Luxustrip nach Warschau zum Schnäppchenpreis

Das Marriott Hotel Warschau und Centralwings ermöglichen Wochenendausflüglern ein Luxuswochenende in der Hauptstadt Polens ab attraktiven 200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Für deutsche Besucher stehen für den knapp anderthalbstündigen Flug nach Warschau zwei Start-Flughäfen zur Wahl: entweder freitags ab Hannover oder donnerstags ab Nürnberg. Die Wochenendpakete sind telefonisch buchbar unter +48 / 22 558 00 45. Weitere Details finden Interessierte online unter www.centralwings.com.
So kostet das Weekend-Special ab Hannover für eine Person nur 200 Euro. Im Preis inbegriffen sind dabei nicht nur der Hin- und Rückflug, sondern auch zwei Übernachtungen mit Frühstück im Einzelzimmer von Freitag bis Sonntag. Zwei Personen zahlen für den gleichen Roundtrip mit Übernachtungen im Doppelzimmer lediglich 300 Euro. Gäste aus dem süddeutschen Raum können ab Nürnberg nach Warschau fliegen und sogar schon ab donnerstags drei Nächte lang für 260 Euro ihren Wochenendausflug im Marriott Hotel Warschau genießen. Für zwei Personen kostet das gleiche Angebot im Doppelzimmer 370 Euro. Alle Preise verstehen sich inklusive Frühstück, aber exklusive der Mehrwertsteuer.

Das Marriott Hotel Warschau mit 522 Zimmern liegt nur acht Kilometer vom Flughafen entfernt und doch mitten im Herzen der Stadt – direkt gegenüber dem Wahr-zeichen Warschaus, dem 231 Meter hohen Kultur- und Wissenschaftspalast, der unter anderen Kinos, Theater und Museen beherbergt. Für das kulinarische Wohl der Gäste bietet das Hotel vier Restaurants, drei Bars sowie ein Café. Entspannungssuchenden stehen ein Fitness Center, Schwimmbad, Jacuzzi und Whirlpool zur Verfügung. Des weiteren gehören 16 Konferenzräume, ein Full-Service Business Center sowie hoteleigene Parkplätze zur Ausstattung des Hauses.

Die polnische Low Cost Airline Centralwings, die im Februar dieses Jahres den Flugbetrieb aufgenommen hat, fliegt derzeit mit Boeings der Typen 737-300 oder 737-400 elf europäische Metropolen sowie drei Ziele in Polen an. In Deutschland bedient Centralwings Hannover, Köln/Bonn und Nürnberg ab/an Kattowitz und Warschau.

www.marriott.de
www.centralwings.com.

Feierliche Eröffnung des Schmidt-Theater-Neubaus

Hamburg feiert am 8.8. abends um 8 Uhr 8 ein kulturelles Großereignis von nationaler Bedeutung: Auf den Tag und die Minute genau 17 Jahre nach der Eröffnung des legendären Schmidt Theaters, das vor anderthalb Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, wird der komplette Neubau des Theaters feierlich eingeweiht.
Mit 400 Plätzen bietet es fast doppelt so vielen Zuschauern Platz wie das alte, auf dessen Brettern Stars wie Tim Fischer, Stefan Gwildis, Georgette Dee und Helge Schneider seit den Anfängen ihrer Karriere stehen und standen. Die in den dritten Programmen bis Anfang der 90er Jahre ausgestrahlte Mitternachtsshow mit Hausherr Corny Littmann, Marlene Jaschke und Lilo Wanders machte das Haus bundesweit bekannt.

Auf dem Spielbudenplatz (Reeperbahn) kann jeder bei der Eröffnung dabei sein: Ab 19 Uhr gibt es Freibier für alle zu einem musikalischen Showprogramm vom großen Balkon des Theater-Neubaus. Pünktlich (abends) um 8 Uhr 8 wird von dort aus mit großem Donner, Glanz und Gloria die neue Bühne eröffnet.

Gegen 21 Uhr findet mit geladenen Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik ein Festakt im Theater statt, bei dem alte und neue Schmidt-Künstler auftreten werden, um anschließend nach guter Kiez-Tradition bis in den frühen morgen zu feiern.

Die Gastronomie-Neuheit: Im Schmidt Theater eröffnet Deutschlands erstes Fingerfood-Restaurant! Geheimnisvolle Köstlichkeiten aus Fernost und das Beste der europäischen Küche kommen hier von der Hand direkt in den Mund. Ob spanische Tapas oder ausgefallene Sushi-Variationen, vegetarische Tempura, Dim Sum mit überraschenden Füllungen, Risolee-Kartoffeln mit Kaviar, flambierte ungarische Spieße oder in der Kaffeetasse servierte Suppen. Das Restaurant (mit großem Balkon zum Spielbudenplatz) befindet sich im 1. Stock des Neubaus und bietet mit 145 Quadratmetern Platz für rund 88 Gäste.

DIE ALTSTADT MACAUS JETZT UNESCO-WELTKULTURERBE

Macaus „Erbe zweier Kulturen“ hat die UNESCO nun offiziell anerkannt und das historische Zentrum der Hafenstadt am südchinesischen Meer in die Liste der Weltkultur-Stätten aufgenommen. Die Auszeichnung der UN-Kulturorganisation belohnt das Engagement des Sonderverwaltungsgebiets der Volksrepublik China, das sich intensiv um den Erhalt von Bauwerken aus seiner bewegten chinesisch-portugiesischen Vergangenheit kümmert.
Die Eintragung in die Liste des Weltkulturerbes erhielt Macau während der 29. Versammlung des Komitees in Durban, Südafrika. Damit stieg die Zahl der von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Stätten in der Volksrepublik China auf 31.

„Die Altstadt Macaus ist ein lebendiger Beweis der ersten und über 450 Jahre andauernden Beziehungen zwischen China und der westlichen Welt. Diese international begehrte Auszeichnung wird die Wertschätzung unseres historischen Erbes sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Besuchern deutlich steigern,“ freut sich Jo­o Manuel Costa Antunes, Direktor des Macau Government Tourist Office. Das historische Zentrum Macaus macht deutlich, dass die Stadt von jeher ein Tor der westlichen Welt zu China war. So finden sich dort auch Gebäude europäischen Stils, viele von ihnen die Ersten ihrer Art auf chinesischem Boden: Barockkirchen, Priesterseminare, Festungen, Theater, Krankenhäuser und ein protestantischer Friedhof.

Diese einzigartigen Zeugnisse der Jahrhunderte langen Beziehungen des Reichs der Mitte mit Portugal erstrecken sich über die gesamte Altstadt. Das Weltkulturerbe umfasst acht Straßenzüge und Plätze – darunter der zentrale Senatsplatz, der mit seinen Steinmosaiken im Wellenmuster portugiesische Tradition widerspiegelt. Diese bilden die Verbindung zu mehr als 20 anerkannten, historischen Monumenten.

Zu den chinesischen Kulturstätten zählt beispielsweise der A-Ma Tempel, die älteste und berühmteste Gebetsstätte der Stadt zu Ehren der gleichnamigen taoistischen Göttin, und das herrschaftliche Wohnhaus des gelehrten Mandarin Chuang Kai Wa (1812-1893).

Die portugiesische Vergangenheit lebendig halten beispielsweise die Ruinen der von Jesuiten Anfang des 17. Jahrhunderts errichteten Kathedrale St. Paul. Sie galt bis zu einem verheerenden Brand 1835 als großartigste Kirche östlich von Rom und ist heute eines der beliebtesten Fotomotive. Weitere Höhepunkte in der Altstadt am Ufer des Perlflusses sind das Dom Pedro V Theater, das erste Theater Asiens im westlichen Stil und die Guia-Festung mit dem ältesten Leuchtturm Asiens.

Das chinesische Sonderverwaltungsgebiet Macau liegt an der Südostküste der Volksrepublik China, am Westufer des Perlflusses. Es grenzt an die chinesische Provinz Guangdong und ist 145 km von dessen Hauptstadt Guangzhou (Kanton) und 70 km von Hongkong entfernt. Macau besteht aus einer Halbinsel gleichen Namens sowie den Inseln Taipa und Coloane. Fernöstliche und europäische Kultur vereinen sich hier in der Architektur, der Küche und dem Lebensstil der Menschen. Nach rund 450 Jahren portugiesischer Anwesenheit hat Macau seit Dezember 1999 den Status eines mit weitgehender Autonomie ausgestatteten Sonderverwaltungsgebietes der VR China. Attraktiv ist Macau vor allem wegen der vielen, historischen Sehenswürdigkeiten, den kulinarischen Spezialitäten und den günstigen Shopping-Angeboten. Zusätzliche Gründe für einen Besuch liefern das ganze Jahr über Feste und Veranstaltungen – von chinesischen Drachenboot-Rennen über katholische Prozessionen bis zum internationalen Formel 3-Grand Prix für Tourenwagen und Motorräder.

www.macau-info.de
Ausführliche Informationen in englischer Sprache zu den Kulturstätten auf: www.macauheritage.net

EINIGE HINTERGRUNDINFOS ZU DEN KULTURSTÄTTEN IN MACAU

Der A-Ma Tempel

ist der älteste und berühmteste Tempel der Stadt und liegt am Inneren Hafen an der Stelle, an der die Portugiesen erstmals das Land betraten. Fischer aus der Provinz Fujian, die sich im 16. Jahrhundert in Macau niederließen, haben ihn errichtet. Heute umfasst der Komplex mehrere Gebäude, die sich an einen Hügel schmiegen, und ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten Macaus. Den Eingang beschützen Löwen aus Stein. Dort grüßt auch ein Fels, auf dem ein Schiff dargestellt ist. Die einzelnen Tempelteile sind hübsch verziert mit weit ausladenden Ziegeldächern. Das Gebetshaus ist der taoistischen Göttin der Seefahrer geweiht, die in Asien von Millionen von Menschen verehrt wird. Sie ist Namensgeberin für Macau: denn das chinesische „A-Ma-Gau“ bedeutet „Bucht der A-Ma“.

Das Haus der Mandarine

ein großer, verwinkelter Gebäudekomplex, liegt im Stadtteil Lilau im Zentrum Macaus. Das herrschaftliche Wohnhaus, interessant wegen seiner asiatischen und westlichen Elemente bei Fassade und Teilen der Inneneinrichtung, gehörte dem Cheng Clan. Der Mandarin Cheng Kuan Yin, alias Chuang Kai Wa (1812-1893) war ein sehr reicher Gelehrter und mit Sun Yat Sen, dem Gründer der modernen chinesischen Republik, befreundet. Herausragend ist das Haus wegen seiner zahlreichen Innenhöfe, einem Tempel, Brunnen und Gärten.

Das Dom Pedro V Theater aus dem Jahre 1850 ist das erste Theater im westlichen Stil in Asien. Viele Jahre lang lag es auf dem internationalen Tourneeplan europäischer Operngruppen. Noch heute wird es als Aufführungsort von Opern, Theaterdarbietungen und Konzerten genutzt. Oder man mietet das Haus als außergewöhnlichen Ort für Veranstaltungen.

Das Senatsgebäude, das Heilige Haus der Gnade

Beide Gebäude liegen am zentralen Senatsplatz, dem Largo de Senado, der mit seinen Steinmosaiken im Wellenmuster einem portugiesischen Platz gleicht. Diese Mosaiken wurden eigens von Spezialisten in Portugal gefertigt. Das ehemalige Senatsgebäude (Leal Senado) wurde bereits 1583 errichtet, die heutige Fassade im neo-klassischen Stil stammt aus dem Jahr 1875.
Hier hat die Stadtverwaltung Macaus ihren Sitz und nutzt den im Barockstil gehaltenen Versammlungsraum. Das Heilige Haus der Gnade (Santa Casa da Misericordia) mit seiner markanten weißen Fassade war ehemals Sitz einer Wohltätigkeitsstiftung, der ältesten westlichen karitativen Einrichtung in China.

St. Paul’s Kathedrale

Mit Ankunft der Portugiesen wurden in Macau neue Gotteshäuser errichtet. So ließen die Jesuiten 1602 St. Paul, ein Kolleg und eine Kathedrale errichten, die als großartigste Kirche östlich von Rom in die Geschichte einging. Ein Brand hat sie 1835 zerstört – erhalten blieb die von chinesischen und japanischen Steinmetzen geschaffene Fassade. Die Motive stellen die Christianisierung in Asien dar. Die Ruinen von St. Paul – aufgenommen von der Treppe, die in die Altstadt herunter führt – sind das berühmteste Fotomotiv Macaus.

Guia Festung – einschließlich Guia Kapelle und dem ältesten Leuchtturm Asiens Die Guia-Festung mit Kapelle und Leuchtturm thront auf der höchsten Erhebung Macaus.

Heute sind noch Überreste des Forts, ein Leuchtturm und eine Kapelle erhalten. Von einer Plattform aus hat man dort beste Aussicht auf die Stadt, die Küste und die vorgelagerten Inseln Taipa und Coloane. Der Leuchtturm ist der älteste im westlichen Stil an der Küste Chinas und noch heute Orientierungspunkt für Schiffe. Sehenswert und bei Brautpaaren für Trauungen beliebt ist die Kapelle mit ihrem blauweißen Barock-Altar. Vor kurzem wurden dort auch Decken-Fresken freigelegt – sie zeigen chinesische und westliche Engel. Hinauf auf den Hügel geht es entweder zu Fuß durch die Flora Gardens oder mit einer Seilbahn. Die Fahrt dauert anderthalb Minuten – deshalb gilt sie als „die kürzeste Seilbahn der Welt“.

Eine Köstlichkeit: dschoudschouko

Der Monat August steht bei den Zyprioten im Zeichen der kulturellen Feste. Traditionen stehen dabei im Mittelpunkt. So präsentieren die Einwohner beim Pafos Summer Festival vom 7. bis 14. August 2005 typisch zypriotische Tänze und Konzerte. Auch beim Protaras Summer Event vom 21. Juli bis 22. August 2005 werden am Abend traditionelle Tänze aus der Region dargeboten – der Eintritt ist frei. Ebenso kostenlos ist die Traditional Cypriot Music am 15. August in Agia Napa. Zahlreiche Klöster und Kirchen der Insel feiern am selben Tag ihr Kirchweihfest, begleitet von bunten Dorffesten und Folklore-Veranstaltungen. Eine kulinarische Spezialität können Urlauber beim Kalopangiotis Dorf-Festival am 22. August im Troodos-Gebirge testen: Im Mittelpunkt steht die zypriotische Köstlichkeit „dschoudschouko“: Das sind zehn Zentimeter lange Naschstangen aus Nüssen und Mandeln, die mehrere Tage lang in Traubenmost und Mehl geschwenkt wurden.
Vom 30. August bis 11. September 2005 lädt Zypern zum größten Weinfest der Insel ein, das seit 1961 jährlich begangen wird. Das Weinfestival von Lemesos zählt jedes Jahr über 15.000 Besucher. Die edlen Tropfen dürfen kostenlos probiert werden – dazu passend gibt es regionale Spezialitäten, das Ganze umrahmt von traditioneller Musik, Theater und Tanz. Das Festival findet in den Parkanlagen von Lemesos direkt am Meer statt und ist täglich von 18 bis 23 Uhr geöffnet.

„Kypria 2005“ heißt das internationale Festival, das im September vom Ministerium für Erziehung und Kultur organisiert wird. Das große Kulturereignis präsentiert während des ganzen Monats alle Kunstrichtungen wie Musik, Theater und Film. Die lokalen und internationalen Musikveranstaltungen und Theateraufführungen finden an vielen verschiedenen Orten in ganz Zypern statt.

Deutsche Spitzenrestaurants gründen den Essener Kreis

Auf Einladung von Uta und Berthold Bühler trafen sich vergangenen Montag 17 Oberkellner der besten Restaurants in Deutschland im Hotel Résidence in Essen. „Zur Fußball-WM im kommenden Jahr wird die Welt auf Deutschland blicken, und sie soll einem gastfreundlichen Land in die Augen schauen!“, so Spitzenkoch Bühler. Er weiß: „Hierzu braucht es nicht nur gute Köche, sondern vor allem viele Tausend sympathische Gastgeber.“
Schon einmal, vor etwa dreißig Jahren lud ein namhafter Koch, Kollegen zu sich – damals nach Raststatt – ein. Der Raststatter Kreis wurde zur Geburtstätte des deutschen Küchenwunders. Von hier breitete sich eine blühende Gourmet-Landschaft aus.

So wie das Bild vom Ruß verqualmten Ruhrgebiet Vergangenheit ist, so falsch ist das Bild vom Kellnerberuf in den Köpfen vieler Menschen. Richtig ist: An gastlichen Orten, überall da, wo der Gast und nicht Verordnungen in den Mittelpunkt gestellt werden, da gibt es keinen Dienst nach Vorschrift.
Gastfreundschaft ist eben manchmal wie Hilfe im Notfall. Da fallen auch schon mal Überstunden an. Ebenfalls richtig ist, dass Restaurantfachleute, also Kellner mit Berufsausbildung, genauso viel Freizeit haben wie alle anderen Berufstätigen und die Arbeitszeiten de facto nicht schlechter sind als die von Ärzten, Politikern oder Journalisten.

„Wie pflanzen wir das zeitgemäße Bild von unserem Beruf in die Köpfe und in die Herzen der Menschen?“, so lautete die berufsentscheidende Frage, die die besten Gastgeber Deutschlands zum Treffen nach Essen geführt hatte. Podiumsteilnehmer Dr. Claus Stauder von der Privatbrauerei Jacob Stauder, Essen, zeigte einen Weg anhand der Entwicklung auf, den er für und mit seinem Unternehmen gegangen war. Eindrucksvoll schilderte er den bewältigten Imagewandel vom Arbeiterbier „Der Kumpel im Revier trinkt Stauder Bier“ zur Marke „Stauder Pils – die kleine Persönlichkeit.“ Sein Gelingen führte über: Qualität, Qualität, Qualität, eine konsequente Marketing Kommunikation, Leidenschaft und Ausdauer.

Tony van den Broeke, der zweite Podiumsteilnehmer, ein agiler Holländer, der in Deutschland französische und österreichische Edelweine vertreibt, sitzt im Düsseldorfer Prüfungsausschuss für Restaurantmeister. Er legte den Finger in eine Wunde. Zeigte auf, dass die duale Ausbildung beim Gastgeberberuf schon viel zu lange in zwei Welten stattfindet. In der spannenden Wirklichkeit und einer künstlich am Leben erhaltenen, längst toten, Vergangenheit. „Als Kellner habe ich mit Picasso gesprochen und mit dem Schah von Persien. Doch die Berufsschule lehrt den Restaurantfachmann, verschlossen vor den Anforderungen der globalisierten Welt, lieber weiterhin das Zubereiten von verlorenen Eiern statt Kommunikation und Umgang mit internatonalen Gepflogenheiten.“

So war ein Ergebnis der Diskussion: Die Elite der Gastgeber wird prüfen, ob sich eine Spitzengastronomie interne zweijährige Ausbildung mit anschließender Weiterbildung und Abschluss als Diplombetriebswirt (BA) einführen lässt. Eine attraktive Ausbildung mit spezifischer Fachkunde in Spitzenküche und Weinkunde, mit Fächern wie Rhetorik, Marketing, Ausdruck und Bewegung, sowie Winzer- und Theater-Praktika. Eine neue Generation von ausgebildeten Kellner wird angestrebt.

Das Berufsbild zu verbessern und die Ausbildung zeitgemäßer zu gestalten, darin sieht auch Gabriele Meichsner Handlungsbedarf. Die Chefredakteurin vom VARTA-Führer beschäftigt sich professionell mit den Anforderungen und der Bewertung von Restaurants. Täglich frische Informationen speisen ihre Inspektoren in die über 32.000 Adressen umfassende Datenbank des Hotel – und Restaurantführers. Kaum jemand weiß besser, wie es um Küchen- und Servicequalität in Deutschland bestellt ist, dass nicht allein das exzellente Essen, die raffinierte Küche oder die ständig wechselnde Speisekarte darüber entscheiden, wie beliebt ein Restaurant bei seinen Gästen ist. Gemeinsam mit dem Kreditkartenunternehmen American Express vergibt der VARTA-Führer in diesem Jahr erstmalig eine spezielle Auszeichnung für besondere Serviceleistungen in der Gastronomie. Vom 15. Juni bis zum 31. Juli 2005 stimmen Gäste im Internet unter www.service-oase-deutschland.de über ihre persönlichen Service-Oasen ab. Welche Restaurants gehen am besten auf die Wünsche ein? Wo erzielen Sympathie-Faktoren wie Aufmerksamkeit und Freundlichkeit und die Bereitschaft des Personals individuell auf ihre Gäste einzugehen, die meisten Punkte? Die besten Gastgeber-Teams werden am zweiten Essener Kreis Treffen teilnehmen. Und sie werden im Rahmen einer großen Gala am 17. Oktober im Colosseum Theater in Essen mit Gold, Silber und Bronze geehrt.

Schwedens schönstes Freilichttheater

In der schwedischen Provinz Dalarna am Siljansee befindet sich eines der schönsten Freilichttheater Europas – die Dalhalla. Das schwedische Pendant zu dem berühmten Theater in Verona wurde vom österreichischen Festspiel Magazin auf den dritten Platz in der Kategorie „Europas schönste Freiluft Spielstätten“ gewählt. Das heutige Amphitheater war ursprünglich ein Kalksteinbruch, dessen Gesteinsschichten so abgebaut wurden, dass sich die Nutzung als Theater förmlich anbot. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Rättvik und der Provinz Dalarna wurde die Idee 1991 umgesetzt und zwei Jahre später ging das erste Konzert in Dalhalla über die Bühne.
Von Juni bis September werden rund 30 musikalische Inszenierungen, bestehend aus einem Repertoire von Chor, Jazz- und Opernkonzerten dargeboten. In der einzigartigen Kulisse kommen die prachtvollen Kostüme einer Oper perfekt zur Geltung. Die Bergwände erstrahlen nämlich in einer phantasievollen Lichtchoreographie und der kleine See am Grund des einstigen Steinbruchs der Dalhalla bietet eine zusätzliche Fläche für Darbietungen. Umringt wird die ganze Szenerie von einem hohen Tannenwald.

Ein besonderes Highlight ist auch in diesem Jahr das Opernfestival, welches an vier Terminen im August stattfindet. Auf dem Programm stehen zwei Opern von Puccini, eine Ballettaufführung und ein internationaler Galaabend mit einem Chor und Orchester.

Im Juli wird ein Konzert zu Ehren des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis dargeboten. Da der Künstler in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, wird ein ganzer Abend nur ihm und seinen Kompositionen gewidmet.

Selbstverständlich kommen in Schweden auch die ABBA-Fans auf ihre Kosten. The National Symphony Orchestra of London verspricht eine glitzernde Show in den zeittypischen ABBA-Kostümen und dem unverkennbaren ABBA-Sound mit allen ihren großen Hits.

„Ein musikalisches Abenteuer“ ist der Titel einer Veranstaltung, die auf einem Werk des schwedischen Schriftstellers Jan Guillous basiert. Illustriert wird das Leben des Ritters Arn, eine Romanfigur aus der Mittelaltertrilogie. Solisten, Chöre, Symphonieorchester, Bands, Volksmusiker, Pferde und Bogenschützen präsentieren gemeinsam ein atemberaubendes und magisches Konzert.

Der Saisonabschluss wird am 2. und 3. September mit einem feurigen Feuerwerkskonzert gefeiert. Das ausführliche Programm sowie allgemeine Infos zu den Tickets, Anfahrt und Unterkünften in der Umgebung gibt es unter www.dalhalla.se.

Der Reiseveranstalter Kultour & Natour Touristik bietet eine sechstägige Reise an den Siljan See in Dalarna inklusive Konzertbesuch in der Dalhalla an. Von Stockholm geht es in das kleine historische Örtchen Tällberg am Siljansee mitten in Dalarna, wo fünf Nächte verbracht werden. Zusätzlich zum Dalhalla Konzert wird auch noch ein Besuch im Atelier des Malers Anders Zorn geboten. Die Reise kostet 935 Euro und findet an fünf Terminen zwischen Juni und August statt. Für die Anreise nach Stockholm, die nicht im Preis enthalten ist, gibt es eine Reihe von günstigen Flugangeboten. Informationen unter www.skandinavienpur.de

Mehr Infos zu Schweden als Reiseziel: www.auf-nach-schweden.com