Grands Chefs Relais & Châteaux

Dîner des Grands Chefs Relais & Châteaux 2013: Nach Versailles und New York jetzt in London – “All the World’s a Kitchen by the Thames” – 650 GBP pro Person – 45 Grands Chefs aus der ganzen Welt werden ihre ganze Virtuosität entfalten – Montag, April 22, 2013 in London, 16 Lower Thames Street

Am 22. April 2013 werden zum dritten Mal in Folge beim „Dîner des Grands Chefs Relais & Châteaux“ führende Vertreterinnen und Vertreter der weltweiten Spitzenkulinarik zusammenkommen. Sie werden die besten britischen Produkte bei einem Gala-Dîner zum Thema „All the World’s a Kitchen by the Thames“ in London zelebrieren. In Old Billingsgate, dem einst größten Fischmarkt der Welt, werden die Gäste einen einmaligen Blick auf London mit der Themse und der London Bridge haben und dabei ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis genießen können.

45 Grands Chefs aus der ganzen Welt werden ihre ganze Virtuosität in Dream Teams von jeweils drei Grands Chefs Relais & Châteaux entfalten. Dazu werden feinste Jahrgangs-Champagner von Pommery serviert. Das Ergebnis werden fünfzehn verschiedene, individuell kreierte, bisher nicht zusammengestellte Menüs sein, die von drei verschiedenen Grands Chefs signiert und als Live Performance für die Gäste zubereitet werden. Die britische Vertretung beim Dîner besteht aus Raymond Blanc und Gary Jones (Le Manoir aux Quat’ Saisons), Andrew Fairlie (Restaurant Andrew Fairlie) und Claude Bosi (Hibiscus), die den Rhythmus für die Familie der teilnehmenden Grands Chefs vorgeben werden, um mit unerwarteten Interpretationen von „Food Britannia“, inspiriert vom Geist von London, zu begeistern und zu bezaubern. Weitere Spitzenköche aus anderen Ländern sind, unter anderem, Patrick O’Connell (The Inn at Little Washington, USA), Emmanuel Renaut (Flocons de Sel, Frankreich) und Lanshu Chen (Le Moût Restaurant, Taiwan).

Dazu Grand Chef Raymond Blanc im Gourmet Report Gespräch: „Relais & Châteaux hat sich bewusst für London entschieden, um die bemerkenswerten Entwicklungen, die es Bereich der britischen Kulinarik gegeben hat, zu zelebrieren. Die Qualität der Produkte und das Engagement für verantwortungsbewussten Luxus werden im Mittelpunkt eines herausragenden handwerklichen Könnens stehen.
London hat sich als eine weltweite Destination für Spitzenkulinarik etabliert, wo die Kreationen der Küchenchefs ihre multikulturellen Ursprünge widerspiegeln. Nachdem ich seit 30 Jahren in Großbritannien tätig bin, habe ich stets auf dieses Herausstellungsmerkmal und die Art de Vivre von Relais & Châteaux sowie den Respekt vor der biologischen Vielfalt und der Umwelt gesetzt.“

In Partnerschaft mit „Action against Hunger“ wird eine Stille Auktion Connaisseure und Feinschmecker begeistern, wobei die Einnahmen für diesen wohltätigen Zweck gespendet werden, der den Küchenchefs am Herzen liegt.

Weitere Informationen und Voranmeldung: https://www.surveymonkey.com/s/WNT8N5W

Montag, April 22, 2013 in London, 16 Lower Thames Street

Volle Kanne – Service täglich

ZDF, Dienstag, 16.12., 09:05 – 10:30 Uhr

Musiker Raymond Garvey. Seit ihrem Erfolgs-Hit ‚Supergirl‘ zählen Reamonn zu den bekanntesten Pop-Bands Europas. Das Debüt-Album ‚Tuesday‘ erhielt 2000 auf Anhieb Gold. Zusammengefunden hatten sich die vier Musiker um Sänger und Frontmann Raymond Garvey 1998 per Inserat. Der gebürtige Ire arbeitete in Deutschland zunächst als Roadie und T-Shirt-Verkäufer auf Festivals, bis sie die Band gründeten. In den letzten Jahren verzückten sie ihre Fans mit Hits wie ‚Alright‘ und ‚Tonight‘. Die aktuelle Single lautet ‚Through the Eyes of a Child‘.

Studiogast: Musiker Raymond Garvey

Top-Thema: Pflegeversicherung

Einfach lecker: Lebkuchenmuffins – Kochen mit Armin Roßmeier

PRAXIS täglich: Nervenschmerzen – Polyneuropathie

Weihnachtliches: Die Basics des Backens mit Konditormeister Heinemann – Teil 2

Clever einkaufen: Espressomaschinen im Test

China kulinarisch

Jürgen Dollase beschreibt in der FAZ Chinas kulinarische Öffnung

Ganz langsam öffnet sich China auch der internationalen Gourmandise. Die ersten Vorposten in Form von europäischen Spitzenköchen sind dort angekommen und können über Erfolge, aber auch viele Besonderheiten berichten. Die Olympischen Spiele von Peking werden dabei allerdings mit Sicherheit nicht die gleiche Auswirkung haben wie die von Tokio, als der Einsatz des französischen Starkochs Raymond Oliver 1964 den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der französischen Küche in Japan legte. Die Japaner wurden zu großen Bewunderern, füllten die Lokale in Paris, kopierten, lernten – allerdings weitgehend unkritisch und nur in seltenen Fällen mit dem Ziel einer Fusion aus japanischer und europäischer Küche.

Der französische Großmeister Joël Robuchon hält die chinesische Küche für die wichtigste neben der französischen. Gemeint sind damit freilich nicht unsere China-Restaurants, deren Banalität für gute chinesische Köche ein Graus ist. Paul Pairet vom „Jade on 36“ im Pudong Shangri-la Hotel in Schanghai beschreibt seinen ersten Kontakt mit guter chinesischer Küche als einen Schock. Es sei so, „als wenn man zum ersten Mal bei einem Kreativen wie Pierre Gagnaire isst“.

Lesen Sie den gesamten Artikel von Jürgen Dollase in der FAZ:
www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E493806364F844540868BED4370449A10~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Legendäre Buddha-Bar kooperiert mit WORLDHOTELS

Im September 2008 ist es soweit: Dann begrüßt das erste Buddha-Bar Hotel, eine Weiterentwicklung der bekannten Restaurants von Weltruf, in Prag seine ersten Gäste. Die neue Buddha-Bar Hotels & Resorts Gruppe, die sich im Luxussegment etablieren will, setzt bereits jetzt auf die Expertise von WORLDHOTELS und hat einen exklusiven Kooperationsvertrag mit der Hotelgruppe für unabhängige Häuser und regionale Hotelketten in aller Welt unterzeichnet.

Die Buddha-Bar Hotels & Resorts werden in einigen der weltweit beliebtesten Destinationen Fünf-Sterne-Luxus auf höchstem Niveau bieten. In einem Ambiente, das alle Sinne anspricht: Die Gäste erwartet ein ähnliches einzigartiges Umfeld wie in den Buddha-Bar Restaurants mit einer gelungenen Mischung lokaler und fernöstlicher Einflüsse. Das erste Haus der Gruppe, das Buddha-Bar Hotel Prague, liegt unmittelbar am Altstadt-Platz, einem beliebten Treffpunkt im historischen Herz der tschechischen Metropole. Die insgesamt 36 Luxuszimmer und drei außergewöhnlichen Suiten werden im modernen asiatischen Stil mit Einflüssen der französischen Kolonialzeit gestaltet. Neben einem Buddha-Bar Restaurant erwarten die Gäste ein hochmodernes Fitnesscenter sowie ein orientalisches Dampfbad. Um das außergewöhnliche Erlebnis ‚Buddha-Bar’ abzurunden, können sie sich zudem in der Privatsphäre ihrer luxuriösen Zimmer mit Wellness- und Beauty-Anwendungen verwöhnen lassen.

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Die Buddha-Bar Hotels & Resorts Gruppe plant, nach dem Auftakt in Prag fünf weitere Häuser in Panama, der Dominikanischen Republik, Frankreich (Paris), in Ägypten (Sal Hasheesh) und in „The World“, der künstlichen Inselgruppe vor Dubai, die in der Form der Welt angelegt ist, zu eröffnen. Gegen Ende dieses Jahres werden zudem die Standorte für drei weitere Hotels bekannt gegeben.

Raymond Visan entwickelte vor über zehn Jahren das innovative Konzept der Buddha-Bar mit dem Ziel, „Lebensräume“ zu kreieren. In den opulenten Restaurants legt ein DJ live eine einzigartige Musikmischung aus mit Dancefloor-Rhythmen unterlegten Ethno-Klängen auf, um den Gästen einen entspannten Zufluchtsort vor der Hektik des modernen Stadtlebens zu bieten. Visan setzt seine Ideen jetzt in eine Hotelkette um und baut darauf, dass WORLDHOTELS einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der Buddha-Bar Hotels & Resorts leisten wird.

„Einige unserer vertrauenswürdigsten Berater haben uns auf WORLDHOTELS aufmerksam gemacht“, erklärt Raymond Visan, Geschäftsführer und Erfinder des Buddha-Bar Konzepts, „weil sie fest davon überzeugt sind, dass diese Partnerschaft ideal für die Umsetzung unserer ehrgeizigen Pläne ist. Das Vertrauen, das viele führende Hoteliers seit nahezu 40 Jahren in WORLDHOTELS setzen, hat uns dann absolut überzeugt. Dieses Unternehmen versteht, wie wichtig es ist, Vertrieb und Marketing weltweit genau auf unsere individuellen Bedürfnisse anzupassen, weil sich das auf jeder Ebene auf die Erfahrung auswirkt, die der Gast mit unseren Hotels macht.“

Eine Einstellung, die Ingo Guerges, Senior Director Business Development and Relations bei WORLDHOTELS, voll und ganz teilt: „Die Buddha-Bar Hotels & Resorts passen perfekt zu unserer Unternehmensphilosophie ‚Bringing Unique Hotels and People Together’. Genau das macht diese neuen Luxushäuser aus. Sie versprechen ihren Gästen ‚Ein Fest für alle Sinne’. Gemeinsam werden wir diese Botschaft jetzt kommunizieren, bis die WORLDHOTELS-Gäste das erste Buddha-Bar Hotel in Prag im Herbst nächsten Jahres selbst erleben können“, so Guerges.

"Mr. Braun" erhält den Lucky Strike Designer Award 2007

International bedeutendster Designerpreis geht an Dieter Rams – den einflussreichsten Industriedesigner Deutschlands

Die Jury der Raymond Loewy Foundation hat
den mit 50.000 Euro dotierten Lucky Strike Designer Award in diesem
Jahr an Dieter Rams verliehen.

Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder würdigte den langjährigen
Chefdesigner von Braun: Seine Arbeit sei ein „internationales Synonym
für innovatives deutsches Design.“ Dieter Rams habe der Alltagskultur
neue Formen gegeben und mit seiner Gestaltungskunst auch Schröders
persönliche Geschmacksbildung geprägt. „Walter Gropius hat die
Moderne in Deutschland begründet. Dieter Rams hat sie im
Nachkriegsdeutschland ausgestaltet“, so Schröder.

Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren am
gestrigen Abend ins Berliner ewerk gekommen, um Dieter Rams für sein
Lebenswerk zu ehren.

„Dieter Rams ist Botschafter des deutschen Designs. Seine Ideale
‚Weniger, aber besser‘ oder ‚Gutes Design ist möglichst wenig Design‘
sind ganz aktuell wieder stilprägend in vielen Branchen“, so Prof.
Johann H. Tomforde, Vorsitzender der Jury der Raymond Loewy
Foundation.

Dieter Rams sagte über die Auszeichnung: „Dass ich den Lucky
Strike Designer Award der Raymond Loewy Foundation erhalten habe, ist
für mich eine besondere Ehre. Der Namensgeber der Foundation prägte
einen Designbegriff, dem ich mich sehr verbunden fühle: Design muss
die Funktionalität erhöhen. So und nicht anders sollte industrielles
Gestalten verstanden werden“.

Der Lucky Strike Designer Award wird seit 1991 jährlich an
international herausragende Designer verliehen. Bisherige Preisträger
sind u. a. Karl Lagerfeld, Peter Linbergh, Donna Karan und Ferran
Adrià.

Neuer Chefkoch im Cape Grace, Kapstadt

Phil Alcock wechselt vom angesagten Restaurant Showroom in das renommierte „onewaterfront“ des Fünf-Sterne Hotels

Das Gourmet Restaurant „onewaterfront“ des Luxushotels Cape Grace an der Waterfront in Kapstadt erhält mit Phil Alcock ab sofort einen neuen renommierten Chefkoch. Alcock tritt in die Fußstapfen von Craig Paterson. Sein Kochstil ist klassisch, mit einem Hauch von Nouvelle Cuisine. Die Gäste können sich bei dem Ausblick auf den Signal Hill und den kosmopolitischen Yachthafen die Gerichte der neuen Saisonkarte schmecken lassen.

Phil Alcocks Karriere führte ihn durch bekannte lokale und internationale Hotels und Restaurants, unter anderem unter Anleitung der weltbekannten Michelin-Köche Marco Pierre White (Restaurant „Quo Vadis“ in London) und Raymond Blanc (Restaurant „Petit Blanc Brasserie“ in Cheltenham).

Phil Alcock in Südafrika

Der Brite entdeckte seine Leidenschaft für Südafrika 2001, als er begann, im „The Cellars-Hohenort“ in Constantia, Kapstadt zu kochen. Bald schon hatten ihn die vibrierende südafrikanische Kultur, die große Auswahl an Fleisch, die frischen Produkte und die verschiedenen Kochtechniken in ihren Bann gezogen. Nach drei Jahren als Executive Chef arbeitete er unter Conrad Gallagher als Consultant Chef für die Sun International Group weiter (Kwazulu Natal und Swaziland). Seine Karriere führte ihn ins niederländisch geführte und erfolgreiche Restaurant „Manolo“ in Kapstadt. Vor der Anstellung im Cape Grace beeindruckte er seine
Gäste eine Saison lang im angesagten „Showroom“, ein Restaurant in Kapstadt, ganz in weiß gehalten und mit Blick in die offene Küche.

Laufbahn von Phil Alcock

Alcocks Laufbahn begann mit einem Aushilfsjob in einem Restaurant, um für ein Motorrad zu sparen. Er verdiente nicht nur genug Geld für das erste Paar Räder, die Tätigkeit entzündete seine Leidenschaft für die Kochkunst. Nach fertiger Ausbildung im englischen Bournemouth & Poole College of Further Education im Jahr 1986, zog es den in Großbritannien geborenen Alcock nach Frankreich. Im „Moulin de l’Abbaye“ setzte er sein Kochtalent in die Praxis um. Sein kulinarisches Feingefühl verfeinerte er im französischen, von Michelin ausgezeichneten Restaurant „L’Auberge de Grenouillère“.

Als Alcock 1991 nach Großbritannien zurückkehrte, arbeitete er in angesehenen Betrieben, von herrschaftlichen Landhäusern bis hin zu luxuriösen Fünf-Sterne Hotels. Alcock stieg unter dem Michelin-Koch Marco Pierre White im „Quo Vadis“ in Soho schnell zum Sous Chef auf und lernte die moderne, innovative französische Küche kennen. 1999 lernte er im „Le Petit Blanc“ in Cheltenham bei einem weiteren Michelin-Koch und Restaurantbesitzer: Raymond Blanc. Hier kochte er modern mediterran. Bereits nach sechs Monaten wurde er Head Chef und führte ein Team von 22 Köchen.

Cape Grace

Das Cape Grace Hotel in Kapstadt umfasst 121 Gästezimmer und Suiten, das exzellente Restaurant „onewaterfront“, die Whisky-Bar „Bascule“, eine Bibliothek, einen 15 Meter langen Pool und einen privaten African-Spa-Bereich. Das Hotel ist Mitglied der Leading Small Hotels of the World. Übernachtungspreise starten bei ZAR 4565 (ca.Euro 471) je Doppelzimmer inkl. Frühstück und zahlreichen kostenlosen Leistungen, wie Stadttransfers, Veranstaltung „Wine & History“ u.v.m.

Weitere Informationen und Reservierungen unter www.capegrace.com

Ferran Adrià erhielt den Lucky Strike Designer Award 2006

Der Starkoch aus Barcelona nahm gestern die höchstdotierte Designerauszeichnung Europas entgegen

Die Jury der Raymond Loewy Foundation
vergab gestern den bedeutendsten Designerpreis Europas – den mit
50.000 Euro dotierten Lucky Strike Designer Award – an den Spanier
Ferran Adrià. Damit wird zum ersten Mal die Designleistung eines
Kochs gewürdigt. Die Jury kommt zu dem Ergebnis: „Ferran Adrià
verleiht dem Essen mit seinem ganzheitlichen Konzept eine neue, nie
da gewesene sinnliche und ästhetische Dimension.“

Ferran Adria: „Ich nehme diesen Preis im Namen aller guten Köche Deutschlands und der Welt entgegen! Für mich ist es der wichtigste Preis meiner Karriere. Genauso wichtig wie die Teilnahme an der Documenta 2007!“

Ferran Adrià würzt mit Holzkohleöl, erschafft heißes Eis, formt
Olivenöl zu Bonbons und injiziert Eiern vor dem Kochen Kaviarpaste.
Er bearbeitet Rohgemüse mit Hightech aus der Medizintechnik und
befüllt Salzstreuer mit duftendem Kunstnebel.

„Ich war immer schon der Meinung, dass es eine Art zu kochen gibt,
die als Designprozess definiert werden kann“, sagt Ferran Adrià. Der
„verrückteste Koch auf Erden“ (Die Zeit) ist immer auf der Suche nach
einem noch nie da gewesenen geschmacklichen Erlebnis. Dafür sprengt
er die traditionellen Grenzen des Kochens. Er zerlegt Zutaten in ihre
Grundstoffe und setzt sie zu spektakulären Neukompositionen wieder
zusammen. „Ich möchte eine neue Sensibilität für das Essen schaffen
und die Menschen emotional berühren“, so Adrià. Sein Ziel sei das
„Designen von Glück.“

Adrià komponiert seine Kreationen zu einer ausgefeilten Menüfolge
mit bis zu 30 Gängen. Zusammen mit Wissenschaftlern, Designern,
Lebensmitteltechnikern und Künstlern erarbeitet er in seinem Labor
„elBullitaller“ Jahr für Jahr ein neues Gesamtwerk: Speisen, Besteck,
Teller, Inneneinrichtung, selbst die Lichtinszenierung und
musikalische Begleitung werden bis ins kleinste Detail geplant und
umgesetzt.

Adriàs Werk begeistert Menschen aus aller Welt: Mehr als zwei
Millionen bewerben sich pro Jahr um einen der begehrten Plätze in
seinem Drei-Sterne-Restaurant „elBulli“ im spanischen Roses. Doch der
Platz ist begrenzt – nur 8.000 Gäste können pro Saison bewirtet
werden.

Für Ferran Adrià hat die Auszeichnung eine ganz besondere
Bedeutung: „Mit dem Lucky Strike Designer Award wird jetzt meine
Definition des Kochens bestätigt. Der Preis ist somit ein wichtiger
Meilenstein in meiner Karriere.“

Mit Ferran Adrià als Preisträger 2006 folgt die Jury ihrer
Tradition, das gesamte Spektrum des Designs, der Gestaltung von
Dingen, inhaltlich und formal, in voller Breite auszuleuchten und der
Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Ferran Adrià erhielt den Lucky Strike Designer Award gestern Abend in
der Komischen Oper Berlin im Rahmen einer feierlichen Zeremonie.

Hintergrund zur Raymond Loewy Foundation
Die Raymond Loewy Foundation leistet einen wesentlichen Beitrag,
Design zu fördern und die große Bedeutung von Design für die
Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft hervorzuheben. Die
Stiftung wurde 1991 in Hamburg gegründet und unterstützt wegweisendes
und professionell durchdachtes Design im Sinne des
Designverständnisses Raymond Loewys (1893-1986).

Bisherige Preisträger des Lucky Strike Designer Award sind u. a.
John Maeda (2005), Philippe Starck (2004), Michael Ballhaus (2001),
Donna Karan (1999), Peter Lindbergh (1996) und Karl Lagerfeld (1993).

www.raymondloewyfoundation.com

El Bulli ist das beste Restaurant der Welt:
http://www.theworlds50best.com/pdfs/01.pdf
Das Manifest von Ferran Adria (Madrid Fusion):
www.kochmesser.de/archiv/06-02/Das-Manifest-von-Ferran-Adria_2190.html
Homepage El Bulli: www.elbulli.com
Ferran Adria arbeitet mit Messern von CHROMA Cutlery: www.cutlery.jp
Die Produkte von Ferran Adria: www.kochmesser.de
Ein Bericht eines elBulli Gastes (mit Fotos): www.espuma.info

Ferran Adrià

Preisträger des Lucky Strike Designer Award 2006

* Geboren am 14. Mai 1962 in Santa Eulàlia, Spanien
* Adrià begann seine gastronomische Karriere als Tellerwäscher in einer Gaststätte
* Mit 19 Jahren wurde er Smutje bei der spanischen Marine
* Seit 1984 betreibt er das Restaurant „elBulli“ in Roses, Spanien
* Adrià prägte mit seinen Kreationen eine gesamte (Koch-)Generation
* Seit 1997 wird das Restaurant mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet
* Im Jahre 2002 wird das „elBulli“ vom „Restaurant Magazine“ zum „Besten Restaurant der Welt“ ernannt
* Adrià selbst versteht seine Profession als „Dekonstruktion der Essgewohnheiten“ und entwickelte ein 23 Thesen umfassendes Manifest über die Küche des „elBulli“
* Das „elBulli“ erhält pro Jahr zwei Millionen Reservierungsanfragen, hat aber pro Saison nur 8.000 Sitzplätze zu vergeben
* Das „TIME Magazine“ zählt Ferran Adrià zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt
* Wolfram Siebeck: „Der verrückteste und genialste Koch der westlichen Welt“
* Paul Bocuse: „Er macht die aufregendsten Dinge in unserem Beruf“
* Adrià wird als erster Koch 2007 zur „documenta“ in Kassel eingeladen
* Als erster Koch erhält Ferran Adrià den bedeutendsten Designerpreis Europas – den Lucky Strike Designer Award 2006

Einige Beispiele seiner Kreationen:
* Caipirinha-nitro
* Geliertes Gemüse an Holzkohleöl
* Melonen-Kaviar
* Eisplätzchen aus Whisky
* Schleifen aus roter Beete und Essigpulver
* Geeiste Luft aus Parmesan und Müsli
* Algenkrokant
* Bauchfleisch von der Makrele in Hühnermarinade mit Zwiebel und Essigkaviar
* Curryrisotto aus Zucchinikeimen mit Erdnussölkapsel

Der Designer Ferran Adrià:
Ferran Adrià bedient sich bei seiner Entwicklungsarbeit der Methoden der Designentwicklung. Es beginnt mit dem Zusammentragen von Informationen und Wissen, gestützt durch Probieren und Erproben, bis das beste Ergebnis erzielt ist. Das Ausdifferenzieren von klassischen Menüs in 25 bis 30 kleine Gänge ist nur eine von mehreren gestalterischen Dimensionen. Die geschmackliche und visuelle Dramaturgie ist eine andere. Auch das zu jedem Gang und zu jedem spezifischen Geschmack passende Geschirr, die Innenarchitektur, die Lichtgestaltung des Raums und die akustische Begleitung des Essens werden akribisch geplant und bis ins kleinste Detail umgesetzt. Ferran Adrià hat wie jeder gute Designer einen Blick für das Ganze, wenn man so will, die komplette Vision, die alle fünf Sinne in Anspruch nimmt. Er kreiert, gestaltet und produziert seine Gerichte aus einer Hand. Etwas, um das ihn Köche und Designer gleichermaßen beneiden.

„elBullitaller“:
„elBullitaller“ ist das kreative Zentrum des Unternehmens im Herzen Barcelonas. Ferran Adrià und ein Team aus Wissenschaftlern, Lebensmitteltechnikern, Industriedesignern, Künstlern und Köchen kreieren hier Jahr für Jahr für nur eine Saison neue Speisen, neues Besteck und Geschirr – das Ergebnis wird im Restaurant „elBulli“ serviert.

„Fast good“:
Das Projekt „Fast good“ wurde von Ferran Adrià und der NH-Hotelgruppe ins Leben gerufen. Hierbei werden einfache und schnelle Gerichte von höchster Qualität zubereitet. Adrià verfeinert herkömmliche Fast-Food-Menüs mit Zutaten, die ansonsten nur in Gourmetrestaurants zu finden sind. Mit dem Projekt möchte er die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass Zeitmangel nicht zwingend zu ungesunder Ernährung führen muss. Momentan kreiert Adrià die Menüs für drei „Fast good“-Restaurants, geplant sind vier Neueröffnungen in Spanien. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Starköchen arbeitet Adrià an einem Programm, das vor allem junge Menschen für geschmackvolle und natürliche Ernährung begeistern soll. www.fast-good.com

Deutscher Designernachwuchs ausgezeichnet

Zum 15. Mal wurde jetzt in Hamburg der mit 12.000 Euro dotierte
Lucky Strike Junior Designer Award verliehen. Die Jury der Raymond
Loewy Foundation zeichnete 2006 insgesamt 26 von über 200
eingereichten Abschlussarbeiten deutscher Designstudenten aus. Neben
dem Hauptpreis, der in diesem Jahr zweimal vergeben wurde, erhielten
zusätzlich 24 junge Nachwuchsdesigner besondere Anerkennungen. Die
ausgezeichneten Studenten kommen von 19 Hochschulen und
Designausbildungsstätten aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie
dokumentieren mit ihren Arbeiten erneut die große Breite und hohe
Qualität der deutschen Designstudiengänge.

Gewinner des Lucky Strike Junior Designer Award 2006 sind Martin
Hilpoltsteiner von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und Jonas
Kartenbeck von der Fachhochschule Trier.

Hilpoltsteiner entwickelte für seine Abschlussarbeit im
Studiengang Gestaltung unter dem Titel „Recreating Movement“ ein
interaktives Designwerkzeug zur Untersuchung von Filmsequenzen im
dreidimensionalen Raum, wodurch neue Einblicke in die Struktur von
Filmmaterial und insbesondere Bewegungsabläufe ermöglicht werden.

Kartenbeck, der Kommunikationsdesign studiert, hat am Beispiel von
neun, heute noch utopisch scheinenden Objekten seine Überlegungen zu
Problemlösungen des Alltags beschrieben und gestaltet. Dabei wendet
er sich bewusst und mit einer Prise Humor gegen allzu pessimistische
und bedrohliche Zukunftseinschätzungen. Frei nach dem Motto: was
heute denkbar ist, wird morgen machbar sein, betitelt er seine Arbeit
mit „heutemorgen oder die Wiederentdeckung des optimistischen
Zukunftbildes.“

Eingefrorene Momente
Oft nur Bruchteile einer Sekunde lang ist die Filmsequenz eines
Aufschlages beim Tennis oder des Aufpralls eines Autos beim
Crash-Test. Doch dahinter verbirgt sich ein komplexer Bewegungsablauf
mit hunderten von Einzelbildern. Das von Martin Hilpoltsteiner im
Rahmen seiner Abschlussarbeit neu entwickelte Computerprogramm
ermöglicht mit Hilfe verschiedener Filter und Einstelloptionen die
Extraktion dieser Einzelbilder und ordnet sie in einem
dreidimensionalen Raum hintereinander an. Es entsteht ein
schlauchartiger Komplex von Bildern, der eine bestimmte Zeitspanne
des Films sozusagen einfriert.

Der Betrachter kann mit Hilfe der
Computertastatur durch die Bildfolge wandern, jede beliebige Ansicht
der Bildfolge wählen und über eine eingeblendete Menüleiste direkten
Einfluss auf die Darstellung nehmen. So können beispielsweise
Farbbereiche eines Bildes entfernt und damit das Hauptmotiv
freigestellt werden. Ein komplexer Bewegungsablauf wird damit zu
einer Informationsgrafik, die dem Designer neue Einblicke in Fo
rmen und ihre Veränderung gewährt. Jurymitglied Prof. Laubersheimer,

Fachhochschule Köln, betonte in seiner Laudatio, dass es der Jury
nicht schwer gefallen sei, diese „überzeugende und sehr innovative
Arbeit“ zu den herausragenden zu erklären. „Es entstehen völlig
eigenständige Welten, die zwar in dem jeweiligen Stück Film implizit
sind, aber eben nur implizit. Und mit Hilpoltsteiners Tool werden sie
eben explizit zur Verfügung gestellt.“

Wenn Utopia Gestalt annimmt
Die fluoriszierende Pflanze „Glühblüh“ als Wohnzimmerlampe? Ein
ICE, der wahlweise zum Airbus und damit zum „Flugzug“ mutiert? Jonas
Kartenbeck hat mit einem Augenzwinkern solch‘ phantastischen Ideen in
seiner Diplomarbeit Gestalt gegeben. Auch wenn entsprechende
Machbarkeitsstudien sicherlich noch einige Zeit auf sich warten
lassen, so möchte Kartenbeck mit seinen Vorschlägen vor allem eines:
Hoffnung machen durch einen positiven Gegenentwurf zu so düsteren und
bedrohlichen Zukunftsvisionen, wie sie heute in
Science-fiction-Filmen wie „Matrix“ oder „The day after tomorrow“ zum
Ausdruck kommen. Entstanden sind dabei traumhafte Lösungen für das
wachsende Bedürfnis nach Mobilität und Kommunikation, aber auch die
damit einhergehenden großen und kleinen Probleme.

So könnte ein
„Apparkment-Haus“, ein kombiniertes Park- und Hochhaus, das den
eigenen Pkw mit Hilfe eines außen angebrachten Fahrstuhlsystems auch
noch im obersten Stock vor der Wohnungstür parken lässt, künftige
Architekten begeistern. Oder die Automob ilindustrie rüstet demnächst
ihre Modelle mit einem zusätzlichen „Air-Bag“ aus, der im wahrsten
Sinne des Wortes als Ballon über einer möglichen Unfallstelle
schwebt, sie auch aus weiter Entfernung sichtbar macht und damit das
gute alte Warndreieck ersetzt. Für die Jury würdigte Jürgen Plüss,
Leiter Marketing Miele & Cie GmbH & Co., Gütersloh, Kartenbecks
Arbeit, „weil sie sich gekonnt, phantasiereich, elegant und wohltuend
optimistisch vom derzeitigen Zeitgeist abgrenzt, in dem die Krise zum
Mittelpunkt der Wahrnehmung und des Denkens geworden ist.“

24 besondere Anerkennungen dokumentieren Qualität und Breite der
Designausbildung in Deutschland

2006 erhalten – neben den beiden Hauptpreisen – 24 der
eingereichten Abschlussarbeiten eine besondere Anerkennung durch die
Jury der Raymond Loewy Foundation. Die so gewürdigten Arbeiten
belegen den hohen Qualitätsstandard der Ausbildung in Deutschland.
Die Bandbreite reicht von Textil-, Mode- und Schmuckdesign über
Industrie- und Produktdesign bis hin zu verschiedenen Anwendungen von
Kommunikationsdesign. So wurden multifunktionale Pkw- und
Flugzeugstudien vorgestellt, ein Küchenkonzept und eine Trittleiter
für die Generation 50plus entwickelt oder das komplette Corporate
Design für eine fiktive Sushi-Restaurantkette in Europa gestaltet.
Die Studenten machten sich über die visuelle Gestaltung von
Formularen ebenso Gedanken wie über die Konzeption eines
Gesellschaftsmagazins.

Im Bereich Mode wurden beispielsweise
experimentelle und klassische Schnitttechniken in der Kollektion für
ein junges Designer-Label verbunden, das bewusst breite
Käuferschichten ansprechen soll. Alle Arbeiten überzeugten durch
Ideenreichtum wie auch ein hohes Maß an Fachwissen.

Karriereticket für junge Designer

Die Raymond Loewy Foundation schreibt zum 15. Mal
den mit 12.000 Euro dotierten Lucky Strike Junior Designer Award aus.
Vom 1. Januar bis zum 30. März 2006 können Hochschulabsolventen aller
Bereiche des Designs ihre Diplom-, Bachelor- sowie
Masterabschlussarbeiten zum Wettbewerb einreichen. Die Anmeldung zur
Teilnahme am Wettbewerb kann nur über die schriftliche Empfehlung
eines Hochschulprofessors erfolgen. Bewertet werden Einzel- und auch
Teamarbeiten, die zum Zeitpunkt der Einsendung nicht älter als 12
Monate sind. Die Ausschreibungsunterlagen gibt es direkt bei der
Raymond Loewy Foundation.

Der Lucky Strike Junior Designer Award zählt seit seiner Gründung
1992 zu den begehrtesten Nachwuchspreisen in Deutschland.

Mit der Auszeichnung leistet die Raymond Loewy Foundation einen
wesentlichen Beitrag zur Förderung junger Designerinnen und Designer.
Sie verschafft dem Design-Nachwuchs ein öffentliches Forum und ebnet
damit den Weg von der Ausbildung in die Praxis.

Der Lucky Strike Junior Designer Award 2006 wird im Sommer in
Hamburg verliehen.

Anmeldung zum Wettbewerb
Anmeldeschluss: 30. März 2006
Informationen zur Anmeldung:
www.raymondloewyfoundation.com