Eier

Eier: Alles eine Frage der Haltung

Die EU plant, ab 2012 die Haltung von Hühnern in Legebatterien europaweit zu verbieten. Stellt sich die Frage, worauf Europäer beim Eierkauf bereits heute achten.
Im Januar und Februar 2008 befragte das Aachener Marktforschungsinstitut Dialego im Rahmen einer internationalen repräsentativen Umfrage je 1.000 Verbraucher in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zum Thema. Im Zentrum der Betrachtung stand die Frage, worauf Verbraucher beim Einkauf von Eiern achten, wie beispielsweise die Frage der artgerechten Haltung. Auch das Wissen um die Bedeutung der Printnummern auf Eiern wurde erfragt.

Eines steht europaweit fest: Erste Adresse für den Einkauf von Eiern ist in allen drei Ländern der Supermarkt. 91 Prozent der Briten, 87 Prozent der Franzosen und 63 Prozent der Deutschen kaufen dort ihre Eier. Der etwas schwächere Wert der Deutschen erklärt sich durch die große Zahl an Bundesbürgern (44 Prozent), die ihre Eier auch im Discounter kaufen. Hintergrund ist die Tatsache, dass es in Großbritannien und Frankreich weniger Discounter als in Deutschland gibt.

Beim Vergleich wird deutlich, dass die Verbraucher in den drei Ländern beim Einkauf von Eiern unterschiedliche Prioritäten setzen: Bei mehr als zwei Dritteln der französischen Verbraucher (69 Prozent) liegt das Haltbarkeitsdatum ganz vorn, während für zwei Drittel (67 Prozent) der Deutschen das Kriterium der artgerechten Haltung am wichtigsten ist. Auf den britischen Inseln hingegen ist der Preis für 60 Prozent der Befragten das bedeutendste Kriterium beim Kauf.

Im Rahmen der internationalen Befragung wurden auch die Einstellungen zu Eiern aus verschiedenen Arten der Haltung von Hühnern untersucht. Die Antworten auf diese Frage fallen in den verschiedenen Ländern recht unterschiedlich aus. Eier aus Freilandhaltung sind in allen Ländern die mit Abstand begehrtesten Eier (Deutschland 52 Prozent, England 47 Prozent, Frankreich 41 Prozent). Und während nur ein Prozent der Franzosen Eier aus Bodenhaltung im Stall kauft, greifen 16 Prozent der deutschen und 12 Prozent der englischen Verbraucher hier zu. Bereits heute völlig abgeschlagen auf dem letzten Platz liegen in allen drei Ländern Eier aus der Legebatterie (Deutschland und UK je 3 Prozent, Frankreich: 2 Prozent). Hier scheinen die in den Medien geführten Tierschutzdiskussionen der letzten Jahre eine nachhaltige Veränderung im Bewusstsein der Käufer gezeitigt zu haben.

Die Studie zeigt auch, dass im Schnitt vier Fünftel der Verbraucher aller drei Länder (Deutschland: 83 Prozent, UK: 82 Prozent, Frankreich: 78 Prozent) Eier aus dem eigenen Land bevorzugen. Bemerkenswert hierbei: Während 18 Prozent der Franzosen und 16 Prozent der Briten nicht wissen, woher ihr Frühstücksei kommt, sind es in Deutschland lediglich bei 8 Prozent, die darüber nicht Bescheid wissen.

Seit einiger Zeit befinden sich auf Eiern aus europäischen Ländern Printnummern, die dezidiert Auskunft über Haltung, Herkunft und Land geben. 78 Prozent der Deutschen haben diese schon wahrgenommen. In Frankreich und England liegt dieser Wert bei 66 bzw. 57 Prozent. Dem entspricht auch, dass 39 Prozent der Franzosen und 36 Prozent der Briten den Code nicht lesen, weil sie seine Bedeutung nicht kennen – während nur 15 Prozent der Deutschen ihn ignorieren.

Studie: Legebatterie vs. Freiland

Freilandhaltung: Qualität überzeugt Verbraucher

Ab 2009 soll die Haltung von Hühnern in Legebatterien aus Tierschutzgründen EU-weit verboten werden. Die Industrie argumentierte jahrelang, die Konsumenten seien nicht bereit, mehr Geld für Eier aus artgerechter Haltung zu bezahlen. Doch die Zweifel an der Stichhaltigkeit dieses Arguments wachsen. Schließlich sind die Verbraucher in wachsendem Maße auch bereit, für Bioware deutlich mehr auf den Tisch zu legen. Im Januar 2008 befragte das Aachener Marktforschungsunternehmen Dialego in einer repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger zu deren Einstellung in Sachen Einkauf von Eiern.

Andera Gadeib, Gründerin und CEO von Dialego: „Die Studie zeigt , dass die Verbraucher bereit sind, für Eier aus artgerechter Haltung mehr zu bezahlen.“ Diese Einstellung offenbart sich bereits beim Einkauf von Eiern: Hier achten Verbraucher in erster Linie auf die Art der Haltung, aus der die Eier kommen (67 Prozent). Gadeib weiter: „Zudem glauben die Verbraucher schlicht nicht, dass Eier aus Legebatterien die einzige Möglichkeit sind, jedem Bundesbürger sein bezahlbares Frühstücksei zu ermöglichen. Nur ein Viertel (25 Prozent) der Befragten bestätigt diese Aussage.“

Hinter diesen Umfragewerten stecken handfeste Überzeugungen in Sachen Tierhaltung. 97 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Hühner artgerecht gehalten werden sollten. Zudem sind 85 Prozent bereit, für ein artgerecht produziertes Ei mehr Geld auszugeben, findet doch die große Mehrheit (92 Prozent), dass Tierhaltung in Legebatterien „Tierquälerei ist“.

Und die Verbraucher handeln danach und treffen die Entscheidung, ob ihr Frühstücksei von einem Huhn aus Bodenhaltung oder im Käfig entstanden ist, sehr gezielt. So wählt etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) derjenigen, die selbst Eier einkaufen, ganz bewusst Eier aus Freilandhaltung, weitere 16 Prozent kaufen Eier aus Bodenhaltung. Außerdem ist den meisten Verbrauchern das Herkunftsland wichtig: Vier Fünftel (83 Prozent) der Befragten kaufen Eier aus Deutschland.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass nur 3 Prozent der Verbraucher angeben, Eier aus Legebatterien zu kaufen, auf der anderen Seite aber 70 Prozent der insgesamt in Deutschland verzehrten Eier aus Legebatterien kommen. Gadeib: „Dazu muss man wissen, dass Lebensmittelindustrie und Großverbraucher zu circa 95 Prozent auf Eier aus Legebatterien zurückgreifen. Somit erreicht der größte Anteil der Eier aus Legebatterien den Verbraucher ohne als Ei aus der Legebatterie in sein Bewusstsein getreten zu sein – nämlich versteckt in eihaltigen Produkten.“

Printcode auf Eiern

Seit einiger Zeit tragen Eier einen Printcode, der Aufschluss über Herkunft und Haltung der Hühner gibt. Stellt sich die Frage, ob dieser Aufdruck wahrgenommen und gelesen wird. Immerhin insgesamt ein Drittel (30 Prozent) lesen den gedruckten Code „auf jeden Fall“ oder „meistens“, ein weiteres Viertel (25 Prozent) hingegen liest ihn „selten“. Etwa ein Zehntel (9 Prozent) ignoriert den Code komplett, weil es sie nicht interessiert. 15 Prozent lesen ihn nicht, da sie seine Bedeutung nicht kennen. Rund ein Fünftel (21 Prozent) vertraut der Kaufstätte so sehr, dass sie es nicht für nötig halten, sich mit dem Code zu beschäftigen.

Andera Gadeib abschließend über die Studie: „Wir sehen hier eine Entwicklung ähnlich wie bei Bioprodukten: Die Endverbraucher wollen qualitativ hochwertige Ware und sind auch bereit, dafür mehr zu bezahlen. Dieser Trend wird sich künftig sicherlich noch verstärken.“

Über den Dialego Net-Jet

Dialego führt in Deutschland zwei Mal pro Monat Omnibus-Umfragen zu verschiedensten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien durch. Die Gesamtübersicht über das Angebot an Studien finden Sie im Internet in der Rubrik „Studien“: www.dialego.de

Baltikum: Anbauflächen im Ökolandbau stark ausgedehnt

Die Ökoflächen sind in allen baltischen Staaten seit 2000 rasant gewachsen. Das lag neben der zunehmenden Nachfrage nach Ökoprodukten auch an den hohen Flächenprämien vor allem seit dem Beitritt zur EU.

In Estland besteht die Ökofläche zu 80 Prozent aus Grünland und nur zu zwölf Prozent aus Ackerland. Auf der großen ökologischen Grünlandfläche wird überwiegend Vieh gehalten, vor allem Rinder und Schafe. Ein Drittel aller Schafe in Estland stammen aus ökologischer Haltung.

Lettland hat im Verhältnis zur Landesfläche den größten Anteil Ökofläche im Baltikum. Zuletzt machte diese rund acht Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche aus.

In Litauen werden 4,4 Prozent der Agrarfläche ökologisch bewirtschaftet. Mehr als die Hälfte der Öko-Fläche wird für den Getreideanbau vor allem von Roggen und Weizen sowie Leguminosen genutzt.(ZMP)

Kein Kaninchenfleisch mehr bei REWE

Die REWE Group hat mit sofortiger Wirkung den Verkauf
von Kaninchenfleisch gestoppt. Bei REWE, toom, Penny, Fegro/Selgros
und Karstadt-Feinkost wurden sowohl frisches Kaninchenfleisch als
auch Tiefkühlware aus den Regalen bzw. Kühltruhen geräumt. Das
Unternehmen reagiert damit als erster deutscher Handelskonzern
umgehend auf Filmmaterial der Vier Pfoten-Stiftung für Tierschutz
über Missstände bei der Kaninchenhaltung.

Ergänzend zu dieser Sofortmaßnahme verpflichtet die REWE Group
ihre Lieferanten, die Haltungsbedingungen für Kaninchen – auch bei
den jeweiligen Vorlieferanten – umfassend und lückenlos zu
dokumentieren. Sobald diese Informationen vorliegen, wird die REWE
Group über das weitere Vorgehen entscheiden. Maßgabe ist es, dass
grundsätzlich kein Kaninchenfleisch aus tierquälerischer Haltung
verkauft wird.

Da es weder in Deutschland noch in Europa verbindliche Richtlinien
zur nicht-privaten Haltung von Kaninchen gibt, fordert die REWE Group
klare und verbindliche Regelungen, um die dokumentierten
Haltungsbedingungen dauerhaft abzustellen.

Ostereier-Öko-Ranking

In deutschen Supermärkten schwankt der Anteil von Öko-Eiern zwischen null und hundert Prozent. Bei einem aktuellen „Ostereier-Ranking“ fand der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jetzt heraus, dass nur der Naturkosthandel und Bio-Supermärkte zu 100 Prozent Öko-Eier anbieten. Vorbild bei den konventionellen Supermärkten ist das Unternehmen Tegut mit 40 Prozent Öko-Eiern am Gesamtverkauf. Auf Platz zwei folgt Karstadt mit 36 Prozent Öko-Eiern und Kaiser’s Tengelmann mit 25,6 Prozent. Verlierer ist der Discounter Norma, der in seinem nördlichen Verkaufsgebiet überhaupt keine Öko-Eier verkauft und mit einem Anteil von 85 Prozent Käfig-Eiern besonders viele Eier aus quälerischer Tierhaltung anbietet. 70 Prozent aller Hühner in Deutschland werden noch immer in Käfigen gehalten. Von den Discountern schneidet Aldi-Nord ebenfalls schlecht ab. Der Branchenriese führt keine Öko-Eier. Besser sieht es bei Penny aus. Vor zwei Jahren hatte es dort ebenfalls noch keine Öko-Eier gegeben. Heute führt die zum Rewe-Konzern gehörende Lebensmittelkette neben Käfig-Eiern auch Eier von Ökohöfen.

Nur sieben von sechzehn untersuchten Supermärkten verkaufen noch Käfig-Eier mit der aufgestempelten „3“. Der Marktanteil von Eiern aus nicht artgerechter Käfighaltung sank 2007 wie im Jahr zuvor erneut um zwei Prozent und liegt jetzt bei 43 Prozent. Nur knapp drei Prozent der Legehennen leben in Ökohaltung, obwohl der Marktanteil von Öko-Eiern doppelt so hoch ist. Weil deutsche Landwirte zuwenig Beihilfe zur Umstellung auf den Ökolandbau erhalten, wird die höhere Nachfrage von Ökohöfen aus den Nachbarländern bedient.

Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: „Jeder von uns verzehrt im Mittel 206 Eier im Jahr. Aber nur bei der Hälfte können Verbraucher an einer 3, 2, 1 oder 0 erkennen, aus welcher Haltung das Ei stammt und so eine Entscheidung für mehr Tierschutz treffen. Etwa die gleiche Menge an Eiern wird in Form von verarbeiteten Lebensmitteln konsumiert, auf denen die Haltungsformen nicht angegeben sind. Das muss sich endlich ändern. 60 Prozent der Verbraucher entscheiden sich für Eier aus tiergerechter Haltung, wenn sie die Haltungsform erkennen können.“

Agrarminister Horst Seehofer habe die Käfighaltung 2006 leider wieder zugelassen. Dafür müsse er nun auch die Verantwortung übernehmen und umgehend dafür sorgen, dass Verbraucher Käfigware eindeutig von Eiern aus artgerechter Haltung unterscheiden könnten. Die Kennzeichnungspflicht müsse auch für verarbeitete Produkte gelten. Der BUND ruft mit einer Postkartenaktion dazu auf, Seehofer zur verpflichtenden Kennzeichnung von Tierschutzstandards bei allen tierischen Produkten zu bewegen. Die entsprechenden Kampagnen-Postkarten bietet der Umweltverband kostenlos an.

Rasanter Anstieg der Vegetarier

Immer mehr Menschen verzichten in ihrer
Ernährung auf Fleisch. Seit dem Jahr 1983 ist ihre Zahl von 0,6
Prozent der Bevölkerung auf acht Prozent in die Höhe geschnellt,
berichtet die „Apotheken Umschau“. Über die Motive war bislang wenig
bekannt.

Eine Studie des Instituts für Psychologie der
Friedrich-Schiller-Universität Jena ergab nun, dass die meisten
Vegetarier aus moralischen Gründen auf Schnitzel und Co. verzichten:
weil dafür Tiere getötet werden müssen, weil die Haltung der Tiere
mit Leid verbunden ist oder deren Rechte verletzt.

„Sydney Wildlife World“ – Sydney, Australien

Ganz schön wild. Am 20. September eröffnet in Sydney eine neue Touristen-Attraktion. Im Sydney Wildlife World können Besucher die ganze Bandbreite von Australiens einmaliger Fauna auf einmal kennen lernen. Über 6.000 Tiere – teilweise vom Aussterben bedroht – sind hier in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Der Park ist über 7.000 Quadratmeter groß und bietet dank zwölf Meter hoher Bäume, Regenwald und Wasserfälle einen optimalen Lebensraum für die Tiere. Die Besucher-Gehwege mit insgesamt einem Kilometer Länge verteilen sich über zwei Stockwerke.

Besucher können Gelbfuß-Wallabies (eine Känguru-Art) und Koalas bestaunen. Das „Red heart of Australia“ veranschaulicht, wie Säugetiere es schaffen, im heißen Klima dieses Landes zu überleben. Im „Nachthaus“ beobachten Gäste, wie sich Oppossums und Quolls in der Dunkelheit verhalten. Im „Flight Canyon“ sind kleine Reptilien zu Hause. Besucher lauschen hier auch den einzigartigen Gesängen verschiedener Vogelarten.

Das Wohl der Tiere steht im Sydney Wildlife World an erster Stelle. Das „Exhibited Animals Protecion Act Advisory Committee“ überprüft deren artgerechte Haltung und gewährleistet, dass der neue Park in Australiens Metropole die höchsten Standards aufweist. So wird dafür gesorgt, dass die Tiere vor Lärm, Licht und extremen Temperaturen geschützt sind. Die Gesamtkosten dieses Projekts belaufen sich auf umgerechnet rund 27 Millionen Euro.

Die Sydney Wildlife World liegt im Darling Harbour direkt neben dem Sydney Aquarium zwischen Cockle Bay und King Street Wharf und ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 17 Euro, für Kinder 8,50 Euro. Außerdem werden spezielle Familienpässe angeboten.

Weitere Details unter:
www.sydneywildlifeworld.com.au

Mehr Informationen über Sydney unter:
www.sydneyaustralia.com

Noosa-Australien auf vier Hufen

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – besonders wenn es entlang kilometerlanger Sandstrände und durch das abwechslungsreiche Hinterland von Noosa geht.

Bei den angebotenen ein- beziehungsweise mehrtägigen Ausritten werden die Urlauber vom dreifachen australischen Olympia-Teilnehmer Alex Watson begleitet. Bei den fortgeschrittenen Reitern besonders beliebt ist die Tour von Noosa North Shore ins 90 Kilometer entfernte Kilkivan. Sechs Tage lang geht es am kilometerlangen weißen Sandstrand entlang, durch hügeliges Hinterland und grünen Regenwald – Begegnungen mit Kängurus, Koalas und Papageien inbegriffen.
Die Wanderritte starten jeweils sonntags, kosten inklusive aller Unterkünfte und Mahlzeiten umgerechnet rund 1.040 Euro.

Für diejenigen, die noch nie auf einem Pferd saßen, bietet der ehemalige Fünf-Kämpfer Watson auf seiner Reitanlage, nur 20 Fahrminuten von Noosas Zentrum entfernt, einen Einstiegskurs in kleiner Gruppe von maximal zwölf Personen. Neben Reitstunden bekommen die Teilnehmer einen Tag lang die wichtigsten Grundlagen zur Pferdepflege und -haltung beigebracht.
Der Kurs kostet inklusive Mittagessen und Getränken rund 50 Euro.

Alle Angebote können unter www.noosanorthshore.com.au gebucht werden.

Für die Zukunft hat Watson weitere Pläne. Als Geschäftsführer des Pferdesport-Unternehmens Equaton Holdings plant er zusammen mit dem Hotelbetreiber Petrac den Ausbau bestehender Reitwege sowie die Errichtung neuer Trainingsmöglichkeiten im Noosa North Shore Resort für umgerechnet mehr als 300.000 Euro. Ziel ist es, die Region um Noosa zur Nummer Eins in Australien für Reitsport-Begeisterte zu machen. Allgemeine Infos zur Ferienregion Noosa gibt es unter www.tourismnoosa.com.au.

Oster-Appell des Deutschen Tierschutzbundes

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes appelliert
der Deutsche Tierschutzbund an die Verbraucherinnen und Verbraucher,
mit ihrem Eierkauf vor Ostern ein Zeichen für mehr Tierschutz zu
setzen und sich bewusst für Eier aus Freiland- oder Bodenhaltung zu
entscheiden.

Nachdem der Bundesrat vergangenen Freitag eine
Verlängerung der tierquälerischen Legehennenhaltung auf den Weg
gebracht hat, ist es umso wichtiger, dass die Bürger den
Hühnerquälern durch ihre Kaufentscheidung die rote Karte zeigen.

„Beweisen Sie an der Ladenkasse, dass Ihnen das Wohlergehen der
Tiere etwas bedeutet. Entscheiden Sie sich für Eier aus artgerechter
Haltung und gegen die tierquälerischen Käfigeier. Kaufen Sie kein Ei
mit 3!“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

„Sie helfen den Legehennen und unterstützen diejenigen, die das Ende
der Qual befürworten und ihre Hühnerhaltung umgestellt haben.

Machen
Sie den Agrarindustriellen, die nach wie vor Legehennen ohne
Rücksicht auf ihr Wohlbefinden ausbeuten, deutlich, dass sie einen
Pyrrhussieg errungen haben“, fordert Apel.

Der Verbraucher sollte vor allem beim Kauf von gekochten und
vorgefärbten Ostereiern aufpassen. Diese sind von der
Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Unter der Farbe verstecken sich
zumeist Eier aus Käfighaltung, was vielen Verbrauchern nicht bekannt
ist. Daher appelliert der Deutsche Tierschutzbund an die Verbraucher,
auf vorgefärbte Eier zu verzichten. Auch Eiprodukte enthalten
versteckte Käfigeier. Der Tierschutzbund rät daher von
Fertigprodukten (wie zum Beispiel Nudeln oder Backwaren) mit Ei ab,
solange die Eier-Herkunft nicht auf der Verpackung angegeben ist.

In den letzten Monaten ist der Verkauf der Eier aus tiergerechter
Haltung stetig gewachsen – ihr Anteil liegt bereits bei über 50
Prozent. In einzelnen Handelsketten machen sie schon 70 Prozent des
Absatzes aus.

„Die Verbraucher stimmen mit dem Einkaufszettel ab und
der Handel zieht mit. Beide machen vor, was die Eierwirtschaft nicht
einsehen will. Es bleibt dabei, kein Ei mit 3 auf den Ostertisch! Der
selbstgebackene Osterkuchen mit Eiern von glücklichen Hühnern
schmeckt allemal besser“ so Apel.

Aktionsbündnis „Freiheit für Geflügel“ gegründet

Eine breite Front macht gegen die geplante
Wiedereinführung der Käfighaltung für Legehennen und nicht artgemäße
Haltung von Schlachtgeflügel mobil: Bauern, Verbraucher, Bioverbände,
Natur- und Tierschützer haben dazu das Aktionsbündnis „Freiheit für
Geflügel“ gegründet. Walter Höhne, Initiator des Aktionsbündnisses
und Geschäftsführer einer bäuerlichen Bioeier-Erzeugergemeinschaft,
befürchtet wie seine Mitstreiter, dass Bundesminister Horst Seehofer
durch die aktuelle Vogelgrippe-Hysterie dem Druck der Wirtschaft
nicht standhält und die als „Kleingruppenhaltung“ deklarierte neue
Käfighaltung zulässt.

Die sog. „Kleingruppenhaltung“ entspricht nachweislich nicht den
Anforderungen der Tiere. (BUND: Studie zur Tiergerechtheit von
Haltungssystemen für Legehennen
www.bund.net/lab/reddot2/pdf/tiergerechtheit.pdf
Studie zur Tiergerechtheit der so genannten ‚Kleinvolieren‘ unter
www.vier-pfoten.de/kampagne/download/kleinvoliere.pdf )

Das Bündnis warnt eindringlich davor, die Vogelgrippe als Argument
für die Käfighaltung zu missbrauchen und fordert:

Beibehaltung des Verbots der Käfighaltung von Geflügel ab 2007
auf der Grundlage der vom Bundesverfassungsgericht 1999 abgegebenen
Erklärung, dass Käfighaltung tierschutzwidrig ist. Keine
Sonderregelung für Kleingruppenhaltung in ausgestalteten Käfigen.

Abschaffung der Massentierhaltung zugunsten kleiner Herden mit
natürlichem Sozialgefüge.

Tierhaltung zurück in bäuerliche Hand.

Tageslichtställe und Wintergärten für tiergerechte Haltung, die
bei kurzfristig in regionalen Risikozonen begrenzter Stallpflicht
einen wichtigen Beitrag zur tiergerechten Haltung leisten.
Alternativen zum generellen Freilandverbot müssen jedoch dringend
entwickelt werden.

Dafür, dass sich Horst Seehofer nicht zu einer tierquälerischen
Haltungsform drängen lässt setzen sich ein:

Animal Spirit
Dr. Franz-Joseph Plank
(office@animal-spirit.at)www.animal-spirit.at

Arbeitsgemeinschaft für Rinderzucht auf Lebensleistung
Dr. Günter Postler (GPostler@aol.com)

Biokreis e.V.
Herr Brunnbauer (brunnbauer@biokreis.de)www.biokreis.de

Biokreis e.V. NRW
Jörn Bender (biokreis-nrw@t-online.de)

Erzeugergemeinschaft Bioland Hessen e.V.
Eckhardt Eisenach (EckiEis@t-online.de)

Hermannsdorfer Landwerkstätten
Karl Schweisfurth (k.schweisfurth@herrmannsdorfer.de)
www.hermannsdorfer.de

PROVIEH – VgtM e.V.
Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.
Ines Staiger (staiger@provieh.de) www.provieh.de

Schweisfurth-Stiftung
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald (info@schweisfurth.de)

Toni’s Freilandeier
Toni Hubmann (office@tonis.at) www.tonis.at

Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz
T. Pietsch (thomas.pietsch@vier-pfoten.de) www.vier-pfoten.de

Tier und Mensch e.V. Kontaktbüro Bodensee
Karin Ulich, Tierärztin (ulich-thumen@t-online.de) www.tumev.de

Arbeitsgemeinschaft für artgerecht Nutztierhaltung e.V.
Tierschutzfachverband (AGfaN) Hamburg
Eckard Wendt
(info@tierschutz-landwirtschaft.de)
www.tierschutz-landwirtschaft.de