Risiko Geldautomat

Diese Meldung machte in der vergangenen Woche in vielen US-Medien die Runde: Offensichtlich hatte ein junger Mann als Besucher einer Tankstelle geschafft, einen dort aufgestellten Geldautomaten so umzuprogrammieren, dass er statt 5 Dollarscheinen solche im Wert von 20 Dollar ausspuckt.

Statt 250 Dollar, die er bei seinem ersten Besuch mit Hilfe einer anonymen Guthabenkarte (pre-paid Debit Card) anforderte, erhielt er also 1.000 Dollar. Wieviel Geld er bei den nächsten Besuchen abhob, wird von der Polizei nicht angegeben. Ebenfalls unklar blieb, wie er das angestellt hat. Eine Polizei-Beamtin meint jedenfalls im CNN-Interview, der Täter müsse über „interne Kenntnisse“ verfügt haben.

„Internet-Kenntnisse“ wäre wohl das geeignetere Wort, wie das Wired-Blog „27BStroke“ enthüllt. Ein Fachmann für Computer Sicherheit benötigte nach der Video-Identifikation des Gerätes gerade 15 Minuten, um eine Online-Kopie des Geräte-Handbuchs im WWW zu finden. Darin unter anderem enthalten, die Voreinstellungswerte für das Passwort sowie für den Code des Geld-Depots.

Wird das Passwort von den Technikern bei der Aufstellung des Gerätes nicht geändert, dann ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Denn dann kann ein Angreifer mit einfachen Eingaben in den Diagnose- beziehungsweise den Operator-Modus wechseln. Und das hat der Tankstellendieb offenbar getan.

Möglicherweise sind auch andere Geräte derart ungesichert aufgestellt worden. Der Hersteller des fraglichen Gerätes hat jedenfalls nach eigenen Angaben schon über 70.000 Maschinen in den USA aufgestellt. Und auch von anderen Herstellern lassen sich Handbücher mit ähnlichem Risikopotential im WWW finden.

Die Frage ist aber nicht nur wie viele anfällige Geräte es gibt. Man muss sich auch fragen, wie häufig solche Lücken bereits ausgenutzt werden. Der Täter im aktuellen Fall macht auf den Videoaufzeichnungen jedenfalls keinen sonderlich aufgeregten Eindruck. Auch dass er mehrfach hintereinander den gleichen Automat besuchte, spricht eher für einen Gewohnheitstäter.

Und besonders großes Aufsehen hätte sein Fall ohnehin nicht verursacht, hätte er seine Einstellungsänderungen wieder rückgängig gemacht. Doch er beließ vermutlich beim letzten Besuch die Einstellungen auf den von ihm festgesetzten Werten. So blieb es dann auch für die kommenden Tage, ohne dass sich ein Benutzer des Gerätes darüber verärgert gezeigt hätte.
Erst am 9 Tag zeigte sich eine Frau so ehrlich, den zuviel erhaltenen Fehlbetrag an der Kasse zu melden. Dass das Geld-Depot der Maschine zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch gefüllt war, grenzt an ein Wunder. Weswegen der gesamte Vorgang dann auch auf so großes Medieninteresse stieß. (Quelle: www.intern.de

Wolfgang Dubs

Die Saison für die Fisch-Spezialität ist jetzt in vollem Gange – Der Gastronom und Spitzenkoch Wolfgang Dubs hat für die AHGZ drei Rezepte entwickelt

Der Kenner weiß noch vor dem ersten Biss in den Matjes, was ihn bei Wolfgang Dubs in Worms erwartet: Genuss der milden, cremigen Art. „Ein bisschen salzig soll der Neue sein, außen silbrig, innen rosa und leicht jodig“, so der Altmeister. Zwar habe die moderne Gefriertechnik es möglich gemacht, dass Matjes ganzjährig angeboten würde, aber geschmacklich gehe nichts über den Frühsommermatjes – auch wenn er aus hygienischen Gründen ebenfalls, noch auf See, schockgefrostet wird. Er hat weder Gräten noch Schuppen, ist nicht in Öl eingelegt, denn fett (20 Prozent) ist der Matjes normalerweise selbst. In diesem Jahr aber sorgte die lange anhaltende Kälte dafür, dass der Hering in der Nordsee mager blieb. Erst mit einigen Wochen Verspätung konnten er sich die typischen Fettpolster anfressen. Die Folge: Nicht nur die Fangsaison verzögert sich, sondern auch die Matjesfans mussten länger als sonst auf ihren Fischgenuss warten. Am 14. Juni erst legten die Matjesbarkassen Vegebündel und Das Schiff mit den ersten Matjesfässern in Bremen an.

Lesen Sie den gesamten Artikel von HEINZ FELLER und die Rezepte von Wolfgang Dubs in der AHGZ:
www.ahgz.de/kueche-und-keller/2006,27,607217416.html

Tomatentherapie gegen hohen Blutdruck

Eine „Tomatentherapie“ testeten israelische
Wissenschaftler recht erfolgreich bei Menschen mit hohem Blutdruck.

Wie das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ berichtet, behandelten
sie 40 Patienten, die vorher noch keine andere Therapie bekommen
hatten, mit einem Tomatenextrakt. Nach acht Wochen war der Blutdruck
im Durchschnitt von 144/87 mmHg auf 134/83 zurück gegangen. Ein
Scheinmedikament, das die Forscher zum Vergleich eingesetzt hatten,
blieb dagegen ohne Wirkung.

Für verantwortlich halten sie die
Substanz Lykopen, die den Früchten die tiefrote Farbe gibt. Der
Pflanzenstoff macht möglicherweise die Blutgefäße elastischer. Ob der
Herzschutz vom Strauch auch auf Dauer wirkt, müssen weitere Studien
klären.

Made in America Tours

In Amerika genießen traditionelle Familienbetriebe aufgrund ihrer Qualitätsprodukte ein hohes Ansehen. Touren zur Werksbesichtigung sind heiß begehrt und erleben eine Blütezeit. „Made in America“ wird zum Markenzeichen. So zum Beispiel im York County im US-Bundesstaat Pennsylvania, dessen Hauptstadt York zur „Factory Tour Capital of the World“ avancierte. Die familieneigenen Produktionsstätten, die unter dem Dach von „Lifetime Brands“ USA-weit für ihre Erzeugnisse werben, öffnen vom 14. bis 17. Juni zum 8. Mal Tür und Tor. Mit den Namen zeigen die Betriebe auf ihre Wurzeln, und wer in Deutschland unabhängigen Unternehmen mit großen Namen nachtrauert, wird in Pennsylvania fündig.

Snyder’s of Hanover: Schritt für Schritt zur Brezel

Hanover Olde Tyme Pretzels gibt es seit 1909. 1923 eröffneten William und Helen Snyder zusammen mit ihren Söhnen Edward und Bill ihre erste Brezelbäckerei und stiegen ein ins Kartoffelchip-Geschäft. Nach einer wechselvollen Geschichte mit einem Zusammenschluss mit Hanover Foods Corporation machten sich die Snyders 1981 als Snyder’s of Hanover wieder unabhängig und produzieren seitdem mit Hilfe neuer Technologien ihre Brezeln nach Originalrezept und aromatisierte Teile als innovative Variationen. Auf der Tour durch die Anlage wird der Besucher mit den zehn Schritten vertraut, die mit der Mischung und dem Kneten des Teigs beginnen und über die gerollte Endlos-„Nudel“, die zu Brezeln geformt wird, das Laugenbad und das Salzen bis zur versiegelten, versandfertigen Verpackung führt
www.snydersofhanover.com

Pfaltzgraff: Qualitäts-Keramik seit fast 200 Jahren

Die Familie Pfalzgraff ließ sich um 1800 in York/Pennsylvania nieder und begann auf dem eigenen Grund und Boden mit einer Töpferscheibe. Der ursprüngliche Markt reichte „soweit man mit Pferd und Wagen kommt und am gleichen Tag wieder zurück ist.“ Heute gibt es die hochwertigen Pfaltzgraff-Produkte in Warenhäusern und Fachgeschäften von Küste zu Küste, auch per Katalog. Der Firmensitz blieb stets York/Pennsylvania
www.pfaltzgraff.com

Wolfgangs Bonbons: Von Pauls Ponywagen zum Internet

Wolfgang Candy wurde 1921 gegründet und gehört zu den ältesten Bonbonfabriken der USA, die sich im Familienbesitz und unter Familienmanagement befinden. Bis heute brachten vier Generationen von Wolfgangs ihre Erfahrung und ihr Fachwissen in das Unternehmen ein, das heute tonnenweise Bonbons für Schulen, Clubs, Kirchen und andere Organisationen herstellt. Für das operative Geschäft ist Robert Wolfgang III. zuständig, der Enkel des Mitbegründers Robert L. Wolfgang. Er wohnt seit seines Lebens am Firmensitz in York/Pennsylvania. Der Vertrieb der Süßigkeiten begann im Ponywagen von Paul und im Warenkorb von Robert. Heute kann man die Bonbons direkt über die Website kaufen
www.wolfgangcandy.com

Weitere „Made in America“ Touren führen ab York unter anderen zu landwirtschaftlichen Betrieben wie Molkereien und zu zehn familieneigenen Weinkellerein in York und Umgebung. Die Ausflüge sind kostenlos und bieten den Teilnehmern den Vorteil, Waren vor Ort zu einem ermäßigten Preis zu erwerben
www.factorytours.org

Vitamin C schützt vor Arteriosklerose

( Wissenschaftler der Royal Free and University College Medical School in London werteten die Verzehrsgewohnheiten von rund 3.300 gesunden Männern im Alter von 60 bis 79 Jahren aus. Es stellte sich heraus, dass ein hoher Vitamin C-Konsum mit einer verminderten Konzentration an Entzündungsparametern und Arteriosklerose-fördernden Faktoren assoziiert war, berichtet heute Diplom-Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen. Darüber hinaus gehört Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bezeichnet, zu den wichtigsten Vitaminen zur Unterstützung des Immunsystems. Es ist an vielen physiologischen Vorgängen im menschlichen Körper beteiligt, so dass ein Mangel weitreichende Folgen hat. Vitamin C ist aktiv an der Abwehr von Viren und Bakterien beteiligt, beugt der Entstehung von Arteriosklerose vor und reguliert die Ausschüttung zahlreicher Hormone der Hirnanhangdrüse. Zudem beteiligt sich die Ascorbinsäure an der Regeneration von Vitamin E, so dass hierdurch die antioxidative Abwehr des Körpers gestärkt wird. Deshalb steigt auch der Bedarf an Vitamin C in Stresssituationen und bei Rauchern stark an. Amerikanische Biochemiker sprechen sich derzeit für eine Zufuhr von bis zu 400 Milligramm Vitamin C täglich für Erwachsene aus .

Die DACH-Referenzwerte empfehlen dagegen nur eine Zufuhr von täglich 100 Milligramm, in Schwangerschaft und Stillzeit 110 Milligramm .

Die Supplementation von Vitamin C blieb in der Studie jedoch ohne Wirkung auf den Vitamin C-Status im Körper. Besonders Vitamin C reiche Quellen sind verschiedene Gemüse- und Obstsorten wie Kiwi, Paprika, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Kartoffeln. Wer sich gesund ernährt, ausreichend Sport treibt, und nicht raucht sowie sich von andauerndem seelischem Stress nicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt, hat gute Chancen, dem Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden beziehungsweise an Arteriosklerose zu erkranken, zu entgehen, so Irina Baumbach zusammenfassend.

Weitere Informationen zu einer gesunden Ernährungsweise sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.

Flaute bei Karibik-Cruises

Boom bei Mittelmeer- und Flusskreuzfahrten

Jahrelang waren die Kreuzfahrten jene
Branche, die traumhafte Wachstumszahlen hinlegten. Sie sind auf der 40.
ITB www.itb-berlin.de auch üppig vertreten. Derzeit setzt jedoch
eine Stagnation am deutschen Markt ein, wie der Deutsche Reise Verband
(DRV) in einer Erhebung festgestellt hat. Allerdings geht der Trend
nicht weg vom Wasser, sondern er führt zu einer Verlagerung zugunsten
der Fluss- und Binnenkreuzfahrten. Denn dort gebe es immer noch
deutliche Steigerungen, berichten Anbieter auf der ITB.

„Drei Viertel der befragten Unternehmen erwarten auch 2006 eine
Steigerung der Passagier- und Umsatzzahlen“, erklärte Johannes
Zurnieden, Vizepräsident des DRV, im Rahmen der ITB. Allein im Vorjahr
konnte der Markt um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen, so der
Experte. Knapp eine Mio. Deutsche buchen einen Urlaub auf dem Wasser.
Die Veranstalter von Hochseekreuzfahrten legten bei den Gästezahlen um
knapp zehn Prozent zu und verbuchten Umsätze in der Höhe von 1,2 Mrd.
Euro. Die durchschnittliche Reisedauer liegt bei 9,6 Tagen, der
Durchschnittspreis von 1.913 Euro blieb nahezu konstant.

Allerdings waren die Verschiebungen der Destinationen doch sehr
deutlich: Ostsee und Mittelmeer legten um elf Prozent zu und konnten
somit die 80 Prozent-Marke knacken. Der Anteil der Kreuzfahrten in der
Karibik und nach Übersee fiel um elf Punkte auf knapp 20 Prozent. Die
Veranstalter reagierten prompt auf das Publikumsinteresse und haben das
Angebot ausgebaut.

Bei den Flusskreuzfahrten fiel die Steigerung allerdings etwas
bescheidener aus. Das Umsatzplus lag bei 4,1 Prozent auf 370 Mio. Euro.
Die Zahl der Passagiere stieg um 6,2 Prozent auf 326.000. Der
durchschnittliche Reisepreis nahm mit zwei Prozent leicht ab, die
durchschnittliche Reisedauer blieb mit acht Tagen nahezu gleich. Das
Angebot auf der Donau erhöhte sich jedoch deutlich. Dort stieg das
Passagiervolumen um 20.000 Personen an. Zu den boomenden
Flusskreuzfahrten zählen auch jene in Frankreich und auf dem Nil. Die
Passagierzahl auf deutschen Flüssen und Kanälen nahm hingegen deutlich
ab. Auf Grund von Niedrigwasser und geringer Kapazität kam es bei
Kreuzfahrten auf dem Po zu einem besonders dramatischen Rückgang. Für
2006 erwartet sich die Hälfte der Anbieter mehr Geschäft.
Kapazitätsengpässe sind aufgrund zahlreicher Neubauten nicht zu
erwarten. Wolfgang Weitlaner