Weizen besser als sein Ruf

Wissenschaftler widersprechen schlechtem Image

Menschen, die eine Gluten-Unverträglichkeit haben, sind nicht zu beneiden; bei ihnen kann das im Weizen enthaltene Klebereiweiß infolge einer Autoimmunkrankheit schwere Symptome auslösen. Die Schleimhäute brennen und schwellen an, die Haut rötet sich, es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall und einem vermehrten Auftreten von Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Daneben gibt es noch Weizen-Allergiker und solche, die eine „Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität“ haben. Für alle anderen Menschen ist Weizen ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das zur weltweiten Ernährungssicherung einen wichtigen Beitrag leistet – nicht nur im Hinblick auf die Quantität der erzeugten Produkte, sondern auch als Eiweiß- und Mineralstofflieferant. Warum also wird Weizen von vielen als ungesund verteufelt und dient sogar aktuellen Bestsellern als „Bösewicht“?

Wissenschaftler wehren sich gegen diese Image-Kampagnen: „Im Gegenteil: Möglicherweise könnten neue Weizensorten zukünftig dazu beitragen, den leider noch verbreiteten Mineralstoff-Mangel von Menschen vor allem in Entwicklungsländern in den Griff zu bekommen“, so Dr. Friedrich Longin, Weizen-Experte an der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim.

In der Tat mutet die in den reicheren Industrienationen geführte Debatte in Ländern mit latenter Unterversorgung zynisch an. Wer kein Einkommen hat und kaum weiß, wie er sich versorgen soll, wäre um jeden Sack Weizen dankbar, sofern er ihn verträgt. Klagen wir also lediglich auf hohem Niveau? Schwer zu sagen beim aktuellen Aufeinanderprallen verschiedener „Weltanschauungen“ in Sachen Weizen. Eiweiße der sogenannten „Amylase Trypsin Inhibitoren“ (ATI) sollen an der Glutensensitivität schuld sein. Die Landessaatzuchtanstalt kooperiert bei diesen Fragen mit dem Mainzer Gastroenterologen und Wissenschaftler Professor Detlef Schuppan. Die Wissenschaftler erwarten im Laufe des Jahres 2015 erste klinische Ergebnisse. „Nicht zutreffend ist aber die oft wiederholte Aussage, dass moderner Weizen mehr ATIs enthalte als alte Sorten“, betont Longin. „Es scheint eine große Varianz zwischen den Sorten und einen erheblichen Umwelteinfluss zu geben, was aber genauer untersucht werden muss.“
Friederike Heidenhof, www.aid.de

Selen und Vitamin E

Nahrungsergänzung nur bei Mangelzuständen

Männer sollten Nahrungsergänzungsmittel mit Selen und Vitamin E nur auf ärztlichen Rat einnehmen. Und zwar auch nur dann, wenn sie nachweislich einen Mangel haben. Denn eine Überversorgung kann das Risiko für Prostatakrebs erhöhen, lassen die Resultate einer US-amerikanischen Studie vermuten. In die Untersuchung gingen die Daten von mehr als 5.300 Männern über 50 Jahren ein, von denen 1.739 Männer Prostatakrebs, davon 489 ein Hochrisiko-Karzinom, entwickelt hatten. Während des Untersuchungszeitraums erhielten sie eine tägliche Nahrungsergänzung von 200 Mikrogramm Selen oder 400 Internationale Einheiten Vitamin E, beide Präparate oder ein Placebo.

Eine Nahrungsergänzung mit Selen und Vitamin E schützte nicht vor einem Prostatakarzinom, wie zuvor vermutet worden war. Da die Behandlung keinen Nutzen zeigte, wurde die Studie drei Jahre vor geplantem Ende abgebrochen. Männer mit hohen Selenspiegeln, die zusätzlich große Mengen des Spurenelements einnahmen, hatten sogar ein um 91 Prozent höheres Risiko für ein hochgradiges Prostatakarzinom als Teilnehmer mit niedrigen Spiegeln. Männer mit einem niedrigen Selenspiegel hatten ein um 111 Prozent höheres Risiko für hochgradige und ein um 46 Prozent höheres Risiko für weniger aggressive Prostatakarzinome, wenn sie Vitamin E- Präparate schluckten. Weitere Studien sollen zeigen, welche biologischen Mechanismen zu diesem höheren Krebsrisiko führen. Es wird vermutet, dass sowohl hohe als auch niedrige Selenkonzentrationen die Erbsubstanz in den Zellen des Prostatagewebes schädigen.

Vitamin E ist ein Zellschutzvitamin und kommt gehäuft in pflanzlichen Ölen vor. Selen ist unter anderem am Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone beteiligt und in Fisch, Meeresfrüchten, Milch und Gemüse enthalten. Generell wird der Körper durch eine ausgewogene Ernährung ausreichend mit Vitamin E und Selen versorgt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Männer ab 50 Jahren eine Zufuhr von 30 bis 70 Mikrogramm Selen und 13 mg-Äquivalent Vitamin E (Tocopherol) pro Tag.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kein Recht auf Umtausch

Was gab es denn dieses Jahr zu Weihnachten? Die achte blau gestreifte Krawatte. Oder doch der dritte Band von Harry Potter, der schon zweimal im Schrank steht? Die Schuhe drücken, die Socken kratzen – mit Weihnachtsgeschenken trifft man nicht immer ins Schwarze. Deshalb setzt zwischen den Feiertagen regelmäßig ein Run der Umtauschwilligen auf die Geschäfte ein. Aber kann man solche Geschenke eigentlich wieder umtauschen? Was sollte man als Schenker bereits beim Kauf beachten? Sind Geschenkgutscheine vielleicht die bessere Alternative? ARAG Experten geben Antworten:

Kein Recht auf Umtausch

Grundsätzlich gilt, dass es bei Nichtgefallen kein Rückgabe- oder Umtauschrecht gibt. Die großen Kaufhäuser nehmen jedoch aus Kulanz gekaufte Ware zurück, die kleineren Läden häufig gegen einen Umtauschgutschein.

Online-Shop
Anders sieht es bei Ware aus, die in Online-Shops erworben wird. Hier räumt der Gesetzgeber grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ein, welches auch durch Rücksendung der Ware ausgeübt werden kann. Der Kunde braucht keinen Grund für die Rücksendung anzugeben. Um das Widerrufsrecht auszuüben, genügt die Rücksendung der Sache innerhalb der Frist an den Unternehmer. Anders als z. B. bei einer Kündigung reicht die rechtzeitige Absendung, der Zeitpunkt des Zugangs beim Unternehmer ist hier nicht entscheidend. Zu beachten ist allerdings, dass Unternehmen oftmals schon für die Prüfung der Ware durch den Käufer einen Anspruch auf Wertersatz geltend machen, weil diese sich verschlechtert haben soll. Da dies gegen EU-Recht verstößt, ist seit einiger Zeit auch in Deutschland ein Gesetz in Kraft, wonach dieser Anspruch den Verbraucher nicht mehr belasten darf. Es darf also nur noch für den Fall, dass der Verbraucher die übermäßig benutzt, Wertersatz seitens des Händlers geltend gemacht werden.

Gewährleistung
Nicht zu verwechseln mit dem Umtausch bei Nichtgefallen sind die Rechte und Ansprüche aus Gewährleistung, wenn ein Mangel an der Kaufsache vorliegt. In so einem Fall kann der Käufer vom Verkäufer Nacherfüllung verlangen, d.h. entweder die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache. Verweigert der Verkäufer die Nacherfüllung oder verstreicht die ihm hierfür angemessen gesetzte Frist, so kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten oder eine Kaufpreisminderung geltend machen. Wichtig: Viele Verkäufer verweisen den Kunden an den Hersteller. Dies braucht der Kunde jedoch nicht hinzunehmen, der gesetzliche Gewährleistungsanspruch richtet sich immer direkt gegen den Verkäufer. Gegenüber dem Hersteller kann höchstens ein vertraglich eingeräumter selbständiger Garantieanspruch bestehen.

Geschenkgutschein
Viele möchten bei der Wahl eines passenden Geschenks dem Beschenkten eine größeren Freiraum ermöglichen und entscheiden sich für einen Geschenkgutschein. Auch hier gibt es einiges zu beachten, da es verschiedene Arten von Gutscheinen gibt und es bei der Einlösung immer wieder zu Problemen kommt, insbesondere wenn die – auf den meisten Gutscheinen vom Händler bestimmte – Frist abgelaufen ist. Wenn eine Frist durch Aufdruck gesetzt wurde, gilt diese als AGB und darf nicht zu kurz sein. Hierzu gibt es laut ARAG Experten unterschiedliche Rechtsprechungen, wobei sich alle Gerichte einig sind, dass eine Frist von unter einem Jahr nicht angemessen ist. Bei handschriftlicher Vereinbarung sollte bereits beim Kauf auf die angemessene Frist geachtet werden, da diese als individuell vereinbart gilt und nicht der AGB-Kontrolle unterliegt. Ist der Gutschein in Vergessenheit geraten und die Frist – gleich ob handschriftlich oder durch Aufdruck angebracht – abgelaufen, so kann man – bis zum Eintritt der Verjährung – zumindest das Geld abzüglich des entgangenen Gewinns gemäß § 812 BGB zurückverlangen, weil ansonsten der Händler ungerechtfertigt bereichert ist. Zudem ist auch gut zu wissen, dass Gutscheine von jedermann eingelöst werden können, da diese Inhaberpapiere gemäß § 807 BGB sind und es nur auf den Besitz ankommt. Selbst der Eintrag des Namen des Beschenkten ist unschädlich, da hier nur der Geschenkgutschein zu einem persönlicheren Präsent gemacht werden soll. Ist auf dem Gutschein überhaupt keine Frist vermerkt, so gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren.

Vegane Ernährung

Bedarfsdeckung nur mit Vitaminergänzung

Veganer praktizieren die strengste Form einer vegetarischen Ernährung. Da sie jegliche Form der Tierhaltung ablehnen, verzichten sie auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs. Also neben Fleisch auch auf Milchprodukte, Eier und Honig. Diese Einstellung wirkt sich auch auf andere Lebensbereiche aus. Anstatt Leder und Wolle tragen Veganer Kleidung und Schuhe aus pflanzlichen und synthetischen Materialien und bei Kosmetika und Arzneimitteln achten sie auf tierfreie Bestandteile.

Daten der Nationalen Verzehrsstudie zufolge bezeichnen sich in Deutschland knapp 80.000 Menschen (0,1 Prozent der Bevölkerung) als Veganer, überwiegend Frauen. Dank neuer Produktentwicklungen gibt es heute für reine Pflanzenköstler ein reichhaltiges Lebensmittelsortiment. Fleisch ersetzen sie durch Tofu, texturierte Sojaprodukte oder Seitan (ein Produkt aus Weizeneiweiß) und statt Kuhmilch trinken sie zum Beispiel Hafer-, Soja- oder Mandeldrinks.
Eier lassen sich in vielen Rezepturen durch Sojamehl oder Seidentofu (frischer Tofu mit hohem Feuchtigkeitsgehalt) austauschen.

Da einige Nährstoffe in pflanzlichen Lebensmitteln in geringeren Konzentrationen oder gar nicht vorkommen, ist es erforderlich, dass Veganer sich intensiv mit ihrer Ernährung auseinandersetzen und ihren Speiseplan bewusst zusammenstellen. So lassen sich Defizite bei der Nährstoffzufuhr vermeiden.

Das größte Risiko für eine Unterversorgung besteht beim Vitamin B12, das in pflanzlichen Lebensmitteln kaum vorkommt. Dieses Vitamin wird unter anderem für die Zellteilung benötigt. Ein Mangel führt deshalb zu Blutarmut und langfristig zu Schäden am Nervensystem. Veganer können ihren Bedarf nur über angereicherte Lebensmittel (z. B. Sojadrinks, Frühstückscerealien) und Nahrungsergänzungsmittel decken. Letztere sollten eine Zufuhr von 10 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag sicherstellen. Veganer, die auf Nummer sicher gehen möchten, sollten zusätzlich alle zwei bis drei Jahre ihre Vitamin B12-Versorgung durch eine Blutuntersuchung prüfen lassen. Calcium ist ein weiterer Mineralstoff, der in pflanzlichen Lebensmitteln seltener vorkommt.

Gute pflanzliche Quellen sind grüne Gemüse (z. B. Grünkohl, Brokkoli, Fenchel), Nüsse und Samen (vor allem Mandeln und Sesam, auch in Form von Mus) sowie calciumreiche Mineralwässer (mindestens 150 mg/l).

Für Schwangere, Stillende und Kinder ist eine reine Pflanzenkost nicht geeignet, denn der wachsende Organismus hat einen besonders hohen Nährstoffbedarf und ein Mangel kann irreversible Schäden verursachen. Wer sich in dieser Lebensphase dennoch vegan ernähren möchte, sollte sich auf jeden Fall durch einen Ernährungswissenschaftler, Oecotrophologen oder Diätassistenten beraten lassen.
Dr. Maike Groeneveld, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de/gesund/alternative_ernaehrungsformen.php

KONSUMENT: Katzenfutter im Test

Gutes Katzenfutter gibt es für wenig Geld. Dies zeigt ein Test des Vereins für
Konsumenteninformation (VKI) zu 19 getesteten Marken. Die günstigsten „Guten“ sind
Clever und Topix, bei denen eine Tagesration 0,38 bzw. 0,57 Euro kostet. Am teuersten
kommt dagegen das ebenfalls als „gut“ beurteilte Katzenfutter von Select Gold für
3,29 Euro pro Tag. 19 Feuchtfutter der Sorte Geflügel wurden auf deren
Zusammensetzung untersucht. Dabei wurde deutlich, dass die getesteten Marken in
der Regel zu viel Kalzium und Phosphor enthalten.

Die richtige Versorgung mit diesen
Stoffen ist für ein gesundes Skelett aber notwendig. Zu viel Phosphor kann zudem die
Nieren schädigen. Eine Überversorgung mit Vitamin A kann wiederum zu
schmerzhaften Skelettverformungen führen. Nur Bio Paté liegt hier eindeutig im
grünen Bereich. Tadellose Ergebnisse gibt es dagegen u.a. beim Rohprotein, Vitamin
E und der für Katzen so wichtigen Aminosäure Taurin. Damit reichte es bei 16 von 19
Produkten für eine „gute“ Bewertung. Details zum Test gibt es auf www.konsument.at
und ab dem 26.4. in der Maiausgabe des Testmagazins KONSUMENT.

„Wird die Katze nur ab und zu mit einem Produkt gefüttert, das nicht den physiologischen
Bedürfnissen entspricht, muss das keine negativen Auswirkungen haben“, erläutert VKI-Projektleiterin Dr. Angela Tichy. „Die ausschließliche Fütterung über einen längeren Zeitraum
kann aber sehr wohl gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Um eine Mangel- oder
Überversorgung auszuschließen, ist es wichtig, abwechslungsreich zu füttern. Bereits junge
Katzen sollten verschiedene Futtermarken kennenlernen, damit sie später toleranter
gegenüber Änderungen in der Ernährung ist.“

Weitere KONSUMENT-Tipps:
• Kein kaltes Futter: Futter, das direkt aus dem Kühlschrank kommt, kann zu Durchfall
führen. Auch Geschmacks- und Aromastoffe entfalten sich erst bei
Zimmertemperatur.
• Futternapf: Futternäpfe aus Kunststoff nehmen mit der Zeit Geruch an. Besser sind
daher Teller oder Schüsselchen aus Glas oder Keramik.
• Trockenfutter versus Nassfutter: Trockenfutter ist – anders als beim Hund – für
Katzen nicht als Alleinfutter geeignet, da sie wenig trinken. Bei zu geringer Feuchtig-keitsaufnahme kann Trockenfutter das Risiko einer Harnsteinbildung erhöhen.

Welche Rechte haben Lieferservice-Kunden?

Lieferung immer im Beisein des Boten kontrollieren, nur so können Mängel geltend gemacht werden – Onlinezahlung spart Ärger, wenn der Lieferdienst kein Wechselgeld parat hat

Fast jeder von uns nutzt hin und wieder die Vorteile von Lieferdiensten: Bequem, einfach und schnell kommen Pizza & Co. auf den Tisch. Doch was tun, wenn es mal wieder länger dauert oder das falsche Essen geliefert wurde? lieferando.de, die Plattform für Online-Essensbestellungen, erklärt, welche Rechte und Pflichten Kunden von Lieferservice-Diensten haben.

Verspätung
„Das Essen kommt in 45 Minuten“. Auf Grund der Verkehrslage oder anderen Widrigkeiten kann es mitunter aber auch mal länger dauern. Hat man nicht explizit eine Uhrzeit (inklusive einer angemessenen Kulanz) vereinbart, gibt es keinen Mangel und der Preis kann nicht gemindert werden. Da sich allerdings jeder Lieferdienst glückliche Kunden wünscht, wird in den meisten Fällen ein Nachlass gewährt. Eine rechtliche Pflicht stellt dies jedoch nicht dar.

Falsche Lieferung
Stellt man fest, dass ein falsches Essen geliefert wurde, erst nachdem der Lieferdienstmitarbeiter bereits wieder weg ist, wird es schwierig. In diesem Fall muss der Besteller nämlich beweisen, dass die Lieferung unvollständig, mangelhaft oder falsch ist. Ohne einen Zeugen im Nachhinein umso schwieriger. Aus diesem Grund gilt es, die Lieferung in Anwesenheit des Boten zu kontrollieren. So kann man den Mangel melden und eine neue Lieferung oder Geld zurückverlangen.

Kein passendes Kleingeld
Der Lieferdienst steht schon vor der Tür und man stellt fest, dass sich nur ein 50-Euro-Schein im Portemonnaie befindet. Umso schlimmer, wenn der Pizzabote kein Wechselgeld dabei hat. Was nun? Muss der Lieferant immer Wechselgeld dabeihaben oder ist es an dem Besteller, den passenden Betrag parat zu haben? Generell ist der Käufer nach der Lieferung der Ware in einer Bringschuld und muss den konkreten Betrag der Ware zahlen können. Kann er das nicht, hat der Verkäufer theoretisch das Recht, die Übergabe zu verweigern. Dieses Problem umgehen Nutzer von lieferando.de übrigens ganz einfach: Auf dem Portal bestellen hungrige Mägen online bei über 5.000 Lieferservices in fünf europäischen Ländern und zahlen bequem via PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung. Selbst wenn im Portemonnaie gähnende Leere herrscht, muss so nicht gefastet werden. Sollte dennoch etwas schief gehen, kann das Geld problemlos zurücküberwiesen werden.

Extragebühr fürs Treppensteigen
Unfassbar, aber wahr: Einige Lieferdienste verlangen einen sogenannten Treppenzuschlag, wenn sie in höhere Etagen ohne Aufzug liefern müssen. Diese Extrakosten sind zwar zulässig, aber nur dann, wenn sie ausdrücklich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vermerkt sind. Mit der Bestellung willigt der Kunde diesen ein und muss die Kosten tragen.

„Wer hat sich nicht schon einmal über falsche Lieferungen oder Verspätungen aufgeregt? Gerade bei Lieferdiensten sind sich aber viele Menschen unsicher, welche Rechte und Pflichten sie konkret haben. Aus diesem Grund geben wir nützliche Ratschläge. Da die Lieferdienste generell sehr kulant sind, ist es meist der beste Ratschlag, nett und freundlich mit dem Pizzaboten zu reden – so wird das Problem schnell aus dem Weg geschafft“, erklärt Jörg Gerbig, Mitbegründer und Geschäftsführer von lieferando.de.

Hotelmängel – Wie mahne ich richtig?

Endlich am Urlaubsort angekommen. Schnell zum Hotel, einchecken, Koffer aufs Zimmer und ab an den Strand. Doch dann der erste Schreck: Das Hotel entspricht überhaupt nicht den Beschreibungen des Reisekatalogs und das Zimmer ist nicht sauber. Was nun? Das Reiseportal HolidayCheck.de hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt, die Urlauber bei Reisemängeln unbedingt beachten sollten.

Rezeption aufsuchen
Dies ist immer der erste Schritt. Den Mangel reklamieren, damit ihn das Hotel abstellen kann. Manches ist vielleicht schnell behoben. Bei großen Mängeln oder Unannehmlichkeiten ein anderes Zimmer verlangen. Wenn die Rezeption nicht auf die Beschwerde reagiert, hilft nur das Gespräch mit dem Reiseleiter.

Reiseleiter kontaktieren
Wenn sich auch der Reiseleiter nicht sofort darum kümmert, dass der Mangel behoben wird, sollte der Gast ihm ausdrücklich eine angemessene Frist setzen. Faustregel: Je kürzer der Aufenthalt, desto kürzer die Frist. Bei einer Reisedauer von einer Woche kann ein Tag angemessen sein.

Mängel dokumentieren
Egal ob es um Kakerlaken im Badezimmer oder um einen fehlenden Meerblick geht: Reisemängel unbedingt fotografieren, filmen und schriftlich mit Zeit und Ort festhalten. Nur so hat der Urlauber eine Chance auf eine mögliche Reisepreisminderung. Allein unfreundliches Personal und mangelnder Sonnenschein sind aber keine Gründe für eine Reisepreisminderung.

Zeugen suchen
Bei Mängeln, die sich nicht fotografieren lassen, sind Zeugen umso wichtiger. Bei einer mutmaßlichen Erkrankung durch das Hotelessen andere Gäste auf ähnliche Beschwerden ansprechen. Name und Anschrift möglichst von Urlaubern notieren, die nicht zur eigenen Familie oder Reisegruppe gehören. Die Reklamation vom Reiseleiter unterschreiben lassen.

Hotelwechsel
Ein Hotelwechsel ist ein Reisemangel. Das Ersatzobjekt muss zumindest in Ausstattung, Lage und Komfort gleich sein. Es muss in der Nähe des gebuchten Hotels liegen und darf die Reisegruppe oder Familie nicht trennen. Ähnliches gilt bei Zimmerwechseln. Kleine Abweichungen müssen jedoch als „Unannehmlichkeit“ in Kauf genommen werden.

Kündigung der Reise
Am besten vorher mit einem Anwalt sprechen. Bei berechtigter Kündigung hat der Veranstalter keinen Anspruch mehr auf Zahlung des Reisepreises. Gegebenenfalls hat er einen Entschädigungsanspruch auf einen mangelfrei erbrachten Reiseteil. Darüber hinaus hat der Veranstalter auch die Pflicht für die Rückbeförderung.

Rückerstattungen
Nach der Rückkehr mögliche Ansprüche innerhalb eines Monats schriftlich per Einschreiben beim Veranstalter geltend machen. Dabei sollte gleich ein konkrete Geldbetrag gefordert werden. Eine grobe Orientierung zu Preisminderungen bietet die sogenannte Frankfurter Tabelle, die aus zahlreichen Reiseurteilen entstanden ist.

Musterschreiben
Das Reiseportal HolidayCheck.de bietet zahlreiche Mustertexte für den Schriftverkehr mit dem Reiseveranstalter zum Download an. Es handelt sich lediglich um grobe Mustertexte, die bei Bedarf an den Einzelfall angepasst werden sollten. Sie sind keine Garantie auf Erfolg, sondern eine nützliche Hilfe zur Orientierung.

Vegetarische Ernährung: Erscheinungen von Mangel vermeiden

Tierische Produkte werden von vielen Menschen abgelehnt: Einigen schmeckt Fleisch nicht, andere zeigen mit dem Verzicht auf Fleisch und Geflügel ihre Ablehnung gegen Massentierhaltung, wiederum andere berufen sich auf religiöse Hintergründe oder gesundheitliche Aspekte.

Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung hat zu diesem Thema unter http://www.1a-krankenversicherung.de/… verschiedene Informationen zusammengestellt und erklärt die unterschiedlichen Formen vom Vegetarismus. Man unterscheidet folgende Gruppen der Vegetarier:

– Veganer
– Lacto-Vegetarier
– Ova-Vegetarier
– Ovo-Lacto-Vegetarier
– Pescetarier
– Flexitarier

Veganer lehnen jegliche Nahrungsmittel tierischer Herkunft ab, während Lacto-Vegetarier auch Milch und Milchprodukte konsumieren. Ova-Vegetarier lehnen ebenfalls Fleisch, Geflügel und Fisch ab, erlauben aber den Verzehr von Eiern. Ovo-Lacto-Vegetarier dürfen neben Eiern auch Milch zu sich nehmen. Eine weitere Gruppe von Vegetariern, die den Verzehr von tierischen Produkten eingeschränkt erlaubt, sind Pescetarier: Fisch und Fischprodukte dürfen gegessen werden. Die Gruppe der Flexitarier wird häufig kritisiert, da diese Gruppe eigentlich rein vegetarisch lebt, gelegentlich jedoch Fleisch und Fisch zulässt.

Studien bestätigen, dass Vegetarier weniger Erkrankungen aufweisen: Typische Zivilisationskrankheiten wie Fettstoffwechselstörungen oder zu hoher Blutdruck treten seltener auf. Insbesondere der Cholesterinwert sei im Vergleich zu Nicht-Vegetariern durchschnittlich niedriger. In vielen Fällen sei eine vegetarische Ernährung auch bei Übergewicht hilfreich.

Oft wird eine vegetarische Ernährung jedoch mit Mangelerscheinungen in Zusammenhang gebracht, sofern der Körper nicht alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Experten erklären, dass besonders Veganer oftmals Mangel an Eisen, Zink, Eiweiß und Jod aufweisen. Ein Ernährungsplan, der Eier und Milchprodukte enthält, sei daher gesünder als eine rein vegane Ernährungsweise.

Heilkraft D

Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs

und anderen Krankheiten schützt

Warum macht das „alte Vitamin D“ aktuell so viel Wirbel?

Dafür sprechen drei gute Gründe: Es ist kein Vitamin, sondern ein Hormon. Es wird nicht nur für die Knochen, sondern für fast alle Organe im Körper und nahezu für alle Körperfunktionen benötigt und 70 – 90% der Bevölkerung haben zumindest im Winter einen Mangel an Vitamin D. Der Grund für die massive Unterversorgung ist unsere Lebensweise. Büroarbeit, neonbeleuchtete Fitnesscenter und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor geben den Vitamin D bildenden Strahlen auf der Haut keine Chance.

Vitamin D-Mangel: ein hoher Risikofaktor für schwerwiegende Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Infektions- und Autoimmunerkrankungen, Hirn- und Muskelschwund sowie Krebs

Doch aktuelle Studien belegen, dass das Vitamin D ein Schlüssel für unsere Gesundheit ist. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist nicht nur ein Risiko für die Knochengesundheit und bedingt Rachitis und Osteoporose. Eine Mangelversorgung mit Vitamin D ist ein herausragender Risikofaktor für schwerwiegende, therapieintensive und langwierige Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Rheuma, Muskelschwäche, Grippe, Depression, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose und andere mehr. Denn: Vitamin D tritt als chemischer Botschafter in nahezu 30 Geweben und Organen des menschlichen Körpers auf und wirkt dort als Vermittler der genetischen Anlagen. Deswegen sollte die Basis jeder Risikobewertung die Bestimmung des Vitamin-D-Status anhand der Blutkonzentration sein.

Bis dato sind weder Patienten noch Ärzte ausreichend über die zentrale Bedeutung von Vitamin D informiert – ein unhaltbarer Gesundheitsgefährdender Zustand!

Prof. Nicolai Worm fasst in Heilkraft D die Erkenntnisse über die Wirkung des Sonnenvitamins D zusammen und zeigt, wie es in ausreichendem Maße aufgenommen werden kann. Denn Studien (siehe Erste Hohenheimer Ernährungsgespräche:www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Digitale_Pressemappe.pdf; LURIC-Studie von Prof. Winfried März, Experte für die Laboranalytik von Vitamin D ) dokumentieren, dass eine ausreichende Zufuhr selbst über eine vollwertige Ernährung nicht erreicht werden kann.

Vitaminmangel in Deutschland

Vitaminmangel in Deutschland – Kaum vorstellbar, aber offensichtlich Realität

Es ist kaum vorstellbar. Aber in unserem Wohlstandsland Deutschland, in dem keiner im klassischen Sinne hungern muss, gibt es einen weit verbreiteten Mangel an Mikronährstoffen, zu denen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe gehören. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und hängen häufig mit unserem modernen Lebensstil und der immer älter werden Bevölkerung zusammen. Um dieser Minderversorgung zu begegnen, ist es ganz offensichtlich nicht ausreichend an die Bevölkerung zu appellieren mehr Obst und Gemüse zu essen. Wären die Apelle erfolgreich, hätten wir das Problem mit der Minderversorgung nicht. Was ist also zu tun?

Natürlich, das sei eindeutig vorweg gestellt, ist es das Beste, seinen Bedarf an Mikronährstoffen aus den natürlichen Nahrungsmitteln, also insbesondere Obst und Gemüse zu beziehen. Nur, das scheint nicht auszureichen. Sonst hätte die 2008 abgeschlossene nationale Verzehrstudie nicht so viele Defizite bei wichtigen Mikronährstoffen offenbart. Und das hat Konsequenzen für den Gesundheitszustand der betroffenen Menschen. Minderversorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen kann zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen, die auch mit erhöhter Sterblichkeit korreliert sein können. Es ist daher von vitalem Interesse eines jeden von uns, vorhandene Minderversorgung auszugleichen und gezielt und sinnvoll zu ergänzen. Welche Strategien bieten sich an? Nun man kann seinen eigenen Versorgungsstatus mit Mikronährstoffen bestimmen lassen. Das liefert ein individuelles Ergebnis, ist aber auch teuer. Pragmatiker mögen sagen, dass man einfach Multi-Vitamin-Mineral-Präparate schlucken sollte. Bei genauerem Hinsehen muss das auch keine gute Idee sein, da es dadurch zu Überversorgungen mit bestimmten Mikronährstoffen kommen kann, die für gesundheitliche Probleme sorgen könnten. So kann ein Zuviel an Vitamin A oder ein Zuviel an Kupfer bestimmte Krebserkrankungen fördern. Die Kunst ist es also, sinnvoll auf die individuelle Situation abgestimmt das zu ergänzen, was benötigt wird und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von Nutzen sein wird. Dieser rationale und rationelle Ansatz lässt sich mit den Produktangeboten der Firma Navitum Pharma realisieren. Navitum Pharma bietet für ernährungsphysiologische Maßnahmen und Therapien Gesundheitsprodukte, die nach Art und Menge der Zusammensetzung auf wissenschaftlichen Studien beruhen. Dadurch wird gewährleistet, dass für konkrete Bedürfnisse in bestimmten Situationen immer das richtige Präparat zur Verfügung steht.