Spargel aus der Region

Die ersten Spargelstangen reckten bereits vor vier Wochen ihre Köpfe ans Licht. Ab sofort bis Ende Juni ist nun reguläre Erntezeit für das leckere und beliebte Gemüse: „Spargel zergeht umso mehr auf der Zunge, je frischer er ist“, rät die Verbraucherzentrale NRW zum Griff nach frisch geernteter Ware aus der Region. Rund 450 Betriebe bauen das delikate und leicht zuzubereitende Gemüse in Nordrhein-Westfalen – dem zweitgrößten Anbaugebiet in Deutschland – an. Der größte Teil der Fläche wird mit Einsatz von Folien oder Minitunneln kultiviert.

Nur ein geringer Teil der schlanken Stange wächst im beheizten Gewächshaus. Feinschmecker geben meist in der Freilandsaison den erntefrischen Erzeugnissen aus der Region den Vorzug vor ausländischer Ware, die einen langen Transport hinter sich hat, an Frische verliert und auch das Klima entsprechend belastet. Zu Saisonbeginn müssen Liebhaber bis zu 10 Euro für ein Kilo berappen. In den nächsten Wochen purzeln die Preise auf bis zu 3,50 Euro pro Kilogramm. Folgende Tipps sorgen für leckeren Genuss…

Imkertag im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Süßes Gold und bunte Pollen

Am Sonntag, dem 31. Juli, von 10 bis 18 Uhr dreht sich beim Imkertag im Freilichtmuseum am Kiekeberg alles rund um Bienen, Honig und Imkerei. Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei, Erwachsene zahlen 7 Euro.

Beim Imkertag am Kiekeberg stehen die kleinsten Tiere des Museums, die Bienen, mit ihren Erzeugnissen im Mittelpunkt. Die Museumsimker erklären die Entstehung des Honigs im Bienenstock und führen vor, wie das süße Gold aus der Wabe ins Glas kommt. Die Besucher können den fleißigen Insekten bei ihrer Arbeit zusehen und frischen Bienenhonig verkosten. Vorträge von Fachleuten vermitteln Wissenswertes über die Imkerei und das Leben der Bienenvölker.

Auch für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm rund um die Biene. Sie können unter anderem Kerzen und Lippenbalsam aus echtem Bienenwachs selber machen und der Biene Maja bei ihren Zeichentrick-Abenteuern zuschauen. Wie kostbar die Produkte der Bienen früher waren, zeigen die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804. Sie verrichten in authentisch rekonstruierter Kleidung typische Arbeiten und versetzen so die Besucher in die Zeit vor über 200 Jahren.

Der Imkertag wird von den Mitgliedern des Imkervereins am Kiekeberg e.V. mitgestaltet. Das Freilichtmuseum und der Verein arbeiten Hand in Hand: Die Vereinsmitglieder haben die Aufgabe, die Museumsbienen zu pflegen, und vermitteln den Besuchern die traditionellen Techniken der Imkerei.

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf
www.kiekeberg-museum.de

Tipps zur Spargelzeit

Frischegarantie bei Erzeugnissen aus der Region

Gekocht, gebraten, mariniert oder überbacken – bis Ende Juni ist Spargel in vielfachen Variationen wieder in aller Munde. Längst werden die weißen oder grünen Stangen nicht mehr nur mit Salzkartoffeln, zerlassener Butter und Schinkenröllchen serviert. Ganz gleich, ob klassisch mit holländischer Soße oder mediterran mit Parmesan: „Spargel zergeht umso mehr auf der Zunge, je frischer er ist“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sie weiß um die Vorliebe für das zarte Gemüse: Nordrhein-Westfalen ist deutsch­landweit das zweitgrößten Anbaugebiet für Spargel. Die Auswahl ist also reichlich und von 3,50 Euro bis 9 Euro pro Kilo inmitten der Saison erschwinglich – Preistendenz: weiter fallend.

Folgende Hinweise garan­tieren einen delikaten Genuss:
Regionaler Anbau: Nachdem sie gestochen wurden, verlieren die empfindlichen Spargelstangen schnell an Frische, Geschmack und Zartheit. Feinschmecker geben deshalb während der Saison den erntefrischen Erzeugnissen aus der Region den Vorzug vor aus­ländischer Ware, die einen langen Transport hinter sich hat. Zwei Drittel der beliebten Delikatesse wird in Nordrhein-Westfalen direkt ab Hof, auf dem Markt oder beim Gemüsehändler gekauft. Infos und Adressen von regionalen Spargelbauern gibt’s im Internet unter www.landservice.de

Kennzeichnung: Die Bezeichnung „Spargel“, das Herkunftsland und der Preis pro Kilogramm müssen auf jeden Fall auf dem Hin­weisschild oder neben der Ware genannt werden. Nicht zulässig sind Angaben pro 500 Gramm, die Kunden am Gemüsestand regelmäßig in die Irre führen. Seitdem die Einteilung in Güteklasse nicht mehr vorgeschrieben ist, bieten Händler ihre Sortierungen nach eigenem Ermessen an. Viele Händler orientieren sich an der gültigen internationalen UNECE-Norm und teilen den Spargel in die drei Qualitätsstufen E, I und II ein. Für Kunden jedoch ist wichtig, dass das Saisongemüse bestimmte Mindesteigenschaften erfüllt: Ganz, sauber, ausreichend reif, frei von Fäulnis, fremden Geruch und Geschmack sowie frei von Schädlingen müssen die frischen Stangen sein. Bei leicht gekrümmtem oder unsortierten Spargel, der oft günstiger ist, handelt es sich in der Regel nicht um minder­wertigere Qualität.

Frischemerkmale: Die Schnittstellen müssen hell und saftig, statt bräunlich und trocken sein: Bei leichtem Druck sollte Saft austreten. Frische Stangen glänzen leicht und haben keine Risse. Wenn sie sich nicht biegen lassen, sind sie knackig. Weiteres Frische-Indiz: Spargelstangen quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Die Köpfe sollten fest geschlossen und bei Druck nicht weich oder matschig sein.
Lagerung: Wer weißen Spargel nicht direkt zubereiten und ver­zehren will, kann die Stangen ungeschält in ein feuchtes Tuch einschlagen. Sie gehören jedoch nicht länger als drei bis vier Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Grüner Spargel hingegen sollte in leichtem Wasserbad dort aufbewahrt werden. Wer Spargel außerhalb der Saison genießen möchte, kann ihn waschen, schä­len, die Enden abschneiden und roh einfrieren! Nicht blanchieren! Wandert der gefrorene Spargel bei Bedarf direkt in kochendes Wasser, bleibt das volle Aroma erhalten.
Zubereitung: Das Gemüse gründlich waschen. Weiße Spargel­stangen unterhalb der Köpfe nach unten hin schälen, Enden abschneiden – vor allem wenn sie trocken oder holzig sind. Bei Grünspargel muss nur das untere Drittel von der Schale befreit werden. Spargel stets mit wenig Wasser und geschlossenem Deckel kochen. Stehen die Stangen aufrecht im Spargeltopf, genügt ebenfalls wenig Flüssigkeit, um sie im Dampf zu garen. Die Stängel können auch knapp mit Wasser bedeckt in flachen, ovalen Töpfen zubereitet werden. Weißer Spargel ist nach cirka 15 bis 25 Minuten gar. Das Gleiche in Grün benötigt etwa zehn bis 15 Minuten. Je nach Dicke der Stangen kann die Garzeit variieren; deshalb die Bissfestigkeit zwischendurch prüfen.

Einen Überblick über Anbauregionen und Erntezeiten, Infos zu Nähr­werten sowie Tipps zur Lagerung und Zubereitung nicht nur zu Spargel, sondern über 80 weitere einheimische Obst- und Gemüsesorten, bietet die CD-ROM „Obst und Gemüse á la Saison“ der Verbraucherzentrale NRW. Den nützlichen Einkaufs- und Küchenhelfer gibt’s für 14, 90 Euro in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW oder im Internet unter www.vz-ratgeber.de

Müritz-Fischtage

Müritz-Fischtage erhöhen Bekanntheitsgrad von Spezialitäten der Binnenfischerei

„Veranstaltungen wie die Müritz-Fischtage sind hervorragend dafür geeignet, den Bekanntheitsgrad zahlreicher Spezialitäten der Binnenfischerei maßgeblich zu erhöhen“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Waren anlässlich der Abschlussveranstaltung der Müritz-Fischtage. Dadurch könne die für die Binnenfischerei so wichtige regionale Vermarktung spürbare Impulse erhalten.

Durch innovative und schmackhafte Rezepte und ein breit gefächertes Sortiment an Fischarten, hätten sich für den Verbraucher die Möglichkeiten fangfrischen Fisch zu genießen erheblich verbessert.

Doch nicht nur das vielseitige Angebot von Erzeugnissen, sondern auch die Ausstellung „Von Fischern und Fischen“ im Müritzeum und die praktischen Präsentationen des traditionellen Fischfanges, bei dem der Besucher einen bleibenden Eindruck über den Umgang mit Fanggeräten erhält, sind ein wichtiger Bestandteil der Müritz- Fischtage.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Veranstaltungen der vergangenen Tage dazu führen werden, dass sich die positive Entwicklung bei der regionalen Vermarktung von Fisch auch künftig fortsetzen wird“, betonte der Minister.

Im Hinblick auf die zunehmenden Probleme der Meeresfischerei machte Minister Backhaus deutlich, dass die Binnenfischerei mit ihrer Seen- und Flussfischerei sowie Aquakultur eine immer größere Bedeutung erhält.
Das Gesamtaufkommen der Erwerbs- und Freizeitfischerei aus den Binnengewässern Deutschlands liegt bereits bei 56.000 t, wovon etwa 18.000 t exportiert werden. Der in Deutschland erwirtschaftete Erlös der Erwerbsfischerei hat die Marke von 200 Mio. EUR mittlerweile überschritten.

„Dennoch wird der deutsche Markt für Süßwasserfisch mit einem Volumen von 103.000 t pro Jahr immer noch von Importen dominiert. Hier sind also noch einige Reserven zu erschließen. Die Entwicklung neuer Aufzuchttechnologien oder neuer Bewirtschaftungsformen, aber auch die Erzeugnisentwicklung und eine bessere Vermarktung von Süßwasserfisch können maßgeblich das Potenzial der Binnenfischerei erhöhen“, so der Minister.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern versuche diesen Prozess beispielsweise durch eine langfristige und ertragsorientierte Verpachtung von Fischereirechten oder durch eine weitreichende Investitionsförderung, aber auch durch die Entwicklung neuer Technologien oder gezielte Besatzmaßnahmen sinnvoll zu begleiten.

So wurden seit 1994 für 22 Investitionsvorhaben der Aquakultur 3,5 Mio. EUR Fördermittel ausgereicht. Gegenwärtig werden für die Entwicklung neuer Technologien wie beispielweise zur Aufzucht von Zandern, Forellen oder Großmaränen knapp 10,0 Mio. EUR eingesetzt. Für Aalbesatzmaßnahmen wird das Land Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2015 etwa 2,3 Mio. EUR ausreichen.

„Durch die in diesem Jahr geschaffenen neuen Möglichkeiten für den Erwerb eines Touristenfischereischeines verspricht sich das Land einen zusätzlichen touristischen Anreiz, der sich letztlich auch bei dem Absatz von Erzeugnissen der Binnenfischerei wiederspiegeln wird“, hob Minister Backhaus hervor.

Neue Tour für Geniesser auf Maui

Die „Grown On Maui“-Tour führt Besucher zu den Ursprüngen von Mauis kulinarischen Köstlichkeiten

Ab 18. Mai 2010 bietet Akina Aloha Tours jeden Dienstag von 08:30 bis 15:30 Uhr eine Bustour zum Thema “Grown On Maui“ an. Die Tour soll sowohl Einheimischen als auch Besuchern die Möglichkeit bieten durch persönlichen Kontakt zu Farmen die Landwirtschaft Maui’s zu entdecken und regionale Traditionen und Spezialitäten zu ergründen. „Schon früher war es Tradition unsere Dorfältesten zu den Feldern zu bringen, damit sie ihre frischen Produkte selbst vor Ort abholten. Nun möchten wir auch Besuchern dieses Erlebnis ermöglichen und die Vielfalt von Maui’s kulinarischen Erzeugnissen auf spannende Weise vermitteln“, sagt Cassie Akina, Geschäftsführer von Akina Aloha Tours gegenüber Gourmet Report.

Die Tour beginnt am Whole Foods Market, wo ein Einblick hinter die Kulissen geboten wird verbunden mit leckeren Kostproben von Meeresfrüchten, Rindfleisch, Käse und Schokolade sowie ein Frühstück mit regionalen Erzeugnissen. Der nächste Stopp der Tour ist die Hali`imaile Pineapple Company, wo Mitarbeiter über die Geschichte des Anbaus von Ananas auf Maui und die Entwicklung des Landwirtschaftsbetriebs informieren. Auf der O’o Farm erfahren Besucher mehr über den Anbau an Feldfrüchten auf der Insel. Nach dem Mittagessen geht es zur Ali‘i Kula Lavender Farm, wo die Führung mit einer Probe des cremig-süßen Lavendel-Schoko-Eis von Ono Gelato in Paia beginnt. Auf der ersten und einzigen Lavendel-Walking-Tour entdecken Besucher „die Sprache der Blumen“. Die Tour endet wieder am Whole Foods Market, für diejenigen, die gerne noch ein wenig einkaufen möchten bevor sie sich auf den Rückweg begeben.

Buchungen können per E-Mail über info@akinatours.com vorgenommen werden. Die Tour wird jeden Dienstag von 8.30 Uhr bis 15.00 Uhr angeboten und kostet rund 90 EUR pro Person. Weitere Informationen finden Sie unter www.akinatours.com.

Weitere Informationen zu Hawai’i gibt es unter www.gohawaii.com und www.hawaii-tourism.de.

Forschung aktuell: Slow Food

3SAT, Montag, 11.01. um 09:45 Uhr

Forschung aktuell: Slow Food

Eine Forschungsreise zurück zum Genuss

Unter der Bezeichnung „Slow Food“ ist eine ursprünglich aus Italien stammende Bewegung gemeint, die sich aktiv gegen Fast Food und überhaupt genussfreies, hektisches Essen aber auch Leben einsetzt. Sie wurde 1986 von Carlo Petrini gegründet und bemüht sich um die Erhaltung von heimischen Erzeugnissen, Tieren und Pflanzen und deren lokale Produktion. – Eine Forschungsreise zurück zum Genuss.

Unter der Bezeichnung „Slow Food“ ist eine ursprünglich aus Italien stammende Bewegung gemeint, die sich aktiv gegen Fast Food und überhaupt genussfreies, hektisches Essen aber auch Leben einsetzt. Sie wurde 1986 von Carlo Petrini gegründet und bemüht sich um die Erhaltung von heimischen Erzeugnissen, Tieren und Pflanzen und deren lokale Produktion. Der Gründer und internationale Vorsitzende der Bewegung, Carlo Petrini, definierte 2006 die Grundbegriffe der „Neuen Gastronomie“ als Maßstab: „Buono, pulito e giusto“ – gut, sauber und fair. Wenn ein Element fehle, sei das nicht Slow Food. Die Ziele der Bewegung umfassen auf internationaler Ebene vor allem den Aufbau einer Slow-Food-Arche zur Bewahrung regionaler Nahrungsspezialitäten sowie Projekte zur Erhaltung regionaler Obst-, Gemüse- und Getreidesortenvielfalt und Nutztierrassen. Vor allem aber umfassen sie auch den Erhalt, die Wiederbelebung und die Umsetzung traditioneller Weiterverarbeitungsmethoden. Mittlerweile ist Slow Food eine internationale Vereinigung mit über 80.000 Mitgliedern in über 100 Ländern auf allen Kontinenten geworden. Das Symbol von Slow Food ist die Schnecke. Sie steht für die Langsamkeit und den Genuss. Seit 2004 existiert auch die weltweit erste „Universität für gastronomische Wissenschaften“ in Pollenzo (Piemont) und Colorno (Parma): Sie wurde von Slow Food gegründet und wird in Zusammenarbeit mit den Regionen Piemont und Emilia Romagna gefördert. Für Slow-Food-Deutschland ist der wissenschaftliche Partner die Deutsche Akademie für Kulinaristik in Bad Mergentheim.

Fleisch, Milch und Honig enthielten 2008 selten unzulässige Mengen an Rückständen

Fleisch, Milch und Honig enthielten 2008 selten unzulässige Mengen an Rückständen

Im Jahr 2008 hat etwa jede 250. Probe von Lebensmitteln tierischer Herkunft nicht erlaubte Rückstandsgehalte enthalten. Während sich in Fleisch, Milch und Honig nur selten unzulässige Rückstandsmengen aus Tierarzneimitteln, sonstigen pharmakologisch wirksamen Substanzen, Schwermetallen oder langlebigen Organochlorverbindungen fanden, wurde in Aquakulturen nach wie vor vergleichsweise häufig Malachitgrün nachgewiesen. Die Hintergrundbelastung der ubiquitär in der Umwelt verbreiteten Dioxine und dioxinähnlichen PCB spiegelt sich in den Untersuchungsergebnissen für Eier wider. Dies sind Ergebnisse aus dem „Jahresbericht 2008 zum Nationalen Rückstandskontrollplan (NRKP)“, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute herausgegeben hat.

Erstmals veröffentlicht das BVL in diesem Jahr auch die Ergebnisse des Einfuhrrückstandskontrollplanes (ERKP) zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs. Dort enthielt etwa jede 40. Probe, die im Jahr 2008 von tierischen Erzeugnissen aus 32 Nicht-EG-Staaten genommen wurde, Rückstandsgehalte oberhalb der gesetzlichen Normen.

Ergebnisse des Nationalen Rückstandskontrollplanes (NRKP)

Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 472.132 Untersuchungen an 50.153 Proben von Tieren oder tierischen Erzeugnissen durchgeführt. Weiterhin wurden fast 270.000 Tiere mittels eines Schnelltests auf antibakteriell wirksame Stoffe untersucht. Insgesamt wurde auf 671 Stoffe geprüft. Die wesentlichen Befunde sind im Folgenden dargestellt:

Rinder, Schweine
Die Belastung von Rindern mit unzulässigen Rückstandsmengen lag bei 0,4 %, die von Schweinen bei 0,2 %. In 22 von 3.266 Proben wurden bei beiden Tierarten Stoffe mit hormoneller Wirkung gefunden, deren Anwendung verboten ist. Diese Stoffe können aber auch natürlicherweise im Tier vorkommen bzw. über Schimmelpilze im Futtermittel in das Tier gelangen. Hinweise auf eine illegale Behandlung waren in keinem Fall zu finden. Außerdem gab es in sieben von 631 Proben Kokzidiostatikabefunde. Die für Rind und Schwein nicht zugelassenen Zusatzstoffe stammen produktionsbedingt aus Futtermitteln für Tierarten, für die Kokzidiostatika zugelassen sind.

Bei etwa jeder 800. Probe waren die zulässigen Höchstgehalte von Antibiotika überschritten. Mehr als 10.000 Proben wurden mit spezifischen Analysemethoden untersucht. Bei den mit einem Schnelltest auf diese Stoffgruppe untersuchten 267.175 Proben waren 399 positiv.

Auf Kontaminanten wurden 66 von 4.520 untersuchten Proben positiv getestet. In 38 von insgesamt 1.131 Proben wurde Quecksilber oberhalb der seit 2005 festgelegten Höchstmenge gefunden. Außerdem wurden einmal PCBs, achtmal Dioxine, einmal Lindan und 23mal Cadmium nachgewiesen.

Geflügel
0,12 % der Geflügelproben waren mit Rückständen in unzulässiger Höhe belastet. In zwei von 1.858 Proben wurde Chloramphenicol und in drei von 416 Proben wurde der Hauptmetabolit des verbotenen antibakteriell wirksamen Furaltadons gefunden. Außerdem wurden zwei von 299 Masthähnchenproben auf Lasalocid positiv getestet.

Schafe, Pferde, Kaninchen, Wild
515 Proben von Schafen, 91 Proben von Pferden, 15 Proben von Kaninchen und 281 Wildproben wurden untersucht. Bei Schafen wiesen eine Dioxin-, drei Quecksilber-, eine Blei- und vier Cadmiumproben Höchstgehaltsüberschreitungen auf. Bei Pferden war in zwei Proben der zulässige Höchstgehalt von Cadmium überschritten. Bei Kaninchen und Zuchtwild konnten keine unzulässigen Rückstände festgestellt werden. Belastungen mit Organochlorverbindungen oberhalb der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte wurden im Fett von 19 Wildschweinen und einem Rotwild von insgesamt 111 untersuchten Wildproben festgestellt.

Aquakulturen
2008 wurden 538 Proben, meist Forellen und Karpfen, getestet. Relativ häufig wurden wie bereits in den vergangenen Jahren Rückstände von Malachitgrün, einem zur Anwendung bei Fischen verbotenen Teichdesinfektionsmittel, analysiert. 10 von 283 Forellenproben und drei von 142 Karpfenproben waren positiv. Seit 2004 werden Fische aus der Aquakultur verstärkt auf dieses Mittel getestet.

Milch, Eier, Honig
2008 betrug der Probenumfang 1.851 Milchproben, 816 Hühnereierproben und 180 Honigproben. In Milch wurde in je einer Probe das nicht zugelassene Wurmmittel Ivermectin und das verbotene Lösungsmittel Chloroform nachgewiesen. Höchstgehaltsüberschreitungen gab es bei den Organochlorverbindungen DDT, Lindan und bei den Dioxinen. In neun Eierproben fanden sich nicht zugelassene Mittel gegen Darmparasiten (Kokzidiostatika). Weiterhin wurde das verbotene Nikotin ermittelt, das als Desinfektionsmittel angewendet wird. In jeder Eierprobe sind außerdem die weit verbreiteten Dioxine bzw. dioxinähnliche PCBs nachgewiesen worden, in 5,2 % der Proben lagen die Werte oberhalb des zulässigen Höchstgehaltes. Bei Honig fand man in einer Probe Lambda-Cyhalothrin, ein Insektizid, und in einer Probe Cymiazol, ein Mittel gegen Milben.

Ergebnisse des Einfuhrrückstandskontrollplanes (ERKP)

Im Jahr 2008 wurden im Rahmen des ERKP in Deutschland 19.399 Untersuchungen an 1.341 Proben von tierischen Erzeugnissen aus 32 Nicht-EG-Staaten durchgeführt. Insgesamt wurde auf 263 Stoffe geprüft. Untersucht wurde Fleisch von sieben Tierarten und acht verschieden Erzeugnissen aus Aquakulturen sowie Leber, Därme und Honig.

Etwa jede 40. Probe enthielt Rückstandsgehalte, die nicht zulässig sind. Rinder-, Pferde-, Kaninchen-, Wild- und Milchproben enthielten keine zu beanstandenden Rückstandsgehalte.

Rückstände der Metaboliten von antibakteriell wirksamen Nitrofuranen, deren Anwendung EU-weit verboten ist, wurden in 15 Proben von Schweinedärmen und sieben Proben von Schafdärmen aus China, in einer Putenprobe aus Israel und in sieben Proben von Aquakulturen aus Indien (5), Bangladesch (1) bzw. China (1) gefunden. Weitere Einzelbefunde gab es in Honig und einer Fischprobe.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2008 1.319 Untersuchungen an 591 Verdachtsproben durchgeführt. Die Proben wurden auf 79 Stoffe untersucht. Ein wichtiger Anlass für die Probenahme war die Entscheidung 2006/236/EG über Sondervorschriften für die Einfuhr von zum Verzehr bestimmten Fischereierzeugnissen aus Indonesien. Darin war festgelegt worden, dass jede Sendung aus Indonesien auf Schwermetalle zu untersuchen ist. Auch Meldungen über das Europäische Schnellwarnsystem zu erhöhten Dioxingehalten in Schweinefleisch aus Chile hatten die Untersuchungsbehörden alarmiert. 14 Proben aus Indonesien enthielten Cadmium oberhalb des erlaubten Höchstgehaltes. Weiterhin fanden sich in einer Probe aus Indonesien und einer Probe aus Vietnam unzulässig hohe Gehalte an Quecksilber. Dioxine wurden in Schweinefleisch aus China in allen Proben nur unterhalb des zulässigen Höchstgehaltes ermittelt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt in der gesundheitlichen Bewertung der Ergebnisse des NRKP und des ERKP zu dem Schluss, dass vom einmaligen oder gelegentlichen Verzehr der Lebensmittel mit positiven Rückstandsbefunden kein unmittelbares Risiko für den Verbraucher ausgeht.

Hintergrundinformation

Der NRKP und der ERKP sind EU-weit durchgeführte Programme zur Untersuchung von Lebensmittel liefernden Tieren und tierischen Erzeugnissen.

In Deutschland legt das BVL zusammen mit den Bundesländern die Pläne fest. Die von den Ländern erhobenen Daten werden vom BVL ausgewertet und für die verschiedenen Berichtspflichten, zum Beispiel an die Europäische Kommission, zusammengestellt.

NRKP
Die Lebensmittel- und Veterinärüberwachung überprüft vor Ort im Schlachthof, in landwirtschaftlichen Betrieben, im Tierbestand und kontrolliert auch die betrieblichen Aufzeichnungen. Die Probenzahlen richten sich nach den Schlacht- bzw. Produktionszahlen. Neben Fleisch, Fett, Organen, Urin, Blut und Kot können Proben auch von Futter und Wasser genommen werden. Außer den unverarbeiteten tierischen Lebensmitteln werden auch Proben lebender Tiere analysiert. Der Nachweis verbotener Stoffe führt im Regelfall zur Sperrung des Betriebes bzw. dazu, dass Tiere nicht mehr transportiert oder an andere Betriebe abgegeben werden dürfen. Betriebe, die gegen das bestehende Recht verstoßen haben, stehen für einen bestimmten Zeitraum unter verstärkter Kontrolle. Je nach Schwere des Verstoßes werden Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

ERKP
Nach Anhang II Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 136/2004 haben die Mitgliedstaaten Sendungen von Erzeugnissen, die zur Einfuhr vorgestellt werden, einem Überwachungsplan zu unterziehen. Demnach werden Kontrollen von Erzeugnissen tierischen Ursprungs aus Nicht-EU-Staaten seit 2004 nach einem bundeseinheitlichen ERKP durchgeführt. Die Untersuchung der Sendungen und die Probenahmen erfolgen an den Grenzkontrollstellen. Nach positiven Befunden hat die für die Grenzkontrollstelle zuständige Behörde bei der Einfuhruntersuchung die folgenden Sendungen desselben Ursprungs oder derselben Herkunft verstärkt zu kontrollieren.

Seminar „Wein & Schokolade“ in Müden

Eine Genuss-Kombination mit vielen Facetten: Seminar „Wein & Schokolade“ am 04. Dezember in Müden

Eine der spannendsten Aspekte des Produktes Wein ist seine Kombinierbarkeit mit weiteren Erzeugnissen. Eine Genuss-Symbiose der besonderen Art wird am 04. Dezember, 18.30 Uhr, im Weingut Jakob Müller in Müden vorgestellt: Im Seminar „Wein & Schokolade“ lernen Teilnehmer das passende Zusammenspiel der zwei faszinierenden Genuss-Garanten.

Petra Müller bringt den Teilnehmern zunächst die Geschichte sowie die Produktion von Schokolade näher. Darüber hinaus werden grundsätzliche Informationen über das Zusammenspiel von Wein und Schokolade vermittelt. Der Facettenreichtum des Weines steht hierbei selbstverständlich im Mittelpunkt. Dabei geht es auch um den Umgang mit so manchen althergebrachten Grundsatzregeln, die heutzutage gründlich auf den Prüfstand gehören. So erfahren die Teilnehmer, dass es jenseits der bekannten Kernthese „Trockener Rotwein geht nur mit bitterer Schokolade“ viele weitere Geschmackskombinationen gibt, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. In einer ausführlichen Probe können sich die Teilnehmer mit je sechs Weinen und Schokoladen von der Wirkung der geschmacklichen Vereinigung überzeugen.

Das Seminar ist der Auftakt der regelmäßigen Seminar-Reihe „Wein – probieren, erleben und genießen“. Petra Müller möchte interessierten Genießern weitere spannende Themen aus der Weinwelt vorstellen. Weitere Themen werden „Wein & Käse“ sowie „Wein & Stein“ sein.

„Der Weinliebhaber von heute ist experimentierfreudig und taucht gerne in multiple Genusswelten ein. Für diese Erfahrungen möchten wir ihm wertvolles Wissen mit auf den Weg geben“, kündigt die Referentin an.

Die Seminargebühr beträgt 18,- Euro inklusive Proben und Unterlagen. Anmeldung nimmt das Weingut Jakob Müller unter 02672/7181 oder per E-Mail unter petra@weingut-jakob-mueller.de entgegen.

Toskanische Bio-Feinkost

November 2009: bio-speisekammer.de geht als Online-Shop für toskanische Bio-Feinkost ins Netz

Mit www.bio-speisekammer.de gelingt Wolfram Sauter der Launch eines Online-Shops für biologische Feinkost aus toskanischen Bauernhöfen – ausschließlich mit Erzeugnissen unter dem strengen Öko-Siegel des C.T.P.B.

Der Online-Shop präsentiert eine erlesene Auswahl an Öko-Erzeugnissen wie frischgepresstes Bio-Olivenöl, Saucen und Cremas, Pasta, Pesto, Wein oder
Honigprodukte, die sich durch saisonaltypische Frische und streng kontrollierte Öko-Qualität auszeichnen.

Dabei geht es Sauter nicht um das Aufspringen auf einen Bio-Hype in der Lebensmittelindustrie: „Eines Tages erkannte ich, dass wir ein Leben zwischen Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln, Dosen, Tuben und Chemie führten. Ich gelangte zu der Überzeugung von einer ökologischen Ernährungsweise und einem natürlicheren Lebensrhythmus.“

Kernelement der Website ist Feinkost, die sich unter dem Öko-Siegel des C.T.P.B. auf dem Markt positioniert und überwiegend in toskanischen Familienbetrieben und in Handarbeit hergestellt wird. Alle Erzeuger legen großen Wert auf 100% ökologisch erzeugte Rohwaren und eine schonende Verarbeitung.

Für die Spezialitäten des „Podere Il Casale“, einem Gutshof im Süden der Toskana, übernimmt Sauter den Exklusivvertrieb in Deutschland. Bereits der klangvolle Name des „Podere Il Casale“ lässt ahnen, dass an diesem Ort Außergewöhnliches für den anspruchsvollen Gaumen produziert wird.

Und tatsächlich ist es das Außergewöhnliche, das Sauter nicht nur für den eigenen Anspruch definiert hat, sondern auch seinen Kunden präsentieren möchte. Statt einfach nur Produkte im Web zu verkaufen, setzt Sauter dabei auf Transparenz und Information.

Die Botschaft ist klar: Gesundes und Besonderes als Hommage an die toskanische Lebenskunst und das neudefinierte Öko-Bewusstsein leidenschaftlicher Gourmets – ganz einfach via Mausklick auf den Tisch.

Die krumme Gurke ist wieder da

Die krumme Gurke ist wieder da
EU hebt spezifische Vermarktungsformen für 26 Obst- und Gemüsearten auf.

Ab dem 1. Juli stehen die legendäre krumme Gurke und anderes Obst und Gemüse, das nicht den bislang geltenden Handelsnormen entspricht, wieder zum Verkauf. Europäische Regeln über die Größe und Form vieler Obst- und Gemüsesorten gelten dann nicht mehr, die spezifischen Vermarktungsnormen für 26 Arten Obst und Gemüse werden aufgehoben.
„Der 1. Juli steht für die Rückkehr der krummen Gurke und der knorrigen Karotte in unsere Regale“, erklärte EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel. „Etwas ernsthafter betrachtet ist dies ein konkretes Beispiel für unsere Bemühungen, unnötige Bürokratie abzubauen. Solche Dinge müssen nicht auf EU-Ebene geregelt werden. Es ist viel besser, dies den Marktbeteiligten zu überlassen. Die Veränderungen bedeuten auch, dass die Verbraucher aus einer möglichst breiten Produktpalette auswählen können. Es ist sinnlos, einwandfreie Erzeugnisse wegzuwerfen, nur weil sie die ‚falsche‘ Form und Größe haben.“

Die Initiative der Kommission, diese Normen abzuschaffen, ist ein wichtiges Element der laufenden Bemühungen, die EU-Regeln zu straffen und zu vereinfachen sowie die Bürokratie abzubauen. Die morgige Änderung bedeutet, dass die Normen für 26 Erzeugnisse aufgehoben werden: Aprikosen, Artischocken, Spargel, Auberginen, Avocados, Bohnen, Rosenkohl, Karotten, Blumenkohl, Kirschen, Zucchini, Gurken, Zuchtpilze, Knoblauch, Haselnüsse in der Schale, Kopfkohl, Porree, Melonen, Zwiebeln, Erbsen, Pflaumen, Staudensellerie, Spinat, Walnüsse in der Schale, Wassermelonen und Chicoree. Für zehn Obst- und Gemüsearten, worunter Äpfel, Erdbeeren und Tomaten, werden die Vermarktungsnormen erhalten bleiben. Doch auch für diese zehn Obst- und Gemüsearten könnten die Mitgliedstaaten zum ersten Mal den Verkauf von Erzeugnissen erlauben, die nicht den Normen entsprechen, solange diese entsprechend gekennzeichnet sind, um sie von den Erzeugnissen der Güteklassen Extra, I und II zu unterscheiden. Die neuen Regeln werden es den einzelstaatlichen Behörden mit anderen Worten ermöglichen, den Verkauf von allem Obst und Gemüse unabhängig.