Aruba: Eat Local Restaurant-Monat

Der Oktober steht auf Aruba unter dem Stern der Gastronomie. Den ganzen Monat über können Besucher und Einheimische beim zweiten “Eat Local Restaurant-Monat“ typische Spezialitäten kosten.

Die Vorbereitungen für den zweiten „Eat Local Restaurant-Monat“ auf Aruba laufen bereits auf Hochtouren: Den ganzen Oktober über können Gäste und Einheimische in ausgewählten Restaurants lokale Spezialitäten zu günstigen Preisen kosten. Ein Mittagessen ist für 15 US-Dollar zu haben, Abendessen liegen zwischen 30 und 40 US-Dollar.
Es werden keine Eintrittskarten oder Voucher benötigt, neugierige Gourmets können einfach in einem der insgesamt 62 teilnehmenden Restaurants ihr Lieblingsmenü bestellen. Alle Restaurants nehmen eigens für den Restaurant-Monat typisch arubanische Spezialitäten auf die Karte oder bauen ihr bestehendes Angebot an lokalen Gerichten aus.

Während die Initiative im vergangenen Jahr während einer Woche getestet wurde steht in diesem Jahr ein ganzer Monat im Zeichen der karibischen Köstlichkeiten. Ziel des Projekts ist es, die Küche der Karibikinsel, ein wichtiges Kulturgut mit Einflüssen aus über 90 Nationen, ins Rampenlicht zu stellen.

Die Aruba Tourism Authority hat den Restaurant Monat ins Leben gerufen, um mehr Restaurants davon zu überzeugen, auch landestypische Gerichte anzubieten. Weitere Informationen unter www.aruba.com/eatlocal

Aruba gehört zur Inselgruppe der niederländischen Antillen vor der Küste Südamerikas und ist ein ideales Ziel für Sonnenanbeter, Wassersportler, Naturfreunde und Kulturliebhaber. Wer sich an den endlosen Sandstränden satt gesehen hat, kann das Landesinnere mit seiner Flora und Fauna erkunden oder sich auf Entdeckungsreise in die koloniale Vergangenheit begeben. Mit einer herausragenden Gastronomie, einer ausgezeichneten Infrastruktur und einem breiten Angebot an Unterkünften kann die Insel selbst höchsten Ansprüchen gerecht werden. Ein karibisches Flair mit niederländischen Einflüssen schafft eine einmalige und absolut sichere Urlaubsatmosphäre, in der sich Groß und Klein gleichermaßen wohlfühlt.

www.aruba.de

Die Diagnose Zöliakie kann nur der Facharzt stellen

Bluttest und Biopsie geben Patienten Sicherheit

Bauchschmerzen und Durchfall sind typische Symptome einer Zöliakie, der Unverträglichkeit auf das Klebereiweiß Gluten. Es steckt in Getreide wie Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen. Bei Betroffenen verursacht Gluten Entzündungen im Dünndarm. Wer nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel regelmäßig Schmerzen oder Unwohlsein verspürt, dem rät Dr. Stephanie Baas, medizinische Beraterin der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V., den Gang zum Arzt: „Die Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen oder durch eine selbstverordnete glutenfreie Ernährung behandelt werden. Beides kann dem Körper schaden und Folgeerkrankungen auslösen“. Es sei daher entscheidend, dass Diagnose und Behandlung vom Facharzt vorgenommen werden.

Bei Patienten jeden Alters wird bei Verdacht auf Zöliakie ein Bluttest und eine anschließende Dünndarmbiopsie durchgeführt: „Das Blut wird auf Zöliakie-typische Antikörper untersucht. Deuten die Werte auf eine Zöliakie hin, bringt eine Magenspiegelung mit Probenentnahme aus dem Dünndarmarm Sicherheit“, erklärt Dr. Baas. Der Patient müsse sich jedoch unbedingt bis zur Diagnose glutenhaltig ernähren. Eine vorsorglich glutenfreie Ernährung verfälsche das Ergebnis.

Ein genetischer Test kann eine Zöliakie nicht bestimmen, jedoch zumindest ausschließen. „Leider werden manchmal immer noch Untersuchungen wie Stuhl- oder Speicheltests durchgeführt, die aber keine zuverlässigen Ergebnisse liefern“, warnt Dr. Baas. Ebenso wenig können Schnelltests aus der Apotheke oder IgG4-Allergietests, die bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingesetzt werden, eine Zöliakie anzeigen.
„Die falsche Diagnose aufgrund solcher Tests kann für den Betroffenen gravierende Folgen haben“, betont die Medizinerin. „Werden Betroffene nicht durch eine glutenfreie Ernährung behandelt, setzt sich die Entzündung im Dünndarm fort und kann weitere Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Laktoseintoleranz, Schilddrüsenerkrankungen oder Nahrungsmittelallergien hervorrufen. Ernähren sich gesunde Menschen aufgrund einer falschen Diagnose oder rein vorsorglich glutenfrei, kann auch dies zu Fehlernährung und Mangelerscheinungen führen.“
Um behandelnden Ärzten die Diagnose zu erleichtern, hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e.V. (DGVS) im vergangenen Jahr eine verbindliche Leitlinie zur richtigen Behandlung von Zöliakie in Deutschland herausgegeben.

Mit Fragen und für weitere Informationen über Zöliakie und ihre Diagnostik können sich Interessierte an die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. wenden: www.dzg-online.de

berlin tapas

Maritim proArte Hotel Berlin eröffnet Restaurant „berlin tapas“

Seit Juli bietet Maritim in der belebten Einkaufsmeile an der Friedrichstraße ein neues Restaurant mit Terrasse, in dem täglich typische Berliner Hausmannskost als „Tapas“ serviert wird.

Die Umgestaltung des bisherigen Bistro & Cafés in ein gemütliches Restaurant mit Außengastronomie hat nur wenige Tage gedauert und stellt nicht nur für die Hotelgäste eine Bereicherung dar. Gerade auch für Geschäftsleute aus umliegenden Büros, Berlin-Touristen oder Laufpublikum eignet sich das Restaurant ganz ideal für die Mittagspause, zum kurzen Verweilen nach dem Einkaufsbummel oder zum gemütlichen Dinner in Berlins Mitte. „berlin tapas“ ist geöffnet von Dienstag bis Samstag von 12 bis 23 Uhr sowie Sonntag und Montag von 12 bis 22 Uhr und bietet eine einzigartige Auswahl an deftiger Berliner Hausmannskost, wie beispielsweise Berliner Kalbsleber, Matjeshäckerle „Mitte Style“, geschmorter Kasslerbraten, Kartoffelpuffer – alles liebevoll angerichtet in kleinen Tapas-Schälchen. Kombiniert werden kann nach Lust und Laune als 3er, 6er oder 9er Variante: ob kalt oder warm, einzeln oder in Kombination – die Tapas eignen sich ideal als Snack, Vorspeise oder Hauptgericht. Eine Zusammenstellung von drei Schälchen gibt es für 12 Euro, sechs Schälchen für 18 Euro und neun Schälchen für 22,50 Euro. Nachmittags bietet das Restaurant eine Auswahl an Kuchen und Torten aus der hauseigenen Konditorei. Das besondere Angebot: ein Stück Kuchen oder Torte und dazu unbegrenzt Kaffee gibt es für nur sechs Euro.

Das einladende Interieur in warmen Rot- und Brauntönen, die Berlin-Bilder des Berliner Künstlers Franziskus und der Blick auf das bunte Treiben der Friedrichstraße machen das Berlin Feeling perfekt. Wer auch gerne mobil surft oder entspannt arbeiten möchte ist hier gut aufgehoben, denn es steht kostenfreies WLAN zur Verfügung.

www.maritim.de

Steinzeit-Diät

Das Interesse an der „Steinzeiternährung“ ist in den vergangenen Jahren neu erwacht. Verfechter des so genannten Paläo-Prinzips (von „Paläozoikum“ = Erdaltertum) empfehlen, sich nach dem Vorbild unserer Vorfahren aus dieser Zeit zu ernähren. Für die steinzeitlichen Gene des Menschen komme nur steinzeitliche Kost in Frage. Doch „die heutigen Lebensbedingungen sind fundamental anders als in der Steinzeit und erfordern eine zeitgemäße Ernährung“, widersprach Professor Claus Leitzmann dieser These auf der Fachtagung des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) in Gießen. Auch die Grundlagen dieser Theorien sind zu einseitig. Der Mensch sei zwar ein Omnivor, sprich ein Allesfresser, und ein Opportunist nach dem Motto „iss, was du kriegst“, eine Haltung, die über Jahrmillionen sein Überleben gesichert hat, aber unsere Organe sind eindeutig pflanzlich geprägt.

Die Evolution unserer Ernährung umfasst eine sehr viel längere Zeitspanne als die Steinzeit, die vor 2,6 Millionen Jahren anfing und vor etwa 10.000 Jahren endete. Die ersten Säugetiere tauchten bereits vor etwa 150 Millionen Jahren auf und die ersten Primaten, unsere nächsten Verwandten im Tierreich, vor etwa 55 Millionen Jahren. „Wenn man bedenkt, wie sich unsere sehr frühen Vorfahren ernährt haben und unsere Verwandten im Tierreich heute noch ernähren, dann zeigt sich, dass es eine überwiegend pflanzliche Kost war und ist“, informierte der Mitbegründer der Gießener Konzeption der Vollwert-Ernährung. Das könne man anhand anatomischer und physiologischer Gegebenheiten sehr gut nachvollziehen, wenn man typische Fleischfresser und typische Pflanzenfresser aus dem Tierreich mit dem Menschen vergleicht.

Der Speichel von Fleischfressern ist wässrig, der von Pflanzenfressern dagegen enthält Enzyme, die Kohlenhydrate abbauen. Auch Zähne, Zunge, Magen und Darm unterscheiden sich deutlich. Bei diesem Vergleich falle der Mensch ganz eindeutig in die Gruppe der Pflanzenfresser. „Das wichtigste Argument ist für mich, wie unsere Organe beschaffen sind, nämlich größtenteils geprägt durch pflanzliche Kost. Diese Erkenntnis reicht weiter als die Paläo-Diät, denn unsere Organe haben sich in den letzten zwei Millionen Jahren im Gegensatz zu unseren Genen sehr wenig verändert“, so Leitzmann.

Es sei nicht auszuschließen, dass es Zeiten gegeben hat, in denen sich die Menschen überwiegend von Fleisch ernährt haben. Doch dies bedeute nicht, dass sich unsere Organe in dieser Zeit in Richtung Fleischfresser wesentlich verändert hätten. Auch die Tatsache, dass Menschen kein Vitamin C bilden können, spricht für die kontinuierliche Aufnahme pflanzlicher Kost. „Wir verbringen den ganzen Tag vor dem Computer. Das ist in der Natur nicht vorgesehen. Deshalb müssen wir überlegen, wie hat uns die Evolution geschaffen, welche Erkenntnisse stehen uns heute zur Verfügung, welchen Lebensstil führen wir, und dann die Schlussfolgerung ziehen.

Was bleibt, ist die Empfehlung zu überwiegend pflanzlichen und wenig tierischen Produkten, sprich statt Mammutsteaks reichlich Gemüse und Nüsse, gewisse Mengen an Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten sowie Kräuter und Rohkost – Obst und fermentierte Produkte. Das wäre die Lösung“, daran besteht für den Experten, der in Deutschland zu den renommiertesten Ernährungswissenschaftlern zählt, kein Zweifel.
Irmingard Dexheimer, www.aid.de

Kulinarische Reisen in zehn europäischen Metropolen

Was sind eigentlich typische Speisen in Prag und Venedig? Jede Stadt hat ihren eigenen Gusto und besondere kulinarische Geschmackserlebnisse zu bieten. Unter dem Motto „Kulinarisch genießen“ hat TUI für Feinschmecker 14 köstliche Erlebnispakete in zehn europäischen Metropolen kreiert. In Berlin, Barcelona, Budapest, Hamburg, München, Prag, Rom, Stockholm, Venedig und Wien genießen Gourmets typische Delikatessen, Mehr-Gänge-Menüs, Kochkurse und kulinarische Ausflüge zu den Gourmet-Hotspots der Stadt. Weil die Städte nicht nur Kulinarisches zu bieten haben, werden die City-Erlebnispakete ergänzt durch Stadtrundgänge und Reiseführer. Dank spezieller City Cards in ausgewählten Städten sind öffentliche Verkehrsmittel kostenfrei und viele Sehenswürdigkeiten ermäßigt.

Panierter Karpfen, Krautsuppe oder die pfannkuchenähnlichen Dalken sind ein echter „Prager Genuss“. Im gleichnamigen Erlebnispaket lernen Reisende diese und andere Speisen kennen, zum Beispiel beim Drei-Gänge-Menü im bekannten Brauhaus „Novometsky pivovar“. Eine romantische Schifffahrt auf der Moldau mit Buffet und Live-Musik ist ebenso im Erlebnispaket inbegriffen wie ein Reiseführer, ein kostenloser Flughafentransfer oder freies Parken im Hotel. Drei Übernachtungen im Vier-Sterne K+K Hotel Fenix inklusive Frühstück und dem Paket „Prager Genuss“ sind ab 299 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.

Selbst gekocht wird in Venedig: Bei einem vierstündigen Kochkurs werden typisch venezianische Gerichte mit Zutaten der Umgebung zubereitet. Mit dem Vaporetto-Ticket für 72 Stunden sind alle Sehenswürdigkeiten Venedigs bequem und kostenfrei per Boot oder Stadtbus erreichbar. Eine Weinverkostung und ein Reiseführer runden das Erlebnispaket ab. Drei Nächte im Vier-Sterne-Hotel Concordia inklusive Frühstück und dem Paket „Venezianische Gaumenfreuden“ kosten ab 419 Euro pro Person im Doppelzimmer.

zu buchen bei Opodo www.gourmet-report.de/goto/opodo-reisen oder http://www.gourmet-report.de/goto/lasminute-de

Italien kulinarisch

Eine kulinarische Reise für Gourmets

Auf insgesamt 2300 Kilometern erwartet Reisende zwischen der Emilia Romagna, der Lombardei und dem Veneto ein wahres Paradies feinster italienischer Köstlichkeiten. Aus den Provinzen Modena, Ferrara, Reggio Emilia, Bologna, Mantua, Rovigo und dem Po-Delta kommen die besten Weine und Speisen Italiens.

Ob Parmesan, Parmaschinken, Gran Padano, Mortadella, Balsamico oder Vongole – mittlerweile haben viele italienische Produkte auch in deutsche Küchen Einzug gehalten und sind von Speisekarten nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es immer noch viel Neues zu entdecken. So liebte Greta Garbo beispielsweise die „Salama da Sugo“, ein Meisterwerk der ferrareser Küche, eine Mischung aus gehacktem Schweinefleisch, Rotwein, Salz, Pfeffer und einigen anderen Gewürzen, deren Zusammensetzung kein Metzgermeister Ferraras preisgeben würde. Typisch ist auch der Stör aus dem Po, zu finden in Rovigo und in dem gesamten Gebiet der Po-Ebene: gekocht, geschmort, frittiert und gebraten. Die Eier ergeben einen exquisiten Kavia. Aber auch die „Crespone“ Salami oder der Birnen- und Apfelmostarda sind typische Produkte der Mantuanischen Küche.

Eine Rundreise durch die einzelnen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Provinzen gibt einen Vorgeschmack auf die zahlreichen kulinarischen Besonderheiten.

Bologna
Bologna, gelegen am Fuße der Apenninen, wird wegen des gehaltvollen Essens auch „la grassa“ („Die Fette“) genannt. Das bekannteste Gericht der Universitätsstadt dürfte wohl die berühmte Bolognese sein. Das Original-Rezept der Nudelsoße wird übrigens in der städtischen Handelskammer zusammen mit einer goldenen Tagliatelle und den offiziellen Maßangaben für gekochte Tagliatelle (eine Breite von 8 Millimetern, also genau ein 12,270tel der Höhe des Asinelli Turmes in Bologna) aufbewahrt. Wer die Zubereitung der Bolognese von der Pike auf lernen möchte, ist bei der renommierten Vecchia Scuola Bolognese von Alessandra Spisni gut aufgehoben. In der Kochschule lernt man die traditionelle Art Bologneser Pasta herzustellen. Um den passenden Wein zum Essen zu wählen, bietet sich ein kurzer Abstecher nach Castelbolognese an, wo ungefilterter Trebbiano-Wein in Terrakotta-Gefäßen reift und so seinen einzigartigen Geschmack erhält.

Ferrara
Ferrara ist eine der wenigen Städte Italiens aus nichtrömischer Gründung – die oberitalienische Stadt entstand bereits im Mittelalter. Hier befindet sich „Al Brindisi“, das älteste Wirtshaus der Welt; direkt neben der Kathedrale der Stadt. Wann genau die Enoteca entstand ist unklar. Bei der Erbauung der Kathedrale im Jahr 1100 kehrten jedoch Bauarbeiter hier bereits ein. Das Restaurant ist der perfekte Ort um typische Spezialitäten wie „Salama da Sugo“, Kürbis-Cappellaci oder „Coppia Ferrarese“, das berühmte Brot der Region, zu kosten.

Modena
Wahre Kenner sollten bei einem Besuch in Modena keinesfalls den Mercato Albinelli verpassen. Im Jahr 1931 erbaut, beherbergen die Markthallen aus Stahl und Glas die besten Produkte der Region: Balsamico, Parmesan, Lambrusco, Tortellini, Amaretti oder Vignola-Kirschen. Wer etwas Neues ausprobieren möchte, sollte unbedingt in der Salumeria Giusti vorbeischauen. Hier gibt es Original-„Zampone“, köstlich gefüllte Schweinsfüße, und „Cotechino“, eine herzhafte Kochwurst aus Schweinefleisch. Ein wahrer Genuss ist auch der „Culatello di Zibello“. Der Schinken wird in Handarbeit aus dem Fleisch schwarzer Schweine hergestellt, mit Knoblauch und Rotwein eingerieben und trocknet dann an der feuchten Luft des Po-Deltas.
Reggio Emilia

Dass Nahrungsmittel auch heilende Wirkung haben, ist seit langem bekannt. Die „Arnaldo Clinica Gastronomica“, ein Hotel und Restaurant, hat sich diese Eigenschaft zu Nutze gemacht. Der Gründer Arnaldo Degoli traf sich regelmäßig mit einem Doktor der nahegelegenen Klinik und stellte fest, dass die Patienten immer sehr unglücklich das Krankenhaus verließen, während die Gäste seines Hauses stets fröhlich und energiegeladen waren. Seitdem gilt „Gutes Essen hält Leib und Seele beisammen“ und üppige Gerichte von Pasta über Suppen bis hin zu gekochtem Fleisch in den traditionell reichhaltigen Saucen kurieren jedes Unwohlsein. Ein Stück des berühmten „Spongata“, einem Kuchen mit getrockneten Früchten, Biskuit, Gewürzen und Honig, rundet jedes Menü perfekt ab. Das Gebäck wird bereits seit 1863 von Hand hergestellt und war der Lieblingskuchen von Giuseppe Verdi.

Mantua und Polesine
Allein in der Provinz Mantua gibt es entlang von mehr als 300 Kilometern schönster Panoramastraßen beste Nahrungsmittel und typische Gerichte zu entdecken. Parmesan und Gran Padano sind mittlerweile in aller Munde. ein Muss sind allerdings die gefeierten Kürbis-Tortellini mit „Mostarda Mantovana“. Der Senf aus eingekochten Sirup-Früchten löst eine wahre Geschmacksexplosion aus und ist auch zu gekochtem Fleisch hervorragend. Wer Appetit auf Fisch hat, ist in Polesine gut aufgehoben. Aal und frischer Fisch sind eine besondere Spezialität, ebenso wie der Stör aus der Po-Ebene. Er wird gekocht, gebraten oder gegrillt gegessen und seine Eier ergeben einen exquisiten Kaviar.

Wer sich bei all den Möglichkeiten und Köstlichkeiten nicht entscheiden kann, besucht am besten eines der 20 Musei del Gusto – Museen, die lokale Spezialitäten und Weine zur Verkostung anbieten und über Anbau, Verarbeitung und Rezepte informieren. Eine Reise in die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Region lässt Reisende die Kultur und Geschichte Italiens neu entdecken – eine Erfahrung für alle Sinne.

Weitere Informationen finden Sie unter www.emiliaromagnaturismo.it; www.turismomantova.it; www.deltapocard.it

Heiße Esskastanien

Wenn die Blätter fallen und die Tage kühler werden, stimmen frisch geröstete Esskastanien auf die dunkle Jahreszeit ein. Erst durch das Rösten oder Kochen wird das Schalenobst weich und entwickelt das typische leicht süßliche Aroma. Im Mittelalter dienten die stärkereichen Esskastanien als Grundnahrungsmittel für die ärmere Bevölkerung und wurden auch „Brot des kleinen Mannes“ genannt. Inzwischen haben sich die aromatischen Früchte zu einer begehrten Delikatesse entwickelt.

Ganz einfach lassen sich die kleinen braunen Schalenfrüchte im Backofen rösten und als herbstliche Knabberei genießen. Dazu werden die Kastanien vor der Zubereitung mit einem kleinen scharfen Messer kreuzweise angeritzt, auf ein Backblech gelegt und je nach Größe etwa 15 Minuten bei 180 bis 200 Grad geröstet, bis sich die Schale nach außen biegt. Am besten schält man die Früchte, solange sie noch heiß sind und entfernt auch die pelzige Innenhaut.

Esskastanien schmecken aber nicht nur pur, sondern auch püriert als Beilage zu Wildgerichten, als Füllung für Gans und Truthahn, im Risotto und mit Rot- oder Rosenkohl. Für eine cremige Kastaniensuppe werden die Früchte rund zehn Minuten in heißem Wasser vorgekocht, geschält und in eine Gemüsebrühe mit Zwiebeln, Speck, Nelken und Zimt gegeben. Anschließend wird die Suppe passiert und mit einem Schuss Sahne verfeinert. Auch Süßspeisen, Gebäck und Kuchen lassen sich hervorragend mit Esskastanien zubereiten, wobei Honig oder Ahornsirup deren nussige Note noch verstärken. Ein Klassiker aus Frankreich ist die Maronenkonfitüre – als Brotaufstrich, im Pfannkuchen oder im Dessert.

Im Handel sind frische Esskastanien von September bis März erhältlich. Hochwertige Früchte haben eine glatte, glänzende Schale und fühlen sich schwer an. Sie sollten nicht länger als eine Woche bei Raumtemperatur gelagert werden, da sie ansonsten keimen und ihr Aroma verlieren.

Kastanienliebhaber können aber auch im Wald wilde Früchte finden. Erst wenn die stacheligen Fruchthülsen aufplatzen und die Kastanien auf den Boden fallen, sind sie reif. Am besten lässt man das frische Schalenobst ein paar Tage an einem luftigen Ort trocknen, damit ein Teil der Stärke verzuckert und es noch süßer schmeckt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Trend in Berliner Restaurants

Die deutsche Küche ist seit gut zwei Jahren wieder „in“. Lange orientierte man sich in ganz Deutschland an den Küchen anderer Länder, etwa Frankreich oder Italien. Im Zuge des Trends zu „Bio“ und der damit verbundenen Besinnung auf regionale Produkte entdeckten die jungen Küchenchefs die Speisen von Großmutter wieder, machten sie leichter und gaben ihnen neuen Schwung. Die Berliner Köche gehörten zu den Ersten, die mit dem arbeiteten, was vor den Toren der Hauptstadt wächst, etwa Gemüse wie „Teltower Rübchen“, Havelländer Apfelschwein, Fisch aus der Müritz oder Wild aus der Schorfheide.

Ein phantastisches Beispiel dafür, dass aus diesen Produkten ein Spitzenmenü werden kann, ist das „Fräulein Fiona“ in Charlottenburg. Oder auch das „Volt“ in Kreuzberg im 1928 erbauten Umspannwerk Kreuzberg am Landwehrkanal. Küchenchef Matthias Gleis kombiniert Zutaten vorsichtig, so dass der Gaumen nicht mit Aromen überfordert wird, sondern diese sich vortrefflich ergänzen – hochraffiniert! Eine Kostprobe: Kohlrabisuppe mit Curry und gebratener Garnele oder Schwarzfederhuhn an Erbsen, Pfifferlingen, Karotten und Muskatblüte.

Eines der sensationellsten Restaurants, von Gourmetkritikern bejubelt und noch ein Geheimtipp ist das „Naked Lunch“. Keine Sorge, hier muss sich niemand beim Essen ausziehen, vielmehr geht es darum, regionale Produkte pur hervorzuheben. Die Küche ist eine Sensation, herrlich unaufgeregt und dabei enorm kunstvoll: Matjesfilets mit Apfel-Zwiebel-Schmand und Bratkartoffeln zum Beispiel erinnern an Großmutters Kochkunst und geben ein wunderbares Heimatgefühl, haben aber auch diesen leichten Kick von Modernität und Frische. Gekonnt werden auch die selbstgemachten Möhrengnocchi mit Orangen-Salbeibutter zubereitet, fruchtig, kräftig, würzig und doch unschlagbar dezent. Und: Regionale, moderne Kost trifft auf typische Berliner Architektur. Das Restaurant liegt versteckt im zweiten Hinterhof in der Anklamer Straße in Mitte.

Wurst und Bier – das halten viele Menschen im Ausland für deutsche Kost. Stimmt! Das „Meisterstück“ zeigt, wie vielfältig beides sein kann und serviert Würstchen in allen Variationen, etwa auch mit Lachs als Inhalt. Außerdem gibt es die typisch deutsche „Stulle“ – Brot mit „was drauf“, zum Beispiel Gewürzkrustenbrot mit Honig-Senf-Aufstrich mit jungem Lauch und Gartenkresse. Das Bierangebot besteht vor allem aus Craft Bier, handgebrauten Biersorten in Kleinauflagen. Eine Portion Humor gibt’s obendrauf: Die Wände des urig-schicken Restaurants sind voll mit Kuckucksuhren, und zwar von traditionellen bis zu modernen Ausgaben.

Dirk Maus

Auf dem Sandhof bewegt sich etwas.

Sternekoch Dirk Maus hat die historische Zehntscheune in Heidesheim gekauft und mit Zustimmung und Unterstützung der Denkmalpflege den Dachstuhl grundsaniert (ausgebessert, was auszubessern war und vom alten, geflößten Gebälk erhalten, was noch zu erhalten war). So konnte ein einmaliges Beispiel regionaler Handwerkskunst erhalten werden. Die Biberschwanzziegel der 1. Stunde die noch auf der klostereigenen Ziegelhütte vor 250 Jahren gebrannt worden waren, mussten ersetzt werden. Leider ging damit auch die typische jahrhundertealte Patina verloren, berichtet die Webseite www.historischesheidesheim.de

Nach einer moderaten Umgestaltung des Innenbereichs – die alte, denkmalgeschützte Mühle aus den Jahren nach 1800 wird erhalten – soll hier u.a. ein modernes Kochstudio entstehen, so die Gerüchteküche.

www.dirk-maus.de

Kirschenfest an der Kvarner Adria

12. Kirschenfest in Lovran
Im milden Klima der kroatischen Ferienregion Kvarner gedeiht eine ganz spezielle Kirschsorte, die im Frühsommer mit einem großen kulinarischen Fest gefeiert wird.

Eine besondere Süße zeichnet diese dunklen Kirschen aus, die im Mikroklima der Kvarner Bucht mit den nächtlichen kühlen Winden vom Ucka-Gebirge optimal heranreifen. Die traditionellen „Kirschtage“ Anfang Juni verwandeln den historischen Villenort Lovran bei Opatija zur Pilgerstätte für Naschkatzen. Einwohner des bezaubernden Ortes bieten auf den Plätzen der Altstadt, in Cafés und Restaurants saftige Kirschen, Kirschkuchen und zahlreiche weitere regional-typische Kirschgerichte an.

Den Höhepunkt bildet am Eröffnungstag das große „Fest der Kirschen von Lovran“ auf dem feierlich geschmückten Hauptplatz, dessen abschließenden Höhepunkt der Genuss eines gigantischen, 20 m langen „Lovran-Strudels“, begleitet von Aufführungen heimischer Folklore-Ensembles, darstellt. www.tz-lovran.hr