500 Jahre Reinheitsgebot

Das Reinheitsgebot gilt als das älteste Lebensmittelgesetz der Welt und feiert in diesem Jahr sein 500-jähriges Bestehen. Im Jahre 1516 wurden erstmals in Bayern Regeln zum Bierbrauen festgelegt. Bis 1906 waren diese geltendes Recht allein im Herzogtum Bayern, ab dann durfte ganz Deutschland im Rahmen der Richtlinien nur mit Hopfen und Wasser brauen. Auch heute gilt diese Verordnung noch, wenn sie auch mittlerweile um den Zusatz Hefe und Malz (Gerste) erweitert worden ist. Pünktlich zum Jahresbeginn stellt Wilde & Partner sieben Reisetipps rund um das Bier vor, bei denen Hopfen und Malz bestimmt nicht verloren sind.

1. Mehr als Sangria – Brautraditionen auf Mallorca
Mallorca ist für Party- und Strandurlaub bekannt. Was nur wenige wissen: Seit einigen Jahren etabliert sich auf Mallorca ein Markt für heimisches Craft-Bier, das vor allem im Westen und Norden gebraut und vertrieben wird. Der Mallorca-Experte fincallorca empfiehlt einen Besuch der mallorquinischen Hausbrauereien wie Tramuntana aus Selva, Cas Cerveser in Galilea, Sullerica in Soller und die Beer Lovers aus Alcudia. Einige der Brauereien bieten Verköstigungen und Führungen für Besucher an.
www.fincallorca.de

2. Bierkulinarik in Europas höchstgelegener Brauerei
In Livigno können Bier-Liebhaber bei einer Führung durch die Brauerei „1816“ einen Blick über die Schultern von Braumeister Andrea Rocca werfen. Der Name der Brauerei verweist auf die Höhenlage des Ortes. Braumeister Rocca ließ sich in Bayern zum Biersommelier ausbilden und fährt regelmäßig zum Einkauf von Hopfen und Malz dorthin. Das Erfolgsgeheimnis der Brauerei „1816“ und seines gleichnamigen Biers ist die enge Bindung zu Livigno — das zeigt bereits der Name, der auf die Höhenlage des Orts verweist. Darüber hinaus zählt das für die Herstellung wichtige Quellwasser Livignos zu einem der reinsten der Welt. Gebraut werden in Livigno die vier Klassiker Hefeweizen, Helles, Pils und Rauchbier. Je nach Saison kommen auch ungewöhnliche Zutaten zum Einsatz beispielsweise Moschus-Schafgarbe, wilde Heidelbeeren oder Enzian.
www.livigno.eu

3. Bierwochenende für zwei
Für Bierliebhaber gibt es bei weekend4two, dem Spezialreiseveranstalter für Kurz- und Wochenendreisen zu zweit, genau das Richtige: zwei Tage rund ums Bier in Baden-Württemberg. Der Trip führt in die Bierkulturstadt Ehingen. In der hauseigenen Brauerei können verschiedene Biersorten sowie Biertreberbrot degustiert werden. Die Übernachtung erfolgt im beliebten Bierkistenzimmer mit echtem Holz aus dem früheren Malzlager, ein Bierträger mit sechs Flaschen von drei Brauereien ist inklusive. Das Vier-Gänge-Bier-Dinner und ein digitaler Bier-Kultur-Stadtrundgang runden den Aufenthalt ab. Als Erinnerung an zwei tolle Bier-Tage gibt es eine Bierkulturstadt-Tasche.
www.weekend4two.de/special/835/kulinarik-rund-ums-bier

4. Über den Wolken heben die Bierpreise ab
Die Flugmaschine swoodoo hat in diesem Jahr die Getränkepreise bei Low-Cost-Fluggesellschaften untersucht. Hier genießen Passagiere eher ein teures Trinkvergnügen. Der Preis für 0,33 Liter Bier startet bei den größeren Billig-Fluggesellschaften bei drei Euro. Diesen Preis zahlen zum Beispiel Passagiere von Germanwings und Wizz Air. Ganze 5,50 Euro und damit fast doppelt so viel berechnen flybe und Norwegian. Ein bisschen günstiger bekommen Fluggäste ein Bier mit fünf beziehungsweise 4,50 Euro bei easyjet und Ryanair.
www.swoodoo.com

5. Einheimisches Bier über den Dächern von Zell am See
Self-made Braumeister: Nach einer TV-Reportage über Urwald-Einwohner, die ihr eigenes Bier brauten, kam Fritz Sendlhofer auf den Hopfen. Nachdem er sich bei Bekannten in Bayern inspirieren ließ und Anleitungen einholte, startete er auf seinem Logenplatz mit herrlichem Ausblick auf den Zellersee in das Projekt und perfektioniert heute sein Bier bis zum letzten Schliff. Besucher können das angenehm süffige und erfrischende Bier hoch über den Dächern von Zell am See zu selbstgemachtem Bauernbrot und Speck in einem alten Steinkrug probieren. Urig: Fritz pflegt mit Bier auch seinen Bart, mit dem er schon diverse Auszeichnungen gewonnen hat.
www.zellamsee-kaprun.com

6. Prag, Köln, Amsterdam, München: Touren durch die Bier-Metropolen Europas
In Prag können Bierfans bei dem dreistündigen Rundgang zu den besten Mikrobrauereien mehr über die Geschichte des Biers lernen, das hier auf eine lange Brautradition zurückblicken kann. In Köln lernen Bierfans bei informativen und unterhaltsamen Anekdoten, warum Kölsch „schön, schlau, schlank und gesund“ macht und wie es sich auf das Liebesleben auswirkt. In Amsterdam entspannen die Füße bei einer einstündigen Bier-Tour durch die niederländische Hauptstadt, während ein Fahrer die mobile Fahrradbar vorbei an den Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum strampelt. Als Erfrischung stehen 20 Liter Bier bereit. Bei einem abendlichen Rundgang durch München stellt ein Tourguide die Bierhauptstadt der Welt vor. Dabei lernen die Teilnehmer mehr über die faszinierende Geschichte deutscher Brauereikunst – von den historischen Anfängen bis zu den großen Klosterbrauereien des Mittelalters und dem weltberühmten Reinheitsgebot.
www.getyourguide.de

7. Mittendrin im Hinterhof der Stiegl Brauerei
Große Brauerei ganz klein: Im Hans-Peter Porsche TraumWerk werden im Miniaturformat realistisch gestaltete Alltagsszenen zum Leben erweckt, so auch der Betrieb der Stiegl Brauerei in der Region Salzburg. Hier kann man den Bierlieferanten beim Beladen der Holzfässer zusehen und den Aufbau einer Brauerei von oben untersuchen. Das Hans-Peter Porsche TraumWerk befindet sich verkehrsgünstig an der Autobahn A8 zwischen der Bierhauptstadt München und Salzburg.
Hier entdecken Besucher in der circa 400 Quadratmeter großen Modelleisenbahnanlage detailgetreu gestaltete Landschaften in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Auf einer Gleislänge von rund drei Kilometern fahren zeitgleich bis zu 40 von 180 Zügen und überwinden dabei einen Höhenunterschied von bis zu fünf Metern.
www.hanspeterporsche.com

Jiří Štift

Prag ist um ein würziges Kulinarik-Highlight reicher: „Spices“ heißt das neue Gourmetrestaurant im Mandarin Oriental, Prague.

Das Spices Restaurant und Bar bietet im Herzen der Prager Altstadt authentische asiatische Fusion-Küche unter der Ägide von Küchenchef Jiří Štift. Inspiriert sind die kulinarischen Kreationen von seinen unzähligen Asienreisen, bei denen er in die Welt der Gewürze eintauchte.

Die „spicy“ Gaumenfreuden entführen die Gäste auf eine Reise durch ungeahnte Gewürzkombinationen: thailändische Krabbenküchlein mit Mangomayonnaise, zweierlei Lachs (kross gebraten und pochiert mit Chillimarmelade) oder im Bananenblatt gegarter Wolfsbarsch mit Kerala Curry. Alle Köstlichkeiten werden nach dem Sharing-Prinzip in der Mitte des Tisches serviert, einige davon werden sogar direkt am Tisch zubereitet. Begleitet werden die Gänge von exklusiven Teevariationen wie Longjing oder Dianhong, und der umfangreiche Weinkeller umfasst nicht nur Spezialitäten der alten und neuen Welt, sondern auch ausgesuchte tschechische Weine.

Neben dem Restaurant befindet sich die neue Spices Bar, idealer Treffpunkt für den Aperitif oder einen köstlichen Cocktail. Hier locken asiatische Cocktails wie Safran Moksha mit Safran Gin oder Fiery Geisha mit Pfefferwodka sowie eine große Auswahl an Marinis und andere Klassiker. Kleine Gerichte, darunter Bento-Boxes, runden das Angebot ab.

Der neu gestaltete Restaurantbereich öffnet sich in eine Lounge mit Terrasse im Innenhof, wo Gäste kleine Köstlichkeiten im Freien genießen können.

Das britische Designstudio Black Sheep (u.a. Four Seasons in Südafrika und Hermès Store in London) setzte bei der Neugestaltung die Gewölbedecke des ursprünglichen Dominikanerklosters aus dem 17. Jahrhundert besonders in Szene. Kontraste und Akzente setzen Gold schimmernde Tresen, Möbel und Kunstwerke, Hölzer in organischen Formen und edle Ledersessel in einem Ton in Ton abgestimmten Ambiente mit Erdfarben und indirekter Beleuchtung. Den für Mandarin Oriental typischen asiatischen Touch in dem luxuriösen und zeitlosen Rahmen geben die aufwendigen Blumengestecke, die Ornamente der Kunstwerke und eigens designte Uniformen.

Das Restaurant ist täglich von 18 und 23 Uhr geöffnet. Die Bar schließt erst um 1 Uhr, bzw. freitags und samstags um 2 Uhr.

www.mandarinoriental.com/

Weinfeste in Südmähren und Prag

Bier ist das tschechische Nationalgetränk und Stolz der ganzen Nation. Dabei hat auch der Weinbau eine lange Tradition, die ihre Blüte zur Zeit Karls IV erfuhr. Wer heute typisch tschechische Weine, wie den intensiv nach Blüten duftenden Cabernet Moravia, den rubinroten Frankovka (Blaufränkisch), den aromatischen Palava oder den Neronet mit seiner Note von schwarzen Johannisbeeren und Sauerkirschen probieren möchte, macht das am besten bei einem der zahlreichen Weinfeste im Herbst. Der Beginn der Weinlese wird dann mit historischen Umzügen, Volkstänzen und Kunsthandwerksmärkten gefeiert. Ein Getränk, das auf keinem der Feste fehlen darf, ist der Traubenmost.

Die bedeutendste Weinbauregion Tschechiens ist Südmähren, wo am 12. und 13. September eines der bekanntesten Weinfeste des Landes stattfindet. Das Fest in Znojmo zieht jedes Jahr tausende Besucher und Urlauber an. Gefeiert wird nicht nur die Weinlese, sondern auch der Besuch des böhmischen Königs Johann von Luxemburg im Jahre 1327. Zu Weinen aus der Region werden hausgemachte mährische Wurst- und Käsespezialitäten gereicht. Zur gleichen Zeit, vom 12. bis 14. September, feiern die Bewohner von Mikulov die Palava-Weinlese. Auf Schloss Mikulov befindet sich das größte Weinfass Europas. Hier findet auch die tschechische Sommelier-Meisterschaft statt. Urlauber können Weine verkosten und herausfinden, ob sie Aromen wie Banane, Marzipan oder Rosen genauso gut schmecken wie die Profis. Eine schöne Kulisse bietet auch das Weinfest auf Schloss Valtice, das vom 3. bis 5. Oktober stattfindet. Der Clou für Weinliebhaber ist der ganzjährig geöffnete Salon der Weine der Tschechischen Republik in den Kellerräumen des Schlosses. Das Nationale Weinzentrum lagert hier die hundert besten Weine Tschechiens, die alle an Ort und Stelle von Besuchern probiert werden können.

Wein wird auch in der Umgebung von Prag und sogar mitten in der Stadt angebaut. Am 20. und 21. September feiern die Hauptstädter ihr Weinfest in den Innenräumen und Gärten der Prager Burg, denn hier befindet sich einer der ältesten und schönsten Weinberge in Böhmen. Seine Ursprünge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Die Verkostung der böhmischen und mährischen Weine wird von Zimbalmusik und traditionellen Handwerksschauen begleitet. Der Prager Wein gedeiht auch im Stadtteil Troja oder im Havlickovy sady, dem zweitgrößten Park der Stadt. In Troja wird am 13. September gefeiert. Das Fest im Havlickovy sady findet am 27. und 28. September an der Villa Gröbe (Grebovka) statt. Es gibt Tanz- und Fechtvorführungen, einen historischen Marktplatz und verschiedene Konzerte.

www.czechtourism.com

Wie ehrlich ist die Welt?

Readers Digest Journalisten „verloren“ in vielen Weltstädten jeweils 12 Portemonnaies. In Helsinki kamen 11 zurück, Indien 9, Moskau 7, Berlin 6, Prag 3, Madrid 2 und in Lissabon nur eins (zurückgegeben von holländischen Touristen)
Mit einem Test in 16 Großstädten enthüllt Reader’s Digest, wo auf der Welt Ehrlichkeit am meisten regiert – Helsinki ist spitze, Lissabon bildet das Schlusslicht

Reader’s Digest, eine der meistgelesenen Zeitschriften der Welt, hat einen „Ehrlichkeits-Test“in 16 Großstädten auf vier Kontinenten durchgeführt. Mit jeweils zwölf „verlorenen“ Portemonnaies pro Metropole stellte Reader’s Digest Hunderte von Menschen auf die Probe, um herauszufinden, wie ehrlich sie waren und ob sie die Geldbeutel zurückgeben würden.

Von Reader’s Digest ausgesandte Reporter ließen in Metropolen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien 192 Portemonnaies liegen. Jeder Geldbeutel enthielt eine Telefonnummer, ein Familienfoto, Rabattmarken, Visitenkarten sowie einen der Landeswährung entsprechenden Betrag in Höhe von 40 Euro. Die Reader’s‑Digest‑Tester ließen die Portemonnaies in Parks, in der Nähe von Einkaufszentren oder auf dem Bürgersteig liegen und beobachteten, was passieren würde. Dabei kamen sie zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Von den 192 verlorenen Portemonnaies wurden 90 (47 Prozent) zurückgegeben. Dabei stellten die Feldforscher von Reader’s Digest verblüffende Gemeinsamkeiten fest:

Alter ist kein Indikator dafür, ob eine Person ehrlich oder unehrlich ist. In allen 16 Städten deckten ehrliche und unehrliche Finder das gesamte Altersspektrum ab.
Weiblich oder männlich – auch hieraus lässt sich kein Rückschluss auf die Ehrlichkeit ziehen, obwohl es zwei Städte gab, in denen sich Frauen auf jeweils ganz gegensätzliche Weise hervortaten: Im polnischen Warschau waren es ausschließlich Frauen, welche die Geldbeutel behielten, wohingegen im slowenischen Ljubljana fünf der sechs zurückgegebenen Portemonnaies von Frauen gefunden wurden.
Relativer Wohlstand scheint kein Garant für Ehrlichkeit zu sein. Im indischen Mumbai wurden neun, in Moskau sieben von zwölf Brieftaschen zurückgegeben, aber im vergleichsweise wohlhabenden Zürich kehrten nur vier Geldbeutel in die Hände der Reporter zurück.

Für Experten wie Peter Graeff, Professor für Soziologie an der Universität Kiel, bestätigt der Test frühere wissenschaftliche Untersuchungen. „Aus der Forschung wissen wir: Südeuropäische Länder haben ein relativ geringes soziales Vertrauen. 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung in Portugal würden einem Fremden auf der Straße eher nicht trauen“, sagt Graeff in der Oktober-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland mit Blick auf die schlechten Werte von Lissabon oder Madrid. Es gebe „ein klares Nord-Süd-Gefälle, was das Vertrauen in den Mitmenschen betrifft“. Länder in Mitteleuropa wie Großbritannien und Deutschland würden eher im Mittelfeld liegen. Die Testergebnisse bestätigen das. In Berlin wurden sechs von zwölf Geldbörsen samt Inhalt wieder abgegeben, in London waren es fünf von zwölf.

„Es hat uns wirklich begeistert, dass es so viele ehrliche Menschen auf der Welt gibt“, sagt Raimo Moysa, Chefredakteur von Reader’s Digest International Magazines. „Und am meisten beeindruckte uns, dass Ehrlichkeit ein Wert ist, der gleichermaßen von jungen und alten Menschen, Männern und Frauen, Armen und Reichen und zudem in höchst unterschiedlichen Kulturen hochgehalten wird.“

Die Städte, in denen Portemonnaies platziert wurden, waren New York City (USA), Amsterdam (Niederlande), Berlin (Deutschland), Bukarest (Rumänien), Budapest (Ungarn); Helsinki (Finnland), Lissabon (Portugal), Ljubljana (Slowenien), London, (Großbritannien), Madrid (Spanien), Moskau (Russland), Mumbai (Indien), Prag (Tschechien), Rio de Janeiro (Brasilien), Warschau (Polen) und Zürich (Schweiz).

Der international durchgeführte Feldversuch „verlorene Portemonnaies“, auch nachzulesen im Internet unter www.readersdigest.de bzw. in der Oktober-Ausgabe 2013, führt die 16 Städte entsprechend der Anzahl der zurückgegebenen Portemonnaies in einer „Ehrlichkeitsrangliste“ auf. Diese Liste ordnet jede Stadt einer Kategorie zu. Diese reichen von der lobenswertesten („Die Heiligen“, der nur Helsinki, Finnland, angehört) bis zur letzten, der „Schämt Euch!“ überschriebenen Gruppe. Hier einige Ergebnisse:

„Die Heiligen“ – Helsinki (11 von 12 Portemonnaies zurückgegeben): „Finnen sind von Natur aus ehrlich, das ist ein nationaler Charakterzug“, meint der 27‑jährige Wirtschaftsstudent Lasse Luomakoski. Er hatte das verlorene Portemonnaie in der Fußgängerzone Mikonkatu im Zentrum Helsinkis gefunden. „Wir leben in einer relativ kleinen, unaufgeregten und eng verwobenen Gemeinschaft. Bei uns gibt es kaum Korruption, nicht einmal über eine rote Ampel würde ein Finne fahren“, so der Student.

„Gutes Wertesystem“ – Mumbai (neun zurückgegebene Brieftaschen), Budapest und New York (acht Geldbeutel): Die Einwohner von Mumbai belegten in unserem Feldversuch den zweiten Platz, sie gaben neun der Portemonnaies zurück. Vaishali Mhaskar, zweifache Mutter und Briefmarkenverkäuferin, gab einen Geldbeutel zurück, der in Mumbais Hauptpostamt platziert worden war. „Ich bringe meinen Kindern bei, ehrlich zu sein, genau wie meine Eltern es mir beigebracht haben“, erklärt sie.

„Einigermaßen ehrlich“ – Amsterdam und Moskau (sieben zurückgegebene Portemonnaies), Berlin und Ljubljana (sechs P.) sowie London und Warschau (fünf P.): Ein Mann Anfang 50 findet in einem Parkhaus in der Nähe des Filmtheaters Siska in Ljubljana ein Portemonnaie. Einen Augenblick lang hatten die Reporter von Reader’s Digest Hoffnung – der Mann tätigte mit seinem Handy einige Anrufe, doch dann legte er auf, steckte den Geldbeutel ein, stieg in sein schickes, teures Auto und fuhr davon.

„Schämt Euch!“ – Prag (drei P.), Madrid (zwei P.) und Lissabon (ein P.): Ein Straßenbahnführer, Anfang 50, erkennbar am dunkelblauen Anzug mit dem Logo der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) am Ärmel, fand eines der Portemonnaies in der Nähe einer Tramhaltestelle im Zentrum der Stadt. Nach einer gründlichen Inspektion des Inhalts steckte er die Brieftasche ein. Bei den Reportern hat er sich nie gemeldet – obwohl die VBZ das Fundbüro für sämtliche verlorenen Dinge der Stadt Zürich verwalten und Fahrgästen anbieten, Fundsachen dem Fahrpersonal zu übergeben.

www.readersdigest.de/ehrlichkeitstest

MARCO POLO KOMPAKT

MARCO POLO KOMPAKT ist die neue Reihe digitaler Reise-Taschenbücher für eBook-Reader, Tablets & Co. Hochwertige Inhalte aus den beliebten MARCO POLO Print-Reiseführern können nun als kompakte Rubriken auf Lesegeräte geladen und anschließend flexibel für die Reisevorbereitung oder komfortabel vor Ort genutzt werden. Zum Start ist MARCO POLO KOMPAKT für acht Städte in vier Rubriken verfügbar.

Die digitalen Kompaktausgaben der MARCO POLO Print-Reiseführer im EPUB- und Mobi-Format überzeugen moderne Urlauber durch alle Vorteile eines eBooks: offline, interaktiv und mit Karte. Für jede der acht verfügbaren Destinationen sind vier verschiedene Kompaktausgaben der MARCO POLO Reiseführer als eBook erhältlich.

Sehenswertes: Die Kompaktausgabe „Sehenswertes“ informiert den Reisenden über die interessantesten Locations der Stadt. Ob die schönsten Museen, die imposantesten Plätze und Wahrzeichen sowie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und traumhafte Insider-Tipps – in diesem Guide erfährt der Leser alles über die wichtigsten Hot-Spots für seinen Kurztrip.

Einkaufen: Die besten Shopping-Adressen für jede Stadt liefert die Kompaktausgabe „Einkaufen“. Von Kleidung über Schuhe bis Souvenirs ist für jeden Style und Geldbeutel der passende Laden in den schönsten und kleinsten Winkeln der Stadt im Handumdrehen sofort ausgemacht.

Essen & Trinken: Nur auf der Durchreise? Dann bietet die Kompaktausgabe „Essen & Trinken“ Inspiration für den großen und kleinen Hunger. Hier bekommt der Reisende den besten Überblick über alle Restaurants in jeder Preiskategorie und kann sich vor Ort mit einheimischen Spezialitäten verwöhnen lassen oder die internationale Küche genießen – für jeden Geschmack ist eine Auswahl dabei.

Am Abend: Neigt sich der Tag dem Ende ist die Kompaktausgabe „Am Abend“ eine Wahl für unvergessliche Erlebnisse zur späten Stunde. Informationen über die besten Party-Locations der Stadt mit jeder Menge Tipps sichern ein unterhaltsames Abendprogramm.

Neben den bewährten MARCO POLO Insider-Tipps sind alle Kompaktausgaben mit einem praktischen Cityatlas ausgestattet. Sie bieten Offline-Karten samt Straßenregister für eine schnelle Orientierung vor Ort. Zusätzlich erleichtern Links zu Google Maps die individuelle Routenplanung. Ebenso ist in jeder Ausgabe das öffentliche Verkehrsnetz der jeweiligen Stadt enthalten und bietet eine schnelle Weiterleitung zur Fahrplanauskunft. Dank der praktischen Volltextsuche lassen sich Stichwörter in Sekundenschnelle finden. Mit Hilfe von Lesezeichen und persönlichen Notizen ist ganz einfach ein persönlicher Reiseplan erstellt.

Verfügbarkeit und Preise: Die Ausgaben der MARCO POLO KOMPAKT-Reihe sind ab sofort im Apple iBookstore, im Amazon Kindle-Shop und bei allen gängigen Onlinebuchhändlern erhältlich. Der Preis pro Ausgabe liegt bei 99 Cent.

Aktuell sind die Ausgaben für folgende acht Städte verfügbar: Berlin, Los Angeles, London, Madrid, München, New York, Paris und Prag. Weitere Städte folgen in Kürze.

Weitere Informationen zu den MARCO POLO eBooks: http://shop.marcopolo.de/Produkte/E-Books-Apps

Kulinarische Reisen in zehn europäischen Metropolen

Was sind eigentlich typische Speisen in Prag und Venedig? Jede Stadt hat ihren eigenen Gusto und besondere kulinarische Geschmackserlebnisse zu bieten. Unter dem Motto „Kulinarisch genießen“ hat TUI für Feinschmecker 14 köstliche Erlebnispakete in zehn europäischen Metropolen kreiert. In Berlin, Barcelona, Budapest, Hamburg, München, Prag, Rom, Stockholm, Venedig und Wien genießen Gourmets typische Delikatessen, Mehr-Gänge-Menüs, Kochkurse und kulinarische Ausflüge zu den Gourmet-Hotspots der Stadt. Weil die Städte nicht nur Kulinarisches zu bieten haben, werden die City-Erlebnispakete ergänzt durch Stadtrundgänge und Reiseführer. Dank spezieller City Cards in ausgewählten Städten sind öffentliche Verkehrsmittel kostenfrei und viele Sehenswürdigkeiten ermäßigt.

Panierter Karpfen, Krautsuppe oder die pfannkuchenähnlichen Dalken sind ein echter „Prager Genuss“. Im gleichnamigen Erlebnispaket lernen Reisende diese und andere Speisen kennen, zum Beispiel beim Drei-Gänge-Menü im bekannten Brauhaus „Novometsky pivovar“. Eine romantische Schifffahrt auf der Moldau mit Buffet und Live-Musik ist ebenso im Erlebnispaket inbegriffen wie ein Reiseführer, ein kostenloser Flughafentransfer oder freies Parken im Hotel. Drei Übernachtungen im Vier-Sterne K+K Hotel Fenix inklusive Frühstück und dem Paket „Prager Genuss“ sind ab 299 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.

Selbst gekocht wird in Venedig: Bei einem vierstündigen Kochkurs werden typisch venezianische Gerichte mit Zutaten der Umgebung zubereitet. Mit dem Vaporetto-Ticket für 72 Stunden sind alle Sehenswürdigkeiten Venedigs bequem und kostenfrei per Boot oder Stadtbus erreichbar. Eine Weinverkostung und ein Reiseführer runden das Erlebnispaket ab. Drei Nächte im Vier-Sterne-Hotel Concordia inklusive Frühstück und dem Paket „Venezianische Gaumenfreuden“ kosten ab 419 Euro pro Person im Doppelzimmer.

zu buchen bei Opodo www.gourmet-report.de/goto/opodo-reisen oder http://www.gourmet-report.de/goto/lasminute-de

Europa Gourmet CITY GUIDE 2013/14

Die besten Adressen in zehn Metropolen: Die Redaktion des FEINSCHMECKERS empfiehlt wieder die besten Hotels und Restaurants, die schicksten Bars, nettesten Pubs und Tapas-Lokale sowie die schönsten Cafés in zehn europäischen Metropolen. Barcelona, Florenz, Istanbul, Kopenhagen, London, Madrid, Paris, Prag, Rom und Wien – 500 Adressen sind es insgesamt.

Alle wurden überprüft und bewertet. Aktuelle Neueröffnungen sind ebenso vertreten wie unverzichtbare Klassiker, die besten Gourmetlokale, aber auch legere Bistros. Unter den Übernachtungsadressen finden sich Grandhotels genauso wie individuelle Boutique- und moderne Designhotels, außerdem bezahlbare kleinere Quartiere.

Der GUIDE liegt der März-Ausgabe des Magazins DER FEINSCHMECKER bei, die jetzt zum Preis von 9,95 Euro erhältlich ist.

Grand Restaurant Festival

Vom 15.Januar bis 15.Februar findet in 20 Städten und 63 Gastronomiebetrieben in das „Grand Restaurant Festival“ statt – Wer in Prag ist, sollte auch das sehenswerte Gastronomie Museum besuchen

Gaumenschmaus zum Festivalpreis lautet die Devise des Festivals. Die Karten kosten zwischen 8 und 24 Euro und können ab Anfang Dezember bei www.grandrestaurantfestival.cz erworben werden. Sie gelten als Gutscheine, mit denen die Touristen in Restaurants mit den höchsten Bewertungen im tschechischen Gastroführer ausgefallene Speisen probieren können wie gebratene Hasenleber an frischem Thymian mit Weintraubenchutney und Weißbrot oder auch Kartoffel an geriebenen Trüffel und Trüffelcreme.

Für die Chefköche gibt es drei große Themengebiete, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellen: „Wie bei Muttern“, „Spezialität des Hauses“ und „Czech Specials“.

Die tschechische Küche ist geprägt von traditionellen Gerichten aus Großmutters Zeiten. Gekocht wird überwiegend das, was selbst angebaut wurde: Hülsenfrüchte, Getreide, Kraut, Pilze und Kartoffeln. Da jeder Bauernhof seit jeher eigene Tiere hielt, stehen als Fleischgerichte häufig Lendenbraten, Schweinebraten und Geflügel auf dem Speiseplan. Fische aus den heimischen Gewässern sind Zander, Forelle und Karpfen. Unter den Süßspeisen erfreuen sich Buchteln, die mit unterschiedlichen Füllungen angeboten werden, großer Beliebtheit.

Das tschechische Bier wird als eines der besten überhaupt bezeichnet und ist bei den Tschechen das mit Abstand populärste Getränk. Neben bekannten Marken wie Pilsner Urquell, Budweiser Budvar und Krušovice werden 500 weitere Biersorten gebraut.

Wer in Prag ist, sollte auch das sehenswerte Gastronomie Museum Prag besuchen: www.muzeumgastronomie.cz/en/collaboration

La Degustation Boheme Bourgeoise, Prag

Es sollte der krönende Abschluss einer Geschäfts- und Familienreise nach Prag sein – Kulinarisch gingen wir von einem Reinfall zu anderen –
Glücklich machte uns nur das Bier: Pilsener Urquell und noch besser Staropramen Granat – Fazit: In Prag ernährt man sich am besten flüssig

Im exklusiven 1.Prager Stadtbezirk liegt das Restaurant „La Degustation Boheme Bourgeoise“. Es ist nett eingerichtet, man sitzt sehr gut. Modern ohne Tischdecken. Gut beleuchtet. Man kann sehen, was man isst.
Wir haben bequem über die Webseite reserviert. Uns hatte die Webseite als Termin 19.52 Uhr gegeben.
Die Kellner machten von Anfang an einen sehr „entspannten“ Eindruck. Der Chefkoch war auch nicht im Haus.
Man kann zwischen einem 6 Gang und 11 Gang Menü wählen. Wir wählten das 6 Gang Menü zu 85 Euro. Was auf den Tisch kam, hatte 12 – 13 Punkte Gault Millau Qualität. Das Brot war grauenhaft. Tags zuvor hatten wir deutlich besseres Brot an der Wurstbude an der Tramhalte Malostranke Namesti (auf dem Parkplatz ganz hinten) zu unserer Grillwurst bekommen! Da wäre es eigentlich auch nicht schlimm, dass nie Brot nachgelegt wurde. Auch nicht Butter auf Nachfrage. Aber die Gänge waren so klein, dass wir stets hungrig waren. Inkl. Junior.
Für den sechsjährigen Junior empfahl der Kellner drei Gänge und berechnete auch nur die Hälfte. Das er aber keine Ameuse Bouche bekam, war schäbig. Natürlich mochte Junior die Gänge, die er nicht bekam, besser, als die er bekam. Juniors Favorit war der Fisch in Wirsing, perfekt gekocht, aber langweilig wie im Krankenhaus.

Die Gattin hatte bei der als „Signature dish“ angekündigten Zunge ein sehr gutes Stück und ein Stück Fett erwischt. Die Zunge schmeckte Junior auch, die hatte er aber nicht. Das Tenderloin schmeckte ihm sehr, meins fand er auch etwas zäh.

Der Service kam gerne auch mal zwischendrin von der falschen Seite, lieferte bekleckerte Teller ab, war nicht aufmerksam. Sehr enttäuschend. Der Michelin sollte die Serviceleistungen doch wieder mitbewerten oder zumindest eine extra Bewertung geben.

Schön war, dass es WIFI gab. So konnte man auch unbekannte Teile der Karte übersetzen.

Unsere Fotos finden Sie wie immer auf der Facebook Seite vom Gourmet Report: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151069987308124.422383.168996673123&type=3

Prager Freunde verrieten uns nun, wir sollten lieber ins Terasa u Zlate Studne gehen, das wäre derzeit besser. Können wir nicht beurteilen. Alle Restaurants, die wir in Prag besuchten, waren schlecht, bis auf das Dachrestaurant eines Kaufhauses. Die hatten einen Grill, da gab es Nackensteak oder Lamm-Hamburger. Schmeckte alles richtig gut, war warm, der Service liebevoll, die Location cool, das Bier kalt und lecker und wir zahlten keine 10 % vom La Degustation. Das Restaurant heisst „Bohe(my)a und befindet sich auf dem Dach des „MY“ shopping Centers. Nicht missverstehen: Es war nichts Besonderes, aber nett.

La Degustation Boheme Bourgeoise Restaurant im Internet: www.ladegustation.cz/en/

Prag erhält zwei neue Michelin-Sterne

Kommen Sie nach Prag und genießen Sie hier eine Küche der Spitzenklasse. In der aktuellen Ausgabe des Michelin-Führers „Main Cities of Europe 2012“ wurden gleich zwei Prager Restaurants mit jeweils einem Stern ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden zum ersten Mal tschechische Köche prämiert. In Prag gibt es immer mehr Restaurants, die sich als „Bib Gourmand“ bezeichnen dürfen, also als Speiselokale, die „sorgfältig zubereitete und preiswerte Mahlzeiten“ anbieten.

Jeweils ein Michelin-Stern wurde dem Restaurant Alcron und seinem Chef-koch Roman Paulus sowie dem La Degustation Bohême Bourgeoise mit Chefkoch Oldřich Sahajdák verliehen. Beide Restaurants bieten Degusta-tionsmenüs. Das Alcron ist vor allem bekannt für seine Fischspezialitäten und Meeresfrüchte.

Das Restaurant La Degustation Bohême Bourgeoise wiederum steht für die traditionelle böhmische Küche vom Ende des 19. Jahrhunderts.

In Prag kommen ständig neue Orte hinzu, die Gourmets zu schätzen wissen. Das Attribut „Bib Gourmand“ tragen nun auch die Prager Speiselokale Sansho und Monastery und ergänzen somit das bestehende Angebot der Restaurants SaSaZu, Le Terroir, Aromi und Divinis, die bereits im letzten Jahr ausgezeichnet wurden.

Lesen Sie mehr über MICHELIN-Führer „Main Cities of Europe 2012“:
http://www.gourmet-report.de/artikel/341474/Neue-Michelin-Sterne-ueber-Europas-Metropolen.html