Das deutsche Eis-Verhalten in der Sommerzeit

Grundsolide: Die Klassiker Schoko, Vanille und Erdbeer gehen am häufigsten über die Ladentheke

  • Drei sind eine zu viel: Die meisten Deutschen bestellen zwei Kugeln

  • Mittwochs ist der beste Tag für entspannten Eisgenuss ohne lange Wartezeit

  • Spitzenreiter Mainz: Hier wird am meisten Eis verkauft

 Die Eisdielen haben jetzt Hochkonjunktur, denn Eis erfrischt und belohnt unser Durchhaltevermögen bei spätsommerlichen Temperaturen. Doch wie wird in Deutschland am liebsten Eis geschleckt? orderbird , der führende Anbieter für iPad-Kassensysteme in der Gastronomie, hat das Eis-Verhalten der Deutschen genau unter die Lupe genommen und die interessantesten Fakten zusammengetragen.

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Deutsche schlecken am liebsten zu Hause

Mit den Temperaturen steigt auch die Lust auf Eis. In der
Saison 2016 gibt es wieder eine große Vielfalt an Form,
Verpackungsgrößen und Geschmacksrichtungen. So wird Speiseeis mit
unterschiedlichen Zutaten wie Schokolade- und Walnussstückchen,
Karamellkernen, Erdnüssen im Schokomantel oder Ahornsirup kombiniert.
Immer häufiger kommen Kakao, Früchte und Vanille aus nachhaltiger
Erzeugung zum Einsatz, meldet der Eis Info Service der deutschen
Markeneishersteller. Alternativ kann man ein „Frozen Joghurt“
schlecken, was übrigens aber nicht unbedingt kalorienärmer ist als
Speiseeis.

„Weiße Vanille Maracuja“, „Double Peanut Butter“, „Sanfte
Erdbeere“, „Dolci Cantuccini“ oder „Red Fruit Cookie“ werden
auf den deutschen Markt losgelassen. Die Hersteller haben den
Snacking-Trend aufgegriffen und bieten mehr sogenanntes
„Impulseis“ wie Stieleis, Hörnchen, Sandwiches, Becher und Riegel
an. Generell sind kleine Portionen gefragt. Immer häufiger findet der
Eiskonsum zu Hause statt. Auch hier wird gesnackt mit Multipackungen,
die Minieis am Stiel oder im Hörnchen enthalten. Nur noch jedes
zehnte Eis wird außer Haus gegessen.

Im vergangenen Jahr hat jeder Bürger durchschnittlich 7,9 Liter Eis,
einschließlich Eisdieleneis und Softeis, gegessen. Das entspricht
etwa 110 Kugeln. Im Jahr 2014 lag der Pro-Kopf-Verzehr noch bei 7,6
Litern. Der Marktanteil der Haushaltspackungen (241,8 Mio. l) und der
Mulipackungen (213,5 Mio. l) lag im vergangenen Jahr bei 87 Prozent.
„Impulseis“ hat um 2,5 Prozent zugelegt.

Heike Kreutz, www.aid.de

Steve Karlsch

Brasserie Colette Tim Raue München

München ist um eine kulinarische Institution reicher, denn mit dem Colette Tim Raue eröffnete am 3. Dezember 2015 das erste „Tim Raue-Restaurant“ außerhalb von Berlin. Und wie der Name bereits suggeriert, handelt es sich dabei um ein klassisch französisches Brasserie-Konzept, das eine echte Wohlfühl-Küche in intimem Ambiente bietet. Die Entscheidung für ein französisches Konzept fiel Raue leicht. Schließlich wurde er für das Projekt von den Tertianum Premium Residences als kulinarischer Berater angeheuert, um für Bewohner der exklusiven Residenzen aber auch für Gäste von außerhalb ein Restaurant-Konzept zu entwickeln, das Jung und Alt anspricht, traditionelle Elemente mitbringt und kulinarisch leicht zu verstehen ist. All das vereint der mit zwei Michelin Sternen und 19 Gault&Millau Punkten ausgezeichnete Spitzenkoch mit der französischen Brasserie-Küche: Auf der Colette-Karte finden Gäste daher Gerichte wie „Salat Nizza mit Sashimi-Thunfisch, Sardellen-Mayonnaise, Kartoffelchips, Sariette, spanischer Paprika im Glas, grünen Bohnen und Friséesalat“, „Jahrgangs-Sardine, Limette, Röstbrot“, „Huhn und Knollensellerie im Blätterteig mit Rahmsauce, Salat mit Traube, Haselnuss und Trüffel“ sowie den „Madame Colette Crêpe“ mit Caramel Beurre Salé Eis, Banane in Rum und Tahiti-Vanille. Der Name Colette ist übrigens eine Hommage an eine gleichnamige Madame, die vor knapp 30 Jahren einen kleinen Crêpe-Wagen am Strand von Biscarrosse bewirtschaftete. Und genau dort aß Tim Raue als Kind einen perfekten Crêpe, der mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-Eis süß, salzig und cremig zugleich war – und damit für immer im kulinarischen Gedächtnis des Spitzenkochs blieb.

Das von den Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek entworfenen Innenarchitektur-Konzept setzt das kulinarische Konzept fort: Klassische Brasserie-Elemente wie durchlaufende Sitzbänke, Mosaikböden, Vintage-Brasseriestühle, antike Spiegel und Marmortische sorgen für ein gewisses Maß an Intimität. Moderne Design-Elemente wie grüne Lederpolster, dunkelgrau gestrichene Wände und schwarz gebeiztes Holzparkett lockern das Ambiente auf und bringen zeitgemäßes Flair mit. Besonderer Blickfang sind der geschwungene Tresen mit der durchgehenden Messingplatte, die historischen Bahnhofslampen sowie die ehemaligen Bänke eines französischen Zugs, an denen Gäste Platz nehmen können.

Für die operative Umsetzung des Colette Konzeptes an den drei Tertianum Standorten München, Berlin und Konstanz zeichnet Steve Karlsch als Kulinarischer Direktor verantwortlich. Der gelernte Koch heuerte erstmals 2004 bei Tim Raue an und begleitete diesen bis Ende 2010. Anschließend war er als Küchendirektor des Grand Tirolia Kitzbühel tätig. Karlsch wird vor Ort von Dominik Obermeier unterstützt, der 2009 bereits bei Tim Raue im MA und anschließend im Restaurant Tim Raue tätig war. Vor seinem Engagement im Colette Tim Raue war Obermeier im Restaurant la vie, im Petit Tirolia des Grand Tirolia Kitzbühel und als Küchenchef des französischen Restaurants Poulette tätig.

Um den Aufbau des Servicebereiches in allen drei Colette Tim Raue Restaurants kümmert sich Patricia Liebscher, die bereits als Restaurantleiterin im Restaurant La Soupe Populaire by Tim Raue sowie im STUDIO tim raue tätig war. Zuvor hat die gebürtige Berlinerin im renommierten China Club Berlin sowie im Designhotel© Das Stue gearbeitet.

Das Colette Tim Raue befindet sich in der Klenzestraße 72 in 80469 München und ist Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 15 Uhr sowie von 18 bis 23 Uhr geöffnet. Reservierungen können per Email an office@brasseriecolettemuenchen.de oder online unter www.brasseriecolette.de getätigt werden.

Fertigteige, Backmischungen oder Selbstgemachtes

In den nächsten Wochen verwandeln sich viele Küchen in emsige Backstuben. Bis Weihnachten hat die Eigenproduktion von Kokos-Makronen, Vanillekipferln, Zimtsternen und Spritzgebäck Hochkonjunktur. Vor allem Kinder lieben das Teigkneten, Ausstechen und Verzieren von Plätzchen für Keksdosen und Weihnachtsteller. Lebensmittelhersteller unterstützen die allseits beliebte Freude und Lust an der Weihnachtsbäckerei mit einem reichhaltigen Angebot an Fertigteigen und Backmischungen. Allerdings lässt die Qualität der Produkte zum Anrühren und Abbacken vielfach zu wünschen übrig: „Fertigteige und Backmischungen für Weihnachtsplätzchen enthalten oftmals hauptsächlich andere Fette als die auf der Verpackung abgebildete Butter sowie unnötige Zusatzstoffe. Das Hantieren mit den industriell präparierten Produkten spart zudem kaum Zeit, sondern bringt vor allem die kleinen Weihnachtsbäcker ums volle Backvergnügen“, rät die Verbraucherzentrale NRW zum Selberbacken von Anfang an. Sie steuert hierzu Wissenswertes rund um die Weihnachtsbäckerei von A wie Angebote bis Z wie Zutaten bei:

Fertigteige: Die Teigblöcke aus der Kühltheke können zwar fix in Keksscheiben geschnitten oder als Plätzchen ausgerollt und dann in den Backofen geschoben werden. Die backfertigen Rollen oder Platten enthalten jedoch im Gegensatz zu selbst hergestelltem Teig viele hochverarbeitete Zutaten und Zusatzstoffe: Emulgatoren, Feuchthalte- und Antioxidationsmittel etwa dienen dazu, Fertigteige zu binden und fester sowie haltbarer zu machen. Klassische Zutaten wie Eier und Zucker werden durch industriell hergestelltes Volleipulver und einen Mix aus Süßungsmitteln ersetzt. Die Verwendung von Zuckerarten wie Lactose, Glukosesirup, Haushaltszucker oder Fruktose ist verwirrend für Verbraucher, da diese Zutaten nicht eindeutig als Süßungsmittel und Dickmacher erkennbar sind. Vanille aus der Schote findet sich kaum in den Rezepturen. Stattdessen werden häufig Aromen – zum Beispiel aus pflanzlichen Rohstoffen wie Holz – oder auch künstliche Aromastoffe eingesetzt. Statt Butter, wie auf einigen Packungen angepriesen, enthält die Ausroll- und Ausstechware vor allem pflanzliche Ersatzfette – etwa Palmfett und Rapsöl. Auch der Anteil an Schokolade, Kakao und Nüssen ist bei den Teigen zum Abbacken eher gering.

Backmischungen: Der Mix in Trockenprodukten besteht oft nur aus Mehl, Zucker und Backpulver. Dieses Trio gibt‘s meist einzeln zu Hause im Vorratsschrank. Zucker, Mehl und Backpulver lassen sich leicht selbst abwiegen und mit Butter und Eiern zu einem eigenen Teig verkneten. Es gibt daher keinen Grund, Backmischungen beim Plätzchenbacken zu verwenden. Einige Zucker-Mehl-Mixe erhalten erst durch Zuckerguss, süße Perlen, Streudekor oder bedruckte Backoblaten ein passendes Weihnachts-Outfit. Dieser Extra-Back-Spaß hat zudem einen festlichen Preis.

Weihnachts-Muffins: Die kleinen, runden, in Förmchen gebackenen Kuchen werden ebenfalls als Backmischung mit besonderer Weihnachtsausstattung angeboten. Beim Backen sollte man jedoch besser auf Papierförmchen mit aufgedruckten goldenen Sternen oder bunten Kugeln verzichten, da die hierfür verwendeten Farben im Verdacht stehen, gesundheitsschädliche Substanzen im Gebäck zu hinterlassen. Sicherer ist es, weiße, unbedruckte Förmchen zu verwenden. Die beliebten Mini-Kuchen können auch ohne unterlegtes Papier in einer gefetteten Muffinform gebacken werden.

Selbstgemachte Plätzchen: Gemeinsames Plätzchenbacken in der Vorweihnachtszeit ist eine prima Gelegenheit, um Kindern beim Spaß am Ausstechen und Verzieren einfache Kenntnisse und Fertigkeiten in der Küche zu vermitteln. Zutaten wie Mehl, Zucker, Butter, Eier, Nüsse, Vanille oder Zimt zu einem Plätzchenteig zu verarbeiten ist kinderleicht. Das muntere Mixen sticht Fertigteige und Backmischungen kurzerhand aus. Wer hochwertige Zutaten – wie echte Butter und Vanille – und einen ordentlichen Anteil an Mandeln und Haselnüssen verwendet, zahlt zwar meist ein wenig mehr. In puncto Qualität können selbstgemachte Plätzchen den Konkurrenztest mit den Fertigprodukten aus dem Supermarkt jedoch spielend bestehen.

Eine Anleitung zum Nachbacken von Vanillekipferln, Butterplätzchen, Makronen und Spritzgebäck gibt’s bei den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW – Kontaktadressen online unter www.vz-nrw.de/beratung-vor-ort – oder zum Downloaden unter www.vz-nrw.de/plaetzchen.

Die am besten bewerteten Eisdielen

Wo sich Naschkatzen die beste Abkühlung von innen verschaffen, zeigt TripAdvisor mit der aktuellen Eisdielen Favoriten-Liste seiner Mitglieder in Deutschland. Besonders gefragt sind fruchtige Kombi-Sorten wie „Orange-Minze“ oder „Pfirsich-Basilikum“. Zudem fällt auf: Richtig gutes Eis gibt es in der ganzen Republik, die derzeitige Hochburg der gefrorenen Köstlichkeit scheint aber laut TripAdvisor Reviews München zu sein. Ob das an der Nähe zu Italien liegt? Schließlich brachte einst Marco Polo das Eis nach Europa.

Am meisten schätzen die User der weltweit größten Reise-Webseite das EisLabor in Bonn, welches vor allem mit hochwertigen Zutaten wie Biomilch und laktosefreien Sorbets punktet. Platz zwei belegt die Koblenzer Eisdiele E Gel o Sia, wo Besucher den natürlichen Geschmack loben und auch einen Blick in die Herstellung durch das Schaufenster werfen können. Auf Rang drei kommt der Italiener Il Gelato – Di Ferigo, der seine Gäste mit exotischen Sorten wie „Birne-Petersilie“ überzeugt. Die Stadt mit den meisten hoch bewerteten Eisdielen ist München, gleich drei Kandidaten schaffen den Sprung in die Top Ten: So bietet die kleine Eismanufaktur True & 12 Handmade Ice Cream (Platz 7) zwölf hausgemachte Aromen an und setzt zudem auf erstklassige Gewürze wie Bourbon Vanilleschoten aus Madagaskar. Außerdem überzeugt hat die Reise-Community Der Verrückte Eismacher (Platz 9), der die gefrorene Leckerei gerne salzig variiert und auf Sorten wie „Bier“ oder „Käsenudeln“ setzt, sowie der italienische Familienbetrieb Ballabeni (Platz 10), der für Liebhaber sogar Kurse zum Erlernen der Eiscremekunst in der eigenen Werkstatt anbietet.

Top Ten Eisdielen in Deutschland
1. EisLabor, Bonn, 5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 83 Bewertungen.°° „Dort gibt es prima selbstgemachtes Eis in teils außergewöhnlichen Sorten wie Salzkaramell oder Orange mit Minze. Die Milch kommt vom Biobauern und die fruchtigen Sorten sind alle laktosefreie Sorbets“, schwärmt ein Mitglied der Reise-Webseite.

2. E Gel o Sia, Koblenz, 4,5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 92 Bewertungen. Ein TripAdvisor-Reisender: „Habe in meinem Urlaub dort mehrere Eissorten probiert: Birne, Walnuss, Cassis und Mango und bin begeistert: noch nie habe ich ein derartig gutes und natürlich schmeckendes Eis gegessen – und dazu noch recht günstig.“

3. Il Gelato – Di Ferigo, Köln, 5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 41 Bewertungen. „Das Warten und auch der gehobene Preis lohnen sich – sowohl klassische Sorten wie Vanille und Schokolade als auch exotische Varianten wie Pumpernickel oder Birne-Petersilie schmecken einmalig lecker!“

4. Sylter Eismanufaktur, List, 5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 57 Bewertungen. „Ehrlich gesagt war ich absolut überrascht ein soooo leckereres auf Sylt zu bekommen und nicht in Venedig oder Florenz.“

5. Gelato Go, Heidelberg, 4,5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 84 Bewertungen. „Die Auswahl an Eissorten ist groß, von klassischen Sorten wie Vanille, Schoko und Erdbeere über Cookies und Snickers bis hin zu Feige und Raffaelo. Im Hintergrund der Eistheke kann man bei der Produktion zu schauen.“

6. Caffe e Gelato, Berlin, 4,5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 154 Bewertungen. „Schneller Service und große Auswahl an Geschmacksrichtungen…lassen Sie sich ein Eis hier nicht entgehen, wenn Sie am Sony-Center oder Potsdamer Platz sind“, rät ein Besucher aus Italien.

7. True & 12 Handmade Ice Cream, München, 4,5 von 5 Bewertungspunkte, 79 Bewertungen. „Softes, cremiges Eis in üblichen, aber auch ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen, wie Grüntee, Zitrone-Minze, Blutorange. Extrem lecker auch die Standard-Sorten…das beste Vanille-Eis seit langer Zeit.“

8. Vanille & Marille Eismanufaktur, Berlin, 5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 51 Bewertungen. „Von Erdnusseis mit Brownie Stücken über Safraneis oder belgische Schokolade bis hin zu Himbeersorbet sah alles sehr ansprechend aus. Ich habe mir gleich 2 Kugeln gegönnt und wurde geschmacklich nicht enttäuscht – eine klare Empfehlung also!“

9. Der Verrückte Eismacher, München, 4,5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 138 Bewertungen. „Dies ist der beste Gelato, das ich auf unserer 5-wöchigen Tour durch Europa hatte! Der Verrückte Eismacher bietet einzigartige Aromen sowie perfektioniert Klassiker.“

10. Ballabeni, München, 4,5 von 5 Bewertungspunkte, Zertifikat für Exzellenz, 95 Bewertungen. Ein türkischer Gast auf TripAdvisor: „Diese Eisdiele ist die beste in München. Ich liebe die unterschiedlichen Aromen, mein Favorit sind Ingwer-Schokolade und Haselnuss.”

Philipp Stein

Anja und Christian Barth hatten eingeladen und fast 100 geladene Gäste kamen. Mit einer festlichen Gala wurde im Favorite Restaurant im Favorite Parkhotel in Mainz eine neue Etappe auf dem Erfolgsweg eingeläutet. Der Anlass für den Abend der Hochgenüsse, zu denen auch Altmeister Dieter Müller einen köstlichen Beitrag leistete, war ein erfreulicher. Hocherfreut zeigte sich Hausherr Christian Barth über den formidablen Neuzugang im Gourmet Restaurant des Hauses. Mit Philipp Stein steht hier jetzt ein neuer Chef am Herd, der sich mit seinen 23 Jahren schon einen exzellenten Ruf erkocht hat.

Das weiß auch Dieter Müller, mit dem Stein gemeinsam auf hoher See auf der MS Europa gekocht hat. Freude und Stolz waren ihm deutlich anzumerken, als er eine kleine Laudatio auf seinen Schüler hielt. Er sprach von Talent und Engagement, die bei Stein eine glückliche Partnerschaft eingehen. Und selbst dieses Mal hatte Stein es wieder geschafft, seinen Meister in Staunen zu versetzen, denn der junge Chef blieb cool und arbeitete ruhig und besonnen seine vier Gänge ab. Ob Gänseleber klassisch oder Mascarponeravioli, Filet und Backe vom Weideochsen oder Erdnusstörtchen mit Thaibasilikum Eis – alles kam perfekt und à la minute auf den Tisch. Dieter Müller krönte das Menü mit einer gebratenen Jakobsmuschel und Garnele auf Karottenkompott mit Vanille und Kokos-Chili-Fumet.

Bis nach Mitternacht wurde geschlemmt und gefeiert. Und nicht nur einmal hob man die Gläser und stieß auf gutes Gelingen und den Meister und seinen Eleven mit dem Mainz-Bonus an. Philipp Stein kommt aus einer Mainzer Gastronomen Familie und wollte immer nur eins: Kochen, richtig gut kochen. In der Favorite kann er diesen Traum jetzt leben.

Mit Philipp Stein hat sich Favorite-Chef Christian Barth ganz bewusst einen weltoffenen jungen Mainzer ins Haus geholt, der bereits auf dem internationalen Parkett gepunktet, aber bei allem Erfolg die Bodenhaftung nicht verloren hat. Steins ansteckender Begeisterung kann man kaum widerstehen, ob es ums Kochen, um ferne Länder oder Mainz 05 geht. Mit Überraschungsmenüs will er die Gäste einladen, seine Küche kennen und lieben zu lernen. Und noch eine gute Nachricht für Neugierige zum Schluss: Vier Wochen lang speist man im Favorite Restaurant jetzt zu Sonderpreisen.

Das Favorite Restaurant ist von Mittwoch bis Sonntag von 12.00 bis 15.00 Uhr und von 19.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Das Restaurant liegt mitten im Mainzer Stadtpark im Favorite Parkhotel, Karl-Weiser-Straße Nummer 1.

Weitere Informationen unter www.favorite-mainz.de

Walnüsse

In der Vorweihnachtszeit sind Walnüsse besonders gefragt. Die Königin der Nüsse schmeckt pur und kandiert als Knabberei, in Plätzchen und Lebkuchen, im Früchtebrot und zu Bratapfel mit einer Orangen-Vanille-Soße. Sie ist der passende Begleiter zu vielen weihnachtlichen Zutaten wie Zimt, Vanille, Honig, Schokolade und Marzipan. Aber auch pikante Speisen lassen sich mit Walnüssen veredeln. Die kleinen Kraftpakete verfeinern herzhafte Salate, Chutneys, Pasta und Risotto sowie Soßen zu Wild, Lamm und Geflügel. Mit würzigem Käse kombiniert ist die Walnuss ein guter Abschluss für ein Menü. Das typische Aroma lässt sich intensivieren, indem man die klein gehackten Nüsse bei mittlerer Hitze ohne Zugabe von Fett in der Pfanne anröstet, bis sie gleichmäßig mittelbraun gefärbt sind. Zu heiß dürfen die Kerne allerdings nicht sein, da sie ansonsten bitter werden.

Die Walnuss hat einen hohen Nährwert und ein sehr gesundes Fettsäureprofil. Sie enthält reichlich Alpha-Linolensäure, eine essenzielle Omega-3-Fettsäure, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Zudem ist die Nuss reich an Vitamin B und E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Fluor sowie wertvollen sekundären Pflanzenstoffen.

Ursprünglich ist die echte Walnuss ( Juglans regia ) in Südosteuropa und in Mittelasien beheimatet. Hauptanbaugebiete sind USA (Kalifornien) und China, in Europa Frankreich, Griechenland und Italien. Ware aus Deutschland stammt überwiegend aus dem Streu- sowie Hausgartenbau und wird in Hofläden und auf dem Wochenmarkt vertrieben.

Die Walnuss ist ein eindrucksvoller Baum mit einem Kronendurchmesser von 8 bis 12 Metern und einer Höhe von 15 Metern. Nicht nur die Früchte, sondern auch das edle Holz ist sehr gefragt. Erst nach fünf bis sieben Jahren trägt der Baum das erste Mal reichlich Nüsse. Die Ernte findet zwischen August und November statt. Wenn die grünen Fruchthüllen aufplatzen, ist der Nusskern reif. Nach der Ernte werden die Nüsse getrocknet, damit sie lagerfähig sind.

Achten Sie beim Einkauf auf hochwertige Ware. Die Schale muss unverletzt sein und die Nüsse dürfen nicht schimmlig sein. Kühl, dunkel und trocken aufbewahrt sind frische Walnüsse rund ein Jahr haltbar. Ganze und halbe Kerne sollte man am besten in einer Frischhaltedose luftdicht verschlossen im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Heike Kreutz, www.aid.de

Volker Drkosch's Sous Vide Kaiserschmarrn

Sous-Vide-Rezept von Volker Drkosch, Sterne- und Partnerkoch von KitchenAid – Kaiserschmarrn mit Frühlingsrhabarber, Minze und Vanille für 4 Personen

Zutaten
180 g Mehl
3/8 l Milch
8 Eier
4 EL Sahne
50 g Butter
30 g Rosinen
80-100 g Zucker
Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung
Mehl, Milch und Eigelb zu einem Teig glattrühren. Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und zusammen mit der Sahne in der Masse untermengen. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, den Teig einfüllen, Rosinen einstreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C backen. Wenn die Unterseite des Schmarrens goldbraun ist, mit zwei Gabeln wenden und in ungefähr 3 cm große Stücke reißen. Mit Zucker bestreuen und fertig backen.

Zutaten
500 g Rhabarber
½ Stange Tahiti Vanille
10 Himbeeren
80 g Zucker
2 Stiele Minze
1 Sternanis
1 Messerspitze Vitamin C

Zubereitung Frühlingsrhabarber mit Minze und Vanille
Die Fäden von dem Rhabarber vorsichtig entfernen und die Rhabarberstangen in ungefähr 2 cm große Stücke schneiden. Den Rhabarber mit den Himbeeren, dem Zucker, dem Vanillemark, der Minze, dem Sternanis und dem Vitamin C mischen und flach in der Gerätekombination Chef Touch von KitchenAid im Vakuumierer einvakuumieren und im Dampf bei 62 °C bis zur gewünschten Konsistenz garziehen lassen.

Anrichten Kaiserschmarrn mit Frühlingsrhabarber, Minze und Vanille
Den Kaiserschmarrn noch warm mit dem Frühlingsrhabarber, der Minze und der Vanille anrichten.

Attila Conrad

Vom 3. – 8. Juli lockt die Fashion Week wieder zahlreiche Designer und „Fashionistas“ nach Berlin und verwandelt die Stadt sechs Tage lang in das Mode-Mekka Europas. Wer zwischen den Catwalks, Premieren und Fashion-Shows eine Stärkung braucht, kommt in der Brasserie Ganymed am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte auf den richtigen Geschmack. Küchenchef Attila Conrad und sein Team haben sich zur Modemesse ein besonderes 3-Gänge-Menü für Modebegeisterte und natürlich auch alle anderen Gäste ausgedacht. So wird das Fashionevent zum kulinarischen Genuss.

Als Vorspeise wird in der gemütlichen Brasserie eine Crépinette von der Wachtel, eine französische Wurstspezialität serviert. Dazu werden Safran-CousCous und Vanille-Tomaten gereicht. Zum Hauptgang können die Gäste wählen zwischen Coq au Vin auf Artischocken mit gebratenen Bohnenkernen und Kartoffel-Olivenstampf oder einem Orangen-Kabeljau in Bouillabaisse-Jus auf Austernpilzragout und Mirabellenrisotto. Das süße Finale bildet ein erfrischendes Grand Manier-Orangenparfait mit hausgemachtem Bananen-Mandeleis

3-Gänge Fashion Week-Menü im Ganymed

Crépinette von der Wachtel
Auf Safran-Couscous und Vanille-Tomaten
Coq au Vin auf Artischocken,
gebratene Bohnenkernen und Kartoffel-Olivenstampf
oder
Orangen-Kabeljau in Bouillabaisse-Jus
Auf Austernpilzragout und Mirabellenrisotto
Grand Manier-Orangenparfait mit hausgemachtem Bananen-Mandeleis

3-Gänge Fashion Week-Menü im Ganymed
vom 3. – 8. Juli 2012
für 37,50 Euro pro Person
Schiffbauerdamm 5, 10117 Berlin
Telefon: 030/28 59 90 46
Reservierung@ganymed-brasserie.de
www.ganymed-brasserie.de

Björn Freitag

Wenn die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, kriegen die Deutschen wieder Lust auf die erfrischende Sünde im Hörnchen. Rund 150 der verführerischen Kugeln isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Das sind ca. 7,7 Kilogramm Eis.

Am beliebtesten sind trotz aller ausgefallenen Neukreationen noch immer die italienischen Klassiker – angeführt vom Vanilleeis, dicht gefolgt von Schokolade.

Dabei wird Vanilleeis aus Vanille gemacht, Schokoladeneis aus Schokolade und Erdbeereis aus Erdbeeren, oder etwa nicht? Bei den großen Eis-Herstellern forscht Sternekoch Björn Freitag nach: Wie viel echte Vanille ist wirklich in der Familienpackung aus dem Supermarkt? Was genau kommt ins Eis rein? Warum ist Vanilleeis gelb? Und woher kommen die großen Qualitätsunterschiede?
„Der Vorkoster“ schaut hinter die Kulissen einer traditionellen italienischen Eisdiele. Wie wird hier das Eis zubereitet? Was ist das Geheimnis von leckerem Eis? Und warum wird die Kugel in der Eisdiele immer teurer?
Eis frittieren – klar geht das, der Sternekoch zeigt, wie Sie ganz einfach leckeres Eis selber machen und auch noch frittieren können.

WDR Fernsehen, Montag, 21.Mai 2012, 20.15 – 21.00 Uhr