitere Informationen unter www.bio-fuer-kinder.de

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Schlüssel bei chronisch entzündlichen Erkrankungen?

Yorktest zeigt Zusammenhänge auf und bietet neue Ansätze für
Betroffene

Eliminationsdiät birgt die Möglichkeit, Symptome bei
chronisch entzündlichen Erkrankungen dramatisch zu reduzieren. Dies
sind die Ergebnisse einer neuen Studie, die an der Universität York
durchgeführt wurde.

Die gewonnenen Daten geben Hoffnung, dass bei Menschen, die über
Jahre an chronisch entzündlichen Erkrankungen (z.B. Reizdarm,
Arthritis, Psoriasis) laborieren, eine signifikante Verbesserung
durch simple Adaptierung der Ernährung erzielt werden kann.

„Starke Verbesserung“

Die verblüffenden Ergebnisse, analysiert aus 5000 Teilnehmern
durch die Universität York, zeigten, dass bei über 75% eine moderate
bis starke Verbesserung der Symptome innerhalb von nur drei Wochen
erzielt werden konnte.

Grundlage war eine Eliminationsdiät, basierend auf dem Test
„FoodSCAN Totality“ von Yorktest, welcher weithin zur Feststellung
von Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) verwendet wird.

Bemerkenswerte Verbesserungen unter den Betroffenen wurden so z.B.
bei folgenden Symptomen erzielt (%)

– Blähungen (91%)
– Magenverstimmung (90%)
– Chronische Schmerzen (88%)
– Colitis (88%)
– Chronische Müdigkeit (87%)
– Hautausschläge (84%)
– Arthritis (74%)

Besonders Patienten mit Reizdarmsyndrom zeigten eine signifikante
Verminderung von Blähungen sowie Verbesserung der Darmfunktion sowie
der allgemeinen Befindlichkeit.

Geoffrey Hardman (Universität York, Co-Autor der Studie) zu den
Ergebnissen: Mit 5000 Patienten ist diese Studie die größte Ihrer
Art und zeigt zweifelsfrei den Nutzen einer Eliminationsdiät bei den
beschriebenen chronisch entzündlichen Beschwerden.

Die Diagnose einer NMU wird durch zeitlich verzögertes Auftreten
der Symptome, sowie durch oft diffuse Symptomatik erheblich
erschwert. Yorktest kann hier innerhalb weniger Tage die Basis einer
gezielt selektiven Eliminationsdiät legen. Langwierige und oft
frustrane Diätexperimente werden dadurch obsolet.

Yorktest weist an dieser Stelle explizit darauf hin, dass FoodSCAN
sich sowohl in Testaufbau als auch in den Resultaten von anderen
Verfahren dramatisch unterscheidet und bittet um Beachtung dessen.

Insgesamt Rückgang der Belastung bei Kirschen

Insgesamt Rückgang der Belastung bei Kirschen
Kontrollen werden im nächsten Jahr fortgesetzt

Wie das baden-württembergische Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum am Montag (7. September) in Stuttgart mitteilte, liegen die Untersuchungsergebnisse bei Kirschen aus dem Jahr 2009 vor. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde eine stetige Verbesserung bei den Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstmengen festgestellt. Aufgrund der schlechten Witterung ergab sich allerdings eine auffällige Situation in Verbindung mit dem Insektizid Dimethoat.

Die bisher in 2009 untersuchten Proben Kirschen aus konventionellem Anbau wurden auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. 22 der 36 Proben stammten aus Deutschland und diese überwiegend aus einheimischem Anbau in Baden-Württemberg. Die übrigen Proben stammten fast ausschließlich aus dem europäischen Ausland (beispielsweise Italien und Spanien).

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Jahren war im Jahr 2009 keine Probe aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen zu beanstanden. Dennoch wurden in nahezu jeder (35 Proben, 97 Prozent) der 36 untersuchten Proben leichte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Bei 31 Proben (86 Prozent) lagen die Gehalte in einem gesundheitlich unbedenklichen Bereich.

Vier Proben einheimisch angebauter Kirschen wurden wegen der darin festgestellten, gesundheitlich nicht unbedenklichen Rückstandsgehalte des Insektizids ‚Dimethoat‘ und seines Abbauprodukts ‚Omethoat‘ als nicht zum Verzehr geeignet beurteilt.

Zusatzinformationen:

Die Anwendung des Dimethoat enthaltenden Pflanzenschutzmittels ‚Perfekthion‘ zur Bekämpfung der Kirschfruchtfliege unterliegt in Deutschland sehr strengen Auflagen. Das Mittel war 2009 nicht generell, sondern nur für 120 Tage gemäß Paragraph 11 Pflanzenschutzgesetz bei entsprechendem Befallsdruck (‚Gefahr im Verzuge‘) unter Auflagen zugelassen, wobei diese Genehmigung schon die zukünftige Höchstmenge von 0,2 mg/kg zu Grunde legte.

In den Anwendungsauflagen ist unter anderem festgelegt, dass Früchte aus behandelten Anlagen vor der Ernte auf Rückstände an Dimethoat und Omethoat zu untersuchen sind und die behandelte Ware bei Befunden oberhalb von 0,2 mg/kg der Vernichtung zuzuführen ist. Bisher galt ein Wert von 1 mg/kg.

Es ist zu vermuten, dass einzelne Erzeuger der beanstandeten Kirschproben diese sehr strengen Anwendungsbestimmungen nicht ausreichend beachtet haben. Im Rahmen der Beratung wird daher diese Thematik verstärkt aufgegriffen werden.

Apfelwein- und Obstwiesenrouten

Neue Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute bei Homberg(Ohm)

In der Region Vogelsberg gibt es ein neues Radfahrer-Highlight: Am 3. Mai wurde der neue Rad-Rundkurs der sogenannten A&O-Routen bei Homberg (Ohm) offiziell eröffnet.

Die „Apfelwein- und Obstwiesenrouten“ dienen der Verbesserung der Lebensqualität und der Erhaltung der regionalen Kulturlandschaften.
Stationen an der Strecke aus den Bereichen Obstverarbeitung, Landwirtschaft, Gastronomie, Handwerk, Touristik, Kultur, Naturschutz- und Landschaftspflege bieten nicht nur Abwechslung an der Radstrecke, sondern stärken die lokale Ökonomie und fördern den Erhalt der ökologisch wertvollen Streuobstwiesen.
Auf einer Länge von ungefähr 29 km führt die neue Radroute entlang zahlreicher Streuobstwiesen durch die liebliche Landschaften Hombergs und des oberen Ohmtals. Die Strecke ist gut fahrbar und beinhaltet keine schwierigen Stellen, so dass sie auch für Kinder und ungeübte Radfahrer geeignet ist. Für Abwechslung sorgen die touristischen Haltepunkte wie das Felsenmeer mit seinem Rastplatz und den Klettermöglichkeiten, ein Obstlehrpfad und viele Aussichtspunkte.

Informationen zu den Apfelwein- und Obstwiesenrouten und weiteren Radrouten der Region Vogelsberg finden sich unter www.vogelsberg-touristik.de

Lightprodukte

Rückschlag für die Fett-Rehabilitation

In Zeiten, in denen Wissenschaftler mit dem schlechten Ruf des Fettes als Dickmacher aufräumen, kontern Münchner Lebensmittelchemiker mit einem Projekt zur Verbesserung fettreduzierter Lightprodukte.

Fett macht nicht automatisch dick und lässt auch nicht zwangsläufig die Cholesterinwerte steigen. Zahlreiche Studien widerlegen zunehmend die alten Vorurteile über den Geschmacksgeber und zeigen sogar: eine öl- und eiweißbetonte Ernährung, die arm an Zucker und Stärke ist, normalisiert das Körpergewicht und die Blutfettwerte besser als fettarme Diäten (1; 2). Doch diese Erkenntnis erreichte bislang noch nicht jede Forschungseinrichtung. So starten Lebensmittelchemiker der Technischen Universität München demnächst ein drei Millionen Euro teures Projekt zur Verbesserung von Lightprodukten. Die Wissenschaftler wollen das Geheimnis ergründen, warum fetthaltige Nahrungsmittel so gut schmecken und wie diese sättigen. So hoffen sie neue Komponenten zu entschlüsseln, mit denen sich fettreduzierte Lebensmittel geschmacklich verbessern lassen. Erwartungsgemäß bedeutet dies sicherlich einen Austausch natürlicher Bestandteile durch künstliche Aroma-und Konservierungsstoffe.

Doch was nützen schmackhaftere oder sättigendere Lightprodukte, wenn fettarme Ernährung offensichtlich keine Lösung für das Übergewichtsproblem der Industriestaaten ist? US-amerikanische Supermärkte beispielsweise bieten das umfangreichste Angebot fettreduzierter Produkte weltweit an. Das Resultat zeigt sich beim Blick auf die Straßen. US-Amerikaner sind weiterhin die Dicksten der Welt. Im Vergleich hierzu ist der Anteil übergewichtiger Italiener gering, obwohl diese bekanntlich mit Olivenöl und fettigem Seefisch nicht geizen.

Eine Garantie für die schlanke Linie sind fettreduzierte Lebensmittel sowieso nicht. Die Aufschrift „light“ bedeutet nicht zwangsläufig kalorienreduziert. Auch ein fettarmes Produkt kann viel Zucker und einen hohen Energiegehalt aufweisen. Ein Fruchtjoghurt mit 1,5 Prozent Fett beispielsweise ist zucker- und kalorienreicher als ein vollfetter Naturjoghurt mit frischen Früchten. Einige Lightprodukte wie Kartoffelchips oder Eiscreme sind trotz vermindertem Fettgehalts weiterhin wahre Kalorienbomben und helfen keinesfalls beim Abnehmen. Figurfreundlicher ist es, zur weniger verarbeiteten Variante zu greifen. So enthält Lachsschinken beispielsweise nur halb so viele Kalorien wie vergleichbare Mengen an Light-Salami.