60 % wählen Reiseziel auch aus kulinarischen Gründen aus

Studie von Booking.com zeigt: Street-Food und regionale Spezialitäten stehen global und bei deutschen Reisenden hoch im Kurs.

● Rund 60 Prozent weltweit und gut 40 Prozent der Deutschen wählen ihr nächstes Reiseziel auch danach aus, ob es vor Ort gutes Essen gibt
● Über die Hälfte der deutschen Urlauber (52 Prozent) wollen auf Reisen experimentierfreudiger sein und die lokale Küche ausprobieren
● Malaysia, Taiwan, Japan und Brasilien zählen laut Booking.com zu den kulinarischen Top-Reisezielen

Dinner auf dem Balkon des The Banjaran Hotsprings Retreat in Malaysia. „60 % wählen Reiseziel auch aus kulinarischen Gründen aus“ weiterlesen

Wissenschaftler untersuchen Wirkung von Orangensaft

In einer Studie aus Brasilien haben Forscher untersucht, wie sich Orangensaft auf unser Wohlbefinden auswirkt. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Orangensafttrinker besser vor chronischen Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen geschützt sein könnten.

Obst und Gemüse sind reich an Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Der regelmäßige Verzehr soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und auch bei bestimmten Krebserkrankungen einen schützenden Effekt zeigen können. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse zu essen.

Orangensaft als tägliche Obstergänzung?
Allerdings schaffen es nur wenige Verbraucher diese Menge jeden Tag zu verzehren. Fruchtsäfte wie Orangensaft, die aus der frischen Frucht hergestellt und ohne Zusätze wie Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe abgefüllt werden, können zum täglichen Obst- und Gemüseverzehr beitragen. Ein Glas (125 Milliliter) Fruchtsaft zählt dabei als eine Portion Obst.

Um die Wirkung von Orangensaft genauer zu untersuchen, führten Wissenschaftler aus Brasilien eine Studie mit 21 normalgewichtigen und 25 übergewichtigen Männern und Frauen durch. Beide Gruppen tranken acht Wochen lang jeden Tag 750 Milliliter Orangen­saft. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden im Blut der Teilnehmer Biomarker gemessen, die Hinweise auf Stoffwechselveränderungen und auf Krankheiten geben können. Zusätzlich wurde die Ernährung und Körperzusammensetzung der Probanden erfasst.

Mögliche Senkung von Cholesterin und oxidativem Stress durch Orangensaft
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Orangensafttrinker besser vor bestimmten Erkrankungen geschützt sein könnten. Sowohl bei den normalgewichtigen als auch bei den übergewichtigen Studienteilnehmern gingen das Gesamtcholesterin und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut zurück. Dadurch könnte das Risiko für krankhafte Veränderungen der Blutgefäße und für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gesenkt werden. Zusätzlich reduzierte sich der oxidative Stress der Probanden, ein gemeinsamer Risikofaktor von Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch Umweltbelastungen, UV-Licht und chronische Entzündungen entstehen im Körper freie Radikale, die Zellen und Gewebe schädigen. Antioxidantien wie Carotinoide, Flavonone und Vitamin C, von dem Orangensaft einen hohen Gehalt vorweisen kann, können diese abfangen und so den oxidativen Stress vermindern.

Zusätzliche Erkenntnis: Keine Gewichtszunahme durch Orangensaft
Die Probanden der Studie nahmen durch den Orangensaft jeden Tag 340 Kilokalorien zusätzlich auf. Ihr Gewicht blieb trotzdem unverändert. Erklären lässt sich das durch die sättigende Wirkung von Orangensaft: Neben z. B. Vitamin C enthält 100 % Fruchtsaft nur natürlichen Zucker aus der Frucht. Statt „leerer Kalorien“ liefert er mit jedem Schluck auch Nährstoffe. Die Teilnehmer der Studie nahmen weniger Kalorien aus anderen Nahrungsbestandteilen wie Eiweiß oder Fett auf. Die Energiezufuhr blieb also letztlich gleich.

Die hier aufgeführten Inhalte beziehen sich auf folgende Studie:
Dourado, Grace/Cesar, Thais B.: Investigation of cytokines, oxidative stress, metabolic, and inflammatory biomarkers after orange juice consumption by normal and overweight subjects. In: Food & Nutrition Research. 2015. 59: 28147

Weitere Informationen zum Thema Orangensaft erhalten Sie auch unter www.fruitjuicematters.de

Finalisten des Basque Culinary World Prize

Jetzt sind die 20 Finalisten des Basque Culinary World Prize bekanntgegeben worden, mit dem Chefköche der ganzen Welt ausgezeichnet werden sollen, die mit ihren Projekten die Gesellschaft durch Gastronomie verbessert haben.
Der Sieger bzw. die Siegerin wird am 11. Juli dieses Jahres von einer Jury gewählt, die sich aus den angesehensten Köchen und Experten für unterschiedliche Bereiche der Esskultur zusammensetzt. Die so ausgezeichnete Person erhält € 100.000, um sie einem Projekt oder einer Institution ihrer Wahl zu widmen, die die umfassende Rolle der Gastronomie innerhalb der Gesellschaft wiederspiegeln.
Die Basque Culinary Preisverleihung wird von dem Basque Culinary Center (BCC), einer weltweit führenden akademischen Einrichtung für Gastronomie, und der Baskischen Regierung im Rahmen der Euskadi-Baskenland-Strategie organisiert und gefördert.
Die Top 20, zu denen Küchenchefs aus Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Dänemark, Frankreich, Indien, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Südafrika, Spanien, dem Vereinigten Königreich, den USA und Venezuela gehören, zeigen die globale Reichweite dieser Auszeichnung. Die Projekte haben unterschiedlichste Ausrichtungen, die von Innovation über Bildung und Erziehung, Gesundheit, Forschung, Nachhaltigkeit, sozialem Unternehmertum und Philanthropie bis zur Erhaltung örtlicher Kulturen gehen.
Eine Generation internationaler Chefköche und -köchinnen, die ihre Rolle in der heutigen Gesellschaft erweitert und ihren Beruf neu definiert haben, indem sie neue Fertigkeiten, Kreativität, Innovation und soziale Anliegen in ihr Konzept integrieren. Der Basque Culinary World Prize ist eine Anerkennung für diese Entwicklung.
Die zwanzig, in die engere Auswahl gekommenen Küchenchefs bauen auf dem Werk einer Gruppe auf, die mit ihrer zukunftsweisenden Arbeit diese Bewegung in Gang setzte und zu der unter anderen Gaston Acurio, Ferran Adrià, Dan Barber, Heston Blumenthal, Massimo Bottura, Claus Mayer, Jamie Oliver, Rene Redzepi und Alice Waters gehören.
Der Basque Culinary Prize wird im Basque Culinary Center (BCC) in San Sebastian verliehen, einer weltweit führenden akademischen Einrichtung für Gastronomie. Die Auszeichnung wird gemeinsam vom BCC und der Baskischen Regierung im Rahmen der Euskadi-Baskenland-Strategie organisiert und gefördert.

Elena Arzak, Vorsitzende des Preis-Komitees:
„Es war sehr spannend zu sehen, dass es Köche gibt, die das Wesen unseres Berufs für Veränderungen oder für bedeutende Projekte nutzen, die auf vielfältige Weise der Gesellschaft zugutekommen. Vor ein paar Jahren noch hätten wir uns das nicht vorstellen können. Ich bin sehr stolz auf meine Kollegen.“
Joxe Mari Aizega, Leiter des Basque Culinary Center:
„Wir sind fasziniert von der Vielfalt und dem Format unserer Top 20 Finalisten, die zeigen, welche einflussreiche, positive Veränderung von Küchenchefs bewirkt werden kann, wenn sie ihre Verantwortung als öffentliches Sprachrohr übernehmen. Ihre Geschichten werden ihren Kollegen auf der ganzen Welt ohne Zweifel eine Inspiration sein, was ja das eigentliche Ziel dieser Auszeichnung ist. Die Jury wird im Sommer vor einer schweren, aber auch spannenden Entscheidung stehen, wenn sie einen Sieger küren muss.“

Die Top 20 Finalisten sind:
 Alberto Crisci (Vereinigtes Königreich), Alicia Gironella (Mexiko), Ángel León (Spanien), Ann Cooper (USA), Carlos Zamora (Spanien), Daniel Boulud (Frankreich/USA), David Hertz (Brasilien), Gabriel Garza (Mexiko), Jessamyn Rodriguez (Kanada/USA), José Andrés (Spanien/USA), Joshna Maharaj (Südafrika/Kanada), Leonor Espinosa (Kolumbien), Manoela Buffara (Brasilien), Margot Janse (Holland), Maria Fernanda Di Giacobbe (Venezuela), Massimiliano Alajmo (Italien), Nani Moré (Spanien), Rodolfo Guzmán, (Chile), Teresa Corçao (Brasilien). Außerdem Kamilla Seidler (Dänemark) und Michelangelo Cestari (Venezuela), die für ihre als Tandem ausgeführte Arbeit gemeinsam nominiert wurden.

• Alberto Crisci, GB: „The Clink“, die Wohltätigkeitsorganisation von Crisci, umfasst Gourmet-Restaurants in vier britischen Gefängnissen, in denen Straftäter Kochen und Bedienen lernen und Berufsabschlüsse erlangen können, damit sie nach der Entlassung reale Beschäftigungsmöglichkeiten haben – all dies mit dem Ziel, die Rückfallquoten zu senken.
• Alicia Gironella, Mexiko: Gironella ist eine Slow-Food-Aktivistin, die sich um Projekte wie Semillatón kümmert, um die einheimischen mexikanische Maissorten zu erhalten und örtliche Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Die Samen werden in Gemeinschafts-Saatgutbanken aufbewahrt, um sie an die Bauern in der Sierra Tarahumara zum Anbau zu verteilen.
• Angel León, Spanien Der Chefkoch Angel León ist für seine provokative kulinarische Innovation in seinem Restaurant Aponiente bekannt. Als begeisterter Forscher hat er das Potenzial der Ozeane als Lebensmittelquelle erforscht und dokumentiert wertvolle Erkenntnisse, die interessante neue Möglichkeiten für kommende Generationen enthalten könnten.
• Ann Cooper, USA: Die Stiftung „Chef Ann Foundation“ bietet Schulen Instrumente und Mittel an, statt industriell zubereiteten Speisen, frische und selbstgemachte Mahlzeiten zu servieren. Ziel ist es, einen Beitrag zur Reduzierung der Fettleibigkeit bei Kindern in den USA zu leisten.
• Carlos Zamora, Spanien: Der spanische Küchenchef hat sich einen Namen für verantwortliches und nachhaltiges Restaurant- und Teammanagement gemacht und enge Netzwerke mit Bioproduzenten aufgebaut. Darüber hinaus unterstützt er soziale Initiativen wie z.B. „Depersonas“, die junge Menschen mit Lernbehinderungen schult und beschäftigt.
• Daniel Boulud, Frankreich/USA: Der französische Küchenchef Daniel Boulud ist Co-Direktor der New Yorker Wohltätigkeitsorganisation „CityMeals on Wheels“, die ältere Menschen, die keine Lebensmittel kaufen oder nicht selbst kochen können, mit gesunden Mahlzeiten versorgt. Boulud leitet außerdem „Chefs Deliver“, eine Initiative, in der führende Chefköche Gourmet-Mahlzeiten für ältere, ans Haus gebundene Menschen zubereiten.
• David Hertz, Brasilien: Als er sich vor zehn Jahren der Bewegung der sozialen Gastronomie anschloss, rief der brasilianische Küchenchef David Hertz „Gastromotiva“ ins Leben, um die Chancen der sozial Benachteiligten der Favelas von Rio de Janeiro (später auch Sao Paulo, Bahia und seit kurzem Mexiko-Stadt) durch Lebensmittel und Ausbildung in kulinarischen Fähigkeiten zu verbessern.
• Gabriel Garza, Mexiko: Angeregt durch seine Tätigkeit in einem örtlichen Zentrum für Sehbehinderte rief Garza im Alleingang „Destellos de Sabor“ ins Leben, ein Projekt, in dem Blinde lernen können, eigenständig zu kochen, was ihnen Unabhängigkeit verleiht und ihr Selbstwertgefühl sowie ihre Chancen für eine zukünftige Beschäftigung verbessert.
• Jessamyn Rodriguez, Kanada/USA: Jessamyn Rodriguez, in Harlem lebende Kanadierin, entwickelte ein 9-monatiges Ausbildungsprogramm, in dem immigrierte Frauen mit geringem Einkommen in der „Hot Bread Kitchen“ das Bäckerhandwerk erlernen können. Mithilfe einer Unternehmer-Initiative, einem Gründerzentrum für die Förderung von Arbeitskräften und Startups, wird Frauen und Männern geholfen, ihre kulinarischen Fähigkeiten zu professionalisieren, um einen gerechten Lohn verdienen und finanzielle Unabha
̈ngigkeit erlangen zu können.
• José Andrés, Spanien: Nach der Verwüstung, die der Hurrikan Katrina auf Haiti hinterließ, rief José Andrés die „World Central Kitchen“ ins Leben, um seine Kenntnisse aus seinen Chefkoch-Netzwerk für die Befähigung der Einwohner durch Kochmöglichkeiten mit sauberer Energie und Schulung in Lebensmittelsicherheit und -hygiene zu nutzen. Zusätzliche Initiativen umfassen Ernährungsprogamme in Schulen und Kochschulungen für die Beschäftigten in den örtlichen Krankenhäusern.
• Joshna Maharaj, Indien/Kanada: Der kanadische Chefkoch Joshna Maharaj arbeitet mit verschiedenen Krankenhäusern und Institutionen zusammen, um diese bei einer besseren Ernährung der Patienten zu unterstützen. Insbesondere überdenkt und konzipiert Maharaj dabei alle Elemente der Nahrungskette neu – vom Bauernhof bis zur Gabel -, all dies zugunsten gesunder, frischer und nährstoffreicher Mahlzeiten.
• Kamilla Seidler, Dänemark, und Michelangelo Cestari, Venezuela: Seidler und Cestari wurden von Claus Meyer ausgewählt, sein Melting Pot Projekt nach Bolivien zu bringen, wo sie das Restaurant Gustu eröffneten, dass gleichzeitig Kochschule ist. Gustu hat ein bis dahin nicht beachtetes Land ins kulinarische Rampenlicht gestellt. Außerdem schult und befähigt es die Einwohner durch umfassenderes Wissen und Bewusstsein bezüglich ihrer ethnischen Gastronomie.
• Leonor Espinosa, Kolumbien: Leonor Espinosa ist die Gründerin von „Funleo“, einer Organisation mit dem Ziel, die kolumbianischen Traditionen der Ernährung zu bewahren und Nachhaltigkeit und lokale Nahrungsproduktion in den Mittelpunkt zu stellen. Die Organisation legt ihren Schwerpunkt auf afro- kolumbianische, indigene Communities und unterstützt diese dabei, ihre traditionellen Feldfrüchte und Zutaten zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
• Manoela (Manu) Buffara, Brasilien: Die brasilianische Chefköchin Manu Buffara wird für ihre Arbeit in Ilha Rasa, bei Curitiba nominiert, wo sie gemeinsam mit 20 Produzenten darum kämpft, traditionelle Zutaten, Anbaumethoden und Biodiversität zu erhalten. Darüber hinaus ermutigt sie die Einwohner, das Potenzial ihrer Landwirtschaft erforschen.
• Margot Janse, Holland/Südafrika: Die niederländische Chefköchin Margot Janse leitet „Isabelo“, eine Initiative, die mit einer einfachen Geste begann – einem nährstoffreichen Muffin, der in Franschhoek, Südafrika, an 70 Schulkinder verteilt wurde -, die sich heute zu einem Programm entwickelt hat, das 1.300 Mahlzeiten für örtliche Schulen produziert.
• Maria Fernanda Di Giacobbe, Venezuela: Maria hat eine ganze Kette aus Ausbildung, Unternehmertum und wirtschaftlicher Entwicklung rund um den venezolanischen Kakao aufgebaut. Mit „Kakao“ und „Cacao de Origen“ unterstützt sie örtliche Produzenten mit den Mitteln, die diese benötigen, um ihre Produkte zu verbessern. Außerdem hilft sie Frauen, die erforderliche Ausbildung und Instrumente zu bekommen, um selbst Schokolade- Unternehmerinnen zu werden.
• Massimiliano Alajmo, Italien: Der italienische Chefkoch Massimiliano Alajmo gründete Il „Gusto per la Ricerca“, um die Erforschung von Neoplasie bei Kindern zu fördern. Eine kürzliche digitale Initiative – Tavoli Trasparenti – zeigte, dass dieses Anliegen von 300 Top-Restaurants unterstützt wird. Der Preis der Gerichte wird gespendet, wenn die Gäste online reservieren.
• Nani Moré, Spanien: Nani Moré ist die Gründerin der „Asociación de Comedores Ecológicos“ (Verein für eine ökologische Mensa) in Katalonien. Sie leitet die Dokumentation und Kurzkampagnen für eine bessere Ernährung für Kinder und hat mit zahlreichen Institutionen zusammengearbeitet, um nachzuweisen, dass frische, nährstoffreiche Speisen, mit denen Kinder die gesunden Nahrungsmittel erhalten, die sie brauchen, auch zu niedrigen Preisen zubereitet werden können.
• Rodolfo Guzman, Chile: Rodolfo Guzman, das Beispiel schlechthin für kulinarische Innovation, interessiert sich brennend für die Entdeckung heimischer Zutaten in ganz Chile. Aus solchen hat er in seinem Forschungszentrum Conectaz in Boragó bereits hunderte neuer Gerichte und Geschmacksrichtungen kreiert. Das multidisziplinäre Mitarbeiterteam dieses Zentrums betrachtet die Zutaten auch unter dem Gesichtspunkt zukünftiger Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit.
• Teresa Corçao, Brasilien: Teresa Corçao ist die Gründerin des „Instituto Maniva“, das zur Förderung des biologischen Anbaus in Familienbetrieben und der besseren Ernährung der gesamten Gesellschaft geschaffen wurde. Das Ökokoch-Netzwerk von Maniva entstand 2009 mit dem Ziel, die ethnische Küche zu fördern und zur Kommunikation entlang der gesamten Nahrungskette anzuregen, von den Produzenten bis zu den Konsumenten.

Ausführlichere Biografien der Top 20 finden Sie unter www.basqueculinaryworldprize.com

Die 20 Finalisten des Basque World Culinary Preises wurden von einem multidisziplinären Preis-Komitee ausgewählt, das vor zehn Tagen in Vitoria, Spanien, zusammentrat. Diese internationale Gruppe unter dem Vorsitz der bekannten baskischen Chefköchin Elena Arzak setzt sich aus Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Esskultur und Gastronomie zusammen.
Vorschläge kamen aus über 30 Ländern aus der ganzen Welt und insgesamt wurden über 110 Küchenchefs für Projekte nominiert, deren Inhalte von Innovation hin zu Bildung und Erziehung, Gesundheit, Forschung, Nachhaltigkeit, sozialem Unternehmertum und Philanthropie oder der Erhaltung örtlicher Kulturen reichen. Um für die Auszeichnung in Betracht gezogen zu werden, müssen die Küchenchefs von einem anderen Profi nominiert werden, der derzeit in der Welt der Gastronomie tätig ist, z.B. einem anderen Chefkoch, über Ernährung schreibenden Autoren, Nahrungsmittellieferanten oder einer Institution.

Aus diesen 20 Finalisten wird der Sieger von einer Jury ausgewählt werden, die sich aus den einflussreichsten Küchenchefs der Welt zusammensetzt: Joan Roca (Spanien) Gastón Acurio (Peru), Ferran Adrià (Spanien), Alex Atala (Brasilien), Dan Barber (USA), Heston Blumenthal (GB), Massimo Bottura (Italien), Michel Bras (Frankreich), Dominique Crenn (Frankreich), Yukio Hattori (Japan), Enrique Olvera (Mexiko), Yoshihiro Narisawa (Japan) und René Redzepi (Dänemark).
Darüber hinaus werden der Jury führende Experten verwandter Disziplinen angehören. Dazu gehören der nordamerikanische Ernährungswissenschaftler und Schriftsteller Harold McGee; Massimo Montanari, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Bologna und einer der weltweit führenden Experten im Bereich Ernährungsstudien; die bekannte Romanautorin Laura Esquivel, sowie Hilal Elver, Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung für den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR).

"Blogg dich in’s Paradies"

viventura verlegt Büros drei Wochen nach Brasilien

Der Südamerika-Reisespezialist viventura konnte seine Buchungszahlen im Jahr 2015 weiter steigern. Zur Belohnung der Mitarbeiter wird das Büro vom 7. bis zum 28. November 2015 in das Hotel Praia dos Anjos im beliebten Urlaubsort Arraial do Cabo in der Nähe von Rio de Janeiro verlegt. Drei Wochen lang leben die weltweit über 50 Mitarbeiter den Traum vom Arbeitsplatz im Paradies. Ein Platz ist noch frei: Deshalb hat das Unternehmen das Blogger-Gewinnspiel „Blogg dich ins Paradies“ gestartet.

Blogger und Menschen, die talentiert sind im Schreiben, Fotografieren und Filmen, Lust auf ein Abenteuer haben und den November gemeinsam mit dem internationalen Team von viventura in Brasilien verbringen wollen, können sich bis zum 16. Oktober 2015 für den Traumjob bewerben. Dafür müssen die Anwärter auf ihrem Blog oder auf Facebook erzählen, warum gerade sie die richtige Person für den Job sind und dabei auf die Website mit der Aktion des Reiseveranstalters hinweisen. Für die Bewerbung bei Facebook soll der Hashtag #blogdichinsparadies genutzt werden. Der glückliche Gewinner erhält nicht nur Anreise und Übernachtung für den Reisezeitraum: Der Blogger nimmt auch bei den Tagesausflügen teil, kann sich aktiv bei viventura einbringen, das internationale Team kennenlernen und als großen Bonus gib es ein Taschengeld in Höhe von 1.000 Euro. Mehr Informationen zum Blogger-Gewinnspiel „Blogg dich in’s Paradies“ finden sich unter www.viventura.de/blog-dich-ins-paradies.

„Wir konnten unseren Erfolgskurs der letzten Jahre fortsetzen. Das freut mich sehr, auch wenn ich nun mein Versprechen an die Mitarbeiter einlösen muss.“, sagt die neue Geschäftsführerin Yngrid Arnold lächelnd. „Die Zeit in Brasilien wollen wir dafür nutzen, dass sich die Mitarbeiter aus unserem internationalen Team vernetzen, wir das Teamgefühl weiter stärken und die Strategie für das kommende Jahr festlegen.“

Eine ähnliche Aktion gab es bereits im Jahr 2012: Damals ging es für die Mitarbeiter von viventura einen Monat nach Costa Rica. Ein Reisebericht findet sich unter www.viventura.de/reisebericht/49898mit.

Guide MICHELIN Brasilien

Neuzugang beim Guide MICHELIN: Im März 2015 veröffentlicht der renommierte Hotel- und Restaurantführer mit dem Guide MICHELIN Rio de Janeiro und Sao Paulo erstmals eine eigene Ausgabe für Städte in Südamerika. Mit dem neuen Brasilien-Band, dem 25. in der internationalen Reihe des Guide MICHELIN, können Leser bald die subtile, vielfältige und in einem reichen kulinarischen Erbe verwurzelte Gastronomie Brasiliens entdecken und dabei gezielt Restaurants für jedes Budget auswählen.

„Die brasilianische Gourmet-Restaurant-Szene hat sich in den letzten Jahren ausgesprochen dynamisch entwickelt. Sie zeichnet sich vor allem durch besonders kreative Köche aus“, so Michael Ellis, internationaler Direktor Guide MICHELIN. „Das Land ist außerdem ein äußerst attraktives Ziel für ausländische Küchenchefs, die neugierig auf Produkte, Traditionen und Kochstile sind, die sich von der restlichen Welt deutlich unterscheiden. Die Speerspitze dieser Entwicklung bilden die Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo, die heute zu den weltweit führenden Zentren feiner Küche zählen. Beide teilen Kreativität, Neugier und kulturelle Offenheit. Eigenschaften, die eine der dynamischsten Gastroszenen der Welt permanent bereichern. Wir sind sehr gespannt auf die Auswahl unserer Tester.“

Die Guide MICHELIN Inspektoren sind derzeit in Brasilien unterwegs. Ab März 2015 können die Leser das Ergebnis ihrer Arbeit nutzen, eine Auswahl der besten Hotels und Restaurants in den beiden Metropolen Rio de Janeiro und Sao Paulo. Immer auf der Suche nach neuen Adressen und außergewöhnlichen Genusserlebnissen, testen sie eine Vielzahl von Restaurants und Küchen. Die unabhängigen Restaurant-Tester sind anonym wie normale Kunden unterwegs und zahlen ihre Rechnungen selbst. Als Haute-Cuisine-Spezialisten bewerten die MICHELIN Inspektoren jedes Gericht nach fünf Kriterien: Qualität der Produkte, die persönliche Note des Küchenchefs, die fachgerechte Zubereitung und der Geschmack, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die immer gleichbleibende Qualität über längere Zeit und auf die gesamte Karte bezogen. Die besten Restaurants werden mit einem, zwei oder drei Michelin Sternen ausgezeichnet oder dem Bib Gourmand, einem Label für ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Auszeichnungen basieren ausschließlich auf der Küchenleistung. Die Inspektoren verleihen sie nur im Konsens, nach einstimmiger Team-Abstimmung. Komfort und Service bewerten die Redaktion separat auf einer Skala von einem bis fünf Bestecken.

Seit mehr als einem Jahrhundert stellt der Guide MICHELIN seinen Lesern auf diese Weise eine Auswahl der besten Restaurants, Hotels und Pensionen in vielen Ländern der Welt zur Verfügung. Im Jahr 2015 werden die Guides MICHELIN mit 25 Ausgaben 24 Länder auf vier Kontinenten abdecken.

Heiko Stock

Das „Charity Dinner für Menschen in Not“ findet erstmalig am 10. April 2014 bei Spitzenkoch Heiko Stock in Hamburg statt. Die Moderation übernimmt TV-Journalist Gerhard Delling.

Er ist Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und wurde Ende 2013 als „Legende des Sports“ ausgezeichnet: „Uns Uwe“ Seeler. Er steht für Fairness und Menschlichkeit und engagiert sich in besonderem Maße für soziale Zwecke. Uwe Seeler kommentiert die Gründung seiner Stiftung im Jahre 1996 mit den Worten: „Wer dem Sport so viel zu verdanken hat und auf der Sonnenseite des Lebens steht, der sollte jenen etwas abgeben, die niemals die Möglichkeit hatten, ein solches Glück zu empfinden und auf der Schattenseite des Lebens stehen.“

Dies war auch die Motivation von Spitzenkoch Heiko Stock, der im Alter von 28 Jahren der jüngste selbstständige Sternekoch Deutschlands wurde: „Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ist für mich selbstverständlich. Eine harmonische und funktionierende Gesellschaft beruht auch auf der Unterstützung der vermeintlich Schwächeren.“

Und so entstand zwischen den beiden Sportbegeisterten im Herbst vergangenen Jahres die Idee für ein gemeinsames Charity Dinner. Die Spenden fließen der Uwe Seeler-Stiftung zu, die denen hilft, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Gerhard Delling, der auch Vorstandsmitglied der Stiftung ist, übernimmt die Moderation des Abends, der mit vielen prominenten Gästen besetzt sein wird. Eine Tombola mit gestifteten Preisen und Überraschungsauftritte von Künstlern runden die Veranstaltung ab.

Das Menü wird sich thematisch an dem Austragungsland der sich terminlich anschließenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014 orientieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung setzt eine freiwillige und großzügige Spende von mindestens EUR 200,00 pro Person für die Uwe Seeler-Stiftung voraus. Hierfür wird eine Spendenbescheinigung erteilt. Die Kostenumlage für das Dinner beträgt EUR 50,00.

www.stocks.de

Karambole (Sternfrucht)

Sternfrucht giftig für Nierenkranke – Ein Nervengift in der Frucht muss über Nieren ausgeschieden werden können

Die Sternfrucht, auch als Karambole bekannt, wird hierzulande oft als kulinarische Dekoration genutzt. Menschen mit einem Nierenleiden dürfen sie aber nicht essen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Der Genuss könne bei ihnen zu Vergiftungen, Erbrechen, Krampfanfällen und sogar zum Tod führen. Ursache ist das Nervengift Caramboxin der Sternfrucht. Wissenschaftler der Universität Sao Paulo (Brasilien) haben es nun isoliert und nachgewiesen, wie es im Gehirn wirkt. Gesunde Menschen scheiden das Gift über die Nieren aus.

Weitere Informationen zur Sternfrucht lesen Sie unter

http://www.apotheken-umschau.de/Sternfrucht

Klaus Peter Kofler

Klaus Peter Kofler ist Caterer des Jahres 2013!
Die besten und kreativsten Vertreter der Catering-, Gastronomie- und Hotelleriebranche aus Österreich und Deutschland wurde in München mit dem „Leaders Of The Year Award“ geehrt
Am vergangenen Montagabend hat das Gastronomiefachmagazin Rolling Pin zu einem besonderen Gala Event geladen: Die Verleihung des Leaders Of The Year Awards in München. Jedes Jahr wird den erfolgreichsten Vertretern der Gastronomie- und Cateringszenefür ihre herausragenden Leistungen diese besondere Auszeichnung überreicht.

Den Preis nahm Oliver Wendel, Geschäftsführer bei Kofler & Kompanie, entgegen: „Besonderer Dank gilt den Kunden für ihr Vertrauen und den Mitarbeitern für die außergewöhnliche Leistung. Wir fühlen uns geehrt und verstehen den Award als Ansporn, unsere Produkte und Leistungen vor allem für unsere Kunden voran zu treiben.“

Auch Klaus Peter Kofler, der für sein Unternehmen gerade in Brasilien unterwegs ist, äußerte sich euphorisch: „Die Auszeichnung beflügelt uns besonders in Hinsicht auf unsere international anstehenden Aufgaben, wie z.B. die Winterspiele in Sotchi, die Fußball WM 2014 in Brasilien, unserer Engagements in London und Abu Dhabi, aber natürlich auch für unsere künftigen PRET A DINER Projekte. Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben, sehen uns aber noch lange nicht am Ziel.“

Die Vorjahres-Sieger spielten auch 2013 wieder eine große Rolle, denn sie sind es, die ihre Nachfolger wählen. Der dazugehörige Gala-Abend wird somit zu einem Branchentreff der Superlative. Für die Kofler & Kompanie GmbH ist es die insgesamt vierte Auszeichnung zum Caterer des Jahres nach 2004, 2005 und 2011.

Als kulinarischer Wegweiser und einer der führenden Anbieter von Premium- Cateringdienstleistungenbetreibtdie Kofler & Kompanie GmbH exklusive Eventlocations, Restaurants, Cafés und Airport Lounges auf internationaler Ebene. Gegründet wurde das Unternehmen 1991 von Klaus Peter Kofler. Seit über zwei Jahrzehnten meistert das Unternehmen getreu dem Motto „Satisfying all Senses“ die Konzeption und Durchführung exklusiver Caterings mit originellem Anspruch, die die Balance zwischen Fortschritt und Tradition versprechen.

www.koflerkompanie.com

Alle Ergebnisse: www.gourmet-report.de/artikel/344815/Klaus-Erfort/

Trend-Destinationen

Wer hätte das gedacht? Kiew ist die trendigste europäische Stadt vor Moskau. Auf Platz drei liegt die Fiat Stadt Turin – Weltweit führen Mar del Plata, Argentinien vor Sao Paulo, Brasilien und Kiew – 4. ist Montevideo, Uruguay – Deutschland ist nicht vertreten

„In den europäischen Top-Fünf finden sich mit Kiew, Moskau und St. Petersburg gleich drei osteuropäische Städte, die bei Reisenden besonders hoch im Kurs stehen“, sagt Pia Schratzenstaller, Pressesprecherin von TripAdvisor in Deutschland im Gourmet Report Gespräch. „Für alle, die noch auf der Suche nach einer Inspiration für ihren 2013er-Urlaub sind, bieten die Destinationen das, was man für einen gelungen Städtetrip benötigt – ausgezeichnete Restaurants, Hotels und Attraktionen.“

Welche Ziele derzeit für Reisende von besonderem Interesse sind, zeigen die folgenden Listen:

Travellers’ Choice Trend-Destinationen – europaweit:
1. Kiew, Ukraine
2. Moskau, Russland
3. Turin, Italien
4. St. Petersburg, Russland
5. Neapel, Italien
6. Glasgow, UK
7. Manchester, UK
8. Belfast, UK
9. Valencia, Spanien
10. Liverpool, UK

Travellers’ Choice Trend-Destinationen – weltweit:
1. Mar del Plata, Argentinien
2. Sao Paulo, Brasilien
3. Kiew, Ukraine
4. Montevideo, Uruguay
5. Perth, Australien
6. Mexiko Stadt, Mexiko
7. Hobart, Australien
8. Guadalajara, Mexiko
9. Moskau, Russland
10. Turin, Italien

Tag des Kaffees am 28. September

Vom richtigen Zubereiten, Servieren und Genießen des beliebten Muntermachers

Soviel steht fest: Die Deutschen sind passionierte Kaffeetrinker. Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes trinken 86 Prozent der Erwachsenen täglich oder mehrmals in der Woche Kaffee. Mit knapp 150 Litern pro Person und Jahr ist Kaffee das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland, noch vor Wasser mit 135 Litern und Bier mit 107 Litern. Die Zahlen sind beeindruckend: 402.000 Tonnen Röstkaffee wurden insgesamt im Jahr 2011 in Deutschland konsumiert.

Bei der Zubereitung des Kaffees sind bequeme und schnelle Methoden gefragt – im Trend liegen Pad- und Kapselsysteme, mit denen man sich auf Knopfdruck eine frische Tasse Kaffee zubereiten kann. Über fünf Milliarden Einzelportionen Kaffee wurden mit Pads und Kapseln im Jahr 2011 zubereitet. Während der Verbrauch von klassischem Filterkaffee 2011 leicht rückläufig war, ist er bei Espresso deutlich gestiegen.

Nicht nur im Café – Auch in die privaten Haushalte haben professionelle Kaffeeautomaten Einzug gehalten. Aus frisch gemahlenen Bohnen bereitet man sich damit Tasse für Tasse den perfekten Kaffeegenuss zu. Ganz hoch im Kurs: Espresso und Caffè Crema.

Die perfekte Basis – Für den angesagten Latte Macchiato oder einen feinen Cappuccino ist das ein guter Espresso. Am besten frisch gebrüht aus ganzen Bohnen, die gerade erst gemahlen wurden. Jetzt fehlt nur noch die geschäumte Milch, und fertig ist die Kaffeespezialität.

Die unterschiedlichen Arten der Kaffeezubereitung

Kaffeezubereitung ist Ausdruck der Persönlichkeit. Ob in Ruhe von Hand gefiltert, ob in der praktischen Kaffeemaschine gebrüht, ob unkompliziert aus dem Pad-Automat gezogen oder mit der exklusiven Designermaschine zubereitet, hier hat jeder seine eigenen Vorlieben. Damit der Kaffee schmeckt, sollte man einige Grundregeln beachten. In Sachen Röstung, bei der das typische Aroma und der Röstkaffee-Geschmack entstehen, gilt: Hell gerösteter Kaffee ist milder im Geschmack, dunkler gerösteter deutlich kräftiger. Entscheidend für die Stärke des Kaffees sind außerdem Mahlgrad und Dosierung: Ist das Kaffeepulver zu fein gemahlen, kann der Kaffee streng schmecken, während der Kaffee bei einer zu groben Mahlung zu dünn wird. Am einfachsten dosiert man etwa einen Kaffeelöffel pro Tasse, je nach Geschmack mehr oder weniger, und testet nach Kaffeesorte die passende Menge aus. Vorteil von Pads und Kapseln: Hier ist die richtige Menge bereits vordosiert. Den frisch gekochten Kaffee sollte man möglichst bald trinken und nicht lange warm halten, da das Aroma sich in kurzer Zeit verflüchtigt und der Kaffee dann bitter schmeckt.

Der Klassiker – Filterkaffee ist nach wie vor eine der beliebteste Arten, Kaffee zuzubereiten. Mit einer herkömmlichen Filterkaffeemaschine ist der Kaffee schnell fertig. Mit etwas mehr Aufwand geht es auch traditionell von Hand mit einem Porzellan- oder Kunststofffilter. Das Kaffeepulver wird in kurzen Abständen mit kleinen Mengen heißen, aber nicht mehr kochenden Wassers übergossen. Filterkaffee sollte man immer frisch genießen und nicht lange warm halten.

Der Älteste – Türkischer Kaffee oder Mokka ist die wohl älteste bekannte Form von Kaffee. Er wird in einem speziellen Topf, dem so genannten Cezve, zubereitet. Dabei wird sehr fein gemahlener Kaffee zusammen mit Wasser, Zucker und Kardamom so lange erhitzt, bis sich ein feiner Schaum bildet.

Ex Macchinetta – Der klassische italienische Espresso wird in der traditionellen „Macchinetta“, auch Percolator genannt, zubereitet, die in fast keinem italienischen Haushalt fehlt. Sie besteht aus einem Unterteil, das mit Wasser gefüllt wird, einem Aufsatz für das Espressopulver und einer Kanne, die auf die beiden unteren Teile geschraubt wird. Durch das Erhitzen auf dem Herd wird das Wasser zum Kochen gebracht und durch das Kaffeemehl nach oben in die Kanne gedrückt. Dort wird der fertige Espresso aufgefangen.

Halbautomatisch – Bei einem Halbautomaten gibt man das frisch gemahlene Kaffeepulver zunächst in einen Siebträger und drückt es an, bevor man den Träger in die Maschine einsetzt. Nun wird das erhitzte Wasser mit hohem Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Dabei entsteht die so genannte Crema, der helle Schaum auf dem Kaffee.

Vollautomatisch – Beim Vollautomaten läuft alles auf Knopfdruck: Die ganzen Bohnen werden frisch gemahlen und in der gewünschten Form zubereitet. Neben Kaffee und Es-presso bereitet der Vollautomat auch Spezialitäten mit Milchschaum, etwa einen feinen Cappuccino, zu.

Nicht nur für Singles – Die angesagten Maschinen mit Kaffeepads oder -kapseln, die so genannten Single-Portion-Maschinen, arbeiten per Knopfdruck. Pro Tasse wird eine Kapsel oder ein Pad eingelegt, und die Maschine brüht heißes Wasser über den Kaffee. Wichtig: Der Becher für die große Single-Portion muss genau die richtige Größe haben, damit er perfekt auf alle Kaffeeautomaten passt.
Internationale Kaffeekultur

Kaffeetrinken ist in Deutschland Ausdruck von Lebensart. Die unterschiedlichen Zubereitungsarten, die in Deutschland zelebriert, und die vielfältigen Kaffeespezialitäten, die hier konsumiert werden, sprechen eine deutliche Sprache. Aber wie steht Deutschland in puncto Kaffeeverbrauch und -zubereitung im Vergleich mit anderen Ländern da? Welchen Stellenwert hat Kaffee beispielsweise in anderen europäischen Ländern und in der übrigen Welt?

Laut einer Übersicht, die der Deutsche Kaffeeverband für das Jahr 2010 zusammengestellt hat, liegt Deutschland beim Rohkaffeeverbrauch mit 6,4 kg Rohkaffee pro Kopf auf Platz 7. Die ersten drei Plätze gehen nach Skandinavien, wobei Finnland mit über 12 kg Rohkaffee pro Kopf deutlich an der Spitze liegt, gefolgt von Dänemark mit 9,3 kg und Norwegen mit 9,2 kg Rohkaffee pro Kopf. Auf Platz vier landet die Schweiz mit 8 kg vor Schweden mit 7,9 kg. Fast gleichauf, aber doch mit einer Nasenspitze voraus, liegt Österreich mit 6,5 kg knapp vor Deutschland auf Platz 6. Italien und Frankreich, beides Länder mit einer ausgeprägten Kaffeetradition, landen mit 5,8 kg bzw. 5,5 kg auf den Rängen 9 und 10. Erstaunlich: Die USA, die man mit Bildern von Menschen verbindet, die immer und überall Kaffee trinken, liegen mit 4,1 kg noch unter dem EU-Durchschnitt von 4,8 kg. Und in Japan werden lediglich 3,4 kg Rohkaffee pro Kopf verbraucht. Aber all diese Zahlen sagen noch nichts über die Art und Weise aus, mit der in den verschiedenen Ländern Kaffee zubereitet und genossen wird.

Österreich – Hier genießt man immer noch gerne Einspänner, einen kleinen Mokka im Glas mit viel Schlagsahne, Fiaker, einen großen Mokka im Glas mit viel Zucker und einem Gläschen Sliwowitz oder Rum, und Pharisäer, der aus Kaffee, Rum und Schlagsahne zubereitet wird. Neu im Trend sind Leopold und Josefine, die von einem Wiener Caféhaus kreiert wurden. Während der Mokka Leopold aus Abessinien, der Heimat der weltbesten Mokkas, stammt, ist die Wiener Melange Josefine eine österreichische Variante des Milchkaffees.

Frankreich – Bei den französischen Nachbarn ist Café au lait das traditionelle Frühstücksgetränk. Er besteht zu gleichen Teilen aus Kaffee und heißer Milch und wird aus großen Tassen getrunken. Für einen Café Brulot wird Weinbrand oder Cognac mit Zucker flambiert und dann mit Kaffee aufgegossen. Der Klassiker ist der Café filtre, der mit aufgesetztem Filter direkt in die Tasse filtriert wird.

Italien – In Italien ist Espresso mit Zucker die Nr. 1. Der Cappuccino, der seinen Namen der Kapuze eines Kapuzinermönchs (ital. cappuccio) verdankt, ist ein Espresso, dem eine Kapuze aus aufgeschlagener Milch aufgesetzt wird. Der Caffè Corretto ist ein mit einem alkoholischen Getränk wie Grappa, Weinbrand oder Amaretto „korrigierter“ Espresso. An heißen Tagen sehr beliebt ist der Caffè freddo, ein verlängerter, eisgekühlter und gesüßter Espresso. Und der Caffè Macchiato darf natürlich auch nicht fehlen: Auf eine Schicht nicht zu heißer Milch kommt ein Espresso, der sich mit der darunter liegenden Milch teilweise vermischt. Den Abschluss bildet Milchschaum.

Schweden – In ganz Skandinavien bereitet man Kaffee traditionell im Topf über dem offenen Feuer zu. Dazu wird Wasser in dem unvermeidlichen Kaffeewassertopf zum Kochen gebracht und eine Handvoll Kaffee dazugegeben. Dann wird das Ganze noch einmal aufgekocht. Wenn sich der Sud abgesetzt hat, ist der Kaffee trinkfertig. Milch gehört bei den Schweden nicht in den Kaffee, denn sie verfälscht den Kaffeegeschmack.

Brasilien – In Brasilien hat Kaffee eine lange Tradition: Um 1730 brachte der brasilianische Offizier Francisco de Melo Palheta den Kaffee aus Französisch-Guayana nach Brasilien. Von da an hatten Kaffeeanbau und -genuss in Brasilien Hochkonjunktur. Bei der Kaffeezubereitung legt man besonderen Wert auf die Qualität des Wassers: Gutes Kaffeewasser muss mineral- und sauerstoffreich sein, nur dann schmeckt der Café de olla, der mit Zimt zubereitet und kalt getrunken wird.

Arabien – Hier wird vor dem Servieren des Kaffees häufig etwas davon auf die Erde geschüttet – ein Brauch, der auf ein Opferritual der Beduinen zurückgeht, die durch diese symbolische Geste Allah für ihre Vorräte dankten. Zum Kaffee wird normalerweise Wasser gereicht, das man zwischendurch mittrinkt.

Thailand – Auch im fernen Osten liebt man den Kaffee. In Thailand wird der Kaffee ohne Milch getrunken. Stattdessen geben die Thailänder gerne Gewürze und viel Zucker dazu.

Japan – In Japan ist eine spezielle Kaffee-Variante beliebt: Kaffee mit Soja-Milch. Der Soja-Milch-Kaffee schmeckt nicht nur gut, ihm wird auch eine ganz besondere Wirkung nachgesagt: Die Nährstoffe der Soja-Bohne sollen jung halten. Kein Wunder, dass das Kaffeegetränk inzwischen auch außerhalb Japans Anhänger gefunden hat, vor allem junge Damen.

Die Tasse macht den Unterschied

Damit der Kaffeegenuss perfekt wird, muss aber nicht nur die Zubereitungsmethode stimmen, sondern auch das Trinkgefäß. Auf die richtige Tasse kommt es an, denn ähnlich wie bei Weingläsern gibt es auch bei Tassen ganz bestimmte Formen, die für die jeweilige Kaffee-Spezialität maßgeschneidert sind.

Da Espresso und Mokka bei ca. 92 °C gebrüht und so heiß wie möglich geschlürft werden, ist für einen solchen kurzen Kaffee eine kleine, schmale Tassenform ideal, die die Temperatur perfekt hält. Sobald Milch zum Kaffee kommt und die Portionen größer werden, muss die Tasse mehr Volumen haben, wie etwa die Frühstückstasse. Für Kaffee-Spezialitäten mit opulentem Milchschaum nimmt man eine höhere Tasse, die die Schaumkrone vor dem Zusammenfallen schützt. Und einen Latte Macchiato mit seinen dekorativen Schichten aus Milch, Espresso und Milchschaum serviert man am besten in einem dickwandigen Glas.

Maßgeschneiderter Kaffeegenuss – Für jede Kaffeespezialität gibt es die richtige Tasse: Tassen für Espresso, Cappuccino oder Café au Lait. Für den großen Durst gibt es große Henkelbecher oder kleinere Henkelbecher, deren Größe perfekt auf die aktuellen Pad-Automaten abgestimmt ist.

Für jeden Geschmack – Mit einem Dekor unterstreicht man seine persönliche Note zusätzlich, beispielsweise in den Trendfarben Mocha und Berry, in uni oder dekoriert mit feinen Details.

Eine wunderbare Liaison – Starker Espresso trifft warme Milch, sanft aufgeschäumt und gekonnt geschichtet. Serviert in einem formschönen Glas ist das die perfekte Art, sich einen Hauch von Italien in die eigenen vier Wände zu holen.

Auf die Größe kommt es an – Eine besonders kleine Tasse ist genau richtig für den heißen, aromatischen Espresso. Verfeinert man den kleinen Schwarzen mit geschäumter Milch, braucht man schon etwas mehr Platz in der Tasse, damit der Cappuccino seinen feinen Geschmack voll entfalten kann.

Latte Art – Die Kunst des Barista

Nicht nur beste Bohnen und die perfekte Tasse sorgen für höchsten Kaffeegenuss, auch der Kaffee selbst wird immer effektvoller in Szene gesetzt. Nach dem Motto „Das Auge trinkt mit“ steht zurzeit Latte Art ganz hoch im Kurs. Die Milchschaumoberfläche von Espresso-Getränken wird dabei künstlerisch gestaltet. In guten Cafés und Espressobars ist dafür ein echter Spezialist zuständig: der Barista.

Barista ist das italienische Wort für Barkeeper. Während ein Barista in Italien alle Arten von Getränken serviert, wird in Deutschland damit jemand bezeichnet, der Getränke auf der Basis von Espresso professionell zubereitet und serviert. Ein Barista muss beispielsweise über Kaffeesorten, Kaffeeröstung, die Bedienung der Espresso-Maschinen und das Aufschäumen von Milch Bescheid wissen.

Perfekter Milchschaum – Schon die Zubereitung eines perfekten Milchschaumes erfordert Übung und Geschick. Die Milch darf nicht zu heiß sein, sonst wird der Schaum zu grob. Und: Je höher der Fettanteil der Milch, desto cremiger wird der Schaum. Am besten nimmt man Milch mit mindestens 3,5 Prozent Fett.

Kleine Kunstwerke –
Ein guter Barista beherrscht Latte Art. Durch geschicktes Gießen der aufgeschäumten Milch lässt er auf der Oberfläche des Kaffeegetränks ein kleines Gemälde entstehen. Motive von Blättern und Blüten sind sehr beliebt, aber auch stilisierte Herzchen oder sogar Schriftzüge kann der Barista mit Hilfe von Schablonen, Schokoladensoßen und Stiften auf den Kaffee zaubern.

Quelle: http://www.espressomaschine.de