ARD-Buffet

ARD, Dienstag, 20.10., 12:15 – 13:00 Uhr

Zuschauerfragen zum Thema: Töpfe, Pfannen & Co – welche passen zu mir?
Expertin: Silvia Frank, Haushaltsexpertin
Kochen: Wochenthema: Gewürz- und Aromaküche
Jacqueline Amirfallah bereitet heute zu: Entenbrust mit Sternanis und Zimt
Menschen: Florian Voigt, Filmemacher

Überraschend, aufregend, spannend: das Warsaw Film Festival

Michal Borowiak, Head Concierge im InterContinental Warschau, empfiehlt:

Seit 1985 treffen sich Filmemacher aus Mittel- und Osteuropa im Oktober zu einem ganz besonderen Event: Das Warsaw Film Festival – Polens größter internationaler Event dieser Art – gibt einen aufregenden Einblick in die innovative Filmszene der Region. Vom 1. bis zum 31. Oktober 2008 zeigen diverse Kinos der Kulturmetropole sehenswerte Produktionen in verschiedenen Kategorien. Neue polnische Filme sind dabei genauso zu erleben wie die Werke bekannter Regisseure aus anderen europäischen Ländern. 2007 kamen 180 Filme aus 54 Ländern auf die Leinwand, fast 90.000 Zuschauer ließen sich den Event nicht entgehen, und selbstverständlich reisten auch viele Filmemacher, Produzenten und Schauspieler ins herbstliche Warschau, um ihre Werke persönlich vorzustellen. Zu den ersten Hoteladressen der als Weltkulturerbe geschützten Stadt gehört das InterContinental Warsaw mit seinen beliebten Restaurants und dem River View Wellness Center mit spektakulärem Panoramablick.

Weitere Informationen
und
Buchungen unter www.warsaw.intercontinental.com

Das perfekte Promi Dinner

Mit Kate Hall, Dieter Landuris, Gabrielle Scharnitzky und Rosa von Praunheim

Sie sind exklusive Dinnerpartys gewöhnt, genießen auf VIP-Galas die köstlichsten Speisen und bekommen im Edelrestaurant von Profikellnern die erlesensten Weine serviert. Doch wie stellen sich Prominente selber als Gastgeber an? VOX schickt in der 90-minütigen Sendung „Das perfekte Promi Dinner“ vier Prominente an den heimischen Herd. Welches Menü kommt am besten an? Und bei wem fühlen sich die Gäste am wohlsten? In vier privaten Dinnerpartys erhalten die VOX-Zuschauer ganz persönliche Einblicke in das Leben der bekannten Gastgeber. Der Prominente mit den meisten Punkten bekommt 5.000 Euro, die er für einen guten Zweck seiner Wahl spenden wird.

Filmemacher Rosa von Praunheim lädt zum „perfekten Promi Dinner“. Zum ersten Mal gewährt er damit der Öffentlichkeit einen Einblick in seine privaten Räumlichkeiten. Was ist überraschender – die Wohnungseinrichtung oder das Menü? Seine Gäste, Schauspieler Dieter Landuris, Sängerin Kate Hall und Schauspielerin Gabrielle Scharnitzky, können sich auf jeden Fall auf einen der außergewöhnlichsten Dinner-Abende ihres Lebens gefasst machen. Da der Filmemacher gerade erst gelernt hat, wie man Wasser kocht, bekommt er in der Küche Unterstützung. Die hat er auch nötig! Die Speisen für sein Menü, das unter dem Motto „Nachkriegsessen“ steht, sind nämlich ziemlich ausgefallen.

So ausgefallen, dass bei Rosa während der Vorbereitungen erste Bedenken aufkommen: „Ich schlimmsten Fall könnte es passieren, dass keiner irgendetwas anrührt.“ Perfekt inszeniert gibt es die Vorspeise Brennesselsuppe – mit Bomben- und Granateneinschlägen vom Band. Zu seinem Erstaunen essen alle brav auf: „Die essen alles! Das spricht ja nicht gerade für die.“ Aber das ist ja erst der Anfang! Die Hauptspeise “ Euter gibt es viele, jeder kennt da andere Spiele“ führt vor allem die Damen in der Runde an ihre Grenzen. Schon beim Lesen des Menüs äußerten die Gäste die Befürchtung, dass es sich bei diesem Menüpunkt tatsächlich um einen Kuheuter handeln könnte. Doch dieser Gedanke wurde auch von Kate schnell wieder verworfen: „Wir essen bestimmt keinen Euter. So freaky ist Rosa ja auch nicht.“ Falsch gedacht, Rosa ist so freaky! Mit seiner originellen Hauptspeise stößt er bei seinen Gästen allerdings auf wenig Begeisterung. Für die Nachspeise bittet der eigenwillige Gastgeber dann in seinen Sado-Maso-Keller. Dort überrascht er die Gäste nicht nur mit einer außergewöhnlich angerichteten „Mousse au chocolat“, sondern auch mit einem leicht bekleideten Herrn, der sich dort in einem Käfig befindet. Damit macht er vor allem bei den Damen wieder Punkte gut. Doch das war natürlich noch nicht alles… Am Ende des Abends ist Rosa mit sich mehr als zufrieden: „Ich fand mich als Gastgeber brillant. Ich würde mir selber 12 Punkte geben.“

Donau kulinarisch

Von Bukarest bis Braila

In der Gegend um Giurgiu haben sich an der Donau alte, archaische Bräuche und Tänze erhalten, wie die der so genannten Calusari. Es sind Bräuche, bei denen das ganze Dorf mitmacht. Die Kamera hat sie eingefangen und erzählt von der tiefen religiösen Verwurzelung der Menschen hier.

Ganz anders geht es zu in Bukarest mit seiner historischen Altstadt, den modernen Glaspalästen und weltläufigen Bürgern. Es ist eine schnell wachsende Weltstadt, mit heftigen Gegensätzen, viel Licht und viel Schatten. In der ältesten Kirche von Bukarest findet eine Taufe statt.

In Cernavoda entdeckt man kulinarische Genüsse, die man in der sonst tristen Umgebung nicht vermuten würde. Und in einem ganz unscheinbaren Dorf an der Donau findet sich eine der bedeutendsten Sammlungen mit Bildern der berühmtesten Künstler Rumäniens. Kilometerlange unterirdische Stollen führen in der Republik Moldawien in eine der europaweit größten Weinkellereien. Zurück in Rumänien, in Braila, besuchen die Filmemacher einen Bildhauer, der ein würdiger Nachfolger des weltbekannten Bildhauers Brancusi werden könnte.

Mi, 10.09. um 09:20 Uhr, WDR

Die Ratatouille Rezepte

Das Erfolgsrezept: wie die köstlichen, feinen Gerichte in RATATOUILLE kreiert wurden

Nachdem er Gusteaus Restaurant betreten hat, bekommt Remy die Chance, auf die er ein Leben lang gewartet hat: Er kann – wenn auch nur in Verkleidung – die Menüs des Restaurants mit seiner eigenen kreativen Kraft aufpeppen. Für die Filmemacher bedeutete das, die kulinarische Welt, die Remy so viel bedeutet, so akkurat und aufregend wie nur möglich zum Leben zu erwecken – denn dies war der Schlüssel zu der kompletten Story. Dafür tauchten sie natürlich gleich zu Beginn tief ins Universum der Sterneküchen ein. „Die Geschichte handelt von mehr als dem Kochen, aber ich wusste, dass die Atmosphäre in einer realistischen Küche und lebensecht aussehende Gerichte unserer Fantasie eine Glaubwürdigkeit verleiht, die man anders nicht hätte erzeugen können.“

Der Prozess begann in Paris, wo die Filmemacher beim Essen in den berühmtesten Gourmet-Tempeln „recherchierten“, Proben von den schmackhaftesten Gerichten mitnahmen und über die Schulter der kreativsten Köche der Welt schauen durften. „Man hat sich schon Sorgen um uns gemacht, dass wir an zu gutem Essen in zu kurzer Zeit sterben könnten“, grinst Bird. „Aber wir haben in dieser Phase unendlich viel gelernt, was schließlich dem Film zugute kam.“

Nach seiner Rückkehr belegte das gesamte Team diverse Kochseminare, in denen die Computerkünstler, sonst eher mit Mausklicks und Tippen vertraut, lernten, wie die Profis zu schneiden und zu pochieren. Das verschaffte ihnen allen den notwendigen Einblick in kleine, aber wichtige Details: wie ein Koch sein Messer hält, eine Zwiebel schneidet, eine Suppe anrührt oder mit seinen Mitarbeitern in einer geschäftigen Küche umgeht. Die Kochkurse haben uns mit ordentlich kreativem Futter versorgt – und hatten darüber hinaus interessante Nebeneffekte. „Sie haben mich ruiniert“, lacht der leitende Animator Mark Walsh. „Ich war ein Dosenfraß- und Pizza-Service-Esser, und plötzlich habe ich gemerkt, wie viel Spaß es macht, etwas richtig Gutes zu kochen!“

In der Zwischenzeit reiste Brad Lewis ins kalifornische Napa Valley, wo er zwei Tage lang ein Praktikum in einem von Amerikas besten (und gefragtesten) Restaurants machte: im French Laundry, wo Küchenchef Thomas Keller, gepriesen als einer der innovativsten Köche weltweit, geliebte Klassiker der Küche beinahe jeden Abend mit neuen Kniffen und Twists verfeinert.

Als Keller von der Geschichte über Remy hörte, war er prompt begeistert von diesem ungewöhnlichen Helden: „Ich war nicht so geschockt von der Vorstellung, eine Ratte in einer Küche zu haben, wie man vielleicht denkt“, schmunzelt der Koch. „Ich glaube, Remy ist jemand, mit dem wir uns alle identifizieren können – ein Underdog, der am Ende triumphiert, und wenn wir so etwas sehen, verschafft es uns immer ein wunderbares Gefühl.“

Keller übernahm am Ende auch eine kleine Sprechrolle als Restaurantgast in dem Film, aber zunächst war er für Lewis ein Führer durch die Welt kulinarischer Abenteuer. „Brad wollte sehen, wie es in einer echten Küche aussieht und wie es sich dort anfühlt – die Energie, die Dynamik, wie die Menschen zusammenarbeiten und sich in der Küche bewegen. Eben ,den Tanz‘ erleben, wie wir das in unserem Restaurant nennen“, sagt Keller. „Brad und sein Team haben im French Laundry eine Menge Video-Aufnahmen gemacht, mit denen sie uns studieren konnten und die sie dann als Grundlage für ihre Animationen genommen haben.“

Lewis arbeitete am ersten Tag bis 1.30 Uhr nachts und stand am nächsten Morgen um 5.30 Uhr wieder in der Küche – und er schwört, dass sich die Mühe gelohnt hat, denn er lernte dabei etwas über die Leidenschaft für gutes Essen, die auch Remy antreibt. „Es gibt Millionen kleiner Details und geheimes Wissen, das in einer Küche wie der im French Laundry ans Tageslicht kommt“, erinnert er sich. „Aber für mich war das Wichtigste, dass jemand wie Thomas die gleiche emotionale Verbindung zu Lebensmitteln und zu seinen Gästen hat wie wir bei Pixar zu unseren Zuschauern. Wir haben uns auf vielfältige Weise verstanden, auch in der Frage, warum und wie sehr unsere Teams das lieben, was sie tun. Ich habe auch bemerkt, dass ich aus dem gleichen Grund so gern koche wie die meisten Küchenchefs: weil es Menschen zusammenbringt.“

Aber obwohl die Filmemacher in Paris, in ihren Kochkursen und im French Laundry die besten Gerichte gesehen und geschmeckt hatten, war es ihnen doch klar, dass es nicht ganz einfach werden würde, den feinen Geschmack eines Tellers mit leckerem Essen in computergenerierte Bilder zu übertragen. „Unsere Mission war es, die schönsten Gerichte zu kreieren, die man je gesehen hat“, bringt es Michael Fong auf den Punkt. „Wir wollten, dass die Zuschauer im Kino denken: ,Hm, jetzt würde ich gern auf die Leinwand springen und diesen Teller leer essen!‘“ Allerdings ist es schon schwer genug, solche Gerichte in der wahren Welt zu komponieren, ganz zu schweigen von CG-Bildern. Also mussten sich die Filmemacher einer ganzen Reihe von einzigartigen kreativen und technischen Prozessen unterziehen.

Schnell realisierte das technische Team, dass es unbedingt reale Modelle von den Gerichten brauchte, um sie ausgiebig zu studieren. „Wenn man ein Gericht, bei dem die Sauce blubbert und der Dampf noch emporsteigt, im Computer neu erschaffen möchte, muss man dieses Gericht tatsächlich kochen und es dann fotografieren“, sagt Fong.

Hier kam der kulinarische Inhouse-Berater von Pixar ins Spiel: Michael Warch. Er war professioneller Koch, bevor er ins Filmgeschäft wechselte und für RATATOUILLE als Manager in den Set- und Layout-Abteilungen arbeitete. „Ich war im Grunde immer auf dem Sprung“, erläutert Warch. „Die Effekt-Jungs riefen mich an und sagten: ‚Wir müssen diese Suppe machen, die Remy kocht‘. Also ging ich an den Herd und kochte ihnen die benötigte Suppe vor.“

Warch arbeitete während der gesamten Dreharbeiten mit, um eine Authentizität zu gewährleisten, die selbst den gewieftesten Gourmet überzeugt. Das war besonders wichtig für Gusteaus Küche. „Die Idee war es, stets etwas zu kreieren, was stilisiert ist und Spaß macht, aber gleichzeitig der original französischen Küche entspricht“, sagt er. „Wir haben die echten französischen Kupferpfannen, die echten französischen Sabatier Messer, die echten Arbeitsabläufe in einer französischen Küche, die die Mitarbeiter in ständiger Bewegung halten, sogar die authentische Platzierung der Zutaten auf den Tellern designt. Wir hatten den Ehrgeiz, dass jeder, der mal hinter die Kulissen einer Küche geschaut hat, sagt: ,Wow, die wissen wirklich, was sie da tun!‘“

Die CG-Darstellung der Gerichte stellte das Team allerdings vor große technische Herausforderungen. „Wir haben zum Beispiel bemerkt, dass die Simulations-Crew das Essen ein bisschen weicher darstellen musste, damit es auf dem Teller miteinander verschmilzt“, sagt Fong. „Dadurch sieht es noch ein wenig leckerer aus. Die Beleuchter und Schattierer setzten immer wieder Lichtakzente neu, die das Essen noch appetitlicher aussehen ließen. Und schließlich schuf das Effekt-Team Dampf und Hitzewellen, die das Essen verströmt. All dies zusammen ergab ein unglaublich appetitliches Bild.“

Bestimmte Lebensmittel brachten weitere unvorhergesehene Schwierigkeiten ins Spiel. Brot zum Beispiel scheint relativ simpel im Computer herstellbar zu sein, aber wenn man diesen So-authentisch-dass-man-es-fast-schmecken-kann-Look anstrebt, tritt eine ganze Reihe von Problemen hervor. „Brot ist schwierig, weil es so voluminös ist“, erläutert Fong. „Man kann nicht einfach eine flache Fläche bemalen und behaupten, dass das nun eine Scheibe Brot ist. Man muss Luftblasen einarbeiten, die beim Backen auftreten, damit es weich und luftig aussieht. Die Kruste muss flockig und gleichzeitig kross aussehen. Also brauchten wir ein paar richtig smarte Leute, die mit diesen Problemen fertig wurden.“

Un
d wenn wir schon von Problemen sprechen: Die Flüssigkeiten im Restaurant präsentierten weitere Probleme – angefangen bei den vielen speziellen Saucen bis hin zum Rotwein. „Objekte wie Mandarinen in einer Sauce zu simulieren ist sehr komplex und kann ein sehr aufreibender Prozess sein“, bemerkt Fong. „Die Simulation von Wasser ist ebenfalls schwer. Die Simulation einer zähen, sich langsam bewegenden Flüssigkeit wie Bratensaft oder Sauce grenzt schon fast ans Unmögliche, weil nur sehr wenige Simulatoren deren Physis darstellen können. Verdickende Elemente in diesen Flüssigkeiten vergrößern die Schwierigkeiten noch.“ Und er fährt fort: „Wir haben außerdem eine besondere Simulation gebraucht, die Flüssigkeit in einem Löffel darstellen kann – zum Beispiel für jene Szene, in der Remy die alles entscheidende Suppe rettet.“

Den Beweis dafür, dass das Team mit seinen Gerichten beinahe einen Eintrag im Guide Michelin verdient hätte, lieferte kein Geringerer als Thomas Keller, dessen Appetit geweckt wurde: „Einige der Gerichte im Film haben mich wirklich dazu gebracht, dass ich sie unbedingt kosten wollte“, sagt der Starkoch. „Die Art der Präsentation, die Saucen … die Jungs haben es geschafft, den wunderbaren Reiz guten Essens in ihrem Animationsprozess einzufangen.“

Alles über den lustigen Restaurant – Film Ratatouille:
http://www.gourmet-report.de/keyword/ratatouille/

Ratatouille – der Film

Die Herausforderung von RATATOUILLE: wie man liebenswerte und gleichzeitig glaubwürdige Ratten erschafft

Die vielen originellen Figuren und Situationen von RATATOUILLE inspirierten die Filmemacher ständig, die ihnen zur Verfügung stehende Technik an neue Grenzen zu führen. Der leitende Technical Director Michael Fong bemerkt: „Es gab so viele technische Herausforderungen bei diesem Film, die wir meistern mussten – angefangen von den vielen, vielen pelzigen Charakteren, den sehr komplexen Figuren, eindringlichen Szenen im Wasser mit rasenden Stromschnellen bis hin zur Neuerfindung der weltweit geliebten Stadt Paris. Während der Arbeit daran, haben wir die Art verändert, Modelle zu schattieren, Szenen zu beleuchten und Stoffe zu animieren. Wir haben die Technik unserer vorigen Filme genommen und Wege gefunden, sie zu verbessern. All dies kommt einem neuen, originellen Look zugute, den die Zuschauer zusammen mit dem Spaß an der Geschichte von RATATOUILLE sicherlich genießen werden.“

Diese Herausforderungen begannen mit der Animation einer ganz neuen Spezies, der sich bisher niemand der Filmemacher gewidmet hatte. Die Animatoren von Pixar haben schon die unterschiedlichsten Kinohelden erschaffen, von Spielzeug über Insekten und Fische bis hin zu Monstern – aber selbst für sie waren Ratten stets unerforschtes, vielleicht sogar verbotenes Terrain gewesen. In Cartoons mussten Ratten meist als Bösewichte herhalten, und so wurden sie in der Welt der Animation immer sehr stiefmütterlich behandelt. Bei RATATOUILLE entschieden sich die Filmemacher, einen neuen Blick auf die pelzigen Nager zu werfen – aus einer frischen Perspektive, die den einzigartigen Talenten und Qualitäten der Tiere gerecht werden sollte. Dafür analysierten sie jeden Aspekt der Interaktion von Ratten mit ihrer Umwelt, von ihren Schwanzbewegungen über das Zucken ihrer Schnurrhaare bis hin zu den seltsamen Körperformen, die sie annehmen können.

Die beste Art, Ratten kennen zu lernen, ist, Zeit mit ihnen zu verbringen. Darum bevölkerten schon bald neugierige Tiere in Käfigen die Büros von Pixar. Obwohl die Nähe zu diesen Tieren für manchen ungewohnt war, fühlten sich die Filmemacher doch schnell zu den sozial eingestellten Tieren hingezogen, die damit die Designs für den Film weiter inspirierten. Brian Green erläutert: „Am Anfang haben wir nur viel Zeit damit verbracht, die Ratten zu beobachten und kennen zu lernen, erst dann haben wir ihre Verhaltensmuster auf unsere Modelle übertragen, so dass die Animatoren dann in der Lage waren, sie realistisch darzustellen. Wenn man mit Ratten lebt, sieht man schnell all diese kleinen Manierismen. Sie sind sehr soziale Tiere, die gern mit dir spielen und die gern auf deinem Arm kuscheln.“

Der leitende Animator Dylan Brown ergänzt: „Wir versuchen immer, die wahre Natur der Tiere zu respektieren, die zu Figuren in unseren Filmen werden. Darauf bauen wir die Karikaturen und die Persönlichkeiten auf. Bei RATATOUILLE war die Herausforderung, einen Weg zu finden, diese kleinen Kerle und ihre Welt gefällig darzustellen, so wie wir es damals in FINDET NEMO schaffen mussten, Fische, von denen man nicht gerade denkt, dass sie süß sind, liebenswert zu zeigen.“

Während die Filmemacher ihren neuen Haustieren beim täglichen Leben zuschauten, kamen Green und seinem Team zahllose witzige Ideen, die ihnen neue Wege der Forschung eröffneten. „Etwas, was für den Film wichtig wurde, war die Tatsache, dass Ratten extrem dehnbar sind. Eine Ratte kann mit ihrem Körper unglaubliche Dinge anstellen – Ratten quetschen sich durch kleine Löcher oder können sich zu einem kleinen Ball zusammenrollen, weil ihre Rippen so klein und flexibel sind. Wir wussten, dass wir dies innerhalb der Geschichte für richtig komische Momente nutzen konnten. Aber zuerst mussten wir eine spezielle Technologie entwickeln, mit deren Hilfe wir das simulieren und möglichst realistisch einfangen konnten“, erklärt Green.

Michael Fong, der leitende Technical Director, fährt fort: „Eine Ratte so dehnbar zu machen, stellte uns vor etliche Herausforderungen. Dazu gehörte ein langer, mühseliger Prozess, in dem die Animatoren und die Artikulatoren – die Kollegen, die sozusagen die Skelette im Inneren der Charaktere bauen – über Monate hinweg Modelle testeten, um am Ende herauszufinden, wie man all diese extremen Posen mit der Haut, dem Fell und den Knochen auf eine Art hinbekommen kann, die sowohl echt als auch ausdrucksstark aussieht.“

Nachdem die Filmemacher eine Vorstellung davon bekommen hatten, wie sich Ratten in der wahren Welt bewegen, schlugen ihre Forschungen schnell eine Richtung ins Fantastische ein: Wie zum Beispiel könnte eine Ratte wie Remy einen Löffel oder gar eine Pfanne halten?

„Wir mussten unseren Ratten die Fähigkeit einbauen, auf einem menschlichen Level zu agieren, und sie in die Lage versetzen, gemeinsam mit menschlichen Köchen zu kochen“, sagt Green. „Darin lagen erneut jede Menge Schwierigkeiten, besonders bei den Größenverhältnissen. Man bemerkt die verschiedenen Größenverhältnisse in den kleinsten Dingen, zum Beispiel beim Herzschlag. Wenn Remy rennt, sieht man sein Herz sehr schnell flattern, wogegen Skinner in einem komplett anderen Rhythmus atmet. Diese Unterschiede realistisch einzufangen, verkauft unsere Geschichte als glaubwürdige Verbindung zweier verschiedener Welten.“

Die Schattierungen spielten ebenfalls eine Schlüsselrolle. „Jede unserer Ratten hat ihre eigene Farbpalette, die sie interessant und anziehend macht“, erläutert die für die Schattierung zuständige Art-Direktorin Belinda Van Valkenburg. „Wir haben verschiedene Farben bei jeder Figur gemischt. Wenn man genau auf Remys Haar blickt, bemerkt man, dass er lilafarbene, gelbe und grüne Haare hat. Aber wenn er weit entfernt ist, besteht er aus einer sanften Blau-Schattierung.“ Van Valkenburg ließ sich dafür unter anderem von Pfirsichen inspirieren: „Ich wollte unseren Ratten eine süße kleine pelzige Schicht auf Nase, Ohren und sogar auf die Schwänze geben.“

Die größten Herausforderungen brachte freilich die Kreation von Remy mit sich, der oftmals mit schreiend komischen Ergebnissen versucht, die Welt der Ratten und die der Menschen unter einen Hut zu bringen. Bird traf die Entscheidung, dass Remy sich selbst beibringen sollte, auf zwei Beinen zu stehen, während alle anderen Ratten wie gewohnt auf vier Beinen umherlaufen sollten – um den Fauxpas zu vermeiden, dass Remy mit schmutzigen Pfoten die Zutaten beschmutzt.

„Im Film entwickelt sich Remy“, erläutert Green. „Am Anfang ist er eine typische Ratte, aber er taucht immer tiefer in die Welt der Menschen ein, und nimmt mehr und mehr menschliche Eigenschaften an. Das war eine Menge Arbeit, aber gerade dies macht viel vom Zauber unserer Geschichte aus. Für Brad bestand das Herz der Geschichte immer aus der Welt des Außenseiters, der versucht, sich der Welt der Menschen anzupassen.“

Ratten bringen eine weitere Hürde für jeden CG-Animator mit sich: Fell – denn dies hat seine eigene, komplizierte Dynamik und ist sehr schwer zu imitieren, erst recht, wenn es sich mit einem Tier bewegt. Nachdem Pixar als Pionier in DIE MONSTER AG und in DIE UNGLAUBLICHEN − THE INCREDIBLES neue Arten entwickelt hatte, Fell und Haare darzustellen, sollte das Fell in RATATOUILLE buchstäblich fliegen. „Diesmal hatten wir tausende Figuren mit Haaren, und all diese Haare mussten mit dem interagieren, was in der jeweiligen Szene gerade geschieht“, sagt Green. „Also mussten wir unsere Haar-Software updaten, um dies zu erreichen. Das bedeutete jede Menge Stress, aber auch viele neue clevere Tricks.“

Echte Ratten haben rund eine halbe Million Haare. Diese Menge ist selbst den leistungsfähigsten modernen Computern, nun ja: zu haarig, darum konzentrierten sich die Filmemacher auf rund 30.000 „Schlüsselhaare“ pro Ratte, was immer noch eine gewaltige Aufgabe ist. „Wir haben für die Simulation bestimmte Haare benutzt und die anderen gere
ndert, sonst hätten wir eine Datenmenge gebraucht, die wir nirgendwo hätten abspeichern können“, sagt Christine Waggoner, ihres Zeichens Simulation Supervisor. „Wir hatten eh schon gewaltige Dateien voller Haare.“

Die Ratten aus RATATOUILLE sind realistisch dargestellt und haben sogar menschliche Züge. Aber sie sind ebenso Teil eines Märchens – was besonders deutlich wird in jener Szene, in der Remy Linguini als Koch wie eine Marionette kontrolliert. Für die Filmemacher hängt der Erfolg des Films daran, dass die Zuschauer der Geschichte diesen ebenso fantastischen wie komischen Ton abnehmen. „Die Animatoren haben hart daran gearbeitet, dass das kleinste Zupfen an Linguinis Haar eine Bewegung seiner Hand hervorruft“, sagt Brad Lewis. „Das ist wirklich sehr komisch. Der Film hat so viele wunderbar altmodische Buster-Keaton-Momente physischer Comedy – man krümmt sich vor Lachen, ohne dass ein einziges Wort gesprochen wird.“

Alles über diesen lustigen Restaurant – Film:
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Facts zu Film Ratatouille

In dem neuen Animationsfilm RATATOUILLE von Disney/Pixar hat die Hauptfigur Remy hochgesteckte Ziele: Die kleine Ratte möchte ein berühmter Chefkoch werden! Aus diesem Grund geht Remy eine „Partnerschaft“ mit Linguini ein, dem neuen Küchenjungen in dem renommierten Restaurant „Gusteau’s“. Zunächst erweist sich die Verständigung zwischen den ungleichen Freunden jedoch als schwierig, denn Linguini ist stolze 1,92 m groß, während Remy gerade mal 18 cm misst.

Colette ist die unerbittlichste Köchin und einzige Frau in Gusteaus Küche. Sie fährt ein Motorrad der Marke „Calahan“, das nach der Kamerafrau des Films, Sharon Calahan, benannt wurde.

Die Figurendesigner kreierten während des Designprozesses ganze neun Tonmodelle von Hauptfigur Remy. Sechs dieser Modelle stellten verschiedene Designentwürfe dar, wie Remy letztendlich aussehen könnte. Bei den letzten drei Modellen handelte es sich um unterschiedliche Posen desjenigen Entwurfs, für den man sich dann entschieden hatte.

Ego ist der einflussreichste Restaurantkritiker in ganz Paris: Seine Beurteilungen entscheiden darüber, ob ein Restaurant top oder ein Flop ist. Egos Büro ist wie ein Sarg geschnitten.

Um Zeit zu sparen, haben die Animatoren von Pixar bei den menschlichen Figuren auf ein Detail verzichtet: die Zehen.

Die Filmemacher haben im Computer mehr als 270 verschiedene Nahrungsmittel kreiert. Jedes einzelne Lebensmittel wurde zunächst in einer echten Küche real zubereitet, als Vorlage abfotografiert und anschließend verspeist.

Bei ihren Erkundungstouren durch Paris machten die Filmemacher zu Studienzwecken mehr als 4.500 Fotos.

Um ihre Kenntnisse in Sachen Haute Cuisine aufzupolieren, genossen Regisseur Brad Bird und Produzent Brad Lewis mehrstündige Mehr-Gänge-Menüs in dem renommierten Restaurant „The „French Laundry“ in Napa bei San Francisco sowie in diversen Pariser Edelrestaurants. Brad Lewis absolvierte sogar ein zweitägiges Praktikum im „French Laundry“ bei Inhaber Thomas Keller und seinem Team.

Der Name „Skinner“ wurde mit Hinblick auf den Verhaltenspsychologen B. F. Skinner ausgewählt, der durch seine Experimente mit Ratten bekannt wurde.

Um einen realistisch wirkenden Komposthaufen kreieren zu können, haben die Animatoren von Pixar den Verfall von Naturprodukten genau untersucht und anhand von Fotos dokumentiert. Man ließ 15 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, unter anderem Äpfel, Beeren, Bananen, Champignons, Orangen, Broccoli und Salat, vergammeln und fotografierte sie dabei.

Im Film taucht eine Weinflasche von John Lasseters real existierendem Weingut auf: ein Lasseter Cabernet Sauvignon.

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Neuigkeiten aus China

Halle im Himmelstempel wiedereröffnet
Die „Andachtshalle für gute Ernten“ im Himmelstempel, einem Rundbau aus der Ära der Qing-Dynastie (1644 – 1911) der den Himmelstempel in Beijing symbolisiert, wurde kürzlich nach jahrelanger, 5,8 Millionen US-Dollar teurer, Renovierung wiedereröffnet.

Madame Tussaud’s Wachsfiguren-Kabinett in Shanghai
Die chinesischen Superstars Yao Ming, der Hürdenläufer Liu Xiang und Kung-Fu-Idol Jackie Chan sind die Hauptdarsteller im neuen Museum in Shanghai. Das weltweit sechste Madame Tussaud Wachsfiguren-Kabinett zeigt die naturgetreuen Wachsmodelle von 75 der beliebtesten Prominenten Chinas.

Unterirdisches Han Dynastie-Museum
In der Nähe von Xian wurde kürzlich eines der größten Untergrund-Museen eröffnet. Es zeigt eine Weltklasse-Sammlung von 1.770 Relikten der westlichen Han Dynastie. Das Han Yang Ling-Museum liegt neben dem Mausoleum des Kaisers Liu Qi (188 – 141 vor Christus) und seiner Kaiserin. Auf den 1.400 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind unter anderem Terrakotta-Figuren von Kriegern, Musikanten und Haustieren zu sehen.

Hochgeschwindigkeits-Bahn kürzt Reisezeit zwischen Beijing und Shanghai
Für den Bau der 1.318 Kilometer langen Hochgeschwindigkeits-Strecke wird chinesische Technologie eingesetzt. Die Reisezeit zwischen den beiden Städten wird sich auf fünf Stunden reduzieren. Baubeginn ist noch in diesem Jahr, die Eröffnung ist für 2010, rechzeitig zur Weltausstellung in Shanghai, vorgesehen. Derzeit beträgt die Reisezeit zwischen Beijing und Shanghai noch 14 Stunden.

Olympische Sommerspiele 2008
Prominente Filmemacher führen Regie bei Eröffnungs- und Schlussfeier
Zhang Yimou, der international gefeierte chinesische Filmemacher, wurde zum Regisseur für die Eröffnungs- und Schlussfeiern der Olympiade 2008 ernannt. Er ist bekannt für seine opulente Cinematographie. Zhang wird dabei mit Steven Spielberg zusammenarbeiten. Der Oskar-Gewinner ist künstlerischer Berater für die Zeremonien. Als weitere Berater wurden der Regisseur der Olympischen Zeremonien in Sydney, Richard Birch, und Yves Pépin, Präsident der internationalen Eventagentur ECA2 ernannt.

Trends in China
15 Millionen Chinesen wollen ins Ausland.
Nach einer Studie von MasterCard International wird die Zahl der Chinesen, die nach Übersee reisen, nach den ersten sechs Monaten 2006 auf 15,45 Millionen gestiegen sei (2005 reisten 28,85 Millionen Chinesen ins Ausland). Bevorzugte Destinationen: Hongkong, Australien und Europa.

Heiße Tipps für In-Locations in Shanghai
M, die sexy Glamour-Bar am Bund, erhält im Juni ihr eigenes Lokal. Besitzerin Michelle Garnaut verspricht eine noch glamourösere Bar im sechsten Stock des bestehenden Gebäudes. Dazu gehört eine Champagner-Bar, musikalische Unterhaltung bis spät in die Nacht und der berühmte Ausblick.

Shanghais neueste Hip-Destination ist Pier One, eine alte Fabrik im Künstlerviertel am Suzhou Creek, mit dem Nachtclub Minx und der Monsoon Lounge.

Beijings kaiserliche Küche kommt in den Süden
Li Jia Cai, das bekannte Beijinger Restaurant, das Gerichte aus der kaiserlichen Küche der Witwe Ci Xi nachkocht, wird im Sommer seine erste Filiale in Shanghai am Bund eröffnet. Die Rezepte sind einem Großvater zu verdanken, der die Palastwachen leitete.

Simply Life mit mehr Platz
Simply Life, das Shanghai Lifestyle-Label, eröffnete im Frühjahr sein größtes Flagship-Store in Xintiandi. Hier gibt es mehr Platz für die charakteristischen asiatischen Produkte und für neue Produktlinien wie Einrichtungsgegenstände.

Canadian Opera Company – „Ring des Nibelungen“

„Besser als jede andere „Ring“-Version, die einem in den Sinn
kommt“ – Opera Magazine

„Richard Bradshaw… ein Wagner-Dirigent, der weiss, was er tut“
– New York Times

„Die Vorstellung, die Richard Bradshaw mit dem COC Orchester
(Canadian Opera Company Orchestra) gab, präsentierte das Werk auf
unvorstellbar reiche und atemberaubend schöne Weise“ – Globe and Mail

Mit einem historischen Zusammentreffen, wie es Richard Wagner
selbst nicht besser hätte inszenieren können, hat die Canadian Opera
Company (COC) das erste richtige Opernhaus des Landes im Four Seasons
Centre der Darstellenden Künste erbaut und präsentiert nun die erste
kanadische Inszenierung von Wagners überdimensionaler Tetralogie „Der
Ring des Nibelungen“.

Die COC hat sich für die Darstellung des wagnerschen Epos‘ „Der
Ring des Nibelungen“ im September 2006 entschieden, um ihre
Einführungsspielzeit im Four Seasons Centre gebührend einzuleiten.
Drei komplette Zyklen dieses Monumentalwerkes bilden die erste
Inszenierung im neuen kanadischen Opernhaus.

Um Wagners Meisterwerk wieder Gestalt zu verleihen, wurde ein
aussergewöhnliches Team von Künstlern mit visionärem Talent
zusammengestellt. Der Leiter der COC, Richard Bradshaw, dirigiert
alle drei Zyklen. Der glänzende kanadische Bühnenbildner Michael
Levine, der mit „Rheingold“ auch sein Debüt als Opernregisseur gibt,
gestaltet die Inszenierung des gesamten „Ring“. Die international
gefeierten Filmemacher Atom Egoyan (Exotica, Das süsse Jenseits) und
François Girard (Die rote Violine, 32 Variationen über Glenn Gould)
führen jeweils bei der „Walküre“ und „Siegfried“ Regie. Der
hochangesehene Theater- und Opernregisseur Tim Albery führt Regie bei
der „Götterdämmerung“, David Finn ist für die Bühnenbeleuchtung
verantwortlich. Zur Besetzung zählen so weltberühmte Sänger wie
Christian Franz, Adrianne Pieczonka, Frances Ginzer, Susan Bullock
und Clifton Forbis.

Der „Ring“ der Canadian Opera Company ist augenblicklich bereits
zu über 85% verkauft. Für Informationen über die Aufführungsdaten,
die Besetzung und Karten besuchen Sie bitte die Website unter:
www.ringcycle.ca

MyVideo.de startet Deutschlands erste Video-Community

Unter der Internetadresse www.myvideo.de ist
Deutschlands erste Video-Community an den Start gegangen. Statt sich
Konservenfilme á la Hollywood herunterzuladen, begeistern sich die
User gegenseitig mit selbst gedrehten Videoclips. Diese werden z.B.
mit der eigenen Videokamera aufgenommen oder aus alten Videosequenzen
des Users, seiner Freunde oder Familie zusammengesetzt. Wer Mut
besitzt, zeigt seine eigenen Produktionen über das neue Videoportal
der ganzen Welt – oder nur ausgewählten Freunden. Das Mitmachen ist
kostenlos – für Filmemacher, Darsteller und Zuschauer.

Schon zum Start gibt es unter www.myvideo.de mehr als 5.000 Filme
zu sehen. Die Clips decken fast alle Genres ab: sie sind amüsant,
unheilvoll, witzig, tragisch, betörend, bestürzend, scherzhaft,
bierernst, erotisch, gruselig, kunstvoll, tierisch, anmachend,
abstoßend – aber nie langweilig. Viele Filme haben schon eine große
Fan-Gemeinde gefunden und geben dem Regisseur gute Gründe, sich als
„Steven Spielberg des Internet“ zu fühlen. Für Hobby-Musikmacher und
angehende Superstars ist MyVideo.de die Casting-Chance: Die Boyband
Group Tekkan gilt als die erste Videoportal-Entdeckung, die es direkt
aus dem Internet ins Fernsehen („Stefan Raab“) und von dort zum
Plattenvertrag geschafft hat („Sonnenlicht“). Damit wird MyVideo.de
eine Art MTV, Viva und DSDS-Kanal des Online-Zeitalters.

MyVideo.de setzt auf Interaktion: Jeder kann kostenlos eine eigene
Video-Website einrichten, Filme hochladen und sich der Öffentlichkeit
stellen. Wer ein Video anschaut, ist aufgefordert, einen Kommentar
dazu abzugeben, es Freunden zu empfehlen oder es auf der eigenen
Homepage zu verlinken. Neben den Clips geht es bei MyVideo.de vor
allem darum, Kontakte zu knüpfen. Die Namen der neuen
Videofilmer-Generation sind ebenso aufschlussreich wie ihre Filme:
eiskalter Engel, Schnegge, Chaos Clan und Metalboy stellen nur eine
kleine Auswahl dar. Jeder Filmemacher, manchmal auch zugleich
Darsteller, stellt sich persönlich vor. Man kann seine Lieblinge
anmailen, als Freunde einladen und weiter empfehlen.

MyVideo.de greift in Deutschland einen Trend auf, der in den USA
seit kurzer Zeit für Furore sorgt. Dort gehören Videoportale wie
YouTube, Jumpcut und Eyespot zu den angesagten Aufsteigern. Eigene
Videos produzieren, mit selbstkomponierter Musik untermalen,
Schnitteffekte hinzufügen – und das vor den Augen der applaudierenden
und manchmal auch kritischen Online-Öffentlichkeit. Die besten
Video-Mashups werden von der Commmunity in Internet-Geschwindigkeit
verbreitet und bringen den Darstellern und Filmemachern Ruhm und
Ehre. Mit MyVideo.de können erstmals auch Videoclip-Filmer aus
Deutschland binnen kurzer Zeit hierzulande zu anerkannten Stars
aufsteigen. Ob MyVideo.de ein einzigartiges Kunstprojekt, die erste
deutsche Casting-Show für Filmemacher, das Entdeckerportal für neue
Popgruppen oder Deutschlands erstes interaktives Online-Videokino
ist, mögen die Experten entscheiden.

In der Internet-Welt gelten Videoportale als Kernelement des sog.
Social Web oder Web 2.0. Bei dieser zweiten Generation stehen die
Kommunikation und Interaktion der User untereinander im Mittelpunkt.
Neben MyVideo-Portalen zählen Blogging (Online-Tagebücher) und
Podcasting (persönliche Radiosendungen) zur neuen Webgeneration.