Alessandro Gavagna

Olivenöl, Wein und Fisch: Das Aqualux Hotel Spa & Suite in Bardolino am Gardasee lebt Ökologie und Nachhaltigkeit. Dabei folgt das zertifizierte KlimaHotel nicht nur in der Bauweise und Energiegewinnung den strengen Standards der KlimaHaus Agentur Bozen, auch vor der Küche macht die Philosophie des Hauses nicht halt: Das 4-Sterne Superior-Hotel bietet in seinen Restaurants Drops Food & Wine sowie Italian Taste eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Gardasee-Region. Sowohl im Drops Food & Wine, wo Küchenchef Alessandro Gavagna aus Grillspezialitäten und klassischen Fleischgerichten kleine Kunstwerke zaubert, als auch im Italian Taste wird viel Wert auf regionale Zutaten und Speisen gelegt. Mit Rindertartar „Garronese“, lokalen Wurst- und Käsespezialitäten, die häufig aus biologischem Anbau stammen, sowie Fisch direkt aus dem See wird hier die kulinarische Vielfalt der Gardasee-Region zelebriert. Verfeinert werden die Speisen mit dem hauseigenen Olivenöl. Das Öl ist für seine tiefgrüne Farbe und seinen fruchtigen Mandelgeschmack über den See hinaus berühmt und wird aus Oliven, die an den Hängen über Bardolino nach biologischen Richtlinien angebaut werden, gewonnen. Zu den Gerichten werden Weine rund um Bardolino degustiert wie der gleichnamige leichte Klassiker unter den Gardasee-Weinen oder ein gehaltvoller Amarone aus dem nahegelegenen Valpolicella-Tal.

Selbst die kreativen Cocktails der Sparkling Lounge werden überwiegend aus biologischen und regionalen Zutaten gemixt. Der Garda´s Fashioned beispielsweise besteht aus dem hauseigenen Olivenöl, einem Amarone Grappa und einem Schuss Zitronensaft.

Eine Entdeckungsreise regionaler Spezialitäten bietet ein Package von vier Nächten inklusive Frühstück und zweier Abendessen im Italian Taste sowie im Drops Food & Wine mit einem speziellen, auf lokale Köstlichkeiten abgestimmten Menü. Auch die Nutzung des weitläufigen Wellnessbereichs mit seiner großen Auswahl an Saunen, In- und Outdoorpools und einer nagelneuen Fitnessarea inkludiert der Preis ab 433 Euro pro Person im Doppelzimmer.

www.aqualuxhotel.com

Richard Green

Vegane Gourmetküche im The Peninsula Manila

Das Fünf-Sterne-Hotel The Peninsula Manila hat gemeinsam mit The Farm at San Benito, dem philippinischen Zentrum für ganzheitliches Heilen und Wellness, ein Highlight für gesundheitsbewusste Feinschmecker kreiert: Das neue 360° Wellness, Naturally Peninsula-Menü nutzt dabei die Kraft der Natur für ein organisch-veganes Kulinarikerlebnis – durch gesunde Gartechniken bei Niedrigtemperaturen entstehen anspruchsvolle ‚Signature‘-Gerichte aus lokal angebautem Gemüse, biologischen Kräutern, Pflanzen und nativem Kokosnussöl.

Das preisgekrönte Gesundheitsresort The Farm at San Benito steht dem Peninsula dabei als erfahrener Partner zur Seite. Bereits zum zweiten Mal wurde das Resort vom renommierten Asia Spa Magazine mit dem Spa Cuisine of the Year-Award ausgezeichnet. Peninsulas Executive Chef Richard Green verfolgt mit dem 360° Wellness, Naturally Peninsula-Menü die Philosophie einer ganzheitlichen Wellnessküche, die ausschließlich auf den Wohltaten naturbelassener Produkte beruht. Jedes Gericht entfaltet dabei seinen eigenen, makellosen Geschmack, verfeinert durch natürliche Kräuter, Gewürze und ökologisch angebaute Rohkost: Weder Fleisch, Fisch oder Milchprodukte, Eier und Fette, die den Cholesterinspiegel steigern, Mehl, Getreide oder Zucker stehen dabei auf dem Speiseplan.

„Unsere Menüs verbinden östliche Gesundheitsphilosophien und westliche Ernährungsempfehlungen“, erläutert Hoteldirektorin Sonja Vodusek das neue Konzept. „Bei regelmäßigem Verzehr steigt die Energie, die Haut wird reiner und das Gewicht regulierbarer, wobei wir jedoch nicht an die reine Abstinenz glauben“, so Vodusek weiter. Ernährungswissenschaftler raten zu einer ausgewogenen Ernährung aus 30 Prozent gekochten und 70 Prozent rohen Produkten. Gäste des Peninsula können die aromatischen veganen Speisen ausschließlich als Rohkost oder in Kombination mit einem Anteil gekochter Zutaten genießen. Im Restaurant Old Manila serviert der Schweizer Küchenchef Samuel Linder etwa ein vitales Drei-Gänge-Dinner mit geminzten Erbsen in würziger Mole-Sauce, pikantem Auberginen-Ratatouille und süßen Mandelrollen mit Feigen und Bananen. Auch im asiatischen Gourmettempel Spices, mit Blick auf den Pool und subtropischen Hotelgarten, können gesundheitsbewusste Kulinariker schlemmen: Unter anderem stehen geräucherte Paprikasuppe, gemischtes Maki-Sushi mit frischem Gemüse oder mexikanischen Sicama-Bohnen sowie biologisch angebauter Reis auf dem Menü. Zum Dessert wird ein Kokosnuss-Dim-Sum mit geeister Schokolade und Chia-Salbei sowie einer Rosenwasser-Erdbeer-Salsa kredenzt.

Das hochwertige Kokosöl von The Farm at San Benito spielt eine essentielle Rolle bei der Zubereitung der Gerichte. In Asien wird das Öl bereits seit Jahrhunderten als Naturmittel zur Stärkung des Immunsystems und für einen gut funktionierenden Stoffwechsel eingesetzt. Auf einer 50 Hektar großen Plantage der Farm werden die Kokosnüsse entsprechend den Regeln biologischen Landbaus ohne chemische Zusätze angebaut. Die reifen Früchte werden schonend von Hand geerntet und kaltgepresst zu edlem Öl verarbeitet. Das Allround-Öl ist ab sofort exklusiv in der Peninsula Boutique als pures Öl oder in Form von Seifen und Massageölen erhältlich.

Eine traditionell philippinische Hilotu and Ventosa Massage im Peninsula Spa rundet das Wohlfühlerlebnis perfekt ab: Der angenehme Duft des Kokosnussöls verbreitet zusammen mit Lemongras-Essenzen eine wohlige Atmosphäre und beruhigt die Sinne.

www.peninsula.com

Arche des Geschmacks

Slow Food Arche des Geschmacks als offizielles Projekt ausgezeichnet

Die Slow Food Arche des Geschmacks wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Die Slow Food Arche des Geschmacks arbeitet schon seit 1996 für den Schutz der biologischen Vielfalt, in Deutschland und weltweit, weil die Vielfalt der regionalen Tierrassen, Pflanzensorten und Lebensmittel auch die Vielfalt auf dem Teller garantiert. „Vielfalt sorgt für das Gleichgewicht in der Natur und ermöglicht es Menschen, sich vielfältig und nachhaltig zu ernähren. Die Folgen einer mangelnden biologischen Vielfalt hat die Menschheit in ihrer Geschichte schon öfter hart zu spüren bekommen, ob natürlich bedingt oder als Konsequenz der industrialisierten, monokulturellen Landwirtschaft. Biodiversität kräftigt die Landwirtschaft auf eine natürliche Art und Weise,“ so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Die Arche des Geschmacks sammelt und beschreibt fast vergessene, traditionelle Lebensmittel, Kulturpflanzen und Nutztierrassen: „Sie sind oft in Gefahr völlig zu verschwinden, weil ihre Herstellung aufwändig ist, sie selten auf den Markt kommen und so weniger gegessen werden. Was nicht nachgefragt wird, wird auch nicht produziert,“ erklärt Hudson. Das Gegenmittel ist einfach: Essen, was man retten will! Ausnahmen sind allerdings gefährdete wildwachsende Nahrungsmittel, die man weniger oder nicht essen soll, um ihren Erhalt und ihre Vermehrung zu ermöglichen.

Slow Food will diese traditionellen Spezialitäten wieder bekannt machen, um sie zu erhalten. Seltene lokale Produkte können innerhalb weniger Generationen ganz verloren gehen, wenn sie nicht weiter angebaut, gezüchtet oder hergestellt werden – und mit ihnen das Wissen und Können um ihre Herstellung. Aber jeder kann sich für den Erhalt der seltenen Spezialitäten einsetzen, in dem er einen Kandidaten zur Arche des Geschmacks anmeldet, ein Arche-Erzeugnis isst oder die Geschichte des Produkts und seiner Erzeuger weitererzählt und lebendig hält. Derzeit beherbergt die Arche des Geschmacks in Deutschland etwa 50 Lebensmittelprodukte, die sogenannten Arche-Passagiere – weltweit sind es mehr als 1.700 Passagiere in über 80 Ländern.

Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält Slow Food Deutschland einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung die Slow Food Arche des Geschmacks einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.un-dekade-biologische-vielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen; eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Osnabrück ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel zu nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet etwa halbjährlich über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und offiziell vorgestellt.

Die Passagiere der Slow Food Arche des Geschmacks
Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst- und Käsespezialitäten oder Backwaren, die nur noch von wenigen Herstellern erzeugt werden.

Alleine im letzten halben Jahr hat sich die Arche des Geschmacks in Deutschland um zwölf Passagiere vergrößert, darunter der Bremer Scheerkohl. Der Scheerkohl war in Bremen bis Ostfriesland traditionell das erste und letzte regionale Grüngemüse des Jahres: Bereits Mitte April und im Herbst bis zum Frost „scheerte“ man die jungen, federartig eingeschnittenen Blätter der noch nicht in Stängel geschossenen Rapspflanzen. Preiswert und einfach anzubauen, stand er mehrfach in der Woche auf dem Tisch – mit Kassler, Pinkel oder Speck zubereitet und mit Kartoffeln serviert. Heute werden die milden, zarten Blätter als Salat, Suppe und als Cannelloni- oder Crêpe-Füllung verwendet. Je älter die Pflanze wird, desto mehr erhöht sich ihr Gehalt an Senfölen. Der Geschmack erinnert an Grünkohl und Rauke mit leichter Schärfe. In den 1960er Jahren war der Scheerkohl fast verschwunden. Importiertes Gemüse und kurze Haltbarkeit nach der Ernte machten ihn für Verbraucher und Händler uninteressant. Heute ist er – mit der Unterstützung des Slow-Food-Conviviums Bremen – wieder auf einigen Wochenmärkten der Region zu bekommen.

Mehrere der von Slow Food geförderten Lebensmittel haben inzwischen auch eine geschützte geografische Angabe oder eine geschützte Ursprungsbezeichnung der Europäischen Union erhalten. Beispiele aus Deutschland sind eine seltene, am Bodensee angebaute Zwiebelsorte – die Höri Bülle oder die Diepholzer Moorschnucke. Die Moorschnucke, auch Weiße Hornlose Heidschnucke genannt, ist eine lokale Schafrasse der Diepholzer Moorniederung. Da die Tiere eine vielfältige, vor allem aus Wildpflanzen bestehende Nahrung sowie viel Bewegung genießen, weist ihr Fleisch eine exzellente Struktur und dunkle Farbe auf. Gebraten bleibt es zart, gleichzeitig kommt sein würzig-vollaromatischer, wildbretartiger Geschmack besonders gut zum Ausdruck. Ursprünglich war die Schafhaltung für die Bauern in der Region nur ein geringer Zuerwerb und verlor langsam an Bedeutung. So war die Moorschnucke fast ausgestorben. Heute ist sie ein unverzichtbarer Partner bei der Renaturierung der Moore: die Schnucken halten die Landschaft offen und pflegen so einen Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

www.slowfood.de]

Christian Halper

Christian Halper als ENTREPRENEUR 2013 ausgezeichnet – Der Inhaber des Weissenseerhofs Christian Halper wurde in Wien geehrt

Bei der LEADERS OF THE YEAR Verleihung des Gastronomiefachmagazins ROLLING PIN wurde Christian Halper als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet. Neben dem Wellness- und Bioparadies Weissenseerhof in Kärnten ist Halper vor allem im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Gourmetrestaurant ohne Fisch und Fleisch, dem Tian, in der Wiener Altstadt bekannt.

Als erfolgreicher ehemaliger Superfund-Partner widmet Halper sich heute seinen Visionen von nachhaltiger Gastronomie und Hotellerie mit Fokus auf biologische und vegetarische Prinzipien und stellte hierfür das 2008 gekaufte Hotel Weissenseerhof am Kärntner Naturidyll Weissensee auf ein ganzjährig geöffnetes Bio-Vital-Hotel um. Das Hotelrestaurant Liebstöckel wurde erst kürzlich mit einer zweiten Haube ausgezeichnet und das neu erbaute, über dem Weissensee schwebende See-Spa in einheimischer Holzbauweise, lockt heute anspruchsvolle Wellnessliebhaber nach Kärnten.

Im Jahr 2009 stellte Halper außerdem die von ihm erworbene Kärntner Gärtnerei NaturFair auf biologische Produktion von frischen Kräutern, Gemüse, Getreide und Obst um. Die Gärtnerei beliefert nicht nur den Weissenseerhof mit biologischen Lebensmitteln, sondern auch viele andere Betriebe in der Region.

Christian Halpers Meisterstück ist die Eröffnung der vegetarischen Oase Tian in der Wiener Innenstadt im Jahr 2011. Ein Ort, an dem Architektur, Atmosphäre und Lebensfreude den harmonischen Rahmen für den zelebrierten Genuss vegetarischer Küche auf möglichst biologischer und nachhaltiger Basis bilden. Weitere Restauranteröffnungen sind europaweit in Planung und man darf sicher sein, dass der visionäre Wiener auch in Zukunft noch einiges von sich hören lassen wird.

Der Weissenseerhof – Maledivenfeeling mitten in Kärnten
Das Wellnesshotel am Weissensee, dem reinsten und höchstgelegenen Badesee Europas, ist der ideale Zufluchtsort für Erholungssuchende und Paare. Familien sind im Weissenseerhof ebenfalls willkommen, wohnen aber im benachbarten Family&More Resort, das extra für die Bedürfnisse von Eltern und Kindern entwickelt wurde. So können sowohl Familien als auch Paare entspannt nebeneinander am Weissensee urlauben.

Die ganzheitliche Philosophie des Weissenseerhofs spiegelt sich sowohl in seinem biologischen Food-Konzept mit eigenen Gärtnereien, als auch in dem zu zwei Dritteln über dem Weissensee schwebenden See-Spa wieder, welches auf über 1000 Quadratmetern exklusive Wellnesserlebnisse garantiert. In dem aus edelsten Materialen und in der regional verwurzelten Holzbauweise errichteten See-Spa laden mehrere Sonnenterrassen und Liegenetze, die über das türkisfarbene Wasser gespannt sind, zum Träumen und Sonnen ein und verbreiten Maledivenfeeling mitten in Kärnten. Im Winter bietet der Weissensee die größte präparierte Natureisfläche Europas und lädt zu Eis- und Schneeabenteuern in einer der schönsten Winterlandschaften Österreichs sein.

www.weissenseerhof.at

Bio-Festival in Warnemünde mit Tillmann Hahn

Auerochsen-Burger, seltene Kräuter oder Rapseis – wer in den Genuss regionaler Produkte kommen möchte oder sich für biologischen Anbau interessiert, sollte am Sonntag, 26. August 2012, zur „BIOerleben“ auf die Warnemünder Promenade kommen. Zwischen 10.00 und 18.00 Uhr präsentieren mehr als 60 Landwirte, Gärtner, Metzger, Winzer und Bäcker auf dem großen Landmarkt ihre Bio-Produkte. Kocheinlagen von Sternekoch Tillmann Hahn animieren zum Nachmachen, und Gesprächsrunden zu Themen wie Kinderernährung oder Bio-Fisch informieren über die regionale Küche und gesunde Ernährung.

Ein paar Schritte Richtung Meer können die jüngeren Besucher auf dem Biopark-Strandbauernhof Ponys und Schafe pflegen, Kartoffeln ernten, Getreide mahlen oder auf dem Bauspielplatz sowie im Mitmach-Zirkus kreativ sein. Beim Beach-Soccer-Turnier kämpfen zudem zehn junge Mannschaften um den „BIOerleben-Pokal“.

Weitere Informationen: www.bioerleben.info

Andreas Raich

Bio-Koch Andreas Raich – Bio im Herzen und am Gaumen

Seit 2010 darf sich das Restaurant des Natur & Spa Hotel**** Panorama in Jerzens als erstes bio-zertifiziertes Restaurant im Pitztal bezeichnen. Lang und steinig war der Weg, doch ein Mann hat ihn konsequent verfolgt: Chefkoch Andreas Raich. Während vor nicht allzu langer Zeit noch konventionelle Gerichte für Skifahrer zubereitet hat, verwöhnt der gebürtige Tiroler nun den Feinschmecker-Gaumen mit biologisch-kulinarischen Highlights.

Faszination: echter Geschmack
Schon früh war für den Koch klar, dass er seine Passion in der Bio-Küche gefunden hat. „Es ist der echte, unverfälschte Geschmack der Lebensmittel, der mich in seinen Bann gezogen hat. Durch die heutzutage leider weit verbreiteten Düngemittel wissen viele Menschen gar nicht mehr, wie lecker unbehandeltes Obst und Gemüse schmeckt. Das ist sehr schade. Denn durch eine schonende und sorgfältige Zubereitung entfaltet jedes Nahrungsmittel seinen ureigenen Geschmack. Und den kann auch keine Geschmacksverstärker übertreffen“. Genau diesen Unterschied schmeckt man auch bei jedem Bissen, den so manch Unwissender der Bio-Küche abspricht.

Aus Überzeugung Bio
Mancher Gast des Natur & Spa Hotel**** Panorama fragt verwundert, wieso denn das Essen so anders schmecke. Schmunzelnd wird dieser dann aufgeklärt, dass hier nur Produkte aus regionalem und biologischem Anbau verarbeitet werden. So findet sich dann jeden Abend eine Komposition aus kreativen Bio-Genüssen auf der Speisekarte.

Genuss im Zeichen der Natur
Auch wenn für Andreas Raich als Koch der gesunde Geschmack im Vordergrund steht, so darf der nachhaltigen Wert der Bio-Küche nicht außer Acht gelassen werden. Durch die Verarbeitung von biologischen und vor allem regionalen Produkten aus den Pitztaler Alpen wird die Bewirtschaftung heimischer Bauernhöfe und die Bestellung der Felder und Almen gefördert.

ALLES Bio – ohne Wenn und Aber
Aber „nur“ mit biologischen Speisen findet sich das Restaurant ohnehin nicht ab. Zu einem gelungenen Mahl gehört schließlich auch ein feiner Tropfen Wein. Damit das Bio-Erlebnis nicht geschmälert wird, hat das Natur & Spa Hotel**** Panorama die gesamte Weinkarte auf Bio umgestellt. Das Angebot ist vielfältig, vom klassischen Grünen Veltiner und Zweigelt über St. Laurent bis hin zum Obstdessertwein kommen auch Wein-Kenner auf ihren Bio-Geschmack.

Faszination Wein: Rebsortenvielfalt und biologische Vielfalt im Weinberg

Ein vielfältiges Biotop durch nachhaltige Nutzung erhalten
Kultur‐ und Naturlandschaft in einem – der
Weinberg

Weinberge sind eine vom
Menschen über Jahrhunderte geformte Landschaft. Der
Weinbau prägt mit seiner Kulturlandschaft ganze
Regionen in Deutschland, z. B. das Obere Mittelrheintal,
dass als „Kulturlandschaft von großer Vielfalt und
Schönheit“ vom Welterbekomitee der UNESCO gewürdigt worden ist. Was viele nicht
wissen: Der Weinberg ist auch ein ganz spezielles Biotop. Im Weinberg hat sich eine
faszinierende Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen gebildet, die oft nur hier
vorkommen.

So lebt beispielsweise der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer, die Mauereidechse oder der
Schwalbenschwanz bevorzugt im Biotop Weinberg, weil sie dort hervorragende
Lebensräume finden.
Einer der schönsten in Deutschland heimischen Tagfalter, der Apollofalter, unterliegt im
Rahmen des Artenschutzes einem besonderen Status: Die Raupen des Apollofalters sind auf
den Weißen Mauerpfeffer, der nur an felsigen Standorten wächst, als Futterpflanze
angewiesen. Das Verbreitungsgebiet der Art ist daher stark eingeschränkt. Er findet sich aber
beispielsweise auf den Trockensteinmauer in den Steillagen der Mosel.

Bestimmte Pflanzen haben sich über Jahrhunderte in Weinbergen angesiedelt: Vor allem
Wärme liebende, mediterrane Frühjahrsblüher sind sehr gut an die Bedingungen im Weinberg
– extreme Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, im Sommer Trockenheit und
Bodentemperaturen bis zu 60° C – angepasst. Der Nickende Milchstern, der Weinberg-Lauch
und die Weinberg-Tulpe sind die Weinbergspezialisten unter den Pflanzen. Diese Pflanzen
wurden zum Teil schon von den Römern über die Alpen gebracht, als vor über 2.000 Jahren
der systematische Anbau von Wein jenseits der Alpen begann.

Biologische Vielfalt im Weinberg ist durch die Verbrachung in Gefahr

Über Jahrhunderte hinweg wurden die Flächen zwischen den Rebstöcken mit der Hacke
aufgelockert und dabei gleichzeitig die Gräser entfernt. Dies ermöglichte einer ganzen Reihe
von Pflanzen die Besiedlung der Weinberge. Besondere Anbautechniken wie die
Terrassierung und die Anlage von Trockensteinmauern geben vielen Tieren einen wichtigen

Lebensraum. Doch die einstige Vielfalt und damit auch ein unersetzliches Natur- und
Kulturerbe der Weinberge ist gefährdet, weil diese Bewirtschaftungsformen sehr aufwändig
und damit teuer sind. Vielerorts sehen sich die Winzer gezwungen, Weinbergsflächen von der
Nutzung aufzugeben. Die Verbrachung von wirtschaftlich nicht mehr genutzten Weinbergen
ist allerdings der biologischen Vielfalt abträglich.

Schutz‐ und Nutzinteressen zum Wohle der biologischen Vielfalt vereinbaren

Um die biologische Vielfalt im Weinberg zu erhalten, müssen Nischen gefunden werden, in
denen die traditionelle Fauna und Flora überleben oder wieder angesiedelt werden kann. Der
damit verbundene Mehraufwand muss sich entweder wirtschaftlich lohnen oder von der
Gesellschaft finanziell ausgeglichen werden. Die Winzerinnen und Winzer Deutschlands
entwickeln dazu vielfältige Konzepte, um die Bewirtschaftung in Steillagen weiterhin zu
erhalten. – Deshalb gilt: Nur wenn Schutz- und Nutzinteressen in Einklang gebracht werden –
und bestenfalls auch verbrachte Flächen wieder dem Weinbau zugeführt werden – kann der
große biologische Reichtum in Weinbergen dauerhaft erhalten werden.

Nils Henkel

Sternekoch Nils Henkel stellt Vielfalts-Rezept im Internet vor

Mariniertes Wurzelgemüse hat nichts mit Karotten
zu tun. Zumindest nicht bei Sternekoch Nils Henkel, der 2009 zum „Koch des
Jahres“ ernannt wurde. In der Rubrik „Vielfalt mit Genuss“ auf der
Internetseite der Initiative „Biologische Vielfalt schützen und nutzen
“ zeigt er, wie raffiniert es sich mit Topinambur kochen lässt und wie
vielfältig die gute alte Petersilie zum Einsatz kommen kann.

„Ich fühle mich den besten Produkten verpflichtet, die unsere Natur bietet“,
sagt Henkel, seit 2004 Küchenchef im „Gourmetrestaurant Lerbach“. „Ich lege
größten Wert auf kurze Wege, den Aspekt der Nachhaltigkeit und fühle mich
der Umwelt verpflichtet. Die Qualität der Produkte ist dabei maßgeblich
entscheidend, ob nun ein Bachsaibling aus dem Bergischen Land oder ein
Steinbutt aus der Bretagne kommt.“ Der Guide Michelin verlieh Henkel für
seine Kochkunst die Spitzenbewertung von 3 Sternen.

Das Rezept sowie wertvolle Vielfalts-Tipps zum Nachkochen finden Sie in der
Rubrik „Vielfalt mit Genuss“: http://www.hier-waechst-vielfalt.de

Hier stellen Spitzenköche und Pâtissiers ihr persönliches Vielfalts-Rezept
vor. Kochen Sie mit und lassen Sie sich verführen zu Vielfalt mit Genuss!

Über die Initiative
Die Initiative „Biologische Vielfalt schützen und nutzen“ wurde zum
„Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt“ im Mai 2010 von
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ins Leben gerufen. Ziel der
Initiative ist es, Bürgerinnen und Bürgern den bedrohten Reichtum der
Pflanzensorten und Tierrassen nahe zu bringen und konkrete Möglichkeiten zum
Schutz durch eine aktive Nutzung dieser biologischen Vielfalt im Alltag zu
zeigen. www.biodiv-neueshandeln.de

Nils Henkel arbeitet wie viele Spitzenköche mit CHROMA HAIKU Kurouchi Kochmesser.

Bio find ich kuh-l

„Bio find ich kuh-l“ im Endspurt – Noch wenige Wochen bis zum Einsendeschluss beim bundesweiten Schülerwettbewerb zum Ökologischen Landbau

Wer eine dreitägige Berlinfahrt gewinnen will, muss jetzt ran. Beim Schülerwettbewerb „Bio find ich kuh-l“ läuft der Countdown: Noch bis zum 20. April können Schülerinnen und Schüler ihre Wettbewerbsbeiträge einreichen. Unter dem Motto: „Bio und Ernährung – food und fit, mach doch mit!“ sollen sie herausfinden, was Biologischen Landbau und unsere tägliche Ernährung miteinander verbindet. Schirmherrin ist Spitzenschwimmerin Britta Steffen.
Plakate, Websites, Spiele oder selbst geschriebene Songs – in den vergangenen Jahren gab es die verschiedensten Formen von Wettbewerbsbeiträgen. „Unsere Jury ist komplett und wir alle sind schon sehr gespannt, was für tolle Beiträge uns diesmal erreichen“, sagt Elmar Seck von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), die den Schülerwettbewerb im Namen des Bundeslandwirtschaftsministeriums mitinitiiert.

Eine unabhängige Jury aus Biolandbau- und Ernährungsexperten, Journalisten, Pädagogen und einer Schülerin tritt im Mai in Bonn zusammen. Wenn jeder einzelne Beitrag genau unter die Lupe genommen wurde, steht fest, wer sich über die Preise und den Titel „Kuh-le Sieger 2010“ freuen kann. Außer der Berlinreise winken in jeder der vier Gewinngruppen Tagesausflüge und weitere Sachpreise.

Schirmherrin Britta Steffen wird bei der Preisverleihung am 18. Juni 2010 in Berlin die Gewinner persönlich beglückwünschen. Der Grund für ihr Engagement beim Schülerwettbewerb: „Als Sportlerin bin ich auf eine gesunde Ernährung angewiesen. Bioprodukte sind mir dabei immer sehr willkommen“, so die Biobotschafterin. Der Schülerwettbewerb böte „eine tolle Möglichkeit, die Themen Ernährung, Biolandbau und Fitness spielerisch miteinander zu verbinden.“ Genügend Zeit zum Mitmachen bleibt jedenfalls noch.

Neben der offiziellen Homepage www.bio-find-ich-kuhl.de ist „Bio find ich kuh-l“ auch sonst im Web aktiv: In MeinVZ gibt es ein Profil und auf Facebook findet man eine Fanpage. Alle sind eingeladen sich hier auszutauschen, sich zu verlinken oder Kommentare zu schreiben. Außerdem twittert die „Kuh-le Kuh“ täglich Wissenswertes und Amüsantes aus der Biowelt und freut sich über jeden „Follower“.

Der bundesweite Schülerwettbewerb „Bio find ich kuh-l“ findet seit 2003 jährlich statt und ist eine Maßnahme des Bundesprogramm Ökologischer Landbau, initiiert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Bislang haben sich mehr als 23.000 Schülerinnen und Schüler daran beteiligt.

Weitere Informationen unter: www.bio-find-ich-kuhl.de