Vorsicht beim Verzehr des Sojadrinks der Marke „Bonsoy”

Vorsicht beim Verzehr des Sojadrinks der Marke „Bonsoy”

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vorsorglich vor dem Verzehr des Sojadrinks der Marke „Bonsoy“. Das BVL beruft sich dabei auf entsprechende Informationen aus dem internationalen Netzwerk der Lebensmittelsicherheitsbehörden (INFOSAN).

Das Produkt, das auch als Ersatz von Kuhmilch verzehrt werden kann, soll hohe Mengen an Jod enthalten, die offenbar auf eine Beimischung von essbarem Seetang („Kombu“) zurückzuführen sind.

Der Sojadrink wurde in Japan von der Fa. Marusan-AI Co. Ltd. hergestellt und möglicherweise auch nach Deutschland eingeführt. Betroffen ist Sojadrink der Marke „Bonsoy“ in 1-Liter-Tetrapacks mit der EAN-Nummer 9312336049037 und Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 03.11.2011.

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte schon der Verzehr einer Tasse dieses Sojadrinks zu einer überhöhten Jodzufuhr führen, die mehrfach über der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge liegt.

In Australien wurden zehn Fälle von Erkrankungen der Schilddrüse (9 Erwachsene, 1 Kind) im Bundesstaat New South Wales im Zusammenhang mit dem Verzehr des betroffenen Sojadrinkprodukts registriert. Der australische Importeur hat eine Verbraucherwarnung herausgegeben.

Mögliche Vertriebswege innerhalb Deutschlands werden zur Zeit von den Überwachungsbehörden der Bundesländer geprüft.

Sojadrinks – Gesunde Geschmackssache

Sojadrinks: Gesunde Geschmackssache
„Konsument“: Angaben zum Kalziumgehalt häufig nicht korrekt.

Sojadrinks haben ihr Nischendasein in Reformhäusern
und Bioläden mittlerweile hinter sich gelassen und tummeln sich nun
auch in den Regalen von Billa, Spar & Co. Grund genug für
„Konsument“, zwölf Sojadrinks der Sorte „Natur“ – gesüßt und ungesüßt
– hinsichtlich Nährwert und Geschmack zu testen.
Fazit: Was gesund
ist, ist nicht immer auch ein Fall für die Geschmacksknospen.
Geschmacklich konnte nur ein Teil der gesüßten Varianten einigermaßen
überzeugen. Bei diesen wird allerdings der Kalziumgehalt oft nicht
korrekt ausgewiesen. Insgesamt schneiden neun der zwölf Produkte
„gut“ ab.

Sojadrinks liefern Eiweiß und sind daher für jeden, der keine
Milch verträgt, eine gute Alternative. Wäre da nicht eines: der für
so manch europäischen Gaumen gewöhnungsbedürftige Geschmack. Die
Industrie hat darauf reagiert und bietet auch gesüßte Sojadrinks,
etwa mit Zucker, Rohrzucker oder Apfelsaftkonzentrat, an. Kam bei der
Verkostung keiner der ungesüßten Drinks über „durchschnittlich“
hinaus, konnte zumindest ein Großteil der gesüßten Drinks Punkte
holen. Übrigens: Obwohl als „Natur“ ausgelobt, werden fast allen
gesüßten Sojagetränken im Test Aromen zugesetzt.

Die Nährwertanalyse fiel überwiegend gut bis sehr gut aus, so ist
etwa der Salzgehalt bei allen getesteten Produkten sehr gering. Der
Anteil an Zucker liegt bei den gesüßten Varianten erwartungsgemäß
etwas höher, bewegt sich aber immer noch im akzeptablen Bereich. Alle
gesüßten Drinks und der ungesüßte Bio-Sojadrink von „Natur aktiv“
sind zudem mit Kalzium angereichert. „Das ist für jene, die keine
Milch vertragen, durchaus sinnvoll. Allerdings hapert es bei den
Herstellerangaben zum Kalziumgehalt. Nur bei zwei von sieben
Produkten wird er korrekt angegeben“, kritisiert
„Konsument“-Ernährungswissenschafterin Nina Zellhofer. Alle anderen
Produkte liefern deutlich weniger Kalzium und wurden daher im
Testurteil abgewertet.

Dennoch lohnt sich für Zellhofer der Griff zu Sojagetränken, wenn
diese auch mit 1,19 bis 2,25 Euro pro Liter deutlich teurer als Milch
sind: „Soja ist wie jedes andere pflanzliche Lebensmittel
cholesterinfrei und es enthält darüber hinaus mehr Isoflavone als
andere Gemüsesorten.“ Im asiatischen Raum wird diesen unter anderem
die Milderung von Wechselbeschwerden zugeschrieben.

Die Details zum Test verrät ab 23. Oktober der
November-„Konsument“. Auf www.konsument.at sind die Ergebnisse ab
sofort erhältlich.

Sojadrinks – Gesunde Geschmackssache

Sojadrinks: Gesunde Geschmackssache

„Konsument“: Angaben zum Kalziumgehalt häufig nicht korrekt.
Sojadrinks haben ihr Nischendasein in Reformhäusern und Bioläden mittlerweile
hinter sich gelassen und tummeln sich nun auch in den Regalen von Billa, Spar & Co.
Grund genug für „Konsument“, zwölf Sojadrinks der Sorte „Natur“ – gesüßt und
ungesüßt – hinsichtlich Nährwert und Geschmack zu testen. Fazit: Was gesund ist, ist
nicht immer auch ein Fall für die Geschmacksknospen. Geschmacklich konnte nur ein
Teil der gesüßten Varianten einigermaßen überzeugen. Bei diesen wird allerdings der
Kalziumgehalt oft nicht korrekt ausgewiesen. Insgesamt schneiden neun der zwölf
Produkte „gut“ ab.

Sojadrinks liefern Eiweiß und sind daher für jeden, der keine Milch verträgt, eine gute
Alternative. Wäre da nicht eines: der für so manch europäischen Gaumen
gewöhnungsbedürftige Geschmack. Die Industrie hat darauf reagiert und bietet auch
gesüßte Sojadrinks, etwa mit Zucker, Rohrzucker oder Apfelsaftkonzentrat, an. Kam bei der
Verkostung keiner der ungesüßten Drinks über „durchschnittlich“ hinaus, konnte zumindest
ein Großteil der gesüßten Drinks Punkte holen. Übrigens: Obwohl als „Natur“ ausgelobt,
werden fast allen gesüßten Sojagetränken im Test Aromen zugesetzt.
Die Nährwertanalyse fiel überwiegend gut bis sehr gut aus, so ist etwa der Salzgehalt bei
allen getesteten Produkten sehr gering. Der Anteil an Zucker liegt bei den gesüßten
Varianten erwartungsgemäß etwas höher, bewegt sich aber immer noch im akzeptablen
Bereich. Alle gesüßten Drinks und der ungesüßte Bio-Sojadrink von „Natur aktiv“ sind zudem
mit Kalzium angereichert. „Das ist für jene, die keine Milch vertragen, durchaus sinnvoll.
Allerdings hapert es bei den Herstellerangaben zum Kalziumgehalt. Nur bei zwei von sieben
Produkten wird er korrekt angegeben“, kritisiert „Konsument“-Ernährungswissenschafterin
Nina Zellhofer. Alle anderen Produkte liefern deutlich weniger Kalzium und wurden daher im
Testurteil abgewertet.

Dennoch lohnt sich für Zellhofer der Griff zu Sojagetränken, wenn diese auch mit 1,19 bis
2,25 Euro pro Liter deutlich teurer als Milch sind: „Soja ist wie jedes andere pflanzliche
Lebensmittel cholesterinfrei und es enthält darüber hinaus mehr Isoflavone als andere
Gemüsesorten.“ Im asiatischen Raum wird diesen unter anderem die Milderung von
Wechselbeschwerden zugeschrieben.

Die Details zum Test verrät ab 23. Oktober der November-„Konsument“. Auf
www.konsument.at sind die Ergebnisse ab sofort erhältlich.

Sojadrinks

Varianten des Gesundheitsdrinks werden immer facettenreicher

Seit Jahrhunderten gehört Soja in Asien zu den Lebensmitteln, die nahezu
täglich verzehrt werden. Sojaprodukte sind inzwischen weltweit beliebt und
stehen bei gesundheitsbewussten Konsumenten hoch im Kurs. Von manchen
Verbrauchern wird jedoch der bohnige Geschmack noch als fremd und eher
unangenehm empfunden. Hier setzen Lebensmittelhersteller an und entwickeln
zunehmend neue Geschmacksrichtungen.

Der Anbau von Soja lässt sich in China bis ins Jahr 2838 v. Chr.
zurückverfolgen. Soja steckt voll gesunder Proteine. Wissenschaftler
bestätigen, dass mit dem regelmäßigen Verzehr von Sojaprodukten
beispielsweise Osteoporose vorgebeugt werden kann. Auch gegen Erkrankungen
der Herzkranzgefäße können die Inhaltsstoffe von Soja günstig wirken.

Gesunde Aussichten

Auch die US-amerikanische Behörde zur Überwachung von Nahrungs- und
Arzneimitteln (U.S. Food and Drugs Administration) hat 1999 die
gesundheitsfördernden Eigenschaften von Sojaprodukten bestätigt – seither
entwickeln Lebensmittelhersteller weltweit Produktkonzepte rund um Soja. Das
größte Wachstum von Sojaprodukten ist seither bei Getränken,
Joghurtprodukten und Speiseeis zu verzeichnen.

Künftig werde vor allem der Markt der Sojaprodukte expandieren, die
lediglich schwach den traditionellen bohnigen Geschmack von Soja erkennen
lassen, so Diana Bechtold, Marktsegmentmanagerin bei SIG Combibloc:
„Auch in
westlichen Märkten steigt die Nachfrage nach verzehrfertigen Sojaprodukten
stetig, seitdem Hersteller Produktkonzepte entwickeln, die Konsumenten neue
Geschmackserlebnisse versprechen. Aber nicht nur im Westen kommen
beispielsweise nussige, fruchtige oder herzhafte Sojaprodukte gut an. Die
neuen, facettenreichen Geschmacksvarianten erfreuen auch asiatische Gaumen,
die traditionell den bohnigen Geschmack von Soja kennen und schätzen. Ein
Beispiel dafür ist Japan: Auf dem traditionell großen Markt für Sojaprodukte
waren Sojagetränke in den 80er und den frühen 90er Jahren relativ schwach
vertreten. In den vergangenen Jahren jedoch ist der Konsum durch die neuen
Geschmacksrichtungen stark gestiegen.“

Bunte Geschmacksvielfalt

Sojadrinks gibt es bereits in zahlreichen Sorten: Klassiker wie Vanille und
Schokolade sind dabei, aber auch ungewöhnliche Varianten wie Macadamia,
Schwarzer Tee, Banane, Hafermehl oder Malz. Auch Beerenfrüchte sind bei
Konsumenten beliebt. Weiterhin machen Sorten wie Passionsfrucht, Guave und
Kokosnuss deutlich, dass Aromen, die klassisch mit Südamerika und Asien
verbunden werden, an Popularität gewinnen.

Friesland Foods Foremost Thailand ist einer der führenden
Milchprodukte-Hersteller, der auf aktuelle Kundenbedürfnisse reagiert. Der
Hi-5 Sojadrink beispielsweise ist in der Geschmacksrichtung „Beerenmix und
Karotte“ auf dem thailändischen Markt. Die neue Sorte verbindet die Vorzüge
des Sojadrinks mit dem Geschmack und den charakteristischen Aromen von
Karotten und Beerenfrüchten.
Auch Hi-5 „Rote Bohnen und Graupen“ trifft den Geschmack der Konsumenten.
Der Launch dieser Mischung erzielte auf dem thailändischen Markt schnell
große Aufmerksamkeit. Denn obwohl Rote Bohnen und Graupen als Zusätze in
Sojadrinks nahezu bei jedem thailändischen Straßenhändler zu finden sind,
wurde die Kombination bisher von keinem Hersteller als Fertigprodukt
angeboten.

Ein weiterer Anbieter aus Thailand ist Lactasoy. Das Unternehmen ist bereits
seit mehr als 50 Jahren erfolgreich und schaffte vor 22 Jahren den
Durchbruch mit dem Lactasoy-Sojadrink. Neu in der Produktrange ist ein
Sojagetränk light mit Collagen: ein Gesundheits- und Wellnessdrink für eine
schöne Haut. Lactasoy Light plus Collagen hat einen reduzierten Zucker- und
Fettgehalt und spricht daher insbesondere junge, gesundheitsbewusste Frauen
an, die sich kalorienbewusst ernähren wollen, ohne auf den vollen Geschmack
des Sojagetränks zu verzichten.

In Korea produziert das Unternehmen Korean Sahmyook Foods bereits seit 1975
Sojagetränke und vegetarische Lebensmittel und ist dort inzwischen der
zweitgrößte Hersteller für Sojadrinks. Neben den Geschmacksrichtungen
Banane, Schoko und Erdbeere kamen jetzt auch exotische Varianten wie Black
Bean und Tropical hinzu. Das neueste Produkt der Range ist der Sojadrink mit
Maronengeschmack. Die Marone ist reich an Proteinen, Mineralien, Kalzium und
den Vitaminen A, B und C. In Korea ist sie Symbol für das „Vollmond-Fest“,
einer der wichtigsten koreanischen Feiertage.

Auf dem koreanischen Markt bringt darüber hinaus beispielsweise Hanmi Whole
Soymilk verschiedene neue Sojaprodukte auf den Markt – so etwa ein
Sojagetränk mit Rotem Ginseng. Roter Ginseng ist seit Jahrhunderten für
seine gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper und Geist bekannt. Neben dem
exotischen Geschmack soll er der Altersdemenz vorbeugen und sich positiv auf
Konzentration und Hirnleistung auswirken. Allgemein wird dem Ginseng eine
kräftigende Funktion bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen sowie Stress
nachgesagt. Gegründet 1988, ist Hanmi heute mit einem Umsatz von rund 40
Millionen USD einer der führenden Produzenten für Sojagetränke in Korea.
Hanmi hat sich auf die Produktion von Sojadrinks, Tofu und andere Getränke
spezialisiert.

Stiftung Warentest – Sojagetränke

Mit Kalzium angereicherte Sojadrinks sind eine gute und sinnvolle Alternative zur Milch. Zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift „test“ in ihrer September-Ausgabe. Bis auf eine Ausnahme waren alle 16 getesteten Produkte, was die Schadstoffe angeht „sehr gut“ und in der mikrobiologischen Qualität „gut“. Nur der Sojadrink von Soy & Joy hatte einen durch Kadmium erhöhten Schadstoffgehalt. Für die sensorische Fehlerfreiheit gab es elfmal gute Noten.
Für Menschen, die keine Milch mögen oder vertragen, können Sojagetränke eine Alternative sein; insbesondere Kalzium angereicherte sind als Milchersatz im Hinblick auf eine Vermeidung von Kalziummangel sinnvoll – sie sollten es sogar, raten die Experten der Stiftung Warentest.

Denn vor dem Hintergrund, dass jeder zehnte Bundesbürger zu wenig Kalzium aufnimmt und so sein Osteoporoserisiko dramatisch erhöht, sind besonders die kalziumangereicherten Sojagetränke eine gesunde Wahl. Auch wenn sie vom natürlichen Kalziumgehalt her mit der Milch nicht annähernd mithalten können.

Gentechnisch veränderte Sojabohnen konnten in keinem der untersuchten Sojadrinks nachgewiesen werden. Bei einem Bioprodukt, bei Soy & Joy Sojadrink naturelle pur, stellte die Stiftung Warentest eine durch Kadmium verursachte Schadstoffbelastung fest.

Die September-Ausgabe der Zeitschrift test liefert zur Untersuchung auch viele Informationen rund um die Sojabohne und zur Gentechnik bei Sojabohnen. Der Test findet sich auch im Internet unter www.test.de