Die Erbse

Besondere Kennzeichen: Keine! Die Erbse ist ein solider
Durchschnittstyp, verlässlich, gesund und sympathisch. Trotzdem hat
sie es nie so ganz geschafft, über den Beilagenstatus hinauszukommen.

Während andere alte Gemüsearten wie Pastinake oder Rote Bete
laufend von der modernen Küche wiederentdeckt und neuinterpretiert
werden, verfolgt die Erbse hartnäckig der Ruf des etwas farblosen
Sattmachers. Das hat vielleicht auch mit den bekanntesten Gerichten
auf Erbsenbasis zu tun, die eher nach Notversorgung klingen als nach
kulinarischem Highlight: Erbsensuppe, Erbsen zu Fischstäbchen und
Kartoffelpüree oder noch schlimmer – Erbswurst.

Möglicherweise begleitet die Erbse den Menschen auch einfach schon
zu lange, als dass man ihren wahren Wert noch zu schätzen wüsste.
Immerhin isst man sie schon seit über 9.000 Jahren, wie Funde im
heutigen Syrien belegen. In Mitteleuropa wurde sie ab dem 13.
Jahrhundert zum Fleisch des kleinen Mannes, weil sie ein billiger
Proteinlieferant war und sich getrocknet gut lagern ließ. Als
Pflanze, die sich ihren Stickstoff selbst aus der Luft holte, passte
sie zudem perfekt in die Dreifelderwirtschaft der Bauern und war eine
willkommene Ergänzung zum täglichen Getreidebrei, wenn auch als
langweiliges Mus.

Immerhin glänzt sie heute mit einem beeindruckenden Sorten- und
Varietätenreichtum, der mehr als 100 Arten bzw. Unterarten umfasst.
Die Liste reicht von Ackererbsen als hochwertiges Eiweißfuttermittel
für Tiere über Markerbsen, die meist als Konserve angeboten werden,
bis zur Zuckererbse, bei der man die fleischig süße Hülse mit den
noch unentwickelten Körnern isst.

In dieser Form war ihr sogar ein kurzer Höhenflug als angesehene
Delikatesse vergönnt. Dafür sorgte Ende des 17. Jahrhunderts der
französische Sonnenkönig Ludwig XIV. Er liebte die unreifen kleinen
Erbsen samt süßlicher Schote über alles und ließ sie sogar in
Glashäusern anbauen und züchten, um das Trendgemüse aus Italien das
ganze Jahr über genießen zu können. Doch der Ruhm verblasste nach
wenigen Jahren, die Erbse blieb letztlich ein Gemüse für Jedermann.
Dazu trugen auch neue Verfahren zur Haltbarmachung bei wie die
Konserve und später auch das Tiefkühlen, bei dem sie sogar ihre
leuchtend grüne Farbe behält und fast alle wichtigen Inhaltsstoffe.

Wenn auch nicht in der Spitzengastronomie, so erlebt die Erbse
zurzeit immerhin auf deutschen Äckern ein Comeback. Nach
jahrzehntelangem Rückgang der Anbauflächen setzten Landwirte in den
vergangenen Jahren wieder verstärkt auf Erbsen als proteinreiches
Futtermittel. Auch der Anbau von Frischerbsen für den Handel ist seit
2013 deutlich gestiegen. Ganz offensichtlich hängen die Deutschen
mehr an ihrem Lieblingsdurchschnittsgemüse als sie zugeben. Und das
hat die sympathische Erbse auch wirklich verdient. Jürgen Beckhoff, www.aid.de

Girlan Erntedank

Traditionelles Ernte-Abschlussfest: Die letzte Traubenfuhre
Ein sympathisches Fest lädt in Girlan zum Erntedank ein: Wenn die letzten Weintrauben abgeschnitten sind, wird in dem kleinen Ort an der Südtiroler Weinstraße farbenprächtig gefeiert. Am 16. Oktober 2010 bringt ein festlich geschmückter Oldtimer-Traktor, gefolgt vom bunten Umzug der historisch gekleideten Theatergruppe und der Musikkapelle Girlan, die letzte Fuhre zum Dorfzentrum des Weindorfes.

Hier werden die Trauben mit einer alten Weinpresse direkt vor den Augen der Besucher gepresst und der frische Most anschließend verkostet. Immer mit dabei ist der Saltner in seiner typischen Tracht, der ein strenges Auge auf die Weinpresse wirft. Die Saltner waren Weingartenhüter, die früher Vögel und Diebe von den Trauben fernhalten sollten. Heute gibt es den Beruf natürlich nicht mehr, aber die lebendige Erinnerung an deren Zunft blieb erhalten. Neben dem frisch gepressten Traubenmost der letzen Fuhre gibt es für die Gäste auch echten Weingenuss. Girlans Kellereien und Weinbaubetriebe bieten im Rahmen der Veranstaltung ihre Besten zur Degustation.

Passend zur herbstlichen Törggelezeit werden dazu frisch geröstete Kastanien, Speckbrötchen oder Krapfen angeboten.

Neueste Zahlen: Stabiler Weinmarkt 2009

Neueste Zahlen: Stabiler Weinmarkt 2009

Der deutsche Weinmarkt blieb im vergangenen Jahr von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont. Wie das Deutsche Weininstitut auf der Basis von GfK-Erhebungen mitteilt, ist der Umsatz mit Wein in Deutschland 2009 bezogen auf alle Einkaufsstätten (Lebensmittelhandel, Discount, Fachhandel, Winzer) erneut um 1,2 % gestiegen.

WeinfachhandelBereits 2008 und 2007 stiegen die Umsätze hierzulande um 2,2 % bzw. 1,2 %. Der Weinabsatz war im vergangenen Jahr allerdings mit einem Minus von 1,5 % leicht rückläufig. „Wir hatten 2009 insgesamt gesehen einen recht stabilen Weinmarkt. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die nachgewiesene Verlagerung des Außer-Haus-Konsums in Richtung In-Haus-Konsum“, kommentiert DWI-Geschäfts­führerin Monika Reule die aktuelle Weinmarkt­situation.

Die Weine aus den deutschen Anbaugebieten entwickelten sich 2009 ein wenig schwächer als der Gesamtmarkt. Sie gaben im Absatz um 4,5 % nach, haben jedoch aufgrund besserer Verkaufserlöse ihr Umsatzniveau gehalten. „Die heimischen Weine wurden im Lebensmittelhandel im Schnitt zu einem Preis von 2,81 €/l angeboten, was einer Steigerung von 14 Cent entspricht. Im Direkteinkauf beim Winzer und im Fachhandel liegen wir mittlerweile bei 5,65 €/l. Bei dem riesigen internationalen Weinangebot auf unserem sehr preissensiblen und hart umkämpften Weinmarkt haben Preisanpassungen schnell Absatz­rückgänge zur Folge“, erläutert Reule.

Mit einem Marktanteil von 54 % am gesamtdeutschen Weinumsatz und 48 % an der verkauften Weinmenge bleiben die deutschen Erzeuger trotz einem Rückgang von jeweils einem Prozentpunkt weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. An zweiter und dritter Stelle stehen Frankreich und Italien, beide relativ konstant mit jeweils 13 % Marktanteil am Umsatz und Absatz, gefolgt von Spanien mit sechs Prozent. Die Weine aus der „Neuen Welt“ lagen in 2009 bei fünf Prozent Marktanteil.

Der Rotweinboom der letzten Jahre scheint sich allmählich abzuschwächen. Es wurde zwar 2009 mit einem Anteil von 51 % am Gesamtabsatz immer noch mehr Rot- als Weiß­wein eingekauft. Der Rotweinanteil ging allerdings um zwei Prozent zu Gunsten des Weißweinkonsums zurück. 40 % aller eingekauften Weine waren 2009 weiß, der Roséweinanteil blieb mit rund 9 % unverändert.

DAS!

NDR, Freitag, 08.01., 18:45 – 19:30 Uhr

DAS! schmeckt – Kochrezepte mit Rainer Sass.
Ob Wachteln in Pfefferrahmsoße oder Kartoffelsalat mit feinen Schalotten. Rainer Sass weiß für jedes Gericht das richtige Rezept. Die Rezepte zum Nachkochen im NDR Text, Seite 594 oder im Internet / E-Mail: das@ndrtv.de
DAS!-Gast: Hans Tilkowski

Er ist die erste deutsche Torwartlegende. Seine Karriere begann Hans Tilkowski 1956 bei Westfalia Herne in der Oberliga West und wechselte zur ersten Bundesligasaison 1963/64 zu Borussia Dortmund. Mit dem BVB überzeugte er im Endspiel um den Pokal der Pokalsieger gegen den FC Liverpool und wurde 1965 als erster Torhüter mit der Auszeichnung zum deutschen Fußballer des Jahres bedacht. Dennoch war es das wohl bekannteste (Nicht-)Tor aller Zeiten, mit dem Tilkowski in die Fußballgeschichte einging: das ‚Wembley-Tor‘, bei dem Tilkowski 1966 zwischen den Pfosten stand. Auch nach seiner aktiven Profikarriere blieb es für den dreifachen Vater spannend, denn er wechselte 1970 auf die Trainerbank. Legendär bleibt sein Abgang als Trainer für den Nordclub Werder Bremen, als er seine Mannschaft knappe 24 Stunden vor Anpfiff zum DFB Pokal-Viertelfinale nach Unstimmigkeiten verließ. Seit seinem Ruhestand engagiert sich der ehemalige Nationaltorwart für karitative Zwecke und schrieb mit ‚Und ewig fällt das Wembley-Tor. Die Geschichte meines Lebens‘ seine Autobiografie.

Bayerns Wirtshaus-Tradition

Wo die Bierkultur daheim ist: Bayerns Wirtshaus-Tradition

Als sich Anfang Oktober der Hochsommer noch einmal nach Bayern verirrte, träumte so mancher Genießer von einer endlosen Biergarten-Saison. Wenige Tage später rieselten die ersten Schneeflocken auf die Biertische. Schluss mit der Gemütlichkeit? Im Gegenteil. Jetzt genießen die Bayern ihre (altbayerische) Halbe oder ihr (fränkisches) Seidla, ihr Weizen, Zoigl oder Kirchweihbier urgemütlich im Wirtshaus.

Das Wirtshaus, Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit und Lebensfreude, entstand vor rund 2.000 Jahren als römischer Vorläufer der Autobahnraststätte. Von den Straßenstationen blieb freilich nichts übrig. Erst im Mittelalter entwickelten sich die typisch bayerischen Tafernwirtschaften (vom lateinischen taverna = Hütte). Die Tafernwirte durften, anders als Gasthäuser, meist auch selbst backen, brauen und Schnaps brennen. Während die Bezeichnung in den meisten Regionen in Vergessenheit geriet, pflegen in Bayern noch viele Wirte die Taferntradition.

So manche Kassettendecke, mancher Kachelofen in bayerischen Wirtshäusern wurde schon im 16. oder 17. Jahrhundert gesetzt. In der Gründerzeit, ab dem späten 19. Jahrhundert, blühte die Wirtshauskultur dann vollends auf. Alte Holzdecken und Dielenböden, geschnitzte Vertäfelungen, umlaufende Bänke, originale Wandmalereien, bleiverglaste, farbige Fenster und blank gescheuerte Holztische mit ihren Scharten und Zinken erzählen Geschichten vom Beisammensein und vom behaglichen Genuss.

Karteln, anbandeln, zünftig genießen:

Wirtshauskultur ist immer auch Bierkultur
Heute wie einst wird im Wirtshaus Bier getrunken und herzhaft geschmaust, gekartelt (am Stammtisch), aufg´spielt (von der Musi), anbandelt (beim Tanz) und derbleckt (vom Hochzeitslader). Hier wird geratscht und räsoniert oder, typisch bayerisch, in behaglicher Eintracht und schweigend die Welt betrachtet. Der Wert der Wirtshäuser – nicht nur als kulinarische, sondern auch als soziale und kulturelle Zentren – rückt wieder ins Blickfeld. Regionale Initiativen bemühen sich, die Wirtshauskultur zu bewahren und zu fördern.

Bayerische Wirtshauskultur ist immer auch Bierkultur. Wo eine eigene Bierkarte mit regionalen und saisonalen Spezialitäten gepflegt wird, darf man sich auf besondere Genüsse freuen. Jetzt, im Bierherbst, haben das Märzen und die Festbiere Saison. Das blanke Märzen leuchtet appetitlich bernsteinfarben im Glaskrug. Seine Blume – also der Duft – und der Geschmack sind malzbetont. Es ist süffig und körperreich, mit einem Anklang von Süße und Hopfenbittere. Eng verwandt sind die Kirchweihbiere. In warmen Herbsttönen, von Goldgelb bis Rotbraun, schimmern sie in den Krügen und versöhnen uns mit dem Abschied vom Sommer.

Bayerische Biervielfalt im Wirtshaus erleben
Wer beim Ausflug aufs Land in die Wirtshäuser und Dorfwirtschaften einkehrt, erlebt die bis heute enorm vielfältige bayerische Brauereien-landschaft. Jede Region hat ihre Brauereien. Allein die Bierstadt Bamberg zählt zehn Traditions- und Wirtshaus-Brauereien, die insgesamt 50 unter- und obergärige Bierspezialitäten herstellen. Wer übrigens durch Bayern reisen und jeden Tag im Wirtshaus ein anderes Bier probieren wollte, der wäre elf Jahre lang unterwegs: Die 628 bayerischen Brauereien produzieren eine Vielfalt von mehr als 40 Sorten und ca. 4.000 Marken-Spezialitäten. Da kann man nur noch sagen: genussvolle Reise – und zum Wohlsein!

Lesetipp: 50 sehens- und erlebenswerte bayerische Wirtshäuser stellt das Buch „Genuss mit Geschichte: Einkehr in bayerischen Denkmälern“ vor (Volk Verlag, München 2009, 16,90 Euro), ISBN: 978-3-93-720070-5.

Österreichs Weinernte 2009: Kleine Menge, hohe Qualität

Österreichs Weinernte 2009: Kleine Menge, hohe Qualität

In den vergangenen Wochen ging es hektisch zu in Österreichs Weingärten.
Das warme und sonnige Wetter bis Anfang Oktober brachte gesunde Trauben
mit idealer Reife und kühle Nächte sorgten dafür, dass auch das Aroma
perfekt erhalten blieb. Man darf sich also wieder auf einen qualitativ
hochwertigen Jahrgang aus Österreich freuen, allerdings auch mit einem
Wermutstropfen. Schlechtes Wetter während der Blüte und großflächige
Hagelschäden lassen lt. Josef Pleil, Präsident des Österreichischen
Weinbauverbandes, eine kleinere Erntemengen von ca 2,2 Mio hl oder
weniger erwarten.

Auch in Niederösterreich, Österreichs größtem Weinbaugebiet, freuen sich
die Winzer über die hohe Qualität der geernteten Trauben. Die
Erntemengenschätzungen gehen kontinuierlich nach unten. Neben der
allgemein schwierigen Blüte – kaltes Wetter und Regen führte zu einer
geringen Befruchtung – war besonders im Weinviertel der Traubenansatz
geringer als in Vorjahren. Starker Regen im Raum Kremstal, Kamptal und
Wachau Mitte September führte zu einem erhöhten Pilzdruck und erfordert
rigorose Auslesearbeiten bei der Ernte.

Im Burgenland gab es in den letzten Wochen ideale Bedingungen für den
Reifeverlauf der Trauben. Vom Hagel blieb das Burgenland dieses Jahr
großteils verschont, jedoch gab es auch hier während der Blüte
Verrieselungsschäden (keine Befruchtung) und somit eine geringere
Erntemenge. Im Herbst förderten warme, trockene Trage und kalte Nächte
die Aromenausbildungen und brachten gesunde, vollreife Trauben. Das
trockene Wetter Ende August und Anfang September verursachte, wie auch
im Niederösterreich, eine geringere Saftausbeute bei der Vinifizierung.
Derzeit ist die Ernte bis auf wenige Rotweinsorten und die Süßweine
abgeschlossen.

Aus der Steiermark kommt der Grundtenor „wenig, aber gut“. Besonders
hier haben intensiver Regen und kalte Temperaturen während der Blüte den
Traubenansatz stark reduziert, vor allem bei Sorten wie Weißburgunder,
Morillon und Sauvignon Blanc. Zusätzlich sind lt. Hagelversicherung fast
1.500 ha der Fläche durch Hagel zumindest teilweise betroffen. Nach
einem feuchten Sommer freuten sich die Winzer über die
Schönwetterperiode im Herbst, die die physiologische Reife förderte,
jenen optimalen Zustand der Trauben, der nicht nur Zucker- und
Säuregehalte, sondern auch Aromen, Reifezustand der Traubenkerne
(Gerbstoffe) und Beerenhaut berücksichtigt.

In Wien vernichtete wie berichtet ein Hagelsturm im Juli den Großteil
der Trauben am Nussberg, Wiens bester Lage. Dementsprechend weniger
Menge wird auch heuer aus Wien zu erwarten sein, obwohl hier die
Verrieselungsschäden während der Blüte im Vergleich zu anderen Gebieten
geringer waren. In den jenen Lagen, die vom Hagel nicht betroffen waren,
konnten die Winzer schöne, gesunde, reife Trauben mit guter Säure und
Aroma ernten.

„Trotz Hagel und Verrieselung können wir uns auf einen qualitativ
hochinteressanten Jahrgang sowohl bei Weiß-, als auch bei Rotwein
freuen.“ kommentiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein
Marketing GmbH (ÖWM) den Jahrgang. „Mit Preissteigerungen ist aber
aufgrund der reichen Vorjahresmenge nicht zu rechnen.“

Alfredissimo!

Eins Plus, Donnerstag, 01.10. um 10:30 Uhr

Alfredissimo!

Kochen mit Bio und Jan Fedder

Thema: Heute: Vatertags-Eiersalat und Gebackener Feta mit Linsen

„Mit fünf Jahren wurde ich im Kindergarten gezwungen, Königsberger Klopse mit kalter Kapernsauce zu essen. Es war schrecklich“, sagt der Hamburger Schauspieler Jan Fedder, der u. a. in Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ und seit Jahren in der erfolgreichsten ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“ zu sehen ist. „Ich habe mich danach total verweigert. Allerdings war es in den sechziger Jahren noch äußerst schwierig, sich vegetarisch zu ernähren. Auf den Sonntagsausflügen musste ich dann noch hin und wieder Kartoffelsalat und Wiener Würstchen essen. In der Woche haben wir mittags immer in unserer Kneipe gegessen.“ In der Gaststätte, die Fedders Eltern am Hamburger Hafen betrieben, aßen er und sein Bruder nicht nur zu Mittag, sondern packten auch schon mal mit an: „Ab und zu mussten mein älterer Bruder Uli und ich Kartoffeln schälen. Wir hatten da so eine Kartoffelschälmaschine, in der fast nichts mehr von den Kartoffeln übrig blieb, wenn man sie hinein gab.“ Jan Fedder, der bis heute in punkto essen eigenwillig geblieben ist, greift zur Selbsthilfe, wenn er für Dreharbeiten unterwegs ist: Als wir 1981 „Das Boot“ gedreht haben, habe ich mir von der Requisite einen kleinen Kocher geliehen, ein paar Fertignudeln gekauft und auf dem Zimmer gekocht. Das hat ganz gut geklappt. Wenn ich länger weg bin, habe ich jetzt stets noch ein paar Packungen Fertignudeln dabei und hoffe, dass die Vorhänge im Hotelzimmer nicht Feuer fangen.“

In „alfredissimo!“ bereitet Jan Fedder seinen legendären Vatertags Eiersalat zu. Alfred Biolek macht „Gebackenen Feta mit Linsen“.

Alfredissimo!

Eins Plus, Montag, 28.09. um 21:30 Uhr

Alfredissimo!

Kochen mit Bio und Jan Fedder

Thema: Heute: Vatertags-Eiersalat und Gebackener Feta mit Linsen

„Mit fünf Jahren wurde ich im Kindergarten gezwungen, Königsberger Klopse mit kalter Kapernsauce zu essen. Es war schrecklich“, sagt der Hamburger Schauspieler Jan Fedder, der u. a. in Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ und seit Jahren in der erfolgreichsten ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“ zu sehen ist. „Ich habe mich danach total verweigert. Allerdings war es in den sechziger Jahren noch äußerst schwierig, sich vegetarisch zu ernähren. Auf den Sonntagsausflügen musste ich dann noch hin und wieder Kartoffelsalat und Wiener Würstchen essen. In der Woche haben wir mittags immer in unserer Kneipe gegessen.“ In der Gaststätte, die Fedders Eltern am Hamburger Hafen betrieben, aßen er und sein Bruder nicht nur zu Mittag, sondern packten auch schon mal mit an: „Ab und zu mussten mein älterer Bruder Uli und ich Kartoffeln schälen. Wir hatten da so eine Kartoffelschälmaschine, in der fast nichts mehr von den Kartoffeln übrig blieb, wenn man sie hinein gab.“ Jan Fedder, der bis heute in punkto essen eigenwillig geblieben ist, greift zur Selbsthilfe, wenn er für Dreharbeiten unterwegs ist: Als wir 1981 „Das Boot“ gedreht haben, habe ich mir von der Requisite einen kleinen Kocher geliehen, ein paar Fertignudeln gekauft und auf dem Zimmer gekocht. Das hat ganz gut geklappt. Wenn ich länger weg bin, habe ich jetzt stets noch ein paar Packungen Fertignudeln dabei und hoffe, dass die Vorhänge im Hotelzimmer nicht Feuer fangen.“

In „alfredissimo!“ bereitet Jan Fedder seinen legendären Vatertags Eiersalat zu. Alfred Biolek macht „Gebackenen Feta mit Linsen“.

Tee

Teegenuss bei Deutschen hoch im Kurs: Rekord beim Teeimport

Das Trendgetränk passt in alle Lebenslagen und zählt zu den beliebtesten Getränken der Deutschen

Auf ein gutes Jahr 2008 blicken die deutsche Teewirtschaft und der Deutsche Teeverband in Hamburg zurück. Mit einem Plus von 2.367 t (knapp 4,9 %) im Vergleich zu 2007 erzielten die deutschen Teeimporteure mit rund 51.000 t Tee erneut einen Einfuhrrekord.
Welche internationale Wertschätzung der deutsche Teehandel erfährt, zeigen darüber hinaus die erfreulich gestiegenen Exporte: 26.989 t in Deutschland veredelter Tee wurde als Teespezialitäten in 96 Nationen rund um den Globus exportiert. Das ist ebenfalls mit einem Plus von 2.956 t gegenüber dem Vorjahr ein Spitzenergebnis. Damit lag der Exportanteil in Deutschland bei 53,16 %. Insgesamt wurden 17.750 t Tee – das sind gut 25,5 Liter pro Kopf – in Deutschland konsumiert. So konnte auch in 2008 wieder eine leichte Steigerung des Verbrauchs zum Vorjahr verzeichnet werden.

Tee ist Trend und liegt bei den Deutschen hoch im Kurs: Das Lifestylegetränk gewinnt auch immer mehr junge Fans. Tee ist nicht nur ein Getränk für alle Altersgruppen, sondern auch für alle Lebenssituationen. Das zeigt auch das vom Deutschen Teeverband im vorigen Jahr initiierte Teeportal www.tea-up-your-life.de .

Schwarztee bleibt Favorit der deutschen Teegenießer

Die große Auswahl und die große Geschmacksvielfalt machen Tee zu einem unvergleichlichen Getränk: Der deutsche Teemarkt bietet nahezu unendlich viele unterschiedliche Teemischungen und -variationen aus den verschiedenen Teeanbau-gebieten der ganzen Welt. Dabei blieb Schwarzer Tee wie in den Jahren zuvor der Favorit der deutschen Verbraucher: Mit einem Anteil von 77 % blieb Schwarztee 2008 weiterhin hoch im Kurs. Der Anteil von Grüntee lag wie in 2007 bei 23 %. Loser Tee – sowohl Grün- als auch Schwarztee – hat weiterhin einen Marktanteil von rund 60 %.

Lifestylegetränk in aller Munde: Tee ist bei den Verbrauchern angesagt

Tee ist nicht nur gleich nach Wasser das am meisten konsumierte Getränk der Welt, sondern avanciert zudem auch zunehmend zu einem Lifestyleprodukt. „Kein Getränk ist so facettenreich und vielseitig wie Tee, und man kann ihn in allen Lebenssituationen genießen. Ob zum Frühstück, 4-Gänge Menü, im Büro, mit Freunden in der Tea-Lounge oder nach dem Fitness-Training,“ erklärt Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes, die wachsende Beliebtheit des Getränkes. „Der Wellness- und Lifestyle-Aspekt von Tee, der zunehmend auch gerade von jungen Leuten angenommen wird, ist auf dem deutschen Markt nicht mehr wegzudenken“, so Spethmann.

Lieblingsgericht: Nudeln

Pro-Kopf-Verbrauch bei 7,4 Kilogramm – Anteil der heimischen Produktion wächst weiter

Nudeln stehen bei den Deutschen auf der Beliebtheitsskala ganz oben: Im vergangenen Jahr aß jeder 7,4 Kilogramm Nudeln. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Pro-Kopf-Verbrauch unverändert. In den letzten zehn Jahren stieg der jährliche Nudelkonsum dagegen um 2 Kilogramm. Heute haben Nudeln einen festen Platz in den deutschen Küchen und auf den Tellern der Verbraucher.

Gleichzeitig stiegen die Produktionszahlen der deutschen Nudelmacher, wie aus der jetzt veröffentlichten Teigwarenstatistik des Verbands der Teigwarenhersteller und Hartweizenmühlen Deutschlands e.V. (VTH) hervorgeht. Sie stellten 2008 mit knapp 305.000 Tonnen 2,6 Prozent mehr Spätzle, Bandnudeln und Spaghetti als 2007 her. Der positive Trend setzt sich somit fort: Bereits in den vergangenen Jahren stieg der Anteil der Nudeln aus heimischer Herstellung am deutschen Markt.

„Der Verbraucher schätzt die Vielfalt und die Vielseitigkeit der Nudeln aus Deutschland“, sagt der VTH-Vorsitzende Dr. Werner Hildenbrand. „Mit über 100 Ausformungen bieten die deutschen Nudelmacher für jeden Geschmack und jedes Gericht die passenden Teigwaren.“ Am gefragtesten sind Spaghetti. Spiralen, Bandnudeln, Röhrchen und Spätzle folgen auf den weiteren Plätzen.

Auch 2008 griffen die Verbraucher gern zur deutschen Spezialität Eiernudeln. In anderen Ländern kommt die Nudel aus Hartweizengrieß und Eiern nur an Festtagen auf den Tisch. Die deutschen Nudelmacher bringen über 80 Prozent ihrer Produktion als Eiernudeln auf den Markt.