Landwirt Berlin

Unglaubliches Berlin. Mit etwas Suchen findet man leicht gute Restaurants, manchmal sogar sehr Gute. Wobei bei den sehr, sehr guten der Michelin oder der Tagesspiegel schon hilfreicher sind.
Die Entdeckungen um die Ecke machen einfach Spaß. Der Name Landwirt machte uns neugierig und das Motto hörte sich gut an: „Regional, lecker, glücklich„. Aber trotz großer Messe in Berlin nur zwei andere Gäste? Egal, die Karte hörte sich sehr vielversprechend an. Wir bleiben und das war eine gute Entscheidung.

Hier wird wirklich lecker deutsch gekocht. Und sagenhaft preiswert. Dazu gibt es eine kompetente Weinberatung. Der Inhaber und Küchenchef Ludwig Bauer arbeitete lange bei Witzigmann, Ducasse und Marchesi.

Hier wird nicht auf Sterne-Niveau, aber höchst anständig gekocht.

Leberkäse-Bratkartoffeln-Landwirt Berlin – für 9,90 €

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Kulinarisches Kino der Berlinale

Dänischer Dokumentarfilm ‚Good Things Await‘ markiert den Auftakt des

Am Sonntag, den 8. Februar wird der Dokumentarfilm Good Things Await (deutscher Titel: Viel Gutes erwartet uns) der Regisseurin Phie Ambo (Free the Mind) das Kulinarische Kino der diesjährigen Berlinale eröffnen. Good Things Await porträtiert den Landwirt Niels Stokholm, einer der letzten idealistischen Landwirte im Agrarland Dänemark. Seine Produkte gehören zu den weltweit besten, hochgelobt von den Abnehmern, geschätzt vom weltweit besten Restaurant – dem NOMA in Kopenhagen – und erzeugt in Harmonie mit dem Universum. Doch die Art, wie Niels seinen Hof im Einklang mit den Planeten und den Urinstinkten der Tiere führt, ist den Behörden ein Dorn im Auge. Sie drohen damit, ihm die Erlaubnis zur Viehhaltung zu entziehen, die Gebäude verfallen nach und nach, und ohne einen Nachfolger sieht Niels seine Existenz in Gefahr.

Der Landwirt Niels Stokholm und die Regisseurin Phie Ambo nehmen an der Filmvorführung am 8. Februar teil und stehen für Interviews zur Verfügung. Nach der Vorführung am 8. Februar wird der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Koch Michael Hoffmann (ehemaliger Eigentümer des Restaurants Margaux in Berlin) ein vom Dokumentarfilm inspiriertes Menü im Gropius Mirror Restaurant servieren.

Niels Stokholm ist 79 Jahre alt und betreibt biodynamische Landwirtschaft in Thorshøjgård, nördlich von Kopenhagen in Dänemark. Er lebt auf dem Hof zusammen mit seiner Frau Rita, die ihn in jeglicher Hinsicht unterstützt. Das Ehepaar betreibt schon seit mehr als 30 Jahren biodynamische Landwirtschaft. Sie leiten den Bauernhof seit seiner Gründung nach dem Prinzip, dass der Mensch und die Erde in tiefer Verbindung zum Universum stehen. Alle praktischen Entscheidungen fällt Niels im Einklang mit der Natur und mit Rücksicht auf die Tiere. Zu jeder seiner Kühe, die alle einen Namen tragen, steht er in einem engen Verhältnis. Er benutzt einen Kalender für Aussaat und Anbau, der sich nach den Bewegungen der Sterne und Planeten richtet. Dadurch weiß er, wann der Boden gedüngt werden muss.

Aus diesen Methoden und Überzeugungen der biodynamischen Landwirtschaft heraus geht eines der feinsten und meist begehrten Gemüse weltweit hervor. Das beste Restaurant der Welt, das NOMA in Dänemark, sowie zahlreiche weltberühmte dänische Köche beziehen ihr Gemüse und Fleisch von Niels’ Bauernhof. Trotz dessen kämpft Niels gegen EU-Richtlinien und häufige Tierschutzkontrollen, zusätzlich zu Geldstrafen und Gerichtsverfahren, die den Fortbestand seines Hofes bedrohen. Niels und Rita haben keine Angestellten auf ihrem Hof. Sie geben sich mit freiwilligen Helfern zufrieden, die von Zeit zu Zeit aus eigener Initiative aus verschiedenen europäischen Ländern auftauchen. Ohne die Freiwilligen ist es schwierig für das Ehepaar, die Arbeit auf dem Hof zu bestreiten, während sie gleichzeitig in einem festgefahrenen Kampf gegen die Behörden stehen, um die Existenz ihres Hofes zu sichern.

Vorführtermine während der Berlinale:
Sonntag, 8. Februar 2015, 19:30 Uhr, Kino im Martin-Gropius-Bau
Freitag, 13. Februar 2015, 17:00 Uhr, Kino im Martin-Gropius-Bau

Vom 8.-13. Februar 2015 wird das Kulinarische Kino der Berlinale 13 neue oder kürzlich erschienene abendfüllende Filme über Lebensmittel und Ökologie präsentieren, Menüs von europäischen Küchenchefs servieren und die Beziehungen zwischen Lebensmitteln, Kultur und Politik diskutieren.

Eintrittskarten für das Kulinarische Kino werden ab dem 2. Februar 2015 um 10:00 Uhr an den zentralen Verkaufsstellen in den Arkaden auf dem Potsdamer Platz, im Kino International, im Haus der Berliner Festspiele, in der Audi City Berlin und online auf www.berlinale.de verkauft.

Good Things Await (deutscher Titel: Viel Gutes erwartet uns) kommt am 19. März 2015 in die deutschen Kinos.

Am 3. September 2012 ist "Tag des Gemüses"

„Der „Tag des Gemüses“ soll Lust und Appetit auf die bunte Vielfalt unserer Gärten und Felder machen – auf Spargel, Kohl, Möhren, Paprika, Tomaten und Co.“ so Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes, Decker weiter: „Ich möchte hinzufügen: Noch mehr Lust und Appetit. Denn Gemüse hat ein hervorragendes Image. Ob frisch, direkt vom Bauern oder Wochenmarkt, ob gut sortiert im Supermarkt oder beim Discounter, ob Tiefgefrorenes oder als Konserve – das, was unsere Bauern und Gärtner auf ihren Äckern und unter Glas produzieren, gilt zu Recht als gesund und lecker. Bei einer ausgewogenen Ernährung jedenfalls dürfen die „bunten Vitaminbomben“ nicht fehlen, die sich dazu auch noch vielseitig zubereiten lassen.“

Auf einem „Gemüse-Serviceportal“ unter www.tag-des-gemueses.de wird auf verschiedene Gemüse- und Hoffeste hingewiesen – zudem sind dort Rezepte, Infos, Anregungen, Buch-Tipps und Gemüse-Links zu finden. Bei einem Gemüse Gewinnspiel kann jeder eines von 14 Büchern zum Thema Gemüse gewinnen.

Die größte Veranstaltung zum Tag des Gemüses 2012 veranstaltet der Landwirt des Jahres Peter Zens. Am Samstag und Sonntag den 1. und 2. September gibt es auf dem Erlebnishof Gertrudenhof, Lortzingstraße 160, Hürth – Hermülheim jeweils von 10.00-19.00Uhr ein buntes Familienprogramm. Mit großem Kürbismarkt, Hofführungen zu den Kürbisfeldern, Kinderschminken, Maschinenschau, Stockbrotgrillen, Kaffee und Kuchen, Kürbissuppe und Kürbisrösti. Der Eintritt ist frei.

SLOW FOOD : "Es geht ums Ganze"

Petrini stellte die Forderungen des Vereins zur EU-Agrarpolitik und der Zukunft der Landwirtschaft in fünf Punkten dar.  Die in 2013 zur Reform stehende Gemeinsame Agrarpolitik muss lokale Wirtschaftkreisläufe stärken, die natürlichen Ressourcen schützen, den fairen Welthandel unterstützen, für sozialen Zusammenhalt von Erzeugern und Verbrauchern sorgen und einer neuen Generation von Landwirten einen echten Lebensunterhalt bieten. „Gerade jetzt, im Angesicht der anstehenden Reform der GAP, ist die Zeit zum Handeln,“ so Petrini. „Die Zukunft der Landwirtschaft in Europa wird jetzt entschieden. Es geht ums Ganze!“

Die Teilnehmer des Gesprächs, moderiert von Benny Härlin (Zukunftsstiftung Landwirtschaft), legten in klaren Worten ihre Vorstellungen von einer zukunftsfähigen Landwirtschaft dar. Neben Brachflächen zum Erhalt der biologischen Vielfalt, finanzieller und struktureller Unterstützung für kleinbäuerliche Betriebe insbesondere in der Anfangsphase und Förderung auf Leistungsbasis wurde vor allem die gemeinsame Verantwortung von Erzeugern und Verbrauchern – nach Slow Food: Ko-Produzenten – hervorgehoben. Genau die Prinzipien, wie sie der Slow Food Messe in Stuttgart zugrunde liegen. Auch die direkte Verbindung von der Basis zu den politischen Entscheidungsträgern muss hergestellt werden. „Entscheidungen, die uns alle betreffen, können wir nicht nur den Fachleuten überlassen,“ so demeter-Landwirt Christoph Simpfendörfer.

Am 20. April bringt Slow Food-Präsident Petrini die Forderungen des Vereins direkt nach Brüsse l, wo er bei der Konferenz „Local agriculture and short food supply chains“ spricht. Die Konferenz, eine Initiative von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos  und EU-Gesundheitskommissar John Dalli , befasst sich mit dem wirtschaftlichen und sozialen Potential der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und kurzer Vertriebswege im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik.

Zur Reform der GAP hat Slow Food 2011 mit dem Positionspapier Zu einer gemeinsamen Agrarpolitik die Kampagne Slow Europe gestartet: ein Aufruf an die Europapolitik nachhaltige Kleinbetriebe zu unterstützen, die landwirtschaftliche Biodiversität zu schützen und die Beteiligung von jungen Menschen in der Landwirtschaft zu fördern.

In einem weiteren Gespräch auf der Forumsbühne der Messe am Sonntag erörtert Carlo Petrini das Thema der Welternährung mit dem Leiter der WDR-Umweltredaktion Dr. Wilfried Bommert und dem Agrarhandelsexperten des Evangelischen Entwicklungsdienstes Francisco Mari . Die Kernpunkte des Gespräches sind Ernährungssouveränität, Konsumentenverantwortung und das von Slow Food ins Leben gerufene Terra Madre Netzwerk .

 Auf der Slow Food Messe in Stuttgart diskutierte am Samstag Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food, die Zukunft der Landwirtschaft mit Landwirten und Aktivisten, darunter demeter-Landwirt Christoph Simpfendörfer, Jochen Fritz von der Kampagne Meine Landwirtschaft, Rudolf Bühler (Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall), Sonja Korspeter (Junge AbL) und Dhusenti Manoharan (FRESH/Slow Food Youth Network).

Über Slow Food

  • Slow Food ist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
  • Slow Food fördert eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt.
  • Slow Food bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent.
  • Slow Food ist eine Non-Profit-Organisation

Weitere Informationen: http://www.slowfood.de/

Schülerwettbewerb „Bio find ich Kuh-l“

Endspurt bei „Bio find ich Kuh-l“
Jetzt noch Mitmachen beim bundesweiten Schülerwettbewerb
„Bio find ich Kuh-l“, der große Schülerwettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirt-schaft und Verbraucherschutz geht in die Endrunde. Noch bis zum 29. März sind Kinder und Jugendliche
eingeladen, sich mit den Themen Biolandbau und ökologische Ernährung auseinanderzusetzen. Das
diesjährige Motto lautet „Bio – Im Kreislauf der Natur?“. Beteiligen können sich Schülerinnen und Schü-ler von Klasse 3 bis 10.

Einsendeschluss ist der 29. März 2012. Es bleibt also noch genügend Zeit, um mitzumachen und eine dreitägige
Berlin-Reise, einen Tagesausflug oder eine der Überraschungskisten zu gewinnen. Außerdem erhalten die drei
Erstplatzierten in jeder Altersgruppe die Trophäe „Kuh-le Kuh“ in Gold, Silber oder Bronze.

Mitmachen darf jeder, der die 3. bis 10. Klasse einer allgemein bildenden Schule besucht, egal ob im Klassenverband, in der Kleingruppe oder als Solist oder Solistin. Auch außerschulische Gruppen sind herzlich eingeladen,
mitzumachen. Die Klassen 3 und 4 sind aufgefordert, das Thema „Bio – Im Kreislauf der Natur?“ in Bildern umzusetzen, zum Beispiel als Plakate, Collagen oder Wandzeitungen. Bei den Älteren, Klassen 5 bis 10, geht es zusätzlich um informative und kreative Arbeiten, die sich dokumentieren und kommunizieren lassen, zum Beispiel
als Reportagen, Projektdokumentationen, Internetseiten, Ausstellungen, Collagen oder Spiel. „Die Teilnehmenden sollten sich in jedem Fall an den Jurykriterien orientieren. Diese sind inhaltliche Qualität, Kreativität und Engagement sowie möglichst nachhaltiges Wirken des Beitra ges über den Wettbewerb hinaus. Vor allem aber soll
die Teilnahme an ‚Bio find ich Kuh-l’ Spaß machen“, sagt Elmar Seck von der Bundesanstalt für Landwirtschaft
und Ernährung, die den Schülerwettbewerb im Namen des Bundesministeriums verantwortet.

Die zündende Beitragsidee fehlt noch? Auf der offiziellen Homepage www.bio-find-ich-kuhl.de gibt es viele Tipps
und Linkhinweise zum Thema „Ökolandbau allgemein“ sowie zum Schwerpunktthema „Kreislaufwirtschaft“. Unter
„Preisträger“ präsentieren sich die glücklichen Gewin ner der vergangenen Wettbewerbsrunden. Die Gewinnerbei-träge können auch im aktuellen Wettbewerb als Anregung di enen. Im Menüpunkt „Beitragshilfe“ gibt es außerdem
viele konkrete Tipps zur Umsetzung. Außerdem twittert die „Kuh-le Kuh“ täglich Interessantes aus der Biowelt und
freut sich über weitere „Follower“.
„Bio find ich Kuh-l“ findet seit 2003 jährlich statt. Bislang haben sich knapp 30.000 Schülerinnen und Schüler
daran beteiligt.

Weitere Infos zum Wettbewerb unter: www.bio-find-ich-kuhl.de

Agripoly – fachlich fundiert und preiswert

Agripoly – fachlich fundiert und preiswert

Wer als virtueller Landwirt Getreide säen, Kühe melken oder Flächen kaufen und verkaufen möchte, muss sich weder Daten klauen lassen noch echtes Geld an einen Spieleanbieter in den USA bezahlen. Das Computerspiel „Agripoly“ vom aid infodienst bietet Spiel und Spaß, dazu noch fachlich fundiert und mit aktuellen und realistischen Daten und Hintergrundinformationen. Es bietet sich als Alternative zum Online-Spiel „Farmville“ an, vor dem Verbraucherschützer warnen, weil der Anbieter persönliche Daten sammele und Nutzer echtes Geld einsetzen müssten, wenn sie bestimmte Elemente im Spiel erwerben möchten.

Das alles gibt es bei Agripoly nicht. Hier kann der Spieler sich ohne Risiko als moderner Landwirt versuchen. Aktuelle Betriebszahlen, wie Kapital, Fläche oder Viehbestand, können jederzeit ausgedruckt werden. Eine eigene Internetseite ( www.aid-agripoly.de ) bietet zusätzlich Kalkulationshilfen und Hintergrundinformation aus dem wirklichen Leben für mehr Betriebserfolg. Ein herausfordernder Spaß für Jugendliche, Auszubildende, Schüler und Studierende, Hofnachfolger und viele andere mehr – auch für Nichtlandwirte.

aid, Renate Kessen

DAS!

NDR, Freitag, 18.12., 18:45 – 19:30 Uhr

DAS! schmeckt – Kochrezepte mit Rainer Sass.
Ob Wachteln in Pfefferrahmsoße oder Kartoffelsalat mit feinen Schalotten. Rainer Sass weiß für jedes Gericht das richtige Rezept. Die Rezepte zum Nachkochen im NDR Text, Seite 594 oder im Internet / E-Mail: das@ndrtv.de
DAS! Gast: Andreas Hoppe

Die ‚Tatort‘-Zuschauer kennen ihn als ‚Kopper‘, den besonders einfühlsamen aber auch sehr schlagkräftigen Kollegen von Kommissarin Lena Odenthal, gespielt von Ulrike Folkerts. Über dreißig Folgen haben die beiden mittlerweile gedreht – ein Riesenerfolg. Aber Andreas Hoppe hat natürlich noch ganz andere Seiten: Er ist Feinschmecker und Hobby-Landwirt mit grünem Daumen. Aus dieser Leidenschaft ist jetzt ein Buch entstanden. ‚Allein unter Gurken‘ beschreibt den Versuch, sich ausschließlich gut, gesund und nur mit regionalen Produkten zu ernähren. Dass es dabei genug zu lachen gab versteht sich fast von selbst. Und dass das Gespräch auf dem Roten Sofa nicht ganz erst bleibt, ist versprochen!

Vom Bio-Bauern zum Hotel-Gärtner

Der gelernte Bio-Landwirt Marco Graf nahm vor 23 Jahren die Herausforderung an, den riesigen Garten des Fünf-Sterne-Superior-Hotels Giardino in Ascona anzulegen. Heute wachsen hier rund 30.000 Pflanzen pro Saison – gezüchtet im hoteleigenen Gewächshaus.

Der gelernte Bio-Landwirt Marco Graf nahm vor 23 Jahren die Herausforderung an, den riesigen Garten des Fünf-Sterne-Superior-Hotels Giardino in Ascona anzulegen. Heute wachsen hier rund 30.000 Pflanzen pro Saison – gezüchtet im hoteleigenen Gewächshaus.

So groß wie zwei Fußballfelder – 20.000 Quadratmeter – ist der Garten im Giardino. „Mediterran mit klaren Konturen“, so beschreibt Marco Graf die Anlage. Daniela und Philippe Frutiger, die das Hotel vor drei Jahren übernommen haben, war es wichtig, dem Element Wasser mehr Bedeutung zu geben. Teich und Springbrunnen wurden visuell in den Mittelpunkt gerückt. „Dies war möglich, indem wir die verspielte Gartenromantik der Vergangenheit durch ein vereinfachtes, lineares Konzept ersetzten“, erklärt Graf.

Tatsächlich können sich die Gäste im Garten nur schwer dem Element Wasser entziehen. Der 700 Kubikmeter große Hauptteich − das entspricht rund 3.500 Badewannenfüllungen − schließt an die Restaurant- und Barterrasse des Giardino an. Nur über einen Steg, der gesäumt ist mit duftenden Zitronenbäumen, gelangt man zum Outdoor-Pool des Hotels und in den hinteren Teil des Gartens. Übrigens: Im Teich leben „Pseudo-Koys“. „Das sind lustig anzusehende Tiere“, schmunzelt der Chefgärtner. „Eine Mischung aus Goldfischen und Karpfen, allerdings nicht so wertvoll wie die echten Zuchtfische.“ Graf selbst erfreut sich an jedem einzelnen Exemplar – so wie die Gäste, die dem munteren Treiben im Teich aus vielen Perspektiven im Giardino-Garten zusehen können.

Damit die Anlage und ihre Tiere weiterhin so prächtig gedeihen, verzichtet Marco Graf weitestgehend auf Pestizide. Dieser Umweltschutzgedanke entspricht auch der Philosophie des Hotels: Das Giardino ist ein klimaneutrales Haus, das bewusst mit der Umwelt und ihren Ressourcen umgeht. Ascona/Schweiz – Der gelernte Bio-Landwirt Marco Graf nahm vor 23 Jahren die Herausforderung an, den riesigen Garten des Fünf-Sterne-Superior-Hotels Giardino in Ascona anzulegen. Heute wachsen hier rund 30.000 Pflanzen pro Saison – gezüchtet im hoteleigenen Gewächshaus.

Tipp für Naturfreaks: Eine Behandlung im hoteleigenen Kräutergarten. „Die feinen Düfte der Kräuter, das Zwitschern der Vögel und die abgeschiedene Lage des Massage-Pavillons“ – für Marco Graf gibt es im ganzen Garten kaum einen besseren Ort für die Entschleunigung der Gäste. Er selbst hält sich gerne im hoteleigenen Gewächshaus auf. „Es ist spannend, die Setzlinge heranwachsen zu sehen und sie mir in verschiedenen Anordnungen in der Giardino-Anlage vorzustellen“. Seine leuchtenden Augen lassen keinen Zweifel an seiner Leidenschaft zum Beruf.

www.giardino.ch

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Süßwarenhersteller sind keine Subventionsempfänger

EU-Agrarzahlungen: Süßwarenhersteller sind keine Subventionsempfänger

Seit vorgestern werden auch in Deutschland die Empfänger von EU-Agrarzahlungen veröffentlicht. Was der Verbraucher nicht erkennen kann: Es befinden sich darunter sowohl direkte Subventionen für viele Landwirte als auch Ausgleichszahlungen für Zucker verarbeitende Unternehmen wie die deutschen Süßwarenhersteller. Diese Ausgleichszahlungen sind von den deutschen Süßwarenherstellern keinesfalls gewollt, sondern Konsequenz einer verfehlten EU-Agrarpolitik.

Hintergrund: Beim Export in Nicht-EU-Länder gibt es infolge eines künstlich durch die EU-Zuckermarktordnung hochgehaltenen Zuckerpreises einen eklatanten Preisunterschied zwischen EU-Preis und Weltmarktpreis. Dadurch wird der Landwirt gestützt, der Süßwarenhersteller hingegen muss den hohen Zuckerpreis entrichten.
Die EU zahlt den Differenzbetrag, der nichts anderes ist als eine Subvention an den Landwirt über den Umweg des Süßwarenherstellers.

„Subventioniert wird der Landwirt, nicht der Exporteur. Der Exporteur erhält nur das zurück, was er zuvor zu viel an den Landwirt gezahlt hat. Gäbe es nicht das EU-Marktordnungssystem, so würde sich ein Marktpreis für Zucker bilden können“, so Dr. Stefan Feit, Außenhandelsexperte im BDSI. Dann wäre auch die Exporterstattung unnötig. Außerdem wäre jeder Empfänger von Ausfuhrerstattungen froh, wenn er das komplizierte System der Ausfuhrerstattungen nicht verwenden müsste.

Mit der Abschaffung der Ausfuhrerstattungen für Zucker wird es ab Sommer keine Zahlungen mehr geben. Den Preisunterschied muss dann der Süßwarenhersteller allein tragen.

Zu Tisch in … Moldawien

In dem Familienbetrieb von Jura David muss jeder mit anpacken, auch seine Frau und ihre fünf Kinder. Das ist Voraussetzung, wenn man es im armen Moldawien zu etwas bringen will. Der Landwirt bestellt seine Äcker ohne Maschinen, denn die kann er sich nicht leisten. Aber alles, was dort wächst, wird biologisch angebaut. Trotz der mühsamen Feldarbeit vergessen die Davids das Feiern nicht. .Freunden und Familie serviert Vera David dann typisch moldawische Gerichte wie Galuste – mit Reis und Hack gefüllte Paprikaschoten und Weinblätter – oder Fleischspieße vom Grill

Sieben Uhr morgens. Für Familie David beginnt ein neuer Arbeitstag. Jura David, seine Frau Vera und ihre fünf Kinder im Alter von sieben bis 17 Jahren klettern aus dem alten Transporter. Sie holen Hacken und Eimer aus dem Laderaum und marschieren zu einem Feld mit Wassermelonen. Jura und seine Familie beginnen mit dem Unkrautjäten. Da Geld in Moldawien knapp ist, kann sich kaum ein Bauer Pflanzenschutzmittel leisten. Doch Jura geht es nicht nur ums Geld. Der 39-jährige Landwirt hält nicht viel von der chemischen Keule. Er versucht, seine Felder ökologisch zu bestellen. Nur so, davon ist er überzeugt, bekommt man aromatisches Gemüse. Wie alle Landbewohner erhielten auch Jura und Vera im Zuge der Unabhängigkeit Moldawiens und der Auflösung der Kolchosen ein Stück Land zugeteilt. Jura kaufte zu den bescheidenen anderthalb Hektar Land noch zwei weitere dazu und beschloss, sich auf Gemüseanbau zu spezialisieren und die Produkte überwiegend selbst zu vermarkten. Der experimentierfreudige Landwirt probierte in den letzten Jahren etliche Tomatensorten aus. Von einem Professor, bei dem er Landwirtschaft studierte, hat er zahlreiche Eigenzüchtungen bekommen. Juras Tomaten sind die besten in der Gegend, und sie sind früher reif als die der anderen Landwirte. Auf dem örtlichen Markt will Jura möglichst viel von seiner Ernte zu verkaufen. Denn hier bekommt er bessere Preise als beim Großhändler. Da Jura selbst keine Zeit hat, am Stand zu stehen, hat er Maricica engagiert, die eine patente Verkäuferin ist – in der noch jungen Marktwirtschaft Moldawiens wichtiger denn je. Neben der harten Arbeit auf dem Hof bleibt den Davids aber noch genügend Zeit zum Leben – und zum Feiern mit ihren Freunden. Bei diesen Festen bereiten Vera und ihre Freundinnen typisch moldawische Gerichte zu: Galuste zum Beispiel – mit Reis und Hack gefüllte Paprikaschoten oder Kohl- und Weinblätter. Dazu gibt es Fleischspieße vom Grill – seit jeher eine Domäne der Männer.

So, 26.04. um 17:35 Uhr arte