Krokodile und Riesenschildkröten auf Mauritius

Ab sofort können Mauritius-Besucher mehr Tiere denn je im La Vanille Nature and Crocodile Park bestaunen. Auf dem erweiterten, mittlerweile fünf Hektar großen Areal sind 2.000 Krokodile, 500 Riesenschildkröten und über 23.000 Schmetterlings- und Insektarten beheimatet. Die aus Madagaskar importierten Krokodile stellen die Hauptattraktion des Parks dar. Einige der Panzerechsen bescheren dem Park in den nächsten Monaten sogar reichlich Nachwuchs.

Schauplatz des Reptilienspektakels ist der ganz im Süden der Insel gelegene Ort Riviere des Anguilles. Der Park liegt inmitten von Bananenstauden, Palmen und Riesenbambus. Besuchern ist es gestattet, im Gehege der Riesenschildkröten herumzulaufen, die 90 Jahre alten und bis zu 270 Kilo schweren Tiere aus unmittelbarer Nähe zu betrachten und Fotos von ihnen zu machen. Auch Affen, Leguane, Feldermäuse, Geckos, Wildschweine und viele andere Tiere fühlen sich in der grünen Oase wohl.

Das hauseigene Restaurant Le Crocodile Affamé („Das hungrige Krokodil“) bietet neben Snacks und typisch mauritianischer Küche auch besondere Spezialitäten mit Krokodilfleisch an. Der Eintritt beträgt für Erwachsene werktags sieben Euro und für Kinder drei Euro, am Wochenende nur die Hälfte. Ein Führer steht den Besuchern den ganzen Tag über mit Rat und Tat zur Seite. Der Park ist täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Mehr Details unter www.lavanille-reserve.com

Vanille – Königin der Gewürze

Vanille ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Ursprünglich stammt das Orchideengewächs aus dem mexikanischen Regenwald. Schon die Ureinwohner Südamerikas kannten die Vanille als Zutat und Aphrodisiakum.

Die noch roh geernteten, fermentierten Samenkapseln verschiedener Vanilla-Gattungen werden zum Aromatisieren vieler Lebensmittel und Speisen verwendet. Um das leicht süßlich riechende Fruchtmark aus der Schote herauszuschaben, wird die Vanille der Länge nach aufgeschnitten. Sowohl das Mark als auch die Stange selber, die bei flüssigen Speisen mitgekocht werden kann, dienen zum Würzen von Süßem, Gebäck und Kompott.
Neben Desserts verleiht Vanille aber auch pikanten Gerichten mit Spargel, Karotten oder Fleisch eine besondere Note.

Im Handel erhältlich sind Bourbon-Vanille und Natur-Vanille (Mexiko-Vanille). Besonders die aus Madagaskar stammende Bourbon-Vanille ist aufgrund ihres intensiven Aromas in Europa sehr gefragt. Geschmack und Geruch der „Königin der Gewürze“ werden von der Lebensmittelindustrie gerne kopiert.

Vanillinzucker, ein Gemisch aus dem künstlich hergestellten Aromastoff Vanillin und Zucker, dient als Ersatz für Vanillezucker – einer Mischung aus Zucker und echter Vanille oder natürlichem Vanillearoma. Der Duftstoff der Vanille ist übrigens chemisch verwandt mit den Sexuallockstoffen (Pheromonen) des Menschen. Nicht umsonst wird der süßliche Duft daher Parfums und kosmetischen Produkten zugesetzt.

Wer gerne ein wenig Vanillezucker auf Vorrat im Hause hat, kann eine ausgekratzte Vanilleschote in ein Schraubglas mit Zucker geben. Nach sechs bis acht Wochen lassen sich Tee und Punsch mit dem aromatischen Zucker verfeinern.
(aid, Ira Schneider)

Wie der Tee in den Beutel kommt

Mauritius-Besuchern wird ab sofort ein Ausflugsprogramm der besonderen Art geboten. Die neue Tour La Route du Thé zeigt die Geschichte und die traditionelle Herstellung des Heißgetränks – vom Rundgang über die Teeplantage, über einen Besuch das Museum bis hin zur Teefabrik von Bois Chérie. Den trinkfertigen Tee, der seit 1892 hier hergestellt wird, kann man dann am Ende der Tour probieren. In Bois Chérie, einige 100 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, erwartet Besucher ein erfrischend kühles Klima und üppig grüne Landschaft.

Während der Tour wird direkt an den Maschinen erklärt, was mit den frischen Teeblättern nach der Ernte passiert. Teilnehmer lernen, was „Fermentieren“ bedeutet, wie die Blattstücke getrocknet werden und betrachten auch die Filteranlagen, die den Tee nach unterschiedlichen Korngrößen sortiert. Schließlich wird gezeigt, wie Tee aromatisiert wird und dann schlussendlich in den Beutel kommt. Anschließend gibt es eine Teeverköstigung, bei der Besucher zwischen acht verschiedenen Sorten wie Vanille, Kokos oder tropischen Früchten wählen können. Die täglich angebotene Tee-Tour, die auch von Reiseveranstaltern als Tagesausflug ab allen Hotels auf der Insel gebucht werden kann, kostet für Erwachsene rund vier Euro.

Auf dem Weg nach Bois Chérie fährt man schon an den zahlreichen Teefeldern vorbei und kann den Arbeitern zusehen, wie sie den frischen Tee von den Sträuchern pflücken. Der Tee wird aus Blättern gemacht, die in rund ein Meter hohen Sträuchern wachsen. Diese Blätter können alle 15 Tage gepflückt werden.

Allgemeine Informationen über Mauritius unter www.mauritius.net

Johann Lafer

Aufläufe müssen nicht immer herzhaft sein – auch Süßspeisen lassen sich aus den unterschiedlichsten Zutaten heiß überbacken.

Ise Thomas aus Andernach ist nicht nur Vorsitzende der Fraktion von ‚Bündnis 90/Die Grünen‘ im Mainzer Landtag, sondern sie kocht auch gerne. Sie bereitet ein Vanille-Topfen-Soufflé mit Grapefruitragout zu.

Johann Lafer mag es raffiniert: Er kocht einen Kokos-Milchreis-Auflauf auf Curry-Bananen-Ragout und Schoko-Ingwer-Sauce.

HR, Donnerstag, 03.08., 13:00 – 13:30 Uhr

Rezept: Rhabarber-Erdbeer-Gratin

Rhabarber-Erdbeer-Gratin

Zutaten (4 Personen)
400 g Rhabarber
3 EL Zucker
400g Erdbeeren
5 EL Amaretto
1 Biscuitboden (Fertigprodukt)
2 Eiweiß
1 TL Zitronensaft
150g Zucker

Zubereitung
Rhabarber waschen, die holzigen Enden wegschneiden, Stängel schälen und in 2
cm lange Stücke schneiden. In wenig Wasser 5 Minuten dünsten, herausnehmen
und mit 1 EL Zucker besträuen. Erdbeeren abbrausen, putzen und halbieren.
Mit dem restlichen Zucker und dem Amaretto vermischen und 30 Minuten ziehen
lassen. Biscuit in Stücke schneiden und in eine Gratinform verteilen.
Rhabarber und Erdbeeren mischen und auf dem Biscuit verteilen. Eiweiß mit
Zitronensaft steif schlagen, Zucker nach und nach einrieseln lassen. Die
Eiweißmasse über die Früchte verteilen und im Backofen bei 220 Grad etwa 10
Minuten backen.

Einfache Vorbereitung
Marinierzeit: 30 Minuten
Backzeit: 10 Minuten

Tipp: Gratin in Portionenformen abfüllen. Mit Vanille Glace servieren.

Quelle: www.MySwitzerland.com

Die Suppe lügt

Vanille ist Luxus. Das findet jedenfalls die Schriftstellerin Sibylle Berg. Wenn sie sich an manchen Tagen in ein besseres Dasein träumt, so weiß sie davon vor allem, „dass es nach Vanille riecht.“ Vanille macht auch froh. „Mir ist noch nie jemand begegnet, der beim Duft von Vanille nicht sofort gelächelt hätte“, schreibt die Duft-Expertin Eliane Zimmermann in der Stimmungs-Fachzeitschrift „Bunte“. Vielleicht liegt es daran, dass Vanille aus schönen Ländern kommt, aus der Südsee, aus der Karibik, von Inseln im Indischen Ozean wie Réunion oder Madagaskar.

Doch wenn heute ein Pudding nach Vanille schmeckt, kommt der Geschmack nicht von exotischen Orchideenfrüchten, sondern von ordinärem Holz, verwandelt mit den Künsten der Chemie, beispielsweise in einem niedersächsischen Ort mit dem passenden Namen Holzminden. Dort gelang einem Chemiker namens Wilhelm Haarmann ein folgenschweres Kunststück. Er gewann aus Fichten den Rohstoff für das erste synthetische Aroma der Welt: Vanillin.

Lesen Sie den gesamten Artikel von Hans-Ulrich Grimm im Berliner Tagesspiegel:
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/12.02.2006/2338848.asp

Mehr Aroma aus Sägespänen

Die steigende Preise für Rohöl schlagen sich auch in den Rezepturen für industrielle Lebensmittel nieder. Dies berichtet der Ernährungsexperte Hans-Ulrich Grimm in einer aktualisierten Neuausgabe seines Buchklassikers „Die Suppe lügt“. Grimm bezieht sich dabei auf Meldungen aus Industriekreisen. So habe die norwegische Firma Borregaard, ein Zulieferer für Geschmacksstoffe, eine Steigerung der Nachfrage um beinahe ein Drittel binnen eines Jahres verbuchen können. Borregaard ist Spezialist für Vanille-Aroma, das aus Holz hergestellt wird, und dies ersetze jetzt zunehmend den sonst gebräuchlichen Rohstoff Erdöl. Autor Grimm hatte in seinem Buch „Die Suppe lügt“ erstmals enthüllt, dass etwa Erdbeeraroma nicht aus Erdbeeren, sondern zumeist aus Sägespänen hergestellt wird. Das Buch stand lange auf den Bestsellerlisten, wurde in mehrere Sprachen übersetzt und erscheint jetzt in einer überarbeiteten und aktualisierten Neuausgabe.
www.klett-cotta.de

Speiseeis: Gesund, aber kalorienreich

Ein kühles Eis an heißen Tagen ist gesünder als viele glauben. Milch, Früchte und Nüsse behalten gefroren ihre wertvollen Inhaltstoffe wie Kalzium, Eiweiß und Vitamine, beruhigt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ besorgte Schlemmer – nicht ohne die Probleme aufzuzeigen: Ein Eisbecher aus Vanille-Rahmeis mit Sahne und Schokoladensoße kann es auf mehr als 400 Kilokalorien bringen – ein Grund für Figurbewusste, die Leckerei in Maßen zu genießen. Verantwortlich dafür ist der Fettanteil in Rahmeis und Sahne, aber auch reichlich Zucker. Die kalte Zunge nimmt die Süße schlechter wahr. Die Hersteller mischen entsprechend viel Zucker hinein.