Micha Schäfer, Billy Wagner und Vincenzo Abbruzzese

von Bernhard Steinmann

Natürlich besucht man ein Sternerestaurant der Speisen wegen. Oder besucht man ein Sternerestaurant der Getränke wegen?
Nein, Essen. Es geht immer um Essen. Die Ausnahme der Regel bildet unser erneuter Besuch im Berliner Restaurant Nobelhart&Schmutzig.

Anlass für unseren Besuch ist eine gemeinsame Veranstaltung des Restaurants mit der Bacchus-Vinothek – Weinhandlung Grimm – in Rottweil.
Dipl. Oenologe Michael Grimm hat Vincenzo Abbruzzese mitgebracht, dessen große Brunelli wir heute genießen,
und in angeregten Gesprächen einer kritischen Betrachtung unterziehen wollen.
Die Weinproduktion des Hauses Abbruzzese geht bis ins Jahr 1953 zurück, als Bramante Abbruzzese damit begann,
seine Vision von Sangiovese zu verwirklichen. 1987 übernahm Vincenzo Abbruzzese Anbau und Produktion.

Die Weine:
2013 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
1991 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2004 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2006 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2007 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2009 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2010 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana

2009 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
Schon die Farbe gefällt mir ausgezeichnet. Kräftiges Rubin. Die Fruchtnoten schienen mir weniger deutlich schmeckbar, etwas Kirsche, wuchtige Lakritze und satte Gerbstoffe.

2007 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
Das charakteristische Rubinrot ist auch hier deutlich zu erkennen. Zur Frucht kommen Zimtnoten und das gewohnte Tannin.

2004 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
2003 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana

2001 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
Ein vielschichtiger Tropfen, der letztlich die ihm zustehende Würdigung nicht mehr erfährt, da die zuvor verkosteten 11 Weine zu einem Gewöhnungseffekt geführt haben. Diese Aussage gilt für mich und ist keinesfalls allgemeinverbindlich.
Der Wine Spectatur hat hierfür 100 Punkte vergeben.

Das Menü:
Aal (Müritz Fischer)
Sellerie (Olaf Schnelle)
Alfredo Sironi Dinkel-Sauerteigbrot und Rohmilchbutter (Erdhof Seewalde)
Ike Jime Saibling, Dillblüten (Müritz Fischer)
Junges Gemüse, Quark (nach Michel Bras, Laguiole)
Erbsen, Minze, Pfifferlinge (Domäne Dahlem)
Lamm, Bärlauch (Müritzhof)
Kartoffel, Blutwurst (Senf)
Kirschen, Hefe, Wacholder (Roberto Vena)
Ei, Malz, Himbeerbrand (Frau Schlegel)
Nussgebäck mit Berberitzen (Potsdam)

Bei diesem Bericht habe ich bewusst das Menü von der Weinbegleitung, wenn wir dies so nennen möchten, getrennt. Die großartigen Weine aus dem Mutterland der Rebsorte Sangiovese hatten schnell die Hauptrollen besetzt. Dies war auch so zu erwarten. Eine Aussage über die Qualität des Menüs darf aus dieser Bemerkung jedoch nicht herausgelesen werden. Die stringente Ausrichtung der Küche auf Regionalität verringert selbstverständlich das Spektrum der Möglichkeiten. Aus dem Missverhältnis lässt sich jedoch kein Missverständnis konstruieren. Im Gegenteil. Es gehört viel Mut dazu, die „brutal lokale“ Küche Schäfers mit den großen Brunelli Abbruzzeses zu vereinen.
Es war ein wunderbarer Abend, zu dem auch die angeregten Gespräche mit den Tischnachbarn beigetragen haben.
Weitere Details und Fotos gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

GiovinBacco in Ravenna

Zum siebten Mal findet in Ravenna das große Weinfest GiovinBacco statt, organisiert von der internationalen Genießer-Vereinigung Slow Food und der Gemeinde Ravenna. Vom 6. bis 9. November stehen in Ravenna nicht die berühmten Mosaike, sondern die Weine aus der Region Emilia-Romagna im Mittelpunkt.

GiovinBacco heißt übersetzt „junger Bacchus“, der römische Name des griechischen Weingottes. Denn im Mittelpunkt des Fests steht der Novello, der noch junge Sangiovese-Wein. Die Hauptveranstaltungen des Weinfests finden in diesem Jahr am Freitag, Samstag und Sonntag im neuen Palazzo Mauro De André statt. An insgesamt 80 Ständen präsentieren die besten Winzer der Romagna ihre typischen Sangiovese-Weine. Am 9. November kürt eine hochkarätig besetzte Jury aus Sommeliers von Slow Food und dem Italienischen Sommelier Verband den besten Novello 2009.

Bei einem exquisiten Glas Wein und ein paar „stuzzichini“ (Appetithäppchen) kann man die besondere Atmosphäre des Festes auf sich wirken lassen und den einen oder anderen Wein auch mit nach Hause nehmen. Ein gute Grundlage für den Weingenuss sind die herzhaften Spezialitäten der Region. Auf dem Probiermarkt können die typischen Produkte der heimischen Erzeuger gekostet werden. Kulinarisch ist für jeden etwas dabei: marinierter Aal aus Comacchio, Mora Romagnola (Schweinefleisch) sowie die bekannte Mortadella aus Bologna, die Cocomerina Birne, der Raviggiolo Käse und das Salz von Cervia.

Eintrittskarte: € 10.-
06.11.09 – 09.11.09
Infos: Informationsbüro Ravenna Tel. + 39 0544 35404

FORUM VINI 2009

FORUM VINI 2009 vom 13. bis 15. November – Verkosten, Genießen, Erfahren

• Informatives Rahmenprogramm
• Sonderverkostung FORUM VINI »Retrochthona«
• Eintrittskarten im Vorverkauf bei München Ticket

„Bier auf Wein, das lass sein, Wein auf Bier, das rat ich dir“, sagt schon ein altes Sprichwort. Ob es nun stimmt oder nicht – wer nach dem Münchner Oktoberfest genug hat vom Gerstensaft, kann sich im November bei FORUM VINI ganz dem Wein widmen. Denn die Internationale Weinmesse vom 13. bis 15.11. im M,O,C, Veranstaltungscenter hat Wein aus allen maßgeblichen Anbaugebieten sowie Spirituosen, Delikatessen, Schokoladen, Weinzeitschriften, -reisen und -zubehör im Angebot.

Ein besonderes Highlight der Messe stellt das umfangreiche Rahmenprogramm dar, das wertvolle Informationen liefert. Bei „Hochgeistigen Gesprächen“ mit Hubertus Vallendar, dem Multitalent am Brennkessel von der Mosel, lässt sich Wissenswertes über Brände, Geiste und Liköre erfahren. In die Welt der – sehr alten und sehr limitierten – Premium Sherrys und Brandys der Bodegas Tradición entführt Lorenzo Garcias-Iglesias Soto. Der Geschäftsführer der Destillerie Kammer-Kirsch und des Verbandes der Klein- und Obstbrenner e.V., Gerald Erdrich, bringt den Besuchern die Vielfalt des Schwarzwälder Kirschwassers näher. Weinexperte, Journalist und Autor Rudolf Knoll führt die Finessen österreichischer Spitzenweine vor, ein weiteres Thema ist die Erfolgsgeschichte des nun 350-jährigen Silvaners.

In der Verkostungszone der Messe präsentieren die Fach- und Special-Interest-Zeitschriften WEINWIRTSCHAFT und weinwelt eine Auswahl exzellenter Weine. Im Mittelpunkt der Verkostung mit dem Titel FORUM VINI »Retrochthona« stehen Gourmetweine aus gebietstypischen oder autochthonen Rebsorten wie beispielsweise Riesling oder Spätburgunder aus Deutschland, Grüner Veltliner und Zweigelt aus Österreich bzw. Sangiovese, Nebbiolo, Prosecco oder Soave aus Italien.

Damit wird ein brisantes Thema aufgegriffen: Kunden interessieren sich für regionale Bezüge, sie wollen sich identifizieren. Neben der Rebsorte ist vor allem die Herkunft – noch vor dem Preis – ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.

Eintrittskarten für FORUM VINI sind bereits jetzt im Vorverkauf bei München Ticket zum Preis von 15 Euro (Tageskasse: 17 Euro) erhältlich.

Weitere Informationen unter www.forum-vini.de

Als Hobby-Winzer in der Emilia-Romagna den eigenen Wein lesen

Urlaub in Flaschen: Als Hobby-Winzer in der
Emilia-Romagna den eigenen Wein lesen,
verarbeiten und genießen

Winzer auf Probe: Entlang der
Weinstraßen in der Emilia-Romagna können Interessierte noch bis
Ende Oktober 2009 bei der Weinlese mitmachen und alles über die
edlen Tropfen lernen. In mehrtätigen Workshops verfolgen die
Erntehelfer die komplette Produktionskette vom Rebstock bis zur
Flasche. Kinder lernen die Herstellung von Most auf die
ursprüngliche Art — Trauben stampfen mit den Füßen im
Holzbottich. Abgefüllt in Flaschen nehmen die Hobby-Winzer das
Ergebnis ihrer Mühen als genussvolle Urlaubserinnerung mit nach
Hause.

Die Wein- und Genießerstraße Strada dei vini e sapori dei Colli di Imola
bei Bologna bietet Weinliebhabern die Möglichkeit, den Werdegang der
heimischen Sangiovese- oder Trebbiano-Trauben vom Rebstock in die
Flasche tatkräftig zu verfolgen. Mit Kraft und Ausdauer werden nur die
größten und reifsten Trauben in breiten Strohkörben gesammelt. Im
Anschluss an die Weinlese folgt eine ausführliche Schulung zu den
regionalen Weinsorten. Nach einer herzhaften Stärkung werden die
Erntehelfer im Weinkeller in die Weihen der Weiterverarbeitung
eingeführt. Trauben auspressen, Traubenmost verkosten, Laborwerte
lesen lernen, Weintemperatur prüfen, die Endabfüllung in Flaschen − die
Teilnehmer erleben die komplette Produktionskette mit. Nach
vollendeter Arbeit bekommen sie zwei Monate später per Post ein Paket
mit ihrem selbstgemachten Wein nach Hause geschickt.

In der traditionellen Weinanbauregion Emilia-Romagna lernen auch
Kinder, wie sich Saft in Wein verwandelt. Zu Beginn der Weinernte im
September können die Junior-Winzer auf dem mittelalterlichen Schloss
Gropparello, im Apennin, nahe Piacenza, Trauben ganz ursprünglich mit
den Füßen pressen und den so gewonnenen Most mit nach Hause
nehmen. Dort erleben sie dann, wie durch den natürlichen
Gärungsprozess im Traubensaft Alkohol entsteht. Anmeldung direkt
beim Castello di Gropparello unter der Telefonnummer +39 0523 855
814. Weitere Informationen unter www.castellodigropparello.it .

Das speziell ausgearbeitete Urlaubspaket „Vom Weinberg zum Wein“
beinhaltet zwei Übernachtungen mit Vollpension in typischen, kleinen
Hotels oder Landgasthöfen rund um Imola und Bologna. Außerdem
Weinproben, eine theoretische Einführung und die Ausrüstung für die
Lese, Informationsmaterial und eine deutsche Übersetzerin als
Begleitung für zwei Tage. Zusätzlich steht ein Ausflug in die
repräsentative Regionale Weinkellerei von Dozza auf dem Programm.

Das mittelalterliche Städtchen in der Provinz Bologna beherbergt einen
der bedeutendsten Weinkeller Italiens in einer Festung aus dem 13.
Jahrhundert. In den Kellern der Enoteca Regionale Emilia-Romagna
lagern über 800 Weine aus der Region, darunter 77 mit dem begehrten
Qualitätsprädikat D.O.C (Denominazione di origine controllata —
gesetzlich geregelte und kontrollierte Ursprungsbezeichnung).
Das Paket kostet ab 292 Euro pro Person bei eigener Anreise.

Dieses und andere Urlaubspakete sind ab sofort unter
www.visitemiliaromagna.de buchbar. Wer ohne Urlaubspaket an den
Wein-Workshops teilnehmen möchte, kann sich auch direkt telefonisch
bei den Wein- und Genießerstraßen unter +39 0542 254 413 anmelden.
Die italienische Ferienregion Emilia-Romagna, zwischen Po-Ebene,
Adria und Apennin gelegen, ist Heimat hervorragender Rot- und
Weißweine wie dem Sangiovese, Lambrusco, Pignoletto oder Albana.

15 Wein- und Genießerstraßen machen die traditionelle
Weinanbaukultur der Emilia-Romagna interessierten Besuchern
zugänglich. Entlang der Strade dei vini e dei sapori können Touristen
regionale Köstlichkeiten und Weine kennenlernen und probieren.

Die Homepages der Wein- und Genießerstraßen
www.stradaviniesapori.it und der Weinkellerei in Dozza
www.enotecaemiliaromagna.it verraten mehr zum Thema Wein.
Allgemeine Informationen und Neuigkeiten über die gesamte Region
Emilia-Romagna bietet die offizielle Website www.original-italienisch.de .

„Guardamondo” vom Weingut MaremmAlta di Stefano Rizzi

MaremmAlta di Stefano Rizzi:

1. Riserva DOC “Guardamondo” im Handel

Ab sofort ist der erste Jahrgang der
Riserva DOC Guardamondo von Stefano Rizzi vom Weingut MaremmAlta in der Toskana im Handel erhältlich. Mit der Riserva erweitert Stefano Rizzi seine Basislinie und krönt sein bestehendes Sortiment. Nur die beste Auswahl seiner Sangiovese-Trauben (90%) und ein kleiner Rebsortenanteil der Alicante (10%) finden von den im Ortsteil Casteani liegenden Weinbergen Verwendung.

„Zu Beginn meiner Arbeit als Winzer wollte ich mich ganz bewusst auf meine Basisweine konzentrieren und mich Step-by-Step steigern. So hatte ich von Anfang an geplant, meine Weinpalette auch um eine Top-Linie zu erweitern. Der Guardamondo ist das erste Ergebnis dieser Art“, so Stefano Rizzi.

Der 2006er Guardamondo präsentiert sich in einer rubinroten Farbe mit violetten Reflexen. In der Nase besitzt er eine lebendige Frucht, mit Noten von Sauer- und Wildkirsche sowie Waldbeeren. Die 12-monatige Barriquereife verfeinert mit einem Touch von Nuss, Vanille, Zimt und Tabak. Am Gaumen ausgewogen und ebenso reich an Früchten. Die Riserva liegt für den Endverbraucher bei ca. 25,00 Euro.

Der Name Guardamondo lässt sich auf einen beliebten Treffpunkt der Bergarbeiter zurückführen, die in Ribolla, einem kleinen Ort südlich von Massa Marittima arbeiteten und lebten. Ein Ort der Freizeit, der Ruhe und Erholung aber auch der Feste und Tänze, wo die Arbeiter ein paar unbeschwerte Momente erleben konnten, zwischen ihrer Wechselschicht unter Tage.

„Wenn ich vielen Menschen jeden Tag mit meinen Weinen Freude und Genuss bereite, dann habe ich mein Ziel erreicht“, beschreibt Stefano Rizzi seine Leidenschaft für den Wein. Er hat sich mit der Neugründung eines eigenen Weinguts 2007 bei Gavorrano nahe Grosseto einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Stefano kultiviert überwiegend die klassischen Rebsorten Sangiovese und Vermentino.

www.maremmalta.it

Fleisch und Rotwein sind gut gegen Herzkrankheiten und Krebs

Ein Florentiner Steak vom Chianina-Rind und dazu ein Glas Vino Nobile di Montepulciano: Dies ist nach einer neuen Studie die beste Vorbeugung gegen Herzkrankheiten und Krebs. Der Mediziner Bruno Freudiani von der Universität Siena hat zusammen mit Experten der Weinqualitätskontrolle ISVEA die Zusammenhänge zwischen Fleisch und bestimmten Rotweinen der Sangiovese-Familie untersucht. Ergebnis: Die im Wein enthaltenen Polyphenole reinigen die Körperzellen von schädlichen Substanzen wie „freien Radikale“ und verhindern, dass sich Cholesterin auf die Arterien auswirkt und zur Arteriosklerose führt.

Bei der Untersuchung der verschiedenen Sangiovese-Klone stellte sich heraus, dass beim Prugnolo Gentile, der traditionell in Montepulciano angebaut wird, die positiv wirkenden Substanzen mit 3,1 Prozent pro Liter am stärksten enthalten sind, gefolgt vom Brunello di Montalcino mit 2,8 g/l und dem Chianti mit 2,5 g/l.

Das besonders wertvolle Fleisch des Chianina-Rindes enthält einen hohen Anteil von Omega-3-Säuren, die ihrerseits gegen Arterienverkalkung wirken. Die Wissenschaftler der Universtität Siena jedenfalls sind überzeugt, dass es ein Irrglaube sei, das Fleisch ungesund sein müsse.

(Quelle: agricultura.it)

Kaffee oder Tee?

Wein-Ecke: Kein Chianti ohne Sangiovese.

Mit Horst Strecker, Weinhändler

Kochen und Backen: Alfredissimo.

Gast: Bernhard Brink

Grüner Daumen: Pflanzen für schattige Standorte.

Mit Volker Heß, Gärtnermeister

Gute Reise: Abenteuerliches Indonesien

SWR, Donnerstag, 17.08., 16:05 – 17:00 Uhr

Trüffel, Öl und Käse: Kulinarische Highlights in der Emilia Romagna

Schmackhafte Erlebnisse rund um edles Olivenöl, Trüffel und Pilze vor der Kulisse zahlreicher Burgen und Festungen bietet die „Strada dei vini e sapori dei colli di Rimini“, eine der 13 Weinstraßen der Emilia Romagna. Knapp 25 Kilometer von der Küste entfernt, verläuft die touristische Straße zwischen Weinbergen und Olivenhainen durch das hügelige Hinterland der Hafenstadt Rimini. Spezielle Abendessen zum Thema „Herbstgenüsse“ und „Olivenöl“ offeriert zum Beispiel der Palazzo Viviani im mittelalterlichen Dorf Montegridolfo jeweils am Wochenende, ab sofort und noch bis zum 21. Dezember 2005. Nach dem Abendessen können Gäste auch im Schloss übernachten und von der Hügellage aus die Aussicht bis zur Adria genießen. Kosten und Termine sind online unter www.montegridolfo.com oder telefonisch unter 0039/0541/85 53 50 erhältlich, Informationen zur Weinstraße bietet die Website www.stradadeivinidirimini.it.

Den Wein thematisiert auch die 150 Kilometer lange Straße des Sangiovese, die „Strada dei Vini e dei sapori delle Colline di Faenza – Strada del Sangiovese“, die durch Hügel und Täler rund um Ravenna verläuft. Die Hänge, an denen die rubinroten Reben reifen, wechseln sich mit Olivenhainen ab. Dem aromatischen Olivenöl aus Brisighella ist das Olivenbaumfest am 26. und 27. November 2005 gewidmet. Eine Woche zuvor, am 19. und 20. November, findet in der mittelalterlichen Thermalstadt die „Sagra del Tartufo“ – das Trüffelfest – statt. Besucher können die weiße Herbsttrüffel kaufen sowie als Zutat traditioneller Gerichte kosten. Informationen gibt es unter www.stradadelsangiovese.it sowie telefonisch unter +39 0546 74 660.

Der wertvolle unterirdische Pilz steht auch im Mittelpunkt der „Tartufesta“, einem der größten Trüffelfeste Italiens in den Hügeln der Provinz Bologna. Noch bis zum 20. November 2005 laden 15 Orte ihre Gäste unter anderem dazu ein, professionellen Trüffelsuchern bei speziellen Touren über die Schulter schauen – in der Region üben mehr als 70 Personen auf über 350 Hektar Land diesen Beruf aus. Informationen finden Interessierte im Internet unter iat.comune.bologna.it.

Neben den Trüffeln reift auch eine weitere Köstlichkeit der Emilia Romagna unter der Erde: Der Grubenkäse, der bei der „XXXI Fiera del Formaggio di Fossa“ in Sogliano al Rubicone an der „Strada dei vini e dei sapori dei Colli di Forle e Cesena“ gefeiert wird. Der Kuhmilchkäse, der von August bis November in traditionellen Tuffsteinggruben reift, wird im Rahmen des Festes an den letzten beiden November-Wochenenden und in der ersten Dezemberwoche ausgegraben. Straßenstände und die Restaurants im mittelalterlichen Dorf bieten unterschiedlichste Spezialitäten rund um den Käse an: Er wird beispielsweise als Vorspeise gemeinsam mit Trüffeln oder Carpaccio gereicht, ist Bestandteil von Nudelgerichten oder verleiht Salaten und Desserts eine besondere Note. Informationen zum Thema bietet die Website www.stradavinisaporifc.it oder die Telefonnummer +39 0543 71 43 12.

Näheres über die Wein- und Genießerstraßen der Emilia Romagna finden Feinschmecker unter www.emiliaromagnaturismo.it oder auf italienisch unter www.strade.emilia-romagna.it im Internet. Allgemeine Informationen über die Region bietet die Homepage www.emiliaromagnaturismo.it Das Fremdenverkehrsamt APT Servizi Emilia Romagna ist per E-Mail unter touristinfo@aptservizi.com erreichbar.

Ausflug ins Winzerleben

In der Emilia Romagna – Heimat hervorragender Weine wie Gutturnio, Albana, Lambrusco, Trebbiano und Sangiovese – werden Urlauber in diesem Herbst selbst zum Winzer: Während ihres Aufenthalts entlang der „Strada dei vini e sapori dei Colli di Imola“ bei Bologna – einer der 13 Wein- und Genießerstraßen der Region – begleiten Gäste den Werdegang der Sangiovese-Trauben vom Rebstock bis in die Flasche und packen dabei selbst tatkräftig mit an. An drei Tagen helfen die Gäste nach einer theoretischen Einführung bei der Weinlese und der weiteren Verarbeitung der Trauben bis hin zur Abfüllung in Flaschen. Zwei Monate später wird ihnen dann ein Paket mit dem selbstgemachten Wein per Post nach Hause geschickt.
Das Package „Vom Weinberg zum Wein“ kostet ab 285 Euro pro Person bei eigener Anreise und beinhaltet zwei Übernachtungen mit Frühstück in typischen kleinen Hotels oder Landgasthöfen der Region, Mittag- und Abendessen auf den Bauerhöfen, Weinproben, die Transfers in die Weinberge und die Ausrüstung für die Lese. Außerdem steht ein Ausflug in das mittelalterliche Dozza mit seinem 800 regionale Weinsorten umfassenden Weinkeller auf dem Programm. Informationen zum Winzerpaket sind telefonisch erhältlich unter +39 0542 25413, per E-Mail unter info@stradaviniesapori.it oder auf Englisch im Internet unter www.stradaviniesapori.it

Auch entlang der Wein- und Genießerstraße der „Cittr Castelli e Ciliegi“ von Modena können Urlauber in die Tradition der Weinherstellung hineinschnuppern. Das Paket „Cantine in Vendemmia – Weingüter während der Weinlese“ beinhaltet eine Übernachtung mit Frühstück, einen Weinkurs mit theoretischer Einführung, Weinprobe und Degustation kulinarischer Spezialitäten sowie ein typisch regionales Dinner am Anreisetag. Am nächsten Morgen helfen die Gäste bei der Lese in den Weinbergen. Mitreisende Kinder lernen den richtigen Umgang mit den Trauben in einem speziellen Kurs. Das Weinberg-Paket kostet ab 150 Euro pro Person, ab 100 Euro für Kinder zwischen drei und zehn, ab 125 Euro für den Nachwuchs zwischen zehn und 14 und ab 140 Euro für Kinder über 14 Jahre. Es ist buchbar an den Wochenenden 24./25. September und 01./02. Oktober 2005. Weitere Informationen per E-Mail: info@cittacastelliciliegi.it, Tel. +39 059 77 67 711 oder unter www.cittacastelliciliegi.it.

Allgemeine Informationen über die Region bietet die Homepage www.emiliaromagnaturismo.it