Versteckte Fette in vermeintlich Gesundem

Auch Lebensmittel, die als gesund gelten, können einen hohen Fettgehalt aufweisen. Das ist das Fazit einer stichprobenartigen Untersuchung des VKI an insgesamt 31 Produkten. Geprüft wurden u.a. vegetarische Aufstriche, Salate, Bio-Knabbereien, Müsliriegel und Sandwiches. Bei rund einem Drittel der getesteten Nahrungsmittel lag der Fettgehalt dabei über 20 Prozent. „Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, wie wichtig konsumentenfreundliche Nährwertangaben sind“, erklärt VKI-Projektleiterin Birgit Beck. „Leider wurde eine klare Kennzeichung – etwa in Form der Lebensmittelampel – in Österreich bisher nicht umgesetzt.“ Sämtliche Testergebnisse im Detail und weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.konsument.at sowie ab 28.08. in der Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.
Schon ein Blick auf die Zutatenliste zeigt: Fett steht bei vielen Lebensmitteln erstaunlich weit oben. „Und zwar auch bei Produkten, bei denen man das nicht von vornherein vermuten würde“, informiert VKI-Expertin Beck. Bio-Bananenchips von Spar natur pur etwa enthalten einen Fettanteil von rund 32 Prozent. Viel Fett fanden die Tester aber z.B. auch im Bio Vitalgebäck mit Kürbiskernen von Hofer, in der Magermilchjoghurt-Erdbeer Schokolade von Yogurette, im Müsli-Mix von Balisto sowie mehreren anderen Produkten.

„Als Faustregel gilt, dass nicht mehr als 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Fett gedeckt werden sollten“, erklärt Birgit Beck. „Doch oft nehmen wir Fett zu uns, ohne es richtig zu merken.“ Rund zwei Drittel der Tagesration, so die Expertin, werde in Form von versteckten Fetten konsumiert. „Das heißt, in Form von Fetten, die für Konsumentinnen und Konsumenten mehr oder weniger ‚unsichtbar’ sind.“

Umso wichtiger sei eine einfach verständliche Kennzeichnung auf der Verpackung, meint die Ernährungswissenschaftlerin. Doch wer auf eine fettarme Ernährung achten möchte, dem wird es derzeit nicht leicht gemacht. So müssen etwa die Angaben auf der Packung erst auf die tatsächlich konsumierte Portionsgröße umgerechnet werden. Nicht nur werden diese auf den Produkten oft nicht angegeben – häufig werden sie auch künstlich klein bemessen. „So lassen sich auch fette Produkte gesünder rechnen, als sie sind“, erklärt Beck.

Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist die in Großbritannien bereits erfolgreich eingeführte Lebensmittelampel. Durch ein simples Farbleitsystem wird dabei angegeben, wie hoch der Anteil an Fett, gesättigten Fettsäuren, Salz und Zucker in einem bestimmten Produkt ist. „Die Ampel ist auch wissenschaftlich gut abgesichert und hat sich in der Praxis bewährt“, berichtet Birgit Beck. „Dennoch hat man sich in Österreich bedauerlicherweise bis heute nicht dazu durchringen können, sie umzusetzen.“

Den ausführlichen Test Versteckte Fette gibt es unter www.konsument.at sowie in der Septemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT

Dim Sum Haus deckt Mythen der chinesische Esskultur auf

Kommen Glückskekse tatsächlich aus China? Ist der Reiswein wirklich ein Wein? Und warum ist die Dekoration in chinesischen Restaurants immer rot? Wer die Antworten auf all diese Fragen finden möchte, ist bei Mary-Ann Kwong genau richtig. Denn als Inhaberin des Dim Sum Hauses, dem  ältesten China Restaurant Hamburgs, ist sie Expertin wenn es um Kuriositäten ihrer Heimat-Küche geht.

Wie verknüpft die chinesische Küche Essen und Geist?
Die Fünf-Elemente-Küche Chinas: Die Kraft der Balance

Mary Ann Kwong, Inhaberin des Dim Sum Hauses, dem ältesten China Restaurant Hamburgs, ist Expertin wenn es um Kuriositäten ihrer Heimat-Küche geht.
Über die chinesische Esskultur, kursieren zahlreiche Gerüchte und Mythen. Viele davon erscheinen aus westlicher Perspektive fremd.
Essen spielt in der chinesischen Kultur eine so wichtige Rolle, dass sich die Menschen auf eine ganz außergewöhnliche Weise damit verbunden fühlen. Chinesen sind davon überzeugt, dass Essen einen Menschen und dessen Wohlbefinden beeinflusst.

Aber gibt es wirklich so etwas wie „Essen für die Seele“?
Die Ernährung nach den fünf Elementen – Holz (Mu), Feuer (Huo), Erde (Tu), Metall (Jin) und Wasser (Shui) – basiert auf der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM), die bereits seit über 2.000 Jahren praktiziert wird und sich Mitte des letzten Jahrhunderts in Europa etablierte. Ihr Ziel ist es durch genussvolle Ernährung zu heilen, denn dieses Prinzip bringt den Körper, die Seele und den Geist, die hier als Einheit betrachtet werden, in Balance:
Dazu müssen die gegensätzlichen Energien Yin und Yang ausgeglichen sein. Nur so kann die Lebensenergie, Qi, die uns auch vor Krankheiten bewahrt und unser Wohlbefinden beeinflusst, richtig fließen. Aber gibt es wirklich so etwas wie Seelennahrung?
„Die chinesische Mythologie besagt, dass möglichst alle fünf Elemente, in den Gerichten, die wir morgens, mittags und abends zu uns nehmen, vorkommen sollten“, erklärt XXX Kwong. Denn nur auf diese Weise kann der Mensch ins Gleichgewicht gebracht werden. Hierbei werden alle Lebensmittel, sowie Geschmacksrichtungen, den unterschiedlichen Elementen zugeordnet: Holz wird beispielsweise durch die Geschmacksrichtung sauer geprägt und zu ihr zählen unter anderem Huhn und Essig. Hingegen gehören dem Element Metall scharf, sowie Lebensmittel wie Zwiebeln, Ingwer, Pfeffer und Pute an.
Zusätzlich spielt die thermische Energie eine überaus wichtige Rolle in der chinesischen Esskultur. Sie wird in heiß, warm, neutral, erfrischend und kalt aufgegliedert“, fügt Kwong hinzu. Hier wird ebenso auf Ausgewogenheit geachtet. Allerdings sollte bedacht werden, dass das Essen nicht zu kalt ist, da dem Körper ansonsten zu viel Energie entzogen wird und dies würde wiederum zu einem Ungleichgewicht führen.

Ein chinesisches Menü, das den Kriterien der Fünf-Elemente-Küche entspricht, wäre beispielsweise Folgendes:
Vorspeise
Chinesischer Gurkensalat mit Essig und Knoblauch
Hauptgang
Gebratene hausgemachte „Ho-Fan“ Reisbandnudeln mit Rindfleisch, Zwiebeln, Chili und Paprika in gewürzter Schwarzbohnensauce (pikant-scharf)
Nachspeise
Sesambällchen

Das Dim Sum Haus ist das älteste noch bestehende, chinesische Restaurant in Hamburg. Seit 1964 gibt es das kleine Lokal im Herzen St. Georgs, das bereits in dritter Generation von Familie Kwong geführt wird. Vier Spezialitätenköche aus China sind in der Küche des Hauses tätig, um die kulinarische Tradition des Landes zu wahren und die authentische Zubereitung der Gerichte zu gewährleisten – das wird auch von den in Hamburg lebenden Chinesen geschätzt.

Dagmar von Cramms Aldidente Diät 2.0

Schnitt für Schnitt zu mehr Lebensqualität

Ausgesuchte Zutaten und scharfe Küchenhelfer, mehr ist für eine gesunde und kalorienbewusste Ernährung nicht nötig. Dagmar von Cramm ist Deutschlands bekannteste Ernährungsexpertin und setzt auf das eigene Kochen mit frischen und preisgünstigen Zutaten. In ihrem neuen Buch Aldidente Diät 2.0 finden Leser neben Rezepten auch Tipps, um das Kochen in den stressigen Alltag zu integrieren. Das wichtigste Küchenutensil der studierten Ökotrophologin ist ein kleiner, scharfer Helfer von www.kochmesser.de .

Kalorien oder Punkte zählen, Kohlehydrate strikt vom Speiseplan streichen, im Schlaf abnehmen oder doch nur noch die Hälfte essen? Es gibt unzählige Methoden, die versprechen, ungeliebte Kilos im Nu zu verlieren. Mindestens einen Haken gibt es fast immer – umständlich, zeitaufwendig, ungesellig, teuer oder sogar ungesund sind viele Diäten. Nicht so bei der Aldidente Diät 2.0: Bestsellerautorin Dagmar von Cramm bietet eine einfache Möglichkeit, die es gerade Berufstätigen erleichtert, ihre Ernährung langfristig umzustellen: Alle Rezeptzutaten sind im Discounter erhältlich, die Gerichte sind leicht nachkochbar und eignen sich besonders für diejenigen, die abnehmen möchten, wenig Zeit haben und es unkompliziert mögen.

Wichtig ist der Expertin dabei der Aspekt, dass gute Ernährung nicht teuer sein muss. „Aldi ist nicht sexy, es gibt keine Verlockungen wie eine duftende Bäckerei am Eingang, die zum Konsum verführt. Aber gerade die Grundnahrungsmittel sind dort von guter Qualität und werden größtenteils regional bezogen“, erklärt sie. Beim Discounter einzukaufen, so ihr Fazit, ist somit kein Widerspruch zu einer gesunden und bewussten Ernährung, auch wenn häufig das Gegenteil proklamiert wird.

Bewusst Essen und Kochen
Für eine ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung sind frische Zutaten essentiell, der Ernährungsexpertin geht es aber vor allem darum, das Kochen als Ritual in den Alltag zu integrieren. „Das ist reine Übungssache und geht irgendwann wie von selbst. Wenn man selbst schneidet und hackt, kann das sogar sehr gut zur Entspannung beitragen.“ Um sich die Arbeit zu erleichtern, lohnt es sich, beim Schneidwerkzeug in Qualität zu investieren. Erfahrungsgemäß sind scharfe Messer aber in den meisten Haushalten Mangelware: „Ich bin in so vielen Küchen gewesen, in denen es weder ein vernünftiges Messer noch eine scharfe Reibe gab. Dabei ist das Schneiden mit stumpfen Klingen wirklich anstrengend, und Gemüse wird damit eher zerquetscht als geschnitten. Mit guten Messern macht das Kochen viel mehr Freude und das Ergebnis ist auch wesentlich ansehnlicher“, erklärt von Cramm. Wenn die hochwertigen Küchenmesser dann noch regelmäßig mit einem Schleifstein geschliffen werden, entwickeln sie langfristig sogar eine noch bessere Schärfe. Gutes Schneidwerkzeug hält ein Leben lang und macht die Arbeit in der Küche sicherer: Die Gefahr, abzurutschen und sich zu verletzen, ist wesentlich geringer als mit stumpfen Messern.

Die richtige Grundausstattung
Für die Küchenausstattung rät die Ökotrophologin deshalb, lieber wenige hochwertige Messer zu kaufen und regelmäßig zu pflegen, anstatt viele billige und stumpfe in der Schublade zu horten. Als Basis empfiehlt sie drei unterschiedlich große Klingen, ein Wiegemesser für Kräuter und einen Sparschäler. Von Cramm selbst verwendet am liebsten das kleine Chroma Haiku Allzweckmesser. „Die schmale Klinge ist perfekt, um sehr fein zu schneiden. Durch den Honoki-Holzgriff liegt es leicht in der Hand und fühlt sich sinnlich und zart an. Für grobe Arbeiten nehme ich ein großes Kochmesser der Serie Chroma type 301, ein eher maskulines Messer, das schwer und stark ist. Mit der breiteren Klinge lassen sich Kürbisse und Kohlköpfe ganz leicht zerteilen.“

Umfassendes Engagement
Die studierte Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm ist als selbständige Fachjournalistin tätig und erreichte bisher eine Gesamtauflage von über vier Millionen Büchern. Die Neuauflage der Aldidente Diät verbindet neueste ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse mit der erweiterten Produktpalette des Discounters. Dagmar von Cramm ist Präsidentin der Stiftung „Besser essen. Besser leben“ und vertritt ihren Standpunkt in zahlreichen Fernseh-, Funk- und Social-Media-Kanälen, seit 1995 fließt ihr Engagement außerdem in ihre Tätigkeit als Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein.

Dagmar von Cramm: Dagmars Aldidente Diät 2.0: Schnell und einfach schlank. 100 Seiten. Taschenbuch. Freiburg im Breisgau, 2013. Acht Euro (D). ISBN: 978-1-48482-501-3 . Bezugsquelle:
www.dagmarvoncramm.de

Weitere Informationen zu den beschriebenen Messern finden Sie unter
www.kochmesser.de

Nahrungsergänzungsmittel

„Ein gesunder Mensch, der sich halbwegs ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel“, bestätigt Geschäftsführer Franz Floss, Vereins für Konsumenteninformation (VKI)in Wien, dem Gourmet Report. „Wer es mit Vitaminen und Mineralstoffen allzu gut meint, tut sich keinen Gefallen. Ein Zuviel an Vitamin A, E und Beta-Carotin kann sogar problematisch werden. Und: So richtig billig sind Nahrungsergänzungsmittel im Grunde genommen nicht.“

Zwar kann z.B. bei Schwangeren, chronisch Kranken oder Hochleistungssportlern die Einnahme von einzelnen konzentrierten Nährstoffen sinnvoll sein – allerdings nur unter fachlicher Aufsicht. Direktvertriebsfirmen steht Floss daher skeptisch gegenüber: „Der Verkäufer benötigt kein Fachwissen, sondern nur einen Gewerbeschein. Verdient wird hauptsächlich über Provisionen.“

Der VKI testete fünf Direktvertriebsfirmen, die in einer Leserumfrage des Testmagazins KONSUMENT am häufigsten genannt wurden: Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma. Mit Vemma kam trotz mehrmaliger Nachfrage kein Beratungstermin zustande. Bei den restlichen Anbietern war in den Beratungen zwar die Falschaussage, dass schwere Krankheiten wie Krebs mit ihren Produkten geheilt, gelindert oder vorbeugend verhindert werden, nicht zu hören. Es gab aber einige nicht wissenschaftliche belegte oder grenzwertige Aussagen. Von keinem der Berater kam der Hinweis, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft zu sprechen. Stattdessen versuchten nahezu alle Verkäufer, die Kunden auch als Berater bzw. Teampartner anzuwerben.

Grenzwertige Werbeaussagen
• Nahrungsergänzungsmittel verhindern Verkühlung
In einer Beratung wurde behauptet, dass Präparate von FitLine eine Verkühlung verhindern. Das unabhängige, deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) wies nach, dass die regelmäßige Einnahme von vitaminhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln nicht vor einer Erkältung schützt. Mit Produkten von Amway, so ein anderer Berater, hätte er seinen Diabetes im Griff. Auch das ist nicht nachgewiesen. Dazu kommt, dass Nahrungsergänzungsmittel (NEM) nicht damit beworben werden dürfen, dass sie Krankheiten vorbeugen, behandeln oder heilen.

• Die Böden sind ausgelaugt und das darauf angebaute Obst und Gemüse ist qualitativ nicht mehr hochwertig – die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln daher nötig. Auch das bekamen die Testpersonen zu hören. Das ist nicht zutreffend. Wie viele Nährstoffe in Obst und Gemüse stecken, ist u.a. abhängig von der Sorte und dem Reifeprozess. Zum Beispiel enthält ein Berlepsch-Apfel normalerweise wesentlich mehr Vitamin C als ein Gloster. Einfluss hat auch, wie viel Sonne eine Pflanze bekommt, wann geerntet und die Frucht gegessen wird. Lagert man das Gemüse über Tage im Kühlschrank, kommt es zu Vitaminverlusten.

Überdosiert und teuer
Der VKI erhob bei allen in der Beratung verkauften Nahrungsergänzungsmitteln den Vitamin- und Mineralstoffgehalt und verglich die Ergebnisse mit den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums. Bei FitLine gab es bei acht verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen Überschreitungen, bei Amway, Juice Plus und Herbalife jeweils eine.
Die Dosierungsvorschläge der Berater wurden zusätzlich mit den vereinheitlichten Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen (D-A-CH-Referenzwerte). Bei FitLine waren sieben Vitamine und Mineralstoffe überdosiert, bei Amway je nach Testperson vier bzw. drei und bei Juice Plus jeweils drei.

„Die meisten der überdosierten Nährstoffe, z.B. Biotin, Folat und Vitamin C, sind zwar weniger problematisch, da sie wasserlöslich sind und über die Nieren ausgeschieden werden“, so VKI- Ernährungswissenschafterin Katrin Mittl. „Auf Dauer ist ein Zuviel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen laut aktueller Studien aber nicht ungefährlich. Dazu kommt, dass es bei Nahrungsergänzungsmitteln auch zu Wechselwirkungen kommen kann. Im Vorfeld sollte daher abgeklärt werden, ob Medikamente eingenommen werden und Allergien oder Unverträglichkeiten bestehen.

Für die empfohlenen Produkte wären monatlich folgende Kosten entstanden: Amway (rund 19 bis rund 74 Euro je nach Berater), FitLine (rund 109 Euro), Herbalife (110-124 Euro) und Juice Plus (rund 75 Euro). „Viel Geld für eine nicht bewiesene – oder unter Umständen sogar negative – Wirkung“, so Mittl.

Anwerbung beim Beratungsgespräch
Bei fast allen Beratungen wurde den beiden Testpersonen gegenüber zur Sprache gebracht, ob sie nicht auch Berater bzw. Teampartner werden möchten. Als Berater bekäme man die Präparate teilweise vergünstigt. Diese lehnten ab, was nicht immer positiv aufgenommen wurde. Zwei weitere Testpersonen verschafften sich Einblick in die Direktvertriebsfirmen (hier auch bei Vemma), indem sie mehrere Veranstaltungen besuchten und angaben, Berater werden zu wollen.
Das mögliche Einkommen und die Karrierestufen wirkten auf den ersten Blick beeindruckend. Bei genauerer Betrachtung wurde aber deutlich, dass relativ viel Zeit investiert werden muss, um tatsächlich Geld zu verdienen. Dazu kommt, dass der Bekannten- und Verwandtenkreis angesprochen werden soll, um einen Kundenstamm aufzubauen. Bei Amway und Herbalife erhielten die Testpersonen sogar ein Formular, in das bis zu hundert Freunde und Bekannte eingetragen werden sollten. Bei Amway fiel einer Testperson zudem der Rücktritt von der getroffenen Vereinbarung innerhalb der angegebenen Frist nicht leicht: Durch langwierige Diskussionen und wiederholte Kontaktaufnahme wurde sozialer Druck aufgebaut und damit der Ausstieg bedeutend erschwert.

Weitere Details zum Test gibt es in der Februarausgabe des Testmagazins KONSUMENT und unter www.konsument.at

Gesund zu den Festtagen

Interaktiv ausgewogenes Essen & Trinken erfahren und erleben! Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE veröffentlicht eine interaktive Lebensmittelpyramide unter www.sge-ssn.ch/lebensmittelpyramide : Hier kann man interaktiv mehr über eine ausgewogene und genussvolle Ernährung erfahren und sein Wissen in verschiedenen Spielen testen.

Durch Klicks auf die Schweizer Lebensmittelpyramide gewinnt der User einen schnellen Überblick über alles Wissenswerte rund um eine ausgewogene Ernährung. Übersichtlich wird das Was, Wie viel und Warum dargestellt. Die spannenden Infos werden ergänzt mit praktischen Tipps. So erhält der User zahlreiche Anregungen, wie sich die Empfehlungen im Alltag umsetzen lassen. Der Genuss wird dabei nicht vernachlässigt. Der SGE ist es ein wichtiges Anliegen, Lust auf ein ausgewogenes und genussvolles Essen & Trinken zu machen.

In mehreren Spielen kann der User sein Wissen testen und seine Ergebnisse mit Freunden über Facebook & Co. teilen. Das ist aber noch nicht alles. Das interaktive Online-Tool wird in den nächsten Monaten laufend erweitert. Weitere Spiele, Animationen und Tests sind in Planung.

Das interaktive Online-Angebot ist auf Deutsch und Französisch verfügbar und wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG entwickelt.

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE
Die SGE ist die nationale Organisation für Ernährungsfragen. Sie klärt die Bevölkerung und die Fachwelt mit wissenschaftlich abgesicherten Informationen auf und zählt rund 7000 Mitglieder und Abonnenten, die meisten davon Fachleute aus dem Ernährungs-, Gesundheits- und Bildungsbereich sowie ernährungsinteressierte Konsumenten.

„Natürlich Tafeln“ in der Autostadt

Nachhaltige Ernährung und vertrauensvolle Zusammenarbeit steht bei „Natürlich Tafeln“ am Freitag, den 26. Oktober, in der Autostadt in Wolfsburg im Mittelpunkt. Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre haben Gäste die Gelegenheit, die Partner der Autostadt Restaurants operated by Mövenpick kennenzulernen und mit ihnen in den Dialog über gute Ernährung und nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln zu treten.

„Mit unseren Produzenten verbinden uns langjährige Partnerschaften, daher wissen wir genau, woher die größtenteils nach ökologischen Grundsätzen produzierten Zutaten stammen“, erklärt Thorsten Pitt, Direktor der Autostadt Restaurants Gourmet Report auf Anfrage.
„Unsere Partner investieren genau wie wir viel Liebe und Stolz in ihre Produkte – das schafft Vertrauen.“

In den vier Restaurants Chardonnay, trottoria BAROLO, BEEFCLUB und Lagune Foodhalls warten kulinarische Kreationen vom selbstgemachten Bio-Eis und Nudeln aus der hauseigenen Pasta-Manufaktur über Austern und Fischspezialitäten bis hin zu herbstlichem Gemüse und Wild aus heimischen Wäldern auf die Besucher. Ehrengast des kulinarischen Genussabends ist der Vorstandsvorsitzende des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, der sich seit vielen Jahren für eine nachhaltige Esskultur engagiert.

In entspannter Atmosphäre können sich die Gäste über regionale Spezialitäten, umweltfreundliche Anbaumethoden oder artgerechte Tierhaltung informieren. Beim Flanieren und Probieren lernen sie gleichzeitig das nachhaltige Gastronomiekonzept der Autostadt kennen, bei dem der „Homemade-Gedanke“ im Vordergrund steht. Beim Streifzug durch die Restaurants können die Besucher den Köchen bei der Arbeit zuschauen und sich ihre Kreationen schmecken lassen. Die Lagune Foodhalls werden sich dafür in einen kulinarischen Herbstmarkt verwandeln. Im BEEFCLUB sind Fleischspezialitäten das Thema des Abends. Für die Küche Norditaliens stehen in der trattoria BAROLO Risotto, Pasta und Ziegenkäse. Daniel Kluge, Küchenchef des vom Gault Millau mit 13 Punkten ausgezeichneten Restaurant Chardonnay, und sein Team zeigen den Gästen, wie gut regionale, schon fast in Vergessenheit geratene Zutaten und gehobene Kochkunst harmonieren.

Mit dem Zug aus Berlin braucht man übrigens nur 1 Stunde bis zur Autostadt!

Kurz-Informationen:
Natürlich Tafeln
Veranstalter: Autostadt in Wolfsburg
Datum: Freitag, 26. Oktober 2012, ab 18.30 Uhr
Ort: Lagune Foodhalls, trattoria BAROLO, BEEFCLUB, Chardonnay
Eintritt: 59 Euro, 49 Euro für Mitglieder von Slow Food und Bioland

Gourmet Report empfiehlt die Übernachtung in einem der besten deutschen Hotels, dem Ritz-Carlton Wolfsburg, das direkt auf dem Autostadt Gelände ist: http://www.ritzcarlton.com/de/Properties/Wolfsburg/Default.htm

Und am nächsten Tag sollte man zu einem der besten deutschen Köche gehen, wenn man schon vor Ort ist: Ins Aqua von Sven Elverfeld.
Hier unsere Impressionen von unserem letzten Besuch: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151073883073124.423037.168996673123&type=3

Hotelpreisvergleich: booking und HRS

Pringles sind schlechte Chips

KONSUMENT: Chips im Test – Trend zu weniger Acrylamid – Keines der getesteten 19 Produkte überschreitet den EU-Richtwert

Vor einigen Jahren kamen Chips in Zusammenhang mit Acrylamid ins Gerede. Acrylamid ist im Tierversuch krebserregend und erbgutschädigend und entsteht beim Backen, Braten oder Frittieren von Erdäpfeln bzw. von stärkehaltigen Lebensmitteln. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 14 Chips-Produkte getestet. Dabei überschritt keines den von der EU festgelegten Richtwert. Am wenigsten Acrylamid steckt in den Chips von funny-frisch. Generell waren die gemessenen Werte – sowohl beim Acrylamid als auch beim Kochsalzgehalt – tendenziell niedriger als noch beim letzten Test im Jahr 2008. Viel Salz und auch Fett enthalten sie aber nach wie vor. Die getestete Sorte Pringles enthielten zudem als einziges Produkt Transfette. Pringles fiel auch in anderer Hinsicht aus der Rolle: Hier fanden die Tester große Mengen an 3- MCPD-Ester – Testurteil: „weniger zufriedenstellend“. Die beiden Testsieger stammen von Lorenz; sechs von 19 Produkten wurden insgesamt mit „gut“ bewertet.

Die Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und im Juni-KONSUMENT.

Risikofaktor Öl
Erstmals hat der VKI Chips auch auf 3-MCPD-Ester untersucht. Das sind Stoffe, die bei der Raffination von Speiseölen und -fetten entstehen. Über die Wirkungen der 3-MCPD-Ester liegen noch keine abschließenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Vermutlich entsteht bei der Verdauung 3-MCPD, das in Verdacht steht, die Nieren zu schädigen und gutartige Tumore zu verursachen. Seit 2001 gibt es in der EU für 3-MCPD einen Grenzwert für die zulässige tägliche Aufnahmemenge, die je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht unterschiedlich hoch ist. Bei den untersuchten Chips fand der VKI 3-MCPD-Ester von 5,9 bis 73,0 Mikrogramm pro 100 Gramm – bei Pringles lag dieser Wert bei 120 Mikrogramm pro 100 Gramm.

Üppiger Fettgehalt
Keine Neuigkeiten gibt es beim Fettgehalt. Chips sind nach wie vor eine üppige Angelegenheit. Zwischen 32 und 43 Gramm Fett stecken in 100 Gramm Chips. Bei einer Packung Clever- oder Crox-Chips (250 Gramm) verspeist man 100 Gramm Fett. „Zur Einschätzung: Eine erwachsene Frau sollte pro Tag nicht mehr als 70 g Fett, ein erwachsener Mann nicht mehr als 90 g verspeisen“, so VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Herkunft – selten aus Österreich
Lediglich bei Crox, Sunsnacks (Kartoffel Chips Salz), Clever, Spar und Kelly’s werden laut Auskunft der Hersteller die Kartoffeln aus Österreich bezogen und die Chips auch hierzulande produziert. Die benötigten Fette und Öle stammen aber selbst hier aus anderen Ländern wie Deutschland und Frankreich.

SERVICE: Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie im Juni-KONSUMENT. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI zudem unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

Das perfekte Dinner

VOX, Dienstag, 23.12., 19:00 – 20:15 Uhr

Nataly, 37 Jahre, Werbetexterin, Hexe:
Menü ‚Sternenfänger-Dinner‘
Vorspeise: Sardellen-Haschée auf einem Bett von Chicorée mit kleinen Dinkelbroten
Hauptspeise: Knusprige Sterne aus Bohnen-Kichererbsenteig auf
Brennesselgemüse in Gorgonzolasoße
Nachspeise: Macadamia-Panna-Cotta-Mond auf Blätterteigwolken

Uwe, 41 Jahre, Serviceleiter (Restaurant):
Menü ‚Koken met Sherry‘
Vorspeise: Met Risotto gevulde Portobellos
Hauptspeise: Konijn gestoofd in Sherry
Nachspeise: Pruimentaartje

Erna, 49 Jahre, Hausfrau:
Menü ‚Österreichischer Weihnachtsabend‘
Vorspeise: Grießnockerlsuppe
Hauptspeise: Lungenbraten mit Wurzelgemüsesoße, Fisolen im Speckmantel
und Serviettenknödel
Nachspeise: Schwarzbeerspatzen

Landesschau Rheinland-Pfalz

Landesschau Rheinland-Pfalz

SWR, Donnerstag, 18.12., 18:45 – 19:45 Uhr

Euren – das ‚Hierzuland‘-Ortsporträt
‚Euren ist ein merkwürdiges, eine halbe Stunde von Trier am linken Ufer der Mosel stromaufwärts gelegenes Dorf‘, so heißt es in einer alten Chronik. Ein Dorf ist Euren heute nicht mehr. 1930 wurde es als neuer Stadtteil nach Trier eingemeindet. Allerdings haben sich die Eurener bis heute das Gefühl einer gewissen Eigenständigkeit bewahrt. 4.200 Einwohner zählt der Stadtteil.
Eine Frau spielt die wichtigste Rolle in der Geschichte von Euren – und sie wird bis heute verehrt: die Heilige Helena. Sie war die Mutter von Kaiser Konstantin, der von Trier aus das römische Weltreich beherrschte. Für die Römer war Euren offenbar so etwas wie ein Villen-Vorort für die Kaiserstadt Trier. Wo Kaiserin Helena einst in ihrer Landvilla residierte, befindet sich heute die Eurener Kirche, die noch immer Helenas Namen trägt. Erbaut wurde sie bereits im 7. Jahrhundert auf den Trümmern des Helena-Palastes. Nur von den römischen Grundmauern ist nichts mehr zu sehen.
Mit der jüngeren Geschichte von Euren befasst sich Heimathistoriker Adolf Welter. Besonders bewegt ihn das Schicksal jener Mitbürger, die während der Nazi-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Ihre Biographien erforscht Adolf Welter. Zum Beispiel das Schicksal von Erna Lamberti, 1917 in Euren geboren. Im Alter von acht Jahren stürzte sie von einem Heuwagen, wurde schwer verletzt und litt seither an epileptischen Anfällen. Erna Lamberti wurde 1937 zwangsweise sterilisiert. 1941 wurde sie in der Euthanisieanstalt Hadamar ermordet. Ein ‚Stolperstein‘ vor dem Wohnhaus von Erna Lamberti erinnert an die behinderte Frau aus der Eurener Schweringstraße. Insgesamt zwölf Stolpersteine, die an das Schicksal von Nazi-Opfern erinnern, konnten dank der Recherchen von Adolf Welter verlegt werden. Er hat erreicht, dass diese Mitbürger nicht vergessen werden.

Weihnachtsmenü
Im letzten Teil unserer kleinen Weihnachtsmenü-Serie wird Sternekoch Hans Stefan Steinheuer in Bad-Neuenahr live für Sie kochen. Unter anderem wird er eine Vorspeise aus Fisch zaubern. Dazu gibt es Tipps, wie Fisch auch bei Ihnen zu Hause gut gelingt.

Tim Mälzer Portrait

HEIKE GÄTJEN TRIFFT jede Woche Menschen aus Hamburg. Heute: Tim Mälzer, Fernsehkoch, Buchautor und Küchenchef im „Weissen Haus“.

Das verschlägt ihm die Sprache. Für Sekundenbruchteile. Sexy soll er sein? Das ist ihm noch nie untergekommen. „Definitiv! Das schwör ich.“ Tim Mälzer, der seit drei Jahren die Nation zum Kochen bringt. Mit flotten Sprüchen und unkomplizierten Rezepten. Und auch emotional. Seine Fans lieben und verehren ihn als Genie. Finden ihn gar sexy, wie meine Freundin S. Seine Gegner nennen ihnen einen absoluten Proll. Unbeleckt von jeglicher Kochkultur. Tim Mälzer. Ein Dauerpolarisierer. Ein junger Mann in ewiger Terminnot. Dann hat er doch Zeit. Abends spät in seiner Lieblingskneipe Kemps am Mittelweg.

Der Gesprächsauftakt ist turbulent. Ein eiliges Handygespräch noch. Ein kurzes Hallo zu Manager und Freund Oliver Wirtz ein paar Tische weiter. Lebensgefährtin Nina wird liebevoll begrüßt. Wirtin Tina stellt eine Dose auf den Tisch. Ein Mitbringsel aus England von Wirtstochter Bonnie. Großes Gelächter. Frühstück in der Dose. „Richtig ekelerregend.“ Erna kläfft. Seine mallorquinische „Straßenkötermischung“.

Dann wird’s ganz entspannt an unserem Tisch in der Ecke. Ein lärmender Dauerredner auf leisen Sohlen. Der seine Sätze vorsichtig abwägt. Er frage sich schon manchmal nachts, wie skurril doch alles sei, und was da eigentlich abgeht. Mit ihm, dem Tim aus Pinneberg, der „am Ende des Tages nichts weiter als Bratkartoffeln macht“. Kochen für Normalos. Und der damit zum Quotenhit wurde. Mit der täglichen Sendung „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“; seinen Auftritten im Team von Kerners Kochstudio. Und einer Bühnenshow vor einem Jahr: „Auf die Faust“ – Kochen als Zirkusnummer. Das Entrecote in der Plastiktüte. Breitgeschlagen mit der Bratpfanne. Vor ausverkauften Sälen. 1200 in Hamburg, 2000 in Berlin. Er kriegt noch eine Gänsehaut, wenn er daran denkt. „Das war keine Show mehr, das war richtiges Miteinander. Zum Heulen schön.“

Tim Mälzer ist voller Kontraste. Nett und kumpelhaft. Selbstironisch und großmäulig, selbstbewusst und verletzlich. Ein 35-Jähriger, der mit Distanz auf Tim Mälzer, den Selbstdarsteller, blickt und in seinen Rollen aufgeht. Wie in der des „Stinkstiefels“, die er liebt und hasst zugleich. Und in der des ewigen Provokateurs. Darin gefällt er sich am besten. Auch wenn ihm manche Sprüche allzu flott von der Zunge rollen. „Ohne mir groß ’n Kopf drum zu machen.“ Oder wenn er in „Kerners Kochstudio“ die Kartoffelpüree-Tüte schwingt. Wenn er sich über Discounter aufregt, die er zum Kotzen findet mitsamt dieser „Wohlstandsklientel, die sich den Champagner von Aldi schönlabert“.

Lesen Sie den kompletten Artikel von Heike Gätjen:
http://www.abendblatt.de/daten/2006/12/03/647514.html