Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbeck feiert am 2. Mai 2009 seinen 60. Geburtstag.

Nicht als Schuhbeck, sondern als Alfons Karg wird er in Traunstein geboren. Nach der Schule macht er eine Lehre als Fernmeldemechaniker bei der Bundespost. ‚Des war aber net meins‘, kommentiert er diese Zeit. Viel lieber organisiert er nebenbei Auftritte von Amateurtanzbands, womit er recht erfolgreich ist.

Bei einem dieser Auftritte lernt er Sebastian Schuhbeck kennen, den Bürgermeister von Waging am See. Der hatte Waging gerade zu dem gemacht, was es heute noch ist: ein kleiner, netter Fremdenverkehrsort mit Kurhaus, Campingplatz und Gastronomie. Dieser Sebastian Schuhbeck suchte für das, was er aufgebaut hatte, einen Nachfolger. Da seine Ehe kinderlos blieb, machte er Alfons ein ungewöhnliches Angebot: ‚Ich adoptier dich, du steigst in meinen Betrieb ein, aber du musst das Kochen lernen.‘

Aus der Notwendigkeit wird Passion. Alfons entdeckt seine Welt. Bald schon reichen ihm Schnitzel, Schweinsbraten und Knödel nicht mehr, er will die ‚große Küche‘ nach Waging bringen. Der Adoptivvater erklärt ihn für übergeschnappt. Sie trennen sich – das erste Mal.

Aber sie raufen sich auch wieder zusammen und Alfons hat bald freie Bahn und viel Erfolg. Sein Konzept ‚Feine Küche auf dem Land‘ rechnet sich irgendwann auch für den Adoptivvater.

Der Gault Millant entdeckt ihn und bewertet ihn mit der Höchstpunktzahl. Ein neuer Kochstar war geboren.

Alles schien ihm zu gelingen, einfach alles. Und er glaubte es selbst. Auch wie man schnell reich werden kann. Zu spät merkte er, dass er die falschen Berater an seiner Seite hatte und naiv das Geschäft anderer betrieb. Als er das Spiel durchschaute, war es fast zu spät – Millionenklagen, Steuerschulden etc.

Alfons überstand alle Prozesse und zahlte zurück und zahlt immer noch – und schuftet.

Mit knapp 50 fängt er noch einmal an. Nicht klein und nicht irgendwo, nein, mitten in München, am ‚Platzl‘. Heute, viele Jahre danach, hat er wieder ein Imperium aufgebaut: Restaurant, Zirkuszelt, Partyservice, Kochschule, Eisladen, Gewürzladen, Bücher, Hörfunk-Shows, Fernsehsendungen.

Alfons Schuhbeck, der inzwischen eine kleine Familie hat, gibt auch Einblick in sein Privatleben.

Alfons Schuhbeck

„35-mal hab ich beim Eckart Witzigmann vor der Tür gestanden, bis er mich als Lehrling genommen hat“ – Alfons Schuhbeck

Eigentlich wollte Alfons Schuhbeck Fernmeldetechniker werden. Doch sein Adoptivvater brachte ihn dann zum Kochen. Heute ist er einer der Kochkönige der Nation. Nadine Oberhuber (FAZ.Net) sprach mit ihm über das Geschäftsmodell eines Starkochs, seine Karriere im Fernsehen und die Schwächen der Deutschen am Herd.

Herr Schuhbeck, müssen TV-Köche uns das Kochen erst wieder beibringen?

Ich propagiere das ganz extrem in meinen Kochkursen. Ich sage immer: Ihr kocht viel besser, als ihr glaubt. Aber ihr macht einen Fehler: Ihr kocht zu heiß, und ihr macht alles schnell-schnell. Ihr dreht immer voll auf. Solange Kochen noch Arbeit ist für die Leute und nicht Genuss, sind wir noch ein bissl weit weg. Kochen und Essen sind eine Frage der Begeisterung, genau wie die Liebe. Wer lieblos kocht und isst, der ist genauso fad wie jemand, der leidenschaftslos liebt.

Lesen Sie das gesamte Interview mit Alfons Schuhbeck im FAZ.net:
www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~ED89032116CC3437D8451B9F5A403E149~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Alfons Schuhbeck

Nicht als Schuhbeck, als Alfons Thanner wird er in Traunstein geboren. Nach der Schule macht er eine Lehre als Fernmeldemechaniker bei der Bundespost. ‚Des war aber net meins‘, kommentiert er diese Zeit. Viel lieber organisiert er nebenbei Auftritte von Amateurtanzbands, womit er recht erfolgreich ist. Bei einem dieser Auftritte lernt er Karl Schubeck kennen, den Bürgermeister von Waging a. See. Der hatte Waging gerade zu dem gemacht, was es heute noch ist: ein kleiner, netter Fremdenverkehrsort mit Kurhaus, Campingplatz und Gastronomie.

Dieser Karl Schubeck suchte für das, was er aufgebaut hatte, einen Nachfolger. Da seine Ehe kinderlos blieb, machte er Alfons ein ungewöhnliches Angebot: ‚Ich adoptier dich, du steigst in meinen Betrieb ein, aber du musst Kochen lernen.‘ Aus der Notwendigkeit wird eine Passion. Alfons entdeckt seine Welt.

Bald schon reichen ihm Schnitzel, Schweinebraten und Knödel nicht mehr, er will die ‚große Küche‘ nach Waging bringen. Der Adoptivvater erklärt ihn für übergeschnappt. Sie trennen sich – das erste Mal. Aber sie raufen sich auch wieder zusammen, und Alfons hat bald freie Bahn und viel Erfolg.

Sein Konzept ‚Feine Küche auf dem Land‘ rechnet sich irgendwann auch für den Adoptivvater, und der Gault Millaut entdeckt ihn und bewertet ihn mit der Höchstpunktzahl. Ein neuer Kochstar war geboren. Alles schien ihm zu gelingen, alles. Und er glaubte es selbst. Auch wie man schnell reich werden kann. Als ihn andere danach fragten, fanden sich rasch Berater an seiner Seite. Spät merkte er, dass das nicht seine Stärke war. Naiv betrieb er das Geschäft anderer. Als er das Spiel durchschaute, war es zu spät, fast zu spät. Millionenklagen und Steuerschulden. Alfons überstand alle Prozesse und zahlte zurück und zahlt immer noch. Und schuftet. Mit knapp 50 fängt er noch einmal an. Nicht klein und nicht irgendwo, nein, mitten in München, am ‚Platzl‘. Heute, vier Jahre danach, hat er wieder ein Imperium aufgebaut: Restaurant, Zirkuszelt, Partyservice, Kochschule, Eisladen, Gewürzladen, Bücher, Hörfunk-Shows, Fernsehsendungen. Und natürlich sein Privatleben. Denn inzwischen hat er eine kleine Familie.

SWR, Donnerstag, 27.04., 13:15 – 14:00 Uhr