Die deutsche Gastronomielandschaft befindet sich im Umbruch: Kreativität, Flexibilität und ein neuer Teamgeist prägen die Spitzenküche. Der Feinschmecker, Deutschlands führendes kulinarisches Magazin, würdigt diese Entwicklung mit den Gastro-Awards 2026 und dem neuen Guide „Die 500 besten Restaurants in Deutschland“.

Gastro-Awards 2026: Der Feinschmecker kürt die besten Restaurants Deutschlands
Besonders bemerkenswert: Mit sechs von dreizehn Auszeichnungen wurden so viele Frauen geehrt wie nie zuvor.
Die Ausgabe #3/2026 des Feinschmecker, die jetzt im Handel erhältlich ist, widmet sich in einem umfangreichen Gastro-Dossier den aktuellen Trends und den herausragenden Persönlichkeiten der Branche. Chefredakteurin Gabriele Heins betont den Wandel: „Vielerorts lockert sich das starre Menü-Korsett zugunsten flexibler und gastfreundlicher À-la-carte-Angebote, es gibt attraktive Preise für junge Foodies, der Sonntagsbraten feiert sein Comeback, und spektakuläre Neueröffnungen setzen spannende Impulse.“
Gastro-Awards 2026: Die Preisträger im Überblick
Der Feinschmecker zeichnete in diesem Jahr dreizehn Persönlichkeiten und Konzepte in verschiedenen Kategorien aus. Die Preisverleihung dokumentiert den Generationswechsel und die zunehmende Diversifizierung der deutschen Spitzengastronomie.
| Kategorie | Preisträger | Ort | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Restaurant des Jahres | Überfahrt | Rottach-Egern | Chefköchin Cornelia Fischer & Sommelière Marie Christin Baunach |
| Gastgeberin des Jahres | Eva Klink | Wielandshöhe, Stuttgart | – |
| Nachhaltigkeit | Alte Überfahrt | Werder (Havel) | – |
| Köchin des Jahres | Douce Steiner | Hirschen, Sulzburg | – |
| Lebenswerk | Hermann Bareiss | Hotel Bareiss, Baiersbronn | 75 Jahre Aufbauleistung |
| Aufsteiger des Jahres | Cédric Staudenmayer | Cédric, Weinstadt | – |
| Team Spirit (neue Kategorie) | Facil | Berlin | Erste Verleihung dieser Auszeichnung |
| Junge Konzepte | arc | Hamburg | – |
| Patissière des Jahres | Julia Orschiedt | Pietsch, Wernigerode | – |
| Gasthaus des Jahres | Grüner Baum | Michelstadt | Mutter-Tochter-Duo Barbara & Erika Bär |
| Innovation des Jahres | Frühstück 3000 | Berlin | – |
| Sommelière des Jahres | Maria Vizsnyai | Steins Traube, Mainz | – |
| Weinbar des Jahres | High Fidelity | Stuttgart | – |
Fünf der dreizehn Awards gingen nach Baden-Württemberg – ein Beleg für die anhaltende kulinarische Dominanz des Südwestens.
Neue Kategorie: Team Spirit als Signal für die Branche
Erstmals verlieh der Feinschmecker den Award in der Kategorie „Team Spirit“. Ausgezeichnet wurde das Berliner Restaurant Facil für ein „seit Jahren konstantes Rundum-Erlebnis dank einer hervorragend eingespielten Mannschaft“. In der traditionell hierarchisch organisierten Gastronomie setzt diese Auszeichnung ein bewusstes Zeichen für flachere Strukturen und wertschätzende Zusammenarbeit.
Lebenswerk: Hermann Bareiss und Joachim Wissler im Porträt
Die Redaktion ehrt Hermann Bareiss mit dem Award für sein Lebenswerk. Der Hotelier verwandelte das Hotel Bareiss in Baiersbronn über 75 Jahre hinweg in ein europaweit führendes Luxusresort. Im Gespräch mit Chefredakteurin Gabriele Heins blickt Bareiss auf Jahrzehnte der Aufbauarbeit zurück – und auf eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiterführung und -schulung von Beginn an als Kernaufgabe begriff.
Ein weiteres Porträt gilt Joachim Wissler, der 25 Jahre lang das Spitzenrestaurant Vendôme in Bergisch Gladbach prägte. Im Interview spricht Wissler über seinen Abschied aus der Küche, den Übergang an seinen Nachfolger Dennis Kuckuck und den grundlegenden Wandel der Branche.
Die 500 besten Restaurants Deutschlands 2026
Als Extra liegt der Ausgabe der neue Guide „Die 500 besten Restaurants in Deutschland 2026“ bei. Das Team des Feinschmecker testet dafür jährlich anonym und unabhängig Gastronomie-Adressen im gesamten Bundesgebiet. Bewertet wird mit bis zu fünf Feinschmecker-„F“ – der höchsten Auszeichnung des Magazins.
Fünfzehn Köche mit der Höchstwertung von fünf „F“
Insgesamt fünfzehn Spitzenköche erhalten 2026 die Bestbewertung der Redaktion. Viele von ihnen kochen seit Jahren auf Weltklasse-Niveau und wurden vom Feinschmecker bereits mehrfach ausgezeichnet.
Die fünfzehn besten Köche Deutschlands 2026 (alphabetisch sortiert):
| Koch | Restaurant | Ort | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Jan-Philipp Berner & Jan Fehling | Söl’ring Hof | Sylt | – |
| Christian Bau | Victor’s Fine Dining | Perl-Nennig | – |
| Benjamin Chmura | Tantris | München | – |
| Sven Elverfeld | Aqua | Wolfsburg | Schließung zum 20. März 2026 angekündigt |
| Jan Hartwig | JAN | München | – |
| Dennis Kuckuck | Restaurant Vendôme | Bergisch Gladbach | Nachfolge von Joachim Wissler seit Oktober 2025 |
| Claus-Peter Lumpp | Restaurant Bareiss | Baiersbronn | – |
| Torsten Michel | Schwarzwaldstube | Baiersbronn | – |
| Marco Müller | Rutz Restaurant | Berlin | – |
| Tohru Nakamura | Tohru in der Schreiberei | München | – |
| Clemens Rambichler | Sonnora | Dreis | – |
| Christoph Rüffer | Restaurant Haerlin | Hamburg | Erstmals mit 5 „F“ ausgezeichnet |
| Thomas Schanz | schanz. restaurant. | Piesport | – |
| Edip Sigl | es:senz | Grassau | – |
| Hans Stefan Steinheuer & Christian Binder | Steinheuers Restaurant | Bad Neuenahr-Ahrweiler | – |
Besonderheit 2026:
- Christoph Rüffer vom Restaurant Haerlin in Hamburg erhält erstmals die Höchstwertung.
- Dennis Kuckuck führt das Vendôme seit Oktober 2025 in der Nachfolge von Joachim Wissler erfolgreich weiter.
- Sven Elverfeld schließt das Aqua in Wolfsburg zum 20. März 2026 – die aktuelle Auszeichnung dokumentiert den Abschied auf dem Höhepunkt.
Frauen in der Spitzengastronomie: Rekordjahr 2026
Chefredakteurin Gabriele Heins zeigt sich erfreut über die Entwicklung: „Chefinnen am Herd sind in der Gastronomie auch 2026 noch zu selten. Umso mehr freue ich mich, dass wir in diesem Jahr ganze sechs der dreizehn Einzel-Awards an Frauen vergeben – so viele wie nie zuvor.“
Besonders hervorzuheben sind:
- Cornelia Fischer (Restaurant des Jahres, Überfahrt) gemeinsam mit Sommelière Marie Christin Baunach
- Douce Steiner (Köchin des Jahres, Hirschen)
- Eva Klink (Gastgeberin des Jahres, Wielandshöhe)
- Julia Orschiedt (Patissière des Jahres, Pietsch)
- Maria Vizsnyai (Sommelière des Jahres, Steins Traube)
- Barbara und Erika Bär (Gasthaus des Jahres, Grüner Baum)
Digitales Angebot: Alle Auszeichnungen online
Unter feinschmecker.de/best-of stellt der Feinschmecker umfangreiche digitale Begleitangebote bereit:
- Die 500 besten Restaurants Deutschlands als interaktive Suche
- Ein „Best of“ aller von der Redaktion empfohlenen Genussadressen (Weingüter, Bäcker, Cafés, Röstereien, Metzger)
- Die 100 besten Restaurants der Welt
- Spezialseiten zu Olivenöl, Wein und Feinkost
Alle Adressen und Auszeichnungen werden fortlaufend aktualisiert.
Direktlinks:
Fazit: Kreativität und Verantwortung als Markenzeichen
Die Gastro-Awards 2026 des Feinschmecker zeichnen das Bild einer Branche im Aufbruch. Teamgeist, Nachhaltigkeit und weibliche Führung gewinnen an Sichtbarkeit, während Traditionshäuser wie das Bareiss oder das Vendôme erfolgreich den Generationswechsel gestalten. Mit 500 bewerteten Restaurants und fünfzehn Höchstbewertungen dokumentiert der Guide die außergewöhnliche Dichte an Spitzengastronomie in Deutschland – von Sylt bis an den Bodensee, von der Nordsee bis ins Alpenvorland.
Gastro-Awards 2026
Zusammenfassung
Gastro-Awards 2026: Der Feinschmecker kürt die besten Restaurants Deutschlands: Die deutsche Gastronomielandschaft befindet sich im Umbruch: Kreativität, Flexibilität und ein neuer Teamgeist prägen die Spitzenküche. Der Feinschmecker, Deutschlands führendes kulinarisches Magazin, würdigt diese Entwicklung mit den Gastro-Awards 2026 und dem neuen Guide „Die 500 besten Restaurants in Deutschland“.

