Essgeschichten

NDR, Montag, 29.06. um 13:00 Uhr

Essgeschichte(n)

Fressen für die Landschaft – Die Rückkehr der Ziege

Kulinarische Erinnerungen

Lange Zeit wollte man von Ziegenhaltung nichts mehr wissen. Die „Kuh des kleinen Mannes“ wurde sowohl für die Landwirtschaft als auch für Selbstversorger unattraktiv. Weitsichtige Naturfreunde im Schwarzwald engagieren sich aber zunehmend für die Ziege und entdecken sie neu für die Landschaftpflege zuwuchernder Naturgebiete und als alternativer Milch- und Fleischlieferant. Die Nachfrage nach Erzeugnissen aus Ziegenmilch steigt allmählich, sodass die landwirtschaftliche Ziegenhaltung als Existenzsicherung wieder tragfähig wird. So entstanden Betriebe wie der „Berghof“ der Familie Klußmann aus Altensteig, oder die Firma „Landschaftspflege mit Biss“ der beiden Ziegenhalter Frank Lamprecht und Stefan Gaus aus Beffendorf. Und der früher belächelte Verein „Ziegenfreunde Bermersbach“ denkt mittlerweile an die Vermarktung seiner Tiere.

Schlanker durch Soja !?

Schlanker durch Soja !?

Aktuelle Forschungsergebnisse einer Wissenschaftlergruppe, die sich mit der Hunger-
Sättigungsregulation an der Universität von Leeds in Großbritannien befasst: Die ersten
Ergebnisse wurden aus Anlass des 8. Internationalen Symposium „Soja und Gesundheit“
präsentiert, das vom 9. bis 12. November 2008 in Tokio (Japan) stattfand. In einer
kontrollierten Crossover-Studie zur Kontrolle des Hungers zeigte sich, dass der Verzehr von
Sojabohnen-Erzeugnissen das Sättigungsgefühl steigert und die nachfolgende
Nahrungsaufnahme um rund 170 kcal reduziert. Diese Studien und die Daten der Diogenes-
Studie zeigen, dass Eiweiß der am stärksten sättigende Nährstoff ist.
Ziel der Soja-Studie war
herauszufinden, welchen Sättigungsgrad Sojaprotein im Vergleich zu anderen
Nahrungsproteinen ausübt. An der Studie nahmen 20 gesunde Freiwillige teil. Eine Hälfte der
Probanden erhielt ein Frühstück und Mittagessen auf Basis von Sojaeiweiß. Die andere Hälfte
der Studienteilnehmer bekam ein identisch aussehendes sojaeiweißfreies Frühstück und
Mittagessen. Das darauf folgende Abendessen konnte hinsichtlich der Menge frei gewählt
werden. Eine Woche später wurden die Gruppen getauscht. Das Ergebnis der Studie, die eine
subjektive Appetitmessung seitens der Probanden einschloss, war, dass Sojaprodukte
besonders gut sättigen. Außerdem war die mentale Leistungsfähigkeit bei den Probanden am
Sojatag höher als ohne die Sojaaufnahme. Der gute Sättigungseffekt ist mutmaßlich auf den
hohen Protein- und Ballaststoffgehalt von Sojabohnen zurückzuführen.
Die Sojagruppe aß
beim Abendessen 172 Kilokalorien weniger als die Nicht-Soja-Gruppe.
Die Studienleiterin
Dr. Louise Dye folgerte in Tokio, dass Sojaprodukte zur Gewichtskontrolle und im Kampf
gegen Überernährung und Übergewicht eine wichtige Rolle spielen könnten!

DKGD e.V.

Umfrage – Verbraucher haben hohe Erwartungen an die Landwirte

Umfrage: Verbraucher haben hohe Erwartungen an die Landwirte

Konsumenten wünschen sich vor allem artgerechte Tierhaltung und die Garantie der guten Qualität von Fleischererzeugnissen.

Vor allem bei tierischen Erzeugnissen stellen die Verbraucher in Deutschland hohe Anforderungen an die Landwirtschaft. So lautet das Fazit einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Meinungsforscher hatten die Befragung im November und Dezember 2008 im Auftrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt.

Knapp 80 Prozent der Konsumenten wünschen sich demnach von der Landwirtschaft vor allem eine artgerechte Tierhaltung und 75 Prozent die Garantie der Qualität von Fleischerzeugnissen. Auch die Ernährungssicherung in Deutschland (73 %) und die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln (72 %) werden von den Bauern erwartet.

Das Image der deutschen Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: Viele Bürger sind der Meinung, dass Landwirte für neue Entwicklungen offen und umweltbewusst sind und sich für Verbraucherinteressen einsetzen. Mehr als jeder zweite Befragte ist überzeugt, dass sich die Tierhaltung in den vergangenen Jahren durch moderne Ställe, mehr Freilandflächen und andere Maßnahmen deutlich verbessert hat.

Kulinarischer Herbst entlang der Lahn

Heimisches in Hessen: Kulinarischer Herbst entlang der Lahn

Den gesamten Oktober lang präsentieren ausgewählte Gastronomen im Rahmen des „Kulinarischen Herbstes“ regionale Spezialitäten aus heimischen Erzeugnissen im hessischen Lahntal. Vom Rotkohlwickel mit Lammhackfleisch bis zur gefüllten Poulardenoberkeule mit Spätzle reicht die Palette heimatlicher Gerichte. Die teilnehmenden Restaurants und Gasthöfe garantieren, dass die Hauptzutaten der Gerichte, die auf den Extra-Speisekarten des „Kulinarischen Herbstes“ angeboten werden, in der heimischen Region gewachsen sind und auch dort verarbeitet wurden. Neben Gemüse, Kartoffeln, Eiern und Nudeln steht insbesondere das Fleisch von Rindern und Schafen im Mittelpunkt des Angebotes. Diese Tiere werden ganzjährig auf den Wiesen und Kräuterweiden artgerecht gehalten. Das Fleisch ist dadurch leicht marmoriert, zart, fettarm und zeichnet sich durch einen würzig-kräftigen Geschmack aus.

www.lahntal.de

Kulinariktipps der Kitzbüheler Alpen

DIE FEINSTEN KULINARIKTIPPS DER KITZBÜHELER ALPEN

Die besten Jausestationen, Gasthöfe und Restaurants zwischen Wilder Kaiser und Kitzbüheler Horn

Was haben die Kitzbüheler Alpen, was Andere nicht haben? Eine Almhütte mit eigenem Weinkeller? Ein kostenloses Drei-Gänge-Menü im Casinorestaurant? Das beste Wirtshaus Tirols? Richtig! Wie raffiniert und doch bodenständig, wie aussichtsreich und gediegen die Gasthäuser und Restaurants in den Kitzbüheler Alpen sind, beweisen folgende vier Genusstipps.

Rosengarten: Speisen wie im Garten Eden
Das beste Restaurant der Kitzbüheler Alpen steht – wider Erwarten – nicht in Kitzbühel. Im benachbarten Kirchberg hat es Simon Taxacher mit seinem „Rosengarten“ auf drei Gault Millau-Hauben (17 Punkte) gebracht. Wie die französisch-mediterranen Köstlichkeiten in liebevoller Kompositionsarbeit entstehen, kann vom Tisch aus durch ein Panoramafenster mitverfolgt werden. Im mehr als reich ausgestatteten Weinkeller sind über 700 Weine aus Top-Anbaugebieten assortiert. Da sein guter Ruf mittlerweile bis weit über München hinaus gedrungen ist, sollten Tische an den Wochenenden mindestens einen Monat im Voraus reserviert werden.

Casinorestaurant: Bei Zero dinieren Sie gratis
Spielernaturen sollten das Casinorestaurant „Hinterstadt24“ am besten Dienstags besuchen. Dann entscheidet auf Wunsch nämlich die Roulettekugel über den Preis des ausgezeichneten 3-Gänge-Menüs – im besten Fall heißt es „Zero“. Sowohl das Restaurant als auch der Spielbereich sind in einem reich verzierten Altstadthaus mit dicken Steinmauern und herrlichen Gewölben untergebracht. Besonders stilvoll speist man im Gewölbekeller aus dem 15. Jahrhundert – praktischer Weise gleich neben dem Weinkeller.

Gasthof Baumgarten: Perfekte Tiroler Wirtshauskultur
Ganze 18 qualitätsgeprüfte Tiroler Wirtshäuser gibt es in den Kitzbüheler Alpen, der Gasthof Baumgarten in Angererberg sticht selbst aus dieser Elitetruppe hervor. Vor über 100 Jahren hat Familie Osl dieses Gasthaus übernommen, das schon seit 1380 besteht.
Konsequent wurde auf der Tradition aufgebaut und dadurch ist man Treffpunkt für alle Fans des Tiroler Wirtshauses geblieben. Der Baumgartner Tiroler Knödel ist beinahe weltberühmt, das Gröstl bis an die Nordsee beliebt und die Spezialitäten vom Rind allein sind schon eine Reise wert. Alle Gerichte werden aus regionalen Erzeugnissen zubereitet, die bei den Bauern der Umgebung eingekauft werden.

Die Angerer Alm: Mittags Bergsteiger, abends Gourmet
„Mahlzeit“ oder „Bon Appetit“: Auf der Angerer Alm ist das von der Tageszeit abhängig. Denn während Wirtin Annemarie Foidl ihren Gästen tagsüber Tiroler Spezialitäten kredenzt, gibt es abends kreative Gourmetküche – zubereitet aus regionalen Erzeugnissen. Foidl liebt den kreativen Umgang mit feinen Gewürzen und weiß einen Feinschmeckerabend auf der Alm regelrecht zu inszenieren. So beginnt der Abend bei Foidl, Präsidentin des österreichischen Sommelierverbands, stilecht im eigenen Weinkeller, übrigens dem höchstgelegenen Tirols.

ÖKO -TEST Plastikclogs

ÖKO-TEST Plastikclogs

Das Aussehen der durchlöcherten Plastikschuhe ist zwar nicht jedermanns Sache. Dennoch sind Crocs & Co in diesem Sommer ein Renner. Aus gesundheitlicher Sicht nicht unbedingt zu Recht: Bei einer Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST enthielten alle Schuhe bis auf eine Ausnahme bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe. 22 Paar Plastikclogs waren im Test, die genauen Ergebnisse sind in der aktuellen Juli-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins veröffentlicht. Das Heft kostet 3,50 Euro und steht im Zeitschriftenhandel.

Obwohl in der Werbung mit „garantiert schadstoffrei“ angepriesen, fanden die von ÖKO-TEST beauftragten Labore etwa in den Second Living Clogs, schildkröte rot von Strauss Innovation stark erhöhte Gehalte an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Auch alle anderen Testprodukte waren bis auf eine Ausnahme damit belastet. Einige Vertreter der PAK wirken erbgutverändernd, fruchtschädigend und krebserzeugend.

Einige Schuhe enthalten zudem giftige Schwermetalle. „Solche Werte entsprechen nicht unserem Selbstverständnis von gesunden und qualitativ hochwertigen Erzeugnissen Made in Germany“, teilte die Firma Birki Schuhe mit, deren Clogs ein „ungenügend“ bekamen. Die betroffenen Schuhe und ähnliche Modelle in der Ausführung melone seien deshalb – so versichert der Anbieter – vom Markt genommen worden.

Made in Korea: Die Chung Shi Dux rot sind mit 39,99 das teuerste und beste Paar Schuhe im Test.

Von den Birki´s Fun Air BS Alpro-Cell melone, sowie den Damen Clogs, braun von Metro lässt man besser die Füße. Beide Marken waren „ungenügend“, weil sie unter anderem PAKs und Schwermetalle enthielten.

Kulinarischer Herbst entlang der Lahn

Ausgewählte Gastronomen präsentieren
im Rahmen des “kulinarischen
Herbsts” den ganzen Oktober lang regionale
Spezialitäten aus heimischen
Erzeugnissen im hessischen Lahntal.

Rotkohlwickel mit Lammhackfleisch
gefüllt stehen beispielsweise im Landhotel
Niedertiefenbach Hof auf der
Speisekarte. Im Gasthaus “Zur Dampfmühle”
gibt es unter anderem gefüllte
Poulardenoberkeule mit Spätzle. Für
einen kompletten Überblick der teilnehmenden
Gastronomiebetriebe
empfiehlt sich die aktuelle Broschüre,
die auch eine Auswahl der beteiligten
Erzeuger, Direktvermarkter und Metzgereien
vorstellt.

/www.kulinarischerherbst.de

Slow-Food-Präsident begrüßt Initiative des Europäischen Parlaments gegen gentechniche Verunreinigungen

Slow Food hat die Entscheidung des Europäischen Parlaments für niedrigere Schwellwerte bei der Verunreingung von ökologischen Erzeugnissen durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) begrüßt. Der Präsident von Slow Food International, Carlo Petrini, sprach von einem „wichtigen Signal“.

Das Europäische Parlament hatte sich am 29. März 2007 für einen niedrigeren Schwellenwert bei der zufälligen Kontaminierung von ökologischen Erzeugnissen mit genetisch veränderte Organismen (GVO) ausgesprochen. Ein Erzeugnis dürfe nicht als ökologisch gekennzeichnet werden, wenn es GVO enthalte oder aus bzw. mit GVO hergestellt wurden.

Den Höchstwert für eine zufällige Kontaminierung mit GVO legen die Abgeordneten bei 0,1 % fest. Die Kommission hält hingegen daran fest, dass auch Lebensmittel, die bis zu 0,9 % an GVO enthalten, als ökologisch bezeichnet werden dürfen, „wenn die Erzeugnisse zufällig durch GVO kontaminiert worden sind“.

Die Parlamentarier fordern die Kommission außerdem auf, vor dem 1. Januar 2008 einen Vorschlag für eine Rahmenrichtlinie über Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung einer Kontaminierung mit GVO in der gesamten Nahrungskette zu veröffentlichen, der auch einen Rechtsrahmen für Haftungsvorschriften einschließt.

Nach Ansicht von Petrini würde eine Umsetzung des vom EP verlangten Schwellwerts „technisch null Toleranz“ bedeuten. Slow Food werde in ganz Europa Druck machen, damit die Kommission dem Votum folge.

Mehr Bio für Kinder

Bio-Produkte sollen vermehrt in der Außer-Haus-Verpflegung von Kindern eingesetzt werden. Diesen Wunsch haben rund 90 Prozent der Bundesbürger, so das Fazit des aktuellen Ökobarometers. Im Juni hat das Forschungsinstitut Emnid zum fünften Mal im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) 1.000 Bürger ab 14 Jahren zu ihrem Konsum von Bio-Erzeugnissen befragt. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage bestätigen den Trend zu einer ausgewogenen Ernährung von Kindern und Jugendlichen. 92 Prozent der deutschen Bevölkerung hält die Verwendung von Bio-Produkten in Kindergärten und Kindertagesstätten für wichtig. Knapp 60 Prozent der Befragten räumten dieser Frage sogar höchste Priorität ein. Ähnlich sieht es auch bei der Verpflegung der Schüler aus. Jeder zweite Verbraucher wünscht sich mehr Bio-Kost in den Schulen mit Mittagsverpflegung.
Die aktuelle Umfrage bestätigt das Bundesverbraucherministerium in seinem Engagement für eine ausgewogene Schulverpflegung. „Das Ergebnis bestärkt unsere Arbeit und zeigt, dass wir mit unseren Kampagnen wie ’10 % Bio. Das kann jeder!‘ oder ‚Besser essen. Mehr bewegen. KINDERLEICHT.‘ den richtigen Weg gehen“, so Bundesverbraucherministerin Renate Künast. „Für die körperliche und geistige Entwicklung unserer Kinder ist eine ausgewogene Ernährung ungemein wichtig. Sie fördert die allgemeine Leistungskraft und das Wohlbefinden.“

Natürliche Erzeugung erhöht die Kaufmotivation

Eine gesunde Ernährung von Kindern und in der Schwangerschaft sind laut Umfrage für knapp 80 Prozent der Verbraucher ein wesentlicher Grund, in Zukunft mehr Bio-Lebensmittel zu kaufen. Die größte Motivation sich für Bio zu entscheiden, liegt aber nach wie vor in der natürlichen Erzeugung der Produkte begründet. 88 Prozent nennen eine artgerechte Tierhaltung als das entscheidende Kriterium, künftig mehr Lebensmittel aus ökologischem Anbau zu konsumieren. Weitere Beweggründe sind die geringe Belastung mit Schadstoffen (82 Prozent) sowie die Stärkung des persönlichen Wohlbefindens (78 Prozent).

Der Trend zu mehr Bio setzt sich immer mehr durch. Rund drei Viertel der Deutschen kaufen derzeit bereits häufig oder gelegentlich Bio-Produkte. Zukünftig wollen sogar rund 85 Prozent zu Erzeugnissen des Öko-Landbaus greifen. Der Direktkauf beim Erzeuger ist nach wie vor die beliebteste Einkaufsform. Ein Drittel der Verbraucher macht sich am liebsten auf den Weg zum Bio-Hof, gefolgt vom Gang zum Wochenmarkt mit 24 Prozent. Am häufigsten werden Obst und Gemüse in Bio-Qualität gekauft: 45 Prozent der Befragten, die generell Obst und Gemüse konsumieren, kaufen diese aus ökologischem Anbau, ein Drittel gelegentlich und zwölf Prozent ausschließlich. Ebenfalls beliebt sind Milchprodukte sowie Fleisch und Fisch in Bio-Qualität, die bei 31 Prozent der Befragten häufig im Einkaufswagen zu finden sind.