Banane

Zweitliebstes Obst der Deutschen
Jeder Deutsche isst durchschnittlich 10,5 Kilogramm Bananen im Jahr. Damit liegt die Banane nach dem Apfel auf dem zweiten Platz der beliebtesten Obstarten, informiert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im aktuellen Markt- und Preisbericht. Die Einfuhrmengen und der Verbrauch von Bananen sind in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 wurden noch 890.000 Tonnen Bananen verbraucht. Das entsprach etwa 10,8 Kilogramm pro Person. Im Jahr 2011/2012 lag der Verbrauch nur noch bei 854.000 Tonnen (10,5 Kilogramm pro Person). Trotz des Rückgangs ist der Verbrauch so hoch, dass er nur noch vom Apfel mit einem Konsum von knapp 26 Kilogramm pro Kopf übertroffen wird.

Die wichtigsten Lieferländer sind nach wie vor Ecuador, Kolumbien und Costa Rica.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weniger Deutsche Enten 2013

Die Produktion von Enten ist im Jahr 2013 deutlich gesunken: Von Januar bis Oktober lagen die Schlachtungen bei 35.819 Tonnen – knapp 25 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung sei auf stagnierende Schlachtereiabgabepreise und die hohen Kosten für Futtermittel zurückzuführen, vermutet Marktinfo Eier und Geflügel (MEG). Infolge der geringeren Produktion haben die Importe um 13 Prozent zugenommen, während die Exporte um über 40 Prozent gesunken sind.

Enten und Ententeile kommen gerne als Festtagsbraten auf den Tisch. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt seit dem Jahr 2010 konstant bei etwa 900 Gramm. Rund 60 Prozent der Einkäufe werden in den Monaten Oktober, November und Dezember getätigt. Aber auch zu Ostern greifen Feinschmecker häufiger zum edlen Geflügel. Insgesamt gesehen ist die Käuferreichweite aber gering: Weniger als jeder zehnte Haushalt hat im Jahr 2012 einmal frisches Entenfleisch eingekauft, bei gefrorener Ware waren es knapp 13 Prozent.

Die Barbarie-Ente, auch Fleisch- oder Flugente genannt, hat ein mageres festes Fleisch. Die weiblichen Tiere sind 1,8 bis 2 Kilogramm, die männlichen 3-4 Kilogramm schwer. Im November 2013 mussten Verbraucher beim Erzeuger für ein Kilogramm Barbarie-Ente 8,86 Euro zahlen. Das waren 20 Cent mehr als im November 2012. Beim Verkauf an Einzelhandel, Metzger und Gastronomie lagen die Preise bei 6,24 Euro und damit 15 Cent höher als im Vorjahr.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Geflügelfleisch“, Bestell-Nr. 1006, Preis: 3,00 Euro, www.aid-medienshop.de

Was ist ein Käselaib?

Ob Camembert oder Emmentaler: Käse bezeichnen wir als Laib – doch wieso ist das so? Deshalb geht die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft heute der Frage nach, was einen Käselaib ausmacht.

Josef Stemmer, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage:
Bei Käse spricht man von Laib – doch was genau macht einen Käselaib aus?

Laib beschreibt die runde, gelegentlich auch ovale Form von Brot oder Käse. Ursprünglich bezeichnete der Begriff im Germanischen nur die Form des Brotes. Später wurde die Verwendung um Käse erweitert. Doch was macht einen Käselaib aus? Es ist die Herstellung im ganzen Stück. Dabei kann das handelsübliche Gewicht eines Käselaibs je nach Käsesorte stark variieren. So wiegt der Weichkäse Camembert gemäß der Käseverordnung nur 80 bis 400 Gramm, ein Allgäuer Emmentaler dagegen bis zu 120 Kilogramm. Rund, wie in seiner ursprünglichen Herstellung, muss ein Laib nicht zwingend sein. Für quaderförmige Käselaibe, wie den Backsteiner, verwenden Fachleute auch den Begriff „Brot“ zur Unterscheidung vom Rundlaib.

Tipp: Runde und eckige Käse schneidet man am besten wie eine Torte auf, so erhält jedes Stück gleich viel Rinde.

105 kg Obst

105 Kilogramm Obst hat jeder Bürger in Deutschland im vergangenen Jahr verbraucht (Obst in verarbeiteten Produkten mit eingerechnet).
Der Apfel ist nach wie vor die beliebteste Obstsorte mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 25,9 Kilogramm, gefolgt von der Banane mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 10,5 Kilogramm.

Von den verschiedenen Arten an Zitrusfrüchten wurden zusammen 36,7 Kilogramm pro Kopf konsumiert. Insgesamt wurden im Wirtschaftsjahr 2011/12 in Deutschland 8.668.000 Tonnen Obst verbraucht. Weniger als ein Fünftel dieses Obstes stammte aus inländischer Erzeugung.
Klimabedingt lassen sich viele Arten in Deutschland nicht anbauen – die „Exoten“ werden importiert. Die heimische Obsternte von Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Erdbeeren und Beerenobst belief sich im Anbau für den Markt 2012 auf insgesamt 1.255.815 Tonnen.

Obst liefert dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und sollte ein fester Bestandteil der Ernährung sein.

Quelle: BMELV, Statistisches Bundesamt

Ppura Pesto

Stiftung Warentest warnt vor Verzehr von Ppura Pesto

Vor der Veröffentlichung des Tests von Basilikum-Pesto warnt die Stiftung Warentest vor dem Verzehr des Bio-Pestos „Ppura Pesto von Basilico Genovese D.O.P.“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4.7.2014. Die Tester haben in diesem Pesto den potenziell krebserregenden Stoff Anthrachinon nachgewiesen. Der analysierte Wert ist mit 0,79 Milligramm Anthrachinon pro Kilogramm Pesto fast 80-mal so hoch wie der zulässige Höchstgehalt von 0,01 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel.

Anthrachinon wird als potenziell krebserregend eingestuft. Weil es keine Zulassung als Pestizid hat, gilt der strengste Höchstgehalt für Lebensmittel. Die Stiftung Warentest hat aus vorsorgendem Gesundheitsschutz den Anbieter Ppura in der Schweiz und die zuständige Lebensmittelaufsichtsbehörde in Deutschland über den Befund informiert. Die Firma reagierte sofort und hat die betroffene Pesto-Charge vom deutschen und österreichischen Markt zurückgerufen.

Kunden können bereits gekaufte Pesto-Gläser beim Händler zurückgeben und sich – auch ohne Kassenbon – den Kaufpreis erstatten lassen. Die Firma hat außerdem mitgeteilt, dass es sich bei dem belasteten Pesto um die letzte Produktion des alten Herstellers handele, seit März 2013 produziere ein neuer Hersteller ein Nachfolgeprodukt namens „Pesto alla Genovese – ricetta originale“. Inzwischen würden sämtliche Pestos aus dem Ppura-Sortiment auch regelmäßig auf Pestizide untersucht, zuvor sei das nur stichprobenweise geschehen.

Ausführlichere Informationen zur Pesto-Warnung auf test.de

Erdbeeren

19.048 Hektar
betrug die Anbaufläche für Erdbeeren im Marktobstbau im vergangenen Jahr in Deutschland. Damit ist die Anbaufläche in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen (2011: 17.223 Hektar). Auf einer Erntefläche von 15.004 Hektar wurden 2012 in Deutschland rund 155.800 Tonnen Erdbeeren geerntet.

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 3,5 Kilogramm zählt die Erdbeere zu den beliebtesten Früchten bei den Verbrauchern in Deutschland. Entgegen ihrem Namen handelt es sich bei der Erdbeere aus botanischer Sicht allerdings nicht um eine Beere, sondern um eine sogenannte „Sammelnussfrucht“. Ihr süßer Geschmack lässt sich gut mit Vanille-Eis genießen, außerdem sind Erdbeeren seit jeher eine beliebte Zutat für Kuchen. Dabei ist die Erdbeere kalorienarm und liefert dem Körper wichtiges Vitamin C.

Quellen: BMELV, Destatis

Spargel

1,6 Kilogramm Spargel verzehrte jeder Deutsche durchschnittlich im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden im Wirtschaftsjahr 2011/2012 in Deutschland etwa 127.000 Tonnen Spargel verbraucht, etwa vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei kommt der Großteil des verbrauchten Spargels aus heimischer Erzeugung – Tendenz steigend.

Während im Jahr 2008 noch über 30.000 Tonnen Spargel aus der Europäischen Union oder anderen Staaten importiert wurden, waren es 2012 rund 24.000 Tonnen. Spargel ist in Deutschland mit gut einem Fünftel der gesamten Freilandfläche für Gemüse die Gemüseart mit der größten Anbaufläche. So wurden im Jahr 2012 rund 102.300 Tonnen Spargel auf einer Fläche von 19.300 Hektar erzeugt. Weltweit steht Deutschland nach China und Peru an dritter Stelle der Spargelerzeuger.

Gestochen wird Spargel in Deutschland normalerweise zwischen Anfang/Mitte April und dem 24. Juni, dem Johannistag, auch bekannt als „Spargelsilvester“. Anschließend hat der Spargel ausreichend Zeit, sich zu regenerieren und auf den Frost im darauffolgenden Herbst und Winter vorzubereiten. Grundsätzlich ist die Spargelsaison sehr stark witterungsabhängig. 2013 beginnt sie aufgrund der anhaltenden Kälte mit einigen Wochen Verspätung.

Milch

Erzeugerkosten höher als Weltmarktpreis 1 kg Milch kostet 50 Cents in der Herstellung – Weltmarktpreis bei 32 Cents – 30 Milliarden Kilo Milch hat Deutschland 2012 exportiert

Die Milcherzeugergemeinschaft Milch Board hatte schon vor der Internationalen Grünen Woche 2013 (IGW) in Berlin den Milch-Marker-Index angekündet, mit dem die Milchbauern in die Preisverhandlungen mit den Molkereien gehen können. Endlich sollten belastbare Daten zur Verfügung stehen, auf die sich die Landwirte berufen können.

Auf dem Weg zum Index wurde zur Grünen Woche das Gutachten über die Milcherzeugungskosten vorgestellt. Gutachterin Dr. Karin Jürgens vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) errechnete für die drei Regionen Ost, Nord und Süd Milcherzeugungskosten in Höhe von 45,07, 43,06 und 51,03 Cent je Kilogramm Milch. Die Durchschnittskosten von 50 Cent je Kilogramm scheinen hoch, ähneln aber den Berechnungen des Milchreport Bayern 2011, der 49,3 Cent je Kilogramm Milch errechnete. Das Gutachten bezieht sich jedoch auf eine wesentlich größere Datenbasis. Vielleicht ist die Zahl „50 Cent“ deshalb nur verhalten kommentiert worden. Das Milchforum des Deutschen Bauernverbandes (DBV) auf der IGW arbeitete unter dem Motto „Damit wir auch morgen noch melken können“ indirekt aus, ob die 50 Cent jemals bezahlt werden könnten.

Für Professor Harald von Witzke, Agrarökonom an der Humboldt-Universität zu Berlin müssten die Erzeugerkosten regionaler erfasst werden. Steigende Effizienz werde die Kosten senken und die Milch auch für den Weltmarkt attraktiv machen.

Nach DBV-Vizepräsident Udo Folgart ist es eine große Leistung der Molkereien, die produzierte Milch ohne Überhang verkauft zu haben. 30 Milliarden Kilogramm gingen 2012 in den Export. Die 1,2 Milliarden Euro Umsatz daraus kämen auch bei den Betrieben an und schafften eine Wertschöpfung im ländlichen Raum. Durch Partnerschaftsabkommen solle die EU neue Absatzmärkte erschließen und festigen. Laut Peter Bleser, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, leiste diese exportierte Milchmenge einen Beitrag zur Welternährung. Es müsse aber besser koordiniert werden, damit Händler in Indien und China die Herkünfte und Qualitäten besser einschätzen können.

Martin Häusling hingegen ist skeptisch. Der Europaabgeordnete der Grünen wirft den Quotenaussteigern „Marktträume“ vor, die sich nicht realisieren ließen. Von den jetzigen Milchpreisen von 32 Cent je Kilogramm müsse der Anteil an Direktzahlungen in Höhe von sechs bis zehn Cent noch abgezogen werden. Die meisten Milchbetriebe lebten von der Substanz oder vom Nebenerwerb. Deutschland und Europa würde sich nie mit den Inlandsproduktionen in Indien und China messen können, die auf absehbare Zeit selbst genug Molkereiprodukte erzeugen werden. Weltmarktpreise in Höhe von 30 Cent werden die deutschen Bauern nie ohne Zuzahlungen durchstehen können. Häusling warnte außerdem vor den Partnerschaftsabkommen. Was bei kleineren Staaten durchgesetzt werden könnte, werde bei den großen Verhandlungen mit dem Mercosur (Gemeinsamer Markt Südamerikas) und den USA schnell ins Gegenteil umschlagen können.

Von den im Gutachten festgestellten hohen Erzeugungskosten sprach da schon niemand mehr. Nur Udo Folgart warnte vor noch weiter steigenden Kosten, wenn beispielsweise für die Jauche- und Gülleanlagen die Doppelwandigkeit Pflicht werde.
Roland Krieg, www.aid.de

4l auf 100 km

Hätten Sie’s gewusst: die Flugzeuge der Lufthansa Group verbrauchen durchschnittlich rund 4 Liter Kerosin, um einen Fluggast 100 km weit zu befördern. Modernste Flugzeuge wie der Lufthansa A380 oder die Lufthansa Boeing 747-8 unterschreiten die 4-Liter-Marke bereits deutlich.

In der Lufthansa Group arbeiten zahlreiche Experten mit Hochdruck daran, den Verbrauch von Kerosin und damit die Umweltauswirkungen des Fliegens so gering wie möglich zu halten. Auf Basis der anerkannten 4-Säulen-Strategie für den Klimaschutz entwickeln sie kontinuierlich Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz im Flugbetrieb.
Mit Erfolg: Transportleistung und Treibstoffverbrauch konnten erfolgreich voneinander entkoppelt werden. Seit 1991 hat der Konzern 42,6 Prozent seiner zusätzlichen Transportleistungen CO2-neutral erbracht.

Jüngste Aktion zur Effizienzverbesserung: Das Wiegen aller losen Gegenstände in der Kabine eines Langstreckenflugzeuges. Wer glaubt, auf das Gewicht von Taschenlampen, Kleiderbügeln, Magazinen, Trolleys, Decken und Kissen zu achten, sei übertrieben, irrt. Dies lohnt gleich doppelt, denn Ökologie und Ökonomie gehen in der Luftfahrt Hand in Hand. Bereits einhundert Kilogramm weniger Gewicht auf jedem Flugzeug der Lufthansa Passage senkt die Spritkosten um 2,6 Millionen Euro pro Jahr – und vermeidet etliche Tonnen CO2-Emissionen.

Apropos Treibstoffeffizienz: Viele Menschen in Deutschland schätzen den durchschnittlichen Verbrauch von Flugzeugen fälschlicherweise um ein 10-Faches höher ein als es tatsächlich der Fall ist. Das ergab eine Meinungsumfrage der Forschungsgruppe Wahlen.

Gänse von Oktober bis Dezember beliebt

75 Prozent der heimischen Gänse werden jedes Jahr in den Monaten Oktober, November und Dezember geschlachtet. Gänsefleisch ist eine beliebte Weihnachtsdelikatesse – im Dezember erreicht der Absatz alle Jahre wieder seinen Höhepunkt. Bundesweit wurden 2011 rund 543.000 Gänse mit einem Schlachtgewicht von über 2600 Tonnen geschlachtet.

Im Schnitt verzehrte jeder Bundesbürger rund 300 Gramm Gänsefleisch. Im Vergleich zu den anderen Geflügelfleisch-Sorten spielt Gänsefleisch aber eine eher untergeordnete Rolle: Spitzenreiter ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von knapp zwölf Kilogramm weiterhin Hühnerfleisch. An zweiter Stelle folgt Truthahn mit sechs Kilogramm pro Kopf. Insgesamt verzehrten die Deutschen 2011 knapp 19 Kilogramm Geflügelfleisch pro Kopf, was einer Verdopplung innerhalb der vergangenen 30 Jahren entspricht.

Quelle: BMELV, Statistisches Bundesamt