Übergewichtige leiden häufig unter Nährstoffmangel

Zu viel und doch zu wenig

Übergewichtige leiden häufig unter Nährstoffmangel

Menschen mit einem stark erhöhten Body-Mass-Index (BMI) leiden häufig nicht nur an den Folgen ihres Übergewichtes, sondern auch an einem Mangel verschiedener Mikronährstoffe. Besonders verbreitet ist ein Defizit bei übergewichtigen Frauen und Kindern mit sozial schwachem Hintergrund. In einer Studie, in der man den Gesundheitsstatus von 264 Fabrikarbeitern untersuchte, waren zwei Drittel aller Teilnehmer übergewichtig bzw. schwer übergewichtig. Sie ernährten sich sehr fett- und energiereich, nahmen aber gleichzeitig zu wenig Kalzium, Zink und Vitamin A und B auf. Der Anteil junger Frauen war in dieser Gruppe besonders hoch. Eine amerikanische Ernährungsstudie zeigte, dass gerade übergewichtige Menschen nicht die empfohlene Menge vieler Vitamin- und Mineralstoffe aufnehmen. Dazu gehörten beispielsweise die Vitamine A, C, E und D, sowie Kalium und Magnesium. Besonders häufig beobachtet man bei Übergewichtigen einen Mangel an Vitamin D. Bei Kindern und Frauen ist Übergewicht oft auch mit einem zu niedrigen Eisenspiegel verbunden. Die Ursache für den Nährstoffmangel sehen Experten vor allem in der Armut vieler Betroffener. Um Geld zu sparen, werden in vielen Fällen sehr energiereiche, aber minderwertige Lebensmittel gekauft. Das Risiko einer Mangelernährung nehmen auch viele übergewichtige Jugendliche in Kauf, die mit einer selbstauferlegten Diät kurzfristig abnehmen wollen. Mehr als die Hälfte aller abnehmwilligen Mädchen und ein Drittel der Jungen ernähren sich während einer solchen Diät falsch oder unzureichend. Bei dieser Gruppe kommt es regelmäßig zu einem Mangel an Kalzium, Eisen, Vitamin A und B6, Folsäure und Zink. In Anbetracht der wachsenden Kinderarmut rechnen Experten damit, dass sich das Problem der Mangelernährung insbesondere bei übergewichtigen Kindern weiter zuspitzen wird.
aid, Jürgen Beckhoff

Golfen in China

Golfen in China – Die Volksrepublik bieten eine Vielzahl spektakulärer
Plätze

Golfen und China? Das scheint auf den ersten Blick nicht zu
passen. Hier eine Sportart, die nach wie vor vielen Zeitgenossen als höchst
elitär und snobistisch gilt; dort ein Land, das trotz Wirtschaftswunders
weiterhin kommunistischen Ideologien folgt. Gleichwohl geht man in der
Volksrepublik auch mit dieser scheinbaren Diskrepanz höchst pragmatisch um.

Denn: Wo ein Markt ist, findet sich auch ein Weg.

Golf kann im Reich der Mitte zwar nicht auf eine lange Tradition
zurückblicken, dennoch lassen Qualität und Anspruch der Anlagen keine
Wünsche offen. So entstanden in den vergangenen zehn Jahren allein in und um
Shanghai mehr als 16 spektakuläre Golfplätze. Dabei überrascht es nicht,
dass bei den Planungen nur absolute Profis wie Golfplatz-Architekt Ronald
Fream oder Golflegende Jack Nicklaus am Werk waren.

Für Mang Chen, Chef des Hamburger Reiseveranstalters China Holidays, ist das
Land eine der außergewöhnlichsten Destinationen für diese Sportart. „Chinas
Golfplätze verfügen über ein Höchstmaß an individuellem Design, sind
hervorragend gepflegt und durchweg anspruchsvoll zu spielen“, so der
begeisterte Hobbygolfer. Der Service innerhalb der Anlagen übertreffe den in
Europa gebotenen in puncto Qualität und Umfang häufig um ein Vielfaches.

Lohnt sich vor diesem Hintergrund die weite Reise? „Auf jeden Fall“, ist
Chen überzeugt. Für Golfspieler sei es immer interessant, in exotischen
Destinationen und auf neuen, außergewöhnlichen Plätzen zu spielen. Und daran
gebe es in China mittlerweile keinen Mangel. Auch lasse sich ein
Golf-Anschlussprogramm hervorragend mit einer klassischen China-Rundreise
kombinieren.

Aber selbst individuell geschneiderte Golf-Packages werden zunehmend vom
Markt gefordert. Hierbei legt der Kunde analog seiner individuellen
Präferenzen (z.B. Schwierigkeitsgrad des Platzes) die Rahmenbedingungen
fest.

Weitere Informationen und Buchung: Tel.: 040-32 33 22-40;
info@ChinaHolidays.de, www.ChinaHolidays.de

Tag der gesunden Ernährung – Der Mensch ist, was er isst

Tag der gesunden Ernährung: Der Mensch ist, was er isst

„Durch die richtige Nahrungsauswahl könnten die schwerwiegendsten Gesundheitsprobleme der Deutschen, vom Diabetes bis zu den Herz-Kreislauferkrankungen, erheblich eingedämmt werden“, erinnert die Gesellschaft für Biofaktoren e.V. (GfB) anlässlich des Tags der gesunden Ernährung am 7. März 2009.

„Nicht nur ein Zuviel an Kalorien und Fett schadet, sondern auch ein Mangel an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen kann Volksleiden wie Adernverkalkung, Diabetes, Demenz und Osteoporose erheblich vorantreiben“, betont die GfB. Und der Mangel im Überfluss ist ein verbreitetes Problem: „Obwohl 66% der Männer und 51% der Frauen in Deutschland übergewichtig sind, erreichen beträchtliche Randgruppen aufgrund unausgewogener, ungünstiger Nahrungsauswahl nicht die Zufuhrempfehlungen für Biofaktoren“, erklärt der Vorsitzende der GfB, Prof. Hans-Georg Classen von der Universität Hohenheim mit Bezug auf die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II. Dies gelte insbesondere für Folsäure und Vitamin D, aber auch für die Vitamine A, E, C und B-Komplex sowie für Calcium, Magnesium, Zink und Jod.
Verschärft werde die Problematik, wenn der Bedarf an Biofaktoren durch Krankheiten, Medikamente oder Stress erhöht sei, warnt der Wissenschaftler:

Neuesten Erkenntnissen zufolge verlieren beispielsweise Diabetiker aufgrund eines krankheitsbedingten Nierendefekts oftmals extrem viel Vitamin B1 über den Urin. Vitamin B1-Defizite können aber Nerv- und Gefäß-Schäden verursachen und so die Entstehung diabetischer Folgeerkrankungen anheizen.

Hier stößt selbst eine gesunde Ernährung meist an ihre Grenzen, und eine gezielte Biofaktoren-Ergänzung kann Gesundheitsschäden vorbeugen oder lindern: So zeigten Studien, dass eine fettlösliche Vorstufe von Vitamin B1, das Benfotiamin, bei Diabetikern nerv- und gefäß-schützende Eigenschaften hat und diabetische Nervenschäden (Polyneuropathien) lindert. Benfotiamin wird vom Körper und den Geweben wesentlich besser aufgenommen als wasserlösliches Vitamin B1 und kann Vitamin-Defizite rasch ausgleichen.

Insgesamt sollte einer gesunden, biofaktorenreichen Ernährung als wirksamem Mittel zur Gesunderhaltung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, appelliert die GfB. Das heißt: Viel frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, aber weniger tierisches Fett, Zucker und Weißmehlprodukte. „Wenn eine Umstellung des Ernährungsverhaltens nicht möglich ist oder ein durch Krankheit, Medikamenteneinnahme oder Stress bedingter Mehrbedarf vorliegt, ist eine gezielte Ergänzung durch geeignete Präparate zu empfehlen“, so das klare Statement der GfB.

Weitere Infos: www.gf-biofaktoren.de

Juckbohne gegen Parkinson?

Juckbohne gegen Parkinson? – Inhaltsstoff der tropischen Pflanze überraschte in Studie mit schneller Wirkung

Der Samenextrakt der in den Tropen verbreiteten Juckbohne (Mucuna pruriens) lindert Symptome der Parkinson-Krankheit, berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Dr. Klaus Peter Latté vom Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin. Die Pflanze enthält große Mengen L-Dopa. Dies ist ein Standard-Medikament bei Parkinson, das den Dopamin-Mangel im Gehirn der Patienten ausgleicht. In klinischen Studien wirkte der Extrakt schneller als synthetisch hergestelltes L-Dopa. Ein zugelassenes Medikament gibt es jedoch noch nicht.

Gentechnik-Industrie löst Heilsversprechen nicht ein

foodwatch-Recherchen belegen: Gentechnik-Industrie löst Heilsversprechen nicht ein

Sie sollte das Wundermittel gegen den Vitamin-A-Mangel in der Dritten Welt sein, der zur Erblindung und sogar zum Tode führen kann: Die gentechnisch veränderte Reissorte „Golden Rice“ wurde erstmals 1999 vorgestellt. Zehn Jahre später steht fest, dass die Gentechnik-Industrie ihre damaligen Heilsversprechen nicht einlösen konnte. Das belegen Recherchen der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. Wesentliche Fragen zur Qualität und Sicherheit von „Golden Rice“ sind bis heute ungeklärt.

„Es glänzt nicht alles, was golden ist“, sagte der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. „Die Gentechnikindustrie gibt sich als Retter vor Welthunger und Mangelernährung. Von ihrem Vorzeigeprojekt ,Golden Rice‘ bleibt übrig, dass offenbar mit humanitärem Mantel einer umstrittenen Technologie zum Durchbruch verholfen werden sollte.“

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich bis zu 250.000 Kinder in den Entwicklungsländern an den Folgen von Vitamin-A-Mangel. Seit langem versprechen Wissenschaftler und Saatgut-Industrie Abhilfe durch „Golden Rice“. Ihren Namen erhielt die Reissorte von der gelblichen Farbe – sie ist mittels Gentechnik mit Carotinoiden angereichert, aus denen im menschlichen Körper Vitamin A gebildet werden kann. Doch bislang fehlen für die vollmundigen Versprechen zählbare Erfolgsnachweise. Die Projektbetreiber verweigern selbst banale technische Angaben wie den nach Lagerung und Kochen verbleibenden Gehalt an Carotinoiden im Reis. Dabei ist dies von entscheidender Bedeutung, denn Carotinoide können relativ rasch abgebaut werden. „Es ist nicht bekannt, wie viel Vitamin A überhaupt im menschlichen Körper ankommt“, erklärte foodwatch-Experte Wolfschmidt. Gleichzeitig gebe es auf sehr viel einfacherem Weg bereits große Erfolge bei der Bekämpfung von Vitamin-A-Mangel – etwa durch die direkte Verteilung von Vitaminpillen.

Die Risiken des „Golden Rice“-Projektes erscheinen durch die geringen Erfolgsaussichten kaum gerechtfertigt. Durch Kreuzung mit wilden Artverwandten könnte sich der gentechnisch veränderte Reis unkontrolliert verbreiten. Bei anderen gentechnisch veränderten Pflanzen wurden in Tierversuchen zudem Gefahren für die Gesundheit nachgewiesen. Für „Golden Rice“ gibt es auch hierzu bislang keine veröffentlichten Untersuchungen. Dennoch treibt die Industrie das Projekt voran. Erste Tests an Schulkindern sind in Planung – in China wurden sie 2008 erst auf Intervention der Behörden abgesagt.
foodwatch fordert angesichts der ungeklärten Risiken die Absage aller Tests. Wolfschmidt: „Schulkinder dürfen nicht zu Versuchskaninchen gemacht werden.“ foodwatch hat sich in einem Schreiben an die Rockefeller-Foundation und die Stiftung von Bill und Melinda Gates gewandt, die das Projekt finanziell unterstützen, und sie aufgefordert, ihr Engagement zu überprüfen.

Halten gute Cholesterinwerte den Geist fit?

Demenz

Halten gute Cholesterinwerte den Geist fit?

Sind die Cholesterinwerte gut, bleibt offenbar auch das Gedächtnis fit. Menschen mittleren Alters mit einem hohen Spiegel des guten HDL-Cholesterins im Blut haben vermutlich ein besseres Erinnerungsvermögen. So lautet das Fazit einer europäischen Studie mit knapp 3.700 Teilnehmern.
Die Probanden nahmen im Alter von durchschnittlich 55 Jahren und fünf Jahre lang an medizinischen Untersuchungen teil. Zunächst wurden bestimmte Parameter wie das Gesamtcholesterin und die Transporteinheit HDL-Cholesterin im Blut gemessen. Das verbale Kurzzeitgedächtnis schätzten die Mediziner mithilfe eines Tests ein, für den sich die Teilnehmer möglichst viele von zwanzig kurzen Worten auf einer Liste einprägen sollten. Das Resultat: Ein Mangel an HDL-Cholesterin im Blut beeinträchtigte offenbar das Erinnerungsvermögen. Dieser Zusammenhang war unabhängig von anderen Blutfetten. Hatte der Wert im Laufe der fünf Jahre abgenommen, war auch die Gedächtnisleistung geringer als zu Beginn. Die Forscher folgern, dass auf diese Weise das Risiko für Demenz in späteren Jahren ansteigt.
Der Begriff Demenz umfasst eine Reihe von Erkrankungen, die zu einem anhaltenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeiten führen. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Ergebnisse zu untermauern.
Das HDL (high density lipoprotein)-Cholesterin und das LDL (low density lipoprotein)-Cholesterin sind die wichtigsten Transporteinheiten für Cholesterin im Blut. Das „gute“ HDL-Cholesterin bringt das überschüssige Cholesterin aus dem Körper zurück zur Leber. Wie es dem geistigen Verfall im Alter entgegen wirkt, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Forscher vermuten, dass das Lipoprotein eine entscheidende Rolle für die Funktion des menschlichen Gehirns spielt. Ein Mangel könnte die Entstehung von Eiweißablagerungen begünstigen, die mit der Alzheimerkrankheit in Verbindung gebracht werden.

aid, Heike Kreutz

Biolandbau ist die Zukunft

Stellungnahme zu DI Krumphubers Aussagen, dass
Intensivlandwirtschaft die einzige Lösung gegen
Lebensmittelmangel sei

Vorweg sei erwähnt, dass DI Krumphuber, ein
Vertreter aller Landwirte ist, dazu zählen auch die Biolandwirte. Die
Äußerungen in den Oberösterreichischen Nachrichten bringen einen
nachhaltigen Schaden für den Biolandbau und sind völlig hirn- und
haltlos.

Hätte sich DI Krumphuber mit dem Grünen Bericht beschäftigt und
die aktuellen Studien über den Biolandbau gelesen, dann wäre im
völlig klar das BIO die Alternative ist sowohl vom gesundheitlichen,
als auch vom Klimastandpunkt her.

Der Bioverband Erde und Saat stellt sich die Frage welche
Interessen DI Krumphuber mit seiner Einstellung vertritt und wie
lange ein so scheinbar irregeführter Bauernvertreter noch haltbar
ist.

Nicht Biolandbau führt zu einem Mangel an Lebensmittel, sondern
die eigenwillige Biodiesel-Politik. Zum einen hat dieses Produkt
nichts mit Bio zu tun und zum anderen sind die Umweltwerte mehr als
alarmierend.

Wir stehen vor einer maßgeblichen Veränderung unseres Klimas, der
Einsatz von mehr Spritz- und Düngemittel, die ganz nebenbei in unser
Grundwasser sickern, sind sicherlich nicht die Zukunftsperspektiven
die uns weiter bringen.

„Ein Vertreter der Landwirtschaftkammer sollte doch mehr
fachliches Know-How besitzen und sich nicht zu so reißerischen
Aussagen hingeben“, meint Obmann Franz Zandler.

Erde und Saat ist ein eigenständiger Bioverband, der 1988 in
Oberösterreich gegründet wurde. Wir betreuen mehr als 400 Bauern in
ganz Österreich. Erde & Saat verbindet innovativen Landbau mit
traditionellen Werten. Wir sind stolz darauf unter unseren
Mitgliedern die innovativen Biobauern des Landes zu beheimaten.

www.erde-saat.at

Die große Lust – Eine Kulturgeschichte des Essens

Der Film ist eine kulinarische Zeitreise durch die Jahrtausende: eine Geschichte von Gier und Genuss, Mäßigung und Mangel, Feiern und Fasten.
Der Streifzug durch die Geschichte des Essens und der Esskultur beginnt vor 3.500 Jahren, in der Eisenzeit, und führt bis in die Gegenwart mit Haubenköchen und Fastfood. Markante Ereignisse der Geschichte werden auf ihren kaum bekannten kulinarischen Hintergrund hin betrachtet.

Die Hallstattkultur ist berühmt für ihre Funde, soeben konnten neue Schätze geborgen werden: Waffen und Schmuck sind Zeugen einer reichen Kultur, begründet durch den Salzabbau. Knochenfunde beweisen, dass die Bergleute gut genährt waren. Ihre Leibspeise ist das heute noch (in Kärnten und in der Steiermark) geschätzte Ritschert – ein kalorienreiches Gericht aus Rollgerste und Gemüse, verfeinert mit Schinken.

Im Mittelalter muss nahezu jeden zweiten Tag gefastet werden. Um den Menschen den Verzicht auf ihre gewohnten Speisen zu erleichtern, werden in den Klöstern auch Kochbücher verfasst. Fisch wird zum Hauptnahrungsmittel, doch der Erfindungsgeist hungriger Menschen ist bekanntlich groß und daher ist auch die mittelalterliche Küche bei jenen, die es sich leisten können, vielfältig und üppig. Der aufkommende Gewürzhandel tut ein Übriges dazu.

Maßlose Schauessen prägen die Zeit des Barocks. Nicht nur in Frankreich biegen sich die Tafeln unter ungeahnten Schlemmereien, der Wiener Hof liefert sich mit der französischen Konkurrenz kulinarische Schlachten.

Im Übergang zur Moderne erfährt die Lust am Essen deutliche Einbrüche. Erste Essstörungen werden bekannt – als berühmteste Beispiele gelten Kaiserin Elisabeth I. und ihr Cousin Ludwig II., der als unglücklicher König von Bayern in die Annalen eingeht.
Das ‚gemeine‘ Volk hat wenig Zeit für Extravaganzen. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis Essen zum allgemeinen Vergnügen wird.
Gelenkt wird diese kulinarische Zeitreise von dem deutsch-österreichischen Schauspieler-Paar Ann Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer. Die beiden beliebten Fernsehstars kochen historische Gerichte, führen humorvolle Dialoge über Genuss und Gier, erzählen Anekdoten aus der Geschichte des Essens.

Bayern, Sonntag, 06.05., 15:15 – 16:00 Uhr (VPS 15:14)

Vitamin D kann viele Erkrankungen verhindern

Sonnenlicht fördert die Gesundheit mehr, als bisher bekannt war. Wie das Magazin Reader’s Digest (Mai-Ausgabe) berichtet, haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Sonne den Körper zur Produktion von Vitamin D anregt und dieses Vitamin vor Krebs und Herzerkrankungen schützen kann. Aber auch andere schwere Leiden wie Multiple Sklerose, Diabetes und Zahnfleischerkrankungen sollen damit abgewehrt werden können.

Bisher galt das Sonnenlicht wegen der UV-Strahlen eher als gefährlich. Nun aber beweisen wissenschaftliche Studien das Gegenteil. Demnach lassen 1000 i.E. (internationale Einheiten) Vitamin D – ob nun durch Sonnenlicht erzeugt oder durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt – das Darmkrebsrisiko um die Hälfte sinken. Der international angesehene Epidemiologe Cedric Garland von der Universität von Kalifornien in San Diego sieht damit Untersuchungen aus den 80er-Jahren bestätigt, als man herausgefunden hatte, dass Darmkrebs in den eher sonnenarmen Nordoststaaten der USA doppelt so häufig auftrat wie im sonnigen Süden. Seither finden Forscher immer wieder Beweise für einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Krebs.

Zwar sind sich die Experten einig, dass Vitamin D weder Lungenkrebs aufhalten noch Speiseröhrenkrebs verhindern kann, aber bei fast 20 verschiedenen Krebsarten wie Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs stellte man eine ungenügende Vitamin-D-Versorgung fest. So fanden die Forscher heraus, dass Männer, die in geschlossenen Räumen arbeiten, vier Jahre früher an Prostatakrebs erkranken als Männer, die sich beruflich vor allem im Freien aufhalten. Weltweit leiden derzeit etwa eine Milliarde Menschen an Vitamin-D-Mangel.

Worin liegt die besondere Kraft des Vitamin D? Es wird im Körper in eine Art Hormon umgewandelt, das die Knochen stützt, das Zellwachstum reguliert und Zellwucherungen vorbeugt. Die große Aufgabe der nächsten Jahre wird deshalb sein, die vorbeugenden Stoffe aus dem Vitamin D herauszufiltern und daraus ein Medikament zu entwickeln, das sich für die Behandlung des Menschen eignet.

Unabhängig davon sollte jedermann Vorsorge betreiben. Reader’s Digest veröffentlicht in seiner neuen Ausgabe deshalb auch Tipps zur richtigen Ernährung und zur Frage, wie lange man sich im Sonnenlicht aufhalten sollte. Als beste Vitamin-D-Lieferanten gelten nach wie vor Lebertran, gegarter Lachs oder gegarte Makrele, Thunfisch und Sardinen in Öl sowie Avocado.

Pauschalreisen: Nur wer Mängel richtig rügt, bekommt Geld zurück

Das Essen kalt, die Nächte laut, der
Strand verschmutzt – rund 1,5 Millionen deutsche Pauschal-Touristen
beschweren sich pro Jahr wegen nicht erfüllter Reiseversprechen.
Geld
zurück bekommt aber nur, wer die Mängel richtig rügt. Das berichtet
Lenz, die größte Kaufzeitschrift für die Zielgruppe 50plus, in ihrer
neuen Ausgabe (9/2006, EVT: 16. August).

Entscheidend ist, sofort auf einen Mangel hinzuweisen. Denn wer
sich nicht am Urlaubsort beschwert und Abhilfe fordert, hat später
kaum eine Chance, den Reisemangel ersetzt zu bekommen. p>

Lenz rät: Da
die Beweislast beim Urlauber liegt, ist eine schriftliche Beschwerde
samt Unterschrift der Reiseleitung empfehlenswert. Urlauber selbst
sollten dagegen vor Ort weder etwas unterschreiben noch
Entschädigungen annehmen, da so der Mangel praktisch akzeptiert wird.

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub kommt es darauf an, alle Mängel
schriftlich zusammenzufassen und innerhalb von vier Wochen an den
Reiseveranstalter zu schicken. Dabei sollten Urlauber für jeden
aufgeführten Punkt eine bestimmte Preisminderung fordern, empfiehlt
Lenz. Das gilt auch dann, wenn der Mangel noch während des Urlaubs
behoben wurde.

Übliche Forderungen sind laut der so genannten ‚Frankfurter
Tabelle‘ zehn Prozent des Reisepreises für ungenügend warme und 20
bis 30 Prozent für verdorbene und ungenießbare Speisen sowie jeweils
zehn bis 20 Prozent für eine schlechte Reinigung des Zimmers oder
einen verschmutzten Strand. Je nach dem konkreten Einzelfall bis zu
40 Prozent können Urlauber für Lärm in der Nacht verlangen, sogar bis
zu 50 Prozent Minderung des Reisepreises sind bei Schäden im Zimmer
wie Rissen oder Feuchtigkeit möglich.
Einen Reise-Gutschein als
Wiedergutmachung müssen Urlauber nicht akzeptieren und können
stattdessen darauf bestehen, dass ein Teil des Reisepreises erstattet
wird.

Wichtig: Die klassischen Reisemängel und die ‚Frankfurter Tabelle‘
gelten nur für Pauschalreisen. Das bedeutet, dass mindestens zwei
unterschiedliche Leistungen – wie etwa Flug und Unterkunft –
enthalten sein müssen. Das Kriterium einer Pauschalreise ist
allerdings auch dann erfüllt, wenn die Anreise beispielsweise via
Billigflieger selbst, Hotel und Verpflegung aber über einen
Reiseveranstalter gebucht wurden.