Eiscreme und Cremeeis

Ist es dasselbe oder gibt es Unterschiede? Wissen Sie es?

Gerade in den Sommermonaten erfrischen sich die Leute gerne mit Eiscreme – oder doch lieber mit Cremeeis? Cremeeis und Eiscreme sind nicht einfach nur zwei Bezeichnungen für dasselbe Eis, wie man aufgrund der Begriffsähnlichkeit vermuten könnte, sondern unterscheiden sich tatsächlich in ihrer Zusammensetzung.
Eiscreme darf sich ein Speiseeis nennen, wenn es mindestens 10 Prozent Milchfett enthält. Man findet es sowohl abgepackt im Supermarkt als auch in Eisdielen. Cremeeis hingegen muss mindestens zur Hälfte mit Milch hergestellt sein, dazu kommt Eigelb. Aufgrund des hohen Milch- und Eianteils ist Cremeeis dicker und geschmeidiger. Cremeeis eignet sich besonders gut für die Herstellung zuhause. Die Eismasse wird nur kurz und unter ständigem Rühren gefroren, damit die Eiskristalle klein bleiben. Noch cremiger wird es in der Eismaschine.

Passende Rezepte zur Eigenherstellung von Eis bietet die Rezeptdatenbank der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft auf www.milchland-bayern.de

Werden wir immer dicker?

Übergewicht in Deutschland – Weltweites Problem

In Deutschland schaffen es die meisten Erwachsenen nicht,
das Körpergewicht bis ins höhere Alter im Normalbereich zu
halten: 67 % der Männer und 53 % der Frauen haben Übergewicht,
wobei 23 % der Männer und 24 % der Frauen sogar adipös, also
stark übergewichtig, sind. Damit bringen sieben von zehn Männern
und fünf von zehn Frauen zu viel Gewicht auf die Waage. Diese
Zahlen liefert der 12. Ernährungsbericht der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Für die Bewertung der
Verbreitung und Entwicklung von Übergewicht in Deutschland wurden
Daten aus großen nationalen Studien herangezogen.

Der Anteil der übergewichtigen Personen insgesamt scheint sich in
den letzten Jahren auf einem hohen Niveau einpendelt zu haben.
Wie schon der Ernährungsbericht 2008 gezeigt hat, setzt sich die
Entwicklung fort, dass die bereits Adipösen immer dicker werden.
Das belegen die Vergleiche der Daten aus dem
Bundesgesundheitssurvey 1998 mit den Daten aus der bundesweiten
„Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) des
Robert Koch-Instituts sowie die Mikrozensus-Stichproben des
Statistischen Bundesamtes von 1999 und 2009.

Nicht nur in Deutschland, auch weltweit gibt es immer mehr
übergewichtige Menschen. Nach einer Schätzung der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2008 weltweit 1,4
Milliarden Menschen übergewichtig, davon 0,2 Milliarden Männer
und 0,3 Milliarden Frauen adipös. Gesundheitsorganisationen wie
die WHO stufen Adipositas als das am schnellsten wachsende
Gesundheitsproblem ein und sprechen von einer „globalen
Adipositasepidemie“. Adipositas begünstigt Gefäßkrankheiten und
Gelenkbeschwerden und erhöht das Risiko für Krankheiten wie
Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck. Auch das Risiko für
Krebskrankheiten steigt mit erhöhtem Körpergewicht. Das hat
weitreichende ökonomische Konsequenzen: Adipositas und die
Begleitkrankheiten kosteten das Gesundheitssystem in Deutschland
im Jahr 2010 schätzungsweise 17 Milliarden Euro.

www.dge.de

Damit Kindern keine dicke Zukunft droht

Damit Kindern keine dicke Zukunft droht
Mit mehr Kreativität gegen das Übergewicht bei Kindern

Sportmediziner, Allergologen, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum großen Expertenteam von imedo. Ab sofort berichten die Experten aus Funk und Fernsehen im wöchentlichen Wechsel darüber, was wirklich gesund ist, was Anfänger beim Sport beachten sollten und wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Frühling und Sommer kommen. In dieser Woche: imedo-Gesundheitskolumnist Dr. med. Michael Prang über die „dicke Zukunft“ unserer Kinder.

Wäre ich ein übergewichtiger 13-jähriger Jugendlicher, würden mich Appelle, doch bitte etwas gesünder zu essen, interessieren? Nein. Würden sie mich überhaupt je erreichen? Nein, auch nicht, denn als 13-jähriger Jugendlicher surfe ich eher nicht auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Und so würde ich weiter essen, was mich dick und bei den angesagten Mädchen unbeliebt macht, aber auf den ersten Biss leckerer ist als ein Salat und Vollkornbrot: Burger, Pizza, Kuchen und Co., gerne heruntergespült mit ein paar Cola oder zuckerwasserartigen Energy-Drinks. Über die Ursachen für das Übergewicht unser Kinder und Jugendlichen samt der Folgen für die Gesundheit ist schon hundertfach geschrieben worden:
die Gene der Eltern, der Bewegungsmangel und das überwältigende Angebot an kalorienreichen Lebensmitteln. Alle Versuche, diesem Trend entgegen zu steuern konnten bisher nur die Verschlimmerung der Situation verhindern. Denn die Statistik zeigt: Kinder und Jugendliche in Deutschland werden immer dicker, das Problem wird also größer und nicht kleiner.

So richtig die Bemühungen von vielen Behörden, Lehrern, Ärzten und Eltern auch sein mögen, so wenig reichen sie offensichtlich aus, um essgestörte Kinder und Jugendliche von einer gesunderen Ernährung zu überzeugen. Es ist deshalb an der Zeit, mehr Kreativität zu wagen, um die Betroffenen besser zu erreichen. Wie wäre es zum Beispiel mit Videos, die gesunde Ernährung thematisieren und dabei so passgenau auf die Zielgruppen zugeschnitten sind, dass sie bei YouTube, MySpace und Co. laufen könnten? Die Beiträge könnten in Zusammenarbeit mit Schulbehörden, Krankenkassen, Handyportalen, Ernährungsgesellschaften, Telekommunikationsunternehmen und anderen aus der freien Wirtschaft wie etwa Sparkassen finanziert und angeboten werden.

Einen Versuch wäre ein solches Projekt allemal wert. Denn in der Zukunft könnte es noch dicker kommen: Wer einmal in den USA in der Warteschlange eines Disney-Parks gestanden hat und gleich mehrere Eltern samt ihrer Kinder mit krassem Übergewicht unter den Mitwartenden beobachtet hat, weiß, was da noch kommen könnte.
Schätzungen zufolge werden im Jahr 2030 neun von zehn Amerikanern übergewichtig sein. Weitere Informationen zum Thema Übergewicht und Abnehmen, sowie das Gesundheits-TV mit Dr. Prang finden Sie bei http://www.imedo.de

Diät macht dick

Diät macht dick: Essen-Ratgeber erschienen
Mediziner betrachtet Ernährung ganzheitlich

Sieben Jahre nach Erscheinen des ersten
Buches „Diät macht dick“ http://www.diaetmachtdick.com ist der Mediziner
Edgar Raschenberger mit neuen Erkenntnissen noch einmal ans Werk
gegangen. Unter demselben Titel hat er ein neues Buch im
Ueberreuter-Verlag http://www.ueberreuter.at herausgebracht.
„Misserfolge in unserer Ernährungsberatung haben mich dazu veranlasst,
mich diesem Thema noch einmal zu widmen“, so Raschenberger. „Seit Jahrzehnten hungern die Menschen sich quasi dick.
Trotz der großen Menge an Publikationen werden sie immer dicker.“ Die
Lösung der Probleme liege in einer zu oberflächlichen Befassung der
Einheit Körper, Geist und Seele.

Gesundheit erachtet Raschenberger als eine allumfassende Form der
Fitness. Man müsse daher die Wurzeln der Probleme suchen und die liegen
im ganzheitlichen Zugang zur Ernährung. „Menschen nehmen sich allzu oft
die Lebensmittelindustrie als Ernährungsberater. Erschwerend kommt
hinzu, dass man sich für das Essen keine Zeit nimmt und zudem auf die
verschiedenen Fastfood-Varianten, die man im Supermarkt kaufen kann,
zurückgreift“, so der Buchautor. Eine epidemiologische Beobachtung der
Ernährungsveränderung und des Einzugs von Fastfood in Ländern wie etwa
Thailand zeige deutlich, dass die Menschen dort rasant dicker werden.
Für Raschenberger liege eine der Ursachen im nicht stimmenden Verhältnis
von Makro- zu Mikronährstoffen zueinander. „Gleichzeitig ist es zu
einfach, die Industrie allein dafür verantwortlich zu machen, denn
handeln muss jeder selbst“, erklärt der Experte.

Ein großes Geheimnis liegt für den Mediziner in den Mikronährstoffen –
das sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre
Pflanzenbegleitstoffe. „Im weitesten Sinne kann man diese 20.000 Stoffe,
die in Naturprodukten vorhanden sind, als lebenswichtig bezeichnen.“ Ein
Beispiel ist etwa das Allicin im Knoblauch. Dieser sekundäre
Pflanzeninhaltsstoff wird eine stark schützende Wirkung für die
Gefäßwand der Arterien nachgesagt. Allicin zähle daher zu den am
längsten bekannten Anti-Aging-Substanzen. Eine wesentliche Rolle spielen
für den Mediziner auch noch Nahrungsergänzungsmittel. „Schon vor
Jahrhunderten war man sich dessen bewusst, dass Gewürze die Speisen
wohlschmeckender gestalten, aber auch einen Gesundheitseffekt haben.“

Was Raschenberger im Buch transportieren will, ist ein positiver Ansatz
in der gesamten Problematik. „Schlank werden ist leicht, das haben
Millionen von Menschen bereits bewiesen. Schlank sein hingegen sei die
größte Herausforderung für die Menschheit“, so der Autor.
„Wahrscheinlich ist es wirkungsvoller, wenn man einen Partner hat, der
unterstützt, denn die meisten gescheiterten Versuche beruhen auf
menschlich-seelischen Ursachen, die im Beruf oder in der Familie
liegen“, schreibt der Mediziner. „Egal wie man die Sache betrachtet,
ohne Veränderung geht gar nichts.“ Die fünf Säulen auf der das
ganzheitliche Konzept basiert, lauten „Ernährung“, „Bewegung“, „Mentale
Hygiene“, „Umfeldgestaltung“ und „Regeneration“. Das sei die Grundlage
für ein „Ernährungslernprogramm“, das zum nachhaltigen Erfolg führt.
Wolfgang Weitlaner

Die Deutschen werden dicker über die Feiertage

Die Deutschen werden dicker über die Feiertage: Weg-mit-dem-Speck-Reisen – gute Vorsätze wahr machen mit lastminute.de

Fast die Hälfte der Deutschen wird dicker über die Feiertage – 49 Prozent gaben dies zu bei einer Umfrage von lastminute.de mit über 1.000 Teilnehmern. Bei Frauen sind es 48 Prozent, bei Männern 53 Prozent – bei den zwischen 30 und 39jährigen Männern sogar 58 Prozent. Das weihnachtliche Hüftgold überrascht kaum – ergab die Umfrage doch auch, dass das viele Essen und Trinken über die Feiertage von allen Dingen am meisten nervt. Konsequent ist da die Wahl der guten Vorsätze – die fünf wichtigsten: an erster Stelle steht (mehr) Sport machen, gefolgt von mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, abnehmen, weniger arbeiten und mehr reisen. Um diese fünf Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, stellt http://www.lastminute.de Weg-mit-dem-Speck-Reisen vor – eine Woche Skifahren gibt es inklusive Skipass ab 99 Euro.

Skifahren zum Sparpreis mit Freunden und Familie: Eine Woche in der 4-Sterne Residenz Les Valmonts de Cenis in Lanslebourg – direkt an der Piste. Acht-Personen-Appartement pro Person ab 99 Euro, der Sechs-Tage-Skipass ist inklusive!

Wanderreise auf der Azoreninsel Sao Miguel – das ist Bewegung plus Landschaftsgenuss: Grandiose Ausblicke auf Krater- und Vulkanseen, Berge, Geysire und Sandstrände. Eine Woche inkl. Übernachtungen, Frühstück, Flug, Karten- und Begleitmaterial sowie Mietwagen ab 983 Euro.

Radeln für stramme Wadeln: Bei der Rad- und Schiffsreise durch Holland erlebt man viele kleine Flüsse, Seen und malerische Städte. Die Tour führt circa 250 Kilometer durch Amsterdam, das Delfland, Gouda und Haarlem. Übernachtet wird auf einem gemütlichen, rustikalen Schiff. Acht Tage mit Halbpension ab 664 Euro.

Das 4,5-Sterne Hotel Sport & Spa Resort A-Rosa Scharmützelsee ist 70 Kilometer von Berlin entfernt. Das Wellnessresort bietet in den Restaurants ein eigenes Foodkonzept sowie ein Ayurvedazentrum. Bewegung gibt es bei Golf und Tennis, im riesigen Wellnessbereich mit Hallenbad, Außenpool, Sauna, Dampfbad, Erlebnisduschen, Eisgrotte sowie Cardio- und Fitnessbereich. Eine Übernachtung mit Halbpension ab 129 Euro.

Das 5-Sterne Hotel Revita Park und Sport in Bad Lauterberg im Harz liegt in einem Park mit Flüssen und Seen – sehr entspannend. Ohne Gebühr gibt es erstklassige Fitness: zum Beispiel Aerobic, Stretching, Waldlauf, Aquafitness, Step-Aerobic, Konditionstraining, Pilates und Yoga. Relaxen kann man in der großen Wellnesslandschaft mit Schwimmbad, Saunen und Dampfbad. Zwei Übernachtungen mit Halbpension ab 148 Euro.

Das 4-Sterne Sporthotel Galosol auf Madeira hat eine Multifunktionshalle mit vielfältigem Sportangebot: Volleyball, Basketball, Badminton, Squash, Tischtennis, Gruppengymnastik, Yoga, Aerobic, Stretching, Spinning sowie Fitness-Center mit modernsten Geräten und Cardio-Gerätepark. Drei Übernachtungen mit Frühstück ab 120 Euro.

Buchbar unter http://www.lastminute.de

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Der Gefräßig-Macher

Wie uns Glutamat zu Kopfe steigt und warum wir immer dicker werden

Wie uns Glutamat zu Kopfe steigt und warum wir immer dicker werden – neues Sachbuch von von Michael Hermanussen und Ulrike Gonder

Kalorien- oder Fettsparen ist der falsche Weg, um der Fett-
sucht entgegenzuwirken. Wichtiger ist es, den Appetit richtig
zu steuern. Das funktioniert aber bei vielen Menschen nicht
mehr. Einer der wichtigsten Störfaktoren ist dabei Glutamat,
ein wahrer Gefräßig-Macher. Über Glutamat und Appetit-
steuerung wird weltweit in Labors geforscht. Die Autoren
fügen wissenschaftliche Untersuchungen wie Teile eines
Puzzles zu einem Gesamtbild zusammen. Spannend, ver-
ständlich und informativ. Damit Sie auch weiterhin wissen,
was auf den Tisch (und in Ihren Kopf) kommt!

Der Gefräßig-Macher
Von Michael Hermanussen und Ulrike Gonder
2008. 144 Seiten.
14 Abbildungen, 1 Tabelle.
Kartoniert.
€ 18,– [D]
ISBN 978-3-7776-1570-7

Glutamat macht dick

US-Forscher untersuchen chinesische Glutamat-Esser – Verdacht erhärtet: Glutamat macht dick

Der Geschmacksverstärker Glutamat macht dick. Dies ergab eine Studie amerikanischer Forscher, die jetzt im Internet vorab veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler hatten chinesische Dorfbewohner untersucht, die ihre Mahlzeiten zuhause zubereiteten und dabei Glutamat als Zutat verwendeten. Ergebnis: Je mehr sie davon nahmen, desto dicker waren sie.

mehr: http://www.food-detektiv.de/

Generation Chips – was unsere Kinder in die Fettsucht treibt

Unsere Kinder und Jugendlichen werden immer
dicker, weil sie sich nicht bewegen und zu viel Zeit vor dem
Fernseher und der Spielkonsole verbringen. „Unsere“ Kinder sind die
heranwachsende Generation der westlichen Gesellschaften. Sie sterben
nicht an Hunger, aber trotzdem vor ihrer eigentlichen
Lebenserwartung, und zwar an den Krankheiten, die sie sich schon in
jungen Jahren mit Pommes und Chips dem Computer und Fernseher
heranzüchten. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Kids unter
Alterszucker leiden.

„Generation Chips“, eine medizinisch fundierte Streitschrift, die
gesellschaftliche Gleichgültigkeit angesichts ihrer fettsüchtigen
Kinder als Vernachlässigung oder gar Misshandlung verurteilt, ist
Mitte März 2007 im Hubert Krenn Verlag, Wien, erschienen, einem
jungen Verlag mit dem Schwerpunkt Gesundheit, Ernährung, Diabetes und
populäre Sachbücher. Die Autoren: Edmund Fröhlich, Geschäftsführer
der medinet Spessart-Klinik Bad Orb, eine der renommiertesten
Adipositas-Kliniken und Susanne Finsterer, Journalistin und
Politikwissenschaftlerin, haben dieses Buch verfasst, das ein
drängendes Thema endlich umfassend darstellt: die drohende
Fettsucht-Epidemie unter Kindern und Jugendlichen.

Die drohende Fettsucht-Epidemie – ein gesellschaftspolitisches
Problem Bei dem Begriff „Fettsucht-Epidemie“ handelt es sich aber
nicht um den Versuch einer medialen Skandalisierung. Dass Fettsucht unter Kindern und Jugendlichen bereits Realität ist – weltweit in unterschiedlichem Ausmaß, in den letzten Jahren auch in EU-Europa -, steht außer Zweifel. Die Autoren zeigen darüber hinaus, dass
überwiegend Kinder aus sozial benachteiligten – prekarisierten –
Familien vom Stigma „fett“ betroffen sind.

Die wissenschaftlich fundierte Analyse der aktuellen Lage und die
langjährigen Erfahrungswerte, die den Autoren zur Verfügung standen,
führen zur Schlussfolgerung: dieses Krankheitsphänomen nimmt
epidemische Ausmaße an – wenn nicht massiv gesellschaftspolitisch
dagegen interveniert wird. Namhafte Wissenschaftler (Dr. med.
Hanspeter Goldschmidt – Chefarzt der Spessart-Klinik mit 30-jähriger
einschlägiger Berufserfahrung, Prof. Dr. Volker Pudel – Leiter der
ernährungspsychologischen Forschungsstelle in der Klinik f.
Psychiatrie und Psychotherapie Universität Göttingen, u.v.a.) äußern
sich in ausführlichen Interviews in „Generation Chips“.

Wer soll das bezahlen?

„Als Letzter gewählt, als Erster ausgeschieden und dann auch noch
ausgelacht und verspottet“, so fasst ein Sporttherapeut den
Schulsportalltag dicker Schüler zusammen. Neben diesem massenhaften
Kinderleid stellen sich auch aufgrund der volkswirtschaftlichen
Konsequenzen immer dringlichere Fragen. In der Bundesrepublik
Deutschland leiden rund sieben Prozent der Kinder und Jugendlichen an
Fettsucht; etwa 15 bis 18 Prozent sind übergewichtig – Tendenz
steigend. Angesichts knapper öffentlicher Kassen und anhaltender
Debatten über die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge ein
bereits jetzt brisanter Wert. Wer aber soll die drohenden Kosten
einer Epidemie, die auf die nationalen Gesundheitsbudgets zukommen,
übernehmen? Womit sich die Frage nach der Verantwortung neu stellt.

Keine Angst vor dem Strafrecht

Neben der Forderung nach pädagogischen Maßnahmen wie etwa der
Einführung des Schulfaches „Gesundheitskunde“ oder der verstärkten
verpflichtenden Einbeziehung der Kinder- und Jugendärzte fordern die
Autoren unter bestimmten Umständen die aktive Anwendung der
Straftatbestände „Unterlassene Hilfestellung“, „Vernachlässigung“ und
„Kindesmisshandlung“ für Eltern. (siehe dazu Interview mit Dr. Georg
Ehrmann – Rechtsanwalt und geschäftsführender Vorsitzender der
Deutschen Kinderhilfe e.V.) Diese eindeutige Stellungnahme nach
strafrechtlichen Konsequenzen trotz sehr individueller
Eltern-Kind-Problemlagen ist ein Tabubruch. Angesichts der im Buch
aufgezeigten und durch Experten bekräftigten dramatischen Datenlage
stellt sich aber die Frage, ob Kinder diesen Eltern ohne
Hilfestellung bzw. Schutz überlassen werden können bzw. dürfen.

Edmund Fröhlich, Susanne Finsterer,
Generation Chips – Was unsere Kinder in die Fettsucht treibt!,
128 Seiten, broschiert, 16,5×23 cm,
Preis: EUR 16,95 / sfr 31,60,
ISBN: 978-3-902532-30-5,
Erhältlich ab 16. März,
www.hubertkrenn.at

Dicke Kinder in Mönchengladbach

Schuleingangsuntersuchungen beweisen es: Kinder in Nordrhein-Westfalen werden immer dicker. Eine Untersuchung des Landesinstitut für öffentlichen Gesundheitsdienst (LÖGD) hat ergeben, dass 10 Prozent der Schüler allein in Mönchengladbach zu dick sind. Übergewicht korreliert mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-, Stoffwechselkrankheiten und Krebserkrankungen.

Datengrundlage für den Bericht des LÖGD waren Schuleingangsuntersuchungen in Mönchengladbach aus dem Jahr 2005. Ärzte untersuchten 2.378 Erstklässler und stellten fest, dass 5,5 Prozent der Kinder übergewichtig und 4,3 Prozent sogar adipös, also extrem übergewichtig, sind. Dieser Trend setzt sich bis in die 9. Klasse fort, hier zeigte sich sogar, dass bereits 11,6 Prozent der Jugendlichen an Übergewicht und 12,4 Prozent an Adipositas leiden. Diese Zahlen sind alarmierend, heißt dies, dass bereits jeder 8. Jugendliche ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen aufweist.

Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck zu erkranken, ist umso höher, je früher Übergewicht auftritt. Dabei ist kaum ein gesundheitlicher Risikofaktor so stark von Verhalten und Lebensweise abhängig wie das Übergewicht. Aus dicken Kindern werden meist dicke Erwachsene, denen es schwer fällt jahrelang gewohnte Verhaltens- weisen zu ändern. Daher ist es umso wichtiger präventive Maßnahmen bereits im Kindesalter einzuleiten.

Besonders häufig von Übergewicht betroffen sind Kinder mit Migrationshintergrund. Diese sind doppelt so dick wie ihre Mitschüler ohne Migrationshintergrund. Ebenso spielt die Schulbildung der Eltern eine entscheidende Rolle: Je niedriger die Schulbildung der Mütter beziehungsweise Väter, desto häufiger hat das Kind zu viele Pfunde auf den Rippen.

Die Ergebnisse der Studie aus Mönchengladbach verdeutlichen den Trend, der sich deutschlandweit zeigt. So kommt die Arbeitsgemeinschaft für Adipositas im Kindes- und Jugendalter zu dem Ergebnis, dass in Deutschland 8,7 Prozent der Kinder übergewichtig und 6,3 Prozent adipös sind.

Folglich ist es notwendig, bereits im Kindes- und Jugendalter vorbeugende Maßnahmen einzuleiten, damit Übergewicht gar nicht erst entsteht. Dazu gehören die Förderung einer gesunden Ernährung, körperliche Aktivität sowie die Entwicklung eines positiven Körperbildes. Entscheidend dabei ist, die ganze Familie mit einzubeziehen.

Rezept: Apfelpfannkuchen nach Großmutters Art

Im August werden die ersten hiesigen Äpfel an den Bäumen reif. Rot gelb golden wollen sie gepflückt und am liebsten direkt verspeist oder verarbeitet werden.

Apfelpfannkuchen nach Großmutters Art

Zutaten (4 Portionen)
1Prise Salz
1 EL Zucker
4 Eier
4 saure Äpfel
500 ml Milch
Pflanzenmargarine zum Braten
1 gestrichener TL Backpulver
Zimt und Zucker zum Bestreuen
250 g Weizenmehl

Zubereitung
Mehl in eine Schüssel sieben. Salz und Zucker zugeben und vermengen. Die Milch langsam einrühren, dann die Eier zufügen und den Teig mit dem Schneebesen oder Mixer gut durchschlagen. Der Teig sollte dickflüssig sein. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. Margarine in einer Pfanne erhitzen. Den Teig portionsweise in die Pfanne geben, gleichmäßig verteilen und mit Apfelscheiben be-decken. Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze ca. 3-4 Minuten backen, dann wenden und bei kleiner Hitze weitere 2-3 Minuten weiterbacken.

Den Pfannkuchen auf einen Teller geben, nach Geschmack mit Zimt und Zucker bestreuen.

Anstelle der Äpfel kann man auch anderes Obst zum Teig geben.

Der tv.gusto Extra Tipp:
Beim Zubereiten von Pfannkuchenteig entstehen garantiert keine Klümpchen, wenn man zunächst nur die Milch mit dem Mehl glatt rührt und danach erst die Eier unterzieht, außerdem sollte das Gefäß innen gerundet sein. Grundsätzlich gilt: dünner Teig – dünner Pfannkuchen; dicker Teig – dicker Pfannkuchen. Beim Backen unbedingt darauf achten, dass Pfanne und Fett wirklich heiß sind.

www.tvgusto.de