Tomaten

Tomate ist das beliebteste Gemüse

Die Tomate ist weiterhin das beliebteste Gemüse der Deutschen. In den vergangenen Jahren hat jeder Bürger knapp 25 Kilogramm frische und verarbeitete Tomaten pro Jahr gegessen. Das geht aus vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 waren es 8,5 Kilogramm Frischware und 16,4 Kilogramm Verarbeitungserzeugnisse. In diesem Zeitraum wurden 1,7 Millionen Tonnen verarbeitete Produkte eingeführt, davon 1,3 Millionen Tonnen Tomatenmark.

Die Tomate gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Früchte sind reich an positiven Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Vitamin C, Carotin, Kalium, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren. Das Sortiment ist vielseitig. Inzwischen kaufen Verbraucher immer häufiger kleinere Tomatentypen wie Cherry-, Cocktail- und Kirschtomaten sowie kleinere Strauchtomaten. Kinder naschen gerne mundgerechte Früchte wie die ein bis zwei Gramm leichten Johannisbeertomaten. Seit einigen Jahren wird auch die Fleischtomate wiederentdeckt, die besonders viel Fruchtfleisch hat. Die großen süßen Früchte schmecken in selbstgemachten Suppen und Soßen, im Eintopf, gefüllt mit Reis, aber auch im Salat oder als Brotbelag.

Einheimische Tomaten sind von Mai bis Oktober erhältlich, Hauptsaison ist von Juni bis August. Der Bedarf wird aber hauptsächlich aus Importen gedeckt. Im Jahr 2014 hat Deutschland mehr als 700.000 Tonnen Tomaten nach Deutschland eingeführt – sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 645.000 Tonnen stammten aus den EU-Mitgliedstaaten, in erster Linie aus den Niederlanden (390.000 t) und Spanien (164.000 t). Außerhalb der EU war Marokko mit knapp 50.000 Tonnen ein wichtiges Lieferland.
Heike Kreutz, www.aid.de

Ina Finn

Herbstlicher Rinder-Schmortopf mit passenden Weintipps aus den Côtes du Rhône von Sommelière Ina Finn

Die Tage werden kürzer, letzte warme Sonnenstrahlen erinnern an den vergangenen Sommer. Kühle Abende ersetzen die Sommerhitze und es beginnt die Zeit für deftige Eintöpfe, Braten, Quiches und Tartes. Zu solch herzhaften Gerichten passen besonders kräftige und charaktervolle Weine – typische Eigenschaften der Rotweine aus dem Anbaugebiet Côtes du Rhône und Côtes du Rhône Villages im Süden Frankreichs. Mit einer Daube de Boeuf (Rinderschmorbraten mit Rotwein und Rosmarin) und den passenden Weintipps aus den Côtes du Rhône von Sommelière Ina Finn können Sie auch die kalten Tage auf mediterrane Art genießen.

Daube de Bœuf
(Rinderschmortopf mit Rotwein und Rosmarin für 4 Mini-Cocotten)

400 g Rinderschulter, in vier Teile zerteilt
4 Scheiben durchwachsener Speck (à 25 g)
2 kleine Rosmarinzweige, jeweils in zwei Hälften geschnitten
4 Möhrenscheiben (je ½ cm dick)
6 mittelgroße Champignons, in Scheiben geschnitten
4 ungeschälte Knoblauchzehen
2 kleine Kartoffeln (Drilling), in zwei Hälften geschnitten
1 EL Tomatenmark
60 ml Kalbsfond
120 ml Rotwein
Salz und Pfeffer nach Geschmack
4 Mini-Cocotten

Den Ofen auf 180 °C vorheizen. In jede Mini-Cocotte ein Stück Rinderschulter legen, mit einer Speckscheibe bedecken und mit Rosmarin spicken. Eine Kartoffelhälfte, eine Möhrenscheibe, die Champignonscheiben und eine Knoblauchzehe dazugeben. Das Tomatenmark, den Kalbsfond und den Rotwein in einer Schüssel verrühren. Die Mischung über die Zutaten in den Mini-Cocotten gießen und pfeffern. Im Ofen zugedeckt 45 Minuten lang garen lassen.

Tipp: Passt als Vorspeise oder als Fleischgang für ein Degustationsmenü.

Der 5. Geschmackssinn: Umami

„Mmh – Ist das lecker!“, diesen Ausruf wünscht sich jeder Koch, wenn das Essen auf dem Tisch steht und der Gast zum Besteck greift. Doch was ist verantwortlich für guten Geschmack und wie kann man ihn beeinflussen? Umami lautet das Stichwort, das immer häufiger genannt wird. Der natürliche Geschmacksverstärker – zum Beispiel in Tomaten reichlich vorhanden – kann den Geschmack heben und so einem Gericht das gewisse Etwas geben.

Die vier Geschmacksrichtungen salzig, sauer, süß und bitter sind allen bekannt, doch immer häufiger spricht man von einem 5. Geschmackssinn: Umami. Anfang des 20. Jahrhunderts stieß der japanische Geschmacksforscher Kikunae Ikeda auf die Geschmacksrichtung Umami und fand heraus, dass die Geschmackskomponente durch natürliches Glutamat beigesteuert wird. Hohe Konzentrationen findet man in Tomaten oder auch in der Muttermilch.

Nur wenige können das Aroma von Umami zum Beispiel in Tomaten ausmachen, dennoch ist er einer ihrer wichtigsten Geschmacksbestandteile. „Mit 140 mg pro 100g enthalten Tomaten sehr viel natürliches Glutamat. Daher kann man sie quasi als Geschmacksverstärker einsetzen,“ erläutert Sensorik-Experte Stephan Schöller aus Bodenheim.

In der modernen Küche wird dieses Wissen gezielt eingesetzt: Umami ist eine wichtige Ergänzung zu den anderen vier Geschmacksrichtungen. Allein schmeckt man es kaum, aber in Kombination mit anderen erhöht es deren Aromen. „Das natürliche Glutamat unterstreicht den Eigengeschmack von Lebensmitteln. Deshalb mag Tomaten-Bolognese-Soße fast jeder: Die Kombination von Tomate, Käse und Fleisch empfinden wir als ausgesprochen lecker, da alle drei Zutaten viel natürliches Glutamat enthalten und einen starken Umami-Geschmack haben. Daher ist bei der Rezeptentwicklung auch der Umami-Geschmack ein wichtiger Bestandteil; er macht Geschmackskomponenten stimmig“, erläutert Gerald Zogbaum, Sterne-Koch und Inhaber der Küchenwerkstatt in Hamburg.

„Mit der Tomate holt man das Beste aus vielen Zutaten heraus – sie bietet den Geschmacksknospen ein Festival der Sinne,“ so Schöller. So erfreuen sich Tomaten-Umami-Pasten immer größerer Beliebtheit. Sie können auf vielfältige Weise eingesetzt werden: Mit Butter glattgerührt auf frischem Brot, mit etwas Brühe vermischt über frischer Pasta oder als Würz-Paste in Soßen, Suppen oder zum Marinieren.

Rezepttipp:

Tomaten-Umami-Paste

Zutaten
300 g Roma-Tomaten
50 g entsteinte schwarze oder grüne Oliven
1 EL Kapern
2 Anchovisfilets
2 Knoblauchzehen
1 EL Steinpilzpulver
50 g Walnüsse
50 g geriebener Parmesan-Käse
1 EL Tomatenmark
½ TL getrocknete Kräuter der Provence (nach Belieben)
1 Spritzer Zitronensaft
Rapsöl
Salz nach Belieben
1 Prise Zucker nach Belieben

Zubereitung

Die Tomaten waschen, halbieren, Stängelansätze herausschneiden und die Tomaten würfeln. Tomaten in einen kleinen Topf geben und bei schwacher Hitze etwas einköcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen. Den Tomatensaft abgießen und beiseite stellen.

Die Tomaten in einen Blitzhacker geben. Die Oliven würfeln und zu den Tomaten geben. Kapern und Anchovisfilets dazugeben. Knoblauch schälen und mit dem Steinpilzpulver, den Walnüssen und dem Parmesan in den Blitzhacker geben. Das Ganze zu einer grobkörnigen Paste verarbeiten.

Tomatenmark, Kräuter und Zitronensaft zugeben und die Zutaten noch einmal gründlich vermengen. Etwas Öl und ggf. etwas vom Saft der Tomaten unterrühren (die Paste darf aber nicht zu dünn werden). Die Umamipaste nach Belieben mit Salz (vorher unbedingt probieren, da Kapern und Anchovisfilets schon sehr viel Salz enthalten) und einer Prise Zucker abschmecken. In kleine Gläser mit Schraubverschluss füllen und mit etwas Öl bedecken. Fest verschließen. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

Cook.a.vision – Kochwettbewerb

Bei dem Wettbewerb mit Tim Mälzer wird die pfiffigste Idee für ein Menü mit einer Reise nach Hamburg und einem Besuch im Restaurant des TV-Kochs belohnt.

Tim Mälzer wird aus den eingereichten Vorschlägen das originellste Rezept auswählen und den Gewinner / die Gewinnerin in seinem Restaurant bewirten. Der Wettbewerb endet am 14. November 2010.

* Kalbsoberschale
(ein Teilstück von der Innenseite der Keule)
* Champignons
* Brokkoli
* kleine festkochende Kartoffeln
* Zusätzlich können Sie drei Zutaten frei wählen
* Freie Basics:
Salz, Pfeffer, Zucker, Butter, Öl, Eier, Mehl, Tomatenmark, Weißweinessig und Knoblauch.

Alle eingereichten Rezepte nehmen an einem bundesweiten Wettbewerb teil und werden nach einer redaktionellen Prüfung auf dieser Webseite veröffentlicht.

Hier Rezept Ihr Rezepz uploaden:
http://web.ard.de/userbox2/index.php/galerien/kochwettbewerb-2010/hochladen/daten

Polettos Kochschule

Eine neue Folge von Polettos Kochschule erwartet Sie am heutigen Samstag, 08. Mai 2010 um 18.15 Uhr im SR Fernsehen: Grundkurs Kalbfleisch geschmort

Geschmorte Kalbshaxe
Zutaten (für 4-6 Personen):

  • 1 ca. 2 kg schwere Kalbshaxe
  • je 200 g Möhren, Schalotten und Staudensellerie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 in Öl eingelegte Sardellenfilets
  • 2 Bio-Zitronen
  • 1 Zweig Rosmarin
  • einige Zweige Thymian
  • Meersalz
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Kaffir-Limettenblätter
  • 1 Lorbeerblatt
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 400 ml Kalbsfond
  • aus der Mühle: Pfeffer
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • Fleur de sel

Schalotten schälen, Möhren putzen und schälen, Sellerie putzen und waschen. Knoblauch schälen. Alles in Würfel schneiden. Sardellen abtropfen lassen und fein hacken. Zitronen heiß abwaschen und trocken reiben. Von einer Zitrone einen etwa zehn Zentimeter langen Streifen Schale abschälen. Kräuter waschen und trocken schütteln. Den Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen.

Haxe waschen, trocken tupfen und salzen. Einen Bräter erhitzen, das Öl dazugeben und die Haxe darin ringsherum braun anbraten. Dann die Haxe herausnehmen und das gewürfelte Gemüse im Bratfett anrösten. Gehackte Sardellen und Tomatenmark unterrühren und kurz mitbraten. Zitronenschale, Limettenblätter, Kräuterzweige, Lorbeerblatt und Wein dazugeben, alles etwa auf die Hälfte einkochen lassen.

Kalbsfond angießen, aufkochen und die Haxe wieder in den Bräter legen. Haxe im Ofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 30 Minuten, danach jeweils 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft 160 Grad), bei 160 Grad (Umluft 140 Grad) und bei 140 Grad (Umluft 120 Grad) braten. Die Haxe zwischendurch immer wieder mit Bratenfond begießen.

Haxe aus dem Bräter nehmen, einige Minuten ruhen lassen. Bratenfond durch ein Sieb gießen und etwas einkochen lassen. Nach Belieben ein bis zwei Esslöffel kalte Butter unterrühren und die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Petersilie waschen und trocken schütteln, Blätter abzupfen und fein schneiden. Schale der restlichen Zitrone fein abreiben und mit der Petersilie mischen. Das Fleisch vom Knochen schneiden, mit etwas Fleur de sel, Pfeffer und der Zitronen-Petersilien-Mischung bestreuen und mit der Soße anrichten.
Dazu passen zum Beispiel Gnocchi.

Tipp:
Wer möchte, kann das mitgeschmorte Gemüse auch durch ein Sieb oder die flotte Lotte in die Soße passieren. Das gibt ihr etwas Bindung und einen besonders kräftigen Geschmack.

Kalbsgulasch mit Chorizo und Paprika

Zutaten für 4 Personen

  • 800 g aus der Keule oder Schulter Kalbsgulasch
  • 200 g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Chorizo
  • einige Zweige Thymian
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • Meersalz
  • aus der Mühle: Pfeffer
  • mildes Paprikapulver oder Piment d’espelette
  • 100 ml Weißwein
  • 1 kleine Dose geschälte Tomaten
  • 200 ml Kalbsfond
  • 1 Glas gegrillte Paprikaschoten
  • 1-2 TL Sherry-Essig

Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Zwiebeln in Streifen, Knoblauch in Scheiben schneiden. Chorizo häuten und würfeln. Thymian waschen und trocken schütteln. Die Blättchen von den Zweigen streifen.

Das Öl in einem Schmortopf erhitzen. Die Chorizo darin knusprig anbraten und herausnehmen. Das Fleisch ins Bratfett geben, ringsherum anbraten und herausnehmen.

Zwiebeln und Knoblauch im Bratfett etwa fünf Minuten andünsten. Thymian und das Tomatenmark unterrühren und kurz mitbraten. Fleisch wieder dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Piment d’espelette würzen. Wein dazugeben und kurz einkochen lassen.

Geschälte Tomaten grob zerkleinern und mit ihrem Saft und Kalbsfond zum Gulasch dazugeben, aufkochen. Zugedeckt etwa 30 Minuten schmoren lassen.
Paprika abtropfen lassen und in breite Streifen schneiden. Paprika und angebratene Chorizo unter das Kalbsgulasch heben und kurz erhitzen. Mit Salz, Pfeffer und Sherry-Essig abschmecken.

Dazu passen Pappardelle.

© Saarländischer Rundfunk

Rezept : Toast mit Gemüse-Tomaten-Aufstrich auf Salat

Toast mit Gemüse-Tomaten-Aufstrich auf Salat

Zutaten für 4 Personen:
4 Stiele Basilikum
6 Stiele Oregano
250 g Arla Kærgården (gesalzen oder ungesalzen)
1 EL Tomatenmark
Edelsüß-Paprika
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
4 Scheiben Toastbrot
100 g Salatgurke
1/2 Kugel (60 g) Mozzarella-Käse
Blattsalat zum Garnieren

Zubereitung:
Kräuter waschen, trocken schütteln, Blättchen – bis auf etwas zum Garnieren – von den Stielen
zupfen und hacken. Arla Kærgården, Tomatenmark und Kräuter verrühren. Mit Paprika, Salz und
Pfeffer abschmecken. Brotscheiben toasten. Gurke waschen, putzen, der Länge nach halbieren
und in Scheiben schneiden. Mozzarella in kleine Stücke schneiden. Brot in je 3 Streifen
schneiden. Kærgården-Mischung in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf die
Brotstreifen spritzen. Mit Gurke und Mozzarella belegen, mit Pfeffer würzen. Übrige Kærgården-
Mischung in einer mit Salat ausgelegten Schale anrichten. Auf einer Platte servieren und mit
dem übrigen Oregano garnieren.

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Pro Portion ca. 1420 kJ, 340 kcal. E 5 g, F 30 g, KH 13 g

Rezept: Szegediner Fasskraut-Gulasch

Szegediner Fasskraut-Gulasch (4 Portionen)

Zutaten:
4 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
400g Schweinefleisch
400g Rindfleisch
60g Butter
Salz, Pfeffer
Paprika, rosenscharf
4 EL Tomatenmark
2 Gläser Sauerkraut Original Kühne Fasskraut mit Paprika und Zwiebeln (425ml)
500ml Gemüsebrühe
Kümmel
4 EL Saure Sahne
8 Scheiben Brot (Landbrot)

Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch abziehen und in feine Würfel schneiden. Fleisch waschen,
trocken tupfen und in Würfel schneiden. Butter in einem großen Topf erhitzen und
Fleisch darin von allen Seiten scharf anbraten, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben.

Fleisch mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und Tomatenmark unterrühren.
Sauerkraut und die Brühe hinzugeben, mit Kümmel würzen und etwa 15 Minuten auf
niedriger Stufe köcheln lassen. Nach dem Kochen nochmals mit den Gewürzen
abschmecken und mit Saurer Sahne als Topping und auf Wunsch mit rustikalem
Landbrot servieren.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
Schwierigkeit: einfach

Pro Portion:
kj/kcal: 2449/586
EW: 46.3 g
F: 37.0 g
KH: 18.0 g
BE: 1.5

Rezeptsucher – Remagen

Rezeptsucher – Remagen

Sendung am 01.08.2009 um 18.15 Uhr im SR-Fernsehen

Dieses Mal ist Susanne Nett, unsere Rezeptsucherin, ganz im Norden von Rheinland-Pfalz unterwegs: in Remagen.

Das Städtchen hat 16 000 Einwohner und ist vor allem bekannt durch zwei Museen: Das Arp-Museum im Bahnhof Rolandseck und das Friedensmuseum in den Türmen der Ludendorff-Brücke, die in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs heftig umkämpft war. Daneben gibt es noch ein Schifffahrtsmuseum – Remagen liegt ja schließlich am Rhein – und ein Römisches Museum – Remagen gibt es schließlich schon lange.
Aber der Mensch lebt nicht nur von Kultur allein – es darf auch mal was zum Essen sein. Und Essen ist ja durchaus auch eine kulturelle Angelegenheit. Jemand aus Kalau könnte vermuten, es gäbe vielleicht gefüllten Rehmagen in Remagen – aber der Name „Remagen“ ist keltischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Königsfeld“.
Susanne Nett sucht in Remagen wieder traditionelle Gerichte – regionale Besonderheiten, die man so in einem normalen Kochbuch nicht findet. Sie versucht dann noch, jemanden in Remagen aufzuspüren, der seine Küche und seine Kochkünste zur Verfügung stellt.

Sauerbraten mit Rotkohl & Klöße
Rezept für 4 Personen von Michael Ringshauser, „Schroeder’s“ in Remagen

Für den Sauerbraten:
1,2 kg Vorderbug oder Semerrolle vom Rind zum einlegen
3 Stk. Möhren
½ Kopf Sellerie
1 Stk Zwiebel
8-10 Wacholderbeeren
2-4 Lorbeerblätter
4-6 Nelken
1TL Senfkörner
6-8 Pinotkörner
3L Wasser oder 1-2L Wasser & 1-2L Rotwein insg. 3L
1 El Essig
80-100 g Tomatenmark
200g Grafschafter Goldsaft
50-80 g Pumpernickel
150 g Rosinen
100 g Mandeln

Das Fleisch mit dem Gemüse und den Gewürzen in die Wasser-Rotwein-Essig-Beize für 10 Tage einlegen. Das Fleisch dann scharf anbraten und mit dem vorher abgesiebten Gemüsestücken und den Gewürzen angehen lassen, mit Tomatenmark tomatisieren. Dann immer nach und nach den aufgefangenen Fond zugießen und einreduzieren lassen, das solange wiederholen bis das Fleisch gar ist. Das Fleisch dann entnehmen und die Soße mit Grafschafter Goldsaft und dem Pumpernickel abschmecken. Die Soße durch ein Sieb passieren und dann die Rosinen nach Geschmack zugeben. Die Soße über das aufgeschnittene Fleisch geben und mit gerösteten Mandeln garnieren.

Für den Rotkohl:
1 kg Rotkohl
100 g Gänseschmalz
1 Zwiebel
3 Äpfel (Boskop)
1 Lorbeerblatt
1 Nelke
2 EL Essig
200 ml Wasser
250 ml Rotwein
20 g Mondamin
50 g Johannisbeergelee
Salz, Zucker

Den Kohl vierteln, entstrunken, waschen und dann in feine Streifen schneiden oder hobeln. Die Zwiebel schälen und würfeln. Die Äpfel nach belieben schälen oder nicht entkernen und würfeln. Das Gänseschmalz zerlassen, die Zwiebel glasig anschwitzen, den Kohl dazugeben, andünsten, die Äpfel und die Gewürze, das Johannisbeergelee und etwa die Hälfte der Flüssigkeit gar dünsten lassen. Das Mondamin mit dem Rest Flüssigkeit ausrühren und das Kraut abbinden. Mit Salz, Zucker und Essig abschmecken.

Für die Klöße:
400 g rohe Kartoffeln
400 g gekochte Kartoffeln (Mehlig)
1-2 Eier
180-200 g Mehl
Salz, Muskatnuss

Die rohen Kartoffeln reiben, die gekochten Kartoffeln durch eine Presse drücken in eine Schüssel vermengen, dann die Eier und das Mehl unterkneten bis eine Masse entsteht, die nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Mit Salz und Muskatnuss würzen. Die Klöße dann in siedendes Wasser geben, einmal aufkochen lassen und dann noch ca. 20 Minuten ziehen lassen.

© Saarländischer Rundfunk

Currywurst Museum, Berlin

1949 verkaufte Herta Heuwer an ihrem Imbissstand Kantstraße 101 erstmals gebratene Brühwürste mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver und Worcestershiresauce – Museum eröffnet 1100 qm am 16.8. in Berlin – Berliner Sterneköche Thomas
Kammeier und Kolja Kleeberg kreierten neue Saucen

1949 verkaufte Herta Heuwer an ihrem
Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-
Friedrich-Straße (heute Kantstraße 101)
erstmals gebratene Brühwürste mit einer
Sauce aus Tomatenmark, Currypulver und
Worcestershiresauce. Die Geschichte urbaner
Imbissbuden begann jedoch schon
viel früher, und auch Hamburg beansprucht
spätestens seit Uwe Timms Novelle
„Die Entdeckung der Currywurst“
(1993) den Erfinderstatus für die beliebte
Zwischenmahlzeit. Höchste Zeit also, die
Geschichte und die zahlreichen Geschichten,
die sich um die Currywurst
ranken, in einem Museum näher zu beleuchten.

Der Initiator, Berlin-Fan und Kurator
Martin Löwer, hat ein multimediales
Museumsprojekt auf 1.100 Quadratmetern
entworfen. Unweit des Checkpoint Charlie,
in der Schützenstraße 70, wird am 16.
August das erste Deutsche Currywurst
Museum eröffnen. Die Ausstellung bietet
nicht nur historisches und kulturelles
Anschauungsmaterial, sondern auch
zahlreiche interaktiv aufbereitete Informationen
zur Herstellung der Currywurst
und zu den Zutaten.

In einer Currywurst-
Lounge werden die Sterneköche Thomas
Kammeier und Kolja Kleeberg raffinierte
Soßen kreieren und ein Shop hält
zahlreiche Artikel rund um die Currywurst
bereit.

Jährlich werden rund 350.000
Besucher erwartet. Die Ausstellung ist von
10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet
zwischen 7 und 11 Euro, für Kinder unter 6
Jahren ist der Eintritt frei.

www.currywurstmuseum.de

Rezept – Roastbeef mit Salsa „Chili Style“

Roastbeef mit Salsa „Chili Style“ (4 Portionen)

Zutaten:
Für die Salsa:
500 g Kirschtomaten
2 rote Zwiebeln
1 grüne Paprikaschote
2 TL Speiseöl
2 TL FUCHS Frisch eingelegt Knoblauch, gehackt
50 g Tomatenmark
50 ml Rotwein
½–1 TL FUCHS Chillies gemahlen
1–2 TL FUCHS Paprika edelsüß
FUCHS Gewürzmühle Salz grob

Für das Roastbeef:
1 kg Roastbeef
1–2 TL FUCHS Paprika edelsüß
FUCHS Gewürzmühle Salz, grob
2 EL Macadamianüsse
1 EL weiche Butter
1 EL Paniermehl
1–2 TL Senf

Zubereitung:
Tomaten waschen und halbieren, Zwiebeln abziehen, Paprikaschote halbieren, putzen,
waschen und mit den Zwiebeln in Würfel schneiden. Öl erhitzen, Zwiebeln und
Knoblauch dazugeben und andünsten. Paprikaschote und Tomaten zufügen und
ebenfalls andünsten. Tomatenmark, Rotwein und Gewürze zugeben, aufkochen und ca.
15 bis 20 Minuten garen. Roastbeef trocken tupfen, mit Paprika und Salz würzen und in
einen backofengeeigneten Bräter legen. Macadamianüsse hacken, mit Butter,
Paniermehl und Senf vermischen, die Oberseite des Roastbeefs damit bestreichen und
im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 50 bis 60 Minuten (je nach Höhe und
gewünschter Konsistenz des Fleisches) garen (Gas: Stufe 4, Umluft 180° C). Roastbeef
in Scheiben schneiden und mit der Salsa servieren. Dazu schmecken kleine
Röstkartoffeln.

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten
Garzeit Fleisch: ca. 50–60 Minuten

Pro Portion:
kJ/kcal: 2240/533
EW: 60 g
F: 26 g
KH: 14 g
BE: 0,5