Außergewöhnliche Plantagen im Hochland von Taiwan

Lukullische Schätze aus dem Land des Tees

Als Land, das die ganze Vielfalt Asiens auf einer einzigen Insel vereint, ist Taiwan weltweit für seine Traditionspflege im Teekonsum bekannt. Dabei gibt es noch ein paar weitere echte Geheimtipps für Gourmets, die das Einzigartige suchen. In Taiwan wächst auch ein seltener Kaffee – in kleinerem Umfang zwar, doch von hervorragender Qualität. Und es gibt einen außergewöhnlichen Reis, der jahrzehntelang ausschließlich dem japanischen Kaiser vorbehalten war. Man muss schon nach Taiwan fahren, um in diesen besonderen Genuss zu kommen – die produzierten Mengen sind zum Export zu gering.

Der beste Kaffee Taiwans kommt – nach Auffassung vieler Kenner und Genießer – aus Gukeng im Süden der Insel. Wenn die Sonne hinter den Bergen versunken ist, dann künden nicht nur die bunten Lichter der teilweise bis tief in die Nacht geöffneten Kaffeeläden entlang der Serpentinenstraßen von dem ungewöhnlichen Erzeugnis dieser Region, sondern auch das Rumpeln und Rattern kleiner Röstanlagen und der angenehme Duft frischgerösteter Kaffeebohnen. Die Sorte Arabica, die hier angebaut wird, ähnelt der im kenianischen oder brasilianischem Kaffee, doch der Kaffee von Gukeng zeichnet sich durch einen besonders milden, nussigen Geschmack und hohe Bekömmlichkeit aus, die er einem besonders niedrigen Säuregehalt verdankt.

Während ihrer fünfzigjährigen Verwaltungszeit pflanzten Japaner in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die ersten Kaffeepflanzen in Gukeng, wo man schon bald darauf auf einer Fläche von rund 600 Hektar Kaffee anbaute, der dann hauptsächlich als Luxusgut in Japan auf den Markt kam. Nach 1945 ging der Kaffeehandel jedoch zurück und die sinkende Zahl der Kaffeebauern spielte auf dem Weltmarkt keine Rolle mehr.

So gab es vor der Jahrtausendwende nur noch vier Kaffeegeschäfte in den beiden Anbauregionen im Südwesten um Gukeng: Huashan und Hebaoshan. Im Jahre 2003 wurde dort zwar das erste internationale Kaffeefestival Taiwans gefeiert, doch noch nahm kaum jemand Notiz davon. 2008 kamen bereits viermal so viele Besucher. Da ist es auch kein Wunder, dass die Zahl der Kaffeeläden allein in Huashan inzwischen wieder auf fast 100 gestiegen ist.

„Weil wir als Kinder keine Süßigkeiten hatten,” erzählt Liu Qing-song, der Besitzer des “Key Café”, „stahlen wir Kaffeekirschen und aßen sie, weil sie so süß waren. Wir rösteten die Bohnen aber auch heimlich in Kochtöpfen und tranken unseren selbstgemachten Kaffee dann aus Reisschüsseln.” Diese Kindheitserinnerungen veranlassten Liu schließlich, den Kaffeeanbau professionell zu betreiben. Heute baut er seinen Kaffee auf einer Fläche von 14.000 m² am Hang unterhalb seines Ladens an. In Taiwan gedeiht der Kaffee in Höhenlagen zwischen 400 und 1.300 Metern über dem Meeresspiegel. Das Klima von Gukeng gleicht dem der Blue Mountains auf Jamaika.

Wenngleich der Kaffee aus Gukeng mittlerweile in ganz Taiwan bekannt ist und geschätzt wird, findet man ihn kaum außerhalb der einheimischen Läden, geschweige denn im Ausland. Nachdem viele Bauern auf den Anbau der lukrativeren Betelnüsse umgestiegen sind oder Betelnusspalmen in den Kaffeeplantagen anpflanzen, um die empfindlichen Kaffeebäume vor direktem Sonnenlicht zu schützen, werden nur noch rund 80 Hektar Land in Gukeng für den eigentlichen Kaffeeanbau genutzt. Der Gukeng-Kaffee ist somit eine echte Spezialität und ein ausgezeichnetes Reiseandenken – oder ein Mitbringsel für daheimgebliebene Kaffeegenießer.

Tomaten nicht in den Kühlschrank

Tomaten sind empfindlich: Im Gegensatz zu Salat, Paprika und Co. mögen sie die kalte, dunkle Kühlschrank-Atmosphäre nicht. Tomaten bevorzugen ein schattiges Plätzchen bei molligen 14 bis 16 Grad. Denn: Wenn Tomaten zu kalt aufbewahrt werden, verlieren sie ihr leckeres Aroma. Zudem sollten die roten Früchte nicht zusammen mit anderen Obst- und Gemüsesorten aufbewahrt werden.

Der Grund hierfür heißt Ethylen – ein Pflanzenstoff, den reifende Früchte verströmen. Tomaten sondern vergleichsweise große Mengen Ethylen aus, wodurch umliegendes Obst und Gemüse schneller verdirbt. Daher bleiben Tomaten lieber allein!

Noch ein Tipp für Tomaten, die schlapp gemacht haben: Ein Bad in kaltem Wasser gibt einem weichen Paradiesapfel die vertraute Knackigkeit zurück! Ein paar Stunden reichen.

Weitere Informationen rund um die Tomate finden sich auf www.tomateninfo.de.

Deutsche Kantinen wieder besser besucht

Im vergangenen Jahr haben deutsche Unternehmen dank der guten Konjunktur wieder mehr Personal eingestellt. Davon profitierten auch die Kantinen, die sich über mehr zahlende Gäste freuen konnten. Mit einem Erlösplus von 5,2 Prozent (Vj. 2,6 Prozent) war die „Verpflegung am Arbeitsplatz“ Wachstumsmotor der Catering-Branche. Absolut gesehen macht dieses Segment etwa die Hälfte aller Umsätze (48,5 Prozent) von Deutschlands führenden Cateringunternehmen aus. Zu diesen Ergebnissen gelangt die Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis (Deutscher Fachverlag) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung für 2011, in deren Rahmen 31 Cateringunternehmen befragt wurden.

Insgesamt erwirtschafteten diese Unternehmen, so ein weiteres Resultat, knapp 3,0 Mrd. Euro (ohne Mwst.) mit 5.044 Verträgen und erzielten ein Erlösplus von 5,2 Prozent. Zweistellig (plus 11,3 Prozent) wuchs der Bereich „Neue Märkte“, der 8,3 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Beispielsweise die Stadien- und Eventgastronomie zählen zu diesem Segment.

Die befragten Entscheider zeigen sich laut Studie mit dem Jahr 2011 zufrieden: 64,3 Prozent bewerten die Gewinnsituation als sehr gut oder gut, 32,1 Prozent nannten sie zufriedenstellend.

Top 3 Cateringunternehmen
Vom wertmäßigen Wachstum der befragten Cateringunternehmen, die über 60.000 Mitarbeiter beschäftigen, entfällt der größte Teil auf drei multinationale Dienstleistungskonzerne: Sodexo (plus 25,1 Mio. Euro), Compass Group (plus 22,2 Mio. Euro) und Aramark (plus 17,0 Mio. Euro). Allein diese Top 3 generierten 2011 fast 1,45 Mrd. Euro Umsatz, das entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 48,7 Prozent.

Verdrängungsprozess verschärft sich
Das Jahr 2011 war geprägt durch mehr Wettbewerbs- und Kostendruck auf Auftraggeberseite, während die Gäste durch Ehec-Skandal und Atomunfall in Japan hochgradig sensibilisiert waren. Steigende Qualitätsanforderungen und zunehmende Preissensibilität auf Auftraggeber- und Gästeseite mussten in Einklang gebracht werden. Die Studie von gv-praxis zeigt auch, dass der Anteil des „echten“ Neugeschäfts signifikant gesunken ist – das heißt, jeder zweite Vertrag kommt derzeit von einem Mitwettbewerber. Der Verdrängungsprozess ist groß. Die Vertragspartner überprüfen ihre Dienstleister in immer kürzeren Abständen per Ausschreibung und wünschen immer individuellere Anforderungen, so der Tenor der Branchengrößten.

Nachhaltigkeit ist gefragt
Das dominierende Thema bei den über 5.000 Kunden heißt Nachhaltigkeit – von regionalen Einkaufsquellen bis hin zu bio-zertifizierten Lebensmitteln. Kernaussage hier: Nur wenn die Qualität überzeugt, ist der Gast zu Mehrausgaben bereit. Die Durchschnitts-Bons pro Gast liegen zwischen 3,61 Euro und 4,53 Euro pro Menü.

Aussichten 2012
Für das Jahr 2012 erwarten 88 Prozent der befragten Manager bessere Umsätze, 79 Prozent rechnen mit besseren Gästezahlen als vor zwölf Monaten (Befragungszeitpunkt: März). Allerdings befürchten 39 Prozent eine schlechtere Kostensituation.

Kreuzfahrten: Kundenabzocke auf Dreckschleudern

Kreuzfahrten sind weniger sicher als Anbieter propagieren, nehmen Kunden wie auch Beschäftigte aus und schaden der Umwelt. Mit scharfer Kritik durchkreuzt Ross A. Klein von der Memorial University in St. John’s http://ucs.mun.ca anlässlich des 100. Jahrestages der Titanic-Katastrophe die gängigen Vorstellungen über die „weißen Riesen der Weltmeere“. Mit sozial- und umweltverantwortlichem Urlaub hat die Branche gar nichts zu tun, so das Resümee des Kreuzfahrt-Kritikers.

„Unsinkbar-Mythos“ Lüge

Was die Sicherheitsfrage betrifft, hinterlegen allein die diesjährigen Medienberichte die Bedenken der Warner. Die Bilder der sinkenden Costa Concordia vor Giglio gingen zu Jahresbeginn um die Welt, im Monat darauf machte ein Brand auf der Costa Allegra das Schiff manövrierunfähig, im März brannte es auf der Azamara Quest der Royal Caribbean Cruises vor Malaysia.

Seit 1980 sind 16 Kreuzfahrtschiffe gesunken, 99 Schiffe seit 1973 auf Grund gelaufen. In den vergangenen elf Jahren stießen 73 Schiffen zusammen, 79 gerieten in Brand, und allein zwischen 2000 und 2011 kamen 100 Schiffe vom Kurs ab, waren manövrierunfähig oder aus anderen Gründen ein Sicherheitsrisiko, so die bisherige Datenlage http://cruisejunkie.com .

Knallharte Profitmaximierung

Kaum besser beurteilt Klein das Geschäftsmodell: „Die Kreuzfahrtbranche zielt knallhart auf Profitmaximierung ab. Die billigen Grundangebote sind Teil davon.“ Sobald man ein Schiff betreten habe, werde man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. „Für das Kreuzfahrtticket bezahlt ein Kunde rund 45 Dollar pro Tag, auf dem Schiff gibt er aber nochmals täglich 100 bis 250 Dollar aus.“ Alles, was nicht im Grundpreis inbegriffen ist, kostet extra. „Die Leute können ja nicht weg, sie müssen konsumieren oder versauern in ihrem Zimmer.“

Jeder Laden, jede Bar und jedes Spielkasino auf dem Kreuzfahrtschiff liefert laut Klein der Kreuzfahrtgesellschaft bis zu 40 Prozent der Verkaufserlöse ab. Dasselbe gelte für Geschäfte an Land. „Die Landausflüge sind so geplant, dass die Passagiere ganz bestimmte Orte besuchen, die ebenfalls von den Kreuzfahrtgesellschaften kontrolliert werden. Auch dort müssen die Ladenbesitzer der Kreuzfahrtgesellschaft Abgaben bezahlen.“

Schiffe nicht nachhaltig

Ein weiterer Kritikpunkt der Meeres-Kolosse sind deren verheerende Ökobilanz. „Pro Passagierkilometer produziert ein typisches Kreuzfahrtschiff mehr als drei Mal so viele Treibhausgase pro Kilometer als eine Boeing 747. Grund dafür ist das Schweröl, mit dem die Schiffe unterwegs sind“, erklärt Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms http://greenpeace.at auf Anfrage von pressetext.

Schweröl ist das erste Produkt, das in der Raffinerie bei der Fraktionierung abfällt. „Das Öl enthält Stickoxide, Schwefeloxide – vor allem Schwefeldioxid – und Ruß. An Land darf dieses Öl nirgendwo verwendet werden und müsste unter hohen Kosten als Sondermüll entsorgt werden“, erklärt Helms. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) http://nabu.de hat errechnet, dass ein einziges Kreuzfahrtschiff auf einer Fahrt so viele Schadstoffe ausstößt, wie fünf Mio. Autos auf der gleichen Strecke.

Die Standards der Internationalen Maritimen Organisation IMO http://www.imo.org schreiben übrigens ab 2020 weltweit einen maximalen Schwefelanteil in Schiffstreibstoff von 0,5 Prozent vor. Bis dahin dürfen Schiffe allerdings mit diesen giftigen Treibstoffen fahren.

Soziale Perfomance desaströs

Der wirtschaftliche Druck, der durch den Preiskampf auf hoher See ausgelöst wurde, lässt Kreuzfahrtunternehmen zu drastischen Maßnahmen in Sachen Beschäftigungspolitik greifen. Arbeitszeiten von zehn Stunden pro Tag und länger zehn Monate lang ohne Unterbrechung bei einem Lohn von 300 Euro plus Trinkgeld sind branchentypisch. Überstunden werden nicht bezahlt. Teilweise werden Mitarbeiter über Recruiting-Firmen in Drittländern angestellt, wodurch man sich die Anpassung an europäische Lohnrichtlinien erspart.

„Die Kreuzfahrtgesellschaften verdienen also trotz niedriger Preise gut. Die Carneval Corporation zum Beispiel erzielt mit diesem Geschäftsmodell jährlich zwei bis zweieinhalb Mrd. Dollar Gewinn“, rechnet Klein vor. Dabei zahle das Unternehmen praktisch keine Steuern, weil es seinen Hauptsitz nach Panama verlegt hat. „Es hätte also genug finanziellen Spielraum, um anders zu wirtschaften, wenn es wollte.“

Spärlich gesät seien die Ausnahmen einzelner kleiner Initiativen für umweltgerechtere Schifffahrt, die es vor allem in den nordeuropäischen Ländern gibt. Klein nennt hier umweltfreundliche Großsegler wie Sea Cloud Cruises oder Christiana Cruises als Beispiele, die allerdings beide im Hochpreissegment angesiedelt sind. Informationen über Nachhaltigkeit in der Kreuzfahrtbranche liefert die Homepage von fairunterwegs.org http://fairunterwegs.org
Wolfgang Weitlaner

Barbados: Food & Wine and Rum Festival

Zwei Tage lang können sich Besucher kulinarisch auf Barbados verwöhnen lassen, denn das Festival widmet sich allein den Gaumenfreuden. Nationale sowie internationale Starköche präsentieren hier ihre Kreationen und laden während Live-Cooking-Shows und anderer Veranstaltungen zur Verkostung der Speisen ein.
16. – 18. November
www.foodwinerum.com

Treffpunkt Kafenion – Kaffeegenuss auf zypriotisch

Wo Touristen und Einheimische zusammen kommen

Kafenia gehören zum zypriotischen Leben wie – zumindest auf der drittgrößten Mittelmeerinsel – der Zucker zum Kaffee. Im entlegensten und kleinsten Inseldorf und genauso im modernsten Neubauviertel einer Stadt finden Besucher ein oder mehrere der zypriotischen Kaffeehäuser. Kaffeegenuss auf zypriotisch, das ist viel mehr als die kurze Gaumenfreude dieses beliebten Heißgetränkes. Vielmehr sind die Kafenia eine Institution: Einheimische verkehren hier, um Karten oder Tavli zu spielen, Zeitung zu lesen oder um ein kleines Schwätzchen zu halten. Einen Getränkezwang gibt es nicht, und so sitzen die Zyprioten oft stundenlang vor dem Kafenion in der Sonne, während im Hintergrund der obligatorische Fernseher die neuesten Informationen verbreitet.

In der Regel sind die Kafenia noch aus Großmutters Zeiten, die zweckmäßige Ausstattung beschränkt sich auf Holzstühle, Holztische und eine kleine Theke. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, der Austausch und oftmals lebhafte Diskussionen. Obwohl die Kafenia bis in heutige Zeiten eine Männerdomäne geblieben sind, ist Frauen der Zutritt keineswegs verboten. Auch weibliche Touristen sind in den Kaffeehäusern gerne gesehen und werden – ganz in der Tradition der zypriotischen Gastfreundschaft – oftmals in die Gesprächsrunde aufgenommen. Bei einem Kaffee, Wein oder Schnaps können Reisende den Wortwechseln über Gott und die Welt beiwohnen.

Nicht nur die Atmosphäre, auch der Kaffee selbst ist auf Zypern eine Besonderheit: Unterschieden wird nicht allein nach Grad der Süße, sondern ebenso nach den Variablen Menge des Kaffeepulvers und Dauer des Aufkochens. Und so gibt es allein den mittelsüßen Kaffee in acht Varianten. Milch hingegen gehört nicht in einen zypriotischen Kaffee, der traditionell aus einer dickwandigen Porzellantasse getrunken wird.

Auch im Kafenion treffen Urlauber auf die typisch zypriotische Gastfreundschaft. Wer zu einem Kaffee eingeladen wird, sollte zum einen die Einladung unbedingt annehmen, um den zypriotischen Gastgeber nicht zu beleidigen, zum anderen das Kaffeehaus nicht verlassen, bevor der Kaffee nicht wenigstens kalt geworden ist – und so die Gelegenheit ergreifen, den spannenden Geschichten der Einheimischen zu lauschen.

Rüdesheim am Rhein läutet die Draußen-Zeit ein

Der Rheingau gehört zu den wärmsten Gegenden in Deutschland. Mitten drin liegt Rüdesheim am Rhein. Hier hält der Frühling schon früh Einzug und es macht Spaß, ihn von Anfang an in vollen Zügen zu genießen. Endlich wieder draußen sein! Und da kann man in Rüdesheim jede Menge erleben. Ob allein, zu zweit, mit der ganzen Familie oder in der Gruppe – in Rüdesheim werden alle putzmunter.

Offiziell beginnt die Saison an Ostern. Doch wer es lieber ruhiger angehen möchte, kommt einfach schon im März oder nach den Oster-Feiertagen. Dann haben die Gastgeber ganz viel Zeit für ihre Gäste. Viele gehen sogar zusammen mit ihnen auf Tour. Zum Beispiel zum Wandern auf den Rheinsteig. Auf dem neuen Premium-Wanderweg zeigt sich das Rheintal von seiner besten Seite. Die Ausblicke sind atemberaubend. Auch mit dem Fahrrad lohnt es sich, die Landschaft zu erkunden. Immer am Rhein entlang führt der jetzt neu ausgebaute Leinpfad. Wo früher Pferde die Schiffe den Strom hinauf zogen, lässt es sich bequem und aussichtsreich radeln. Weinprobierstände locken am Wegesrand zur Einkehr. Neben Wein wird auch Wasser ausgeschenkt.

Wein-Wandern, über den Reben schweben, durchs Welterbe schippern oder abtauchen in die Stille und Hildegard ganz nahe sein
Apropos Wein. Hier kann Rüdesheim ordentlich punkten. Weltberühmte Lagen wie zum Beispiel Rüdesheimer Berg Schlossberg, Rüdesheimer Berg Roseneck, Rüdesheimer Berg Rottland liegen zum (Be)Greifen nah. Bei einer geführten Weinwanderung, die mit einer zünftigen Probe im Keller endet, lassen sich alle Fragen klären, die Weinfreunden auf den Nägeln brennen.

Über den Reben schweben – auch das ist ein Rüdesheim möglich. Die Seilbahn, mittlerweile mit Gondeln ausgestattet, in die auch Kinderwagen und Fahrräder passen, nimmt die Gäste mit hinauf zu einer weiteren Attraktion. Hoch oben über der kleinen Stadt grüßt Germania. Das Niederwald Denkmal zeigt sich derzeit zwar verhüllt, denn auch Denkmäler müssen hin und wieder mal saniert werden. Die Aussicht, die man vom großen Plateau hoch oben über Rüdesheim auf den Rhein und die Rebhänge genießt, gehört zu den schönsten in ganz Deutschland. Räuber sind zwar keine mehr im angrenzenden Wald anzutreffen, wohl aber viele spannende Stationen, die man auf bequemen Wegen – auch mit dem Kinderwagen – entdecken kann. Ob Zauberhöhle, Rossel oder Rittersaal, sie alle haben Geschichte geschrieben.

Unten im Tal wartet die weiße Flotte der Rheinschiffe auf Schaulustige und müde Wanderer. Von Rüdesheim aus starten verschiedene Touren hinein ins wildromantische obere Mittelhreintal, das die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat.
Wer Stille und Abgeschiedenheit sucht, wird ebenfalls in Rüdesheim fündig. Die Wirkungsstätten der Hildegard von Bingen können von der Stadt aus zu Fuß oder auch per Auto erreicht werden. Die Abtei St. Hildegard, die heute noch lebendiges Klosterleben in ihren Mauern beherbergt, liegt mitten in den Weinbergen. Ein meditativer Ort mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ebenfalls besucht werden kann auch die bescheidenere Eibinger Kirche, die ebenfalls auf eine Gründung der großen Frau zurück geht. Hier findet man auch den Hildegard-Schrein.

Und wenn der Himmel weint, dann spielt in Rüdesheim die Musik. Bei einem Besuch im mechanischen Musikkabinett steigt die Laune garantiert. Die Sammlung der selbst spielenden Instrumente ist allein schon eine Reise wert. Kinder lieben das mittelalterliche Foltermuseum, das die Geschichte einer Zeit erzählt, als noch Raubritter in den Straßen von Rüdesheim und auf dem Rhein ihr Unwesen trieben. Und wenn die Sonne wieder lacht, heißt es: ab nach draußen! Der Frühling macht unternehmungslustig – am Rhein und in den Reben.

Hotels findet man sehr günstig bei booking.com oder im Hotelpreisvergleich

www.ruedesheim.de

Lebensmittelsicherheit in Deutschland – Wer macht was?

Lebensmittelsicherheit ist keine Alleinaufgabe des Nationalstaats. Eingebettet in die Europäische Union (EU) kann Deutschland bei der Rechtsetzung rund um die Lebensmittelsicherheit zwar mitbestimmen, seine eigenen Kompetenzen aber schrumpfen.

Anders beim Vollzug des Lebensmittelrechts im eigenen Land. Hier haben der Bund und die 16 Bundesländer den Hut auf. Vereinfacht kann gesagt werden: Der Bund ist für die Gesetzgebung zuständig – ob allein oder gemeinsam mit den Organen der EU. Die Bundesländer sind für die Umsetzung der Gesetze und die Lebensmittelkontrolle verantwortlich. Aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands verfügen sie dabei über eine gewisse Eigenständigkeit. Strukturell bedeutet das: Jedes Bundesland ist gewissermaßen ein kleines Abbild des Bundes. Es hat als oberste Aufsichtsbehörde ein Ministerium – in den Stadtstaaten Senatsverwaltung genannt. Diese Behörden koordinieren und überwachen die amtliche Lebensmittelüberwachung.

Dazu gibt es in einigen Ländern noch eine mittlere Verwaltungsebene. Überwachungs- und Untersuchungsämter gibt es in jedem Bundesland. Hier setzen sich Juristen, Lebensmittelchemiker und Tierärzte für die Lebensmittelsicherheit vor Ort ein. In Krisenfällen informiert die oberste Landesbehörde die zuständigen Stellen anderer Bundesländer, gegebenenfalls auch die Öffentlichkeit.

Auch der Kontakt zum Bund steht auf ihrem Programm. Denn Föderalismus hin oder her: In Fragen der Lebensmittelsicherheit ist ein enger Austausch wichtig. So haben die Länder über den Bund auch einen mittelbaren Kontakt nach Brüssel, denn der Bund fungiert als Ansprechpartner der Europäischen Kommission und vertritt dort die Interessen Deutschlands. Praktisch geschieht das unter anderem durch Bundesministerin Ilse Aigner, „Hausherrin“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Dieser obersten Bundesbehörde in Deutschland sind zwei Fachbehörden untergeordnet: das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL). Das BfR bewertet, ob etwa von einem bestimmten Lebensmittel oder einer Verpackung ein Risiko für den Verbraucher ausgehen kann. Dann ist das BVL am Zuge. Seine Aufgabe: Prüfen, ob oder welche gesetzgeberischen Schritte notwendig sind. Dabei kann es gesellschaftliche oder wirtschaftliche Aspekte mit berücksichtigen. Geht es darum, die Öffentlichkeit über etwaige Risiken zu informieren, ist wieder das BfR gefragt. Beide Fachbehörden haben außerdem einen direkten Draht zur Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Erstes Waldorf Astoria in Deutschland

Berlin ist eine geschichtsträchtige Stadt, die jedes Jahr zahlreiche Besucher aus aller Welt anlockt. Sowohl aus kultureller Sicht als auch in Sachen Unterhaltung kommen Touristen jeder Altersschicht in der deutschen Hauptstadt auf ihre Kosten. Zudem eignet sich die Metropole perfekt zum Shoppen und hat viele Fans, die gern allein zum Einkaufen anreisen. Für diese Gäste muss jedoch gesorgt werden und so verfügt Berlin über zahlreiche erstklassige Hotels und günstige Hostels, die für jeden Geldbeutel das Richtige bieten. Mit dem geplanten Waldorf Astoria, welches als Erstes seiner Art in Deutschland eine besondere Position einnimmt, entstehen weitere verlockende Übernachtungsmöglichkeiten.

Das Adlon Hotel Berlin galt bisher als die beste Adresse der Stadt und erfreut sich zahlreicher prominenter Gäste aus aller Welt. Weitere luxuriöse Häuser sind auch das Ritz Carlton Berlin sowie das Hotel de Rome und das Kempinski. Nun wird sich eine weitere Luxusadresse in den Reigen der Sterne-Hotels einordnen.

Ab dem Frühjahr 2012 stehen im ersten Waldorf Astoria Hotel Deutschlands elegante Suiten mit Blick auf die Gedächtniskirche für anspruchsvolle Gäste zur Verfügung. Nahe dem Kurfürstendamm soll das etwa 118 m hohe Waldorf Astoria entstehen und über 232 Zimmer verfügen.

Damit jedoch nicht genug: Laut Angaben der DEHOGA sind allein für 2012 weitere 8.000 Betten für Berlin geplant. So baut Sheraton ein weiteres 4-Sterne-Hotel und auch die Steigenberger Gruppe befindet sich derzeit in der Bauphase mit einem Hotel mit 412 Zimmern, welches auch über zehn Konferenzräume verfügen wird.

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Der Alles-Esser – So schmeckt die Welt

Ist ein Lokal proppenvoll, dann liegt das meistens an der guten Küche. Gleiches gilt für Spiros Bairaktaris Restaurant, nahe der Akropolis. In seiner griechischen Taverne – seit über 60 Jahren in Familienbesitz – stehen die Gäste Schlange für seine Spezialität des Hauses: Souvláki. Auch Andrew Zimmern ist von Spiros Fleischspießen hellauf begeistert. Für die Kuttelsuppe mit Kalbsfuß auf dem Athener Zentral-Markt braucht man dagegen einen robusten Magen. Allein der Geruch dieser landestypischen Kost ist mehr als gewöhnungsbedürftig.

Weil Andrew sich trotzdem einen randvollen Teller „Patsas“ genehmigt, wird er zur Belohnung von einem echten Gourmet-Koch bewirtet: Maître Lefteris Lazarou serviert in seinem Nobel-Restaurant Seeteufel mit wildem Sellerie.

DMAX, Dienstag, heute, 22:15 – 23:15 Uhr (VPS )