So lagert man Käse richtig

Ist Ihnen schon mal das Wort Maitre Fromager [sprich: Mätre
Fro.ma.scheh] untergekommen? Das ist die Bezeichnung für einen
Käseverfeinerer. Weltweit wird dieser Titel nur sehr selten vergeben
– in Deutschland zum Beispiel gibt’s gerade fünf Leute, die ihn
tragen dürfen. Der Job der Käse-Profis ist es, einzelne Sorten durch
spezielle Reifung und Lagerung zu veredeln, also sozusagen das Beste
aus ihnen herauszuholen. Aber auch als Nicht-Profi kann man seinem
Käse das richtige Aroma entlocken, wenn man vor allem bei der
Lagerung ein paar Tipps beachtet. Im Interview ist jetzt
Karin Braun, ihr gehört ein Käsefachgeschäft.
*Frau Braun, jetzt mal
für den Hausgebrauch – wenn ich Käse gekauft habe, wie und wo sollte
ich den am besten lagern? Im Kühlschrank?*

Braun: „Ja, unbedingt im Kühlschrank und zwar am
allerbesten im unteren Gemüsefach – zwischen 6 und 11 Grad. Dort hält
sich Schnittkäse, Hartkäse und auch Weichkäse am besten und
einfachsten.“

Frage: Kann ich den Käse denn einfach so in den Kühlschrank
legen oder wie packe ich ihn am besten ein?

Braun: „Am allerbesten in Käsepapier. Das ist ein Papier,
das aus zwei Lagen besteht: Aus einer ganz dünnen, atmungsaktiven
Folie und einem relativ festen Papier. Und es schützt zum einen den
Käse vor dem Austrocknen und zum anderen vor zu großer
Feuchtigkeitsaufnahme.“

Frage: Und wenn man kein Käsepapier hat?

Braun: „Dann eignet sich Alufolie meiner Meinung nach sehr
gut, also für alle Hartkäse wie Raclette-Käse oder gereifte Bergkäse.
Schnittkäse, wie zum Beispiel ein Tilsiter, lässt sich gut in
Frischhaltefolie verpacken und Frischkäse wird ja normalerweise in
Schalen angeboten – so, dass man es auch gut aufheben kann.“

Frage: Wenn ich Ihre Tipps beachtet habe, wie lange hält
sich der Käse dann?

Braun: „Hart- und Schnittkäse, der in Käsepapier
aufbewahrt wird, hält sich problemlos mindestens ein bis zwei Wochen.
Bei Frischkäse ist das anders. Den sollte man wirklich nur in
kleineren Mengen kaufen, dass man ihn in fünf bis sechs Tagen
aufgebraucht hat.“

Frage: Kann ich Käse zum Lagern nicht auch unter die gute
alte Käseglocke legen?

Braun: „Ganz bedingt für wenige Tage, ein bis zwei Tage
vielleicht. Die Käseglocke bietet sich deutlich besser an zur
Präsentation von einer Käseplatte – für Gäste und für einen Abend.
Aber langfristig sollten verschiedene Käse nicht unter der Käseglocke
aufbewahrt werden.“

Okay, die Käseglocke ist fürs Lagern also tabu. Vielen Dank für
die Tipps, Frau Braun!

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Wie bleibt Meerrettich lange frisch?

Klassischerweise wird die Meerrettichwurzel zur Haltbarmachung nach der Ernte in Sand gesteckt oder in einem kühlen Keller in feuchtem Sand aufbewahrt. In ein benetztes Küchenpapier oder Tuch gewickelt, bleibt der Meerrettich im Gemüsefach des Kühlschrankes ebenfalls mehrere Wochen frisch. Natürlich lassen sich Wurzelstücke auch waschen, bürsten, schälen und in einer gut schließenden Dose einfrieren. Dann ist das Gemüse vier bis sechs Monate haltbar. aid