Englischer Whisky

In Norfolk/East of England wird seit Dezember 2006 Whisky hergestellt. Den guten Tropfen zum ersten Mal kosten, kann man allerdings nicht vor Dezember 2009. Die St. George Destillerie, nach dem Schutzpatron Englands benannt, ist die einzige registrierte englische Destillerie.

Sie wurde komplett neu gebaut und liegt am Ufer des Flusses Thet in der Nähe von Thetford. Der Fluss hat eine ausgezeichnete Wasserqualität, was auf guten Tropfen Whisky aus Norfolk hoffen lässt. Ein Besucherzentrum und ein Shop werden Ende Juli 2007 ihre Pforten öffnen.

www.norfolkwhisky.co.uk

Essen zwischen Theorie und Praxis

Die meisten Europäer sind der Ansicht, dass sie sich gesund ernähren. Dennoch fällt es jedem dritten Menschen schwer, die Mahlzeiten ausgewogen und abwechslungsreich zu gestalten. Der häufigste Grund dafür sei Zeitmangel, so das Ergebnis der Eurobarometer-Umfrage zu Gesundheit und Ernährung.

Im November und Dezember 2005 wurden rund 30 000 Menschen in allen EU-Mitgliedsstaaten, Bulgarien und Rumänien sowie Kroatien und Türkei befragt.
Zwischen den einzelnen Ländern gibt es große Unterschiede: So ist in Slowenien jeder zweite Bürger der Ansicht, dass die Auswahl und Zubereitung von gesunden Gerichten zu viel Zeit in Anspruch nimmt. In Deutschland sind es nur 29 Prozent. Die Malteser klagen selten über Zeitmangel, sie verspüren vorwiegend keinen Appetit auf gesunde Lebensmittel. Mehr als ein Viertel der Teilnehmer erklärte, dass fehlende Kontrolle über die Speisen wie etwa beim Außer-Haus-Verzehr eine ausgewogene Ernährungsweise erschwere. Dieser Grund ist besonders für Menschen aus Luxemburg, Irland und Litauen von Bedeutung.

Jeder fünfte EU-Bürger hat laut eigener Aussage im vergangenen Jahr seine Ernährungsgewohnheiten geändert. Vor allem Frauen hoffen, auf diese Weise ihr Gewicht zu reduzieren, andere möchten allgemein gesund bleiben oder stellten krankheitsbedingt die Kost um.

Über die Hälfte der Befragten würde nun mehr Gemüse und Obst sowie fettärmer essen, erläutert die EU-Kommission in ihrem Bericht. Viele Menschen trinken mehr oder bereiten die Speisen mit weniger Zucker und kalorienärmer zu. 20 Prozent wollen weniger Fleisch essen. In Deutschland ist es sogar ein Drittel. Insgesamt lassen die Ergebnisse also auf eine bessere Ernährungssituation hoffen.
(aid, Heike Heinrichs)

Deutsche Weine exklusiv in WM-Stadien

denn mit ihnen können die geladenen Gäste in den Cateringbereichen der Stadien an allen 64 WM-Spielen anstoßen. Dies hat das Deutsche Weininstitut mit dem Organisationskomitee der FIFA vereinbart.

Während der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006 wird in den Cateringbereichen mit mehr als 400.000 Besuchern kalkuliert, die mit über 100.000 Flaschen Wein bewirtet werden sollen. Das DWI hat dafür eine verdeckte Auswahlprobe mit rund 500 Weinen aus allen Anbaugebieten organisiert.

Die letztendliche Auswahl von insgesamt 38 Weinen trafen Vertreter und Sommeliers der FIFA sowie der iSe-Hospitality AG.
DWI-Geschäftsführer Armin Göring betont: „Die deutsche Weinwirtschaft ist stolz darauf, bei dem größten Sportereignis der Welt am Ball zu sein. Wir hoffen, dass die Spiele ebenso anregend sein werden wie unsere Weine.“

Die Liste der Betriebe, die Weine in die WM-Stadien liefern, finden Sie hier.

Internet:http://www.deutscheweine.de

Spitzenwinzer veröffentlichen ein Manifest gegen die Verwässerung der Weinkultur

Führende Winzer aus Deutschland und Frankreich
starten in der neuesten Ausgabe von WEIN GOURMET, Deutschlands
auflagenstärkster Weinzeitschrift, eine Kampagne gegen Kunstwein. Mit
Beginn des neuen Jahres hatte die Europäische Union der Einfuhr so
genannter „fraktionierter“ Weine den Weg geebnet. Diese Weine werden
aus technisch gewonnenen Wein-Bestandteilen so zusammengemischt, dass
ein beliebig kontrollierbares und manipulierbares Geschmacksprofil zu
erzielen ist. Auch Weine, die mit Eichenspänen behandelt oder mit
Wasser verdünnt wurden, dürfen jetzt in der EU verkauft werden.
„Diese Techniken wurden zwar gegenwärtig nur für Importweine aus den
USA legalisiert“, so erklärt WEIN GOURMET-Redakteur Dr. Ulrich
Sautter. „Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die umstrittenen
Techniken auch für die Bereitung europäischer Weine zugelassen
werden. Dann könnte die Hemmschwelle weiter sinken, beispielsweise,
indem erlaubt wird, solchen Weinen künstliche Aromastoffe
zuzusetzen.“

Die protestierenden Winzer möchten das Interesse der
Öffentlichkeit auf die Tatsache lenken, dass sich neuartige
technische Möglichkeiten industrieller Weinbereitung immer weiter von
dem entfernen, was als gutes Winzerhandwerk gelten kann. Überdies
prangern sie an, dass dem Konsumenten die Information verwehrt wird,
welche Weine mit umstrittenen Verfahren hergestellt wurden: Es gibt
keine Deklarationspflicht. „Wir halten es für nicht hinnehmbar“, so
formuliert das Manifest der Winzer, „dass fortan Kunstweine mit dem
Image der Natürlichkeit verkauft werden dürfen. Wein als Kulturgut
spiegelt die Herkunftsregion, den Boden der einzelnen Lage, das
Wetter des Jahrgangs, die Persönlichkeit der Winzerin und des
Winzers, sogar die Geschichte wider. Wir hoffen, dass aufgeklärte
Verbraucher die Bewahrung dieses Kulturgutes unterstützen. Und wir
appellieren an unsere Kollegen, die Situation als Chance zu
betrachten und mit uns gemeinsam für den Wein als authentisches
Naturprodukt in die Offensive zu gehen.“

In einer ersten Unterschriftensammlung unterstützten 150 namhafte
Winzer aus neun Ländern die Protestnote. Ein weiteres Arbeitstreffen,
auf dem konkrete Projekte beschlossen werden sollen, wird Ende April
im Elsaß stattfinden. Die Liste aller Unterstützer sowie der
vollständige Text des nach dem Ort der Niederschrift benannten
„Mußbacher Manifestes“ findet sich in WEIN GOURMET 1/2006 (ab 8. März
am Kiosk).

Fitness-Lügen

Kräftig schwitzen verbrennt Kalorien? Das denken viele und hoffen, in der Sauna überflüssige Pfunde zu verlieren. Leider vergeblich. Mit diesem und anderen weit verbreiteten Sport-Irrtümern räumen die beiden Experten Prof. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln, und der erfolgreiche Lauftrainer Herbert Steffny in der aktuellen Ausgabe der Frauenzeitschrift FÜR SIE (erscheint am 6. September 2005) auf.
„Schwitzen hat nichts mit Fettabbau zu tun“, so Herbert Steffny. Um Kalorien zu verbrennen, müsse man aktiv Sport treiben. „In der Sauna verliert man Wasser und Mineralien. Wer viel schwitzt, muss mit Flüssigkeit gegensteuern ­ sonst dehydrieren Kopf und Muskulatur.“

Ein weiterer gängiger Trugschluss: „Mit Krafttraining lassen sich Fettpolster gezielt abbauen.“ Schön wär’s, schreibt FÜR SIE. Denn gezieltes „Wegschmelzen“ gibt es nicht. Der Körper deponiert und baut das Fett ab, wo er möchte. Bei Männern meist am Bauch, bei Frauen um die Hüften. Steffny: „Es bleibt einem nichts anderes übrig, als durch Ausdauertraining insgesamt abzunehmen.“

Allerdings ist dafür auch ein gewisses Durchhaltevermögen und eine ausreichende Trainings-Dosis nötig. Es stimmt also nicht, dass Sport auf jeden Fall zu Fettaubbau führt. Wichtig ist eine so genannte negative Energiebilanz. Dazu Prof. Ingo Froböse: „Nur wer tatsächlich mehr Energie verbraucht, als er zu sich nimmt, wird auf Dauer schlanker.“