Rike Kurrle

Ehrlich und rauchig muss sie sein, die „Misses Pott and her Quincylicor“, auch wenn sie sich nicht so anhört. Sie ist nicht etwa eine Comicfigur, sondern der Drink, der Rike Kurrle den Sieg beim Cocktail-Wettbewerb „Barmaid Olympics“ einbrachte. Die Barkeeperin der Harry´s New York Bar im Lindner Hotel & Residence Main Plaza in Frankfurt fühlte sich besonders von dem Motto des Wettbewerbs angesprochen: „Ein Drink für die moderne Frau des 21. Jahrhunderts“, so das erklärte Ziel.
 
„Moderne Frauen wollen heute nicht mehr das Verspielt-Süße mit viel Saft“, erklärt die 31-Jährige ihren Ansatz, „sondern etwas mit Charakter und echtem Geschmack. Daher sollte meine Kreation ein klassischer, ehrlicher Drink werden. Durch den Sherry schmeckt er rauchig, den Quittenlikör, eine ungewöhnliche Cocktailzutat, habe ich extra für den Drink selbst hergestellt.“
 
Für die Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gab es beim Wettbewerb um die zum Thema passende Cocktailkreation einiges zu beachten: So hatten sie maximal zehn Minuten Zeit für die Zubereitung und durften nur bis zu sieben Zutaten verwenden.
 
Barfrauen an die Macht
Der Gewinner-Drink von Rike Kurrle, die seit fast zehn Jahren bei Lindner tätig ist, kam mit weniger aus: Die „Misses Pott“ mischt sie aus Havana Club 7 Jahre, Antica Formula, selbstgemachtem Quittenlikör und 15-jährigem Oloroso Sherry. Als Dekoration dient eine Zitronenzeste. Und kennenlernen kann man die „Misses“ in Harry´s New York Bar im Lindner Hotel Main Plaza — wie natürlich auch die olympische Barmaid Rike Kurrle.
 
„Der Wettbewerb war mal etwas ganz anderes und aufgrund des Mottos und des Charity-Charakters auch sehr persönlich“, berichtet Rike Kurrle. „Denn er fand für einen guten Zweck statt und nicht kommerziell für einen Sponsor. So waren wir ganz frei in der Zutatenwahl.“ Schließlich wollen die Veranstalterinnen Cordula Langer und Julia Comu mit den Barmaid Olympics Barfrauen in Deutschland fördern, die häufig einen nicht so leichten Einstieg haben. Sie wollen sie so ermutigen, öfter an Wettbewerben teilzunehmen und dafür die Hemmschwelle senken. Die Erlöse aus dem Charity-Event gehen an die Stiftung Bora e.V., die sich seit 1989 für misshandelte Frauen und Opfer häuslicher Gewalt einsetzt. So helfen Frauen Frauen.

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